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Missions-Koiikren; für ^nrheffen.

* Marburg, 1. Nov.

Unter zahlreicher Beteiligung von Missions­freunden aus allen Teilen Kurhessens tagte heute mittag im kleinen Stadtsale die diesjäh­rige kurhesstsche Missionskonferenz. Sie wurde mit dem gemeinsamen Gesänge des Lutherliedes und einer erbaulichen Ansprache des Super­indenten Happich-Marburg eröffnet.

Der Vorsitzende der Missions-Konferenz, Geh. Kons.-Rat Prof. D. Mirbt-Morburg widmete in seinen Mitteilungen dem bekannten Vorkämpfer der Mission und Begründer der evangelischen Missionskonferenz in Halle, Gustav Warneck, der im letzten Jahre das Zeitliche segnete, einen län­geren Nachruf. Der Verblichene sei einer der Größen der deutschen Kirchengeschichte gewesen und aus der kleinen Missionskonferenz in Halle sei jetzt der Missionskongreh für ganz Deutsch­land geworden. Der Vorsitzende hieß dann die Teilnehmer, insbesondere die als Referenten er­schienenen Missionsdirektor Paul-Leipzig und Missionar Hoffmann-Neuguinea herzlich will­kommen. Es folgt die Rechnungslegung seitens des Kassierers, Superintendent Heuhner-Ziegen- hain. Die Einnahmen betrugen 1549,48 Jl, die Ausgaben 1283,13 M, Bestand 266,35 Jl. Be- - merkt sei, daß bei der letzten Missionskonserenz an Kollekten rund 341 eingegangen. Missions­direktor I>. Paul-Leipzig hielt dann einen recht intereffanten Vortrag überdie dringliche Mis- fionsaufgabe in Deutsch-Ostasrika". Der Redner streifte zunächst die Fortschritte der Mission in anderen Ländern, z. B. in Asien, wo das Selbst­bewußtsein mancher Völkerschaften, so der Japa­ner und Indier, mancherlei Schwierigkeiten be­reite, neuerdings jedoch eine Wandlung zum Besseren sich vollziehe. Jetzt sei es an der Zeit, die Aufmerksamkeit auf die afrikanischen Mis­sionen zu lenken, wo das Fortschreiten des Islam: zu denken gebe. In Deutsch-Ostafrika, das vor 50 Jahren noch keine Missionstätigkeit gekannt, schreite diese jetzt rasch vor sich. Die Missions- gefellschaften hätten ein Retz von Missions­stationen durch das ganze Land gespannt und. überall, wo die deutsche Kolonisation einsetze, würde dieses immer vollkommener. Aus diese« Grunde sei auch das Marokko-Abkommen zu be­grüßen, denn dadurch sei es wohl möglich, ro* tere Gebiete in den Bereich der christliche»

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1911.

Marburg

Freitag, 3. November

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Deutsches Reich.

Veränderung in der Diplomatie. Berlin, 1. Nov. DerReichsanzeiger" meldet: Dem ersten Sekretär bei der Botschaft in Paris, Bot­schaftsrat Frhn. von der Lancken-Wakenitz, wurde der Titel und Rang eines außerordent­lichen Gesandten und bevollmächtigten Mini­sters verliehen. Wie dieRordd. Allgem. Ztg." hört, wird der durch die Bestimmung des Grafen von Oberndorfs zum kaiserlichen Gesand­ten in Christiania demnächst frei werdende Po­sten eines Botschaftsrats in Wien dem derzeiti­gen Botschaftsrat in Rom, Prinzen Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode übertragen, der in der Person des bisherigen ersten Sekretärs bei der kaiserlichen Gesandtschaft im Haag, Legations­rates von Hindenburg einen Nachfolger erhält. Wie dieNordd. Allg. Ztg." ferner hört, ist für die Wiederbesetzung des Postens eines könig­lichen Gesandten in Weimar der frühere Bot­schaftsrat in Washington Graf Georg von Wedel ausersehen, der mit der zeitweiligen Führung der gesandtschaftlichen Geschäfte in Weimar be­reits seit nahezu einer Jahresfrist betraut ist.

Erfindung eines neuen Panzers durch einen Deutschen. Der Marinesachverständige desStandard"' berichtet demfi. A." zufolge, daß ein deutscher In­genieur namens Schaumann eine neue Art von Panzer erfunden hat, der die Probe bereits bestanden hat. Außerordentlich leichtes Gewicht soll sein beson­derer Vorzug sein, während die Härte nicht dabei gelitten hat. Der moderne Panzer besteht aus einer Alumtummtschung, die mit einer dünnen Stahl­platte überzogen ist. Für den KreuzerStraßburg" sollen Eeschützpanzer dieser neuen Art in Auftrag ge­geben sein. Ob sich der neue Panzer auch für die Armierung der Kriegsschiffe verwenden läßt, soll no chfraglich sein, weil hier der Panzer ja auch den heftigen Rückstoß bei Abfeuerung der Geschütze aus­zuhalten hat.

Mißverständnisse". In mehreren Blättern freifinniger und sozialistischer Färbung war eine An­deutung erschienen, bei der Marokkrkrise hätten sich di« beteiligten Mächte zur Beschwörung der Kriegs­gefahr an dasInternationale Sozialistische Büro" gewandt. Wir hätten von diesem Unsinn gar nicht erst Notiz genommen. Sowohl derTemps" als auch dieNordd. Allg. Ztg." halten es aber für nötig, die Unwahrheit dieser Behauptung in beiderseitigem Regierungssinne zu bezeugen. Ganz kindlich klingt aber, was dasBerl. Tageblatt" als Erklärung für dasMißverständnis" beibrtngt:Der holländische Sozialdemokrat Toelstra soll überhaupt nicht behaup­tet haben, daß die Rächt« sich tatsächlich an das In­ternationale Sozialistische Büro gewandt hätten. Er soll nur auseinandergesetzt -haben, daß Deutschland und Frankreich ohne Schwierigletten den Weg zu dem interntionalen Büro hätten finden können, wenn die beiden Rationen etwa auf di« Beilegung des Konflikts unter Mitwirkung des Büros Wert gelegt hätten." Au!

Ausland.

** Aus der französischen Republik. Poitiers, 31. Okt. Heute Vormittag wurde bei dem 49. Artillerieregiment das Verschwinden zweier Teile einer 75 Millimeter-Kanone festgestellt. Paris, 1. Nov. Aus Marseille wird gemeldet: Eine Abteilung von Kolonialinfanteristen ver­ursachte in ihrer Kaserne unter Absingen der Internationale große Ruhestörungen. In der Nachbarschaft rief dieser Vorfall große Aufreg­ung hervor. Nach einer vom Marineministe­rium veröffentlichten Depesche aus Toulon wurde die auf zehn Stunden bemessene Uebungs- fahrt des PanzersVergniaud" nach neun Stun­den unterbrochen, da Seewasser in die Konden­satoren eingedrungen war. DerMatin" be­richtet: Bei dem jüngsten Alarm auf dem Pan­

Erstes Blatt.

Der Krieg um Tlipolis.

Die Berichterstattung vom Kriegsschauplätze läßt sehr zu wünschen übrig. Den Korrespon­denten der Berliner, Londoner und Pariser Blätter ist es äußerst schwer gemacht, wahrheits­gemäße Berichte an ihre Zeitungen zu senden, da die italienische Zensur sehr streng gehandhabt . wird und mißliebige Meldungen nicht durchge­lassen werden. Kettet Tunis und Malta aber die Telegramme zu senden, ist mit Zeitverlust und großen Schwierigkeiten verbunden. Das ein» scheint aber festzusteheNj trotz der energischen Dementis Italiens, nämlich daß die Italiener in der zweiten Hälfte der vorigen Woche ganz empfindliche Schlappen erlitten haben. Aus verschiedenen Forts sind sie bereits vertrieben worden, und man hofft in türkischen Kreisen, binnen kurzem auch die Stadt Tripolis selbst ein» nehmen zu können. Die Türken sind ihrer Sache ziemlich sicher und man muß daher vermuten, daß ihnen in Tripolitanien genug Hilfskräfte zur Verfügung stehen. Die Meldungen der Ita­liener von der Unterwerfung ber Araber bestäti­gen sich nicht, im Gegenteil, diese unterstützen aufs kräftigste das türkische Vorgehen. Nach neueren Berichten sollen den türkischen Befehls­habern mehr als 150 000 Mann arabischer Re­serven zur Verfügung stehen. Dazu kommt noch, daszdie-türtischeüd. Mannschaften durchaus mo­dern bewaffnet sind und daß sie sowohl, wie die verbündeten Araber upn Hause aus als folda- r"-«tische und kriegerische. Naturen gelten haben. Bedenkt man dann noch, daß die Türken es in bet Hand haben denheiligen Krieg gegen vke Ungläubigen", in diesem Falle die Italiener, zu erklären, wodurch Tausende von Fanatikern sich um ihre Fahne scharen würden, so muß man zu dem Schlüsse kommen, daß die Italiener sehr wenig Aussicht haben In Tripolitanien selbst große militärische Erfolge verzeichnen zu können. Zwar die Küste können sie dank der weittragen­den Schiffsgeschütze in Schach halten, weiter ins Innere zu bringen wird ihnen aber mindestens sehr, sehr große Anstrengungen kosten. Damit entfällt auch die Aussicht für sie, Tripolitanien ohne weiteres zu annektieren, solange sich nicht eine dritte Macht zu gunsten Italiens ins Mit­tel legt.

Türkisch« Bericht«.

Berlin, 1. Nov. Bei der hiesigen türki­schen Botschaft eingelaufene amtliche Tele­gramme besagen: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober griffen türkische Truppen, durch Frei­willige unterstützt die Italiener an. Die feind- lick)e Linie wurde an mehreren Punkten durch­brochen. Bei dem Kampf, der bis zum nächsten Tage 4 Uhr nachmittags dauerte, wurde der Feind bis.zmn Vorort Mahalla zurückgedrängt. In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober wurde der Angriff erneuert und die Italiener in die Flucht geschlagen. Sie verließen die Forts Sei- des, Misri und Henni, wo sie zahlreiche Vorräte, Munition und Maulesel zurückließen. Die Ver­luste der Italiener sind bedeutend, die der Tür­ken betragen ungefähr vierzig Tote und hundert Verwundete. Rach den letzten Nachrichten sind, die Italiener gezwungen, die Beeidigung a»L die Stadt selbst zu beschränken. Die Ein? nähme der Stadt ist binnen kurzem zu erwart en.

Alexandrien, 1. Nov. Anläßlich der Veröffentlichung der türkischen Sieges­berichte war gestern Abend die Bevölkerung in großer Erregung. Von den Europäern atgefeuerte Revolverschüsse verursachten einen Tumult. Die Ordnung wurde durch die Poli­zei wiederhergestellt. Eine Person wurde ge­tötet, vierzehn, darunter ein Europäer, ver­wundet.

Konstantinopel, 1. Nov. Der Sultan Übermittelte den Soldaten in Tripolis seinen Gruß und drückte seine Genugtuung über die , tapfere Haftung aus.Jkdam" undJeni Ga- zetta" verzeichnen Gerüchte von neuen Kämpfen bei Benghasi und Derna. Hierbei sollen die Ita­liener hinter die Verteidigungslinie von Ben- ghafi und Derna zurückgegangen feiff.

Italienische Berichte.

» « rlin, 1. Nov. Die italienische Botschaft teilt mit: Angesichts der p h a n t a st i s ch e n (!)

Nachrichten, die über die Lage des italienischen Expeditionskorps in Tripolis veröffentlicht wer­den, hält die italienische Botschaft es für niitz- hu,, nachfolgende Mitteilung zu machen, durch die die gegenwärtige Lage am Kriegsschauplatz genau bezeichnet wird. Die Italiener sind in allen Kämpfen zu Wasser und zu Lande ohne Ausnahme Sie­ger geblieben (!). Sie besetzten Tripolis, Benghasi, Derna, Homs und Tobruk, indem sie den Feind schlugen und ihn zwangen, sich zurück- zuziehen. Seitdem wurden alle An­griffe des Feindes zurückgeschla­gen, wobei ihm schwere Verluste zugefügt wor­den sind. Die italienischen Truppen erbeuteten zahlreiche Kanonen und zwei Fahnen. Nach der Schlacht am 26. Oktober fand kein Kampf mehr statt. (Vgl. die tür- ; «scheu Berichtet D. R.)

Tripolis,.!. Nov. Gestern war hier alles ruhig, als plötzlich einige von den feindlichen Eebirgsgeschützen abgefeuerte Schrapnells in die Stadt fielen. An den Befestigungen wurde kein Schaden angerichtet. Ein Eingriff der Kriegs­schiffe aus der Flanke trieb die Türken in die Flucht, zerstörte die Verschanzungen und machte vier Geschütze unbrauchbar. Einem Flieger gelang es, mit vollem Er­folg vier Sprengbomben ins feind- licheLagerzuschleud ent.

Rom, 1. Nov. DieAgeitzia Stefani" de­mentiert in bestimmtester Weise die Nachrichten auswärtiger Zeitungen, nach welchem die Ita­liener in Tripolis ein wahres Gemetzel ange­richtet, Unterdruckungsmaßregeln ohne Unterschied ergriffen und Massenmorde an waffenlosen Ara­bern, Frauen und Kindern verübt hätten. DieAgenzia Stefani" erklärt hier­zu, infolge des Verrates der Araber, die, nach­dem sie sich bereits der italienischen Regierung unterworfen hatten, hinterlistig die Soldaten in der Flanke angegriffen halten und im Einklang mit den Türken die italienischen Verschanzungen angriffen, sei es unvermeidlich geworden, die Rebellen zu bestrafen und die Oase zu säubern. Diejenigen, welche mit der Waffe in der Hand angetroffen, sowie die, welche nach einem regelrechten gerichtlichen Verfahren des Mordes für schuldig befunden wurden, seien erschos - s e n worden. Andere Gefangene, die den Verrat begünstigten, oder entgegen den amtlichen ita­lienischen Anordnungen Waffen trugen, seien ungefähr 2200 nach italienischen Jnselngebracht. Zum besseren Schutze der Vorposten zerstörte man in der Oase die Mauern und alles, was den Rebellen hätte nützen können. Zuerst aber sorgte man dafür, daß die harmlosen Araber, Frauen und Kinder, in Tripolis in Sicherheit gebracht wurden. In Wirklichkeit waren es Feinde, die Grausamkeiten gegen Ver­wundete verübten. Als Beweis diene die Tat­sache, daß die Zahl der Toten verhält­nismäßig viel b e d e u t e w d e r w a r a l s die der Verwundeten.

Rom, 1. Nov. Die Meldung, daß vier ita­lienische Kriegsschiffe an der Küste von Kassan­dra beobachtet worden seien, ist falsch, da keine italienischen Kreuzer sich in diesen Gewässern befinden.

Tie Revolution in Ointr. .

Peking, 31. Okt. Eine Gesellschaft geflüchteter Ausländer, die hier eingetroffen ist, meldet, daß wäh­rend der Revolte in Taiyuensu viele Mandschus und durch unglücklichen Zufall auch vier Ausländer verwundet wurden. Die letzteren wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort gut gepflegt, sie be­finden sich auf dem Wege der Genesung. Die übrigen Ausländer find unter dem Schutz der Ausständischen, di« die Eisenbahn von Taiyuenfu bis zur großen Mauer besetzt halten, in Taiyuenfu geblieben. In Peking hält di« Aufregung on. Di« fremdländischen Truppen bewachen die Gemndschaften. 70 franzö­sische Soldaten beschützen die Kathedrale von Peitang Di« Forderungen dre Lanchow-Soldaten, di« in der Hauptsache mit den Wünschen der Nationalver­sammlung übereinstimmen, find von den aufrühreri­schen Offizieren an die Garnisonen vieler Provinzen telegraphiert worden. Die Garnisonen von Tsinanfu und Paotingfu haben sie angenommen und die Regie­rung benachrichtigt, daß sie nicht gegen die Aufstän­dischen kämpfen werden. Die Regierung beabsichtigt, in allen Punkten nachzugeben. Man glaubt, daß bas Ministerium morgen zurücktritt.

Peking, 1. Rov Unanschikai ersuchte die Re­gierung telegraphisch, einen interimistischen Premier­

minister zu ernennen, während er lall« Angriffe brr Kaiserlichen einstellen lassen und unverzüglich mit Liynanheng wegen des enbgUtigen Friedensschlusses verhandeln werde. Uuanschkai will, falls er nicht anders Unterhandlungen herbeiführen könne, fich ins Lager der AusstLndischen nach Wutschang begeben.

Peking. 1. Nov. Amtlich wird gemeldet, Yuanschikai wurde zum Premierminister ernannt, bet Exgeneralgouverneur von Kanton Weikuangtao zum Generalgouverneur von Hukuang, General Pintschang zum Chef des Eeneralstabes, Prinz Ching zum Ptä- fibenten, Rötung und Hsueschitfchang zu Vizepräsiden­ten des Geheimen Rates. Das Kabinett soll gebildet werden, wenn Puanschikai sein Amt übernimmt. In der Zwischenzeit fungieren Prinz Ching als Premier­minister, Naiung und Hsueschitschang als Beige­ordnete.

Peking, 1. Nov. Ein kaiserliches Edikt geneh­migt den Rücktritt aller Minister.

zerschiffSuffren" hat die Vorrichtung, mit welcher die Pulvervorräte unter Wasser gesetzt werden, nur sehr mangelhaft funktioniert, sodaß die gefährdete Pulverkammer erst nach 50 Mi­nuten zu % mit Wasser gefüllt war. Ueberdies sei festgestellt worden, daß infolge einer Undich­tigkeit der Zwischenwände drei Tonnen Wasser in die benachbarten Pulverkammern eingedrun­gen waren. Aus Toulon wird gemeldet: Die aus Anlaß derLibert6"-Katastrophe gegen den Kapitän Jaurös eingeleitete Untersuchung habe ergeben, daß dieser beim Antritt des ihm erteil­ten Urlaubs es unterlassen habe, seine Befug­nisse vorschriftsmäßig zu übergeben. Der Fre­gattenkapitän Joubert habe ohne schriftliche Ordre seines Vorgesetzten, gewissermaßen auto­matisch als zweiter Schiffsoffizie.r das Kom­mando übernommen.

** Spanien und Frankreich. Madrid, 1. Nov. DerImperial" schreibt: Selbst wenn man an­nimmt, daß Frankreich von Deutschland ge- demütigt worden sei, was nicht der Fall ist, so hätte Frankreich keinen Grund, die Wirkung einer ihm widerfahrenen Ungerechtigkeit auf Spanien zu überwälzen. Frankreich, welches Zu­geständnisse gemacht habe, um Ubschba, das Schaujagebiet und Fez nicht raumen zn müssen, dürfe sich darüber nicht wundern, daß alle Spa­nier einmütig sich gegen die Räumung von Lar­rasch und El Ksar aussprechen.

** Englische Besitzungen nnb Handelsverträge. London, 1. Nov. Sir Edward Grey gibt bekannt, die britische Regierung sei im Begriff, mit Ko­lumbien, Dänemark, Frankreich, Mexiko, Ma­rokko, Norwegen, Rußland, Schweden, der Schweiz und BeneMrla wegen vor'rr,,ßung bet sich selbstverwaltenden überseeischen Besitzungen zu beit Hanbelsvcrträgen in Verbindung zu tre­ten. Grey erklärte, es sei nicht beabsichtigt, über neue britische Vertrage zu verbanbeln, sonbern lebiglich ben Besitzungen bas Recht zu sichern, von ben bestehenben britischen Hanbelsverträgen, wenn sie es wünschen, zurück- ' -{en.