mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage"
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Marburg
Dienstag, 31. Oktober
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46. Jahrg.
1911.
Erstes Blatt.
Die Marokkofrage.
Berlin, 29. Oft. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:
Die Frage, ob ein Staatsvertrag über dis Abtretung oder den Erwerb von Kolonialbesitz zu seiner staatsrechtlichen Gültigkeit der Zustimmung des Bundesrats und der Genehmigung des Reichstags bedarf, ist, wie wir hören, von den zuständigen Reichsämtern geprüft und in verneinendem Sinne beantwortet worden.
Das deutsch-französische Abkommen geht nach allen vorliegenden Nachrichten seinem Abschluß ,, entgegen, und es ist zu hoffen, daß, wenn erst einmal die Leidenschaften sich gelegt haben, die Nützlichkeit dieser Abmachungen für beide Teile Anerkennung finden wird. Ueber die Vorgeschichte und den Verlauf der Verhandlungen zu sprechen, wird sich bei der Erörterung des Abkommens Anlaß bieten. Dies ist umso erwünschter, um nicht zu sagen notwendiger, als noch immer die merkwürdigsten Mythen darüber verbreitet werden. Insbesondere wird die Rolle Englands und seine Einwirkung auf die Haltung Deutschlands noch immer falsch dargestellt. Es wird sich weiterhin zeigen, wie haltlos die Behauptung ist, daß Deutschland bei der Einleitung oder während des Verlaufs der Verhandlungen mit Frankreich vor hem Einspruch von dritter Seite zurückgewichen sei. Deutschland sprach von Anfang an den Wunsch aus, mit Frankreich allein zu unterhandeln, und ist dabei gebliebem
Paris, 28. Oft. Ministerpräsident Cana- lcjas erklärte dem Madrider Korrespondenten des „Petit Parisien" bezüglich der bevorstehenden spanisch-französische» Marokkoverbandlun- gen, Spanien sei von den persönlichen Absichten beseelt und überzeugt, daß Frankreich auf die Räumung von Larrasch und El Ksar nicht bestehen werde, keine spanische Regierung könnte einer solchen Räumung zustimmen.
Paris, 28. Oft. Inbetreff der Erklärun- cen spanischer Blätter und Staatsmänner, daß die von Frankreich geforderte Räumung von Elkfar und Larrasch als undurchführbar angesehen werde, schreibt der „Temps": Die Spanier dürfen sich keinen Hoffnungen auf Beistand der englischen Regierung hingeben. Selbst wenn England sich zum Anwalt Spaniens herqeben sollte, so würde dies niemals in einem für Frankreich unangenehmen Sinn geschehen. Die Spanier müßten sich deshalb ins Unvermeidliche schicken und dieses Unvermeidliche stelle für sie noch einen ganz beachtenswerten Gewinn dar. — die „Liebert6" schreibt über die von dem „Petit Parisien" veröffentlichten Erklärungen des Ministerpräsidenten Eanalesas: Keine französische Regierung könnte sich dazu herbeilasien, die Städte Elkfar und Larrasch den Spaniern preiszugeben, welche von ihnen unter Verletzung ihrer geheimen und öffentlichen Verpflichtungen besetzt worden seien.
Paris, 28. Off. Nach einer BMkermel- dung aus Casablanca wurde die Nachbut zweier aus Fußtruppen, Reiterei und Artillerie bestehenden Aufflärungsabteilungen bei Telia el Fila von Zaers angegriffen. Die Letzteren feien mit starken Verlusten zurückgefchlagen worden.
Zu den französischen ^lottenrkandalen.
In lldschda erleben die Franzosen jetzt ein Klein-Panama und nun die Pulverskandale. Schuld an den Katastrophen der „Jena", der „Liberte" und der vielen anderen kleineren Explosionen ist, das wisien die französischen Zeitungen jetzt ganz genau, das Pulver B. Veraltetes Pulver, von schlechter Zusammensetzung soll sich an Bord vieler Kriegsschiffe befinden. Seit Jahren weiß man darum. Die ersten Berichte aber haben keine Beachtung gefunden und die Untersuchung hat sich jahrelang hingeschleppt. Weitere Fragen tauchen auf. Wie war es möglich, daß der sehr wichtige fachmännische Unter- fuchungsbericht Dejan spurlos in den Händen der Behörden selbst verschwinden konnte? Wie war es möglich, daß man zwei durch persönliche und politische Abneigung zu gegenseitiger wilder Feindschaft verhetzte Pulverfabrikdirektoren Nebeneinander wirtschaften ließ? Ja, wie war ts möglich?! Wer die Dinge einigermaßen am rechten Zipfel faßt, wird sehr bald dahinter kom
men. Es gibt in Frankreich zu viele Leute, die gern im Trüben fischen. Disziplin ist außerdem eines „freien" Republikaners unwürdig, das findet man nur im „reaktionären" Preußen. Wir hören das ja auch von unseren Anbetern des Auslandes. Alles aber hängt an dem parlamentarischen System, wie es in Frankreich gehandhabt wird. Ein parlamentarisches Ministerium, das jeden Tag durch eine Mehrheitslaune gestürzt werden kann, das sich aus Mannern zusammensetzt, die von den Dingen selbst kein Verständnis haben und ihre Stellung nur de" mehr oder minder geschickten Bearbeitung der Massen verdanken, ist natürlich unfähig eine geordnete Verwaltung zu führen. In den Verwaltungen arbeiten aber und das zeigen di« vielen Skandale, Streberei und Clipuenwesen und vor allem die Sucht nach Bereicherung gegeneinander, selbst der „Temps" greift jetzt diese Zustände mit den schärfsten Worten an. Freilich an der Wurzel des Uebels, die Reinkultur des Parlamentarismus, wagt niemand zu rühren.
Paris, 28. Oft. Der Kriegsminister Mefsimy vernahm gestern den Oberingenieur Maisstn. Er richtete an ihn die Frage, weshalb er die Sitzung de» Eeneralrates des Finisterre- Departements dazu benutzt habe, um seine Enthüllungen zu machen auf die Gefahr hin, im Lande eine vielleicht übertriebene Beunruhigung heroorzurufen. Maissin antwortete, daß er infolge seiner vergeblich gebliebenen Anflage sich an die oeffentliche Meinung gewandt habe, um sich Gehör zu verschaffen. Ueber die sachlichen Aufflärungen, die Maissin dem Kriegsminister gegeben hat, wird Stillschweigen beobachtet. Man wets nur. daß Maissin im Auftrage des Kriegsministers sich bereit halten muß, um seine Beschuldigungen vor der llntersuchungsfommis- sion vorzubringen. Der Deputiert« Painlevg teilte auf Grund seiner Feststellungen mit, daß das Datum der von den staatlichen Pulverfabri- fen an die Arsenale gesandten Pulverfisten nicht mit dem Datum der Herstellung des darin enthaltenen Pulvers übereinstimme und daß da sehr oft Unterschiede von zwei und mehr Jahren vorhanden seien. Häufig werde altes Pulver zu neuem zermahlen und mit neuem vermischt. So zum Beispiel stammten gewisse Pulversorten der verunglückten „Liberty", die das Datum vom Jahre 1908 trugen, in Wirflichfeit aus den Jahren 1890 und 1891. Der „Matin" erhebt scharfe Anflage gegen die staatlichen Pulverfobrifen, in denen nirgends eine ordentliche lleberwachung bestehe und in denen Kameradie oder politische Feindschaft eine Hauptrolle spielten. Ein hoher, einer Franfreich befreundeten Macht angehöriger Offizier, der vermöge seiner Stellung alle Pulverfabriken Europas besuchen konnte, habe dem Kriegsminister erklärt, daß die französischen Pulverfabriken die am meisten zurückgebliebenen seien. Kriegsminister Messimy habe sich durch die von ihm persönlich angestellte Untersuchung von dieser Behauptung überzeugt. Der König von Bulgarien, der in Frankreich für Hunderte von Millinen Kriegsmaterial gekauft habe, habe von dem französischen Pulver eine so schleckte Meinung, daß er die Pulvervorräte in Deutschland angekauft habe. Die südamerikanischen Staaten hätten gleichfalls die Minderwertigkeit des französischen Pulvers festgestellt und deshalb ihre gesamten Bestellungen in Deutschland gemacht.
Paris, 28. Oft. Die llntersuchungskom- mission über den Fall Maissin hoi gestern abend den Direktor der Pulverfabrik Ponte-de-Buis verhört. Maissin hat aus die Behauptungen Louppes in der Action, er sei an einer mit deutschem Kapital arbeitenden Schießbanmwollfabrik finanziell beteiligt gewesen, der Action einen Brief geschrieben, worin er diese Beteiligung ableugnet.
Der Krieg um Tripolis
Tripolis, 28. Oft. Gestern nahmen L? italienischen Truppen die Verteidigungslin!. ein, die hinter der während der letzten Tage innegehabten liegt, weil die Leichname, die vor der alten Linie liegen, die Luft verpesteten und das Wasser in einen gesundheitsschädlichen Zustand versetzten. Die neue Front ist kürzer urb bietet den Vorteil, daß die Truppen in Reserve gehalten werden können.
Konstantinopel, 28. Oft. Den Blattern zufolge richtete der Scheif der Senussi an den
Muiessarif von Benghasi ein Schreiben, in dem er tapferen Widerstand gegen die Italiener empfiehlt und die stafselweise Entsendung von Freiwilligen anzeigt. Man werde alle gegen die Franzosen bestimmten militärischen Vorbereitungen nunmehr gegen die Italiener anwenden. Der heilige Krieg würde in der ganzen Sahara und dem übrigen mohammedanischen Afrila er- flott werden.
Tripolis, 29. Oft. In der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr erfolgte auf die südliche Front der italienischen Stellungen ein neuer verhältnismäßig unbedeutender Angriff, der namentlich gegen den Brunnen Bumeliana gerichtet war, aber zurückgeschlagen wurde. Gegen 4 und 6 Uhr wurde der Angriff wiederholt und ebenfalls glänzend abgewiesen. Sobald der Tag angebrochen war, stiegen Militärflieger zu Erkundi- gungsflügen auf, die sich aber wegen des starfen Windes nicht weiter als 10 oder 15 Kilometer ausdehnen konnten.
S a l o n i f, 29. Oft. In der Nacht von Freitag zum Samstag sind an der Küste von Kassandra gegen Mitternacht vier italienische Kriegsschiffe bemerft worden, die auf eine gewisse Entfernung an das Kap-Burun Heranfamen, die dortigen Befestigungen mit Scheinwerfern ab- leuchieten und nach einer halben Sunde wieder verschwanden.
9t o m , 29. Oft. Der „Esercito Jtaliano" er- flärt im Hinblick auf das von dem italienischen Militärreglement vorgesehene Verbot für Zei- tungsberichterstafter,- den Kriegsoperationen zu folgen, dasselbe entspreche dem allgemeinen Gebrauch bei allen europäischen Armee» und sei auch 1870/71, sowie im russisch-japanischen Kriege zur Anwendung gelangt.
Rom, 29. Oft. Die „Tribuna" erflärt: Auf Grund der Erfahrungen in den früheren Feldzügen in Afrika seien die leitenden Kreise der Ansicht, daß die Kosten, auch wenn der Krieg sich noch einige Monate hinziehe, hundert Millionen Lire nicht überschreite. Der Staatsschatz befinde sich in ausgezeichneter Verfassung und könne das für die außerordentlichen militärischen Ausgaben erforderliche Geld ohne besondere Maßnahmen liefern.
Politische Umschau.
Zwischenfälle in der bayerischen Kammer.
Inder bayerischen Kammer geht es lustig zu. Ein liberaler Abgeordneter meinte, die ablehnende Stellung der Regierung gegenüber dem sozialdemokratischen Süddeutschen Eisenbahnerverband sei eine einzige Verbeugung vor dem Zentrum, worauf der Sozialdemokrat Müller „Lakai" rief. Ein Zentrumsabgeordneter soll gerufen haben „Unverschämter Lausbub!" Uebri- gens nahm der Verkehrsminister die Bezeichnung „Lakai" nicht so einfach hin. Er erwiderte in großer Erregung: „Ich weise diesen erniedrigenden Schimpf und diese Beleidigung hiermit zurück. Was würde ich zu hören bekommen, wenn ich gegenüber einem Mitgliede dieses Hauses auch nur entfernt Aehnliches sagen wollte! Erschweren Sie es einem anständigen Mann nicht weiter noch, in diesem Hause tätig zu sein." Sachlich betonte er, daß die Regierung einen Beamten, der Sozialdemokrat sei unter keinen Umständen in seiner Stellung lassen werde. Die Frage, ob der Eisenbahnerverband sozialdemokratisch sei, wolle er nicht entscheiden.
Deutsches Reiche
— Entscheid de» Finanzministers. Der Finanzminister hat entschieden, daß Verträge über die Herstellung von Kleinbahnanschlüssen und von Anschlüssen der Privatnebenbahnen als Werkverdingungsverträge für unbewegliche Sachen im Sinne der Tarifstelle 75 Abf. 2 des Stempelst euergefetzes in der Fassung der Bekanntmachung vm 30. Juni 1909 anzusehen sind, weil die Schienengleise in solchen Fällen nicht nur zu einem vorübergehenden Zweck mit dem Grund und Boden verbunden werden, vielmehr regelmäßig die Absicht besteht, eine im Interesse des Betriebes notwendige dauernde Verbindung herbeizuführen. Diese Absicht wird selbst dann als vorliegend anzunehmen sein, wenn der Bahnbetrieb nur auf Zeit genehmigt ist, da auch in diesem Falle mit dessen Einstellung nicht gerechnet wird.
— Keine Differenzen tn der deutschen Diplomatie. Berlin, 28. Ott. Die „Norddeutsche Allge
meine Zeitung" schreibt in ihrer Sonntagsnu» mer: Die Meldung eines hiesigen Blattes, daß» zwischen dem Reichskanzler und dem Staatssekretär des Auswärtigen einerseits und dem Staatssekretär des Reichskolonialamts andererseits ernste Differenzen wegen des Kongoabkom- mens bestanden, die zu einem Rücktritt des letzteren führen würden, entbehrt der Begründung.
— Präfentationswahl für das Herrenhaus. Bromberg, 28. Ott. Bei der Präsientationswahl für das Herrenhaus int Wahlkreise des Netze- distriktes, die hier stattfand, wurde für den verstorbenen Abgeordneten v. Koscielstt Oberst a. D. v. Heydebreck auf Markowitz mit 20 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat Graf Po- ninski auf Koscielec erhielt 13 Stimmen.
— Aus der „Rordd. Allg. Zig." Berlin, 28. Ott. Zu der Meldung des „Temps", daß in offiziellen Kreisen Frankreichs nichts bekannt fei in Bezug auf die Behauptung des hollädnischen Sozialisten Troelstra, wonach zwei europäische Mächte während der jüngsten Krisis zur Beschwörung der Kriegsgefahr sich an das Internationale sozialistische Bureau wandten, erklärt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", es sei selbstverständlich, auch von deutscher Seite ein Schritt weder direkt noch indirekt erfolgt.
— Wie das „Berliner Tageblatt" sich zu helfen weiß. Berlin, 27. Oft. Wir wir berichteten, hatte das „B. T." seine Beleidigungen gegen den Reichstagsabgeordneten Dr. Werner in der zweiten Instanz de- und wehmütig zurückgenommen und sich zur Veröffentlichung dieser Revokation verpflichtet. Wie „D. T." berichtet, erfolgte diese Veröffentlichung nun in der.letzten Nurn-» mer: aber in unscheinbarster Form und mit der Hindeutung: „Wir erhalten folgende Zuschrift." Diese Zuschrift an die politische Re- dattion ist von dem persönlich revozierenden Redatteur Max Schröder gezeichnet, der in seiner Eigenschaft als verantwortlicher Redatteur des politischen Teils renoviert und auch diese Nummer, die er durch eine „Zuschrift" beglückt, verantwortlich zeicknet! Herr Mar Schnöder bat also — in der Hoffnung, die meisten Leser des ..B. T." würden über die etwas peinliche Sacke hinweglefen— eine „Zuschrift a n sich s e l b st richten müssen.
— Kartell von BLbnenfünstlern. Berlin, 28. Oft. Ein Kartell von 6OO00 Nübv5"künstlern aus Deutschland und Oesterreich itt aest-rn abgeschlossen worden zum Zwecke der Förderung der gemeinsamen B»rnfsinteress--n. Zum ^rteHpTäf deuten wurde Hermann Nissen gewählt.
— 3« der Wahl in Zieoenbain ist je«-' auch die „Hess. Landesztg." bei Ansicht, daß der S'eqer niemals in die Lage kommen wirr, kein Mandat au-- ?uüben und daß desd->lb die Mobl röNici rmecklis sei. Wir bitten das «statt freundlichst, dies« ihre An- sscht der „Welt am Montan" f.cr zu macken, die bekanntlich sich über uns entrüstete und schließlich Anlaß nahm, uns anzurempeln, weil wir demselben Standpunkt in anderer Form Ausdruck gaben
— Ausscheiden des ersten Turbinenkreuzers aus der Hochseeflotte. Der am 10 Oktober erfolgte Aus tausch des Kreuzers „Lübeck" gegen den ne km Kreuzer „Köln" bedeutet für den deutschen Kriegs- fchiffsbau einen Abschnitt. Scheidet mit der „Lübeck' doch zum erstenmale ein Turbinenkreuzer nach einer ersten Jndiensthaltungsperiode aus den Formationen der Hochseeflotte aus, die in diesem Faste nicht weniger als 6% Jahre betrug. Mit der „Lübeck" wurde in den Baujahren 1903 bis Frühjahr 1905 ein erster Versuch gemacht, die Turbinenmaschinenanlage, die bis dahin nur auf einigen Torpedobooten zu Erprobungszwecken zur Anwendung gekommen war, auch auf den großen Echiffstypen zur Einführung zu bringen. Aber erst mit dem Bau des Panzerkreuzers „v. d. Tann" ging man dazu über, d'e Turbinenmaschinenanlagen auch auf den großen Schissen einzuführen. Es war der Stet'iner Vulkan, dem bei Bau eines ersten Turbinenkreuzers in bet „Lübeck" vollauf glückte, wenn sich bie damaligen Probe- und Versuchsfahrten auch nach heutigen Begriffen recht in die Länge zooen Erst im Herbst 1907 nahm bet zweite Turbinenkreuzer in der „Stettin" (gleichfalls vorn Vulkan gebaut) di« Probefahrten auf, und der dritte folgte in der „Dresden" erst zur Jahreswende 1908/09.
— Mililarait wartet beim Kaiserlichen Statistischen Amt. Der Präsident des Kaiserlichen Statistischen Amtes hat die Bedingungen, unter denen bie Will» tut nWörter in den Dienst bes Statistischen Ämter übertreten können, folgenbermaßen entschieben: „Rach dem Verzeichnis der den Militäranwärtern usw. im Reichsbienst sind den Mttitäranwärtern beim Kaiserlichen Statistischen Amt bie Stellen^ bet Kanzleibeamten und der Unterbeamten vollständig, von den mittleren Beamtenstellen aber nur di« bet Sekrewriatsasfistenten, und zwar pu Hälfte, vorbe-