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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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JfO und der Expe!

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1911

Freitag, 27. Oktober

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Erstes Blatt.

Tie Marokkofrage gelöst.

Aus Wien, Berlin, Paris und überall her kommt die Nachricht, daß auch die Kompen- . satiousosrhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland zu einem Ergebnis geführt haben, und noch vor dem 1. November soll das Abkommen veröffentlicht werden. Es handelt sich nur noch um die Fertigstellung des Textes. Das ist erfreulich, weil damit eine der schwersten Fragen der äußeren Politik zu einem Abschluß gelangt ist. Etwas anderes freilich ist es, ob wir Deutschen mit dem, was herausgekommen , ist, zufrieden fein können. Schon daß dieWiener Allgemeine Zeitung" und andere gut unterrich­tete Blätter uns erzählen, die Lösung der Kom­pensationsfrage sei grundsätzlich in der Form des Eebietsaustausches erfolgt, läßt tief blicken. Da möchten wir fragen: Was bekommen lbir denn für unfern Verzicht in Marokko?

Jedenfalls bestätigt sich, was noch vor einigen Tagen von Berlin aus geleugnet wurde, daß Deutschland im nördlichen Togo einen über 40 Kilometer langen schmalen Streifen Landes an die französische D a h e m e - Kolonie abtritt. Es soll auch ein Stück des Kameruner Enten- schnabels abgetreten werden. Diese Tatsache dürfte in Deutschland auf den stärksten Wider­stand stoßen. Wir würden große Teile des fran­zösischen Kongo, die an zwei Punkten an den Kongofluß anstoßen, erhalten. Pariser Blätter geben schon Einzelheiten, doch wird man die end- giltigen Feststellungen abwarten müssen. In Deutschland wird man aber, das darf heute schon gesagt werden, ein Abkommen, das neben unfern Einfluß in Marokko noch wertvolle Teile unseres fetzigen Kolonialbesitzes pretsgibt, nicht verstehen.

Die nationalliberale Partei hat gestern im Seniorenkonvent den Antrag eingebracht:Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler um eine Erklärung zu ersuchen, 1. datz das Abkommen über Marokko in allen Teilen nicht zum Abschluß gebracht werden wird, ehe der Reichstag als der berufene Vertreter des deutschen Volkes darüber gehört worden ist: 2. daß ohne Genehmigung des Reichstags weder ein deutsches Schutzgebiet abge^'^n noch von den Deutschen Kolonialland er -ben werden soll." Baffermann begründete di "inbringung dieses Antrages damit, daß nur auf diese Weise dem Reichstage Gelegenheit gegeben werde, die Würde der Volksvertretung wirklich zu wahren, denn nur durch einen solchen Antrag ließe sich eventuell verhindern, daß der Reichstag vor ein fait accompli gestellt würde, an dem er lediglich eine völlig unwirksame und bedeutungslose Kri­tik üben könnte.

* Der Antrag sollte als Initiativantrag aller Parteien gegeben werden. Wie dieLeipz. Neusten Nachrichten" wissen wollen, haben die Konservativen und das Zentrum es abgelehnt, sich daran zu beteiligen, und die Nationallibe- : ralen hätten darauf den Antrag zurückgezogen.

Die Rechtslage über koloniale Dinge ist ja bei uns leider überhaupt noch nicht geklärt. Jeden­falls erscheint es uns mit Herrn Bassermann nicht würdig, daß der deutsche Reichstag in der ganzen Angelegenheit sozusagen nichts zu melden habe.

Der Krieg um T'ipolis

R o m, 24. Okt. DieTribuna" druckt heute einen ihr von einer ausländischen Persönlichkeit zugegangenen Brief ab, die Italien rät, dem Beispiel Englands in Aegypten und Frankreichs in Tunis zu folgen und in Tripolis, wenigstens vor der Hand, die nominelle Souveränität des Sultans bestehen zu lassen. Das Blatt bemerkt zu dem Schreiben, dessen Verfasser nicht genannt ist, Italien könne sich mit einer derartigen Stel­lung in Tripolis nicht abfinden.

91 o m, 25. Okt. Aus Tripolis wird gemeldet: General Caneva erließ für Tripolis und Cyre- neika ein Dekret, das grundsätzlich bis zur Aus­gabe einer anderen Verordnung Tsrralnverkäufe verbietet, mit Ausnahme besonderer von der Re- . gierung genehmigter Fälle.

Tripolis, 25. Okt. Da an dem gestrigen Zusammenstoß auch aufrührerische Araber teil- «ahmen, die stch in einer Oase im Rücken der von |

den Italienern eingenommenen Linie befanden, ließ General Caneva die Entwaffnung der Be­wohner der Stadt und der Oase streng durch­führen. Man entdeckte viele allenthalben ver­steckte Waffen und mit Vorräten gefüllte Hütten. Die Waffen wurden beschlagnahmt und die Hüt­ten in Brand gesetzt, da es unmöglich war, die Patronen rechtzeitig fortzuschaffen. Viele Araber wurden festgenommen. Diejenigen, die Widerstand leisteten und auf die Italiener feuerten, wurden sofort erschossen. Der Kawaß eines fremden Konsuls, der einen verwundeten Italiener erdolchte, wurde vom Konsul selbst den italienischen Behörden ausgeliefert. Diese stell­ten ihn sofort vor das Kriegsgericht und ließen ihn gemäß dem Gerichtsurteil erschießen.

Die Revolution in China.

Schanghai, 24. Okt. Die einheimische ZeitungChina Times" veröffentlicht einen Bries des Führers der Aufständischen. Liyuan- hung, an den Admiral Sah, in dem Liyuanhung seinen Anschluß an die Aufständischen mit der Begründung rechtfertigt, daß, als der Ausstand ausbrach, feine eigenen Truppen nicht zur Stelle gewesen seien. Er habe versucht, zu entkommen, sei aber festgehalten und gezwungen worden, den Oberbefehl zu übernehmen. Nunmehr habe er erkannt, daß alle Menschen, vom höchsten ange­fangen bis zum niedrigsten, von einer Sinnesart feien. Er halte es für besser, einer geeinigten, als einer uneinigen Partei anzugehören. Die Meldung, daß Tfchangfcha von den Aufständischen besetzt sei, begegnet jetzt starkem Zweifel, da in einem gestern abgesandten Telegramm des Gou­verneurs von Hunan an den Vizekönig von Nan­king ganz positiv gemeldet wird, daß in Hunan alles ruhig fei. Hukou, am Poyang-See ist wieder in die Hände der Aufständischen gefallen.

P e k i n g, 24. Okt. Neber den Fall von Kiu- kiang liegen jetzt Konsulatsberichte vor, in deren die Einäscherung des dortigen Pamen bestätigt wird. Die kaiserlichen Truppen hätten den Auf­ständischen keinen ernstlichen Widerstand ent­gegengesetzt. Aus Jtschang sei ein Dampfer mit chinesischen Truppen, die unter weißer Flagge fuhren, in Wutschang angekommen. Nach einer Meldung aus Stanfu hätten die dortigen Aul ändischen den Mohammedanern von Kansu, die sich seit August im offenen Aufruhr befänden, Vorschläge unterbreitet. Beide Teile werden wahrscheinlich sich den Streitkräften der Ausstän­dischen anschließen. Wie aus Sutschou, Tsinanfu und anderen Städten berichtet wird, ist eine An­zahl chinesischer Seeleute von den Kanonen­booten desertiert.

K a n t o n, 25. Okt. Während der neue Tar- tarengeneral, der heute morgen gelandet ist, in der Tschongtschingstraße am Admiralitätsgebäude vorüberging, wurden von den Dächern benach­barter Häuser Bomben geworfen, wodurch einige Soldaten getötet wurden. Infolge der Explo­sion brach in mehreren Häusern Feuer aus, das bereits wieder gelöscht ist. Der bei der Vom- benexplosion verwundete Tartarengeneral ist bald darauf seinen Verletzungen erlegen. Die Stadt ist ruhig.

Berlin, 25. Okt. Der Chef des Kreuzer­geschwaders meldete, er habe das Flvßkanonen- boot Vaterland" nach Tfchangfcha, der Haupt­stadt der Provinz Hunan, am Siangflutz ent­sandt, das die Aufständischen ohne Kampf be­setzten. In Hankau ist alles ruhig.

Politische Umschau.

Der Termin der Reichstagswahle«.

Die Reichstagswahlen finden am Freitag den 12. Januar 1912 statt. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt:Als Tag der allgemeinen Wahlen für den Reichstag ist, wie wir erfahren, der 12. Ja­nuar in Aussicht genommen. Da dieser Tag in die Legislaturperiode des gegenwärtigen Reichs­tages fällt, wird zuvor dessen Auflösung zu er­folgen haben. Der Termin hierfür steht noch nicht fest, dürfte vielmehr im wesentlichen von dem Fortgänge der parlamentarischen Arbeiten bedingt sein."

Da uns von dem Wahltermin nur noch elf Wochen trennen, eine Zeit, in die noch dazu das Weihnachtsfest fällt, wird nun wohl bald der Wahlkampf mit aller Kraft einsetzen. Der Wahl­termin ist diesmal etwas früher angesetzt worden als bei den letzten Reichslagswahlen. Diese fan­

den, nachdem der Reichstag am 13. Dezbr. 1906 aufgelöst worden war, am 25. Januar 1907 statt, die Mehrheit der Stichwahlen am 5. Febr. 1907. Der Reichstag wird bis Anfang Dezember tagen. Wie verlautet, wird der Reichskanzler die Ma­rokkointerpellation am 8. Dezember beantworten.

Wir möchten dabei eine persönliche Bemerkung machen. Bekanntlich soll Anfang Dezember die Ersatzwahl im Wahlkreise Fritzlar-Ziegenhain stattfinden. Im Falle einer Stichwahl würde der gewählte Kandidat also gar nicht einmal die Ehre haben, im Reichstage zu sitzen. Der Wahl­kreis aber würde innerhalb 8 Wochen zwei Wahlen und zwei Stichwahlen über sich ergehen lassen müssen, wobei das erste Wahlgeschäft eine praktische Bedeutung nicht bat, weil der gewählte Vertreter gar keine Gelegenheit bekommt, im Reichstage aufzutreten. Da die Regierung sich nicht entschloß, von der nutzlosen Wahl Abstand zu nehmen, so machten wir, mehr um das Unsinnige der Wahl zu demonstrieren, den Vorschlag, daß die Wähler einfach nicht wäh­len sollten. Ein guter Freund der von uns hin­länglich gekennzeichnetenWelt am Montag" nimmt das bitter ernst. Er jongliert mit allen möglichen Konsequenzen und sein demokratisches Gewissen findet es abscheulich, daß irgend einer, der allein zur Wahlurne trete und sich selbst wähle, der Auserkorene des Volkes von Hom­berg-Ziegenhain sein könnte. Er hätte aller­dings dann den Vorteil, sich Visitenkarten mit M. d. R. drucken zu lassen. Weiter hätte es keinen Zweck. Also warum nicht!? Diese Aus­einandersetzung mit uns wird man überhaupt erst verstehen sachlich wäre sie zu kindlich wenn man liest, daß der Artikelschreiber Gelegen­heit nimmt, Über uns herzufallen. Man wird auch wohl nach der Person nicht weit zu suchen haben, da ihm das alte Gerlachsche Mätzchen von dem Organ aller Gebildeten" völlig vertraut ist, während er das einst in Marburg erscheinende Bolksblatt für West - und Südwest- deutschland" (und die übrigen Bierdörfer) nicht zu kennen scheint. Ernst gesprochen, die Herren sollten sich, wenn sie sich schon mit uns beschäftigen wollen, doch günstigere Objekte aus­suchen.

Deutsches Reich-

Vom Kaiser. Berlin, 25. Okt. Der Kaiser besichtigte die von den Architekten Hart und Lesser neuerbauten Säle des Weinhauses Kem­pinski u. Co., besonders den mit Cadiner Ma­joliken ausgestatteten Saal. Mit dem Kaiser kamen die Kaiserin und die Prinzessin mit Ge­folge, der Eisenbahnminister und Kultusminister u. a. Der Kaiser, der fast dreiviertel Stunden in den Raumen verweilte, äußerte sich sehr be­friedigt über die Wirkung der Cadiner Fabrikate.

Anschlag auf den Hofzug des Königs von Sachsen? Ein rätselhafter Vorfall, der noch der Aufklärung bedarf, spielte sich wie das B. T." erfährt und erst heute bekannt wird, in der Nacht ab, in bet der sächsische Hofsonderzug mit König Friedrich August und seinen Söhnen auf der Fahrt nach Wien die Station Mittel­grund an der sächsisch-böhmischen Grenze pas­sierte. Der zur Beobachtung der Strecke postierte Hilfsweichensteller Storch sah gegen 10 Uhr abends zwei Männer, die sich in verdächtiger Weise auf den Schienen der Eisenbahnbrücke um- hertrieben und durch ihr scheues Benehmen auf­fielen. Storch vermutete, daß die beiden ein Attentat auf den in einer Stunde fälligen Hof­zug planten und verscheuchte die Unbekannten. Als der Hofzug die Brücke passiert hatte, machte Storch dem im Stationsgebäude befindlichen Gendarm Mitteilung, worauf beide die Gegend absuchten und die Verdächtigen in dem Kegel­hause des Hortschen Restaurants versteckt auf­fanden. Sie wurden verhaftet. Man fand del ihnen zwei geladene Revolver, zwei scharfgeschlif­fene lange Dolche und allerband Diebeswerkzeug. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Aus der Reichsversicherungs-Kommisston. Berlin, 25. Okt. Die Reichsversicherungskom­mission nahm in zweiter Lesung den Entwurf betr. die Aufhebung des Hilfskassengesetzes an. Gegenüber den Beschlüssen in erster Lesung wurde eine einschneidende Aenderung lediglich tm § 7 c getroffen, insofern als nach der neuen Fassung der Beschluß einer eingeschriebenen Hilfskasse über die Auflösung oder Vereinigung

mit anderen Unternehmen der Genehmigung der Behörde unterliegt. Es wurde bestimmt, d § 7c sofort in Kraft tritt, während der Tag für das Inkrafttreten der übrigen Vorschriften durch kaiserliche Verordnung bestimmt werden soll. Der Seniorenkonvent des Reichstag trat heute vor Beginn des Plenums zu einer Sitzung zu­sammen. Man einigte sich dahin,, daß am mor­gigen Donnerstag die Teuerungsdebatte zu Ende geführt werden soll. Freitag soll die Debatte über die Interpellationen betr. die Maul- und Klauenseuche erfolgen, nach deren Beendigung sich der Reichstag bis zum 7. November vertagen soll. Am ersten Tage nach der Vertagung werden kleinere Sachen verhandelt werden, so die Ver­lage betr. kleine Aktien und der Handelsvertrag mit Japan. Es wird als möglich a^^ehen, daß an den beiden folgenden Tagen eine Aussprache über die auswärtigen Anaelegenbeiten statt- finbet. Am 10. und 11. November wird die Schiffahrtsabgabenvorlage auf die Tagesord­nung kommen, am 13. das Hausarbeitsgesetz, am 14. die Eewerbeordnungsvorlage (§ 114 a), am 15. das Hilfskassengesetz sowie die zweite Bera­tung der Rechnungssachen. Am 16. und 18. soll dann die dritte Beratung betr. das Strafgesetz­buch und vielleicht das Arbeitskammeroesetz er­folgen. Am 20. und 21. Nov. finden Sitzungen nicht statt. Am 23. November wird die zweite Beratung der Privatbeamtenvorlaae erfolgen. Bis Ende November hofft man zu Ende zu kommen.

Wieder keine neue Reichsanleihe. Im Jahre 1911 konnte auf die Aufnahme einer neuen Reichsan­leihe zum ersten Mal seit Jahren verzichtet werden, was der Retchsschatzsekrctär Wermuth als eine Folge der Reichsfinanzreform bezeichnete. Wie verlaute', hat das Reichsschatzamt auch f"- das kommende Jahr die Emission einer neuen Anleihe nicht für nötig erachtet.

Versammlung des Deutschen Musik-Vcreins. Heidelberg, 24. Okt. In der heutigen von etwa 180 Mitgliedern besuchten Jubiläums-Hauptversammlung des 1861 gegründeten Allgemeinen Deutschen Musik- Bereins bezifferte der Vorsitzende Eeneralmusikdirek tor Professor Dr. Max Schillings-Stuttgart in seinem Geschäftsbericht be Mitgliederzahl auf 1107. Das Vereinsvermögen ohne die Stiftungen beträgt ruid 79 000 Mark, das Vermögen der Stiftungen zusammen rund 160 000 Mark. Auf die Berufung des Dr. Edg rr Jstel-Miinchen an die Generalversammlung gegen seinen vom Vorstand beschlossenen Ausschluß vom Verein billigte die Generalversammlung in fast zwei­stündiger Verhandlung mit allen gegen eine Stimme den Ausschluß des Beschwerdeführers. Die Haupt­versammlung wird morgen fortgesetzt.

Ausland.

** Aus dem österreichischen Kaiserhause. Wien, 25. Okt. Der Erzherzog Franz Ferdinand Karl hat auf Titel und Rang verzichtet und hat stch mit einem Frl. Czuber verheiratet. Wie verlautet, hat bet Kaiser seine Zustimmung ge­geben.

** Unfall des Bürgermeisters von Rom. Turin, 25. Okt. Der Bürgermeister von Rom, Nathan, kam bei einem Besuch des hiesigen Elek­trizitätswerks einem Leitungsdraht zu nahe. Er fiel mit einem Aufschrei zu Boden und wurde von einer schweren Ohnmacht befallen. Seine linke Hand wies schwere Brandwunden auf.

** Bon bet französischen Marine. Paris, 25. Okt. Marineminister Delcassä hat an alle Ad­mirale und Schiffskommandanten ein Rund­schreiben gerichtet, in welchem er mitteilt, daß et eine vollständige Umgestaltung der Bestimmun­gen über den Wach- und Sicherheitsdienst d:r Kriegsflotte angeordnet habe. Inzwischen be­auftrage er die Schiffskommandanten, die erfor­derlichen Befehle zu erteilen, damit der Sicher­heitsdienst in einwandfreier und ständiger Weife versehen werde. Zu einer von Oberingenieur Maissin dem Generalrat des Finisterre-Departe- ments abgegebenen Erklärung veröffentlicht der Matin" Aeußerungen eines Seeoffiziers, der u. a. sagt: Wenn Maisfin nach derJena"- Katastrophe dem Kriegsminister mttgetetlt hat, daß das der Marine als neu gelieferte Pulver tatsächlich älteren Datums sei, so ist das keine Neuigkeit für uns. Alle Artillerieoffiziere der Kriegsmarine wissen, daß das Datum des ihnen gelieferten Pulvers eine durchaus unzuverlässige Sache ist. Zuerst wird in dieser Hinsicht in ben Pulverfabriken und bann in bet Feuerwerke«! bei bet Herstellung bet Kariouchen gemischt. Sollte bas von 1906 botierte PuMrr bet Liberia" in Wirklichkeit von einem Mm H