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cburg und Kirchhain
„Landwirtschaftliche Vellage*
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Tic „CberUefltldK Leitung" erscheint täglich mit Luk nah .ne der <eenn» und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.26 <Ä söhne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 <Ä frei in» HauS. (Für unver- langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.:
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Marburg
Dienstag, 24. Oktober
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46. Jahrg, 1911.
Erttes Blatt.
Ein Kolonialskandal.
Ein Aufsehen erregender Skandal hat sich in lldschda in Oran ereignet. Der General Tout6e, der gegenwärtig dort weilt, hat den französischen Regierungskommiffar Destailleur, den französischen Vizekonsul Lorgeau und den Zollverwalter Pandori verhaften lasten, die Veruntreuungen begangen haben sollen.
Da» „Echo de Oran" meldet au» lldschda: General Toutöe ließ Destailleur, Lorgeau und Padori verhaften, weil sie sich der Prüfung der Steuerkaste widersetzten. Die Prüfung ergab das Fehlen des regelmäßig zu führenden Kassenbuches, dagegen ist es unrichtig, daß ihnen Waffenschmuggel vorgeworfen wurde. Alle drei sind gestern abend wieder freigelasten worden. Im Zusammenhang mit der Angelegenheit wurde der Kaid Babid und der Dolmetscher Benacef verhaftet, die die Ansiedler und Eingeborenen seit drei Jahren ausgesogen haben; ferner sind vier Angehörige des Kaids festgenommen worden.
Offiziös wird in Paris die Angelegenheit zugegeben. Betreffs der Verhaftungen werden verschiedene Ursachen angegeben. So heißt es, daß Destailleur gemeinsam mit Lorgeau und Pandoris unerlaubte Agiospekulationen unternommen habe, durch welche die marokkanischen Handelskreise schwer betroffen worden seien. Fast allgemein wird die Vermutung ausgesprochen, daß bet dem Verkauf von Grundstücken in der Gegend von lldschda Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien, und daß die Zivilbehörden diese Unregelmäßigkeiten mindestens durch den Mangel an Ueberwachung mitverschuldet hätten. Die Behauptung, daß Destailleur auch durch Waffenschmuggel habe Geld verdienen wollen, wird dagegen als wenig glaubwürdig bezeichnet. Destailleur hätte sich leichter und gefahrloser aus dem bedeutenden Fonds für die „politische Durchdringung" Marokkos bereichern können. Zwischen dem General Toutöe und Destailleur habe schon seit längerer Zeit ein sehr feindliches Verhältnis bestanden. Ein Verdacht, daß Unregelmäßigkeiten begangen worden seien, habe hauptsächlich der Hauptmann bet Zollwache, Pandoris, durch seine übertriebenen Ausgaben hervorgerufen.
' Paris, 21. Okt. Der französische Gesandte in Tanger wohnte einer Konferenz bei, die heute früh zwischen dem Ministerpräsidenten, dem Minister des Aeußern und dem Finanzminister wegen der Vorgänge in Udschda stattfand.
Paris, 21. Okt. Die Regierung beschloß die sofortige Untersuchung der Vorkommnisse in Udschda durch drei Beamte des Ministerium des Neustem, des Kriegs- und des Finanzministeriums. — Durch die Vorkommnisse dürfte die französische Kolonialverwaltung aufs stärkste blohgestellt sein, und unsere freundlichen Nachbarn, die gewohnt sind, den Mund recht weit aufzutun, sobald es sich um deutsche Angelegenheiten handelt, werden die Sprache von der „zivilisatorischen Aufgabe" ihres Volkes etwas mäßigen mästen. Die französische Preste berichtet eingehend über den Skandal, durch den auch das Ansehen der französischen Verwaltung bei den Eingeborenen stark herabgesetzt werde. Mehrere radikale Blätter greisen den Admiral Toutöe, welcher offenbar ganz eigenmächtig vorgegangen fei und seine Befugnisse in bedenklicher Weise überschritten habe, heftig an. (Natürlich.) Es sei festgestellt worden, daß von den in den beiden Banken in Udschda hinterlegten Summen im Betrage von 1040 000 Franks mehr als die Hälfte verschwunden sei. General Toutöe habe seither wiederholt auf die Umtriebe Destailleurs aufmerksam gemacht und namentlich darauf hingewiesen, daß durch die zügellosen Terrain- Spekulationen die Tracierung der Bahnlinie Oran-lldschda großen Schwierigkeiten begegnete. Die sozialistische „Humanitö" behauptet, die verhafteten hätten die Eingeborenen in schmachvoller Weise um ihre Grundstücke gebracht und Waffenschmuggel betrieben, indem sie aus Belgien stammende Gewehre den Riffleuten verschafften. Die spanische Regierung habe beim französischen Ministerium des Aeußern entschieden die Unterdrückung des Waffenfchmuggsls gefordert.
Die Marokkofrage.
Die Verhandlungen.
Paris, 20. Okt. Im Ministerrat erörterte der Minister de» Aeußern de Selves die auswärtige Lage und bemerkte, daß die ftanzösisch-deut- schen Unterhandlungen einen befriedigenden Fortgang nehmen. Nach Beendigung telegraphierte de Selves an Cambon die Instruktionen bezüglich der Fortsetzung der Verhandlungen. Da diese in den letzten Tagen einen beträchtlichen Fortschritt gemacht haben, hofft man, in einem verhältnismäßig nahen Zeitpunkt zur Lösung zu kommen. Man glaubt, tzaß der 7. November endgültig für die Zusammcnberufung der Kammer «gewählt worden ist.
Paris, 20. Okt. Die „Agence Havas" ist ermächtigt zu erklären, daß die in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Einzelheiten betreffend den Gang der Verhandlungen über den deutsch-französischen Eebietsaustausch vollkommen unbegründet sind.
Paris, 22. Okt. Eeneralpostmeifter Samuel hielt gestern abend in dem Jahresbankett der britischen Handelskammer in Paris eine Rede, in der er zunächst feststellte, daß die Entente cordiale immer enger werde. Der Minister sagte weiter: Die Aussicht auf eine ehrenvolle Beendigung der Marokkoverhandlungen befreite ganz Europa von einer schweren Sorge. Ueberdies mäste man die Bedeutung des Werkes anerkennen, das Frankreich in Marokko auszuführen imstande fein werde. Der Generalpostmeiste bezeichnete es in aller Form als unrichtig, daß im Laufe der Marokkoverhandlungen England danach getrachtet habe, eine Schwierigkeit zu schaffen, um die endgültige Regelung zu hemmen. England mischte sich auf keine Weise in die französisch-deutschen Verhandlungen ein. Die englische Regierung wünschte stets eine rasche und ehrenvolle Lösung der Marokkofrage und hatte einzig und allein das Bestreben, der Sache des Friedens und des sozialen Fortschritts zu dienen.
Marokkointerpellatio« in der bayrische« Kammer.
München, 21. Okt. In bet Kammer bet Abgeorbneten antwortete Minister bes Aeußern Dr. Graf v. Podewils-Bürniz auf bie Interpellation bet Sozialdemokraten, warum die Staatsregierung während der deutsch-französischen Verhandlungen in der Aiarokkoangelegenheit von dem Bayern zustehenden Recht der Einberufung des Ausschustes des Bundesrats für auswärtige Angelegenheiten keinen Gebrauch machte, daß er Bereit sei, die Interpellation zu beantworten, sich dies jedoch mit Rücksicht auf die noch schwebenden Verhandlungen verläufig versagen müste. Für die bayrische Regierung und den Landtag bestehe aller Anlaß, die gleiche Zurückhaltung zu üben, die sich bie Reichsleitung für bie parlamentarische Behandlung des Gegenstandes auf- erlegte.
Der Krieg um Tripolis.
Neue Kämpfe.
Konstantinopel, 21. Okt. „Jeni Ga- zetta" meldet, daß ungefähr 300 Italiener die türkischen Truppen südlich von Tripolis anzu- greifen versuchten, aber zurückgeschlagen wurden. Die Türken wurden durch Hilsskolonnen von ungefähr 15 000 Eingeborenen unterstützt. Türkischerseits wurden drei Feldwebel getötet, sieben Soldaten verwundet. Die Hilfstruppe hatte acht Tote, drei Verwundete.
Konst antinopel, 21. Okt. „Jeni Ea- zetta" meldet über den Kampf, der am 17. Okt. zwischen den Türken unter Enver Bey und den Italienern stattgefunden hat: Die Italiener hatten sich unter Zurücklassung von 15 Toten zurückgezogen. Aus türkischer Seite wurden zwei Soldaten verwundet, Enver Bey leicht verletzt.
Rom, 21. Okt. Die „Agenzia Stefani" veröffentlicht folgende Meldung des Vizeadmirals Aubry: Gestern besetzten Truppen bie Stadt Benghafi. Abgesehen von einem unbedeutenden Angriff auf der Nordseite, den die Italiener ab- schlugen, blieb alles ruhig. Die Landungskom- pagnien kehrten auf ihre Schiffe zurück und ließen die ausgeschiffte Artillerie am Lande. Ein Offizier und fünf Matrosen sind tot, zwei Offiziere, ein Unteroffizier und dreizehn Matrosen wurden verwundet.
R o m , 21. Okt. „Giornal d'Jtalia" schreibt über den Kampf bei Benghasi: Die Türken und Araber hatten sehr schwere Verluste, denn die Italiener zeigten sich, trotzdem sie durch die schwierige Landung sehr ermüdet waren, als ruhige und sichere Schützen; andererseits war bie Wirkung bes türkischen Feuers nut eine begrenzte, sobaß bie Verluste bet Italiener weniger schwer waren. Im Kampfe gefallen ist von den Offizieren der Fähnrich zur See Bianco. Unter bett Verwundeten befindet sich der Fregattenkapitän Frank, der zweite Kommandant eines Kriegsschiffes, der trotz einer Schußwunde bie Matrosen wettet zum Angriff votfühtte.
Rom, 21. Okt. Ein Radiotelegramm, das heute abend von dem General Briccola, dem Kommandanten des Expeditionskorps in Cyre- neika eingelaufen ist, meldet: In der Nacht vom 19. zum 20. Okt. wurden die italienischen Truppen in Benghafi von Beduinen mehrmals angegriffen. Die Stadt wurde morgens am 20. besetzt. Nachmittags machten bie Beduinen einen Angriff auf das Dorf Sabri; sie wurden zurückgeschlagen. Die an Land gesetzten Truppen sind jetzt um Benghasi gesammelt, sie verließen den Strand bei Eiuliana, wo bie Ausschiffung ber Truppen stattgefunben hat. Kriegsmaterial wurde im Hafen von Benghasi ausgeschifft. Die feindlichen Streitkräfte bestanden am 19. und 20. Oktober außer den türkischen Truppen aus wenigstens 2000 Beduinen. Man glaubt, daß die türkischen Truppen mit 12 Kanonen sich auf bie Hochebene zurückgezogen haben. Die Verluste ber Türken werden auf wenigstens 200 Tote und eine große Anzahl Verletzte geschätzt. Von den italienischen Landtruppen sind 7 Offiziere und 54 Mann verwundet; ein Unteroffizier, zwei Korporale und 13 Soldaten wurden getötet.
T r i p o l i s, 22. Okt. Durch das Bombardement von Homs ist von den Einwohnern niemand getötet worden. Morgens war bie italienische Flagge auf bet Zitabelle gehißt. Im Laufe bes Tages wurden Truppen mit Kriegsmaterial ausgeschifft. Hauptmann Parazzini unternahm mit seinem Aeroplan einen Flug. Gleich bei der ersten Landung wurde der Motor mit Sand bedeckt und ist unbrauchbar geworden, sodaß er zur Reinigung abmontiert werden mußte. Parazzini kam zu dem Schluß, daß die Verwendung von Flugzeugen wegen des Sandes unmöglich ist.
Eine Note des „Ostervatore Romano".
9t o m, 20. Okt. Mehrere Blätter, die sich zu den katholischen rechnen, sowie mehrere Redner, Geistliche und Laien äußern sich in bet Besprechung bes italienisch-türkischen Konfliktes auf eine Art unb Weise, die fast an den heiligen Krieg glauben läßt, der im Namen und Unterstützung der Religion von ber Kirche unternommen wäre. Wir sinb ermächtigt zu erklären, baß bet Heilige Stuhl nicht nut keine Verantwortlichkeit für diese Auslegungen übernimmt, sondern sie nicht billigen kann und bedauert, da er außerhalb des gegenwärtigen Konfliktes bleibe.
9t o m, 22. Du. Der „Ostervatore Romano" polemisiert gegen die Zeitungen, die feine gestrige Note tadelten unb sagt, es gebe in Konstantinopel unb im ganzen Orient große und sehr schwerwiegende Jnteresten ber Kirche unb ihrer Kinder, bie burch ben gegenwärtigen Konflikt, zumal diese mehrere tausend Ehristen aller Nationen seien, nicht in Bedrängnis gebracht werden dürfen. Auch die Italiener hätten alles Interest« daran, daß sie in ihrer Eigenschaft als Christen nicht verdächtigt oder verfolgt werden, und daß dem Konflift nicht ein Charakter zugeschrieben werden könne, den et weder habe noch haben könne, nämlich bet eines Religionskrieges. Der „Ostervatore Romano" weist die Behauptung zurück, ber Vatikan sei ein antinationaler Organismus unb sagt, die Kirche sei weder national, sondern lediglich außernational (Extra- national) und müste wie alle anderen europäischen Mächte in dem Streit, der nicht religiöser Natur sei, Neutralität beobachten.
Konstantinopel, 21. Okt. Die Blätter melden, daß von den italienischen Sozialisten an die türkischen sozialistischen Deputierten Depeschen gerichtet wurden, in denen sie die Politik bet italienischen Regierung als abenteuerlich bezeichnen. I
91 o m, 21. Oft. Die „Agenzia Stefani" meldet aus Konstanttnopel: In Siambul stehen vor einigen Geschäften von Italienern Beobachtungsposten, die den Leuten den Eintritt verhindern. In Beirut und Jerusalem müsten vke Italiener alle Abgaben bezahlen wie die (Ein» geborenen.
London, 21. Okt. Von amtlicher Seite wird mitgeteilt, daß bie Festsetzung der östlichen Grenze bet italienischen Blockade von Tripolis, die auch auf eine Länge von 200 Meilen ägyptisches Territorium einschließt, auf Irrtum beruht, den die italienische Regierung durch Mitteilung an ihre auswärtigen Botschaften berichtigt. Als Grenze der Blockade wird der Golf von Solum festgesetzt.
Berlin, 22. Okt. Entgegen den Irrtümern auswärtiger und deutscher Blätter stellt bie „Nordd. Allg. Zig." fest, daß Freiherr von Marschall die Pforte zu einem möglichst raschen Friedensschluß unter bedingungslosem Verzicht auf Tripolis nicht gedrängt habe. Er beschränkte sich darauf, die Absichten der Pforte zu erkunden und Mitteilungen entgegenzunrhmen. Unter diesen Mitteilungen befanden sich Wünsche wegen Vermittlung, worauf der Botschafter, da keine positiven Vorschläge der Pforte zugrunde lagen, noch nicht eingehen konnte.
Die Revolution in China.
Peking, 20. Okt. Heute wurde in dem hiesigen „Amtsblatt" ei t Bericht des Generals Yintfchang veröffentlicht, der noch keine Nachricht über de« Kampf bei Hankau vom letzten Mittwoch enthält. Er meldet aber, daß das 22. Regiment am Sonntag tn Hankau angekommen fei und daß es, als f den Fluß und die Eisenbahnstation erreicht hatte, von den Aufständischen angegriffen worden sei; diese seien aber zweimal zurückgeschlagen worden. Kundschafter meldeten, daß die Aufständischen die Verteidigung von Wutschang und Hankau vorbereiten, durch Desertionen aber sehr geschwächt würden. Pinstchang beabsichtigt, Proklamationen zu erlasten, in denen et denen, die sich ergeben und die Waffen niederlegen, Pardon verspricht. — Ein Edikt spricht die Teilnahme der Regierung für die Bevölkerung derjenigen Provinzen aus, die von der Dürre und dem Ausstand heimgesucht find, und weist 200 000 Taels von den Ersparnisten der verstorbenen Kaiserin-Witwe an, die an Puanschikai ausgezahlt werdet., der bi« Verantwortung für die Verteilung des Geldes an dir notleidende Bevölkerung übernehmen soll.
Berlin, 20. Ott. Bei der hiesigen chinesischen Gesandtschaft ist «ine Depesche des Vizekönigs von Nanking eingetroffen, nach der bi: Aufständischen erheblich geschlagen wurden. Die Regieruvgstruppm und die Marine blieben siegreich.
Hankau, 21. Okt. Gegenwärtig herrscht in Hankau Ruhe. Unter den Streitkräften der Aufständischen sind Anzeichen großer Tätigkeit vorhanden. Bereits hat ein leichtes Scharmützel stattgefunden. Für Montag wird ein ernstes Treffen erwartet.
Peking, 21. Okt. Nach hierher gelangten Berichten ist im Norden von Kwangai eine Brigade kaiserlicher Truppen von Truppen der Aufständischen, die über starke Artillerie verfügen, befchosten worden. Die Kaiserlichen haben sich in Verwirrung nach Simpang-Ehow zurückgezogen.
Peking, 21. Ott. Hier ist ein Telegramm ein» gelaufen, daß der Samen des Vizekönigs Tsinanstl, ungefähr 160 Meilen südlich von Tientsin, abgebrannt sei. — Amerikanische Missionare in der Provinz Tschili wurden von Studenten warnend darauf hingewiesen, daß morgen in der Nähe von Peking eine revolutionäre Bewegung zu erwarten ist. Bemerkenswert ist, -haft ähnliche Warnungen de« Mistionaren in Wutschang zugegangen sind, bevor bet Aufstand dort ausbrach. Konsularberichte aus Jtschang, das mehrere Tage isolierr war, bestätigen bie Nachricht, daß sich die Stadt in den Händen der Aufständischen befindet.
Peking, 21. Ott. In einem Dankschreiben an den Thron erklärt Punschikai, er müste krankheitshalber seine Abreise nach Hup« aufgeben. Er werde mittlerweile Vorsichtsmaßregeln ergreifen. Von Selten des Thrones wurde ihm befohlen möglichst schnell abzureisen und dadurch die Aufmerksamkeit unb da» Vertrauen bes Thrones zu rechtfertigen. Der erste Transport von Verwundeten aus bem Süden, ist hier eingetroffen. Wie verlautet, haben die Aufständische« Tschangscha eingenommen.
Peking, 21. Ott. Eine Proklamation der Regierung weist die Kaufleute an, Papiergeld «l» Zahlung anzunehmen, unb trifft auch weitere Anordnungen, um bie Zirkulation des Papiergeldes zu stützen. — Die Gesandtschaften ergreifen hier unb i« Tientfien bie notwendigen Vorsichtsmaßregeln, um ben militärischen Schutz unb bie Verpflegung sicherzu- stellen. — Peking, 22. Ott. Die Rational«^