mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage"
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Marburg
Donnerstag, 12. Oktober
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46. Jahrg, 1911.
Erstes Blatt.
Tos Zeitbild des Dreibnndes
Es ist ein Durcheinander von Meldungen über den Krieg, mit denen der Zeitungsleser überschüttet «ird, daß sich auch der politisch Gebildete nicht mehr hindurchzufinden vermag. Falsche und widerspruchsvolle Berichterstattung der „zuverlässigsten" Quelle haben es im Verein mit einer Verschleierungs- und Vertuschungspolitik, die die Großmächte, wenigstens die meisten, treiben, dahin gebracht, daß der Normalmensch in Deutschland heute nicht wissen kann, wo seine Interessen liegen, wer seine Sympathien verdient.
In der Wilhelmstratze hat man erklärt, unsere Interessen erforderten es, für Italien einzutreten. Die Zukunft wirds lehren. Jedenfalls kann man dem Standpunkte, den die deutsche Regierung offenbar einnimmt, seine Berechtigung nicht versagen, daß sie es nicht sein will, die Italien aus dem Dreibunde hinausekelt, die ihm ein vielleicht erwünschtes Ausscheiden aus dem Dreibunde erleichtert. Deutschland, meint es, will der Welt beweisen, daß es an bindenden Verträgen festhält, auch wenn es ihm nicht gerade leicht wird. Andererseits scheint man sich auch in Kreisen unserer Regierung nicht der Möglichkeit gänzlich zu verschließen, daß Italien selbst dafür sorgen wird, daß der Dreibund auffliegt. Tränen wird man dann wohl weder bei unseren Diplomaten, noch bei deutschen Männern aus dem Volke darüber weinen, dem man es allerdings nicht verübeln kann, wenn ihm der italienische Bundesgenosse nachgerade herzlich schnuppe geworden ist.
Die Sympathien des gesamten deutschen Volkes gelten der Türkei. Und wenn der italienische Botschafter darob auch noch so sehr wütet und von unserer Regierung Abhilfe, das heißt Einflußnahme auf die deutsche Presse, verlangt, Sympathien für Italien haben wir nicht mehr. Die Operettenkanonade vor Tripolis, das wilde Siegesthcater — das alles ist uns kühleren Leuten aus nördlicheren Landen zu überspannt und übergeschnappt gewesen, und unsere letzten Reste von freundlicher Gesinnung für Italien sind darüber flöten gegangen. Aber auch die Türkei muß auf der Hut sein, daß sie sich die Freundschaft des deutschen Volkes nicht verscherzt. Schwäche und Schlappheit imponieren uns nicht, wehrloses Sichergeben in ein demütigendes Schicksal ist nicht nach dem Geschmack von deutscher Art. Und eine schwache und schlappe Haltung der Türkei dürfte wohl auch kaum im Interesse der deutschen Politik liegen. In den Friedensvermittlungen wird Deutschland höchstwahrscheinlich eine hervorragende Rolle spielen. An einer Schwächung des Os- manenreichs haben wir nicht das geringste Interesse, eine starke Türkei allein kann nach unseren Wünschen sein. Aller Voraussicht nach aber wird die Schwächung dieses Reiches um so größer ausfallen, je widerstandsloser sich die Türkei ergibt. Wenn sie dem Feinde nicht zum mindesten gezeigt hat, daß sie ihm schweren Schaden zufügen kann, wenn Italien nicht am eigenen Lebensnerv zu fühlen bekommt, daß auch ihm an einem schnellen Frieden gelegen sein muß, dann wird der Preis, den die Türkei zu zahlen hat, sehr teuer ausfallen. Psychologisch erklärlich, wenn natürlich auch grundfalsch, wäre es aber, wenn Deutschland dann für einen ungünstigen Friedensschluß von der Türkei verantwortlich gemacht werden würde.
Die Mittel, Italien zu schädigen, am Lebens- Nerv zu verwunden, hat die Türkei. Ob sie sie anwenden wird, steht dahin. Von der deutschen Regierung ist zu erwarten, daß sie in Konstantinopel nicht zu einem vorschnellen Frieden rät oder gar drängt. Mag sie immerhin „strengste Neutralität" bewahren. Es ist nicht nur ihre Pflicht, vielleicht sogar ihr Recht. Mag sie diese Neutralität aber auch der deutschen Presse gegenüber bewahren. Vielleicht wird es ihr bald erwünscht fein, daß das deutsche Volk in seinen Sympathien immer zur Türkei gestanden hat.
Die Marokkofrage.
Jetzt, nachdem der erste Teil der Verhand- fangen fast überwunden ist, erheben sich immer «ehr französische Stimmen, die gegen rin« Ab
tretung gewisser Teile des Kongo protestieren. So schreibt die Quai d'Orsay nahestehende „Petit Mpublique": „Es sind Deutschland niemals feste Angebote gemacht worden. Herr Cambon hat, wie leicht zu begreifen ist, allerdings gewisse Weisungen erhalten, die ihm eine bestimmte Weite ließen. Aber Herr v. Kiderlen weiß heute, daß, da er Frankreich in Marokko nur ein beschränktes Protektorat zugestanden hat, die Eebietsentschädigungen, die Frankreich bewilligen kann, auch ihrerseits notwendigerweise in entsprechendem Maße herabgesetzt sind."
Der Kongreß, für koloniale Angelegenheiten, der z. Z. in Frankreich herrschenden radikale» Partei hat in Nimes folgende Erklärung abgegeben: „Der Kongreß richtet, beunruhigt von den Gerüchten, daß ein Teil unserer kolonialen Domäne an eine fremde Macht abgetreten werden könnte, den Ausdruck seines Vertrauens an die Regierung und versichert sie der entschlossenen Unterstützung der radikalen und sozialistischradikalen Partei für die tatkräftige Verteidigung des Erbteils und der Würde Frankreichs."
Das größte Interesse an dem ganzen Marokkogeschäft hat Frankreich, das ist unbestritten. Nun, wenn es denkt, das eingehandelte Protektorat über Marokko zu teuer bezahlen zu müssen, dann soll es eben den Handel rückgängig machen. Noch ist es Zeit. Den Deutschen könnte kaum etwas lieber fein. Es ist doch besser, wenn die diplomatische Arbeit der letzten Wochen umsonst gewesen ist, als daß wir uns durch einen Vertrag, den wir in Zukunft bereuen müssen, die Hände binden.
Der „Köln. Ztg." wird aus Berlin geschrieben: Man darf wohl die Hoffnung aussprechen, daß die letzte Havasnote, die „eine bedeutende Förderung des marokkanischen Teiles der deutsch- französischen Verhandlungen" meldet, die vorletzte sein und ihr in den allernächsten Tagen die Meldung folgen wird, die vom endgültigen Abschluß berichtet. Dann ist ein Berg überschritten, aber die Ueberwindung des andern — die Entschädigunüsjrage — steht noch aus, und man kann nicht behaupten, daß die jüngsten Auslassungen in der Presse sie erleichterten. In Frankreich haben einige Zeitungen plötzlich ihr Kongoherz entdeckt und herausgefunden, daß die Abtretung eines Teiles der Kolonie mit der Ehre Frankreichs unvereinbar sei. Man darf wohl annehmen, daß man es hierbei nicht allein mit einer sentimentalen Redensart, sondern auch mit der sehr realen Absicht zu tun hat, dem Ministerium ein Sein zu stellen. Mehr Verständnis kann man für eine andere Nebenabsicht haben, nämlich den Versuch, den Gegner noch vor Toressckluß einzuschüchtern, um möglichst gute Bedingungen herauszuschlagen.
Sehr vernünftig schreit der „Figaro": Viele Leute schreien bei uns über Demütigung, weil die Regierung sich richtet, einen Teil des Kongo an Deutschland abzutreten. Das ist sicher sehr, unangenehm, aber wir wußten es und hatten das Prinzip bereits seit Juli angenommen. Am ersten Tage der Verhandlungen, sobald wir in eine Unterhandlung zu zweien eingetreten waren, mußten wir wissen, worum es sich handelte: Freiheit der Aktion für Frankreich in Marokko gegen lleberlassung einzelner Gebiete an Deutschland. Es ist jetzt zu spät, um darauf noch einzugehen, auch können wir nicht mehr über das Prinzip der Kompensationen diskutieren, sondern hui über ihren Umfang. Mit gutem Willen und Geduld kann man zu einer für beide Länder annehmbaren Lösung gelangen.
Paris, 10. Okt. Der „Petit Paristen" schreibt: Der auf Marotto bezügliche Teil des Abkommens zwischen Frankreich und Deutschland wird nicht mit den Unterschriften der Verhandelnden, sondern nur mit ihren Anfangsbuchstabe ii gezeichnet werden. Beide Teile der Verhandlungen, über Marokko und das Kongo- gebiet, sollet nack dem Wunsch Deutschlands erst in ein und derselben Urkunde unterschrieben werden. — Das „Echo de Paris" meldet aus Brüssel: Man sagt in Brüssel, Deutschland hab« ungefähr am 15. August im Laufe der Marokko- Verhandlungen Frankreich geraten, von der belgischen Regierung die Pachtung des Landstreifens im Norden vom belgischen Kongo zu verlangen. Frankreich hätte in der Folge diesen Teil an Deutschland abtteten sollen, sodaß Deutschlands Besitzungen am Aequator von Osten nach Westen eine Verbindung erhalten hätten« Die französische Regierung soll aber den
Vorschlägen des Herrn v. Kiderlen-Wächier einen solchen Empfang bereitet haben, daß Deutschland nicht darauf bestand. — (Diese Nachricht des „Echo de Paris" ist gänzlich erfunden. Deutschland gab Frankreich niemals Anregungen in dem oben angedeuteten Sinne. Anm. des W. B.)
Der Krieg um T ivolis.
Tripolis, 10. Oki. Zu Ehren des ersten italienischen Gouverneurs veranstalteten die italienischen Offiziere in dem mit Fahnen und Bildern des Königspaares geschmückten Räumen des Konak einen Empfang, zu dem auch die fremden Konsuln erschienen waren. Der ftühere Bürgermeister und jetzige Vizegouverneur Has- sun Carmanli hielt eine Ansprache, in der er Italien begrüßte, dessen Freund er stets gewesen sei. In Tripolis sind wieder normale Zustande eingetreten. Militärmusik spielt abends in großen Gärten bei der türkischen Kaserne. Die Stimmung der Araber und Italiener ist günstig. Ein Teil der türkischen Truppen, der 5 Meilen vor Tripolis steht und sich in einer trostlosen Verfassung befindet, will sich ergeben.
R o m, 10. Okt. Die „Agencia Stefani" teilt mit: Der erste Teil des Expeditionskorps, der aus Infanterie, Artillerie und einer Kompagnie Eeniesoldaten sich zusammensetzt, verließ Neapel in der Nacht zum 6. Oktober und landete heute in Mersatobruk, um den Hafen in Verteidigungszustand zu setzen und hier eine Besatzung zurückzulassen. Die Landungstruppen gingen wieder an Bord, bleiben also außer Attion.
Konstantinopel, 10. Ott. Ein Zir- kular des Justizministeriums an die Justiz- behörden enthält genaue Anweisungen über die Behandlung der Italiener auf Grund des Völkerrechts. Die Instruktionen gelten bis zum Friedensfchluß. Infolge einer Anfrage der Katasterverwaltung beschloß der Ministerrat, daß während der Dauer des Abbruchs der Beziehun- genJtaliener Immobilien nicht erwerben dürfen. „Jeni Eazetta" erfährt, daß der im Hinterlande von Tripolitanien ansässige Scheik Nussi den Italienern den heiligen Krieg erklärte. Der Sultan ließ den Blättern zufolge Imam Jahia für das Angebot, 100 000 Mann für den heiligen Ktteg gegen Italien stellen zu wollen, seine Befriedigung aussprechen. Auch der Eroßwesir antwortete dankend und fügte hinzu, die angebotene Hilfe fei vorläufig unnötig.
Konstantinopel, 10. Ott. Wie verlautet, sind die bis gestern abend eingetroffenen Antworten der Mächte auf den letzten Schritt der Pforte bezüglich Tripolis in dem Sinne gehalten, daß die Mächte sich über die Anfrage der Pforte ins Einvernehme n s e tz e n w e r d< n. Der Beschluß über die Ausweisung der Italiener soll der Kammer unterbreitet werden, weil die Regierung die Verantwortung für eine so schwerwiegende Angelegenheit nicht allein übernehmen will.
Petersburg, 10. Okt. Infolge des Krieges haben sich auf der Reede von Taganrog und in den anliegenden Häfen gegen 20 Millionen Pud Waren angehäuft, darunter 70 Prozent Weizen, der hauptsächlich für Italien bereit gestellt ist.
Deutsches Reich-
— Som Kaiserpaare. Rominten, 10. Ott. Das Kaiserpaar und Prinzessin Viktoria Luise sind heute früh im Sonderzug von Eroß- Rominten nach Königsberg abgefahren. — Königsberg, 10. Okt. Das Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise trafen heute nachmittag 12 Uhr 35 Min. hier ein. Der Kaiser fuhr durch die flaggengeschmückten Straßen zur Ka- ferne des Erenadierregiments „König Fttedrich Wilhelm I." Nr. 3, wo im Offizierkafino Frühstück stattfand. Um 3 Uhr 10 Min. erfolgte die Abreise der Majestäten nach Hubertusstock.
— Der Termin für den Zusammentritt des Landtage«. Zu der Nachricht, daß der Landtag am 16. Januar 1912 mittags 12 Uhr zusammentritt, wird einer Berliner Nachrichtenstelle im Büro des Abgeordnetenhauses mitgeteilt, daß der 16. Januar nur als der letzte Termin anzu- sehen ist, an dem der Landtag einberufen werden muß. Weil die Regierung fernerhin kaum eine Tagung gleichzeitig mit den Stichwahlen wird haben wollen, so ist anzunehmen, daß sich der Landtag dann bi» »ach den Sttchwahlen ver
tagt. Eine endgültige Entschließung des Staatsministeriums ist dem Büro des Abgeordnetenhauses bisher noch nicht zugekommen. Die Korrespondenz kann dieser Auslassung der zuständigen Stelle hinzufügen, daß der Zusammentritt des Landtages aus mannigfachen Gründen bis auf den letzten Tag hinausgeschoben werden wird, und daß der 16. Januar als Termin des Zusammentritts angesehen werden kann.
— Aus der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". Berlin, 10. Okt. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, wird der Ausschuß des Bundesrats für auswärtige Angelegenheiten morgen versammelt, um, wie in den letzten Jahren, vor Zusammentritt des Reichstags Mitteilungen des Reichskanzlers entgegenzunehmen. — Wie dieselbe Zeitung ferner hört, ttat der Gesandte in Tanger, v. Seckendorfs, einen kurzen Erholungsurlaub nach Deutschland an. Die Vertretung übernahm Legationsrat Frhr. v. Rotenhan. — Dem Vernehmen der „Nordd. Allg. Ztg." nach ist als Nachfolger des für München bestimmten Wirklichen Geh. Rats v. Treutler auf dem Ee- fandtenposten in Christiania der bisherige Botschaftsrat in Wien Graf Oberndorf in Aussicht genommen.
— Die Verhandlung««» über die Hamburger Universität. Die „Franks. Ztg." läßt sich aus Hamburg melden: Die Verhandlungen über die Gründung der Hamburger Universität sind offenbar weiter gediehen. Der Senat teilt nämlich jetzt mit, daß er für die Bürgerschaft eine Vorlage über die weitere Ausdehnung des allgemeinen Vorlesungswesens und des Kolonialinstituts fettiggestellt und daß er darüber den von der Bürgerschaft bestimmten Vertrauensleuten vertrauliche Mitteilungen gemacht habe. (Universitäten, nichts als Universitäten! Vorläufig hat der Staat doch auch noch mitzusprechen!)
Zum Prozeß Wolff-Metternich.
Berlin, 10. Okt. Zu Beginn der heutigen Sitzung des Metternich-Prozesses wurde der Zeuge Pauli vernommen, dessen Eigenschaft als Generalmajor der Staatsanwalt bezweifelte. Der Zeuge gab an, preußischer Major a. D. zu sein. In China und Honduras sei er Generalmajor geworden. Er bestritt, Orden gegen Bezahlung vermittelt zu haben. Es bestehe aber kein Gesetz, welches verbiete, Titel oder Orden aus Freundschaft zu besorgen. Im Laufe der Verhandlung warf der Zeuge der Staatsanwaltschaft Unwahrheit und füge vor, weswegen der Staatsanwalt 5 Tage Haft oder 50 M Geldstrafe beantragte. Das Gericht verurteilte den Zeugen zu 24 Stunden später abzubüßende Haft. Metternich wurde zu 48 Stunden Hast bei Wasser und Brot unter Entziehung des warmen Essens verurteilt, welche nach Beendigung der Verhandlungen abzubüßen fein wird, weil er die Unpart ilichkeit des Richterstandes angezweifelt hatte. — Der aus Main? telegrafisch herbestellte Oberleutnant v. Vetter sagt nach Vorhaltung seiner früheren Aussage aus, ei hatte niemals die ernste Absicht, Dolly Pinkus z« heiraten. Er habe fie auch in Gesellschaften und anderen Vergnügungen geschnitten, was durch Zeugen bestätigt werden könne. Er habe auch von 'der Familie Wertheim Darlehen in Raten erhalten. Rach ungefähr Jahresfrist habe er von Frau Wertheim einen Brief bekommen, in dem ihm anheimgestellt worden sei, mit der Rückzahlung zu beginnen. Ueber seinen kaufmännischen Unter-icht im Hause Wertheim sagt Letter, daß er den Unterricht ohne Ursache unterbrochen habe, was ihm übelgenommen worden sei. Daß Vetter keine Absichten ge- habt habe, sagte er auch seinem Regiments, kommandeur vor seiner Versetzung. Die Geschenke, die er bekommen, seien im November 1909 eingestellt worden. Außerdem duzte er sich mit Frau Pinkus und wurde von ihr in Briefen mit Kosenamen b» legt, die er nicht erwiderte. Bei seinem Aufenthalt in Frankfurt a. M. sei er von Wertheim einigemal« antelefoniert worden.
Ausland.
** Die Lage tu Portugal. Oporto, 9. Ott. Amtliche Kreise berichten: Die Monarchisten gaben Cazares auf und flohen nach Pinheiro und Velho nordwestlich von Vinhaes, eine halb«. Meile von der Grenze. Eine Abteilung Regierungstruppen verfolgte die Monarchisten. — Paris, 10. Okt. Der Spezialberichterstatter de« „Matin" meldet aus Braganza: Conceiro hat Cayares verlassen und marschiert gegen Westen, wobei er innerhalb der Grenzlinie bleibt. Di» republikanischen Truppen folgen ihm. Ma« glaubt, daß auch der Ehef der Royalisten diese«. Weg eingeschlagen habe aus Furcht, daß bi« spanischen Militärkräste seine RiiAehr nach < Spanien verhindern könnten. <