Marburg
de» Postscheckamtes Frankfurt e. M.
'N konnte.
Polizeiaufgebots zurückgezocp
seiner Verfügung
die finanziellen der Banken in
alle nötigen Kapitalien zu haben wird."
Zu den Nachrichten über Verhältnisse und den Stand
Deutschland erklärt die „Nordd. Allgem. Ztg.", daß diese durchweg jeder Begründung entbehren und zumeist auf direktes Uebelwollen gegen Deutschland zurückzuführen sind. Sie führt u. a. aus: „Die finanzielle Lage Deutschlands erwies ihre Widerstandskraft in der letzten Zeit zur Genüge darin, daß die hierher gegebenen aus-" ländischen Guthaben, die anfang 1911 auf fast 800 Millionen geschätzt wurden, bis auf einen geringen Bestand zurückgezahlt wurden, ohne daß der hiesige Geldmarkt irgendwelche Erschütterung erlitten hat. Im übrigen handelte es
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 71.
46. Jahrg.
1911.
Diese optimistische Stimmung findet man in allen französischen Blättern. Man ist sehr beruhigt durch die Versicherungen, die Unterstaatssekretär Zimmermann den Vertretern der Berliner Großbanken über den bald bevorstehenden Abschluß der deutsch-französischen Verhandlungen gegeben hat. Der Berliner Korrespondent des „Figaro" berichtet, daß ein Diplomat, unter dem man nach Andeutungen einen französischen vermuten kann, ihm am vorigen Samstag erklärt habe: Ich hoffe, daß Abkomnien wird nächster Tage in einer für Deutschland und Frankreich vorteilhaften Weise perfekt werden. Ich glaube, daß Deutschlands Antwort um zwei Tage verschoben werden wird. Man darf nicht übertrieben optimistisch sein, weil der endgiltige Abschluß, so wünschenswert er ist, nicht nur von der Antwort Berlins, sondern auch von der Aufnahme abhängt, welche die Antwort in Paris findet. — Es scheint nun nach allem, daß die Antwort, welche von Paris zu erwarten ist, durchaus günstig sein wird. Der „Matin" schreibt: „Die Informationen, die wir aus Berlin und in Paris erhielten, gestatten uns, einen baldigen Abschluß der deutsch-französischen Marokkoverhandlungen mit Optimismus voraus- zusehen."
Dasselbe Blatt dementiert die Gerüchte von Schwierigkeiten auf dem französischen Geldmärkte. Es erklärt: „Die im Auslande verbreiteten Behauptungen über eine beunruhigende Lage des Pariser Geldmarktes entsprechen nicht der Wahrheit. Wenn kürzlich auch eine gewiße Geldklemme herrschte, welche man der durch den Gang der deutsch-französischen Verhandlungen geschaffenen Ungewißheit zuschreiben muß, so ist es doch wieder normal geworden. Der Ministerpräsident und ehemalige Finanzminister Caillaux und der jetzige Finanzminister Klotz haben sich durch eine rasche Untersuchung davon überzeugt, daß die Reportsätze für die nächste Ultimoliguidation niedriger sein werden, als bei der vorangegangenen Medioliquidation und daß der Pariser Platz am Ende dieses Monats
haftet. Da für heute neue Unruhen befürchtet werden, ist das Militär verstärkt worden. —* Wien, 21. Sept. Heute nachmittag 2 Uhr erfolgte unter starker Beteiligung der sozialdemokratischen Verbände das Leichenbegängnis des bei den Krawallen am Sonntag durch einen Bajonettstich getöteten Eissndrehers Prötzenberger. Der Trauerzug bewegte sich durch ein Spalier von Tausenden von Menschen vom Hospital nach dem Ortakringer Friedhof. Gegen Ausschreitungen waren umfassende Vorkehrungen getroffen. Außer einem großen Poli-eiaufgebot waren mehrere Kompagnien und Schwadronen im Bezirk Ottakring zusammengezogen. Die Beisetzung Prötzenbergers verlief ohne Störung. Das Publikum verteilte sich in vollkommener Ordnung, sodaß gegen 4 Uhr der größere Teil des
Ausland.
♦* Zur Teuerung in Oesterreich. Nachod, 21. Sept. Seit einigen Tagen haben hier Kundgebungen gegen die Lebensmittelteuerung statt- gesunden. Gestern Abend wurden das Militär und die Gendarmen mit Steinen beworfen. Die Straßen konnten nur mit großer Mühe geräumt werden. Verschiedene Personen wurden ver
sich dabei — wiederum im Gegensatz zu den hierüber verbreiteten Meldungen — keineswegs um Kündigungen des Auslandes, sondern lediglich um ohnehin fällige Verbindlichkeiten. Es ist damit zu rechnen, daß der diesmalige Quartalstermin sich für uns vielleicht schwieriger gestaltet als sonst, aber Besorgnisie außergewöhnlicher Art brauchen wir nicht zu hegen. Es muß daher mit aller Entschiedenheit gegen die Nachrichten Front gemacht werden, die den Stempel der Böswilligkeit auf der Stirne tragen und nur dazu bestimmt sind, gegen unsere Finanz- und Wirtschaftslage im Auslande Stimmung zu machen."
Deutsches Reich.
Personalien. Berlin, 21. Sept. Der „Reichsanzeiger" gibt die Verleihung der Brillanten zum Schwarzen Adler-Orden an den Generaladjutanten von Plesien und die Ernennung des bisherigen Vortragenden Rats im Auswärtigen Amt Wirk!. Geh. Legationsrat Dr. Kriege zum Direktor im Auswärtigen Amt bekannt.
— Kriegsgericht. Kiel, 21. Sept. Vor dem Marinekriegsgericht wurde heute gegen den leitenden Ingenieur des Unterseebootes „U. 3", Iven, wegen der Katastrophe in der Heikendorfer Bucht am 15. Januar d. I. verhandelt. Er war angeklagt, durch Fahrlässigkeit bei Ausübung seines Dienstes eine schwere Beschädigung des Bootes verursacht zu haben. Iven wurde freigesprochen, da ihm kein Verschulden oder Versehen an dem Untergang des Bootes betzumesien ist.
— Beleidigungsprozrß Soxhlet-Thüngeu. München, 21. Sept. Vor dem Schöffengericht München hat der Beleidigungsprozetz des Geh. Rats Prof. Dr. v. Soxhlet gegen den Frhrn. v, Thüngen seinen Anfang genommen.
— Die englischen Spione. Emden, 21. Sept. Wie jetzt verlautet, sollen die beiden Verhafteten englische Znfanterieoffiziere sein, doch glaubt man, daß beide bald wieder freigelaffen werden. Im Hafen von Delfzyl liegt die englische beflaggte Segeljacht „Orato". Ob dies mit der Angelegenheit zusammenhängt, ist unbekannt. Ein hiesiges Blatt berichtet, beide Engländer seien heute vormittag auf dem Amtsgericht vor- geführt worden.
Die Lage.
Wir hatten gestern auf einige Unstimmigkeiten in den letzten offiziösen Telegrammen aufmerksam gemacht. Der Berliner Vertreter der „Franks. Ztg." glaubt diese nun folgendermaßen auslegen zu müßen: „Die Verlautbarungen in Paris, daß Frankreich in einigen prinzipiellen Fragen nicht nachgeben könne, bezweckten offenbar, auf gewiße Kritiker der französischen Regierungspolitik einzuwirken. Auf diese Erklärung, nach der Deutschland als allein nachgebender Teil erscheinen könnte, hat man hier erwidert, daß man auch auf gewiße prinzipielle Forderungen nicht verzichten könne. Beides war nicht ernst gemeint, da zur Zeit, als es veröffentlicht wurde, bereits zwischen beiden Unterhändlern ein Ausgleich formuliert worden war:"
Ist diese Meldung des oft gut informierten Korrespondenten richtig, so muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß für derartige diplomatische Scherze der Zeitpunkt nicht gerade geschickt gewählt ist. Wenn man nicht einmal die hochoffiziösen Noten ernst nehmen kann, wird man auch bald den Rest des Vertrauens zu den hinter ihnen stehenden Kreisen verlieren müßen. Zu den beanstandeten hochoffiziösen Nachrichten schreibt die „Köln. Ztg.", daß in den Meldungen der „Agence Havas" sowie den WolffschenDepeschen bet Begriff „grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten" nicht richtig ausgelegt worden ist. Es sei selbstverständlich, daß im letzten Augenblick jede Regierung versucht, die Abmachungen so günstig wie möglich zu gestalten und daß die „Havas"- Note nicht nur einen Druck ausüben solle. Deshalb wäre die Veröffentlichung dieser Note bester unterblieben. (!) In Fragen „Schutzbefohlenen und Kapitulationen" seien übrigens alle Schwierigkeiten behoben. Die Verhandlungen verlaufen ruhig fortschreitend.
Aehnliches besogt folgende „Havas"-Mel- dung: Paris, 21. Sept. Nachdem die gestrige Unterredung zwischen dem Botschafter Cambon und dem Staatssekretär Kiderlen-Wächter die Neigung Deutschlands bestätigt hat, den Boden einer endgiltigen Verständigung mit Frankreich über Marokko'zu suchen, kann man der Ansicht sein, daß nach Prüfung des deutschen Standpunktes, dem sich die französische Regierung in diesen Tagen widmen wird, und nach der endgültigen Ausarbeitung (Mise au point) der vorliegenden Formeln ein Einverständnis wird erzielt werden können.
' Italien, die Türkei und Tripolis. Turin, 21. Sept. Am 20. September fand gelegentlach der Jahre feier der Einnahme Roms eine Truppenrevue über die in Turin und Umgegend garnifonierenden Regr- menter statt. Als die Truppen nach Schluß dieser Revue durch die Straßen Turins marschierten, wurden unaufhörlich von der aus der Straße stehenden Volksmenge die Ruse ausgestoßen: „Auf nach Tripolis! Hoch die Armee!" — Rom, 21. Sept. Die Tripolisfrag« beschäftigt P"blikum und Preße immer mehr . Die letzten Nachrichten besagen, daß die Mannschaften des ersten Aufgebotes, die erst vor wenigen Tagen nach Hause geschickt wurden, wieder unter die Waffen gerufen werden sollen. Der Kommandant des Mittelmeergeschwaders, Admiral Aubry, der telegraphisch nach Rom berufen wurde, hatte eine lange Unterredung mit dem Marinemint- ster. Man nimmt an, daß er den Befehl erhalten hat, nach Tarent abzufahren. Ministerpräsident Giolitti hatte gestern eine geheime Zusammenkunft mit dem König. Die Beratung Eiolittts mit des König dauerte mehr als zwei Stunden. — Konstan- ttnopel, 21. Sept. Das Transportschiff „Darna" iit mit einer Munitionsladung, angeblich auch mit Ma, schinengewehren, nach Tripolis abgegangen. Gerüht- weise verlautet, daß das Schiff auch Saloniki und Smyrna anlaufen werde, um 539 Soldaten an Bord zu nehmen. — Der Bürgermeister, die Ulemas, Scheichs und Rotabeln von Tripolis sandten dem Eroßwefir eine Depesche, in dem die sofortige Ent- fndung von Munition und Leebnsmttteln für ein Jahr und die Befesttgung des Landes verlangt und die Hoffnung ausgedrückt wird, daß das Kabinett sich auf keine Verhandlung zur Gewährung wirtschaftlicher Pttvilegien an Italien ei -laße. Die Bevöl- kerung wolle die diplomatische Aktion der Regierung nickt hemmen. Heute Nacht wurde beim Eroßweür ein Ministerrat abgehalten, welcher fich auch mit Tripolis beschäftigte und insbesondere, wie verlautet, über die militärische Organisation Tripolitanien, und die Ernennung des Stabschefs der dritten Armeeinspektion Achmed Fevzi zum Militärkommandanten von Tripolis beriet.
•* Keine Sabotage. Paris, 21. Sept. Die Untersuchung bezüglich des angeblichen Sabotageaktes an Bord des Panzeri^fffes ,.Iean
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45 "'--bdruck verboten.)
Die Aßmaims.
Roman von Courths-Mahlee.
lForttetzung.)
„Hätten Sie Lust, bei mir zu bleiben?"
Das junge Mädchen machte ein verlegene- Gesicht. Schließlich sagte sie aber tapfer:
„Dazu reichen eben leider meine Mittel nicht aus."
Die alte Dame schüttelte den Kopf.
„Nein — so meine ich es nicht. Sehen Sie, liebes Fräulein Sörrensen, ich werde alt, und manchmal wird es mir ein bißchen viel Arbeit. Zumal im Sommer, wo ich immer das Haus voll Gäste habe. Wenn Sie bei mir bleiben wollten, um mir einen Teil der Arbeit abzunehmen, dann wäre uns vielleicht beiden geholfen. Si« sind mir sympathisch, und ich muß jemand haben, dem ich ganz vertrauen kann. Hohes Eehalt könnte ich Ihnen freilich nicht zahlen, das bringt meine Pension nicht ein, denn im Winter (ft stille Zeit. Aber Sie hätten doch freie Pension und ein kleines Taschengeld. Da brauchen Sie am Ende Ihre Zinsen gar nicht auf und können für spätere Tage zurücklegen. Und wenn Si« sich nicht verheiraten sollten aus irgend einem Grunde — viel- leicht übernehmen Sie dann nach Jahren die Pension selbst, denn ich bin eben nicht mehr die Jüngste. Meine einzige Tochter ist an einen Arzt in Berlin verheiratet — die würde, sterbe ich einmal, froh fein, eine Nachfolgerin für mich zu finden, lleberlegen Eie fich das einmal."
Bettina faßt« ihre Hand.
„Da gibt es nichts zu überlegen, Frau Softer. Gern sage ich ja. Da brauche ich doch nicht weiter |u suchen und zu grübeln. Wenn Sie mich wollen — Ich bleib« von Herzen gern."
Die alte Dame lacht«.
„Nein — überlegen sollen Sie fich erst alle-, so schnell will ich Sie nicht beim Wort nehmen. Bis nächsten Sonntag sollen Sie Bedenkzeit haben. Da bleiben Ihnen noch fünf Tage."
„Weil Sie es so wollen, soll es so sein. Ich werde mich aber nicht anders bedenken, das weiß ich."
„Dann soll es mir lieb fein. Aber jetzt entschuldigen Sie mich, Kindchen, ich muß in die Küche." Bei Bettina stand es fest, daß fie das Anerbieten von Frau Dr. Hartung annehmen wollte. Es war ein heißer, schwüler Sommertag. Das junge Mädchen saß in ihrem Zimmer am offenen Fenster mit einer Handarbeit beschäftigt. Da kam das freundliche Zimmermädchen zu ihr herein und meldete, daß ein Herr im Besuchszimmer auf sie warte. Bettina erschrak und sprang empor.
„Ein Herr?"
„Ja, gnädiges Fräulein."
„Er verlangt mich zu sprechen?"
„Ja, gewiß, Fräulein Sörrensen. Ob Sie hier wohnen und ob fie zu Hause seien, fragte der Herr."
„Und fein Name?"
Den habe ich nicht verstanden. Der Herr sprach sehr undeutlich und ich wollte nicht noch einmal fragen."
Daß ihr der Herr ein festes rundes Etwas in die Hand gedrückt und ihr gesagt hatte: „Meinen Namen brauchen Sie nicht zu nennen, ich will Fräulein Sörrensen überraschen, fie ist eine Verwandte von mir", das verriet das Mädchen mtcht.
Betttnas Herz klopfte unruhig. Wer mochte fi; sprechen wollen? Hier kannte sie doch niemand als ihre Penfionsgenoßen. Und von daheim? Onkel Peter? Oder Bühren? Oder gar — er — Ernst? Wie töricht von ihr, so zu erschrecken — wer wetß — irgend ein fremder — ein gleichgültiger Mensch in | einer ebensolchen Angelegenheit.
Eie ging langsam hinüber in das Besuchszimmer und öffnete dir Tür. Und da flog ein Zittern über ihre Gestalt. Kaum vermochte fie die Türe hinter fich zuzuziehen. Vor ihr stand Ernst.
Eine Weile sahen fie fich regungslos an. Dann trat er mit einem tiefen, befreienden Atemzug auf sie zu und faßte ihre Hände.
„Endlich habe ich dich gefunden, Bettina."
Es lag ein Ausdruck in feinen Worten, der sie erbeben machte und ihr glühende Röte in das Gesicht trieb. Und feine Augen sahen fie fo seltsam heiß und bringen! an.
„Bettina — warum gingst du, ohne mir Lebewohl zu sagen? Warum ließest du mich nicht wenigstens wißen, wohin du gegangen?"
Eie sah ihn zagend an. „Ich fürchtete, du wärst mir böse und wolltest nichts mehr von mir wißen."
Er schüttelte den Kopf.
„Warum soll ich dir böse sein? Ich wußte doch, daß du schuldlos warst."
„Weil ich nicht Bührens Frau werden wollte. Du hattest es so gut gemeint mit mir. Aber ich konnte nicht. Er sah fie wieder lang: und mit heißem Forschen an.
„Du — du — sag mir doch, — warum wolltest du Bührens Frau nicht werden?"
Eie erschauerte und sah von ihm fort.
„Ich — konnte nicht — ich liebe ihn nicht."
Er faßte ihre Hände wieder und zag fi« dicht an fich heran.
„Weil du einen anderen liebst, Bettina. Ist es fo?“
Sie wollte ihre Hände befreien.
„Rein — nein — laß mich doch," bat fie leise.
Aber er hielt sie fest, ihre holde Verwirrung weckte jubelnde« Hoffen in ihm.
„Su — steh mich en — steh wir in die Augen
und sag es mir noch einmal, daß du keinen andern liebst," bat er mit gepreßter Stimme.
Sie sah hilflos, bezwungen zu ihm auf, eine heiße Bitte um Schonung in den Augen.
Da umfaßte er fie fest und go„ fie in seine Arme.
„Bettina, liebst du mich? Willst du mein inniz. geliebtes Weib werden?"
Der Vollklang der Liebe tönte aus f inen Worten. Da ging das leise Widerstteben ihrer Gestalt in haltlose Schweigsamkeit über. -ie sah ihn an mit einem Blick, der alle ihre schrankenlose Liebe verriet.
„Ich hab dich so lieb — so lieb," sagte sie leise, willenlos.
Da preßte er seine Lippen auf die ihren.
„Mein Lieb — meine Bettina — mein Weib."
Sie schloß unter seinem Blick die Augen und ih:« Hände glitten leise über sein Gesicht, ihm die Lider schließend.
„Bist du mein?" frag er selig und hielt fie fest — fest an seinem Herzen.
„Dein — ich könnte sterben an meiner Liebe."
Da riß er sie empor.
„Du — du."
Das Mädchen erschauerte vor der Liebesfülle, die diese beiden kleinen Worte bargen. Jubelndes Glück, freudiger Stolz und das instinkttve Zagen de« liebenden Weibes erfüllte ihre Seele. Still felig erwiderte sie seine Küße.
Endlich löste fie fich errötend aus seinen Armen und sttich ordnend über das gelockerte Haar Jetzt erst kam ihr voll zum Bewußtsein, was geschehe» war.
„Wie hast du mich gefunden, Ernst?" frag st« leis«.
Er zog mit übermütigem Lachen eit Zeitung» (<•!■ >'s der Tasche.
(Schluß folgt.)