mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage"
J2 222
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Marburg
Donnerstag, 21. September
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46. Jahrg,
1911.
€ine reichhaltige Zeitung
ist die beste Unterhaltung!
Die Gderhesstsche Zeitung unterrichtet schnell und genau über alle Ereignisse in Reich und Ausland, Stadt, Umgebung und Provinz und nimmt zu ihnen sofort und selbständig Stellung. Mehrere
Unterhaltnngs-Deilagerr
«nd ein interessantes Feuilleton ergänzen den Nachrichtenteil bestens. Neber die
Reichstags- mtb K«mdtagsverhandlimge»r haben wir ferner einen umfangreichen Bericht eingeführt, ohne den Stoff der Zeitung dadurch zu beschränken.
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. Oberhesstsche Zeitung"
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Die Marokkofrage.
Das diplomatische Antwort- und Eegenant« Wortspiel geht weiter. Am Montag ist die dritte Runde begonnen worden, und es ist zu hoffen — und weite Kreise geben sich dieser Hoffnung hin —, daß in kurzer Zeit endlich die Kette der gegenseitigen Vorschläge geschloffen wird. Daß die beteiligten Personen wünschen, möglichst bald die Affäre zu Ende zu bringen, geht aus folgender Note der offiziösen „Agence Havas" hervor. Sie schreibt unterm 10. Sept.: „In der gestrigen Unterredung übergab Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter dem Botschafter Cambon keine schriftliche Antwort auf die französischen Vorschläge. Der Staatssekretär glaubte zweifellos, daß vorläufig zum mindesten die Schnelligkeit der Unterhandlungen gewinnen würde, wenn häu- fige Unterredungen an Stelle des Dokumenten- anstausches gefetzt würden, deffen Formalitäten, Herstellung und Uebermittelung an die beiden Regierungen viel Zeit wegnchmen. — Der Staatssekretär und der Botschafter Cambon nahmen gestern die Diskussion über die strittigen Punkte wieder auf; sie fassten bestimmte
•1 '■ , (Nachdruck verboten.)
Hie Aßmanns.
Roman von Courths-Mahler.
«Fortsetzung.!
Ernst richtete sich auf und sah die Mutter fest an.
„Ja, ich werfe mich zu ihrem Ritter auf, weil sie unschuldig leidet, und dann auck, weil ich sie liebe. Ich habe die Absicht, sie zu meiner Frau zu machen, wcnn sie mich wiederliebt."
Die Eltern erhoben sich gleichzeitig aus ihren Seffeln und sahen ihn betroffen an. Frau Adol- phine wurde ganz blaß. „Du bist von Sinnen," rief sie, allster sich vor Schrecken.
„Nein, Mutter, ich bin klar und ruhig. Bettina ist mir schon lange lieb und teuer, aber erst seit gestern, seit ich fürchten muhte, dah sie mir verloren war, weih ich, wie stark und tief meine Liebe zu ihr ist. Ihr Bentz wird mich glücklich machen, und ich hoffe, ihr gebt mir eure Einwilligung."
„Nie — niemals," rief Adolphine zornig. „Ein Mädchen, das einen Leutnant in seiner Wohnung besucht, meine Schwiegertochter — nein — nein, das leibe ich nicht. Eine Person, die ich aus Gnade und Barmherzigkeit in mein Han; ausgenommen habe tnb die zum Dank meinem Sohn den Kopf verdreht, Mein — niemals gebe ich dazu meine Einwilligung."
Ernst wandte sich an seinen Vater und sah ihn schmerzlich forschend an.
„Und du, Vater? Du auch nicht?"
Der alte Herr schien mit sich zu kämpfen. Sein Gesicht verriet starke innere Unruhe. Endlich trat er vor seinen Sohn hin und stützte die Hand auf den Lisch. Dann sagte er ruhig:
„Wenn sich alles so verhält, wie du sagst, dann i •enn ich keine Schuld an Bettina finden. Eie hat ■
Hypothesen und eine gewisse redaktionelle Abänderung ins Auge. Es scheint, daß diese Unterredung von dem wahrhaften Wunsche nach Verständigung geleitet war. Die Besprechungen hätten demnach einen neuen Schritt vorwärts getan. Die Wahrscheinlichkeit einer befriedigenden Lösung scheint sich zu verstärken, dennoch wäre es übereilt, sich zu optimistisch zu zeigen. Alle Unstimmigkeiten sind noch nicht geschwunden. Es befinden sich noch prinzipielle Fragen in der Schwebe, in denen Frankreich nicht nachgeben kann. Erst nach einer weiteren Ueberredung zwischen dem Botschafter und dem Staatssekretär wird man über die entscheidende Wendung Klarheit gewinnen, die die Unterhandlungen nehmen werden."
Zu der Mitteilung der „Agence Havas" über den Stand der Marokkoverhandlungen bemerkt das Wolfffche Bureau: „Die vorliegende Nachricht entspricht nach unseren Erkundigungen den Tatsachen. Es ist jedoch hinzuzufügen, daß auch deutsche Forderungen prinzipieller Natur, auf welche von Deutschland nicht verzichtet werden kann, in Frage stehen. Dies ist in dem Herrn Cambon als Antwort auf einen Brief des Botschafters übergebenen Schreiben des Staatssekretärs ausgedrückt, doch haben die beiden Unterhändler es für prafiisch befunden, sich mündlich über die noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten zu unterhalten und nach einer Fassung der einzelnen Punkte zu suchen, die geeignet ist, die beiderseitigen Auffassungen, die zum Teil nur in der Form divergierten, einander anzunähern. Dabei entstand eine Reihe von Vermittlungsvorfchlägen, welche die Unterhändler zunächst ihren Regierungen unterbreiten."
Zu den Verhandlungen schreibt weiter der „Matin": „Wir glauben zu wiffen, daß Deutschland seinerseits Zugeständnisse gemacht hat, aber wir fürchten, daß diese Zugeständniffe nicht genügend sind, um das Abkommen bereits als gesichert anzuerkennen. Aber wir wollen nicht ungeduldig werden, denn wenn wir den Abstand, der jetzt noch besteht, mit dem vergleichen, der noch vor 14 Tagen den deutschen Standpunkt von dem französischen trennte, so müssen wir anerkennen, daß ein ansehnliches Stück Weges in der guten Richtung zurückgelegt worden ist.«
Für und gegen eine Abtretung des Kongo.
In Frankreich scheint man jetzt, angesichts einer baldigen Beendigung der Verhandlungen, nicht zu wiffen, ob man den angedeuteten französischen Zugeständniffen zustimmen oder ob man sie verwerfen soll. In den beiden radikalen Zeitungen „Radical" und „Lanterne" kommt dieser Zwiespalt der Meinungen zum Ausdruck. Während erstere für eine Abtretung des Kongo gegen völlige Freiheit in Marokko eintritt, sucht
ein zu weiches Herz — bei einem Manne ist das ein Fehler — bei einer Frau eher das Gegenteil. Wenn Bettinas Besitz zu deinem Glück notwendig ist — meinen Segen hast du."
„Peter!"
Es war ein wahrer Entsetzensschrei, den Frau Adolphine ausstieß. Ernst aber faßte seines Vaters Hand.
„Vater — liebe Mutter," rief er bewegt.
Seine Mutter stand zitternd und bebend vor Entrüstung vor den beiden Männern.
„Peter, besinne dich doch, das willst du zulaffen?" Magda Wendheim wartet nur darauf, daß sich Ernst erklärt, die glänzendsten Partien könnte er machen, und du willst gestatten, daß Ernst eine Bettl::in heiratet?"
, Peter sah zum erstenmal in seinem Leben feine Frau zornig an. Und diesem Zorn war ein tiefet Schmerz beigemischt.
„Erstens ist Ernst in dem Alter, wo er unsere Einwilligung zu einer Ehe nicht mehr nötig hat. Et würde also gegen unseren Willen heiraten, und ich hab« keine Lust, mir meinen Sohn wieder auf Jahre hinaus zu entfremden. Und was Bettinas Armut betrifft — muß ich dir ins Gedächtnis zurückrufen, daß auch du einst ein armes Mädchen warst?"
Adolphine taumelte erbleichend zurück. Ihre Mundwinkel sanken schlaff herab. Sie starrte ihren Mann mit verstörtem Gestchtsausdruck an.
„Das wirfft du mir vor!" stieß sie heiser hervor.
„Ich werfe dir nichts vor. Nur erinnern will ich dich daran, damit du nicht ungerecht bist. Ernst hat es ebensowenig nötig, nach Geld zu heiraten, als ich. Er ist der Mann, durch eigene Tüchtigkeit sein Vermögen zu vergrößern. J«ch will nicht sagen, daß es mir unangenehm wäre, wenn er ein reiches Mädchen heiratete. Geld ist Macht, und als Kaufmann ver-
letztere gegen eine lleberlaffung „des schönsten Teiles des französischen Kongo, der mit so schweren Opfern und so geduldigen Bemühungen erworben wurde", Stimmung zu machen. Bei derartiger Verschiedenheit der Ansichten im eigenen Lager muß es natürlich der französischen Regierung schwer fallen, die richtige Stellung einzunehmen und beizubehalten.
Französische Hetzereien.
Den Franzosen scheint die Sache allmählich zu langweilig zu werden. Sie versuchen daher wieder etwas Stimmung zu machen und spielen nun wieder einmal mit dem Kriegsgedanken. Die schon mehrfach zitierte „France Militaire", das offiziöse Blatt des französischen Offizierkorps, schreibt: „Ich habe an Offiziere und Soldaten, an Bauern, Arbeiter und kleine Besitzer dieselbe Frage gerichtet: „Was denkt Ihr über den Krieg?" Geradezu überraschend war die Uebereinstimmung der Antwort: „Der Krieg ist eines Tages unvermeidlich, wir sind bereit, wir werden ihn mit Freuden aufnehmen, denn es ist notwendig, endlich einmal Schluß zu machen." — Das ist kein Enthusiasmus mehr im Volke, das ist eine Empfindung, viel starker und wertvoller: Es ist eine lange herangereiste Ent- schloffenhelt, ein vollkommenes Aufbäumen aller Gefühle der Ration gegen den Druck Deutschlands, der von Tag zu Tag lästiger wird. Unter dem Schlag von Agadir hat die Armee sich aufgerichtet, als wenn sie geohrfeigt wäre und stillschweigend hat sie die Waffen geputzt in dem Gefühl, daß wohl der unvermeidliche Tag der Abrechnung herankommt, die sie mit ihrem Blut begleichen wird."
ArchiprSt!
Aus Paris wird geschrieben: Bei der Enthüllung eines Kriegerdenkmals in Jffaudun hielt der Finanzminister Klotz eine Rede, worin er die Errungenschaften der Republik auf militärischem Gebiete verherrlichte. Ueber die Stärke der französischen Armee gab er dabei folgende Ziffern bekannt: Die Effektivstärke der französischen Armee betrage nach der eingeführten Rekrutierungsreform im Jahre 1910 581 491 Mann, zu der noch 800 000 Rekruten der ersten Klaffe stoßen, die sämtlich vorzüglich ausgebildet und geschult seien, so daß die sofort kriegsbereite Armee eine Stärke von 1 400 000 Mann bilden würde. Zu dieser kommen noch weitere 1400 000 Reservisten, welche die Reserveregimenter der zweiten Linie zu bilden haben. Diese Reservisten seien gleichfalls genügend einexerziert und geschult. Außerdem stehe noch eine Landwehr von 1700 000 Mann zur Verfügung. Im ganzen könne also Frankreich etwa 4 500 000 Streiter ins Feld stellen, von denen 2 800 000 Mann durch die allgemeine Wehrpflicht eine gleichmäßige Ausbildung erhalten haben und für die auch eine vollständige Equipierung bereit liege. Während Frankreich int Jahre 1874
kenne ich diese Macht durchaus nicht. Aber sein Lebensglück ist mir wichtiger uls Geld. Bettina ist nichts vorzuwerfen als eine gutmütige Unbesonnenheit, an der ich mich nicht ganz schuldlos fühle. Hätte ich Bühren das Darlehen bewilligt, das er von mir eriri, bann wäre sie nicht auf den Gedanken gekommen, ihm zu helfen. Das soll mir eine Warnung sein, nicht immer auf meinen Prinzipien bestehen zu bleiben. Leid Hai es mir auch getan, und wenn ich geahnt hätte, baß es ihm an bas Leben gehen sollte — bann hätte ich iyn vielleicht nicht gehen taffen ohne Hilfe. Ich glaubte, bas Schlimmste, was ihn treffen könnte, sei ein schlichter Abschieb. Bettina hat infolge ihrer traurigen Erfahrung weiter gesehen als ich. Und kurz und gut — sie ist mir als Schwiegertochter willkommen. Sie ist all die Jahre fleißig, bescheiden und liebenswürdig gewesen. Tante Emma, bie eine große Menschenkennerin war, hat sie wert gehalten unb lieb gehabt. Ich denke, Adolphine, du bist vernünftig und gibst deinen Widerstand auf, mit dem es dir wohl gar nicht so ernst ist."
Adolphine hatte faffungslos zugehört. In solchem Tone hatte ihr Mann noch nie mit ihr gespro- chen. Und daran war bloß diese Bettina schuld. Ein wilder Grimm gegen das Mädchen stieg in ihr auf.
„Mir scheint, ihr habt euch alle zusammen die Köpfe von der scheinheiligen Person verdrehen las- sen," sagte sie höhnisch. „Ich gebe jedenfalls meine Einwilligung zu dieser Ehe nicht — es ginge gegen meine Ueberzeugung. Schlimm genug, daß sie meinen Si'n bestrickt. Daß du ^gen mich Partei ergreifst, ist empörend. Ich habe, wie es scheint, nur allein meinen klaren Blick bewahrt."
Und wie eine beleidigte Königin, die ihr« Basal n in höchster Ungnade verlässt, ging sie zur Türe hinan«.
für seine Armee 479 Millionen Franken ausgab, stiegen die Ausgaben hierfür im vergangenen Jahre auf 872 Millionen.
Die Rationalliberalen und die Marokkofrage.
In zwei nationalliberalen Versammlungen ist jetzt zu der Marokkofrage Stellung genommen worden. In einer in Osnabrück abgehaltenen Versammlung beleuchtete der Reichstagsabgeordnete Baffermann in seiner Rede die auswärtige Politik. Friede um jeden Preis fei unerträglich, wenn die nationale Ehre auf dem Spiele stehe. Bebels Rede in Jena wurde als besonders intereffant einer Erörterung unterzogen. Das Auswärtige Amt habe keine Fühlung mit der Börse, sonst wäre der. Sturz der Kurse vermieden worden. Der Reichstag sei leider nicht mit der Frage der Marokkoverhandlungen betraut worden. Baffermann betonte ferner die Ideenarmut des neuen Kurses. Reichstagsabgeordneter Dr. Arning betonte in feiner Rede, der vierte Teil Marokkos sei mehr wert als unsere übrigen Kolonien zusammen.
In einer Versammlung der nationalliberalen Partei in Ottendorf sprach Abg. Strese- mann über die politische Lage. Auf die Marokkofrage eingehend, führte der Redner aus, daß ein Protektorat die Sympathien der mohammedanischen Welt verscherzen würde, wenn wir statt der Wahrung der Unabhängigkeit Marokkos dieses den Franzosen auslieferten. In weiten Kreisen des Volkes bestehe eine tiefe Depression über den Gang der Marokko-Verhandlung, der anscheinend durch ein fortgesetztes Zurückweichen der deutschen Regierung gekennzeichnet sei.
£um Tode Stolypins.
Petersburg, 19. Sept. Wie jetzt nach den Blätterrneldungen festgestellt wird, trat der Tod des Ministerpräsidenten infolge innerer Blutungen ein. Das Blut ergoß sich zwischen Leber unb Zwergfell. Das Herz war von Natur aus schwach. Stolypin war Blutarm. Um %3 Uhr nachmittags beschlossen bie Aerzte bie Operation. Stolypin sagte: „Macht war ihr wollt." — Der Eingriff würbe schließlich als zwecklos aufgegeben. Kurz vor seinem Tode bat Stolypin, bas Zimmer hell zu erleuchten. Alle elektrischen Lampen würben sofort eingeschaltet. Mit ber letzten Kraftanstrengung richtete sich ber Ster« benbe auf unb lächelte bie Umgebung an. — Bagrow bezog 185 Rubel Monatsgehalt von ■ »r Geheimpolizei unb erhielt außerdem für besondere Aufträge eine Entlohnung. Bagrows Oheim, ein bekannter Nervenarzt, wurde verhaftet, ebenso eine Tante, deren Tochter und Dienerschaft. Polizeichef Kuljabko wurde vom Dienst enthoben. Der Staatsanwalt berichtete dem Justtzminister mündlich über den Gang der Untersuchung. Unter den Juden Kiews herrscht Angst und Erregung. Der Polizei minister teilte im Auftrage der obersten Behörden den Führern ber rechtsstehenben Verbände Kiews mit, daß im Falle von Unruhen die schärfsten Maßnahmen getroffen würden. Der Gouverneur von Kiew teilte in den
„Vater und Sohn sahen sich stumm in bie Augen. Endlich atmete Peter Aßmann tief auf.
„Mutter besinnt sich schon noch — sie leint es jo schlimm nicht. Sie scheint immc. härter als sie ist," sagte et begütigend.
Ernst begriff, daß ber Vater ihm das Verhalte« der Mutter in milderem Lichte erscheinen lassen wollte. Er kannte sie aber gut genug, um nicht zu wiffen, daß sie Bettina nie gütig entgegenkommen würde, und er beschloß in dieser Stunde, seine junge Frau — wenn Bettina bas erst sein würbe — der Mutter möglichst fern zu halten. Auf keinen Fall würde er mit ihr im elterlichen Hause wohnen. Aber so weit war er leider noch nicht. Er drückte seinem Vater die Hand.
„Ich bin dir so dankbar, lieber Vater."
Peter lächelte.
„Weißt du, mein Sohn, ich hatte noch eine alte Schuld an dir gut zu machen. Damals hätte ich es nicht leiden sollen, daß du aus dem Haufe gingst. Ich denke, wir sind nun quitt.“
Sie schüttelten sich die Hände und sahen sich voll herzlicher Liebe in die Augen.
„Was gebenfft du nun zu tun?“ fragte Peter Aßmann nach einer Weile.
,Zuerst muß ich in Erfahrung bringen, wohin sich Bettina gewandt hat. Kannst du mir keinen Fingerzeig geben?“
„Leider nicht. Ich weiß nur, daß sie zwei Uhr dreißig Minuten in der Richtung nach Thüringen ab» gereift ist. Sie wollte eine Pension in Thüringen auffuchen?"
„Weiß Mutter näheres?“
„Nein. Aber Bettina will, wenn sie erst flfe» ih r Zukunft beschlossen hat, ihre Adreffe schreiben damit ihre Sachen nachgeschickt werden könne»"
(Sorljetzung folgt.)