Einzelbild herunterladen
 

Erttes Blatt

(Nachdruck verboten.)

40

S 219

Ausdruck ltch klar hatte.

Diese

46. Jahrg,

1911.

verdunkelte seine Augen. Ihm war plötz- geworden, warum Bettina ihr abgewiesen

faßte sich.

mein Vetter Ernst war bet Ihnen und -

Die Akutlmns»

Roman von Courths-Mahlrr.

(Fortsetzung. >

Es tut mir leid, He r von Bühren ich kann Ihre Frau nicht werden, so ehrenvoll mir Ihr An­trag auch ist. Ich mutz Ihnen ehrlich bekennen, dah ich Sie nicht liebe und ohne Liebe werde ich nie eine Verbindung fürs Leben eingehen. Seien Sie mir nicht bös« ich kann nicht anders und Offen­heit mutz zwischen uns herrschen/

Bührens Gesicht bekam einen schmerzlich betroffe­nen Ausdruck. Sie liebte ihn nicht, kein wärmeres Erfühl als schlichte Menschenliebe hatte sie getrieben, ihm zu helfen. Diese Erkenntnis war ihm sehr bitter. Zugleich aber stieg Bet na noch mehr in seiner Hochachtung und der Wunsch, sie von jedem un­lauteren Verdacht zu befreien, erfüllte sein Herz.

Während er noch mit dem bitteren Gefühl der Enttäuschung rang, war Frau Adolphine wütend von ihrem Sitz emporgefahren und überschüttete Bettina mit Vorwürfen.

Wie kannst du es m.tgen, Herrn von Bühren ab­zuweisen ? Du müßtest ihm Dank wißen, datz er dich nach allem noch zur Frau begehrt. Ich verstehe nicht, wie du dich da noch bedenken kannst, versteh« dicht überhaupt nicht."

Bettina sah sie ernst an. Eine grosse Ruhe war 16er sie gekommen.

Rein, Tante Adolphine du verstehst mich mcht hast mtch nie verstanden. Ich mutz darauf ver­zichten, dir meine Handlungsweise überzeugend zu erklären, das weiß ich. Gib es auf, mich überreden zu wollen ich werde niemals Herrn von Bührens Frau.«

Peter Atzmann schüttelt« den Kopf; er würbe nicht klug aus der Geschichte. Aber seine Gattin gab den Kampf noch nicht aus. Diese Bettina schien gefährlicher, al» st« geglaubt hatte. Auf jeden Fall träte Re unschädlich gemacht werden.

Vorstellung von dem Dienst und lernen bereits das Notwendigste, so datz der Dienst im Kaser­nenhof ihnen stark erleichtert wird. Es finden fernerhin in mehreren Kreiskriegerverbänden Vorträge über militärische Fragen statt, wie z. B. über das Verhalten der Rekruten in der Kaserne, über das Verhältnis zwischen Vorge­setzten und Untergebenen, über Uniformfragen, über Waffengattungen und über ähnliche Dinge, die das Soldatenleben und das Kasernenleben betreffen, und durch die angehende Rekruten in angenehmster Weise auf wichtige Angelegen­heiten ihres Soldatenlebens vorbereitet werden. Auch ärztliche Vorträge werden in manchen Städten von Stabsärzten gehalten. Durch die Ausführungen des Erlaßes des Kriegsministers, der den Kriegerverbänden zum Teil bereits zur Kenntnis gebracht worden ist oder gebracht wer­den wird, wird diese wichtige Frage sicherlich eine weitere Förderung erhalten. Die Erfolge, die bisher mit der Rekrutenfürsorge in einzelnen Städten erreicht wurden, sind in jeder Bezieh­ung vorzügliche gewesen. Es geht daraus her­vor, datz die Anregung des Kriegsministers sich auf dem richtigen Wege befindet, da besonders durch die Rekrutenfürsorge die angehenden Sol­daten vielfach von der Beschäftigung mit sozial­demokratischen Dingen abgehalten und militä­rischen und vaterländischen Angelegenheiten zu­geführt wurden. In den Vorträgen, die für die Rekruten gehalten wurden, spielten nämlich auch patriotische Gegenstände geschichtlichen und kriegsgeschichtlichen Inhaltes eine grohe Rolle. Besonders die Ruhmestaten des Jahres 1870/71 wurden den jungen Leuten vor Augen geführt, und zwar nicht in .trocken, belehrender Form, sondern in anschaulichen Schilderungen, die zum Teil von Kriegsteilnehmern und Mitkämpfern in den großen Schlachten vorgetragen wurden. Es wird sich jetzt darum handeln, bestimmte Leitsätze für die Rekrutenfürsorge auszuarbeiten.

Ausdehnung der Auslieferungspflicht zwi­schen dem Deutschen Reich« und der Schweiz. Wie mitgeteilt wird, wurde im Rechtsverkehr zwi­schen der Schweiz und dem Deutschen Reich mit­tels Eegenrechtserklärung die Auslieferungs­pflicht auf folgende, in der nächsten Rumemr der Deutschen Iuristen-Zeitung" zum ersten Mal veröffentlichte, Handlungen ausgedehnt, sofern sie nach schweizerischem wie deutschem Recht straf­bar sind: Vorsätzliche Fälschung oder Verfäl­schung von Lebensmitteln in einer für die menschliche Gesundheit schädlichen Weise, sowie Feilbieten und Inverkehrbringen von solchen ge­fälschten oder verfälschten Lebensmitteln und vorsätzliche und rechtswidrige Vernichtung oder

Herzlichen Dank. Und nicht wa ,r, Sie sind nur nicht traurig, datz ich Ihnen ein" sagen muht«. 6;- finden später gewiß eine Tief'. Frau, die Cie liebi und glücklich macht. Und "la'tben Sie nicht, datz ich bereue, was ich gestern getan habe. Unter gleichen Umständen würde ich heute dasselbe tun. Zu sorgen brauchen Cie sich auch nicht um mich. Ich weiß schon, wo ich e'n Unterkommen finde."

Und kann ich sonst gar nichts für Sie tun?" Nein, ich danke Ihnen."

Wie aber soll ich Ihnen Ihr Geld zurückzahlen?« Sie lächelte.

Ich melde mich schon, wenn ich einmal höre, dah es Ihnen recht gut geht."

Er sah ihr ernst und sinnend in das liebe Gesicht und dachte dabei:

Sie liebt Ihren Vetter Ernst und er liebt sie, wenn ich mich ein wenig auf Seelenkunde versteh«. Diese beiden Menschen haben mich durch Ihre.e beschämt vielleicht kann ich mich Ihnen jetzt dank­bar erweisen. Und wenn es weh tut mag es darum sein er hat auch nicht nach seinen eigenen Schmerzen gefragt, als er mir die Möglichkeit bot, sie zu heiraten. Jetzt kann ich ihm seinen Edelmut zurückzahlen."

Bettina hatte einen Blick auf die Uh' geworfen. Es war Zeit, datz sie zum Bahnhof aufbrach, wenn sie den festgesetzten Zug erre'chen wollte. Und da sie einmal gehen mutzt«, war es bester, sie schob ihre Abreise nicht länger auf. Es hätte nur ihre Qual verlängert. Vor -Ken Dingen fürchtet' sie sich, Ernst noch einmal zu begegnen. In ihrem jetzige« Seelenzustand hatte sie vielleicht nicht mehr die Kraft, sich zu beherrschen. Und wenn sie ihm »er­raten würde, was sie für ihn fühlte, würde sie die Scham umbringen. Er hatte sie Bühren in die Arme führen wollen wo sie in ihren kühnen Träumereien daran gedacht hatte, datz er ihr« Liebe erwider« könnte!

^Fortsetzung folgt.}

Marburg

Sonntag, 17. September

friedenheit seines allerhöchsten Kriegsherrn zu erwerben. Solange ich regiere, habe ich mit Stolz und Freude Eure Uniform getragen, eine Uniform, die in hohem Ansehen steht in der gan­zen preußischen Armee. Ich habe dieses bevorzugte Regiment ausgesucht, damit es der zukünftige Erbe der Krone Preußens und des Deutschen Reiches als Reiterführer befehlige. Eurer Kai­serlichen Hoheit übergebe ich nunmehr das erste Leibhusarenregiment in der Erwartung, daß Eure Kaiserliche Hoheit das Regiment in den bewährten Traditionen, in denen es bisher ge­führt worden ist, ferner führen werden und, durch Beispiel anfeuernd wirkend, es als eine Säule preußischer Tradition, des Gehorsams, der Hingebung bis zum letzten Atemzug und der Treue und immer an der Spitze der Leistungen meiner Kavallerie halten werden. Ich übergebe Eurer Kaiserlichen Hoheit das Regiment mit dem Ersuchen, es zu übernehmen.

L a n g f u h r, 15. Sept. Der Kronprinz er­widerte auf die Ansprache des Kaisers auf dem Exerzierplatz: Gestatten Eure Majestät, daß die Gefühle unwandelbarer Treue und des Gehor­sams, die mich und das Regiment bis zum Tode an Eure Majestät fesseln, Ausdruck finden in dem Rufe: Seine Majestät der Kaiser, unser oberster Kriegsherr und erhabener Regiments­chef, Hurras Hurra! Hurra? Die Kapellen beider Regimenter spielten die Nationalhymne. Als der Kaiser die Brigade nach den Kaserne- ments zurückgeführt hatte, nahm er noch den Vorbeimarsch in Marschkolonne ab. Dann folgte Frühstück im Offizierkasino der Brigade. Im Verlaufe desselben trank der Kaiser auf den neuen Kommandeur des 1. Feibhusarenregi- ments, der Kronprinz auf den Kaiser. Um 3 Uhr verließen der Kaiser und der Kronprinz das Kasino und begaben sich zur neuen Villa des Kronprinzen und besichtigten diese. Die Fahrt wurde sodann zum Bahnhof Langfuhr fortgesetzt unter lebhaften Kundgebungen eines zahlreichen Publikums. Die Leibhusarenbrigade bildete Spalier. Der Kaiser reiste um 3% Uhr im Sonderzug nach Marienburg ab, von wo er sich mit dem Automobil nach Eadinen zu begeben gedenkt.

Marienburg, 15. Sept. Der Kaiser traf heute nachmittag, von Danzig kommend, um 4.25 Uhr ein und besichtigte unter Führung von Geheimrat Steinbrecht die Sankt Annenkapelle und sämtliche Räume des Schloßes. Die Besich­tigung dauerte W2 Stunden. Um 6 Uhr wurde die Fahrt nach Eadinen fortgesetzt.

Die Ernennung des Kronprinzen zum Kommandeur des Leibhusaren- regiments.

Danzig, 15. Sept. Der Kaiser ist um 11 Uhr 40 Min. hier eingetroffen. Der Kronprinz war zum Empfang am Bahnhof erschienen. Der Kaiser und der Kronprinz begaben sich im Auto­mobil nach dem großen Exerzierplatz. Auf dem Wege bildeten Schulen, Vereine und Truppen Spalier. Bet Kleinhammerpark stiegen die Herrschaften zu Pferde. Das Wetter ist schön.

Danzig, 15. Sept. Der Kaiser und der Kronprinz, beide in Leibhusarenuniform, trafen um 12 Uhr auf dem Exerzierplatz ein, wo die Leibhusaren in geschloßenem Viereck Aufftellung genommen hatten. Der Kaiser ritt in die Mitte des Karrees. Der Chef des Militärkabinetts, Freiherr v. Lyncker, verlas die Kabinettsorder betreffend die Ernennung des Kronprinzen zum Kommandeur des Leibhusaren-Regiments. Der Kaiser hielt eine Ansprache. Der Kronprinz er­widerte mit einem Hoch auf den Kaiser. Nach Vorbeimarsch der Brigade, wobei der Kronprinz sein Regiment führte, führte der Kaiser die Bri­gade zu den Kasernements zurück.

Langfuhr, 15. Sept. Die Ansprache des Kaisers auf dem Exerzierplatz lautete: Leib­husaren? Ich habe dieses Regiment ausgesucht, am es den Händen meines Sohnes anzu­vertrauen. Das Regiment ist wie die ganze Brigade eine Schöpfung des großen Königs, das vom ersten Augenblick seines Bestehens in treuer Pflichterfüllung, in unentwegter Tapferkeit und verwegenem Husarenmut seinen Dank seinem großen König und Schöpfer abgetragen hat. Die hervorragende Geschichte des Regiments, welches fast an allen Gefechten und Schlachten teilge­nommen hat, die unter dem großen König statt­gefunden, hat auch späterhin das Regiment immer wieder zu neuen Taten geführt, sodaß es als Auszeichnung in die Nähe der Person des Königs von Preußen gerückt ist und als Leib­husarenregiment Seiner Majestät in der Armee­liste figuriert. In den schweren Zeiten vor hun­dert Jahren war es dem Regiment vergönnt, dem schwer geprüften König Friedrich Wil­helm III. einen Strahl der Freude zu bescheren und ihm sogar feindliche Trophäen zu Füßen zu legen. Das Regiment hat in Krieg und Frie­den danach gestrebt und es auch erreicht, die Zu-

Deutsches Reich-

Rekrutrnfiirsorg« und Erlaß des Kriegs­ministers. In dem jüngsten Erlaß hat der Kriegsminister auch auf die Notwendigkeit einer ausgedehnten Rekrutenfürsorge hingewiesen. Wie dazu von mehreren Seiten mitgeteilt wird, ist diese Rekrutenfürsorge schon in manchen Städten eingeleitet und sogar zum Teil bereits bis in alle Einzelheiten durchgefuhrt. So wird z. B. in Trier im Kreiskriegerverbande eine ausgedehnte Rekrutenfürsorge gepflegt. Es fin­den Uebungsstunden statt, in denen Freiübun­gen, Eehübungen, Uebungen an den Geräten und Einzelübung des Kommandos gelehrt wer­den. Die Uebungen stehen unter der Leitung eines Feldwebels. Dadurch bekommen die Re­kruten und angehenden Soldaten schon jetzt eine

Rein, nicht gezwungen. Er hat mir nur groß­herzig die Kaution zur Verfügung gestellt, weil r.t glaubte, Sie liebten mich, ich liebte Sie. Er wollte uns in seiner Güte den Weg zum Glück ebnen."

Das junge Mädchen strich sich mit zitternder Hand das lose Haar aus der Stirn.

Er wahr wohl sehr böse ans mich?" frag sie leise.

Nein er glaubt an Ihre Schuldlosigkeit und hat keine Ahnung, daß man bereits hier Gericht über sie gehalten hat. Trotzdem ich ihm keine Erklärung geben konnte, hielt er sie einer unehrenhaften Hand­lung für unfähig. Er nahm an, Ihre Liebe zu mir und die Angst um mein Leben habe Sie zu einem unbesonnenen Schritt gedrängt. Und ich ich war so vermeßen, auch an diese Liebe zu glauben. Die ganze schlicht« Größe Ihrer Tat ist mir erst jetzt klar geworden. Und nicht wahr Sie geben mir mein Wort zurück? Wenigstens ihrem Vetter Ernft möchte ich die ganze Wahrheit sagen dürfen. Ich glaube bestimmt, er wird Sie verstehen."

Ein süßes Lächeln huschte über ihr Gesicht.

Ja ihm sollen tote alles jagen auch, daß ich gestern den ganzen Tag auf ihn gewartet habe und noch in seinem Bureau war, ehe ich zu Ihnen kam. Er sollte Ihnen das Geld bringen und nur, weil ich ihn nicht fand, kam ich selber. Sagen Sie ihm auch ich weiß nicht, r ann er nach Hause kommt, ob ich ihn noch einmal seh« sagen Sie ihm, ich laße ihm herzlich danken für all seine Güte und er soll mir nicht böse sein, daß ich daß ich Ihr« Frau nicht werden kann."

Bühren lächelt« wehmütig.

Ich glaub« nicht, daß er Ihnen deshalb bös« sei« wird und will ihm gern alle, sagen."

Politische Umschau.

Ei« hervorragendes Urteil über völkerrechtlich« Geheimverträge.

Zu dem deutsch-französischen Marottostreit find von besonderem Gewicht die Ausführungen des be­rühmten Gelehrten Exzellenz Profeßor Dr. Becker in Heidelberg. In einem Aufsatz, der in der nächsten Nummer der ./Deutschen Iuristen-Zeitung" erscheint, führt er aus, daß unser Völkerrecht noch in den ersten Stadien seiner Entwicklung fich befinde, daß da, wo einst es herrschen soll, zur Zeit nur die Tat hoch über der Regel stehe und daß Selbsthilfe nicht der letz e, sondern der einzige Schutz einesRechts" sei. Er bespricht die Fälle, welche auf der Basis beruhen, daß ein Teil der Kontrahenten bet beiden, der andere Teilhaber aber nur beim Abschlüße des einen Vertrages mitgewirkt habe. Gleichgültig, ob der Eesamtvertrag offen oder geheim und ob das Separatabkommen vor diesem oder nachher geschloßen worden sei, stellt es als notwendig den Grundsatz auf, daß unter Teilnehmern an dem Gesamtver­trag« zwei Gruppen entstehen, Täuschende und Ge­täuschte. Wenn, setzt er den Fall, Frankreich und Spanien unter sich vereinbart hätten, den Vertrag von Algeciras als für sie bindend nicht zu behan­deln, und hierzu, sowie zu ihrer Absicht der Ge­heimhaltung dieses Vorsatzes die Zustimmung Eng­lands gefunden hätten, so wären Frankreich und Spanien die Täuschenden, England ihr Gehilfe, die anderen Mächte die Getäuschten. Dieses Vorgehen könntewiderrechtlich" kaum erscheinen, da unser Völkerrecht ihm zur Zeit noch ohnmächtig gegenüber­stehe. Im Verlaufe seiner Arbeit gibt dann Becker eine Charakteristik der Geheimverträge, die zu den unentbehrlichen Stücken des diplomatischen Appa­rates gehören, mit dem die Staatslenker der Gegen­wart zu arbeiten pflegen. Be «rs Aufaßung über die rechtliche Natur solcher Geheimverträge ist für den gegenwärtigen Augenblick von höiWem In­teresse.

Also ________

und er hat Sie gezwungen, mir Ihre Hand anzu- bieten nicht wahr?" forschte sie herzklopfend.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

Glaub nur nicht, daß du nach diesem Eklat in unserem Hause bleiben darßt. Ein Mädchen, das fich nicht schämt, zu einem Herrn in die Wohnung zu laufen und sich dann noch weigert, seine Frau zu werden, behalt« ich nicht in meiner Umgebung," sagte sie giftig.

Bettina schüttelte den Kopf.

Nein, Tante nach alledem wünsche ich selbst nicht mehr zu bleiben. Ich gehe, wie es schon zuvor beschloßen war."

Bühren wandte sich an Peter Aßmann.

Würden Sie die Güte haben, mir ein paar Worte unter vier Augen mit Fräulein Sörrensen zu gestatten?"

Der alte Herr nah . mit ehrlich bekümmertem Blick auf Bettina den Arm seiner Frau und zog sie mit sich hinaus.

Bühren trat, als er mit Bettina allein war, auf sie zu.

Gnädiges Fräulein ich will jetzt nicht davon reden, wie weh es mir tut, daß Sie mich abweisen. Ich weiß, Sie konnten nicht anders. Furchtbar ist mir aber der Gedanke, daß Sie durch Ihre Herzens- güte in eine so peinliche Situation geraten find. Bitte, geben Sie mir mein Wort zurück und ge­statten Sie mir, daß ich Ihren Verwandten alles er­kläre."

Bettina lächelte schmerzlich bitter.

Glauben Sie, daß ich meinen Verwandten dann weniger schuldig erscheine? Man wird mich nicht weniger hart verurteilen. Vielleicht noch mehr. Verstehen wird mich keiner."

Doch vielleicht. Als heute morsten Ihr Setter bei mir war

Bettina fuhr auf.

Mein Vetter war bei Ihnen? Welcher?"

Der Baumeister "

Bettina preßt« die Hand aufs Herz und wurde dunkelrot.

Er," flüstert« st« und ein Beben flog über st« hin. _

I Bühren sah sie forschend an. ®u sonderbarer

2teCberiiffitldje Zeitung" erscheint tägltd) mit «u-nahme her Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 * (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 '* frei in» Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuftripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.:

Dr. Hiheroth), Markt 21. Telephon 55. _________

Der Anzeigenpreis betragt für bie 7ge,pattene Zeile ober deren Raum 15 «j., bei auswärtigen Anzeigen 20 für Reklamen die Zeile 40 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Berbindlich- keit für Platz-, Datenvorschrift und ®elegliefcrung ausgeschlossen. Zahlungen im Postsckeckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 beS Postscheckamtes plrankfurl «. M.