Erstes Blatt.
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 66.
Die Marokkofrage.
Am Montag vormittag sind die Verhandlungen zwischen Herrn v. Kiderlen-Wächter und dem Botschafter Cambon wieder ausgenommen worden. Der Reichskanzler nimmt an den Verhandlungen vorläufig nicht teil. Er steht aber dauernd mit Herrn v. Kiderlen in Fühlung und ist über den Stand der Verhandlungen jederzeit unterrichtet. Ueber den Fortgang der Besprechung soll neuerdings nicht mehr das unverbrüchliche und ängstliche Schweigen beobachtet werden. Zn einigen Tagen schon glaubt man Positives über das Ergebnis der neu aufgenommenen Marokkoverhandlungen durch die Presse bekannt geben zu können. Zn den Pariser Zeitungen wird über die wiederbeginnenden Verhandlungen im allgemeinen in sanftem und ruhigem Ton geschrieben. Eine optimistische Stimmung herrscht vor und man glaubt und hofft, daß bald eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich herbeigeführt sein wird. Man redet uns gut zu, auf eine solche Verständigung mit größter Beschleunigung hinzuarbeiten. Zn Deutschland ist man mit diesem Vorschläge nicht überall unbedingt einverstanden, so taucht nieder die Vermutung auf, daß Deutschland bei den Verhandlungen übervorteilt werde. Die „Post" schlägt vor, lieber die Verhandlungen friedlich abzubrechen. Unsere Geschäftsleute würden sich dann an der wirtschaftlichen Ausbeutung Marokkos weiter beteiligen und die deutschen Konsuln würden ihr Recht weiter zu wahren haben. Dem gegenüber steht ein Artikel der „Kreuzzeitung", die ausführt, daß die deutsche Regierung an ihre früheren Verträge gebunden sei (Algeciras) und jetzt nicht plötzlich Eroberungen in Marokko verlangen könne.
Auch in England scheint sich die Stimmung etwas zu entspannen. So schreibt der „Observer", man solle in England nicht immer, wenn Deutschland sich zu expansieren suche, britische Znteresien bedroht sehen. Es müsie unterschieden werden, welche Znteresien vital seien und welche nicht, „nicht auf Grund finanzieller Znteresien, sondern auf Grund der Reichssicherheit. Letztere würde durch den deutschen Erwerb eines marokkanischen Hafens bedroht, jedoch nicht durch irgend etwas, was Deutschland im Kongo erwirbt. Wir sollten Deutschlands Wünsche fördern. Es ist sogar der Mühe wert, Deutschland in diesen Richtungen zu beschäftigen. Das sinnlose Kreischen, das man hier immer, wenn die deutsche Politik einen Zug tut, in gewisien Kreisen hört, muh den Deutschen wie das Knurren eines Hundes am Futtertrog vorkommen und ist die mächtigste Waffe für die alldeutschen Chauvinisten."
Das klingt anders als die sonstigen deutschfeindlichen Artikel der englischen Presie. Jedoch: Eine Schwalbe macht keinen Sommer.
Die jetzige Tätigkeit der Spanier in Marokko, die die verworrene Lage auszunutzen sich anschicken, hat in Frankreich, wie berichtet, helle Entrüstung hervorgerufen. Und wieder sekundiert England als oberster Richter der Welt. So liest man in der „Times": „Wir haben stets Spanien unser Wohlwollen bezeugt. Aber wir können nur unser größtes Bedauern aussprechen, daß Spanien in einem so schlecht gewählten Augenblicke einen Akt, wie die Besetzung von Zfni, vornimmt. Hoffentlich wird sich Spanien durch dir Erregung, die sein Vorgehen jenseits der Pyrenäen hervorgerufen hat, etwas einschüchtern lasien."
Ob dies wirklich geschehen ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls aber kommt jetzt die Meldung aus Madrid, dah die Besetzung von Zfni erst im Laufe des Monats Oktober erfolgen werde, da gegenwärtig eine Landung der Truppen wegen der an der atlantischen Küste angeblich herrschenden Unwetter mit Schwierigkeiten verbunden wäre. Mit Frankreich ist nun Spanien schon in Verhandlungen eingetreten. So hatte nach einer offiziösen Meldung der spanische Botschafter gestern mit dem Minister des Aeuhern de Selves eine Unterredung, die sich
46. Jahrg.
1911.
trug der Abgang 72,1 Prozent, in 9. und 12. Dienstjahre dagegen nur 2,7 Prozent.
— Transportarbeiterstreik. Nürnberg, 4. Sept. Zm Speditionsgewerbe ist heute morgen der Generalstreik ausgebrochen. Auch in Fürth legten sämtliche organisierten Transportarbeiter die Arbeit nieder. Die Stimmung der Streikenden ist sehr erregt.
— Explosion auf einem Torpedoboot. Kiel, 4. Sept. Zn der Wiker Bucht ereignete sich heute mittag auf einem Torpedoboot eine Explosion flüssigen Brennstoffes. Drei Mann der Besatzung wurden erheblich, zwei leichter verletzt. Die Verunglückten wurden sofort ins Marinelazarett zu Kiel-Wik gebracht.
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sich an den mit riesigem Kraftaufwand und grohen Schimpfereien gehaltenen Reden. Was ist da für sinnloses Zeug zusammengefaselt worden. Je sinnloser undschwülstiger die Worte waren, die aus dem Munde der Eenosienhelden, die da von den Brettergerüsten auf die „Verelendeten" einsprachen, bester noch herunter brüllten, desto begeisterter wurden di« irregleiteten Zuhörer. Diese „Friedenskundgebung" die eines der Auftakte zu der „herrlichen kommenden Zeit der sozialdemokratischen Herrschaft" sein sollte, war blutrünstiger in ihrem Wortschwall, als sie je von einem Vertreter eines Jndianerstammes hätte gemacht werden können. Die „infame Kriegshetze" muß den „Panzerplattenjungen", „den verrohten Vertretern der kapitalistischen Raubsucht" mit Zinseszinsen bei der Reichstagswahl vergolten werden. „Zittere Bourgeoisie! Der Tag '»t Abrechnung naht mit Riesenschritten!" Ob die Maulhelden von gestern das alles selbst glauben, was sie da unter dem Beifall der Masten vom Stapel ließen, erscheint uns sehr, sehr fraglich. Aber was tut's, wenn nur den Masten mit Wucht der Hatz eingehämmert wird, dann ist der Zweck erzielt."
Im übrigen ist, wie man jetzt hört, die Besuchsziffer der Versammlung bei weitem nicht so hoch gewesen, wie zuerst berichtet wurde. Neueren Meldungen zufolge sollen nicht 200 000, sondern nur 50 bis 80 000 Personen an der Demonstration teilgenomme.r haben. Aus Anlaß dieser Friedenskundgebung vec- breitete der vorwärts" bereits Montag früh eine Sonderausgabe und ließ auch sofort einig« Bilder von der Maffenversammlung herstellen. Auf einem von diesem ist der sprechende Ledebour abgebildet. Run weiß man nicht, ist es dem Zeichner ernst gewesen, oder hat er einen Scherz machen wollen, — bet Mund des Abgeordneten Ledebour ist nämlich so wett aufgerissen, daß er kaum noch natürlich ist.
auf die von Spanien geplante Besetzung Jfnis bezog.
Ist man in den am meisten an der Marokkofrage beteiligten Ländern eine Kleinigkeit ruhiger und stiller geworden, so scheint in Belgien die Nervosität noch zu steigen. Die schon gemeldeten militärischen Maßnahmen werden fortgesetzt und sie werden auch nicht mehr amtlicherseits in Abrede gestellt. Von den starken Rüstungen, die in Belgien betrieben werden, zeugt eine Meldung, nach der in einer der letzten Nächte Polizisten an der Fastade des deutschen Botschaftsgebäudes ein Plakat entdeckten, das folgende Inschrift trug: „Kein Krieg! Oder es giebt Dynamit!" Auch an dem Gebäude der französischen Botschaft war ein solches Plakat angeschlagen. Die Anschläge wurden natürlich schleunigst entfernt. Man glaubt, daß der Akt von anarchistische n oder sozialdemokratischen Personen, die durch die Kriegsrüstungen nervös geworden sind, ausgeführt worden ist. Man kann nur hoffen, daß sich die Gemüter wieder beruhigen. Das dürfte wohl auch nicht lange auf sich warten lasien; denn sobald, wie angekündigt, der Schleier von den deutsch-franzöfi- schen Verhandlungen gelüftet wird, wird man in Belgien sehen, inwieweit die Kriegsfurcht berechtigt ist.
Marburg
Mittwoch, 6. September
Ter Kaiser in Kiel.
Wildpark, 4. Sept. Der Kaiser hat sich abends nach 11 Uhr nach Kiel zu den Flottenmanövern begeben.
Kiel, 4. Sept. Anläßlich der Begegnung des Kaisers mit dem Erzherzog Franz Ferdinand reiste der Reichskanzler nach Kiel, wo er um 3 Uhr eintraf. Er begab sich an Bord der „Hohenzollern".
Kiel, 4. Sept. Der Kaiser besichtigte heute vormittag das Linienschiff „Thüringen" und begab sich dann nach Holtenau, um die Fortschritte an den Schleusen und den Kanalarbeiten zu sehen.
Kiel, 4. Sept. Der österreichische Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, traf um 4 Uhr 50 Min. auf dem hiesigen Bahnhof ein, wo eine Ehrenkompagnie vom 1. Seebataillon mit Fahne und Musik Aufstellung genommen hatte. Kurz vor Einlaufen des Zuges erschien der Kaiser in österreichisch-ungarischer Uniform. Nachdem der Erzherzog, der deutsche Marineuniform trug, den Zug verlasien hatte, begrüßte ihn der Kaiser herzlichst; die Musik der Ehrenkompagnie spielte die österreichische Hymne. Nachdem das Gefolge vorgestellt war, schritten der Kaiser und der Erzherzog die Ehrenkompagnie ab und nahmen den Vorbeimarsch entgegen. Hierauf begaben sich die Fürstlichkeiten durch das Fürstenzimmer zur Landungsstelle, von einem zahlreichen Publikum herzlich begrüßt. Der Kaiser geleitete den Erzherzog an Bord der „Hohenzollern", wo der Erzherzog mit Gefolge wohnt. Die Standarte des Erzherzogs wurde neben die des Kaisers gesetzt. Die im Hafen liegenden Schiffe salutierten mit 21 Schüssen.
Deutsches Reich
— Zu Ehren des amerikanischen Botschafters. Berlin, 4. Sept. Zu Ehren des scheidenden amerikanischen Botschafters Hill fand heute bet' dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter Früh- stückstafel statt.
— Deutschland »nd die Türkei. Konstantinopel, 4. Sept. „Tanin" spricht die größte Befriedigung über den dem Thronfolger in Berlin bereiteten herzlichen Empfang aus. Das Blatt führt aus, daß die Innigkeit der deutsch-türkischen Beziehungen keiner falschen Auslegung fähig sei. Die junge Türkei werde eine rein nationale Politik verfolgen und dabei ein Element des Friedens und der Versöhnung werden. „Sabah" hebt hervor, daß trotz der in der ersten Zeit entstandenen Schwierigkeiten die alte deutsch-türkische Freundschaft nunmehr wieder auf gegenseitigem Vertrauen beruhe. Die Türkei werde nie die Dienste v. Moltkes und v. d. Goltz, ebensowenig die bei dem Berliner Kongreß und später dem Osmanentum von Deutschland geleisteten Dienste vergessen. — Der Sultan verlieh dem Reichskanzler den Os- manie-Orden mit Brillanten, Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter, Kriegsminister v. Heerin- gen, Statssekretär v. Tirpitz und Eeneralstabs- chef der Armee v. Moltke das Großkreuz des Osmanieordens, ferner dem Kommandanten von Berlin v. Kessel das Eroßkreuz des Medschidie-Ordens.
— Die Besorgung feldbieustuusähiger Unter, offnere und Mannschaften. Wie mitgeteilt wird, M der Abgang der als felddienstunfähig mit Versorgung erklärten Unteroffiziere und Mannschaften im letzten Berichtjahre abgenommen. Während im Vorjahre der Abgang 7,4 vom Tausend betrug, ist er in diesem Jahre auf 7,0 vom Tausend der Ko; fstärke gesunken. Der Gesamtobgang betrug 3781 Mann, davon waren 1505 Unteroffiziere. Der Abgang mit Versorgung wegen Garnisondienstunfähigkeit war etwas höher, nämlich 5788 Mann. Auch hier ist eine Abnahme zu verzeichnen, da der Abgang mit Versorgung wegen Earnisondienstunfähigkeit in den früheren Jahren 6650 Mann betrug. Im vorletzten Berichtsjahre hatte er noch die Höhe tri 5876. Das 4. Armeekorps hatte den geringsten Abgang aufzuweisen, da er hier nur 4 8 vom ' usend der Kopfstärke betrug, den größten Abgang das 13. Armeekorps mit 14,9 vom Tausend. Eine Uebersicht des Abganges bet den einzelnen Truppengattungen ergibt folgendes interessante Bild: Den geringsten Abgang hatte die Infanterie mit 9,8 Prozent, den höchsten hatten die Pioniere mit 12,1 Prozent. Es folgt der Train mit rund 12 Prozent; die Verkehrstruppen hatten 10,8 Prozent, die Maschinengewehrabteilungei 10,0 Prozent und die Fußarttllerie nähert sich am meisten der Infanterie mit 9,9 Prozent. Ueber den heilsamen Einfluß der Militärdienstzeit auf die Gesundheit unterrichten bie Angaben, in welchen Dienstjahren der größte und der kleinst« Abgang zu verzeichnen war. In den ersten beiden Dienftjahren be
PoNtische Umschau.
Die «arokkodemonstration der Berliner Sozialdemokraten.
Berlin, 4. Sept. In der Besprechung der Demonstration der Berliner Sozialdemokraten im Treptower Park führt die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." aus: „Die Sozialdemokraten rannten gestern mit großer Wucht offene Türen ein. Um der Demonstration einen Mantel zu geben, wandte man sich gegen eine angebliche Kriegshetze, des Panzerplatten-Kanonen- kapitals, die nur in der Einbildung der Sozialdemokraten bestehe. Dagegen sprach man nicht davon, wie einmütig sich in diesen Wochen ein fester Wille der Nation bekundete, unser« Stellung in der Welt zu wahren. Das frivole Spiel mit dem landesverräterischen Gedanken eines Masien- streiks zwecks Lahmlegung unserer Machtmittel in entscheidenden Augenblicken wurde auch gestern wiederholt. Die Versuche, solche Gedanken in die Tat umzusetzen, werden von der Ration im Ru hinwez- gefegt werden. Darüber wird nirgends ein Zweifel bestehen. Daß diese Gedanken aber gerade jetzt ausgesprochen werden können, beweist, wie verständnislos die sozialdemokratischen Führer dem wahren Fühlen der Nation gegenüberstehen."
Die „Post" schreibt dazu: „Die „verelendenden" Massen haben gestern in Treptow „demonstriert". Weshalb? Aus Angst vor einer kräftigen, nationalen Politik. Wie groß diese Angst ist, da» zeigt
Ausland.
** Die Vermählung am russischen Kaiserhos. Peterhof, 4. Sept. Zn der Kirche des Großen Palais fand gestern nachmittag die Vermählung dcr Prinzessin Helene von Serbien mit dem Prinzen Zohann Konstantinowitsch statt. An der Zeremonie der Ankleidung der Braut nahm die Kaiserin Alexandra Feodorowna teil. Der Trauung haben beigewohnt: Der " Thronfolger, die Töchter des Kaiserpaares, der König von Serbien mit dem Kronprinzen Alexander, die Königin von Griechenland, Prinz Nikolaus von Griechenland nebst Gemahlin und Kindern, Prinz Peter von Montenegro, Prinz Arthur von Connaught. russische und serbische Würdenträger, die Hofchargen und die Gefolge der fremden Fürstlichkeiten. Die Braut trug ein Silberbrokatkleid in russischer Tracht, den historischen Brautschleier der Familie Kara- Eeorjewitsch sowie den russischen Katharinenorden. Nach der Trauung zelebrierte der Metropolit von Moskau, Wladimir, mit der Hofgeistlichkeit einen Dankgottesdienst, während dessen 31 Schüsse im Peterhofer Hafen gelöst wurden. Die Neuvermählten begaben sich nach Pawlowsk, wo sie Aufenthalt nehmen.
** Der König von Italien i" der deutschen Ab teilung der Turiner Weltausstellung. Turin, 4. Sept Der König von Italien besuchte am gestrigen Sonntag unerwartet die deutsche Abteilung und den Zeitungsverlag der Weltausstellung. Der König sprach seine hohe Genugtuung über di« Leistungen der beut scheu Maschinenfabriken aus.
** Die Teuerungsunr >.». Paris, 4. Sept. Infolge der Unruhen weg-- der Lebensmittelteuerung wurde ein Delegierter der Bergarbeiter unter der Beschuldigung verhaftet, die Manifestanten von Mericourt-Village, Mericourt- Coron und Sallau-Mines zur Plünderung aufgereizt und angeführt zu haben.
•• Bon den französischen Manövern. Paris, 4. Sept. Großfürst Boris von Rußland wird, einet Blättermeldung zufolge, den sranzösischeu Ostmanö- vern in der Zeit vom 10. bis 13. September beiwohnen. — Aus Grenoble wird gemeldet: Während der Manöver ereignete sich ein schwerer Unfall: Bei einer Attacke stürzte eine Reiterschwadron in einen 5 Meter breiten Graben, dessen Vorhandensein übersehen worden war. Etwa 10 Reiter wurden schwer verletzt; einer von ihnen ist seinen Verletzungen bereits er» legen.
** Flottenschau in Toulon. Toulon, 4. Sept. Präsident Falliere- ist heut« morgen hier eingetroj- fen und begab sich zur Flottenschau an Bord des Panzerschiffes „Massena". Mehr als 90 Schiffe mit mehr als 30 000 Mann Be.atznrg. waren zugegen.^ Rach Beendigung der Flottenschau begab sich Präsident Fallieres in das Arsenal, wo ein Festessen stattfand. Im Verlaufe des Mahles gab der Marineminister dem Dank der Marine fü- die staatliche Fürsorge Ausdruck und fügte hinzu, bie Marine mache bestänbig Fortschritte, da ihr einziger Ehrgeiz sei, wirklich bereit zu fein, um, wie die Armee, jeden Augenblick dem Rufe Frankreichs Folge leisten za könne. — Präsident Fallieres hielt bei dem Festmahl im Arsenal eine Rede, in der er seine Glückwünsche für das prächtige Schauspiel ausdrückte, be:.i er beigewohnt habe und fügte hinzu, bie Marine habe niemals aufgehört, sich auf bet Höhe ihrer Aufgaben zn zeigen. Weiter führte bet Präsibent aus, die Marine habe heute entschlossen de: Weg betreten, an besten Ende Frankreich vermehrte unb verstärkte Mittel finben werbe, bie es fähig machen würden, den Möglichkeiten der Zukunft die Stirn zu bieten ohne G uhr eines Mißerfolges. Präsi' ent Fallieres rote» darauf hin, in feinem bewah ren Patriotismus ertrage das Land, dessen hohe Sorgfalt sich gleicher- rn ßen auf die Seemacht wie auf das Landheer erstrecke, unermüdlich die schweren Lasten, die den Staatsfinanzen auferlegt würden. Der Präsident trank auf das Wohl von Frankreichs Marine und Landheer, die ihren Mannesstolz darein setzten, bei Ration gu bienen. Der Präsident des Senats, Dnbojt,'
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