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Zur Lage.

Der Kaiser hat in Swinemünde den Reichs­kanzler und Herrn v. Kiderlen-Wächter empfan­gen und das Gesprächsthema war natürlich die Marokkoverhandlungen mit Frankreich. Weiter weiß man darüber nichts. Soviel aber darf man annehmen, daß die den Kaiser und das deutsche Volk beleidigenden Hoffnungen der Franzosen auf die angebliche Friedfertigkeit un­seres Monarchen (Guillaume le timide) sich nicht erfüllt haben. Hier handelt es sich auch einfach um vitale Interessen des Deutschen Reichs, deren Verteidigung gegenüber dem Vor­gehen Frankreichs in Marokko notwendig war. Wie derNeuen preußischen Korrespondenz" von diplomatischer Seite mitgeteilt wird, waren die Richtlinien der diplomatischen Aktion bereits im Einverständnis mit dem Kaiser festgelegt, ehe Kaiser Wilhelm die Nordlandreise antrat. An den deutschen Forderungen dürfte sich durch die Rückkehr des Kaisers aber kaum etwas ändern, da die deutschen Ansprüche das Mindestmaß desien darstellen, was Deutschland bei bewußter Wahrung seiner eigensten Interessen verlangen muß. Richtig ist, wenn man in Frankreich an­nimmt, daß Kaiser Wilhelm den dringenden Wunsch hat, die Berliner Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis geführt zu sehen. Die­sem Wunsche des Monarchen entspricht es aber, daß die deutschen Forderungen von vornherein so gering bemesien wurden als möglich. Besteht Frankreich allzu hartnäckig auf seinem Wider­stand, dann würde voraussichtlich der Fall ein­treten, den der englische Premierminister Asguith ins Auge gefaßt hat, als er erklärte, daß im Falle des Scheiterns der Berliner Verhand­lungen die Marokkofrage international gelöst werden müßte. Deutschland kann dieser Even­tualität mit vollkommenster Ruhe entgegensetzen.

So liegen in der Tat die Dinge, deren ruhige Tatsächlichkeit sich weder durch englische Hetz­versuche noch durch französische Wahngebilde ver­schieben läßt. Immerhin ist es ganz interesiant zu erfahren, wie die Hitze auf manche Leute in Paris wirkt. DerMaiiin" erhält von seinem Berliner Berichterstatter folgende Mitteilungen einer, wie es ja unvermeidlich ist,genau unter­richteten" (!) Persönlichkeit. Dieser Mistende erzählt:Der Kaiser hat sich so sehr für den ganzen Marokkohandel interessiert, daß er just in dem Zeitpunkt, wo die Krise sich zuspitzte, Deutschland verließ und strengen Befehl gab, ihm während der ganzen Nordlandfahrt kein Wort davon zu sprechen. Wie wenig der Kaiser

(Nachdruck verboten.)

Are Märlrelir znr Ualur.

Eine lachende Geschichte

Bon Agnes Harder.

(Schluß.)

Hastes Hand ballte sich um den großen, schwe­ren Schlüstel. Den sollte er doch kennen! Zehn Jahre hatte der ruhig in seinem Schreibtisch ge­schlummert. Und dann erbrach er hastig den Brief.

Freund Tittnack!

Wenn Du dies liest, führt mich der Rachtzug nach Berlin. Ich ziehe dieses mal die Landreise vor, schon deshalb, weil ich nicht wiederzukehren gedenke. Es ist nicht nötig, ein Pentagramms auf die Schwelle zu zeichnen. Der Herr der Frösche, Ratten und Läuse empfiehlt sich. Denn der Herr Euer Herr« bin ich gewesen. An Eurer Nase habe ich Euch zur Natur zurügeführt, und da, wo mir das nicht gelang, habe sie Euch wenigstens gekitzelt, wo Ihr dm empfindlichsten seid.

Mich auch. Denn schließlich hat mich nicht das Skelett meiner Aeffin bezwungen, das ich einem verkrachten herumziehenden Jahrmarktsmuseum abkaufte, sondern das Fleisch. Buddha lebt. Ich hinterlaste ihn Dir zum Andenken. Du findest ihn auf seinem gewohnten Platz. Unter dem Lotosblatt stecken die Briefe, die ich Dir ans Herz' lege. Sie find an Bim gerichtet und stammen von drei Ortsschönen, die er in arger Not rurück- läßt. P fui über den Nasiräer und Fra'-enfeind, der keine nackte Schulter seehn konnte, ohne rot

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Maromg

Jti 179

Mittwoch, 2. August

fei

meinsamen Feind zu vereinigen, und ein zürnter Kaiser. War so viel Lärm nötig, zu solchem Resultat zu kommen?"

Zur Ergänzung derartiger Meldungen

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46. 3ti)lg<

1911.

die Marokkogeschichte und die Politik seiner Mi­nister billige, gehe daraus hervor, daß Bot­schafter Eambon, als ihn Kiderlen-Wächter nach der starken Manier zusetzte, entgegnen konnte: Aber mein lieber Minister, Sie vergesten, daß Ihr Souverän in Kiel geäußert hat:Mit oder ohne Kompensationen bleibt mir Marokko gänz­lich gleichgültig." Die ganze unglücklichePar­tie", fährt der Eemährsmann desMatin" fort, war von Deutschland auf eine falsche Meldung hin gespielt worden. Man glaubte auf Eng­lands Indifferenz zählen zu dürfen. Als Eng­land dann durch die Auslastungen seiner Staats­männer aus seiner Reserve heraustrat, entstand an der deutschen Börse und in der Preste eine namenlose Panik, und selbst die Alldeutschen hät len flehend, wie geschlagene Kinder, die Hände gerungen. (Wer lacht da?) Kiderlen habe da­rauf die deutschen Bankiers um ihre Ansicht be­fragt, und die hätten ihm geraten, seine An­sprüche zu mäßigen, speziell auch, was den Kongo betreffe, um keine Verwicklungen mit England zu haben. Das Ergebnis der ganzen Kampagne Kiderlens sei schließlich: Gewaltiger Tantam (diesmal glücklicherweise nicht auf deutscher, son­dern auf gegnerischer Seite), beträchtliche Ver­luste der Börse, völlig verfahrene Geschäfte und eine Isolierung Deutschlands, von dem sich alle Völker abkehrten, um sich gegen den künftigen ge-

noch folgende Sensationsmeldung angeführt, die den gleichen Hetzcharakter an sich trägt:

London, 30. Juli. Der Pariser Vertreter­der Londoner SonntagszeitungNews of the World" behauptet die folgende Geschichte aus allerbester" Quelle, von der höchsten Stelle, wie er sagt, erhalten zu haben: Als die Rede des Schatzkanzlers Lloyd Georges in Berlin bekannt wurde, erhielt der deutsche Botschafter in London sofort die Instruktion, die Entlastung des betref­fenden Ministers zu verlangen. Man sei zu­nächst in Berlin im höchsten Grade erstaunt ge­wesen über die Steuerungen des Lloyd George, aber dieses Erstaunen sei schnell in Wut über­gegangen, und nur so sei es zu erklären, daß sich eine Großmacht wie Deutschland einer Zurück­weisung aussetzen konnte, wie dies in diesem Falle geschehen sei, denn die britische Regierung hat das deutsche Verlangen mit aller Entschie­denheit zurückgewiesen. Sir Edward Grey er­klärte dem Grafen Wolff-Metternich rundweg, daß man seinen Wunsch nicht erfüllen könne und werde, und er fügte hinzu, daß die Rede des Schatzkanzlers nicht nur dessen eigene Auffassung, sondern auch die des ganzen Kabinetts zum Aus­druck brachte. Das fruchtlose Ergebnis der

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 58.

Ausrand.

** Die Cholera in Albanien. Saloniki, 31. Juli. Infolge der Ausdehnung der Cholera in Ooeralbanien wurde auch Mitrivitza von einem Sanitätskordon umgeben. In Ipek kamen inner­halb 24 Stunden 24 Cholerafälle vor, von denen 8 tödlich verliefen. Unter den Truppen wurden 18 Fälle, davon 6 tödliche, festgestellt. In Sa-

Deutsches Reich-

Günstige Ergebniste derInneren Koko» nisation" in Pommer«. Wie mitgeteilt wird, sind nach Ausweis derPommerfchen Land­gesellschaft" E. m. b. H., der der preußische Staat als Gesellschafter angehört, bisher insgesamt rund 150 000 Morgen Land in Pommern besie­delt worden. Davon entfallen auf den Regie­rungsbezirk Stettin 18 460 Morgen, auf den Re­gierungsbezirk Köslin 74 970 Morgen und auf den Regierungsbezirk Stralsund 23 520 Morgen.

Schritte des deutschen Botschafters bezüglich der Entlastung des Schatzkanzlers aus dem Kabi­nette wurde nach Berlin berichtet, und gleich da­rauf begannen die deutsch-französischen Verhand­lungen einen friedlicheren Charakter anzuneh­men. Der genannte Korrespondent ist vorsichtig genug, seiner Geschichte hinzuzufügen, sie dürfte in England mit Zweifel ausgenommen werden, aber am Quai d'Orsay werde sie geglaubt, denn dort erinnere man sich an die Affäre Delcast6.

Uebrigeus sieht man jetzt auch in Paris die Notwendigkeit, derartige Nachrichten zu demen­tieren, ein, wovon folgende Nachrichten zeugen:

Paris, 31. Juli. DieAgence Havas" veröffentlicht folgende Note: Verschiedene Zei­tungen haben sich in der letzten Zeit zum Echo von tendenziösen Gerüchten gemacht, denen zu­folge Deutschland zu ungewöhnlichen Einberu­fungen von Reservisten schritte, während Frank­reich außergewöhnliche militärische Maßnahmen träfe. Diese verschiedenen Gerüchte entbehren jeder Begründung.

Paris, 31. Juli. Eine Nöte derAgence Havas" besagt: Ein Morgenblatt hat einige vertrauliche Mitteilungen veröffentlicht, die ihm von einer hochstehenden deutschen Persönlichkeit gemacht worden wären, darunter auch eine an­gebliche Erklärung des Botschafters Jules Cam- bon zu dem deutschen Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß die Jules Cambon zugefchriebenen Aeuße- rungen in jedem Punkte unrichtig sind.

Paris, 31. Juli. DerAgence Havas" wird versichert, daß die in gewisten Pariser Blättern über den Stand der Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland veröffent­lichten Mitteilungen ungenau oder verfrüht seien: erst im Laufe dieser Woche, nach den Unterredungen, die der Kaiser mit dem Reichs­kanzler und dem Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter gehabt hat, werden die Verhandlungen einen aktiveren, entscheidenderen Charakter an­nehmen. (Dieses Dementi bezieht sich auf eine Meldung, wonach ein günstiger Abschluß bet Verhandlungen schon für die nächsten Tage zu er­warten sei. D. Red.)

Außerhalb Pommerns wurden rund 9500 Mor­gen besiedelt. Erfreulich ist dabei der Umstand, daß der größte Teil auf kleine Landstellen ent­fällt, wodurch der Landflucht der Arbeiter im Sinne der Errichtung der Rentengüter vorge­beugt ist. Von insgesamt 1278 Ansiedlern haben nicht weniger als 1130 Rentengüter kleineren und kleinsten Umfangs erworben, nämlich 142 Ansiedler Rentengüter unter 2l/> Hektar Größe, 57 Ansiedler von 2y» bis 5 Hektar, 70 Ansiedler von 5 bis 7y2 Hektar, 167 Ansiedler von 7l/2 bis 10 Hektar, 694 Ansiedler von 10 bis 25 Hektar. Nur 148 Ansiedler erwarben Rentengüter in der Größe von 25 bis 100 und mehr Hektar. Die Rentengüter in der Größe von 10 bis 25 Hektar betragen demgemäß fast 50 Prozent sämtlicher Güter, und die Güter in der Größe von 1 bis 10 Hektar nehmen 36 Prozent aller Güter ein, sodaß für die Güter über 26 Hektar nur rund 15 Prozent übrig bleiben.

Reservefosiziere und Sozialdemokratie. Berlin, 28. Juli. Das Kriegsministerium hat, wie diePost" mitteilt, unter dem 8. Juli 1911 nachstehende Verfügung erlösten:Ein Offizier, des Beurlaubtenstandes hat vor der Stichwahl zu einer parlamentarischen Körperschaft zur Wahl eines Mitgliedes der sozialdemokratischen Partei öffentlich aufgesordert und sich auch sonst in diesem Sinne agitatorisch betätigt. Dem Offizier ist daraufhin der Abschied erteilt wor­den." Diese Verfügung ist lediglich selbst­selbstverständlich. Sie erregt jetzt besonderes Interests, weil die Frage, ob ein Reserveoffizier sozialdemokratisch wählen dürfe, in der haupt­städtischen Presse eifrig erörtert wurde.

Freisinniger Heroenkultns. In derFreis. Ztg." lesen wir die folgende Notiz:Albert Trveger ist zu seinem 81. Geburtstage von seinen Freunden eine Plakette gewidmet worden, die auf der Hauptseite das gut getroffene Bildnis des Dichters und Politikers Traeger trägt, wäh­rend auf der Rückseite vier Verszeilen Traegers stehen. Die Plakette stammt von dem Bildhauer Joseph Limburg und ist in Bronze zum Preise von 5 <M. von der Expedition derFreis. Ztg." zu beziehen. Für Zusendung durch die Post find 20 Psg. Porto beizufügen." Solche Verherr­lichungen von noch mitten in ihrer Tätigkeit stehenden Politikern sind sicher nicht jedermanns Geschmack.

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

Tict'bti hrfliffije Rettung" erichetut täglich nut Ausnahme der £<nn» und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vietteijährlich durch die Post bezogen 2.25 JL (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 Jl frei ins Han». (Für unver­langt zugefandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Duchdruckrrei I. A. Koch (Inh.: Dr. Hiheroth), Markt-21. Telephon 56. .

Ter Anze,genp reis beträgt jur die igeipiuu.i, ,;,m- oocr deren Raum 15 4, bei auswärtigen Anzeigen 20 4- !>" NcNamen die Zeile 40 j.. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt, Verbindlich, leit für Platz-, Datenvorfchrift und Beleglieferung ausgefchlossen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 deS Postscheckamtes Frankfurt a. M.

zu werden! John Knox wird sich im Grabe urn- drehen. Sollten sich noch ähnliche Vergehen Her­ausstellen denn die Sonne bringt es an den Tag, wie wir gemeinsam auf der Schulbank lern­ten und Du immer besonders schön deklamiertest so nimm Dich unserer Hinterbliebenen aus Freundschaft an. Bim selbst ist zahlungsunfähig, obwohl er sich bei feinem zeitigen Rückzug mit allem beladen hat, was bei mir nicht niet- und nagelfest war. Rur den Apoxyornenos hat der geschmacklose Kerl stehen gelassen. Dürfte ich seine gipfene Schönheit Deiner lieben Frau, mei­ner teuren Freundin Sophie Hinterlasten?

Sonst nichts mehr. Den Schlüstel des Hauses wird mein Königsberger Agent einfordern, der den Hausverkauf übernimmt. Ich danke Dir für die stillen, friedlichen Wochen; Ihr habt mir alle ungeheuren Spaß gemacht. Du besonders, schon damals in der Jltzkesalle, als ich Dir die Bremen­ser Patriziertochter aufband. Niemals ist mir eine Sommerfrische so gut bekommen. Zum Ver­gnügen trinkt auch ein Kiwitt nicht Sauerbrun­nen. Mich hat die Natur in der Tat geheilt. Und weil sie sich da wieder regte, wo ich ihr schlechterdings nicht widerstehen kann, ziehe ich mich zurück. Ich räume bas Fest).

Grüße meine Freunbe, bie Grognase unb ben Schnapsbaron. Für einen Temperenzler, wenn auch nur einen erzwungenen, war ich tolerant genug.

Vielleicht errichtet Ihr mir ein Denkmal. Jebenfalls habe ich bas köstliche Gefühl, unver­gessen zu sein.

Auch bei Dir, mein Freunb Tittnack, auch bei Dir. Dein Kiwitt."

Die Höllenmusik tobte noch fort, als Haste zum ersten Male bie Styles benutzte, bie bet Ki­witt an seinem Eartenzaun angebracht hatte. Sie knackten unb brachen unter ihm, unb einer bet Musikanten warnte bie anbeten:Achtung!" Aber bet Rat rief ein so kräftiges:Ruhe!" baß alles still wat.

Liebe Versammlung," sagte et gemütlich, ich verstehe bie Ehrung, bie Ihr unserem unge­betenen Mttbürger bringen wollt, vollständig und teile Eure Gefühle. Nut muß ich Euch die betrübenbe Mitteilung machen, baß Ihr vor einem leeren Nest steht. Doktor Dietrich hat bie Stadt in bringenden Geschäften unb, wie 'ch fürchte, für immer, verlassen. Er läßt Euch nicht einmal grüßen. Er ist sttllschweigenb verduftet."

Eine Weile war es ganz still Dann rief eine laute Stimme:

Unser Herr Rat Haste, er lebe hoch, hoch unb dreimal hoch!"

Alles stimmte ein. Irgend jemand, es ist nie ergründet, wer, stimmteHeil Dir im Sieget- ttanz" an, und unter den Klängen der National­hymne zog die beruhigte Volksmenge ab.

Tittnack," rief der Apotheker, bet mit Karl unb Hans stillvergnügt unter ben Zuschauern ge­standen hatte, von ben Regenwolken verhüllt unb in tiefem Schweigen bie Autorität ber Honora­tioren bisher verbergenb,Tittnack, ist es wahr?"

Es ist, Schlauch."

Dann muffen wir in ben Krug unb bie Sache begießen. Es ist auch eine Ansichtskarte ba von den Hochzeitsreisenden, die rnüstcn postwendend «fahren, daß der Fuchs ausgetisten ist."

Geh nur. Ich habe heute keine Zeit. Komm, Karlchen so", et hals dem Jungen übet den t aketenzaun.Du kannst ruhig in den Salat treten, das schadet nichts."

Als Haste wieder in den Raum trat, der den stolzen NamenStudierzimmer" trug, faß Fufch- chen auf dem Stuhl vor feinem Schreibtisch. Da sie während feiner Abwesenheit gekommen war, so ließ sich nicht feststellen, ob sie angeklopft hatte oder nicht. Dennoch konnte sie sich unmöglich als Fremde fühlen; dazu war sie in zu tiefem Sie» glig<$. Eigentlich konnte sie hier nur so erscheinen, wenn sie gewillt war, auch nicht das kleinste der Rechte aufzugeben, bie sie sich in einer achtjähri­gen Ehe erworben. Es mußte ihr auch nichts fer­ner liegen, als bet Gedanke an Würde. Sie flog auf ihren Mann zu und schlang die Arme um fei­nen Hals. Er wollte offenbar etwas sagen, aber er tarn gar nicht dazu. Er wollte sich nur noch in all-r Eile darauf besinnen, daß dies die einzige, nie wiederkehrende Gelegenheit fei, fein Herren­recht hervorzukehten. Aber er fand in feinem Gehirn nur abgerissene Begriffe, bie er höchst un­logisch burch Küste zu einem Ganzen vetbanb. Bitterwasser, ben Hausrock aus roher Selbe, etr.e ästhetische Ehe unb anbetes..

Laß doch, Fritz, ich bitte Dich. Beschäme mich doch nicht."

Soll tu; dich etwa entsühnen, Fuschchen?"

Da lachte sie. Es war nicht so ein scheues, zwitscherndes Rotkehlchenlieb, wie bei Gustl. Unb Haste vetftanb.

Na also. Meinetwegen können wir bene zur Sie tut zur ückkehren!"

I End«.