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Marburg
Donnerstag, 13. Juli
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Sie töteten drei türkische Wasserträger einen der Regierung treu gebliebenen meindevorsteher. — Saloniki, 11. Juli, albanesische Bevölkerung von Argyrokastro klärte sich, durch Agitatoren aufgehetzt, für
Kaisers erfährt in den
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in Gefahr. De Selves verlangte Vertagung auf unbestimmte Zeit, die auch mit 476 gegen 77 Stimmen angenommen wurde.
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46. Jahrg
1911.
abhängig. Sie nahm den Mutesiarif gefangen und sperrte ihn ein, erbrach die Regierungskaffe und raubte 400 Pfund. Schliesslich zogen sich die Aufständischen in^asFort zurück, eine Abtei» hing Soldaten wurde von den Albanesen aus der Gegend verjagt. Von Janina ging Militär nach Argyrokastro ab, auch von Oberalbanien wurden Truppen dorthin geschickt. Man hofft, der Erregung bald Herr zu werden.
** Der Eeemannr'treik." London, 10. Juli. In einer Besprechung mit der Hafenbehörde Londons erklärten die Vertreter der Londoner Rheder, sie feien bereit, allen Bedingungen zuzustimmen, welche ihren Angestellten von der Hafenbehörde angebotcn werden sollten, und wenn dies noch nicht ausreiche, um die Beilegung des Ausstandes herbeizuführen, feien sie weiter bereit, die Frage der Lohnsätze im Hafen der schiedsgeria-t.ichen Entscheidung des Lordmayors zu überlassen. '
ersten Augusttagen ihr Ende finden; falls die Rückkehr des Kaisers bis zum 2. August erfolgt, wird der Kaiser am 4. August den großen Kavallerieübungen in Alten-Erabow beiwohnen und alsdann seinen Aufenthalt in Wilhelms- höhe nehmen. Voraussichtlich wird der Kaiser der Parade des 9. Korps bei Altona am 26. August, und des 2. Korps bei Stettin am 29. August beiwohnen und sich am 30. August nach Berlin begeben, um hier im 1. September die Herbstparade über das Eardekorps abzunehmen. An den Kaisermanövern, die am 11. September «beginnen, nimmt wie immer der Kaiser teil, auch wird er der großen Festungsübung bei ' Thorn als Zuschauer beiwohnen, die am 16. September beginnt und bis zum 20. Sept, währt.
— Ein Kaisertelegramm an di« Gräfin Bismarck. Stolp i. Pommer, 11. Juli. Der Kaiser richtete an die Gräfin v. Bismarck anläßlich der Einsegnung ihres Sohnes, des ältesten männlichen Sprossen in der Nachkommenschaft des Altreichskanzlers, ein Radiotelegramm über Norddeich, lautend: „Empfangen Sie, gnädigste Gräfin, meinen herzlichen Glückwunsch zum Heuligen Tage, der Sie mit der Einsegnung Ihres Sohnes frohes Hoffen an glückliches Erinnern knüpfen läßt. Möchte Gottes Segen mein. Paten- _ kind auch fernerhin geleiten. Wilhelm I. B.“ Gleichzeitig übersandte der Kaiser eine goldene llhr mit seinem Bild und einer Widmung.
— Der Finanzminister über Berträge der Krankenkaffen mit Apothekern. Wie mitgeteilt wird, ist jüngst vom preußischen Finanzminister eine prinzipielle Entscheidung über die Verträge der Krankenkaffen mit Apothekern und die hier notwendigen Stempelsteuern ergangen. Der Finanzminister hat entschieden, daß es sich bei den Verträgen, welche die Krankenkassen mit Apothekern abgeschlossen haben, nicht um Lieferungsverträge nach Tarisstelle 32 des preußischen Stempelsteuergesetzes handelt, und daß demgemäß von den Steuerbehörden ein jährlicher Stempel von Vs Prozent des Preises der Lieferung nicht erhoben werden darf. Die Apothekerverträge mit Krankenkassen erfordern nach der Entscheidung des Finanzministers nur den 3 Markstempel der Tarisstelle 71.
Deutsches Reich.
— Zu de« Reisedispositionen des nach Rückkehr von der Rordlandfahrt die „Post": Die Nordlandsreise wird
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Ausland.
** Die Wiederanstellung der Eisenbahner. Paris, 11. Juli. In der Angelegenheit der Wiederanstellung der Eisenbahner hielt das Syndikat der Eisenbahnangestellten gestern abend eine große Versammlung ab, der auch zahlreiche andere Arbeiter beiwohnten. Die Regierung und die Kammer wurden in überaus scharfen Reden angegriffen. Jaurös, der nach der Kammersitzung in der Versammlung erschien, erklärte unter stürmischem Beifall, daß die geeinigten Sozialisten ein Gesetz über die Errichtung eines eigenen Disziplinarrates für die Absetzung der Bahnangestellten beantragen werden. So lange dieses Gesetz nicht bewilligt fei, werden die Sozialisten täglich einen Beschlußantrag auf Wie- deranftellung der Eisenbahner einbringen.
** Sabotage. Paris, 11. Juli. Auf der Bahnlinie Paris-Clemont wurde von bisher unbekannten llebeltätern ein 5 Meter langer Balken über die Gleise gelegt. Der Lokomotivführer des Expreßzuges bemerkte zwar das Hindernis und bremste, doch fuhr die Lokomotive auf den Balken und schnitt ihn entzwei. In Toulouse wurde eine ähnliche Sabotage kurz vor der Abfahrt eines Militärzuges verübt, doch wurde das Hindernis rechtzeitig aus dem Wege geräumt.
** Bom Balkan. Konstantinopel, 10. Juli. Das Ministerium des Aeußern erklärt die Meldung aus Cetinje, daß der türkische Gesandte der montenegrinischen Regierung Konzessionen der Pforte an die Malissoren mitgeteilt habe, für falsch. Die Pforte habe Montenegro weder offiziell noch offiziös derartige Mitteilungen gemacht. Der Gesandte habe die gemeldeten Konzessionen den Malissoren bekanntgegeben. In der Waffcnfrage habe die Pforte ihre Einwil-
> ligung dazu gegeben, daß die Malissoren, welche ohne Waffen nach Montenegro geflüchtet seien und dort Waffen erhalten hätten, ohne Waffen zurückkehren. Nach Meldungen, die heute bei der Pforie eingegangen sind, weigerten sich die Malissoren, zurückzukrhren. Die Pforte besitze neue Anhaltspunkte dafür, daß Montenegro die Malissoren aufstachle und ihr' Rückkehr sogar unter Drohungen verhindere. Der heutige Ministerrat beriet über die Depe'chen des türkischen Gesandten in Cetinje an den Oberkommandierenden von Albanien und beschloß, die übermorgen adiauf-nd" Unterwerfungsfrist um 20 Tage zu verlängern. — Der montenegrinische Geschäftsträger gab gestern dem Minister des Aeußern eine Erklärung ab, an deren Schluß er betonte, der größte Wunsch Montenegros sei die Wiederherstellung der Ruhe in Malissia. Montenegro werde alles aufbieten, um die Rückkehr der Malifforen zu ermöglichen. Er wiederholte das Verlangen, daß bis zum Eintreffen der Sonderkommissiön die Anhöhe von Jefero sowie zwei Redouten bei Tschabor geräumt werden. — In Albanien fanden am 6. und 7. Juli neue Angriffe der Rebellen statt. Türkischerseits wurde ein Soldat getötet und ein Offizier verwundet. Am 7. Juli griff eine starke Abteilung Rebellen von Selce die türkischen Vorposten an.
Marburg und Umgegend-
(Ä<m;>vi:rZ aller Originalartikel ist gemäß § 18 de« Urheberrechts nur mit der deutlichen Ouellrnnnga.be »Oberhess. Zig.' gestattet.)
Marburg, 12. Juli.
* Das Vorlesungsverzeichnis für da» Winter- Semester 1911/12 ist erschienen.
* Hessischer Geschichtsverein. Sonnabend, den 8. d. M., hatte sich eine große Zahl von Damen und Herren eingefunden zu einer Besichtigung des Rathauses, bei der Stadtbaurat Bewig die Führung übernommen hatte. In dem Erdgeschosse, der Stadtkaffe, begrüßte der Borsitzende. Archivar Dr. Rosenfeld, zunächst die Erschienenen und gab einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des Marburger Rathauses. Das älteste Gebäude, das diesem Zwecke diente, ist nicht bekannt; aus der ersten urkundlichen Erwähnung geht hervor, daß bereits vor 1335 als Rathaus der Kerner diente, dessen oberer Kapellenraum dazu umgebaut war. Ein Brand von 1456 veranlaßte die Verlegung der Ratsstube in das südlich gegen ü6erlie„ nb» Schulgebäude. 1512 fand die Grunoileinlegung des jetzigen Gebäudes statt, ein Meister Claus von Lich war fein erster Baumeister; 1526 wurde es bezogen, doch bis 1528 dauerten noch die letzten Bauarbeiten. Unter Landg-af Ludwig IV. von Oberhifsen aber erlebte es noch manche Umbauten und ward namentlich damals (1587) durch den westlichen Anbau — ursprünglich Ratsküche — vergrößert. Baurat Bewig erläuterte sodann die bauliche Anlage, die bis heute erhaltene Holzkonstruktion der drei Geschosse, die nacheinander besichtigt wurden, ebenso der Dachstuhl; er wies die empfindlichen Schädigungen nach, welche die Sorglosigkeit der alten Bauweise dem Gebäude bereits zugefügt, erklärte, wie vor allem di: Verschiebungen der Druckverhältniffe des sehr hohen und schweren Dachstuhls auf die ohne ge-
Zur Lage.
Ueber den Stand der Verhandlungen zwischen dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter und dem französischen Botschafter Cambon wird offenbar halbamtlich int „Berl. L.-A." berichtet:
„Die Besprechungen, die gestern zwischen dem französischen Botschafter Cambon und dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes in dessen Villa begonnen haben, werden natürlich ihre Fortsetzung finden, und es ist daher anzuerkennen, daß Herr v. Kiderlen-Wächter bereits in diesen Tagen den Besuch des Herrn Jules Cam- ban. erwidern wird, um die Verhandlungen fortzuführen. . Da . beide Diplomaten beschlossen haben, über den Gang ihrer Pourparlers einstweilen Stillschweigen zu beobachten, wird man Meldungen, die sich den Anschein geben, über die Einzelheiten der hier gepflogenen Aussprachen informiert zu sein, mit größter Vorsicht begegnen müssen. Das gleiche gilt auch von Nachrichten, die zu wissen behaupten, es würden zurzeit auch tn Paris Parallelverhandlungen geführt. Soweit wir unterrichtet sind, ist die Meldung in dieser Form unzutreffend. Vielmehr dürften die leitenden deutschen und französischen Stellen Lbereingekommen sein, die Besprechungen in ihren wichtigsten Teilen in Berlin zu Ende zu führen.- v.
Paris, 11. Juli. Der „Matin" schreibt: „Damit die Verhandlungen nicht durch die Presse erörtert oder durch Ansichten dritter irgendwie behindert werden hat man in Berlin und Paris beschlossen, das vollste Geheimnis über die Besprechungen zu wahren. Aber wir können versichern, daß die französische Regierung entschlossen ist, bezüglich der Deutschland zu gewährenden Entschädigung in weitherzigster Weise zu verhandeln. Wie verlautet, wird der Minister des Aeußern de Selves in Betreff der von den Deputierten Pourqurey de Boifferin und Jaurds eingebrachten Marokko-Interpellationen zu Beginn bet heutigen Kammersitzung erklären, es sei im Hinblick auf die mit Deutschland angeknüpften Verhandlungen nicht wünschenswert, gegenwärtig in der Kammer eine Erörterung der marokkanischen Frage herbeizu führen.
Parts, 11. Juli. Aus Tanger wird gemeldet, daß der Oberbefehlshaber der französischen Truppen, General Moinier, vor einigen Tagen erkrankt sei. Es sei wahrscheinlich, daß et, falls et nicht bald völlige Wiederherstellung finde, genötigt sein werde,, in kurzem den Oberbefehl niederzulegen. In diesem Falle würde - durch den General Ditte ersetzt werden.
• P aris, 11. Juli. In der heutigen Sitzung der Kammer erklärte der Minister des Aeußern de Selves bezüglich der Agadir-Angelegenheit: Man verlangte von mir Auskünfte über die Vorgänge, die mit der Entsendung des deutschen Kriegsschiffes nach Agadir im Zusammenhang stehen. Ich kenne die Weisheit und den Patriotismus, der die Kammer beseelt; an diese Eigenschaften appelliere ich in dieser Stunde. Die Pourparlers haben begonnen, und eine Besprechung ist im Gange, ich bitte darum, zu gestatten, daß diese Besprechung in Ruhe und in der hohen und würdigen Form vor sich gehe, die den Großmächten, die mit einander unterhandeln, geziemt. Wenn die Stunde gekommen sein wird, so werden wir, seien Sie überzeugt, nicht zögern, vor Ihnen zu erscheinen und Ihnen zu sagen, was wir getan. Wie wir gehandelt haben und Sie zu bitten, abzuwägen, zu prüfen und zu erklären, ob wir auf der Höhe unserer Aufgabe gestanden haben. Für diesen Augenblick bitte ich Sie um die Erlaubnis, die Tribüne verlassen zu dürfen und uns Vertrauen zu schenken. Die im Gange befindliche Besprechung wird mit einer beharrlichen und unerschütterlichen Sorge für das geführt, was die Interessen und die Würde des Landes erfordern, und auch mit der Sorge dafür, mit der Macht, mit der wir unterhan- deln, die Beziehungen des guten Einvernehmens und vollkommener Loyalität aufrecht zu erhalten. Jaurtzs verlangte, daß die Debatte morgen be- ' ginne, die Würde Frankreich» fei in keiner Weife I
Der Anzeigenpreis betragt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 >J., bei auswärtigen Anzeigen 20 J., für Neklnmen die Zeile 40 Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt al» Darrabatt. Bei Konkurs fein Rabatt. Verbindlich- feil für Platz-, Datenvorschrift und SBelegliefcrung ausgeschlossen. — Zahlungen im Postscheckverkehr — ohne Portofosten — unter Rr. 5015 des Postscheckamtes Tfrnnffttrf a. M.
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 JH (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeilungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei ins HatiS. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Uuiv.-Bitchdruckerei I. A. Koch (Inh.:, Dr. Hitzeroth), Marti 21..—■ Telephon 55.
I nützende Widerlager ausgeführten Mauern so ungünstig eingewirlt hatten, daß — trotz gelegentlicher neuer Versteifungen — die Mauern stellenweise in bedenklicher Weise aus dem Lot gewichen seien. Besonders auffallend zeigten sich die erheblichen Verschiebungen des ganzen Gefüges im Dachstuhl, der bei seinem großen Holzreichtum geradezu eine ständige Feuersgefahr für das Rathaus bilde. Auch die Schirne, das unterste Geschoß mit seinen schweren, auf stämmigen Pfeilern ruhenden Gewölben und mit dem alten Brunnentroge wurde besucht. Darauf ging man zum Kilian; Baurat Bewig erläuterte das bauliche System der aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammenden Kapelle und besprach die im Innern noch erhaltenen Reste der'Kapitäle und Gewölbe. Zuletzt wurde noch dem Armenhause in der Mainzergasse ein Besuch abgestattet, wo namentlich die alten Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert viel Interesse fanden; der alte schöne Türklopfer ist leider nicht mehr vorhanden. — Ein Zusammensein auf der Pöppschen Terrasse beschloß di« lohnende Veranstaltung.
• Der hessische Verband ländlicher Eenossen- schaffen (Raiffeisen) hält am 19. und 20 Juli seinen 29. ordentlichen Verbandsiag in Hanau ab. An eine Verbandsausschuß-Sitzung schließt sich am Mittwoch, den 19. Juli eine geschlossene Bertreterver- samrnlung im Deutschen Haus an, in der Oekononne rat Rexerodt über die Organisation berichtet. Es folgen Vorträge und eine Besprechung des Themas „Der Schutz des Konsumenten auf dem Futter- und Düngemittelmarkt durch Selbst- und Staatshilse". Nachmittags findet eine Mitgl.ederversammlung des Raiffeifendanks statt. Der erste Tag wird durch ehr Vorversammlung (Familienabend) beschlossen. In - der »m- Dieustag-abzuhaUenden.Hauptv-rsammlmig sprechen Direktor Lembke aus Berlin über ssWohl- fahrtspflege, insbesondere Krankenpflege auf dem Lande", und Pfarrer Meyensch in aus Altenhaßla:: über das Thema: „Wie wird dem ländlichen Genossenschaftswesen die nötige Freiheit verbürgt?" Nachmittags findet im Deutschen Haus ein Mittagessen mit Konzern statt.
* Bon der Post. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende Juni 1911 auf 56 990 gestiegen (Zugang im Monat Juni allein 890), Auf diesen Postscheckkonten wurden im Juni gebucht 992i/2 Millionen Mark Gutschriften und über 1 Milliarde Mark Lastschriften. Das Eesamtgüthaben der Kontoinhaber betrug im Juni durchschnittlich 1151/3 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheckämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, den schweizerischen Postscheckbureaus und der belgischen Postverwaltung wurden fast 5 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 2040 Uebertragungen in der Richtung nach und auf 9250 Ueber- tragunqen aus dem Auslande.
* Bom Wette«. Der „Siebenschläfer" hat diesmal, wenigstens für unsere Gegend, Fiasko gemacht. Die Hoffnung, daß, weil es am Siebenschläfer etwas träufelte, die herrschende Trockenheit endgültig beseitigt sei, hat sich nicht erfüllt. Vor wie nach herrscht in unserer Gegend eine solche Dürre, daß die Feld- und Gartengewächse ganz gehörig leiden. Das wenige Obst fällt von den Bäumen, die Beerenfrüchte vertrocknen und Gemüse und Salat wächst überhaupt nicht. Vielfach herrscht schon Futtermangel, die Landleute füttern bereits mit dem noch nicht gereiften Hafer. Auch mit dem Schnitt des Korns, das notreif ist, wurde hier bereits begonnen.
* «auturnfett in Schlitz. Bei dem ©äuturnfeft in Schlitz erhielten u. a. Preise. Oberstufe: 1. Preis Blank-Wetzlar (134 P ); 2. Schab-Butzbach (131 P ); 3. Bahnacker-Schlitz (127 P ); 4. Matt. Textor, Tv. Marburg (126 P ); 5. Loos, Tv. Gießen (124 P ); Otto Textor, Tv. Marburg (117 P): 10. R. Burkholdt, Tv. Marburg (115 P.); 11 H Hauptvogel, Tv. Marburg (114 P ); 12. H. Becker, Tv. Marburg (113 P ); R. Meder, Tv. Marburg (110% P.). — Unterstufe: 1. Preis Hermann Schimpfs, Tv. Marburg (138 P.); 10. Hans Jung, Tv. Marburg (129 P.); 12. Hch. Happ, Tgm. Marburg (127 P.); 15. Herrn. Wallauer, Tv. Marburg (126 P.); 17. Georg Völker, Cölbe (125 P ); 26. Karl Müller, Gladenbach (121 P ): 29. Fritz Welsch. Biedenkopf (120 P ); 31. Reinhard Dietrich, Tv. Marburg (119 P.); 36. Hch. Wormsbecher, Wehrda (118 P ); 41. Hch. Wunderlich, Kirchhain (117 P.); 42. Jak. Boßhammer, Cölbe 116‘/R P ); 43. Jak. Hoch, Gladenbach, und Ioh. Dersch, Tgm. Marburg (1163/P, P); 45. Jak. Mudersbach, Ockershausen, und Hans Rindt, Kirchhain (115 P.); 49. Ioh. Pitz, Wehrda (114 P ); 53. Alwin Rödger, Tv. Marburg, und Fritz Messe«, schmidt, Biedenkopf (112 P.); 57. Hch. Sei«* -
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage.