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Marburg
Jti 159
Sonntag, 9. Juli
46. Jahrg.
1911.
KöechWe Ickmg mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus« und „Landwirtschaftliche Beilage.
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Erstes Blatt.
Jatho.
Die Absetzung des Kölner Pfarrers Jatho durch das Spruchkollegium des Oberkirchenrates hat eine große Erregung hervorgerufen, besonders bei denen, und das mutz festgestellt werden, die entweder zur Kirche nur ein loses oder gar kein Verhältnis haben oder ihr gar nicht einmal angehören. Beschäftigt sich doch auch gerade d i e Presse am meisten mit den Glaubens- resp. dog- mcktischen Kämpfen innerhalb des heutigen Christentums, die am wenigsten Beruf dazu haben sollte. Sie will auch nicht das Christentum fördern, sondern hat ein Interesse daran, die Gegensätze zu vertiefen, während man gerade bei der Behandlung religiöser Ueber- zeugungen in der Oeffentlichkeit Zurückhaltung üben sollte.
Das Spruchkollegium hatte die Frage zu beantworten, ob es einen Mann als Verkündiger der Lehren des Christentums lassen sollte, der Ansichten äutzerte, die von den gewöhnlichen weit abwichen. Die Kirche ist eine Institution, die wie alles andere auf gemeinsamen Erund- anschauungen aufgebaut ist. Entsprach Jathos Bekenntnis diesen? Aus dem Derhandlungs- bericht geht hervor, daß Jatho einen persönlichen autzerweltlichen Gott nicht anerkannte. D. Dry- ander betonte: Es handelt sich nicht um ein Claubensexamen, das wollen wir nicht, es soll nur festgestellt werden: welche Vorstellung von Gott liegt der Lehrtätigkeit Jathos zugrunde? Es ist doch ein Unterschied, ob ich Gott und die Helt gleich setze, ob ich ihn finde in dem Organischen und Unorganischen, in dem Geistlichen und in dem Leiblichen, oder ob ich ihn setze außerhalb der Welt. Die Lehre der Kirche ist die Anerkenntnis Gottes als eines überweltlichen Jchs, als eines zwecksehenden Willens. Jatho fragt: Was ist das? Das sind ja lauter Rätsel, die von Millionen so, von Tausenden anders gelöst werden. Alles ist subjektiv. Gott ist nur so weit persönlich, als er persönlich im Menschen wird. ..
Jatho lehnte ferner eine besondere Aufgabe und die absolute Gültigkeit des Chrmentums ab und kann die Erlösungsbedürftigksit des Menschen nicht anerkennen, wie er auch die Erlösung durch Christus in dem kirchlichen Sinne verwirft. Diese Anschauungen erklärte das Spruch- kollegium als unvereinbar mit denjenigen eines Dieners des Christentums.
Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es sich bei dem ganzen Streit nicht um Liberalismus oder Orthodoxie handelt. Die Anschauungen Jathos stehen überhaupt in striktem Gegensatz zu jeglichem Christentum; und nur eine verschwommene religiöse Auffcpung kann das verkennen. Vor allem die Eottesanschauung und die Bedeutung der Persönlichkeit Jesu als des Christus, der für den sündigen Menschen allein die Erlösung bedeutet, das sind die Erundanschauungen der Kirche für Liberale wie Orthodoxe. Wer in dem Christentum nichts anderes sieht, als eine Mhetifch-moralifch-religiöse Stimmung, hat eben feine Beziehungen zu dem Glauben der christlichen Kirche verloren. Das hat mit liberaler oder orthodoxer Theologie nichts zu tun.
Jatho ist aber auch kein Vertreter des prak- ttfchen Christentums gegenüber der dogmatischen Orthodoxie, auf welche Formel gewisse anti- 'chrftlüche Richtungen die Frage zu bringen sich bemühten. Gewiß wird man dabei anerkennen, daß Pfarrer Jatho eine gewinnende Persönlich- lett — auch nach seiner religiösen Sette hin gewesen ist. Es handelt sich aber nicht um alle« jdkes, es handelt sich um den Kampf von gwei Weltanschauungen.
In Berlin haben bereits Massenversamm- slnngen stattgefunden, in einer sprach Pfarrer Jatho selbst. In den Resolutionen wurde ausgeführt, daß durch den Spruch des Kollegiums die Glaubensfreiheit bedroht sei. „In ernster .Sorge um das religiöse Leben unseres Volkes rufen sie allen evangelischen Protestanten zu: Gebraucht Euer evangelisches Recht, helft, daß die Rot dieser Zeit unserer Kirche zum Segen werde! Erkämpft Euch selbst durch treue Kirchen- arbeit die Güter, die Euch zustehen und die man
Euch vorenthält, die Selbständigkeit der Ee- | meinden und die Freiheit des Evangeliums!"
Jatho selbst führt aus: „Dis Gotteserkennt- nis lasse sich nicht in eilten Eottesbegriff zusam- menfagen, darum sei das Spruchkollegium unmöglich und eine Einrichtung, die dem Geist der evangelischen Kirche zuwider laufe."
Es ist vor allem nötig, daß in dem ganzen Streit der eigentliche Grund des Streites nicht umgangen wird. Seit seinem Bestehen hatte das Christentum mit philosophtich-spekulativen Ideen zu kämpfen, und hat Elemente, die seinem inneren Erleben fern standen, abgewiesen und abweisen müssen. Das hat auch Luther getan, als er das Panier der evangelischen Freiheit aufpflanzte und doch die Widertäufer z. B. ablehnte. Man kann Pfarrer Jatho seine Bedeutung nicht absprechen, man wird seine segensreiche Wirksamkeit anerkennen und man wird , dennoch zu dem Schlüsse kommen müssen, daß ' seine Gedanken mit Christentum wenig oder nichts zu tun haben, so geistreich und philosophisch sie sein mögen. Die Kirche aber hat das Recht und die Pflicht zu erklären, daß die von ihr verkündigte Lehre eine andere ist. Etwas anderes hat sie nicht getan. Sie hat nicht durch einen Schlag gegen die, materielle Lage Pfarrer Jathos diesen mürbe machen wollen, wie einzelne .wuitet es darstellten. Sie hat keinen i. artyrer gemacht, sie hat ihre Anschauung von der Jathos abgegrenzt, was sie im eigensten Interesse mutzte.
Wesentlich anders ist die Frage aufzufassen, ob es richtig war, daß Jatho nicht selbst die Konsequenzen, die durch seine Stellung gegeben waren, gezogen hat. •
Ein liberaler Geistlicher schreibt mit Recht in der „Post": „So gewiß jeder Mensch das Recht und die Pflicht hat, sich der Weltanschauung zuzuwenden, die ihm zusagt, so hat er auch die Pflicht, seine Weltanschauung gesondert von der andern zu vertreten und nicht unter dem Deckmantel einer andern für die seine Propaganda zu machen. Das wäre eine innere Unwahrheit, die von dem einzelnen Individuum vielleicht nicht so stark als solche empfunden werden mag, die aber vom objektiven Standpunkte aus nicht zu verkennen ist.
—Religiös-Liberalen wollen im Interesse des kirchlichen Liberalismus, und so lange wir innerlich überzeugt sind, mit aller Entschiedenheit an dem persönlichen Gott festhalten; und wenn wir diesen Glauben mit unserem Gewissen einmal nicht mehr sollten vereinbaren können, dann wollen wir auch den Mut haben, die Konsequenzen unserer Anschauung zu ziehen und zu sagen: Wir haben mit der christlichen Weltanschauung nichts mehr zu tun! Wir wollen unsere eigenen Wege gehen!"
Auch die Ortsgruppe Kiel des deutschen Monistenbundes hat sich mit dem „Falle" beschäftigt und ist nach einer Anerkennung der Festigkeit des von Jatho vertretenen Standpunktes zu dem Urteil gekommen: „Es ist zu verstehen, wenn demgegenüber das Spruchkollegium den korrekten Standpuntt etnnimmt, daß diese Auffassung sich mit den überlieferten kirchlichen Glaubenssätzen nicht vereinbaren läßt. Wir bedauern im Interesse der einheitlichen Weltanschauung nur, daß Sie dem gar nichts anders zu erwartenden Richterspruch gegenüber mit Ihren zahlreichen Freunden nicht rechtzeitig, vorher die Konsequenzen gezogen haben."
Das ist der logisch richtige Standpunkt und man mutz sich wundern, wenn Prof. Baumgarten, daran dentt, Leute wie Jatho der Kirche zu erhalten, um diese von linksher zu erobern und sich ihrer äußeren Formen dazu zu bedienen. Da halten wir den Standpunkt der frankfurter freireligiösen Gemeinde für klarer, die in einer Resolution ausspricht: „Da es nicht der Wahrhaft tigkeit, der sittlichen Kraft und auch nicht der Klugheit entspricht, nur aus dem Grunde in der Kirche bleiben zu wollen, um so in ihr besser sie selbst zu zerstören, werden alle diejenigen, die innerlich mit dem überlieferten Kirchentum gebrochen haben, aufgefordert, auch äußerlich ihren Austritt zu vollziehen."
Begreiflicher Weise regt sich in der Kirche selbst der Widerspruch gegen die für Jatho einsetzende Agitation. In Frankfurt haben 15 evangelische Pfarrer eine Erklärung veröffentlicht, in der es u. a. heißt:
Wenn Pfarrer Jatho nach seiner eigenen | Erklärung „einen Gott außerhalb der Welt,
einen Weltscyöpfer nicht anerkennt", wenn er erklärt, daß er „auch ohne Jesus auskommen könne", daß für ihn Christus nur „die Idee des Genius der Menschheit sei, so ist uns yar, daß. soweit man auch die Grenzen der Lehrfreiheit stecken mag, hier von Christentum, d. h. von Gemeinschaft mit dem persönlichen Gott durch Christus, nicht mehr die Rede sein kann. Wir schlichen uns dem Verteidiger Jathos vor dem Spruchkollegium, dem liberalen Professor Baumgarten, an, der zugab, „Jatho weiche von den Grundlagen des Evangeliums ab schon im Eottesbegriff". Dies schließt ihn aber, nach unserer Ueberzeugung, von dem Amt der Verkündigung des Evangeliums aus. Persönliche Glaubens- und Gewissensfreiheit ist heiliges und unantastbares Recht. Unmöglich aber ist es, daß die Kirche jeden, der in ihr das Amt verwaltet, uneingeschränkte Lehrwillkür zugesteht, selbst wenn der Betreffende bei seiner Gemeinde große Sympathie und Zustimmung fände. Das wäre Selbstvernichtung der Kirche. Anderen religiösen Eemeinschaften mutet man dergleichen auch nicht zu. Wer würde gegen die jüdische Gemeinde protestieren, die einem Rabbiner da« Amt absprache, der nicht mehr an das Ersetz des Moses glaubte, sondern an Muhammed? Oder wer würde es einer freireligiösen Gemeinde Übelnehmen, wenn sie sich eines Predigers entledigte, der den christlichen Glauben predigte? Wir können es nicht glauben, daß ein noch so freigestnnter Protestant es ertragen möchte, wenn auf einer evangelischen Kanzel heute ein Mann vom Schlage des Arthur Dre^s, oder, um das entgegengesetzte Extrem zu nennen, des Vvrromäus stände, auch selbst, wenn die Betreffenden sich in ihrem Gewissen für ont evangelisch hielten und große Zustimmung fänden. Wir pflichten dem durchaus bei, was Professor Har- nack, ein Führer de: ».oeralen Tbeoloqie, vor einigen Wochen ausgesprochen hat: „So lange die Kirche ein Bekenntnis hat, mutz sie imstande sein, dieses zu schützen, sonst ist ste eine hilflose Gemeinschaft." Mit allem Nachdruck betonen wir, daß wir nicht gegen die Person des Pfarrers Jatho sprechen, dem wir vielmehr alle nur mögliche Anerkennung zuteil werden lassen möchten, sondern, daß es uns nur um die Sache zu tun ist: Die Verkündigung des Evangeliums.
Das ist richtig und muh von jedem klaren^ ehrlichen Menschen, ab religiös liberal oder otthodox, als richtig anerkannt werden.
Deutsches Reich-
— Der bat sche Eroßherzog auf der Brandstätte von Engen. Karlsruhe, 7. Juli. Der Eroßherzog besuchte gestern nachmittag von Schloß Eberstein aus die Brandstätte in Engen. Das Erotzherzogspaar überwies für die Brandgeschädigten 500 c«, Großherzogin Luise 300 <M.
— Schluß des hessischen Landtag«. Darmstadt, 7. Juli. Der Landtag wurde heute nachmittag um 1 Uhr im Residenzschlotz in Gegenwart fast sämtlicher Mitglieder beider Kammern und der Minister durch den Grotzherzog geschlossen.
— Saatenstand. Berlin, 7. Juli. Saatenstand im Deutschen Reich für Anfang Juli 1911, wenn 2 gut, 3 mittel, 4 gering bedeutet: Winter- Weizen 2,6 gegen 2,5 Mitte Juni d. I.; Sommer-Weizen 3,0 gegen 2,6; Winter-Spelz 2,4 gegen 2,5; Winter-Roggen 2, gegen 2,7; Sommer- Roggen 2,7 gegen 2,5; Sommer-Eerste 2,5 gegen 2,4; Hafer 2,9 gegen 2,6; Kartoffeln 2,5 gegen 2,6; Klee 3,1 gegen 2,9; Luzerne 2,8 gegen 2,8; Bewässerungswiesen 2,2 gegen 2,1; andere Wiesen 2,8 gegen 2,5. In den Bemeri. ngen des „Reichsanzeiger" zum Saatenstand heißt es: Von den Winterhalmfrüchten scheint Weizen etwas mehr unter der Trockenheit gelitten zu haben als der weiter fortgeschrittene Roggen. Ersterer ist verschiedentlich von Rost befallen, letzterer läßt in Stroh und Körneransatz hier und da manches zu wünschen übrig. Trotzdem lauten die Berichte über den Stand der Winterung im allgemeinen noch ziemlich günstig. Das Sommergetreide litt unter der anhaltenden Dürre und drn kalten Nächten erheblich. Die Früchte sind infolgedessen oft zu kurz im Stroh, besonders Hafer, der außerdem häufig stark ver- unttautet ist. Die Kartoffeln sind da, wo genügend Regen gefallen ist, gut entwickelt. Ihr Aussehen ist gesund. In manchen Gegenden find Vie Kartoffeln während der Frostnächte vollstän
dig abgefroren. Der erste Schnitt der beiden Futterkräuter ergab fast durchweg an Menge wenig befriedigende Erträge, während die Beschaffung des Futters meist gut ist. Wiesen litten, abgesehen von Süddeutschland, mehx yh?r weniger stark unter der Trockenheit und den kalten Nächten, Heu wurde wohl meist gut unter Dach gebracht, ließ aber an Menge viel zu wünschen übrig.
Ausland.
*• Rückkehr Falliere» nach Paris. Dünkirchen, 7. Juli. Präsident Fallieres isi auf seiner Rückkehr aus Holland um 7 Uhr früh hier eingetroffen und sofort nach Paris weitergereist.
“ «»«militaristische Umtriebe. Paris. 6. Juli. Wegen antimilitaristischer Umtriebe sind hier Haussuchungen abgehalten worden, und zwar in der Ar- beitsbörse, sowie im Bureau des Syndikates der Maurer und in der Wohnung zweier Mitglieder dieses Syndikates, die an der Redaktion und dem Versand eines Zirkulars beteiligt sind, durch das di« Soldaten aufgefordert werden, ihre Pflicht nicht zu tun.
*• Sem Balkan. Wien, 7. Juli. Aus Catinj« wird amtlich M eldet: Der Erzbischof :on Skutari ist hier angekommen, um die Verhandlungen zur Rückkehr der Molissoren zu beschleunigen. Die Regierung tut alles zur Erleichterung der Mission, während die Verhandlungen fortdc.uern. fämnfen die Aufständischen ununterbrochen weiter. Die Montenegriner beteiligen sich nicht am Kampfe, da die Regierung nach wie vor strengste Neutralität wahrt. Die Division non Podgorltza ist noch nicht mobilisiert. Die diesbezüglichen Gerüchte haben ihren Ursprung darin, daß der König gegenüber dem diplomatischen Korps gesprächsweise äußerte, daß angesichts des Abrufes der Amnestiefrist Torghut Pascha seine früheren Drohungen verwirklichen und energischere Operationen gegen die Aufständischen unternehmen werde, was seitens Montenegros unbedingt strengere Vorsichtsmaßregeln, vor allem die Verstärkung des Militärkordons an der Grenze zur Folge haben mußte. — Konstantinopel, 7. Juli. Im Ministerium des Aeußeren wird erklä' . daß eine merkliche Befferung in den Beziehungen zwischen der Türkei und Montenegro utib In der Frage der Unterwerfung der Mallisoren zu rerzeichnen sei. Es handle sich nicht um die Mobilmachung der man- tenegrinischen Division, sondern nur um die Verstärkung der ^re,^wachen. Ohne daß die Pforte Aufklärungen über die Truppenzusammenziehung verlangte, sei von Montenegro :rklärt worden, es fei vollkommen überzeugt, dass die Pforte nicht beabsichtige, es anzugretfen. Montenegro mußte trotzdem den Erenzkordon verstärken, um angesichts de, Anhäufung der türkischen Truppenmacht an bet Grenze jedem Zwischenfall ocrzubeugen.
Marburg und Umgegend.
(Rädernd aller OrtginalarNket ist gemäß § 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe
„Oberheff. Zig." gestattet.)
Marburg, 8. Juli.
_* Für Militärpirichtig«. Das diesjährige Oberersatzgeschäft für den Aushebungsbczirk Marburg findet am 22., 24. und 25. Juli 1911 im Restaurant Schloßgarten Hierselbst, Hainweg, statt und beginnt um 8 Uhr. Die M. tärpflich- tigen haben sich pünktlich ?i/2 Uhr morgens einzufinden.
* Beunruhigende Gerüchte über eine Scharlach-Epidemie zirkulieren in der Stadt. Wie uns von maßgebender Seite mitgeteilt wird, ; liegt kein Anlatz zu Besorgnissen vor. Scharlach-Erkrankungen kommen immer vor, zur Zeit beträgt die Zahl d.r Erkrankungen in der ganzen Stadt 13, eine Anzahl entfällt auf das israe- ' l:ti|a;e Schülerheim. Eine Schulklasse wurde vorsichtshalber geschlossen.
* Ordensverleihung. In der letzten Sitzung der Schuldeputation wurde dem ^nret an der Südschule und Hauptlehrer der ^rtbildungs- schule Achter von Oberbürgerme'ster Troje der Adler der Inhaber des Königlichen Hausorden» unter warmer Anerkennung seiner verdienst- vcllen Tätigkeit .erreicht.
♦ Steuer-Rückstände. Diejenigen, auf welche der neue Steuerzettel den entsprechenden Eindruck verfehlt hat, erhalten in aller Kürze noch einen Mahnzettel dazu, da es inzwischen höchst« Zeit geworden ist, mit klingender Münze oder „blauen Lappen" aufs Rathaus zu ziehen.
* ein Protest der Studentenschaft. Bom Studentenausschuß geht uns folgende Mitteilung zu: Der Marburger Studentenausschuß al» Vertreter der Marburger Studentenschaft erhebt
| entschieden Protest gegen da« geplante Ort»