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MchW Iälmg mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage.

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DieClicrljrilifdje Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Senn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.26 «Ä (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungssteüen und der Expedition (Marit 21) 2.00 <Ä frei ins Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. 81.. Koch (Inh.:

Dr. Hiheroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Freitag, 7. Juli

Umiles Blatt.

Die Wacht vor Agadir.

Anscheinend nur mit äußerster Unlust geben die Großmächte sich mit der Marokkofrage ab, auch findet Frankreich bei ihnen nicht mehr die frühere Unterstützung. Wäre es wie einst, stün­den auch nur dieverbündeten" undbefreun­deten" Staaten durchaus auf feiten der Pariser Diplomatie, dann hätte die französische Presie in diesen Tagen ganz andere Töne angeschlagen. Sie ist für ihre Verhältnisie ungemein ruhig. Im großen und ganzen kann man das, was sie schreibt, in den einen Satz znsammenfassen:Du liebe Güte, diese komische Heldenpose hätte Deutschland gar nicht nötig; es soll doch nur ruhig sagen, wo es ein Stückchen Afrika haben möchte, und dann werden wir uns bald einigen!"

Durch diesen spöttisch überlegenen Ton der Bonhommie sollten wir uns lieber nicht ver­blüffen lasten. Wir haben gar keine Veranlas­sung, den Franzosen etwas zusagen", wie denn Aberhaupt das Reden uns nicht weiter bringt. Wir haben etwas getan, und das ist mehr wert. Wir haben zuerst ein Kanonenboot und dann jetzt zu desten Ablösung den kleinen Kreu­zerBerlin", dessen Einrichtungen für drahtlose Telegraphie eine ständige Befehlsverbindung mit der Reichsregierung ermöglichen, nach Süd­marokko geschickt, um unsere dortigen Interessen zu wahren. Das ist ein Unternehmen, für das wir keiner fremden Macht Rechenschaft schuldig sind. Wir sind nun einmal da und bleiben vorläufig da. Wenn die Franzosen, mit denen allein wir es zunächst zu tun haben, das als un­angenehm empfinden, wenn sie gar meinen, in Marokko gäbe es gar keine Unruhen, die das Einsetzen europäischer Machtmittel rechtfertigten, so mögen sie das durch die Tat beweisen und selber hinausgehen; nicht nur aus Fez und Me­lines, sondern auch aus der Schauja-Ebene und dem Muluya-Tal. Beschränken sich die Fran­zosen auf den durch die Algecirasakte vor­gesehenen Polizeidienst in einigen Häfen, wozu übrigens bestimmungsgemäß nur einige Instruk­teure für die Eingeborenen, aber keine fran­zösischen Truppen gehören, dann aber auch nur dann ließe sich auch über unseren Rückzug reden.

Es ist nicht unsere Aufgabe, den Franzosen Irgend welche Vorschläge in dieser Richtung oder einer anderen zu machen, auch wenn die Pariser Preste das herausfordert. Empfindet man cs in Paris als unmögliches Provisorium, was wir jetzt in Marokko vor uns sehen, nun gut, dann mögen die Herren ihrerseits ein Definitivum

Vor 40 Jahren.

Di« Rückkehr des hesiisten Jägerbataillons in feine Garnison Marburg am G. Juli 1871.

Von L. Müller.

(Fortsetzung.!

Die Führerin der Ehrenjunxfrauen, Fräulein Roser, überreichte hierauf einen grünen Lorbeer­kranz und aum immetn))rer'*en Gedächtnis einen solchen von Silber auf pupurnem Sammetkisten, wo­bei sie folgendes von Professor Lucä verfaßtes Ge­dicht vortrug:

Ein Jahr ist's fast wer wird das Jahr vergessen? Seit ernsten Abschied Ihr von uns genommen, Aus tiefem Frieden war der Krieg enizlommen, Und keiner konnte seinen Lauf ermesten.

Da wußten wir: Der alte Ruhm der Hesten Er werde neu auf Eure Taten kommen. Ihr fandet ihn auf Schanzen, kühn erklommen. Auf weitem Schlachtfeld, in Gebirges Püffen.

Und Gott war mit Euch! nach gewalt'ge.r Streiten Liegt nun da; eitle Frankreich überwunden;

Verjüngt steht Deutschland alten Glanzes Zeiten.

So nehmt den Kranz, der demBerdienst gebunden; Luch gilt er, die wir j« o e l n d jetzt geleiten. Und ihnen, die wir trauernd nicht gefunden!

Major v. Lohnston nahm die Kränze entgegen und gedachte der tröstenden und helfenden Hand der deut­schen Frauen während des Krieges, speziell der Mar- hnrger Frauen; er bat, den Dank des Bataillons für »ie gewordene Auszeichnung entgegenzunehmen. Unter fen Klängen der Musik marschierte nun das Bataillon tn die festlich geschmückte Stadt, die Spalter bildenden »reine, darunter eine Anzahl Veteranen von 1818, Massen sich an. Die Häuser waren bis zu den obersten

herbeiführen. Es wäre aber gut, wenn sie dabei nicht nur mit derbekanntermaßen nach­giebigen" deutschen Regierung, wie sie sie unter dem Fürsten Bülow kennen gelernt haben, rech­neten. Das deutsche Volk hat es in diesen Tagen, abgesehen von der roten Preste, einmütig bekundet, daß es mit Entschlostenheit hinter diesen Männern steht.

Daß der Schritt Deutschlands richtig beurteilt und verstanden wird, zeigt folgende

offiziöse Auslassung Oesterreichs.

Wien, 5. Juli. DasFremdenblatt" gibt den Inhalt der deutschen Note wieder, die am 1. Juli sämtlichen Signatarmächten der Algecirasakte über­mittelt wurde und schreibt sodann: Bekanntlich hatten sich zuerst die französische Republik, sodann Spanien zu Interventionen im Innern Marokkos veranlaßt gesehen, welche mit der Gefährdung nationaler In­teressen durch die herrschende Unruhe begründet und von Erklärungen begleitet wurden, durch die sich sowohl die französische wie auch die spanische Regierung zur Wahrung der in der Algecirasakte sest- gelegten Grundsätze bei ihren Aktionen ausdrücklich bekannten. Indem Oesterreich-Ungarn dieser Ver­sicherung Vertrauen schenkt, hat es sich auf die ab­wartende Haltung beschräntt und steht auch vorläufig keinen Anlaß, aus derselben hervorzutreten. Selbst­verständlich verfolgt Oesterreich-Un- garn mit Sympathi: den jung st en Schritt der deutschen Regierung, welche sich bei ihrem Unternehmen nicht nur auf das Bei­spiel Frankreichs und Span'ens, sondern auch auf das international anerkannte Recht jeder zivilisterten Macht berufen kann, ihre Staatsangehörigen zu schützen, wo immer sie an Eigentum oder Leben be­droht werden. Dagegen scheint der gegenwär^ tige deutsche Schrickt angesichts der offenen Erklärung des Berliner Kabinetts, die sich gleichsam ähnlichen Versicherungen Frankreichs und Spaniens anschließt, nach hiesiger Auffassung geeignet, zur Beruhigung der doch nicht mehr ganz klaren Situation in Marokko das fei­nt ge in dem Sinne beizutragen, daß die grundsätzlich von allen Mächten im Auge behaltenen Prinzipien der Algecirasakte unverändert erhalten werden. Jedenfalls wäre dies diejenige Lösung, welche auf allen Seiten von vornherein auf Zustim­mung rechnen könnte, falls die marokkanische Frage Infolge der letzten Ereignisse wieder in das Stadium der europäischen Diskussion treten sollte. Diesen Standpunkt dürften vor allem jene Mächte ein­nehmen, die, wie auch Oesterreich-Ungarn, nicht direkt interessiert, um so größeren Wert darauf legen müssen, daß für ihren Handel mit diesem Reiche die Vorteile der in der Algecirasakte stipuliertenoffenen Tür" weiterhin wie bisher bestehen bleiben. Bei dem Um stände, daß Oesterreich-Ungarn un­ter den nach Marokko importierenden Ländern die vierte Stelle einnimmt, wird sich die Monarchie gegebenen­falls in der marokkanischen Frage vor allem von den gebotenen Rücksichten aufdiese wirtscha^tlichenBeziehungen l e i t en lassen.

Fenstern mit Frauen und Jungfrauen besetzt, welche mit Tüchern winkten. Die einziehenden Jäger kamen in ein wahres Kreuzfeuer von Blumensträußen und Kränzen, welche von zarter Hand den Heimkehrenden geworfen wurden. Am Eingang zur Ketzerbach rar eine doppelte Ehrenpforte mit dem Bildnisse der Ger­mania erricht t, ein Sin ispruch:

Mit Gott zogt Ihr hinaus

So grüß Euch (Sott zu Haus."

schmückte den Zogen. Der Besitzer des Ritters hatte seinen Gasthof reich dekorieren lassen, am Balkon prangte die Inschrift:Unseren tapferen Jägern ein Willkommen!" Er hatte aber auch eine Erfrischungs­station eingerichtet, wo er die heimkehrenden Krieger mit Sekt stärkte. Am Mönchürunnen prangte an einer Ehrenpforte di« Inschrift:

Willkommen tapfre Jäger! Ihr Mäner kühn im Streit,

Die Ihr Euch starken Mutes, dem Vaterland geweiht."

Langsamer bewegte sich der Zug zum steilen Steinweg hinauf, da sahen wir das 1776 abgebrochene Kesseltor wieder neu erstanden, sogar der Türmer ist wieder auferstanden und fängt bei dem Herannahen der Krieger die Sturmglocke an zu läuten. Am Tor stand früher die Inschrift:Preise Jerusalem den Herrn, denn er macht fester die Riegel seiner Tore und segnet seine Kinder drinnen." Heute lesen wir folgenden Spruch:

»Ihr zöget hinaus in die blutige Schlacht, Gar mancher kehrte nicht wieder. Die Lorbeern habt Ihr Euch mitgebracht. Wir danken Euch, tapfere Brüder!

Auch Manchen zieret von Eisen das Kreu-, ( Das er fich verdiente als Krieger, -

Drum tragt es im Herzen al» einen Preis, Ihr tapferen deutschen Sieger."

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46. Jahrg.

1911.

Auch in Italien, der dritten Dreibundmacht, denkt man über das Vorgehen Deutschlands ähnlich. Das zeigt die Beantwortung einer Interpellation in der italienischen Kammer.

R o m, 5. Juli. In der Kammer beantragte der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, Fürst Di Scaleas, die Marokko-Anfrage. Er erklärte, daß keine Ausschiffung deutscher Truppen in Agadir stattfand und gab den Inhalt der deut­schen Note bekannt. Die deutsche Regierung habe hinzugefügt, daß das nach Agadir entsandte Schiff den Hafen verlassen werde, sobald die An­gelegenheit in Marokko wieder in den früheren ruhigen Zustand zurückgekehrt seien. Von den Fragestellern erwiderte zunächst Galli auf die Antwort Di Scaleas, er glaube, das Vorgehen Deutschlands sei eine Kundgebung der Absicht, den tatsächlichen recht­lichen Status quo unverändert aufrecht zu erhalten, der auf der Alge- cirasakte beruhe. Darin stimmten die politischen Anschauungen Deutsch­lands mit den Interessen Italiens überein. Baslini erklärte sich von der Antwort nicht befriedigt und wandelte die An­frage in eine Interpellation um. Pala er- erkärte, die Verpflichtungen aus der Afgecirasakte bestünden weder für Frankreich noch für Spanien noch für Deutschland mehr.

In Frankreich erörtern die meisten Blätter auch weiterhin die Frage:

Was will Deutschland?"

Die Mehrzahl der Zeitungen scheint immer mehr zu der Anfichtzu neigen.daß Deutschland durch die Entsendung eines Kriegsschiffes nach Agadir ein Pfand in der Hand haben wolle, um im Hinblick auf etwaige Verhandlungen in einer vorteilhafteren Lage zu sein.

Paris, 5. Juli. DerMatin" berichtet: Mini­sterpräsident Eaillaux habe gestern zu verschiedenen Persönlichkeiten geäußert, daß Frankreich, wie schon der Botschafter Cambon dem Staatssekretär von Kiderlen-Wächter erklärt habe, durchaus bereit sei, mit Deutschland in Besprechungen einzutreten; Deutschland müsse aber sagen was es wünsche. Es seien bereits gewisse Vorschläge gemacht worden. Der Ministerpräsident habe jedoch zu verstehen gegeben, daß er es vorziehen würde, die Gesamtheit der afri­kanischen Frage zu erörtern und nicht eine nach der anderen. Damit die Verhandlungen möglichst rasch angeknüpft werden könnten, wäre es wünschenswert zu wissen, warum Deutschland die Entsendung eines Kriegsschiffes cn die marokkanische Küste angekündigt habe, obgleich es doch auch durch den Botschafter Eambon wußte, daß Frankreich zu Besprechungen bereit sei.

P a r i s, 5. Juli. DerTemps" bespricht die seit 1909 geführten Verhandlungen über ver­schiedene deutsch-französische Unternehmungen und Projekte in Marokko und in den afrikani-

Manchem hatte die heiße Julisonne die Schweiß­tropfen ausgepreßt, man empfand cs als Wohltat, wenn der Berg bis zur Wasserscheide erklommen war. Am Ausgang der Neustadt war eine Ehrenpforte er­richtet und unterhalb des Brunnens war ein mäch­tiges Willkommen mit darunter hängendem eisernen Kreuz von einem Haus zum anderen quer über die Straße gespannt. Mitte der Wettergasse war wie­der ein stattliches Festtor mit Fahnen und Inschriften geziert zu passieren.

Mtt biedrem Händedruck empfangen wir Euch Brüder, Ihr bringt den schönsten Schmuck, -

Ihr bringt uns Deutschland wieder."

lasen wir da. Au; der anderen Seite stand:

Dem Feind die Faust, dem Freund die Hand, So schützet Ihr das Vaterland."

Am Johannisbrunnen war abermals eine Ehren- pfotte mit der Jnschttft:

Euch topften Söhnen sei geweiht Des Vaterlandes Dankbarkeit:"

Die Wettergasse war zu einem Tannenwald umge­wandelt, über welchem hoch in den Lüften die Fahnen und Euirlanden über die Straße in Kreuzgewinden gezogen roarn.

Seid willkommen, Ihr Jäger, im Vaterhaus, Dort ruhet von Euren Strapazen aus!

Wir reichen Euch freundlich die Bruderhand

Gott schütze das geeinigte Vaterland!

Ihr halft es erringen mit edlem Blut

Wir wollen beschirmen das teure Gut!

Kaiser Wilhelm, der Kriegsherr und auch Ihr Ihr sollt hoch leben für und für!"

Diese Schrift war auf einem Schild an einem Hau» in der Wettergasse zu lesen. Am Eingang der Reit­gasse erblickte man eine Ehrenpforte mit der In­schrift:

schen Kolonien. Ferner wird auf die Verhand­lungen über den Bau einer Kamerun-Kongo- Bahn hingewiesen, welche von Kamerun nach Französisch-Kongo führen und womöglich nach dem belgischen Kongostaat verlängert werden sollte. Obgleich eine mit den diesbezüglichen Vorarbeiten zu betrauende Gesellschaft geplant und eine Kilometer-Garantie seitens der fran­zösischen und der deutschen Regierung ins Auge gefaßt war, gerieten die Verhandlungen, die im April d. I. zwischen dem damaligen Finanz­minister Eaillaux und deutscherseits angeknüpst worden seien, im Juni ins Stocken; ebenso seien die über die deutsche Beteiligung an den Ma­rokko-Bahnbauten geführten Verhandlungen seit dem Rücktritt des Kabinetts Briand ins Stocken geraten. DerTemps" bemerkt hierzu, dies« Verhandlungen zeigen, daß auf beiden Seiten W Wunsch nach Verständigung bestand, leider l"tten die innerpolitischen Streitigkeiten Frank­reichs diese internationalen Angeleaenheiten in bedauerlicher Weise beeinflußt. Wie dem aber euch sei, Frankreich und Deutschland könnten unschwer in Bespreuungen eintreten, sie brauch­ten zu diesem Zwecke nur die seit langem begon­nenen Verhandlungen mit größerem Eifer wie­der aufzunehmen.

Paris, 5. Juli. Rach einer anscheinend offiziösen Mitteilung hat sich die französische Negierung bereit erklärt, in Besprechungen ein­zutreten, an welchen, angeblich einer deutschen Anregung zufolge, auch Spanien in zweckdien­licher Weise teilnehmen könnte. Da auch Eng­land mit Rücksicht auf seine eigenen Interessen den Wunsch geäußert habe, an den etwaigen Verhandlungen törlzunehmen, so würden die Besprechungen zu viert oder zu fünft stattfinden, wenn Rußland, wie man annehme, sich mit Frankreich solidarisch erklärt.

Rußland und die deutsche Marokko-Intervention.

Petersburg, 4. Juli. Während die Nowoje Wremja" vollkommen in das Horn der französischen Presse stößt und die Entsendung des Panther" bedingungslos verurteilt, gibt der Njetsch" zu, daß Frankreich formell kein Recht hat, gegen Deutschlands Vorgehen zu prote­stieren, und alle Wahrscheinlichkeit spreche dafür, daß England dem Beispiele Deutschlands bald folgen werde. '

Deutsches Reich--

Verwendung der württembergischen Volks» spende« durch den König. Stuttgart, 5. Juli. Der König hat lautStaatsanzeiger" im Ein­vernehmen mit der Königin über die Verwen­dung der bei Gelegenheit der silbernen Hochzeit gesammelten und den Majestäten als Ergebnis des Blumentags zur Ver''zung gestellten

Die Fahne hoch, Germania? Der Sieg ist Dein, Victoria?"

In stattlichem Schmuck prangte der Marktplatz und die angrenzenden Straßen «nd auch dort waren manche dichterischen Ergüsse und Sprüche zu lesen. Den Zugang zur Barfüßerstraße eröffnete eine schlanke Pforte mit dem Spruch:

Seid freudig gegrüßt Ihr siegreichen tapfren Helden? Ehre, Freiheit und Ruhm verdankt das Vaterland

Euch!"

Am Fürstenhaus war abermals eine schöne Ehre» pforte mit der Doppel-Inschrift errichtet worden:

Was Eurer Führer Weisheit hat begonnen. Habt Ihr mit Mut und Treu vollendet."

und unter einem gewaltig i eisernen Kreuze:

Mit Gott, begonnen war der Krieg, And diesem Zeichen ward der Sieg."

Der Zug bewegte sich durch die Untergaffe zum Grün, an dessen Eingang wieder ein Triumphbogen mit dec Inschrift:

Willkommen sagt nicht nur der Mund, wenn es der Deutsche spricht,

Im Blicke tut sein Herz sich kund, und zeichnet sein Gesicht!"

errichtet war. Der Zug bewegte fich zum Kasern n- platz, wo sich das Bataillon in einem Viereck auf­stellte. Seine Magnifizenz der Rektor der Universität Ubbelohde begrüßte das Bataillon mit begeister­ten Worten, der Kommandeur dankte und der Zug löste sich nun auf. Die Jäger gingen mit den Bürgern in die Quartiere, um sich bei Speise und Trank zu erquicken. Auch die übrigen Festgenossen eilten in freudig gehobener Stimmung nach Hause. Noch ge­dacht sei einer Inschrift in bet Langgasse, sie lautet.