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Lebensinteressen vor französischen Eingriffen und Hebelgriffen, so lange wie bte Franzosen ihrerseits im Norden Marokkos zu bleiben es für nötig halten!

Die deutsche Presse, bis auf wenig Aus­nahmen, billigt und begrüßt freudig das Vor­gehen der deutschen Regierung. So schreibt der Hannoversche Courier":

Die Meldung wird in weiten Kreisen der deutschen Nation mit Genugtuung begrüßt wer­den. Sie widerspricht der vielfach aufgetauchten Befürchtung, daß Deutschland irgendwelche Rück­sichten und Erwägungen dem Schutze berech­tigter reichsdeutscher Jnterefien unten ordnen würde, und sie wird in diesem Sinne auch außerhalb Deutschlands gewürdigt."

DieLeipziger Neuesten Nachrichten" freuen sich des kräftigen Auftretens Deutschlands und setzen große Hoffnungen auf Herrn v. Kiderlen- Wächter. Sie schreiben:

Wir wissen heute, was deutscher Fleiß und deutscher Unternehmungsgei st besonders in Westmarokko in aller Stille für Riesenwerte geschaffen haben. Unter der sanften Hand des Herrn v. Schön bestand aber auch nicht die geringste Aussicht, jenen Pionieren des Deutschtums den Rücken zu stärken. Heute weilt Se. Konzilialität le baron de Schoen in Paris als deutscher Botschafter, und derneueMann in der Wilhelm st raße erweckte neue Hoffnung, daß er dafür sorgen werde, daß mit dem deutschen N am en und dem deut­schen Ansehen dort unten in Ma- rolko nicht.mLhr wie bisher Schind- ludergetriebenwerde. Aber wir haben auf die Erfüllung warten müssen. Abwarten hieß es immer wieder."

Bis weit hinein in die Reihen der liberalen Blätter ist man einverstanden mit dem Schritre der deutschen Regierung. So schreibt derBer­liner Börsen-Courier":

Auf alle Fälle ist das jetzige entschiedene, dabei durchaus maßvolle Vorgehen unserer Re­gierung mit Genugtuung zu begrüßen und läßt erkennen, daß im Auswärtigen Amt gegen­wärtig eine zielbewußte und feste Hand waltet."

Auch dieFreisinnige Zeitung" und die Vossische Zeitung" und selbst die demokratische B. Z." äußern sich zustimmend zu dem Vor­gehen Deutschlands. Daß natürlich derVor­wärts" damit nicht einverstanden ist, ist eigent­lich selbstverständlich. Er fühlt, daß die Massen seinerFührung" nicht folgen, sobald wichtige nationale Fragen auf dem Spiele stehen. Die Angst davor, daß ihm die Zügel entgleiten, ver­leitet ihn zu dem Verlangen, daß Deutschland sich vor allem erst der Zustimmung Frankreichs versichere. Daß dies nicht geschehen sei, ließe dasVorgehen der deutschen Regierung umso bedenklicher und unverständlicher erscheinen".

Daß dem Blatte bei derartigen Ausführun­gen brav von demBerliner Tageblatt" sekun­diert wird, kann den Kenner der Verhältnisse nicht sonderlich überraschen. Die genannte Zei­tung ist ja noch mehr französisch als die Pariser

46. Jahrg.

1911.

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Boulevardblätter selbst und schreit jedesmal in gut gespielter Entrüstung auf, sobald einmal den Franzosen gegenüber ein festerer Ton angeschla­gen wird. Sie sucht daher auch den Protest des deutschen Volkes mobil zu machen. Es schreibt:

Die Besorgnis, daß Herr v. Kiderlen-Wäch- ter, nach Bismarckschem Ruhme lüstern, eine ernsthafte Brüskierung Frankreichs im Sinne haben könnte, die natürlich den schärfsten Protest beim deutschen Volke herausfordern würde, wird vorläufig nur imVorwärts" und in derMor­genpost" angedeutet."

Man ist es ja gewohnt, daß das trefflicheB. T." in Fragen nationaler Politik allemal ver­sagt und kann sich nur wundern, daß ihm seine notorische nationale llnzuverlässiigkeit beim deutschen Michel" anscheinend nichts schadet.

Anläßlich der neuesten Wendung in der Ma­rokkopolitik wär bereits von der deutschen Regierung eine Mitteilung an die Mächte er­gangen. Diese lautete:

Deutsche Firmen, die im Süden Marokkos, besonders in Agadir und Umgegend tätig find, sind über eine gewisse Gärung unter den dor­tigen Stämmen beunruhigt, die durch die letzten Ereignifie in anderen Teilen des Landes her- vorgerufen zu sein scheint. Diese Firmen wandten fich an die Kaiserliche Regierung mit der Bitte um Schuh für Leben und Eigentum. Auf ihre Bitte beschloß die Regierung, ein Kriegsschiff nach dem Hafen von Agadir zu ent­senden, um nötigenfalls den deutschen Unter­tanen und Schutzgenofien, wie auch den beträcht­lichen deutschen Jnterefien in jenen Gegenden Hilfe und Schutz zu gewähren. So bald Ord­nung und Ruhe in Marokko wieder- gekehrt sind, soll das mit bet Au> gäbe des Schutzes betraute Schiff den Hafen von Agadir verlassen."

Von der Aufnahme der deutschen Maßregel in Tanger meldet dieKöln. Zig":

Gestern nachmittag verbreitete sich die Nach­richt von dem deutschen Schritt in Agadir. Er wird allgemein als von großer Bedeutung er­achtet, hat großen Eindruck gemacht und kam den diplomatischen Kreisen vielfach unerwartet.' Die hiesigen Deutschen begrüßen den Schritt mit allergrößter Genugtuung, da et ihnen die ein­zige Gewähr wirtschaftlicher Gleichberechtigung in Marokko zu bieten scheint. Diese Gefühle fanden auf einem Fest, welches dem Marokko verlasienden verdienstvollen Herrn Renchhausen gestern abend von der deutschen Kolonie gegeben wurde, vielfachen Ausdruck. Bei der Mehrzahl der Europäer und Marokkaner außer einer kleinen Gruppe wurde die Nachricht mit offen­kundiger Freude ausgenommen. DieDdpSche Maroccaine" hebt in einem gegen die Proteste bei der Entsendung der spanischen Schiffe scharf abstechenden Artikel die vollendete Courtoisie hervor, womit sich Freiherr v. Seckendorf seiner Mission bei El Eebbas entledigt habe. Er er­innert an das durch den Einspruch des Staats­sekretärs v. Kiderlen-Wächter gegen die ein­seitige Eröffnung Agadirs und durch deutsche

Landerwerbungen in jener Gegend deutscherseits gezeigte Zntereffe."

Von den Auslastungen der französischen Prest« wären noch folgende nachzutragen:

Nach demTemps" hätte Deutschland gemäß dem französisch-deutschen Abkommen von 1909 die Sorge um die Aufrechterhaltung der Ord­nung in Agadir, falls es da etwas zu schützen gab, Frankreich überlasten müsten. Minister de Seines werde enge Fühlung mit den verbün­deten und befreundeten Mächten zu nehmen haben. Das Nächstliegende sei die Entsendung eines französischen Kreuzers nach Agadir ent­sprechend dem Vertrage von 1909; die zweite Maßnahme bestünde darin, Spanien offen zu er­klären, daß es seine Verpflichtungen gebrochen und Frankreich dadurch seine vollständige Frei­heit wiedergegeben habe, sich mit einem Dritten zu verständigen.

Das von Senator Ribot inspirierteJournal des Debats" sagt:

Die Entsendung eines französischen Kriegs­schiffes nach Agadir wäre eine kindische Kundgebung. Bleiben wir ruhig bei :unserem Entschluß, das Eros unserer Truppen aus dem Innern Marok- los zurückzuziehen. Geben wir nie­mandem einen Vorwand, die Algecirasakte als hiniauig zu betrachten."

Demgegenüber verhandeln andere Abend­blätter dafür, daß die gleiche Abfertigung eines französischen und eines englischen Kreuzers nach Agadir ernstlich erwogen werde.

Einer weiteren Meldung zufolge wird di« Antwort Frankreichs auf die Mitteilung der deutschen Regierung erst Ende dieser Woche nach der Rückkehr des Präsidenten Falliöres erfolgen. Die etwaigen Verhandlungen, welche durch diese Antwort veranlaßt werden könnten, würden nicht den Algecirasvertrag, sondern das deutsch-französische Abkommen von 1909 zur Grundlage haben.

Da sich die Antwort bet französischen Regie­rung sehr stark nach den englischen Maßnahmen richten wird, ist es interestant, die Ausführun­gen der englischen Preste zu verfolgen. So schreibt dieTimes":

Der Schritt Deutschlands brauche keine ernst­hafte Lage zu schaffen, wenn die Pariser Er klärungen des deutschen Botschafters v. Schon und die Erklärungen derNorddeutschen Allge­meinen Zeitung" als vollständig und korrekt gel­ten durften. Das Blatt glaubt nicht, daß dieses Unternehmen ein Vorspiel zu einet allgemei­nen neuen Aufrollung der Marokkosrage be­deute. ^ebenfalls weiß Frankreich, daß Eng­land dieselbe Haltung bewahren werde - bisher.

Daily Eraphic" macht Frankreich den V)t- wurf, daß es sich nicht mit Deutschland rrrsiän- bigt habe, bevor es den Zug nach Fez unternah n.

Standard" sagt, es sei zu hoffen, daß die deutsche Unternehmung keine ernste Krise Her­vorrufen werde. Es sei vorauszusehen gewesen, daß die Algecirasakte keine lange Dauer haben

Die Panther-Mijsion.

Am Sonnabend wurde die Welt durch ein deutsches Telegramm Überrascht, nachdem sie es schon lange gewohnt gewesen war, aus Berlin Überhaupt nichts von Bedeutung zu hören: ein Kanonenboot, derPanther", gehe zum Schutze der deutschen Jnterefien nach Südmarokko, nach Agadir. Das klang wie Reveilleblasen im Heer­lager und machte die Herzen froh.Endlich! Endlich!" jubelten die Deutschen, die lange ge­nug darauf gewartet hatten, daß die deutsche Diplomatie aus dem verbindlichen Händereiben einmal herauskäme.

Das Wunder aller Wunder ist, daß die Pa­riser Zeitungen sich daraufhin einer Zurückhal­tung befleißigen, die zu anderen Zeiten undenk­bar gewesen wäre» und daß sie es anscheinend völlig vergessen haben, daß einer ihrer ehe­maligen Diplomaten erst vor acht Tagen gesagt hat, ein aktives Eingreifen Deutschlands in Ma­rokko würde einen Grund zum Kriege bilden. Man spricht nur von einer deutschen Unbegreif­lichkeit, man nennt es mit einer Art nachsichti­gen Lächelns eine Impulsivität. Höchstens sei es eine täppische Einladung zum Verhandeln.

Das erste Mal, wo nach langer Zeit Deutsch­land überhaupt wieder festaufgetreten ist, hat sofort den Erfolg gehabt, daß die Franzosen be­scheiden geworden sind.Ja, wenn du es so meinst, Herr Nachbar", sagen sie,dann ist ja alles in Ordnung; aber bisher hast bu über­haupt den Mund nicht aufgetan, und da hatten wir keinen Grund, dir ohne weiteres etwas zu spendieren." Einst wehrte sich der Staats­sekretär Frhr. v. Schön mit beiden Händen da­gegen, die deutschen Marokko-Jnterefien zu unterstützen. Wir könnten doch um Marokkos willen keinen Krieg führen! Und dieses schwäch­liche Bekenntnis machte die Franzosen natürlich dreist. Jetzt schickt Herr v. Kiderlen ein Ka­nonenboot nach Agadir und sofort herrscht Ruhe und gegenseitige Hochachtung, und die Ba­sis zu jeder erfolgreichen Verhandlung ist da. Das sollte sich unsere Diplomatie ein für allemal merken und ihr aufrechtes Rückgrat behalten.

Es ist jetzt viel davon die Rede, daß Frank­reich, um den unangenehmen kleinenPanther" vor Agadir lo^uwerden, Deutschland mit einer Gebietsabrundung an der Kamerungrenze ab­finden wolle. Natürlich nur gegen die Zu­sicherung, daß wir den Franzosen ganz Marokko überließen. Das wäre ein schlechtes Geschäft. Viel angenehmer ist es für uns, wenn wir über­haupt keinerlei Geschäfte machen zu wollen er­klären und einfach bleiben, wo wir sind.Zu­nächst" ist das Kanonenboot nach Agadir ge­schickt worden, wie es in der amtlichen Meldung heißt; später könnten wir, wenn cs nötig wäre, noch größere Machtmittel anwenden, so daß es sich.auf jeden Fall erübrigt, daß im Süden Ma­rokkos etwa die Franzosen Ordnung schassen. Wir aber bleiben so lange dort und schützen die Mannesmanns und andere Deutsche in ihrem Erwerb, ja unsere bedeutendsten wirtschaftlichen

DieOberhestische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Senn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 * (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 <X frei ins tzauS. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.:

Dr. Hiheroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Mittwoch, 5. Juli

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage.

' "en.)

Die Rückkehr zur

18) Eine lachende Geschichte

Von Agnes Harder.

(Fortsetzung.)

Das ist das Los der Kolonisation. Freilich, als ich neulich einmal durch das Land fuhr, ich glaube, es war der alte Gau Sudauen, da mußte ich auch an Zwingburgen denken. Ueberall wo eine kleine Stadt entstanden war, ragten die alten toten Ziegelmauern in die Höhe. Meistens Gefängnisse, sagte man mir. Gedenken Sie übri­gens diese, wie mir scheint recht mühsamen Auf­zeichnungen zu verwenden?"

Das weiß ich nicht. Das wäre doch wohl ein Zufall, der weit über meine bescheidenen Hoff­nungen hinausführt. Aber wenn Sie sich wirk­lich dafür intcrefiieren

Er öffnete ein Schubfach und nahm einige Stötze Papier heraus. Mit liebenswürdiger Aufmerksamkeit, freilich nicht ganz selbstlos, unterstützte der junge Offizier seinen Eifer.

Aber der treue Rodonath hatte seine schützen- hen Arme doch zu spät ausgebreitet. Es wat Natürlich, daß Körner und Eusti fich über das Ergebnis verständigen wollten, und noch ein- *MtL nut noch ein allerletztes Mal, wollten fie

sich treffen. Aber nicht in Neuhauser, wo mitt­lerweile schon einige Penfionssreundinnen Gu,»iS mit ihren Eltern eingezogen waren, son­dern der Sicherheit wegen in Pillau selbst. Dort war Eusti ganz unbekannt. Sie radelte bis nach der tiefiiegenben Zitadelle, in der sich die Woh­nung des Platzkommandanten und die Gebäude der Kommandantur befanden. Es war ein ziem­lich großes Viereck, durch hohe Svälle geschützt, von einem breiten, wafiergesüllten Graben um­geben. In dem jubelnden Kreszendo der Natur, das im Johannitage seine Fermate findet, war auch über diese viereckige Nützlichkeitsanlage eine Schönheit ausgestreut, die lachte und lockte. Das grüne ffi-res der Wälle strotzte von dick­köpfigen gelben Butterblumen, zwischen denen schon unzählige Laternchen standen, ganz bereit, bte feinen Samenfähnchen bem kecken Winb zu uoerlafien, bamit er fie ber Schildwache an die Nase wehe und sie zu einem kräftigen Niesen bringe: hepschie, hepschie! warum stehst du hier? Was bewachst du hier, fern, fern an des Reiches Grenze? Und alles ist so weit und frei und einsam! Da, blase ein Laternchen ab und sieh, wieviel Jahre es noch dauern, bis du Seinen Schatz kriegst! Hepschie! Hepschie! Hörst du nicht, wie dich die Flundern auslachen, du?

Aber der brave Masur hörte nicht. Er hatte heute zum ersten Male eine weiße Drillichhose

an und ging auf und ab mit seinem schwer­fälligen, dröhnenden Schritt und griff nur zu­weilen mit seiner plumpen, verarbeiteten Hand an die Nase, wenn die Samenfähnchen es gar zu toll trieben. Es war ganz still in der Zitadelle. Die Kinder des Hauptmanns, die sonst hier spielten, waren zum Baden gegangen. Die Kastanie, die an dem Brunnen stand, blühte und war so mit Blühen beschäftigt, daß fie sich um nichts kümmerte, und nur ein junger verliebter Leutnant stand am Fenster seiner Wohnung und starrte auf den Hof, über den fie kommen mußte. Da, mitten durch die Sonne mußte sie mit ihrem Rad gehen, zu dem einen Walltor herein und drüben zu dem anderen heraus, das war bas verabredete Zeichen.

Eusti war nun an der Wallbrücke angekom­men. Das runde Festungstor lag vor ihr und sie sah in den Hof hinein, aber sie zögerte noch. Im Grunde hatte fie entsetzliche Angst vor der Schildwache. Es gab keine Offiziere im Städt­chen, und fie hatte gar keinen Soldatenverstand. Eine Schildwache sagte ihrer Meinung nach immer:Halt! wer da?" und legte das Gewehr an, Wg§ sollte sie bann antworten? Sie sah verzweifelt in bas Wasser des Wallgrabens. Auf bem schwammen bie großen, runben Blätter ber Mummeln und Seerosen und grüne Knospen an langen, langen Stengeln waren von unten

emporgewachsen und drängten nach bem Licht. Einige lagen noch tief unter ber Oberfläche, klein unb fest, andere berührten fast die Luft und ihre Ränder leuchteten gelb und weiß, und einige, die Erstlinge, die sonnenfrohen Kinder der Tiefe, schwammen strahlend auf der unbe­weglichen Flut und ein süßer, feiner Mummel- buft stieg in Eustis Näschen unb machte sie leist seufzen.

Dann faßte fie bie Lenkstange fester unb ging über bie Brücke, an ber Schilbwache vorbei, unb seh nicht rechts unb links, nur gerabeaus auf das zweite Tor, hinter bem das grüne Dämmern der Plantage begann, und ging ganz schnell. Die Kette an ihrem Rad klirrte, denn ein Steinchen war hineingckommen. Dieses feine Klirren war der einzige Laut in der Frühsommerherrlichkeit, beim die Schildwache hatte plötzlich Halt gemacht und sah dem hübschen Backfisch nach. Der ver­liebte Leutnant aber preßte ordentlich die Hand auf das Herz, als fie da aus dem Dunkel des Torbogens auftauchte und ein wenig automaten- haft oorüberging, und zwei Minuten später schon klirrte fein Säbel auf dem Pflaster, und die Schildwache präsentierte, und durch die Zweige der blühenden Kastanie ging ordentlich et« Windstoß.

Fräulein Eusti," sagte er, als et sie ein­geholt hatte,ich danke Ihnen." (Forts, folgt.)