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Frettag, 23. Juni
46. Jahrg.
1911.
bestehenden Mehrheit durchweg festgehalten und der Gesetzentwurf unter Ablehnung aller AbSnderung»- anträge nach den Beschlüssen der Kommission angenommen, ebenso auch in dritter Lesung ohne Diskussion.
Abschluß der Reichsdruckerei mit einem Minder« Überschuß von 1,5 Millionen. Der befriedigend« Jahresabschluß ermöglicht, den großen Fehlbetrag aus dem Jahre 1909 schneller zu tilgen, als es das Finanzgesetz vom 15. Juli 1909 voraussetzte. Noch verbleibt eine zweite Aufgabe, die Belastung des außerordentlichen Etats tatsächlich in die Grenzen zurückzuführen, welche bereits vor einiger Zeit grundsätzlich gezogen wurden. Bei einem Festhalten an den bisher beobachteten strengen Haushaltsregeln und fortdauernder Aufwärtsbewegung unserer Einnahmen kann das Ziel schon binnen kurzem erreicht werden. Wenn es erreicht ist, werden di« Nachwirkungen der hinter uns liegenden Finanzperiode überwunden sein.
— Der Protest der französischen Student«» gegen die „Straßburger Post". Gegen die Aeutzerungen der „Straßburger Post" über die französischen Studenten und deren Neutralität beabsichtigen die Studenten der Hauptstadt und einiger Provinzuniversttäten energisch Front zu machen. Besonders das Quartier latin befindet .. sich in großer Aufregung. Es heißt, daß Abgeordnete verschiedene politischer Gruppen sich vereinigt hätten, um über den Ton einer Antwort an die „Straßburger Post" und über die Art der Zustellung derselben zu beraten. Wahrscheinlich werden große Manifestationen stattfinden. Aehnlich verhalt es sich mit der Studentenschaft in Lille und Nancy, wo die Aufregung gleichfalls sehr groß ist.
Deutschland begleiten weite Kreise die Vorgänge, deren Schauplatz die britische Hauptstadt gegenwärtig bildet, mit warmer Sympathie. Ist uns doch der herzliche Empfang, der vor Monatsfrist unserem Kaiserpaar und der Prinzessin Viktoria Luise auf englischem Boden bereitet wurde, in lebendiger Erinnerung. In der Anwesenheit des Kronprinzenpaares bei den Londoner Festlichkeiten spricht sich die Teilnahme unseres kaiserlichen Hauses und des deutschen Volkes an den Londoner Feierlichkeiten aus. Möge der glänzende Verlauf der Krönungsfeier von symbolischer Bedeutung werden für eine segensreiche Regierung des Königs Georg V. zum Wohle des englischen Volkes.
Die englischen Krönungsseierlichkeiten.
London, 20. Juni. Die deutsche Kronprinzessin, Prinz Heinrich von Preußen, der Eroßherzog von Mecklenburg-Schwerin, Herzog Ernst von Cumberland, Prinz Georg von Groß- britannien, der Herzog von Braunschweig und der Kronprinz von Serbien erschienen nachmittags in der Pferdeausstellung zu Olympia. In dem Wettbewerb der Offizierspferde wurde der erste Preis im Betrage von 20 Pfund der braunen Stute „Stella", Leutnant Freiherrn von Kersner vom preußischen 1. Earde-Dragoner-Re- giment Königin Viktoria von Großbritannien und Irland zuerkannt.
fionbon, 21. Juni. Gestern abend fand in der Albert Hall der Shakespeare-Ball statt, an dem fast die.ganze vornehme Welt Londons teilnahm. Die innere große Halle stellte einen Garten im Stile der Tudor-Zeit an einem sonnigen Sommertag vor. Alle Anwesenden erschienen in Kostümen aus der Zeit Shakespeares, viele verkörperten Charaktere seiner Dramen. Am Mitternacht erschienen, nachdem das Bankett im Buckingham-Palast stattgefunden hatte, die fremden Fürstlichkeiten, darunter das deutsche Kronprinzenpaar, Prinz Heinrich von Preußen, die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, der Eroßherzog und die Großherzogin von Hessen, der Eroßherzog von Mecklenburg-Strelitz, Prinz Ruprecht von Bayern, Herzog Albrecht von Württemberg, Prinz und Prinzessin Johann Georg von Sachsen. Das Erscheinen der Fürstlichkeiten gab das Zeichen zu einer der glänzendsten Szenen des Abends. In der Richtung auf die vier königlichen Logen bewegte sich ein Zug, der den Hofstaat der Königin Elisabeth darstellte. So manche von den Beamten und Würtenträgern dieses Hofstaats wurden von ihren direkten Nachkommen repräsentiert. Nachdem sich der Hof zu einem prächtigen Bilde geordnet, wurden reizende Quadrillen getanzt, die durch die Shake- speareschen Stücke angeregt waren. Unter den Tänzerinnen befanden sich die Fürstin von Pleß, die Herzogin von Westminster als Königin von Frankreich, Lady Herbert als Jungfrau von Orleans, die Gräfin Zia Torby, die Herzogin von Southerland und Lady Salisbury. Das Fest dauerte bis zur frühen Morgenstunde.
London, 21. Juni. Eine große Anzahl von Offizieren der in Spithead liegenden fremden Kriegsschiffe fuhren von Portsmouth nach London, um der Krönung als Gäste der Admiralität beizuwohnen.
D e r l i n, 21. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Krönungsfeierlichkeiten in London erreichen morgen ihren Höhepunkt. Auch in
Preußischer Landtag.
Aus dem Herrenhaus«.
MpMM'MyU: ■=— Berlin.' 21. AM.'
Heule ist iin Herrenhause wieder der Tag der Oberbürgermeister. Es wird um das allgemeine Zweckverbandsgesed gestritten, und da fühlen sich besonders die Oberhäupter der große« Städte berufen, ihre Bedenken geltend zu machen. Sie weisen darauf hin, daß durch das Gesetz die Gegensätze zwischen Stadt und Land verschärft werden, daß «8 der Selbstverwaltung der Städte an den stragen gehen könne, daß es bald keine Eingemeindungen mehr geben werde und so fort. Doch »lleS das läßt der Minister nicht gelte»; für ihn ist ms Zweckverbandsgesetz nur eine Erweiterung der Landgemeindeordnung, durch den der Westen er-, halte, was der Osten schon längst habe. Beim ßarag. 2, der den Zwang des Zweckverbandes regelt, kommt es zu einer Neuauflage der General- »iSkussion, und wenn die Oberbürgermeister auch, nicht erreichen, daß statt der- Zwangszweckverbänd< freiwillige Zweckverbände eingeführt werden^ st gelingt ihnen doch eine kleine Abschwächung de/ !,Zwangs"-Paragraphen 2. Wegen dieser Aende tuns muß das Gesetz jetzt noch einmal an das Ä6 geordnetenhaus zurück. ._u_L_iLd u
Aus dem Abgeordnetenhaus«.
In der Mittwoch-Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden die kleineren Vorlagen und ebenso das Aus- führungsgefetz zum Reichsviehseuchengesetz ohne erhebliche Debatte unverändert angenommen. Dagegen sand bei dem Ausführungsgefetz zum Reichswertzuwachssteuergesetz eine längere Debatte statt, in der die Abg. Waldstein (fortsch. Vp.) und Dr. Liebknecht (Soz.) sich bemühten, Kapital gegen di« Konservativen aus der Bestimmung zu schlagen, daß auch an Eutsbezirke Beihiilfen aus den Ergebnissen der Zuwachssteuer gegeben werden können. Für die srei- konservative Fraktion vertrat sehr eingehend und wirksam der Abg. v. Dewitz den Standpunkt, daß an den in der Kommission mit der Regierung getroffenen Vereinbarungen in allen Punkten festzuhalten sei; an dieser Auffassung wurde auch von der aus den beiden konservativen Parteien und dem Zentrum
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und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage.
Ausland.
** Bom neuen österreichischen Parlament Wien, 21. Juni. Es bestätigt sich, daß .Handelsminister Weiskirchnen demissionierte. Die Bilanz der bisherigen Wahlen ergibt folgendes Resultat: Die Deutsch-Freiheitlichen gewinnen 31 und verlieren 6, die Christlich-Sozialen gewinnen 4 und verlieren 24, die zentralistischen Sozialdemokraten gewinnen bisher 15 und verlieren 22, die tschechischen Sozialdemokraten gewinnen 8 und verlieren 5, die bürgerlichen Tschechen gewinnen 6 und verlieren 8, die Polen gewinnen bisher 4 und verlieren 3 Sitze. Bei den Südslaven ist bisher keine Veränderung zu ver- zeichnen. Die galizischen Ruthenen verlieren 4, die Buckowiner Ruthenen und die Rumänen behalten ihren früheren Besitzstand von 5 Mandaten. Die Italiener gewinnen i Sitz, die Alldeutschen gewinnen 1 Mandat, die Tschechisch-Nationalen verlieren 2, die Parteilosen gewinnen 2 Mandaie. Der Deutsch- nationale Verband, der früher 79 Sitze hatte hat jetzt 104, diese teilen sich in 56 Deutsch-Freiheitliche einschließlich des Abgeordneten Kuranda, 21 Radikale, 24 Agrarier und 3 neue Deutsche Volkspariei.
** Ein Wehrgesetz in Holland. Haag, 21. Juni. Der Ministerpräsident richtete an die Kammer ein« Boischaft, in welcher er verlangt, daß das Wehrgesetz
Deutsches Reich.
i- Der Kaiser in Kiel. Kiel, 21. Juni. Das amerikanisch« Geschwader, bestehend aus den Linienschiffen „Loufiiania", „South Carolina", „New Hampshire" und „Kansas", ist heute morgen 6 Uhr im hiesigen Hafen eingelaufen. Auf der Höhe von Friedrichsort salutierten die Schiffe die deutsche Landesflagge. Die Batterien von Friedrichsort erwiderten den Salut. — Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord lief um 1% Uhr auf der Holtenauer Schleuse in den hiesigen Hafen ein. Die gesamte Flotte, auch die hier liegende amerikanische Linien- schisfsdivision, feuerte den Salut von 83 Schuß. D;e Mannschaften der Kriegsschiffe paradierten und begrüßten den Kaiser, der auf der obersten Kommandobrücke der „Hohenzollern" stand, mit einem dreifachen Hurra.. — Der Kaiser empfing, nachdem die „Hohenzollern" im Hafen eingelau- fen war, an Bord Meldungen der sich in Jrnrne- diatstellungen befindlichen ortsanwesenden Admirale und den Stadtkommandanten und den Loerpräsidenten v. Bülow. Sodann empfing der Kaiser den amerikanischen Botschafter David Hill, welcher dem Kaiser den amerikanischen Kontreadmiral Badger vorstellte, der die Kommandanten seiner Schiffe vorstellte. — Berlin, 21. Juni. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." schobt anläßlich des Besuches des amerikanischen Geschwaders in Kiel: Wir begrüßen in den amerikanischen Gästen die Vertreter einer nahe befreundeten und großen Ration, mit der Deutschland durch mannigfache Bande der Vergangenheit und Gegenwart verknüpft ist, und heißen sie in den deutschen Gewässern und auf deutschem Boden herzlich willkommen.
— D-r Abschluß der Neichsha .' tkass«. Berlin, 21. Juni. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." meidet, ergab der gestrige Jahresabschluß der Reichshauptkasse für das Rechnungsjahr 1910 einen Ueberschuß von 117,7 Millionen Mark. Die Hauptbestandteile des klebet sses sind: Mehr an Zoll- und Steuereinnahmen 57,5 Millionen, an Einnahmen aus dem Bankwesen 3,6 Millionen, Mehrüberschuß der Reichspost 19,7 Millionen, Reichseisenbahnen 11,8 Millionen, Minderausgabe bei der Reichsschuld 9,9 Mil- rten, bei dem Heer 4,7 Millionen und bei der Marine 1,6 Millionen. Dazu treten erhöhte l.. sgleichsbeträge mit 3,9 Millionen. Un- g 'nstiger als der Voranschlag stellt sich nur der
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Marburg ------ .....
.....' -■‘en.)
Die Rückkehr zur Matur.
10) Eine lachende Geschichte Von Agnes Har de r.
(Fortfehung.)
Die Tische zeigten keine Decken. Ein Sofa war mit schwarzem Leder bezogen, das mit weißen Porzellannägelknöpfen garniert war. Keine Bilder. Nur in der einen Ecke des Zimmers ein Eft-sabguß des Athleten mit dem Schabeisen aus dem Braccio Nuovo des Vatikan, und ihm gegenüber ein Skelett, das man im ersten Augenblick für das eines Menschen nehmen konnte, das aber das eines prächtigen Orang-Utan war. Eine wirkliche Kostbarkeit war nur eine kleine Buddha-Statue aus Elfenbein mit einem goldenen Lotosblatt am Nabel. Fufchchcn, die sich die kauernde Gestalt näher betrachten wollte, wurde von Frau Rudies zurückgerissen.
„Wo werden wir denn! Ach Göttchen, ist das ungemütlich."
Vimm bot indessen Vier und Zitronenlimonade an, Dietrich, der natürlich zu Zitronen schwor, bat, Platz zu nehmen, und als man sich um den großen runden Birkentisch arrangiert hatte, sah er sich um, bemerkte, daß auf den runden rötlichen Gesichtern der Jugendfreunde eine leichte Wolke der Verlegenheit lagerte und die straffgespannte Seide, die die Damen ei „hüllte, leicht knisterte, wurde noch einfacher, schlichter Mnb natürlicher und sprach:
„Meine lieben Freundinnen und Freunde. Denn es ist mit ja das seltene Glück zuteil ge- »orden, hier in dem Hause meiner Väter nur
zu Freunden zu sprechen. Alle, die ich hier um mich versammelt sehe, kenne ich aus dem Frühling meines Lebens. Dem Heimatboden treu, wie es in unserer Art liegt, haben die meisten von Euch in diesen Jahren die Weichsel wohl nur überschritten, wenn es sich um den kurzen sommerlichen Urlaub handelte. Vier Wochen Harz — die Schweiz — Tirol —“ er machte oft kleine Kunstpausen, in denen er das bestätigende Kopfnicken der Versammlung einholte — „sollte jemand auch in Italien gewesen sein?"
„Oberitalienische Seen," sagte Rudies selbstgefällig.
„Pariser Weltausstellung," fügte der Direktor einer Aktienbrauerei hinzu.
Dietrich nickte, freundliches Erstaunen zeigend.
„Sonst aber der kräftige Nährboden der ölten Heimat. Mich allein trieb der Frühling fort. Ja, der Frühling. Jene Zeit, da man nur an einen Haselast zu stoßen braucht, um mit Samenpollen bestäubt zu werden, da es wie ein Schrei des Begehrens aus den Fliederbüschen bricht, wie eine schwangere Wolke über dem blühenden Kornfelde ruht. Ich bilde mir ein, besonders innig mit der Natur verbunden zu sein. Der Frühling in meinem Blut äußerte sich überschwänglich. Ich nehme die Gelegenheit wahr, das öffentlich zu bekennen und um Verzeihung zu bitten."
Er erhob sein Glas mit Zitronenlimonade, streifte alle mit einem Blick, der sich bei Fusch- chen zu besonderer Innigkeit vertiefte, und fuhr dann fort:
„Wer jener Richtung zum einfachen, sinnlichen Eenußleben dann weiter tu sich nachgibt,
den möchte ich mit einem Buddhabilde vergleichen. Als Warnung habe ich ihm einen Altar bei mir errichtet, den Alten gleich, die auch die Götter ehrten, die sie fürchteten. Was nützt uns das Fleisch, selbst wenn wir es heilig erklären wollten und mit einem goldenen Lotosblatt bedecken? Nicht um der sinnlichen Genüsse willen lebt der Mensch."
Er machte wieder eine Pause. Einige der f eiten rückten unruhig auf ihren Stühlen hin und her. Nimm, der von neuem anbot, fand, daß Selterswasser reißend abging.
„Demnach heißt die Zauberformel, die ich von meinen Reisen, von meiner genauen Erforschung der Menschen — der Männer und der Frauen — unter das stille Dach der Dechanei zurückgebracht habe: Rückkehr zur Natur! Rückkehr zur Reinheit. Man lache nicht, daß ich deshalb zu den Schneefeldern des Himalaya und in die schwimmenden Blumenhäuser des yangtse- kiang mußte! Dort erst, in der himmlischen Reinheit und im gelben Schmutze, wurde mir klar, wie weit wir uns von der Natur entfernt haben. Wir essen, wenn wir keinen Hunger haben, wir trinken ohne Durst, wir lieben —“ Hasse machte eine unwillkürliche Bewegung, aber der Kiwitt erhob in sanfter Abwehr die Hand —- „naturalia non sunt turpia, Tittnak, wir liben ohne das Bedürfnis des allein reinigenden Zwecks. Wir füllen unsere Häuser mit Staubfängern, anstatt der Luft freien Durchzug zu gestatten, wir verunstalten unsere Körper —“ er erhob sich und stemmte seine Hände unter dem Rock in seine Seiten, so daß man unwillkürlich auf seine schmalen Hüften aufmerksam wurde, seine Augen richteten sich auf den Athleten.
„Wer von uns gleicht ihm noch, dem Apoxyo- menos, dem schlichten Urbild physischer Kraft? — Zurück zur Natur, meine Freunde!
Und als mir das klar wurde, da dachte ich an euch, an meine Jugend. Ich sah euch, wie ich einst das Geschlecht eurer Vordermänner gesehen, in dumpfen Stuben, in Rauchwolken, die Skatkarten in der einen, den Bierkrug oder das Grogglas in der anderen Hand. Das nanntet ihr ein „natürliches" Leben. Und mein Dasein bekam eine Mission. Ich wollte hierher zurückkehren. Nur durch mein Beispiel wollte ich wirken. Ich will niemand zwingen. Ich will nicht Schule machen. Jeder meiner Freunde soll sein gewohntes Glas Bier bei mir finden. Ich selbst esse nut Gemüse und etwas weißes Fleisch; aber meine teure Freundin Sophie soll mit dem Urteil über das heutige Rostbeef nicht zurück- halten dürfen. Ihr sollt mich vorerst nur dulden, meine Freunde. Erst die Zeit soll entscheiden, ob ihr mir folgen wollt. Nehmt mich jetzt so wie ich geworden bin und laßt mich wieder den Euren sein, damit ihr die Meinen werdet. Ich heiße euch willkommen."
Die Gläser klangen aneinander und feierliches Schweigen herrschte. Plötzlich stand Hasse auf.
„Kiwitt, alter Junge, ich denke du bist über« geschnappt. Das macht gewiß die Sonne da daußen. Wart nur, nach einem Jahr, dann ist alles wieder anders. Willkommen bist du uns ällemal, das weißt du, mit oder ohne Natur, in Bier odcr in Zitronensaft. Und Prost."
(Fortsetzung folgt.)