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Jts. 135

Erstes Blatt

Von den

werks wird man diese Verschärfung der Prü- fungsvorschriften nur gutheißen können."

Also es dämmert. Vor Tische freilich las man's anders. Hinterher kommt ihnen dann die Erkenntnis, daß die anderen, dieReak­tionären", den richtigen Wirklichkeitssinn, die Mittelstandsfreundlichkeit von der rechten, näm­lich der helfenden Art gehabt haben.

Konkursstatistik gelangten im ersten Vierteljahr 1911 im Deutschen Reich 2998 neue Konkurse zur Zählung, gegen 2883 im ersten Vierteljahr 1910. Es wurden 615 Anträge auf Konkurseröffnung wegen Massemangels abgewiesen und 2383 Kon­kursverfahren eröffnet; von letzteren hatte in 1454 Fallen der Gemeinschuldner die Konkurs­eröffnung beantragt. Beendet wurden im ersten Vierteljahr 1911: 1945 (1. Vierteljahr 1910: 1948) Konkursverfahren, und zwar durch Schluß- verteilung 1303, durch Zwangsvergleich 444, in­folge allgemeiner Einwilligung 29 und wegen Massemangels 169. In 906 beendeten Konkurs-

46. Jahrg.

1911.

Marburg

Sonntag, 11 Juni

^ieCberbtfiifdjt Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der L-nn- unb Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 <Ä (ohne Bestellgeld), bet unseren ZeitungSftellen

Der Anzetgenprets betragt für die ^gespaltene Zeile ober deren Raum 15 4-> bei auswärtigen Anzeigen 20 4- für Reklamen die Zeile 40 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bet Konkurs kein Rabatt. Verbindlich­keit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Deutsches Reich-,

DieRordd. Allg. Ztg." zum 25. Regent­schaftsjubiläum des Prinzen Luitpold von Bayern. Berlin, 9. Juni. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt anläßlich des 25. Regentschafts­jubiläums des Prinzen Luitpold von Bayern: Mit 65 Jahren zur Leitung des Bayernlandes berufen, führte der Prinzregent mit milder, aber fester Hand die Zügel der Regierung. Von den Tagen, die den Prinzen an der Seite des Königs Wilhelm von Preußen auf blutgetränkter Wahl­statt für die Einigung des deutschen Volkes wir­ken sahen, bis zu der jüngsten Feier zum Ge­dächtnis der Errichtung des Deutschen Reiches immer bewährte sich der Prinzregent als treuer Förderer des Reichsgedankens. Aus warmem Herzen bringen im Verein mit den Söhnen des Vayernlandes die Deutschen aller Stämme dem ehrwürdigen Fürsten aus dem Hause Wittels­bach am morgigen Tage ihre Glückwünsche dar.

Aus der Armeerangliste. Berlin, 8. Juni. Einige Zeitungen ziehen bei Besprechung der neuen Rangliste des preußischen Heeres für das Jahr 1911 beim 8. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 70 un­richtige Schlüffe -aus folgendem Vermerk' Ver­schollen: Leutnants Rommeler, Lange. Es han­delt sich hier nicht mehr um einernstes Geheim­nis", sondern um das tragische Schicksal zweier Freiballonfahrer, die bei einer Ballonwettfahrt auf die Nordsee hinausgetrieben und ertrunken sind. Es unterliegt leider keinem Zweifel mehr, daß die beiden jungen Offiziere umgekommen sind.

Die Reichsfinanzen. Berlin, 8. Juni. Das Kaiserliche Statistische Amt veröffentlicht eine Darstellung der Finanzen des Reiches und der deutschen Bundesstaaten. Die Nachweise be­ziehen sich auf Voranschläge auf das Rechnungs­jahr 1908. Insgesamt betragen die Staatsaus­gaben nach den Voranschlägen der Bundes­staaten 5869 Millionen Mark (darunter außer­ordentliche 263 Millionen), für das Reich 3032 Millionen Mark (darunter außerordentliche 1910 Millionen Mark), die Staatseinnahmen in den Bundesstaaten 5882 Mill. Mark, in dem Reich 3032 Mill. Mark (darunter außerordent­liche aus dem Grundstock, Anleihen und sonstigen Staatsfonds 334 bezw. 191 Millionen). Unter den ordentlichen Ausgaben und Einnahmen der Bundesstaaten stehen die Erwerbseinkünfte mit 2848 bezw. 3742 Mill. Mark an erster Stelle.. Der Hauptanteil entfällt auf die Staatseisen­bahnen mit 2082 bezw. 2718 Mill. Mark. Die Ordentlichen Ausgaben und Einnahmen des Reiches an den Erwerbsanstalten mit 756 bezw. 872 Millionen entfallen hauptsächlich auf Post und Telegraph mit 610 bezw. 72 Mill. Mark, auf die Eisenbahnen mit 106 bezw. 122 Millionen. Die nächstwichtigste Einnahmequelle bilden die Steuern und Zölle. Die Bundesstaaten erheben an direkten Steuern 726 Millionen, an Auf­wandsteuern 108, an Verkehrssteuer 105, an Erb­schaftssteuer 30 Millionen Mark. Die Bundes­staaten besitzen an Domänen ein Areal von 770 109 Hektar, an Forsten 5 056 485 Hektar. Die Staatseisenbahnen repräsentieren eine Länge von 54 003 Kilometern, im Reich 1875 Kilometer mit einem Anlagekapital von 5687, im Reich 810 Mill. Mark. Die fundierten Staatsschulden betragen zu Beginn des Rechnungsjahres 1910 für die Bundesstaaten 14 029, darunter Preußen 8777, Bayern 2155, für das Reich 4557 Mill. Mark. Die schwebenden Schulden betragen ins­gesamt 1037 Millionen und entfallen hauptsäch­lich auf das Reich mit 340 und Preußen mit 645 Millionen Mark.

Hauptversammlung des Berbandes deut­scher Beamtenvereine. Dresden, 9. Juni. Heute vormittag fand in dem großen Saale des Zoo­logischen Gartens in Gegenwart des Ehrenvor­sitzenden des Staat.ministers v. Seydewitz, zahl­reicher Vertreter der Staatsregierung und der städtischen Behörden statt.

Konkursstatistik. Nach der vorläufigen Mitteilung des Kaiser!. Statistischen Amts zur

Ausland.

** Carnegie-Stiftung für Holland. Haag, 9. Juni. Carnegie stellte der holländischen Re­gierung 500 000 Gulden zur Gründung eines Fonds für Lebensretter zur Verfügung.

** Das neue belgische Kabinett. Brüssel, 9. Juni. Der bisherige Finanzminister Libaert lehnte die Bildung des neuen Kabinetts ab. Darauf berief der König den bisherigen Eisen­bahnminister de Broqueville, der sich Bedenkzeit erbat und dann nach anderthalbstündiger Kon­ferenz mit dem König die Kabinettsbildung übernahm.

** Verweigerung eines kirchlichen Leichen» begängniffes für Rouvier. Paris, 9. Juni. Die Witwe des verstorbenen Ministers Rouvier hatte den Wunsch ausgesprochen, daß ihr Gatte ein kirchliches Leichenbegängnis erhalte. Der Pariser Erzbischof weigerte sich jedoch, diesem Wunsch zu entsprechen, weil das Parlament gerade unter der Ministerpräsidentschaft Rou- viers das Gesetz über die Trennung der Kirche vom Staate erörtert und angenommen habe.

** Bon den Winzern. Der Winzerausschuß in Bar-sur-Aube hat nach Prüfung der Beschlüffe des Ministerrates eine Resolution angenommen, in der er das Bedauern darüber ausspricht, daß Ministerpräsident Monis, dem der Ausschuß bis­her das größte Vertrauen entgegengebracht habe, die Aube-Weine durch die neuen Bestimmungen diskreditiert habe. DemPetit Journal" zu­folge belaufen sich die Kosten der durch die Winzerunruhen hervorgerufenen militärischen Besetzung des Champagner-Gebietes auf 420 000 Franks täglich; die bisherigen Gesamttosten be­trügen bereits an 23 Millionen.

** Russisches. Petersburg, 9. Juni. Der Kanzkeidirektor im Verkehrsministerium Kam­merherr Paltow wurde seiner Aemter enthoben. Er wird zur gerichtlichen Verantwortung ge­zogen, da er sich Erpreffungen und der Annahme von Schweigegeldern schuldig gemacht haben soll.

** Marokko. Aus Fez wird vom 5. Juni ge­meldet: Die Marokkaner griffen in der ver­gangenen Nacht das Lager an, wurden aber durch Artilleriefeuer, das ihnen große Verluste beibrachte, zurückgetrieben. Die Kolonnen Bru- lard, Gouraud und Dalbiez rückten in der Frühe aus dem Lager, um die Beni Mter zu zerspren­gen. 6000 Beraber griffen di? Kolonnen Über­aus erbittert an, wurden aber unter starken Ver­lusten von der Artillerie auseinander getrieben. Da die Bewohner Vhalils ihre Unterwerfung verweigerten, beschoß Artillerie ihre Stadt­mauern und eine Kompagnie der Fremdenlegion zerstörte die Wohnungen der Häupter des Auf­ruhrs. Auf französischer Seite fielen 5 Mann, 20 wurden verwundet. Nach einer Meldung aus Fez vom 6. Juni hat ein Kurier, die Nach­richt überbracht, die Bewohner von Mekines öffneten weder den Berabern noch den Fran­zosen ihre Tore. Mulay Zin soll den Heiligen Krieg proklamiert haben. Paris, 9. Juni. Der Berichterstatter desEcho de Paris", Mar­quis de Sägonza, hatte eine Unterredung mit Mulay Hafid, der u. a. erklärt haben soll : Die Franzosen haben Europa gegenüber die Ver­pflichtung übernommen, Marokko zu paziftzieren und die Ordnung und die Handelsfreiheit wie­derherzustellen. Die Franzosen haben sich ver- | pflichtet, unter bestimmten Bringungen meine |

Hochflüge.

Im engeren Kreise der Sportgemeinde tut man so, als hätte man soeben den Einzug des siegreichen Heeres miterlebt: einen neuen Welt- rekord im Höhenflug mit Passagier hat während der Berliner Flugwoche ein deutscher Flieger aufgestellt. Auch wir anderen, die nicht zur Ge­meinde gehören, freuen uns, daß nun nicht mehr die Franzosen auf der ganzen Front des Flug­wesens an der Spitze marschieren. Der Berliner Sieger heißt Hirth und ist Sohn eines Stutt- garten Fabrikanten. Es gibt manche weiß- bärtige Männer bei uns, die sich danach sehnen, d"ß wieder einmal ein wirklich großer Anlaß tarne, der die gesamte Nation wie einen Mann aufstehen ließe. Zu einem neuen nationalen Hochfluge; nur diesmal nicht mit Flugzeug.

Auf der Balkanhalbinsel fordert der Größen­wahn seine Opfer. Leider bekommt König Niko­laus von Montenegro auch noch aus der Ferne Auftrieb, so daß er steigt und sich bläht wie ein Gasballon. Der russische Hof, deffeneinziger Freund" er nach dem bekannten Worte Alexan­ders III. ist, und der italienische König, dem er als Schwiegervater besonders nahe steht, schicken Waffen, Uniformen und vor allem Geld, viel Geld. Am Pfingstmontag erklärte der Gerne­groß der Schwarzen Berge, der Krieg mit der Türkei sei unausbleiblich, und Montenegro würde sofort anfangen, wenn nur Griechenland mittäte. Das ist nun nicht etwa dementiert worden, sondern am Mittwoch fügte König Niko­laus noch hinzu: als Siegespreis betrachte er eine Abrundung feines Landes nach innen und die dalmatinische Küste. Das ist wirklich auch eine Art Weltrekord. Wenn der neugebackene König des Duodezländchens nut nicht mitteninne abstürzt.

Die Franzosen benehmen sich in Marokko schon vollständig wie die Herren des Landes und haben in Debdu (südlich von Fez) deutsche Verg- bauexperten einfach ausgewiesen. Fieberhaft streben sie ihrem Plane eines Weltreichs am Mittelmeer nach, das in Afrika von Tripolis über -tunis und Algerien nach Marokko reichen und über dasfreundwillige" Spanien hinweg mit Frankreich verbunden sein soll. Ein Riesen­heer von Schwarzen schlägt die Schlachten dieses Reiches. Inzwischen macht die Republikani- sierung der anderen romanischen Südstaaten nach Portugals Vorgang Fortschritte, und schließlich hat in einem großenlateinischen Bunde" Frankreich die Hegemonie. Dann zittert, ihr Prusfiens! Diesen Ueberspanntheiten leisten einige unserer neuen vollberechtigten Vundes- brllder in Elsaß-Lothringen noch Vorschub. Und . da sollen die Franzosen keine hochfliegenden Träume haben? Sie denken, wenigstens sehr viele und Einflußreiche unter ihnen, noch immer, daß sie einst Herren des Rheins würden. Aber im rechten Moment versagt die Zündung.

Mitarbeiter zu fein. Nun denn, wenn die Ver­träge nicht leere Worte sind, dann werden di« Franzosen mir Helsen, diese Aufgabe bis zu Ende durchzuführen. Wenn man den Anspruch erhebt, unserem Zusammenwirken eine bestimmte Frist zu setzen, so kennt man nichts von der Lage dieses Landes und von dem Widerstand, mit dem wir zu kämpfen haben. Ich wundere mich nur darüber, daß so viele Leute sich zu Verteidigern dr marokkanischen Integrität aufwerfen, wäh­rend doch niemand daran denkt, dieselbe zu ver­letzen. Mögen die Franzosen mit dem Abmarsch warten, bis wir selbst es verlangen! (?)

** Die türkische Presse zu dem Artikel des Fremdenblattes". Konstantinopel, 9. Juni. Bis jetzt kommentieren den Artikel desFrem­denblattes" nurSabah",Zia" undJeune Iure". Unter dem Titel:Es ist Zeit aufzu- wachen" warntSabah" vor inneren Zerwürf­nissen in einem Zeitpunkt, wo sie sich mit Le­bensfragen beschäftigen sollten. Die Regierung müffe Mittel zur inneren Reformierung suchen und der beste Anlaß hierzu sei die Reife Des Sultans. Es sei möglich, von der Anhänglichkeit der Bevölkerung an den Sultan zu profitieren. Zia" weist die Behauptung zurück, daß die Be­wegung durch die bei der Waffeneinteilung er­folgte Haltung hervorgerufen wurde und fragt, ob nicht auch Fremde, welche die Rebellen un­aufhörlich aufhetzen, verantwortlich seien. Die einzige Maßregel gegen die Verräter an dem Bestände des Reiches bilde die Repression. Das Blatt drückt sein Befremden über den Passus des Fremdenblattes" aus, betreffend der mit den Albanern bestehenden Bande sowie betreffend den Schutz der katholischen Albaner, durch wel­chen die ottomanische Eigenliebe verletzt werde. Das BlattJeune Turc" bedauert die Sprache desFremdenblattes". Es schreibt die Wirren in Albanien den Machenschaften Montenegros und den verantwortlichen Kreisen Italiens zu. Oesterreich-Ungarn könne, wenn es friedliebend fei, Albanien nicht den fremden Machenschaften preisgeben.

Marburg und Umgegend- (Nachdrack aller Driginalarhtcl ist gemäß § 18 bej Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oberhess. Ztg * gestattet.)

Marburg, 10. Juni.

* Bon der Post. Der telegraphische Unfall­meldedienst ist auf Nesselbrunn und Weiters- hausen ausgedehnt worden.

Rechtzeitige Anmeldung der Unterftützungs- ansprüche für Reservisten. Die Reservisten, die zu den Hebungen einberufen werden, erhalten bekannt­lich das Recht, für ihr: Ehefrau und ihre Kinder eine Unterstützung zu verlangen. Es fei nun darauf hingewiesen. daß die Forderung auf Unterstützung Bei der Behörde rechtzeitig gestellt werden mutz, trenn der Anspruch von dec Behörde anerkannt wer­det: sol(. Die Forderung kann tchon vor dem Ein­rücken des Reservisten gestellt werden. Als spätester Termin kommen nur Wochen ..ach Beendigung der Hebung in B-tracht. Bei der großen Anzahl der zn den Reseroeübungen Einberufenen ist die Be­hörde nicht in (er Lage festzustellen, wer auf Unter- stützungen Anspruch hat. Sie zahlt auch Unter« stützungen ohne Antrag nicht aus. Der Antrag kann sowohl von dem Reservisten selbst, als auch von einem seiner Familienangehörigen bei der Gemeinde­behörde desWohnsitzes des Reservisten gestellt wer­den, wenn de: Militärpatz bei der Gemeindebehörde vorgelegt wird. Es kommen nur solche Reservisten in Betracht, die nicht Staats- oder Eemeindebeamte sind, da diese während der Zeit ihrer Hebungen ihr Gehalt weiter beziehen. Die schnellste Erledigung finden alle Anträge, die schon vor dem Einrücken des Reservisten von ihm oder einem seiner Familien­angehörigen gestellt worden sind. Die Unterstützungen, die nur eine Entschädigung für das ausfallende Ein- ' kommen während der Hebungszeit des Reservisten darstellen, werden nur an solche Reservisten gezahlt, di: einen Hausstand zu unterhalten haben. Die Höhe der betreffenden Entschädigung ist je nach der Größe der Familie des Reservisten folgendermatzcn festge- setzt und wird in diesem Rahmen bewilligt: Insge­samt erhält die Ehefrau für ihre sämtlichen Ange­hörigen 60 Prozent des durch die Verwaltungsbe­hörde bestimmten üblichen Tagelohns. Für sich allein . erhält die Ehefrau des (Einberufenen 30 Prozent de- Tagelohns, jedoch mit der Einschränkung, daß außer der Ehefrau nicht mehr als drei Angehörige unterstützt werdem Durch diese Maßnahme ist dafür gesorgt, daß die Familien der Ginberufenen während der Zeit, wo der Familienvater keinerlei Verdienst hat, ihr regelmäßiges Auskommen haben. De»; Staats- und Gemeindebeamten wird während der Hebungszeit das Diensteinkommen ohne Mutet»; brechung ausgezahlt, sodaß ^nei eine Unterstützung,

Politische Umschau.

Bor Tische las man's anders!

Der sogenanntekleine Befähigungsnach­weis" ist seinerzeit von den rechtsstehenden.Par­teien in-richtiger Gklenntnis deffen, was dem Handwerk frommt, durchgebracht worden, aber gegen den schärfsten Widerspruch der Freisin­nigen. Jetzt schreibt der freisinnigeMittel­schlesische Volksfreund" in Schweidnitz:

Das Gesetz über denkleinen Befähigungs­nachweis" bürgert sich immer mehr ein. Das gibt sich am besten dadurch kund, daß zum dies­jährigen Ostertermin der Andrang zu den Meister- und Gesellenprüfungen außerordentlich stark war. Die Ansprüche an die abzulegenden Prüfungen werden immer höher. Lehrlinge ohne hinreichende Kenntnis im Rechnen und Schreiben können die Gesellenprüfung nicht be­stehen und die Gesellen ohne Kenntnis der Buch­führung, Kalkulation usw. fallen bei der Meisterprüfung glatt durch. Dieses Vorgehen der Prüfungskow: ission ist auf die Handwerker- ßnnungen selbst zurückzuführen, die ständig da­rüber klagen, daß die theoretischen und prak­tischen Anforderungen oft recht mangelhaft seien »nd geradezu eine Gefahr für das Handwerk be­deuteten. Im Jntereffe des deutschen Hand­

verfahren war ein Eläubigerausschuß bestellt.

2998 neuen u. den 1945 be­

bte Post bezogen 2.25 <Ä (ohne Bestellgeld), und bet Expedition (Markt 21) 2.00 * frei ins Haus, (gut unser, langt «mefanbte Manuskripte übernimmt die Redaktion feine riet Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. ». Koch (Inh.: Dr. Hiheroth), Markt 21. Telephon 65.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwittschastliche Beilage.

endeten Konkurs-

verfahren betrafen:

Natürliche Personen

2175

1543

Nachläße

575

228

Handelsgesellschaften

98

97

Eenoffenschasten

16

12

andere Gemeinschuldner

134

65