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MchM Bcitung mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage.

Jti 60

TicObcrhessischr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 <M. frei ins Haus. (Für unver­langt zugefandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Sonnabend, 11. März

Der Anzeigenpreis betragt für die 7gespaliene Zeile oder deren Raum 15 bei auswärtigen Anzeigen 20 A, für Reklamen die Zeile 40 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlich« keit für Platz-, Tatenvorschrist und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

46. Jahrg.

1911.

Erstes Blatt

Die Krankheit des Prinz«« Adalbert.

der Audienz zur kaiserlichen Frühstückstafel ein« geladen.

Bett. Die Entzündung ist leichterer Art und nimmt einen günstigen Verlauf. Eine Opera­tion ist nicht in Aussicht genommen.

Bon der Jubelfeier des bayerischen Prinzregenten. München, 9. März. Zm glän­zend erleuchteten Ballsaale der Residenz und den anstoßenden Nebensälen fand heute Nachmittag eine große Ealatafel statt für alle, welche heute Vormittag an der Landeshuldigungsfeier für den Regenten teilgenommen hatten. Im Ver­laufe der Tafel wies Prinz Ludwig darauf hin: Der Prinzregent sei der erste Wittelsbacher, der das seltene Alter von 90 Jahren erreicht habe. Das gelte zu gleicher Zeit der 25jährigen Regie­rung des Regenten. Die Fortschritte, die Bayern in seiner Entwickelung auf allen Gebieten in die­sen 25 Jahren machte, sei weltbekannt. Der Prinz schloß mit dem Wunsche, daß der Regent mit gleicher Gesundheit und Rüstigkeit noch

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 20.

(504 300 M) abschließt und 99 300 ,4 (112 900 «4) Zuschuß erfordert. Für einen gründlichen Umbau des Kuchenbaues werden 100 000 «4 bewilligt. Debatte, los werden auch die Einnahmen und Ausgaben de» Laudeshospitals Merxhausen, bte , 485 000 <4 (442 000 X) erfordern und 127 500 X * (136 500 «*) fordern, genehmigt. .

®6fl. Landrat v. Gehren-Homberg berichtet | fifcet den Voranschlag der Hinnahmen «nd Ausgabe« L bei Taubstummeiaustalt zu Homberg/

Die Privatbeamten-Versicherung.

lleber das in dem Privatbeamtenverficherungs- entwurfe vorgeschlagene Verhältnis der Privat- »ersicherungskassen zu der in Aussicht genommenen Reichsversicherungsanstalt findet sich in dem neuesten Geschäftsberichte der Deutschen Bank, die für ihre Beamten einen besonderen Bramten-Fürsorgeverein eingerichtet hat, folgende Betrachtung: Der Beamten-Fürsorgeverein ist auf dringenden Wunsch seitens der Beamten unserer ausländischen Nieder­lassungen auf diese ausgedehnt worden. Außerdem wurde den Beamten der Deutschen lleberseeischen Bank sowie der Deutschen Treuhand-Gesellschaft der Beitritt ermöglicht. Insgesamt gehören dem Verein zurzeit 5593 Versicherte an. Der Beitrag der Deutschen Bank für das erste auf elf Monate be­schränkte Geschäftsjahr betrug 928 808,62 <4 und wird sich nach der jetzigen Mitgliederzahl in 1911 auf mehr als 1200 000 M stellen. Mit der Er­richtung des Vereins hatten wir zurückgehalten, bis durch die zweite Denkschrift des Reichsamts des Innern zu dem Gesetz betreffend die Versicherung oer Privatangestellten in Aussicht gestellt war, daß Hauskassen neben der für das Deutsche Reich zu er­richtenden Reichsversicherungsanstalt als Ersatzkassen I anerkannt würden. Im Widerspruch mit der Denk­schrift macht der kürzlich veröffentlichte Gesetzent­wurf den Fortbestand der Hauskassen unmöglich, auch wenn sie, wie unser Verein, auf versicherungs- -echnisch solidester Grundlage und in der Haupt­sache auf freiwillig übernommenen Opfern des Arbeitgebers aufgebaut sind. Der Entwurf läßt Hauskcrffen zwar dem Wortlaut nach bestehen, ent­hebt aber ihre Mitglieder nicht von der Versicherung bei der Reichsversicherungsanstalt und nötigt die Hauskaffen, aus ihren Mitteln entsprechende Bei­träge an die Versicherungsanstalt abzuführen. Da nun die Versicherungsanstalt bei ihrem kostspieligen Verwaltungsapparat nicht gleiche Leistungen wie Hauskaffen gewähren kann, würden, falls der Ent­wurf Gesetz wird, die Versicherten (an beiden I Stellen zusammen) für die gleichen Beiträge ge- I ringer: Renten erhalten, wie bei alleiniger Ver- I stcherung bei der Hauskaffe. Durch das Gesetz in de: I eingebrachten Form würde unseren Beamten also I nichts gegeben, nur genommen; sie empfinden die I drohende Maßnahme als eine zwangsweise Ent- I ziehung erworbener Ansprüche ohne Entschädigung. I Um die Wirkungen ziffernmäßig zu illustrieren, hat I un'er versicherungstechnischer Beirat in einer Auf I stellung die Pensionen berechnet, die ein Beamter I erhielte, wenn er allein bei unserem Verein und r wenn er dem Entwurf gemäß gleichzeitig bei dem I Verein und der Reichsversicherungsanstalt versichert I wäre. Er hat für den Eintritt in die Versicherung I ein Alter von 20 Jahren und 1500 <4 als Anfangs- I gehalt angenommen, welches sich jährlich um 100 <M I erhöht. In diesem Falle würde die Kürzung, wenn I die Invalidität unmittelbar nach der zehnjährigen I Wartezeit eintritt, auf mehr als 50 <4 pro Jahr. I bei Eil tritt der Invalidität in höherem Alter auf I bis über 700 =4 jährlich sich stellen! Mit unseren I Beamten hoffen wir, daß das Gesetz derartige I Wirkungen vermeiden und, in Würdigung de: sozialen Bedeutung von Hanslassen als Bindeglied I zwischen Chef und Angestellten, Ersatzinstitute inso- I weit zulasten wird, als sie ohne Einschränkung der I Freizügigkeit ihre Aufgaben erfüllen.

36. Kommunallandtag für den Regierungsbezirk Cassel.

88 Cassel, 9. März.

I Im großen Sitzungssaale des Ständehauses wurde I heute vormittag die erste Plenarsitzung des Kom- I munallandtages durch den Vorsitzenden, Herrn Kam- I merherrn Rabe v. Pappenheim-Liebenau eröffnet. I Bei bet Eröffnung der heutigen Sitzung gab der I Herr Vorsitzende eine Anzahl von Eingängen und I Eingaben bekannt. U. a. haben die Abgg. Landrat I und Geh. Regierungsrat v. Negelein-Mar- I bürg, Oberbürgermeister Troje-Marburg unb! I und Forstmeister Wolf-Wetter den Antrag ge- I stellt, der Kommunallandtag möge ge- I eignet erscheinende Schritte ergreifen, I um die Errichtung einer Stiftungsuni- I versität in Frankfurt a. M. zu verhin- I dern.

I Die Berichte der Wahlprüsungs- und Rechnungs- I kommistion wurden debattelos zur Kenntnis ge- I nomnten.

Es wurden nunmehr die Voranschläge für Landkrankenhäuser beraten, lleber den Vor­anschlag der Einnahmen des Landkrankenhauses zu Castel für das Etatsjahr 1911 berichtete Abg. Dr. Kind- Fulda. Der Voranschlag schließt ab in Ein­nahme und Ausgabe mit 453 900 .4 einschließlich 18 600 .4 zu einmaligen ordentlichen Ausgaben (gegen 443 500 <4 einschließlich 11500 .4 im Vorjahr) und erfordert einen Zuschuß aus der Landeshauptkaste von 184 000 JH (194 420 <4).

lleber den Voranschlag der Einnahmen und Aus- gaben des Landkrankenhauses zu Eschwege für das laufende Rechnungsjahr berichtet Abg. Kam- merherr v. K e u d e l l -Eschwege. Dieser Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 48 500 «4 ein­schließlich 600 «4 zu einmaligen ordentlichen Aus­gaben (gegen 37 300 int Vorjahr) ab und erfordert einen Zuschuß von 24150 <4 (18 630 J().

Abg. Sanitätsrat Dr. Kind- Fulda berichtet über den Voranschlag des Landkrankenhause» zu Fulda für das Rechnungsjahr 1911. Dieser stellt sich in Einnahme und Ausgabe auf 209 800 «M einschließlich 15 290 <4 zu einmaligen ordentlichen Ausgaben (208 700 «4 und 8700 <M. i. V ), die Landes­hauptstelle muß einen Zuschuß von 58 160-4 (65 680-4) leisten. Weiter berichtet Abg. Dr. Kind über den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des Landkrankenhauses zu Hanau. De: Vor­anschlag für 1911 stellt sich in Einnahme und Aus­gabe auf 183 200 <4 einschließlich 7800 ,4 zu ein­maligen ordentlichen Ausgaben (gegen 174 700 -4 und 5900 -4 im Vorjahr). Don der Landeshauptkasse wird ein Zuschuß von 110 500 -4 (104 000 -4) ge­fordert.

Abg. Bürgermeister St r a u ß - Hersfeld berichtete über »n Voranschlag des Landkrankenhauses z u H e r s f e l d für das Jahr 1911. Dieser stellt sich in Einnahme und Ausgabe auf 66 300 -4 einschließ­lich 3886 -4 zu einmaligen ordentlichen Ausgaben (gegen 59 200 -4 int Vorjahr). Der Zuschuß der Landeshauptkaffe beträgt 19 700 .4 (16 600 -4).

Den Vorsitz übernimmt Abg. Oberbürgermeister Dr. Gebe sch us-Hanau. Abg. Geh. Reg-Rat Noeldechen -Fritzlar berichtet über dir Einnah­men und Ausgaben der Landesheilanstalt zu Marburg für das Etatsjahr 1911. Der Voran­schlag stellt die Einahmen und Ausgaben auf 388 600 <M einschließlich 10 500 <4 für einmalige or­dentliche Ausgaben (gegen 372 300 M und 7500 <*). Der Zuschuß aus der Landeshauptkaste beträgt 178 600 <4 (171 900 -4). Die Eesamtbelegung der Anstalt hat sich um 22 Köpfe erhöht, und zwar find in der ersten Klasse 9 Kranke weniger, dagegen in der zweiten Klaffe 4 und in der dritten Klaffe 27 Kranke . mehr verpflegt worden. Da sich unser dem gegen- . wärtigen Krankenbestande eine ganze Anzahl unheil­barer Kranker befindet, so kann dieser Krankenbe­stand nur als ein vorübergehender angesehen werden und als Unterlage für die Durchschnittsbelegung für das Etatsjahr nicht gelten. Immerhin wird die Durchschnittsbelegung von 305 Kranken (295) mit 111325 Verpflegungstagen dem Voranschlag zugrunde gelegt. Abteilungsarzt Dr. Giese ist am 1. Januar 1911 nach Haina versetzt worden, Abteilungsarzt Dr. Richard ist aus dem Anstaltsdienst ausgeschieden. ! Der Kommunallandtag genehmigte diesen Voran- ' schlag, ebenso die Voranschläge für das Landes­hospital in Haina, der bei einer Belegung von wieder 870 Kranken mit 318 420 Verpflegungstage« in Einahmen und Ausgaben mit 516 510 <4

japanische Gesandte in Peking. Ziuin, erklärte in einer Rede die et in der asiatischen Gesandt schast hielt, Japan müsse zur Wahrung des ??:»- dens für die Integrität Chinas jedes Ovfer ytäu^tinTabSr* ?*? ^^bWurei eifIärt- bie Bevölkerung I Mumm v. SchErwnstein^ ÜberrEs iMde"

$reu£en j £ durch die Pest-Epidemie, die in der Provinz I kicher Audienz dem Kaiser von Japan sein Ab-

ßtet wegen der Blinddarmentzündung das I Mulden allein täglich Hunderte dahinraffe, hl ' berufungsschreiben. Der Botschafter rou&e nach

Deutsches Reich-

Bom Kaiser. Kiel, 9. März. Der Kaiser unternahm heute Vormittag einen Spaziergang chis zur Prinzenvilla und besuchte den Prinzen »Adalbert auch die Kaiserin verweilte dort längere Zeit. Nachmittags unternahm der (Kaiser _eine Fahrt nach den Holtenauor Schleu­sen, besichtigte die neuen Schleusenanlagen und fetzte die Fahrt in den Kanal hinein bis zu der Levensauer Hochbrücke fort. Von hier kehrte der Kaiser auf demselben Wege zum Königlichen Schlöffe zurück.

Kaiserliches Beileid. Berlin, 9. März. Aus Anlaß des Ablebens des Bischofs Dr. vingelstad sandte Kaiser Wilhelm II. folgendes kelegramm:Ich nehme an dem Hinscheiden des pischofs Dr. Dingelstad herzlichen Anteil und spreche dem Domkapitel zu dem schweren Verluste »ein wärmstes Beileid aus."

Schrecken versetzt. Sie gedenke ferner des Un­heils, das die Boxerbewegung im Jahre 1900 hervorgerufen habe und wünsche keineswegs durch deren Wi^erholung ihre Lage zu ver­schlimmern. Die Verschiebung der chinesischen Truppen und die Reorganisation der Dorfmiliz bezwecke die Bekämpfung der Tschungusen und dürften nicht als Anzeichen feindseliger Gesin­nung der chinesischen Regierung gegen die Aus­länder aufgefaßt werden.

Rußland und China. Aus Peking wird dem Reuter-Bureau gemeldet: Die im Zusam­menhang mit den Verhandlungen zwischen Ruß­land und China kürzlich erfolgten Aufklärungen sind anscheinend keine Anzeichen einer neuen politischen Phase gewesen. China erklärte im Oktober, es erkenne nicht an, daß die Ruffen in den neuen Herrschaftsgebieten irgend wie grö- ßere Rechte hätten als im eigentlichen China. I lange dem Lande erhalten bleibe zum Segen I Das Resultat dieser Mitteilung war, daß Ruß- I Bayerns und zum Segen des ganzen deutschen I *«b im Dezember eine Note an China richtete, I Reiches. Unmittelbar, nachdem das Hoch ver- I fast auf ein Ultimatum hinauslaufend, in der I klungen und die Regentenhymne gespielt war, er- I besonders auf das Recht, freien Handel zu trei- I hob sich der Regent und sprach mit kräftiger I ben und weitere russische Konsulate zu errichten, Stimme seinen herzlichen Dank aus für die Hui- I ferner darauf hingewiesen wurde, daß die Auf- digung. All dem Empfinden, so fuhr der Regent I pechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen zu I fort, das mich in dieser Stunde bewegt, gebe ich I China nur unter der Bedingung einer klaren Ausdruck mit dem innigsten Wunsche für unser I Anerkennung dieser Rechte möglich sei. China deutsches Vaterland, deffen Wohl Zeit meines I erwiderte, seine Ansichten seien nicht auf irgend- Lebens mein Denken und Handeln gewidmet I eine willkürliche Interpretation des fraglichen

I war. Der Regent schloß mit einem Hoch auf I Vertrages gegründet. Die später erfolgte Roti- I Bayern und sein treues Volk. I fizierung, daß die Antwort einen schlechten Ein-

Singers Mandat. Berlin, 9. März. Der I druck in Petersburg gemacht habe, rief keine I Oberpräsident hat die Ersatzwahl für den ver- I Aenderung in der Haltung Chinas hervor. I storbenen sozialdemokratischen Reichstagsabge- I ** Die Bereinigte« Staate« und Mexiko, ordneten Paul Singer auf Montag, den 10. I Washington, 9. März. Übereinstimmend herrscht I April, festgesetzt. Die Wählerlisten liegen vom I die Ansicht, daß die bezüglich der Verhältniffe in I 13. März aus. I Mexiko jüngst wiederholt etngegangenen beun-

I s ii j " I ruhigenden Meldungen durch den vom amerika-

I . I Nischen Botschafter in Mexiko, Wilson, persön-

I «lUSlttTlD. I lich erstatteten Berichte bis zu einem gewiffen

** Frankreich und Marokko. Paris, 9. März. I Erade bestätigt werden. Glaubwürdig wird be- I Anläßlich der beunruhigenden Meldungen über I richtet, daß Wilson die Möglichkeit einer Er- I die Lage in Marokko schreibt Jaurtzs in derHu- I Hebung gegen die Amerikaner und amerikani- I manit6": Die in Marokko verfolgte zweideutige I fa)en Eigentum fürchtete und die Besorgnis I und verfehlte Politik wird bald ernste Schwierig- I hegte, daß die Regierung des Präsidenten Diaz I leiten verursachen und man kann Voraussagen, I unmöglich fein würde, die bestehende Erhebung I daß die Nebenbuhlerschaft der Franzosen und I in angemessener Zeit zu unterdrücken. Es wird I Spanier, deren Begierden immer schwerer zu I geglaubt, daß die blofe Anwesenheit starker ame- I zügeln sein werden, schlimme und gefährliche I rikanischer Streitkräfte an der Grenze von I Reibungen Hervorrufen wird. Das Wiederer- I Mexiko genüge, um Angriffe auf Ausländer in I wachen der marokkanischen Frage wäre um so I Mexiko zu verhindern. Mexiko, 9. März. Der I beklagenswerter als t*r allgemeine Zustand der I Geschäftsträger der Vereinigten Staaten gab I internationalen Beziehungen unsicher und etwas I dem Minister des Aeußeren die Erklärung ab, I gespannt sei. Eine allem Anscheine nach I Taft wünsche der Hoffnung Ausdruck zu geben, [ offiziöse Mitteilung besagt: In gewissen Kreisen I daß die unbeariindeien, sensationellen Mutma- hat man den Wunsch ausgesprochen, die Regie- I Hungen der Blätter über die rnililärischen Maß- rung möge dem Oberbefehlshaber des Besatz- I nahmen in Texas und anderen Orten keine Miß- ungskorps in Casablanca, General Meinier, I Verständnisse zur Folge haben würden. Tast Verstärkung schicken, damit dieser eine Expedi- I versichere den Präsidenten Diaz. die erwähnten tion zur Züchtigung des Zaer-Stammes wegen I Maßnahmen hätten keine Bedeutung. die den be- des Ueberfalls auf die Kolonne Marchands un- I freundeten Rackbarn im Süden beunruhigen ternehme. Die Regierung ist gegenwärtig jedoch I könnten. Der Minister Creel dankte int Namen nicht geneigt, zu einer derartigen Expedition I des Landes für diese Erklärung. Newyork, 9. die Ermächtigung zu erteilen; sie ist der Ansicht, I März. Der mexikanische Botschafter, der beute daß es Sache des Sultans Mulay Hafid fei, die I Nachmittag eintraf, hatte mit dem aus Paris Schuldigen zu bestrafen und die Ordnung im I zurückgekehrten Finanzminister Limantour eine Zaer-Stamme aufrecht zu erhalten. I Besprechung, in der er erklärte, die Beziehungen

** Die Fremdenlegion. Paris, 9. März. Der I zwischen den beiden Ländern feien so herzlich Matin" hat einen Berichterstatter nach Saida I und der Verkehr der Negierung der Union- in Algerien entsandt, um Untersuchungen über I staaten mit der mexikanischen Verwaltung so die Lage der Fremdenlegionäre anzustellen. Die- I unveränderlich aufrichtig, daß Mexiko keine Be­fer teilt unter anderem mit, daß die Zahl der | denken hat, die rückhaltlose Erklärung hinzuneh- j Minderjährigen im zweiten Fremdenlegion-Re- I men, die im Meißen Hause über den Grund be*: giment bei einem Mannschaftsbestand von 5900 I Truppenbewegung in Texas gegeben wurde. Mann 173 betrage, darunter 42 Deutsche. I Berlin, 9. März. Der amerikanischen Gesandt-

** Portugal. Der Bischof von Oporto ist in I schäft ging eine Devefche des mexikanischen Mi- der Kolonialen Missionsschule von Sernache do I nifferiums des Aeußern zu, in der festgestellt Bomjardim interniert und der Aufsicht des dor- I wird, daß die Mobilisierung des amerikanischen «gen Rektors unterstellt worden. I Heeres mit der Politik nichts zu tun hat und

** Aus dem englischen Unterhaus. London, I daß die Beziehungen zwischen Mexiko und den 9. März. Im Unterhaus erwidert^Staatssekre- I Vereinigten Staaten sehr gut seien. Der Ge- tär Sir Edward Grey auf eine Anfrage über I sundbeitszustand des Präsidenten Diaz wird die Unruhen im Süden Persiens, der britische I ebenfalls als gut bezeichnet. I

Gesandte in Teheran berichtete, daß die persische » Japan. Tokio, 9. März. Die Kammer Regierung sich des Ernstes der Lage bewußt fei I nahm das Gesetz an, wodurch die Angliederung I und alle Anstrengungen mache, um die Ordnung I Koreas nachträglich genehmigt wird. Der I auf den Straßen des südlichen Persiens wieder herzustellen.

** Aus Sibirien. Petersburg, 9. März. Die Petersburger Telegrammagentur meldet aus Charbin: Das offiziöse Blatt des Eeneralgeuver-