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Erstes Blatt

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Menge für die Verhafteten einzunehmen. Der Vorfall klärte sich dahin auf, datz vier junge Mehgergesellen, die Lärm machten, sich ihrer Verhaftung mit Mesier und Schlagring wider­setzten. Mit Hilfe der Soldaten wurden drei verhaftet, während der vierte entkam. Verletzt wurde niemand.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreis blatt Nr. 19.

an die Feierlichkeit war Frühstückstafel im Mar­morsaale des Stadtschlosses; der Kronprinz nahm an ihr als jüngster Leutnant teil und der Kaiser brachte das Wohl seines Sohnes in einem Trink­spruche aus. Das Fähnrichexamen legte der Kronprinz am 20. Februar 1899 in Plön ab, ak­tiven Dienst als Leutnant tat er indessen erst vom Tage seiner Großjährigkeit ab, nachdem er in das Stadtschloß zu Potsdam übergesiedelt war. An diesem Tage seiner Großjährigkeit war er vom Kaiser a la suite des Erenadierregi- ments Kronprinz (1. Ostpr.) Nr. 1 in Königs­berg gestellt worden und am 30. Mai 1900 war er der zweiten Konrpagnie im 1. Garderegiment zugeteilt. Am 1. September desselben Jahres erfolgte feine Ernennung zum Oberleutnant. Aber dann unterbrach das Studium in Bonn die militärische Tätigkeit, und erst nach der Rückkehr vom Rhein nahm er sie wieder auf. Am 18. September 1903 zum Hauptmann und Chef der 2. Kompagnie des 1. Earderegiments ernannt, befehligte der Kronprinz diese bis kurz vor seiner Vermählung am 6. Juni 1905. Rach seiner Ver­mählung ward der Kronprinz, um nun auch die Reiterwaffe kennen zu lernen, zu den Earde- du-Korps in Potsdam kommandiert, ohne jedoch in diesen Truppenteil eingereiht zu werden, und am 22. Oktober 1905, am Geburtstage seiner kaiserlichen Mutter, a la suite des Pasewalker Kürassierregiments Königin gestellt. Der Kron­prinz wird auch a la suite des 2. Eardelandwehr- regiments und des 1. Seebataillons geführt. Im Jahre 1895 wurde er vom Kaiser Nikolaus II. von Rußland a la suite des russischen Leibgrena­dierregiments in St. Petersburg und am 2. Sep­tember 1897 vom Prinzregenten Luitpold von Bayern a la suite des 1. bayrischen Ulanenregi­ments Kaiser Wilhelm II., König von Preußen, gestellt. Am 7. September 1899 stellte ihn der König von Württemberg a la suite des Infan­terieregiments Kaiser Wilhelm (2. Württem- bergisches) Nr. 120. Am 6. Mai 1900 wurde er zum Inhaber des österreichischen 13. Husaren­regiments und am 16. Januar 1903 zum Chef des kleinrussischen Dragonerregiments Nr. 40 er­nannt. Alle diese Ernennungen und Auszeich­nungen gelten freilich mehr der hohen Würde des deutschen Kronprinzen als nur seiner Person als Soldat.

Marburg

Mittwoch, 8. März

Die Universität Frankfurt.

Die liberale Frankfurter Mainbrücke schreibt: Vor mehr als einem Jahre konnten wir un­seren Lesern von dem Reifen des Planes berich­ten, den das Frankfurter Stadtoberhaupt seit langer Zeit emsig im Stillen verfolgte: die Gründung einer Universität in der Stadt Frank­furt a. M. Heute liegt nun die begründende Vorlage der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlußfassung vor. An der Annahme der Vor­lage ist nicht zu zweifeln. Der Plan war infolge der etwasirregeleiteten öffentlichen Meinung" keineswegs populär. Inzwischen ist vieles an­ders geworden. Die Presse hat das Für und Wider ausgiebig erörtert, die Fraktion der Fort­schrittlichen Volkspartei hat ihre grundsätzliche Zustimmung gegeben und so sind dem großen Werke des Herrn Adickes alle Wege geebnet, auch die in Berlin. Sicher hat hier, ohne daß die Oeffentlichkeit etwas davon erfuhr, Adickes' diplomatische Kunst ein Meisterwerk verrichtet, als er die Hindernisse in Berlin bei Seite räumte. So ist es nur noch eine Finanz­frage, ob zum Sommersemester 1914 die ersten bunten Mützen das Frankfurter Stadtbild be­leben. ---Eine Stiftungs-Universität ist es

nach dem Wortlaut der Vorlage, eine Goethe- Universität aber möge es dem Namen, wie auch dem Geiste nach werden.

Hierzu ist zu bemerken, daß ein Projekt von so weittragender prinzipieller Bedeutung, wie es das der Frankfurter Universität ist, doch zu­nächst noch die gesetzgebenden Körperschaften Preußens beschäftigen dürfte, bevor endgültig festgestellt wird, inwelcherFormdie Frank­furter Hochschule in die Erscheinung treten soll. Das diplomatische Genie der Frankfurter und ihres Oberbürgermeisters in Ehren, aber so ein­fach liegen die Dinge doch nicht, wie die vorjäh­rigen Verhandlungen beim Kultusetat im Land­tag bereits gezeigt haben.

DieFrkft. Nachr." veröffentlichen ferner heute eine Auskunft des preußischen Kultus­ministeriums. Darin heißt es: Alle Universi­täten seien auf Stiftungen zurückzuführen, darin liege also für Frankfurt nichts Ungewöhnliches. Da die Professoren nach der Denkschrift vom Kö­nig ernannt werden sollten, sei anzunehmen, daß die staatlichen Rechte gewahrt werden sollen. Ob und welche Rechte etwa die Stadt sich gegen­über der Universität vorbehalten wolle, müsse ebenfalls abgewartet werden. Jedenfalls wür­den die Universitäten Gießen und Marburg die neue Konkurrenz nicht gerne sehen. (Stimmt! D. Red.) Eine offizielle Mitteilung sei aus Frankfurt noch nicht eingeqangen, daher habe die Regierung auch weder offiziell noch inoffiziell Stellung genommen, sie warte ab. Eine Ver­einigung der Gießener Universität mit der Frankfurter sei ausgeschlossen. (Haben sich die Pläne der Frankfurter soweit gewagt?) Der hessische Staat werde auf eine eigne Universität nicht verzichten. Das Frankfurter Blatt meint zwar auch, daß die Auskunft nicht viel besage, aber immerhin verhalte sich die Regierung nicht von vornherein ablehnend. Das wissen die Her­ren aber doch schon seit einem Jahr. Die Aus­lassungen wollen ja wohl auch nichts anderes bedeuten als Stimmungsmache.

I rungsgabe zu seinem 90. Geburtstag je eine Plakette mit seinem Bilde überreichen, und ver­lieh weitere Auszeichnungen an die obersten Hofchargen. Der Prinzregent bestimmte, daß die Summe von 25 000 -4t, welche die Pfälzische Hypothekenbank in Ludwigshafen als Jubi­läumsgabe ihm zur Verfügung stellte, zur Unter­stützung von Winzern, die durch Mißwachs oder Schädlinge unverschuldet in Notlage gerieten, verwendet werden sollen.

Das Oberverwaltungsgericht über das po­litisch«außerdienstliche" Verhalten der Beam­ten. Wie derInf." mitgeteilt wird, ist über die vielumstrittene Frage, wie sich die Beamten in politischer Hinsichtaußerdienstlich" verhal­ten müssen, und ob eine politische Betätigun die sich mit der bestehenden Staatsordnung nickl im Einvernehmen befindet, außerhalb des Dien­stes gesetzlich zulässig ist, vor einiger Zeit durch ein bedeutsames Urteil des Oberverwaltungsge­richtes in folgender Weise entschieden worden: Das Oberverwaltungsgericht führte in seinem Urteil aus, daß es als eine Verletzung der den mittelbaren wie der unmittelbaren Staatsbe­amten obliegenden Pflichten anzusehen sei, wenn der Beamte auch in seinem außerdienstlichen Verhalten gegen die amtliche Pflicht des Gehor­sams und der Treue gegen das Staatsoberhaupt verstößt. Die gleiche Verletzung der Veamten- pflichten ist aber auch darin zu erblicken, wenn der Beamte in der öffentlichen Erörterung poli­tischer Fragen von einer sachlichen Behandlung der Angelegenheit zu persönlichen Angriffen übergeht, oder wenn er bei der Erörterung poli­tischer Angelegenheiten und bei irgend einer an­deren politischen Betätigung, die ihm keines­wegs versagt ist, sich zu Handlungen hinreißen läßt, die ihm das Vertrauen in eine gerechte und unparteiische Amtsführung entziehen. Wenn auch den unmittelbaren Beamten eine politische Betätigung durchaus frei steht, so bemerkt doch das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes, daß drittens eine Verletzung der amtlichen Dienst­pflicht auch darin zu erblicken ist, wenn der Be­amte die Bestrebungen einer politischen Partei fördert oder sich mit ihnen einverstanden erklärt, die nach ihrem Programm die Staatsverfassung und die gesellschaftliche Ordnung bekämpft." Aus diesem Urteil geht hervor, daß auch nach der Auf­fassung des Oberverwaltungsgerichtes Beamte nicht die Berechtigung haben, die Bestrebungen der Sozialdemokratie durch Agitation oder per­sönliche Parteinahme zu unterstützen.

Der Gesetzentwurf betreffend die Errich­tung von Pflichtfortbildungsschulen ist dem Ab­geordnetenhause zugegangen. Er verpflichtet die Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern zur Errichtung von Pflichtfortbildungsschulen. Zu deren Aufgaben soll auch die staatsbürger­liche Erziehung und körperliche Uebungen ge­hören. Benachbarte Gemeinden und Eutsbezirke mit zusammen mehr als 10 000 Einwohnern können evtl, nach den Bestimmungen des Zweck­verbandsgesetzes vereinigt werden. Zum Be­suche der Schulen sind sämtliche in öffentlichen oder privaten Diensten beschäftigten männlichen Personen unter 18 Jahren verpflichtet, soweit sie nicht die Kenntnisse und Fertigkeiten, die das Lehrziel der Pflichtfortbildungsschule bilden, nachweisen, oder den Besuch einer von der Auf­sichtsbehörde als Ersatz für ausreichend aner­kannten anderen Fach- und Fortbildungsschule. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die betreffen­den Beschäftigten zum Schulbesuch anzumelden, ihnen die nötige freie Zeit zu gewähren und sie zum Schulbesuch anzuhalten. Die Unterrichts­stunden sollen in die Zeit von 7 Uhr bis 8 Uhr abends fallen. Die Schulordnung wird vom Eemeindevorstand bezw. -Verband festgesetzt.

Der neue Metzer Bürgermeister. Metz, 6. März. Nachmittags 4 Uhr fand im Eemeinde- rat die Einführung des neuen Bürgermeisters Foret durch den Bezirkspräsidenten von Lothrin­gen statt, der darauf hinwies, daß nach den loyalen Erklärungen, die Foret abgegeben habe, man volles Vertrauen in ihn fetze. Foret be­tonte in feiner Erwiderung, daß er auf dem Boden der Tatsachen stehend sein Amt führen werde.

Die neuesten Metzer Skandale. Metz, 6. März. Bei den gestrigen Ausschreitungen han­delt es sich um einen groben Unfug und nicht um eine politische Demonstration. Die aufreizenden Zurufe hatten anscheinend nur den Zweck, die

46. Jahrg

1911.

Deutsches Reich.

Der Kaiser in Wilhelmshaven. Wilhelms­haven, 6. März. Nach Besichtigung der Werft fand auf derDeutschland" Frühstückstafel statt, an der der Großherzog von Oldenburg teilnahm. Heute Nachmittag 3 Uhr setzte der Kaiser die Be­sichtigung bei der südlichen Hafen-Erweiterung fort und kehrte um 4 Uhr auf dieDeutschland" zurück.

Reise des Kronprinzen. Kairo, 6. März. Der deutsche Kronprinz ist hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe vom Khedive, den Mini­stern und Diplomaten empfangen.

Eine Einladung des Herzogs und der Her­zogin von Connaught nach Wilhelmshöhe. Lon­don, 5. März. DieSunday Times" meldet aus Berlin, daß der Herzog und die Herzogin von Connaught von Kaiser Wilhelm eingeladen wurden, noch von ihrer Abreise nach Kanada ihm einen Besuch auf Schloß Wilhelmshöhe abzu­statten. Die Einladung wurde angenommen.

Zusammenkunft der deutschen Abgeordne­te« der Provinz Pofen. Posen, 5. März. Nach derBreslauer Zeitung" findet in Posen am 11. März eine Zusammenkunft der deutschen Abge­ordneten der Provinz Posen statt, und zwar der Volksparteiler, Nationalliberalen und Konser­vativen, zur Besprechung der Reichstagswahlen und einer gemeinsamen Stellungnahme gegen­über den Polen.

Prinzregent Luitpold. München, 6. März. Der Prinzregent ernannte anläßlich seines 90. Geburtstages seinen Urenkel, den Prinzen Luit­pold, zum Leutnant ä la suite des ersten Feld­artillerieregiments, überwies den beiden seinen Namen tragenden Feldartillerieregimentern zu den früher von ihm gemachten Stiftungen je 25 000 <H, dem Verband der Prinzregent-Luit­pold-Kanoniere in München 4000 Jt und dem Verein ehemaliger Prinzregent-Luitpold-Ka­noniere in Augsburg 1000 JL. Der Prinzregent ließ den Ministern v. Miltner, v. Wehner, v. Frauendorfer und v. Brettreich als Erinne-

Der Kronprinz

soll wie bereits gemeldet, am 1. Oktober das Kommando des 1. Leibhusarenregimentes in Langfuhr bei Danzig übernehmen. Bei seiner Ankunft in Kairo wird der Kronprinz ein Tele­gramm seines kaiserlichen Vaters vorfinden, das ihm diese Ernennung mitteilt, so erzählt der Kaiser selbst. Zu der Beförderung des Kron­prinzen werden folgende Einzelheiten über seine bisherige militärische Karriere von Interesse sei«. Die Einreihung des Thronerben in die Armee fand am 6. Mai 1892 in besonders feier­licher Weise statt, indem der Kaiser selbst seinen Sohn be» Offizierkorps vorstellte. Im Anschluß

Der Anzeigenpreis betragt für Die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 4< bei auswärtigen Anzeigen 20 4» für Reklamen die Zeile 40 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlich­keit für Plah-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 deS Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Ausland.

Frankreich. Paris, 8. März. (Kammer.) Bei der bereits angeküdigten Interpellation über die Zu­sammensetzung des Kabinetts erklärte der konfecoa- tioe Abgeordnete Delahaye, nach dem Schr-iben *?; enbs an den Präsidenten Fallieres, daß in Wahr- eine Botschaft an die Nation bedeute, sei das v -lament in Mißkredit gekommen, die Republik h ib.» sich überlebt. Ein Beweis dafür fei der oer- fossungswidrige Druck, der von der Minorität unter Mitwirkung Fallieres auf die Mehrheit ausIeübt werde Redner ..ritifierte die Wahl eines jeden ntven Ministers. - In der Erklärung des Ministeriums, die in beiden Kammern verlesen wurde, heißt es: Unveränderlich, wie die großen Interessen, worauf sie beruht,, wird unsere auswär­tig- Politik dafür Sorge tragen, unsere Allianzen und Ententen zu pflegen, die Frankreich bereits ge­statteten, wirksam zur Erhaltung des Friedens bei­zutragen. Da wir von denselben Empfindungen ge­tragen sind, welche die Regierungen der anderen Mächte beseelen und wir ebenso wie sie in der zuver­lässigen militärischen Organisation eine der wichtig­sten Friedensgarantien erblicken, werden wir unsere Streitkräfte zu Lande und zu Wasser zum Gegen stand unserer besonderen Fürsorge machen. Was di« innere Politik anbelangt, so ist die Regierung ent­schlossen, alle republikanischen Errungenschaften zu be­haupten, in ihrer Entwicklung fortzufahren und ihr Vorgehen zu konzentrieren, um eine größere Wirk­samkeit zu erzielen. Das Kabinett wird im Senat die Hauptzüge des in der Kammer angenommenen Einkommensteuerentwurfs und das Wahlgesetz schnell zur Abstimmung bringen, wobei sie den Entwurf in der Kommissionssassung zur Grundlage der Debatte machen wird. Die Regierung wird die Abstimmung über das Budget beschleunigen und unmittelbar dar­auf die Vorlage zur Unterdrückung der Sabotage und des eigenmächtigen Verlassens des Dienstesur Abstimmung bringen, außerdem die Vorlage, die der Pensionierung von Eisenbahnbeamten rückwirkend« Kraft verleiht, ebenso die Vorlagen betreffend die Kollektivverträge und das Statut für die Beamten und Arbeiter der Staatsbahn, f^wie das Vermitt- lungs- und Schiedsgerichtsverfahren. Das Kabinett wird mit Güte und Duldsamkeit die Verwaltung der Staatsbahnen letten, die bereits len größten S~eU ihrer wegen der Vergehen während des Ausstandes gemaßregelten Leute wieder angestellt haben. Sie v wird die Prüfung der Akten wieder forlsetzen und diejenigen ausschließen, welche von den Gerichten wegen gewalttätiger Handlungen und anarchistischer Umtriebe bestraft wurden und wird die Anwendung dieses Systems auch von den Eisenbabngffellfchaften fordern, deren Verträge nach gegenseitiger Verein­barung einer Revision unterzogen werden können, um die Verbesserung des Verkehrs sicher zu stellen, ohne den Aktionären zu schaden. Die Regierung wird sich 6c iihen, die Anwendung des Arbeiterversicherunqs- gesetzes vom 3. Juli durchzusehen. Sie wird ohne Schwäche aber auch ohne Härte die Gesetze über die Kongregationen und die Trennung et Kirche von Staate zur Anwendung bringen, die Laienschulen vor Angriffen schützen, und das W"rk der Verweltlichung der Schulen verteidigen, nötigenfalls durch neue Ge­setze. Vor dem Eendatmeriegebäude in Pontoise erfolgte heute nacht eine heftige Explosion, durch welche Fensterscheiben der Kaserne zet ftittert wur­den. Das Attentat wurde zweifellos gegen den B'i- gadier Lahore gerichtet, vor dessen Zimmer die V-mbe explodierte. In Mende wurde gegen den Steuereinnehmer Segnier ebenfalls ein Dynamit- anschlag verübt, der großen Schaden im Hause verur­sacht" : Frau Segnier wurde leicht v".letzt.

DieOberhesiische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. - Der Bezugspreis beträgt vierteljcchrltch durch die Post bezogen 2.25 X (ohne Bestellgelds, bet unseren Zettungsstellen und der Expeditton (Markt 21) 2.00 X frei m3 Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt bte Redaktion ketnerlet Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckeret I. A. Koch (Inh.: Dr. Hitzeroths, Markt 21. Telephon 55.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Crigmalartttel ist gemäss § 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Oberheff. Ztg." gestattet.)

Marburg, 7. März.

Ernennung. Herr Oberlehrer Professor Schmidt von der Oberrealschule wurde zum Di- rettor einer höheren Lehranstalt in Lüdenscheidt ernannt und wird, wie wir hören, sein neues Amt am 1. Mai antreten.

Der Kreishaushaltsetat für 1911 ist soeben er­schienen. Er setzt sich in Einnahmen und Ausgabe» aus folgenden Posten zusammen: Einnahmen: An« nutzbarem Kreisvermögen 4844 X, Kapitaleingänge 1230 X, Beiträge zur Deckung der Kreisbedürfnisse 62 035 X, Dem Kreise überwiesene Gebühren 11215 X, Verkehrswesen 5829 X, Kreissteuern 167 500 X,' Sonstige Einnahmen 4000 X, Außerordentliche Ei»-' nahm« 8700 X, Durchlaufend» Posten 83523 UL

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Rach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage.