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ßischen Universitäten.
Es wäre erfreu»
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Auch hier wieder die Versicherung, kleineren Universitäten nicht geschädigt Wer will uns denn das weiß machen.
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lich, wenn die Verwaltungsorgane der Universität, Großer Rat und Verwaltungsausschuß, gemeinsam mit den Fakultäten, die für die Besetzung erledigter Ordinariate das Vorschlagsrecht haben, in Streitfällen den Minister davon überzeugen würden, daß er Unrecht habe. Man wird einwenden, daß es hier zu einer Ablehnung der Vorschlagsliste nicht kommen wird. Das mag fast immer richtig, kann aber auch einmal falsch fein. Merkwürdig ist es jedenfalls, daß man Pflichten übernimmt, ohne Genügend Rechte zu erhalten. Allerdings gewährt bet Staat bet Stistungsuniver-
Die heutige Nummer umfaßt 12 Seite«.
derartigen Karte, die 50 000 M. kosten sollte, seitens der Stadt 500 Jl bewilligt aber noch nicht ausgegeben seien, weil das Projekt liegen geblieben wäre. Jetzt solle die Karte nur 12 000 «M kosten, deshalb halte er einen Beitrag von je 50 <.H, auf drei Jahre bemessen, für genügend. Die Versammlung beschloß demgemäß.
Weiter beschäftigte man sich mit der Reuorganisation des Meldewesens. Es wurde hierzu mitgeteilt, daß seit 10 Jahren die Einführung des Kartensystems zur Vereinfachung des Meldewesens geplant, aber noch nicht eingeführt werden konnte, weil die erforderlichen Räume fehlten. Jetzt liegen die Verhältnisie günstiger. Die Kosten, welche die Neueinrichtung verursacht, werden auf 1000 -tt bemessen. Nachdem die Sachlage genügend geklärt und einige Bedenken zerstreut waren, wurde der Antrag genehmigt.
Zur Beschaffung von LehrgegenstLnden für die Oberrealschule sind 100 JH. nötig. Diese wurden bewilligt.
Die folgende Sache fand längere Beachtung. Es handelte sich um den Erlaß eines Ortsstatuts betreffend die Festsetzung der Mitgliederzahl der Stadtverordnetenversammlung. Der Magistrat hat beschlossen, die Anzahl der Mitglieder bis zum 31. Dezember 1917 auf 30 festzusetzen und hierzu eine Begründung gegeben, die wir damals in unserer Zeitung ausführlich mitgeiteilt haben.
Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Dörffler findet die Begründung etwas merkwürdig. Stadtv. Dr. Maurmann weist darauf hin, daß betreffs dieser Frage ja Verhandlungen mit den Stadtverordneten stattgefunden hätten. Als et über diese reden wollte, wurde ihm bedeutet, daß dieses ja vertrauliche Beratungen gewesen seien, und aus diesen dürfe er doch nicht schwatzen. Beig. Schimpfs stellte einen Antrag auf vertrauliche Verhandlung der Sache, der jedoch keine Gegenliebe fand. Stadtv. Engel wusch seine Hände in Unschuld. Er halte den Antrag für eine Beschränkung der bürgerlichen Rechte, es hieße jedoch „„Tauben" nach Athen tragen" (Zwischenruf: Früher waren's Eulen!), jetzt noch viel darüber zu reden, nachdem sich die Bürgerschaft gar nicht gerührt habe. Es gäbe noch so viele Stände, die bei einer Vermehrung der Stadtverordneten Vertreter senden könnten. Da sich aber gar kein Verein gemeldet, hätten die Stadtverordneten auch kein Interesse daran. Verschiedene Stadtverordnete traten seinen Ausführungen entgegen. Man habe mit dem Raummangel zu rechnen und dann würden von den Stadtverordneten auch nicht gewisse Stände sondern alle Bürger vertreten. Zudem habe ja auch eine Bürgerversammlung sich einstimmig für 30 Stadtverordnete ausgesprochen. Der Magistratsantrag wurde dann angenommen mit der Aenderung, 1915 statt 1817 zu setzen.
Betreffs Verstärkung der Armenkommisfi»« und Neuwahl von Mitgliedern in dieselbe wurde folgendes beschlossen: An die Stelle des Herrn Pfarrer Manger tritt Herr Pfarrer Schindewolf. Vom Magistrat kommt hinzu Herr Runkel (Stellvertr. Estor), von den Stadtv. Herr Dr. Schirmer (Stellvert. Keppler).
Der Ordnung betreffend die endgültige Verwaltung des Elektrizitätswerks wurde zugestimmt.
Ebenso auch dem Antrag verschiedener Stadtverordneten auf Abänderung der Geschäftsord- nung. Es soll namentliche Abstimmung auf Antrag eines Viertels der Mitglieder stattfinden.
Die Veränderung des Fluchtlinienplans am Grün brachte verschiedene Vorschläge. Nachdem Stadtbaurat Vewig die erforderlichen Aufklärungen gegeben, wurde der Plan genehmigt.
Die Festsetzung der Anliegerbeiträge zu den Etraßenbaukosten iw bet Schwanallee war schon einmal auf der Tagesordnung und auch damals ausfübrlich behandelt worden. Auch heute stritt man sich wieder darüber, ob die Forderungen für die Gasleitung, da diese doch zum Teil schon zu der Zeit gelegt, als die Gasanstalt noch nicht städtisch gewesen, berechtigt seien oder nicht. Der Antrag wurde schließlich abgesetzt, damit der Magistrat erst die nötigen Feststellungen machen kann.
Der Antrag betreffs Zuführungen zum Sam- melfonds zur Bestreitung von Beamten-Ruhege- hältern wurde nach kurzer Diskussion angenommen.
Bei dem Erlaß einer Eeschaftsanweisung für das Moratorium bet Vberreakschule handelt es
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gen und Würzburg vielleicht nicht, aber Marburg. Jetzt müssen — um nur eines zu nennen — alle Juristen aus Hessen-Nassau nach Marburg, später werden wir gerade die Studenten aus Nassau hier nicht mehr sehen. Wenn übrigens Frankfurt so geschenkfreudig ist, warum will es denn nicht die Forschungsuniversität ein» richten? Nein, es sucht in der Einrichtung einer neuen Universität Ersatz für den schwindenden Glanz der Börse! Kein Geschenk, sondern eine kluge Spekulation! Daß für eine Universität in Frankfurt gerade wegen der Lage ein Bedürfnis nicht vorliegt, haben wir vor Jahresfrist eingehend nachgewiesen. Wir haben ferner die Gefahr der Frankfurter Universität aus allgemeinen Gesichtspunkten so gründlich erörtert, daß wir uns heute nur wiederholen müßten, denn der Vorschlag des Frankfurter Magistrats bringt nichts wesentlich Neues. Daß trotz Er- nunnungsrechts der Krone und Bestätigungsrechts der Regierung für die Professoren die U'niversttät ein Institut werden würde, in dem der Geist der „Franks. Ztg." herrscht, wird niemand bezweifeln. Nun, vorläufig dürften die „Ultrakonservativen" und die Regierung sich noch nicht nach dem Grundsatz richten: „Einem geschenkten Gaul guckt moir nicht ins Maul", zumal wenn dies Geschenk die Eigenschaft hat, die eigenen Universitäten des Staates, in Marburg z. B., zu entwerten. Für uns heißt es: die Augen offen!
Marburg
omitag, 5. März
Q Kirchhain, 4. März. Am nächsten Dienstag findet hier Echweinemarkt statt. Rindvieh darf nicht zugetrieben werden.
46. Jahrg
1911.
Ausland.
** Die Affäre des Grafe» Paten«. Rom, 3. März. Hier, sowie in Neapel, Florenz und Palermo, wo Gräfin Trigona und Baron Paterno sehr bekannt waren, bildet die Tragödie der Gräfin noch immer das Tagesgespräch. In allen italienischen Zeitungen erscheinen ausführliche Einzelheiten über das Verbrechen und Leben der beiden Persönlichkeiten. Danach habe Graf Paterno, der sick in schlechten Vermögensverhältnissen befand, Eeldforderungen an die Gräfin gestellt, die deswegen die Beziehungen zu ihm abbrechen wollte. Graf Pateriw ist außer Lebensgefahr: er wird von den Aerzten operiert werden, welche die Kugel aus dem Schädel entfernen wollen.
*• Marokko. Paris, 3. März. Aus Tanger wird gemeldet, daß der Hyai Aina und Mtir-Stamm sich dem angeblich durch unerhörten Steuerdruck verursachten Ausstand der Schurarda angeschlossen haben. Man befürchtet, daß die Lag« sich sehr ernst gestalten könne, als auch unter den Zaers und Zemmurs, uuter denen bereits seit mehreren Monaten eine große Eährung herrsche. Die Streitkräfte des Sultans, die hettt: gegen die Aufständischen marschieren wollen, bestehen aus fünf Infanterie- und drei Kavallerie- Tabors, sowie zwei Batterien.
sität u. a. Anrechnung bet Semester und Verleihung des Doktorgrads, aber er nimmt, ohne im geringsten Geldgeber zu sein, für sich Dinge in Anspruch, auf die et eigentlich keinen Anspruch haben und verzichten sollte. Noch auf eins sei hingewiesen. Die Anstellung der an der Akademie hauptamtlich wirkenden Dozenten mußte bisher die Zustimmung der Staatsregierung finden, aber man darf auch nicht zu erwähnen vergessen, daß bis jetzt die städtischen Behörden die Aerzte an den städtischen Kliniken anstellten. Durch den Vertrag der Stiftungs- univerfität würde aber dieses städtische Recht der Berufung und Anstellung ausschaltet."
Stadtverordnetm-Sitzung.
* Marburg, 3. März.
Heute beschäftigte sich die Stadtverordnetenversammlung meistens mit Sachen, die das letzte Mal nicht erledigt werden konnten.
Zunächst handelte es sich um die Neuwahl eines Schiedsmannes für den 2. Bezirk, da der seitherige Schiedsmann, Herr Stadtrat Döring, sein Amt niedergelegt hat. Gewählt wurde Herr Stadtrat Runkel und als dessen Stellvertreter Herr H. Unkel.
Der Bewilligung von Mehrkosten für eine Richtungslaterne am Hastenpflugschen Hause am Markt wurde bann zugestimmt.
Die folgende Sache betraf die Bewilligung eines Beitrags für ein historisches Kartenwerk über Hessen-Nassau. Stadtv. Dr. Maurmann, der hierüber referierte, teilte mit, daß bereits vor 10 Jahren einmal zur Beschaffung Mer
Am Frankfurter Universitälsfrage
schreibt die „Frankfurter Zeitung" heute:
Die Vorlage des Frankfurter Magistrats wegen Errichtung einer Stiftungsuniversität in Frankfurt a. M. ist von weittragender Bedeutung. Sie ist dem nur örtlichen Jnteressenkreis entrückt, denn zum zum ersten Mal soll bei uns in Preußen und in Deutschland der Versuch gemacht werden, aus nichtstaatlichen Mitteln eine Universität zu gründen. Im Amerika hat unbegrenzte Freigebigkeit eine Reihe solcher Institute geschaffen, und auch die englischen Universitäten decken aus Eigenem ihre Unterhaltungskosten. Bei uns aber hat von jeher der Staat das Universitätsmonopol, und die Frankfurter Universität kann, wenn ihr auch die staatliche Aufsicht nicht fehlen wird, eine Neuheit lauf dem Gebiete des höheren Unter» Iichtswesens darstellen und vielleicht vorbildlich wirken. Natürlich unter der Voraussetzung, daß sie zustande kommt, haß ihre finanzielle Grundlage gesichert ist und baß sie das Plazet der Regierung erhält. Das Projekt hat, als es vor etwas mehr als Jahresfrist bekannt wurde, im Abgeord- ____ uetenhaus und namentlich im Herrenhaus heftige Gegnerschaft bei den Ultrakonserva- tiven gefunden, die darin sozusagen etwas Revolutionäres witterten, und merkwürdigerweise vierhielt sich auch die Regierung reserviert. Der passive Widerstand ging nicht vom Finanzministet aus, dem es nut willkommen sein kann, wenn Private und Kommunen ihn im Tragen der Eeldlasten unterstützen, vielmehr vom Kultusminister, bet ja die Universitäten beaufsichtigt und behütet. Man darf wohl annehmen, daß auch er nun eines besseren belehrt ist und das Geschenk nicht zurück- weisen wird.
Denn ein Geschenk ist es, bas dem
preußischen Staat barjubringen sich anfchvÄ, ein Geschenk, bas den Geber ehrt. Der Frankfurter opfermutige Bürgerflnn hat sich feit Jahren unb Jahrzehnten sozial bewährt, er ist weithin bekannt, unb wohlhabenbe Einwohner bet ehemals freien Reichsstadt haben mit freigebiger Hand Kunst und Wissenschaft gefördert. Es gibt wenig deutsche Städte, die gleich Frankfurt so viel Bildungsmöglichkeiten außerhalb der Schule vermitteln. Aus einem solchen wissenschaftlichen Boden muß eine Universität gedeihen. Man braucht nicht bange zu sein, daß diese Bestrebungen fehlschlagen würden. Sie werden wissenschaftlich und wirtschaftlich Erfolg haben. Schon bei der früheren Besprechung der Lniversitätspläne ist die Notwendigkeit der Gründung von neuen Universitäten hervorgehoben worben. Denn die Zahl der Hochschulen hat sich nicht vermehrt, die Zunahme der akademischen Bürger war aber in den letzten Jahrzehnten prozentual weit stärker als das Wachstum der Bevölkerung. Neue Universitäten bringen die dringend nstwendige Entlastung der alten. Auch jetzt betonen wir wieder, daß die Unisalfität Frankfurt den benachbarten kleineren Universitätsstädten, die davon eine schwere Schädigung erwarten, kaum nennenswerte Einfuße bringen wird. . .
Was die Verfassung der Universität anlangt, so soll ihre Organisation als Lehranstalt grundsätzlich die gleiche sein wie die bet anbeten preu-
öerjammlMngtH, Konzerte, Theater, Vergnügungs- Nachricht«» ui».
• Der Festzug bet Freiwilligen Feuerwehr stellt sich heute Abenb gegen 8 Uhr am Bahnhof auf. Um 9 Uhr beginnt bet Festkommers in bei» Stabtsälen.
* Parolmusik finbet morgen Sonntag bei günstiger Witterung von 12 bis 1 Uhr auf bem Marktplatz statt. Programm: 1. Armeemarsch Nr. 216 Marsch bes Jnf.-Regts. von Thiele 1745; 2. Ouvertüre „Leichte Kavallerie" von Supp6; 3. Fantasie a. b. Op. „Der Prophet" von Meyer- beet; 4. a) „Des Knaben Tob", Lieb von Cursch- mann, b) Altdeutscher Liebesreim von Walter v. Tegernsee; 5. Potpourri a. b. Optte. „Die Dollarptinzessin" von Leo Fall; 6. Stafetten« Marsch von Friedemann.
# Fortbilduugsoereiu. Uns wird geschrieben: In der Reihenfolge der Borträge des Fertbildungs- veteins wird eine Aenderung eintreten. Herr Geheimrat Professor Dr. Kcyser wird am 6. März, abends 8 Uhr präzis, im H rsaal des geologischen Instituts (Deutschhausstraße 10), „über Naturschutz- Bestrebungen und übet Naturdenkmäler bes Erdbodens in bet Umgebung von Marburg" spreche«; Herr Prioatdozent Dr. Wegener wird den bereits angekündigten Vortrag über die Luftschiffahrt (mit Lichtbildern) erst am 13. März halten.
sich um bas Mitbestimmungsrecht bes Magistrats bei Vergebung von Freistellen. Von einigen Seiten würbe bies gewünscht, ba biefe Anstalt ja bekanntlich große Zuschüsse erforbern. Die Orb- nung würbe schließlich dahin genehmigt, daß das Kuratorium nut über diese Freistellen verfügen soll.
Jetzt sollte bet bis bahin zurückgestellte Antrag wegen Festsetzung bes Baufluchtlinienplans bes Marktplatzes zur Beratung kommen. Stabt». Rohbe beantragte Absetzung, weil man sich bies« wichtige Sache erst genau ansehen müsse. Dafür sei bis jetzt jebenfalls noch keine Zeit gewesen. Man wat bannt einverstanden.
Es wurde dan in die vertrauliche Sitzung eingetreten.
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deren Raum 15 4, bei auswärtigen Anzeigen 20 4, für Reklamen die Zeile 40 j.. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Berbindfich- kett für Platz-, Datenvorfchrist und Beleglieferung ausgeschlossen. — Zahlungen im Postscheckverkehr — ohne Portokosten — unter Nr. 5015 deS Postscheckamtes Frankfurt e. M.
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Dr. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon
Marburg und Umgegend.
(Rachdr.nl aller Crtginalartltel ist gemäß § 18 de« Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oberheff. Ztg * gestattet.)
Marburg, 4. März.
♦ Vom Jägerbataillon. Durch A. K. O. vom 2. März ist Hauptmann Vogt mit einem Patent vom 25. Sept. 1900 in bas Infanterieregiment Nr. 28 unb Hauptmann von Harnier, bisher Adjutant der 49. Jnf.-Brigabe, als Kompagniechef in bas Bataillon versetzt. Ferner ist dem Leutnant v. Marschall unter Verleihung bes Charakters als Oberleutnant bet erbetene Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Armeeuniform bewilligt worden.
» Das diesjiihr. Musterungsgeschäft f. b. Kreis Marburg findet, wie uns vom hiesigen Lanb- ratsamt mitgeteilt wirb, in ber Zeit vom 18. bis 24. März b. Js. im Restaurant zum Schloh- garten Hierselbst statt. Die Verteilung ber Gestellungspflichtigen bes Kreises auf bie einzelnen Musterungstage wird in dem am Dienstag den 7. b. Mts. erscheinenden Kreisblatt veröffentlicht, woraus hierdurch hingewiesen wird.
* Strafkammer. Im weiteren Verlauf ber gestrigen Sitzung beschäftigte sich bas Gericht mit bem auch bamals in unferm Blatte gemetbeten Ueberfall eines fremden Reisenden im Bahnhofe zu Neustadt. Als Täter kamen drei jung« Burschen in Betracht, die den Mann angehalten und mißhandelt hatten. Einer von ihnen sollt« ihm außerdem auch noch das Portemonnaie mit 1,80 <H abgenommen haben. Der letztere wurb« zu 10 Monaten unb bie beiben anberen Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. -< In ber Abendsitzung hatten sich vier Personen von hier wegen Vergehen gegen bas Fürsorgegesetz zu verantworten. Zwei von ihnen erzielten Freisprechung, währenb ein Mann zu 14 Tagen unb dessen Tochter zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt wurden. Sie hatten einen Knaben der Fürsorgeerziehung entzogen.
* Nach Feierabend. Die Unterhaltungsbeilage „Nach Feierabend" kann erst am Montag beigelegt werden.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwittschastliche Beilage.