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46. Jahrg.
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Die deulsck-enMcken Beziehunlien. (Eine bemerkenswerte Diskussion in der „Daily Mail«)
Die „Daily Mail" hat soeben ihre Spalten einer Diskussion freigegeben, die sich auf den
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 14.
ihr der Gedanke auf, warum sie wohl die Verlobung mit Kracht gelöst haben mochte. Daß sie ihn nicht liebte, hatte sie doch vorher gewußt. Wie war es gekommen, daß sie bis kurz vor der Hochzeit wartete, ehe sie ihm den Ring zurückgab? Der Wunsch, Hilde danach zu fragen, erwachte in ihr, und ehe sie sich recht überlegt hatte, warum sie das mit einem Male so brennend interessierte, hatte sie die Frage ausgesprochen.
„Wie kam es eigentlich, Hilde, daß du Kracht aufgabst?"
Hilde machte ein böses Gesicht. Was hatte Ruth danach zu fragen? Weshalb rührte sie an diese unangenehme Sache? Doch nur, um sie zu krönten. Vielleicht, weil sie eifersüchtig war.
Hilde maß Ruth mit ihrem eigenen, kleinlich boshaften Charakter. In ihren Augen blitzte es zornig auf. Sie wollte ihr schon eine Antwort geben, die ihr den Aerger vergalt, d:n sie ihr zufügte.
Ruth war über sich selbst erschrocken, als die Frage heraus war. Sie sah, daß sie Hilde erzürnt hatte.
»Verzeih, Hilde — ich wat taktlos. Du sollst
(Nachdruck verboten.)
Der stille See.
Das Stocken der reichsländischen Berfassungsfrage.
Der elsaß - lothringischen Verfassungsfrage scheint dasselbe Geschick zu blühen, wie vor Jahresfrist der preußischen Wahlrechtsvorlage. Die große Mehrheit der Reichstagskommission will in drei Hauptpunkten die Vorlage ganz wesentlich erweitern: Elsaß - Lothringen soll selbständiger Bundesstaat werden, es soll drei Stimmen im Bundesräte erhalten und sein Statthalter soll auf Lebenszeit ernannt werden. Die erste und die dritte Forderung erscheinen der Regierung unannehmbar, die zweite wohl erwägenswert, aber praktisch kaum durchführbar.
Diese Auffasiung der Regierung ist vollkommen berechtigt. Gegen die Selbständigkeit El- satz-Lothringens sprechen die gewichtigsten Bedenken. Einen verhältnismäßig großen republikanischen Bundesstaat wollen die deutschen Bundesfürsten begreiflicherweise nicht haben.. Sollte aber ein Fürst an die Spitze des neuen Bundesstaates treten, so würde ein vielleicht nicht ganz erbaulicher Streit darüber anhebrn, welchem der in Deutschland regierenden Herrscherhäuser er entnommen werden soll. Bayern wfitfee eine Preußische, Preußen eine bayrische und beide Staaten eine sächsische Sekundogeuitur auf dem neu zu errichtenden reichsländischen Throne nicht gern sehen. Diese Frage könnte ' also in das sonst so gute Verhältnis zwischeit den deutschen Dynastien einen LZißklang hinein- brinqen. Abgesehen davon aber wäre bei der höchst bedenklichen Haltung, die ein Teil der reichsländischen Bevölkerung in den beiden letzten Jahren eingenommen hat, ein selbständiger Bundesstaat Elsaß-Lothringen vielleicht nicht gerade die geeignete Erenzwacht gegen Frankreich.
Was nun wiederum die Zuteilung von Bundesratsstimmen für Elsaß-Lothringen anbe- kangt, so ist sie staatsrechtlich ein Unding, wenn ibie Reilbslande kein selbständiger Bundesstaat fhtb. Die preußischen, bayrischen, sächsischen usw. Bundesratsmitglieder werden von den Herr- sfchern Preußens, Bayerns, Sachsens usw. er- !nannt. Wer sollte die reicksländiscken Bundes- ! ratsmitglieder ernennen? Der Kaiser? Er ist zugleich König von Preußen und somit liefe in diesem Falle die Gewährung von Bundesratsstimmen für Eliaß-Lotbrinaen auf eine Stärkung des vr-"k-is-6^^ Einflusses im Bundesrate
Er steuerte nun direkt, trotz ihrer heimlichen Gegenwehr, auf Ramiro los und rief den Reitknecht herbei, der sich mit dem Pferde diskret zurückgezogen hatte.
„Du mußt entschuldigen, Hilde, ich habe Eile, fortzukommen," sagte er hart und kalt. Schnell schwang er sich aufs Pferd, grüßte sie höflich und winkte mit aufleuchtenden Augen zu Ruth hinauf.
Hilde war viel zu schlau, um nicht zu merken, daß ihre Ps->r-> mi-tungslos abprallten. Ein wilder Zorn stieg in tbr —e J?Bar denn ihre Schönheit ver- schwunden, Reiz verblaßt, daß sie keine Gewalt mehr über Ä.Snnerherzen hatte?
Sie drehte sich um und stieg langsam die Freitreppe wieder hinauf.
Ruth sah ihr mit heimlicher Unruhe entgegen. Sehr gegen ihren Willen erregte sie Hildes zärtlich kosendes Wesen ihrem Manne gegenüber. Forschend streifte sie Hildes Gesicht, als diese sich schweigend, mit zusammengezogenen Brauen in einen Sessel warf.
Schweigend saßen sich die beiden Frauen gegenüber, jede mit ihren eigenen, unerfreulichen Gedanken beschäftigt. Und die Sonne schien so goldig und klar, ringsum war alles in strahlendes Licht getaucht Wohin das Auge fiel, Schönheit, Licht und Wärme. Dieser Erdenfleck schien geschaffen, glücklichen Menschen eine Heimat zu sein.
Am nächsten Tage reifte Hans Rochus ab. Als er sich von Ruth verabschiedete, hielt er ihre Hand länger und fester als sonst. Zum ersten Male fiel ihm der Abschied von ihr schwer. Es war, als ob er ihr noch etwas zu sagen hätte, etwas Warmes, Liebes. Rur die rechten Worte fand er nicht, um seinem Empfinden Ausdruck zu geben. Und da er noch danach suchte, trat Hilde mit mokantem Lächeln heran.
„Teures Weib, gebiete deinen Tränen," zitterte sie höhnisch. Da war die gute, weiche Stimmung verloren. Die beiden Gatten tauschten höfliche Abschiedsworte. Hans Rochus küßte den Damen die Hand
* Roman von tz. Courths-Mahler.
(gortfefcung.)
„Gar nichts will tch dich glauben machen, Hilde. Aber ich möchte dich bitten, nicht in diesem Ton mit mir übet meine Frau zu sprechen."
Sie lachte leise, zärtlich, und preßte seinen Arm an sich.
„Armer Hans Rochus, dir scheint die Einsamkeit nicht zu bekommen. Am Ende verliebst du dich aus lauter Verzweiflung in deine eigene Frau. Aber nein, das ist ja unmöglich. Du, der schneidigste, amüsanteste Kavalier, und dieses Bild ohne Gnade! Rein. Hans Rochus — es war doch hohe Zeit, daß tch kam."
Das alles sollte scherzhaft klingen, aber es lag doch genug versteckte Bosheit darinnen, daß Hans Rochus immer finsterer aussah.
Hilde schien es nicht zu bemerken. In zärtlichem Ton sprach sie von vergangenen Zeiten.
„Weißt du noch, Hans Rochus —?“
Sie weckte vergessene Bilder in seiner Erinnerung, gemeinsam verlebte süße Stunden aus jener Zeit, da et für sie geglüht hatte. Sie wuffe das Wort gut zu wählen, und ihr schmiegsamer Körper drängte sich dicht an seine Seite. Sie hielt ihn fest und führte ihn vor der Veranda auf und ab, so dich Ruth sie sehen mußte.
Hans Rochus empfand bei alledem nichts als gesteigertes Unbehagen. Er dachte nur an Ruth und warf verstohlene Blicke zu ihr hinauf. Sie saß sttll rmd gelassen in ihrem Sessel, nur die helle Röte war in i': Gesicht gestiegen.
Hildes Betragen erschien ihm fast fiivol. Sie 'Bat doch ein seelisch verderbtes Geschöpf. Ihre Ko- lletterien blieben aber auf ihn ganz wirkungslos.
und stieg in den Wagen. Gleich darauf fuhr er davon. Aber er sah noch einmal zurück, und sein Blick suck'.e nicht das schöne Gesicht Hildes, sondern er ruhte mit forschender Unruhe auf dem stillen A stütz seiner Frau. Es war kühl und unbewegt wie immer.
Die beiden Damen wußten so recht nichts miteinander anzufavgen. Ruth bot zwar alles auf, Hilde zu unterhalten, aber es fiel ihr noch schwerer als sonst. Sie war innerlich von einer quälenden Unruh; befallen. Hildes Verhalten ihrem Manne gegenüber gab ihr zu denken. Seit Hans Rochus fort wat, schien aller Frohsinn von der jungen Dame genommen.
Leitgedanken des Buches von Herrn Angell „Die große Täuschung" bezieht, von dem eine deutsche Ausgabe soeben bei der Dietrichschen Verlagsbuchhandlung in Leipzig erschienen ist. Zweck dieses Buches ist zu zeigen, daß infolge gewisser unserer Zeit eigentümlicher, wirtschaftlicher Erscheinungen wie der gleichzeitigen Bewegung des Diskonts-Zinsfußes in der ganzen Welt, der Wechselwirkung der Börsen usw., was großenteils eine Folge der Entwickelung des Telegraphen und des Telephons in den letzten 30 Jahren ist, — der moderne Reichtum unantastbar geworden ist, insofern militärische Eroberung in Betracht kommt, indem eine Beschlagnahme desseben durch den Eroberer notwendig diesen selbst schädigen muß. Darum ist es einem Lande unmöglich, sich durch die Unterjochung oder die Annexion eines anderen Landes zu bereichern. Mit einem Wort, Eroberung lohnt sich nicht mehr. Folglich hat England vom deutschen militärischen Ehrgeiz nichts zu befürchten, sobald der angedeutete Gedanke Gemeingut der europäischen Diplomatie geworden ist, was nach der Ansicht des Verfassers sehr bald der Fall sein muß. Das genannte Buch hat in England großes Aufsehen erregt. Es ist nunmehr in England, Amerika, Frankreich, Deutschland, Holland, Spanien und Japan erschienen. Das Buch hat auf den verstorbenen König Eduard eine» tiefen Eindruck gemacht, was von Lord Esher in einem neulich in der „Deutschen Revue" erschienenen Artikel bezeugt wird. Der Kritiker des „Daily Mail" bestreitet nun den Standpunkt des Buches, indem er geltend macht, daß Krieg noch immer vorteilhaft sein könne, wie das gemeinhin am Beispiel des Krieges von 1870/71 nachgewiesen wird: Reingewinn aus der Kriegsentschädigung — nach Deckung der Kriegskosten — im Betrage von 2 440 Millionen Jt, abgesehen vom Barwert Elsaß-Lothringen, den dpr Kritiker der „Daily Mail" auf 1339 970 000 Jt veranschlagt. Des weiteren führt er aus, daß die von Herrn Angell angerufene Tatsache, daß die kleinen Staaten einen besseren Kredit genießen als die Großmächte, sich aus deren tatsächlicher Neutralität erkläre, welch letztere aber gerade auf den Rüstungen bet Großmächte beruhe. Darauf anwortet Herr Angell wir wolgt: Verlohnt sich der Krieg? Mein Kritiker glaubt, daß der Krieg sich verlohnt. Eine Meinung, die freilich von der großen Masse der modernen Politiker geteilt wird. Gerade darum, weil diese Meinung die europäische Staatskunst beherrscht, ist Europa ein waffenstarrendes Lager. Wenn wir der Gefahr eines Angriffes ausgesetzt find, so deshalb, weil jemand am Angriff ein Interesse hat oder zu haben meint, was in Bezug auf seine oder unsere Politik auf das Gleiche hinauskommt. Wäre die Meinung allgemein verbreitet, daß durch Eroberung kein Gewinn zu
erzielen ist, so würde dadurch die Notwendigkeit der Abwehr fortfallen, indem ja niemand da wäre, um uns anzugreifen. Die Bilanz des deutsch-französischen Krieges ist folgende: Nach der „Daily Mail" brachte er Deutschland einen Gewinn von 122 500 000 Pfund Sterling ohne den Varwert von Elsaß-Lothringen, 188 000 000 Pfund Sterling einschließlich Elsaß-Lothringen. Durch den Krieg wurden aber 530 000 Mann mehr als 9 Monate lang ihrer bürgerlichen Beschäftigung entzogen, dadurch ein Verlust von 000 Millionen M hervorgerufen. Der Nationalökonom Mollinari berechnete ferner, daß durch die Menschenverluste Kosten von 1600 Mil..onen j*. entstanden. Schon diese beiden Ziffern ergeben, daß die Rentabilität des Krieges sehr fraglich ist, ja, daß ein Krieg niemals einen Vorteil bedeutet.
hinaus. Das würde uns an sich nicht unbillig erscheinen, denn Preußen würde auch dann nur erst ein knappes Drittel der Bundesratsstimmen besitzen, könnte also unmöglich die anderen Bundesstaaten majorisieren. Ob aber Bayern und die Mehrzahl der anderen Bundesstaaten für die Erweiterung des preußischen Einflusses im Bundesrat zu haben sein werden, dürfte uns fraglich erscheinen.
Was schließlich die Lebenslänglichkeit des Statthalters anbelangt, so würde dadurch der Einfluß des Kaisers auf die innerpolitischen Geschicke der Reichslande ganz gewaltig herabgemindert werden. Wir halten es für ausgeschlossen, daß der gegenwärtige Kaiser jemals dieser Forderung seine Zustimmung geben könnte und wir können ihm darin keineswegs unrecht geben. Gerade weil der Statthalter in den Reichslanden direkt die Person des Kaisers vertritt, ähnlich wie dies ein Botschafter tut, muß er auch das persönliche Vertrauen des Kaisers genießen und wenn er es verliert, so muß der Kaiser die Möglichkeit haben,, ihn abzu- berusen.
In der gestrigen Sitzung der Kommission gab nun Staatssekretär Dr. Delbrück eine Erklärung ab, wonach die in der Kommission zum Teil mit großer Majorität gefaßten Beschlüsse, insbesondere der, Elsaß-Lothringen zum selbständigen Bundesstaat zu machen wie auch die noch zur Beschlußfassung stehenden Anträge jenseits der Grenze liegen, innerhalb deren nach seiner persönlichen Auffassung vielleicht eine Verständigung möglich wäre. Unter diesen Umständen habe er den Reichskanzler gebeten, zunächst eine Stellungnahme der Verbündeten Regierungen herbeizuführen. Der Reichskanzler bitte, die Beratungen auszufetzen, bis sich die Verbündeten Regierungen haben schlüssig macken können. Er hoffe, daß dies in Bälde geschehen wird. Die Kommission sah davon ab, die sachliche Beratung weiterzuführen.
Die „Nordd. Allg. Ztg." bemertt dazu: „Die Erklärung soll einerseits den von Vertretern verschiedener Parteien wiederholt ausgedrückten Wünschen nach Mitteilung der Stellungnahme der Verbündeten Regierungen Rechnung tragen. Andererseits drückt sie aus, daß die Reichsleitung nicht gesonnen ist, sich auf diesem für das innere Gefüge des Reiches und für das Verhältnis der Bundesregierungen untereinander wichtigen Gebiete bte Führung aus bet Hand nehmen lassen."
Das ist auch gut so.
mir gar keine Antwort geben. Vergiß, was ich dich fragte “
Hilde richtete sich stolz auf.
„Oh — du kannst ruhig fragen. Dir brauch ich keinen Hehl daraus machen. Sei nut ehrlich — Du wußtest schon, daß ich Kracht aufgab, weil ich einen anderen liebte, dem ich nicht angehören konnte."
Ruth preßte die Handflächen gegeneinander.
„Rein, das wußte ich nicht. Ich erfuhr nur, daß du Kracht nicht liebtest."
Hilde sah sie scheinbar erstaunt an.
„Du willst mich doch nicht glauben machen, daß dir Hans Rochus nicht alles gesagt hat?" fragte sie zögernd.
Ruth zuckte zusammen. Ein heißer Schmerz brar.nte in ihrer Seele.
„Hans Rochus? Nein — er hat mir nichts weiter gejag*. a(s daß du Kracht nicht liebst."
Hilde machte ein sehr bestürztes Gesicht. Sie schien sehr erschrocken zu sein.
„Nicht? Du weißt nichts? O — dann — vergiß, was ich sagte. Nein, du mußt gar nicht daraus hören — ich — ja — ich dachte, du wüßtest von Hans Rochus selbst."
„Was soll ich von ihm wissen, Hilde?" fragte Ruth mit trockenen Lippen und sah Hilde groß u* forsckend an.
Diese spielte mit Geschick die Verlegene.
„Ach, laß doch, Ruth. Sprechen wir von etWM anderem."
Ruth erhob sich und trat an Hilde heran.
„Nein — sei ehrlich zu mir. Du weißt, Haus Rockus und ich, wir find eine Konvenienz-Ehe eingegangen. Er war mir feine Liebe nicht schuldig. Du schadest ihm nicht in meinen Augen, wenn dA mir alles sagst."
Hilde seufzte ergeben.
(Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
— Reichsregierung und nächste Reichstagswahlen. In der Presse wird die Nachricht verbreitet, baß die Regierung sich entschlossen habe, bett Termin für die nächsten Reichstagwahlen zu einem möglichst freiten Zeitpunkt erst im Jahre 1912 festzusetzen. Wie die „Inf." auf eine Anfrage erfährt, hat aber bte Reichsregierung bis jetzt einen Entschluß darüber, wann die nächsten Wahlen stattfinden sollen, noch nicht gefaßt. Dementsprechend erledigt sich auch die Angabe eines bestimmten Termins für die Wahlen. Vermutlich ist die Meldung als ein Niederschlag von Ansichten aus parlamentarischen Kreisen zu betrachten, die in Anbetracht der noch zu erledigenden gesetzgeberischen Aufgaben des Reichstages eine verhältnismäßig lange Dauer der jetzigen Session voraussehen und demgemäß einen sehr späten Wabltermin annehmen.
— Der Oberpriifident von Westfalen. Münster, 16. Febr. Oberpräsident Freiherr von der Recke ist heute nachmittag 4 Uhr gestorben. ,
— Zweckverbandskommission. Berlin, 16. Febr. In der gestrigen Sitzung der Zweckverbandskommission des Abgeordnetenhauses wurden die §§ 1—4 der Regierung angenommen. Auf konservattven Antrag wurde mit den Frei- konservativen ein Amendement dahin beschlossen, daß der Zwang nur für die Pflichtaufgaben der Gemeinden eintreten darf und darüber, ob die Aufgaben zu den obligatorischen gehören, die in letzter Instanz das Obervcrwastunosgcricht entscheiden soll. Der Antrag der Freisinnigen, den Zwang ganz auszuschließen, wurde gegen deren Stimmen abgelehnt, ebenso gegen die Stimmen der Nationalliberalen und Antrag, von den Zwangsbestimmungen die Stadtkreise auszunehmen.
— Die Ungebühr von Rechtsanwälten vor Gericht. Berlin, 16. Febr. Im Reichstag haben
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwittfchastliche Betlage.
Ttr „Lberhefstsche Zeitung" erscheint täglich mit Ausna.,ine der Somo
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deren Raum 15 4, bei auswärtigen Anzeigen 20 4, fut Reklamen die Zeile 40 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Kao-'tt Arbindlich- leit für Platz-, Datenvorjchrist und Beleglieferung ausgeschlossen — 1911.
Für Anzeigen^ bei denen der Auftraggeber 3n der Expedition
mitgeteut werden soll, wird eine Gebühr von 10 4 erhoben.__