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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage.

Jls. 3»

IDicOberhe^ische Zeitung" erjweint täglich hüt Ausu<u,:.ie der Sonn- und Ferertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch jte bezogen 2L5 X (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeikngsstellen r uno öf Expedition (Markt 21), 2.00 X frei ins Haus. (Kur unver- j iiragt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei 3 Verantwortung.) Druck der Univ.-Buchdruckerei 3- A. Koch, (Inh.: | Dr. Hitzeroth.) Markt 21, Telephon 55.

Marburg

Sonnabend, 4. Februar

Der Anzeigenpreis beträgt für die kg.spaltene Zeile oder deren Raum 15 4, bei auswärtigen Anzeigen 20 -4, für Reklamen die Zeile 40 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Raottt Verbindlich- keit für Platz-, Datenvorjchrist und Beleglieserung ausgeschlossen. Für Anzeigen, bei denen der Auftraggeber in der Expedition mitgeteilt werden soll, wird eine Erbühr von 10 F erhoben.

46. Jahrg.

1911.

1 Der heuriqen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 10.

Die BlMmsrwergifLer.

;J ' Die verzweifelte chinesische Bevölkerung in ! den pesterfüllten Gegenden und zumal in der auch jetzt durchseuchten Mandschurei läßt ihre Wut an den ansässigen Japanern aus: Die Japaner hätten die Brunnen vergiftet, um die Pest zu erzeugen und damit die Menge der chine­sischen Bevölkerung zu vermindern. Diese jetzt eben berichteten Tatsachen werfen ein ^chst 'interessantes Schlaglicht auf die Stellung des Japaners in den Augen des Durchfchnitts- chinessn, mögen vielleicht auch nur die unteren Volksklassen hierbei in Betracht kommen. Wir. können das nicht feststellen. Der Japaner nimmt idamit dieselbe gehaßte und abergläubisch ge­fürchtete Stellung ein. wie der Jude im euro­päischen Mittelalter. Auch die Verachtung fehlt nicht; sie hat freilich schon immer bestanden: von jeher hat der Chinese mit Geringschätzung auf /den Japaner heraLgesehen, auch nach dem Kriege von 1894/96, wo sich China zu Lande und zu Wasser dem kleinen Parvenü gegenüber unter­legen gezeigt hatte. Damals nahm matt in China jene Niederlage nicht schwer, überhaupt gab es ein allgemeines chinesisches Bolksbewußt- fein lange nicht in dem Matze wie heute. Mitt­lerweile hat man eine andere Auffasiung ge­wonnen und erblickt in Japan einen umso ge­fährlicheren Feind, weil es sich mit dom besiegten Rußland im fernen Oste« geeinigt und sicherer Henn je in dem inzwischen annektierten Korea lind in der Manschurei sich festgesetzt hat. Das ßst aber nicht alles, denn es kommt noch hinzu sind für dis chinesische vielleicht

als wichtiges, jene heimliche Durchdringung des ganzen großen chinesischen Reiches durch Ja­paner, wie sie die diesem sonderbaren Volke typische Form bildet. Schon Jahre vor dem Kriege gegen Rußland waren die Mandschurei tttd auch Sibirien durchsetzt von Japanern, und ogar in de« Hafenstädten des eursväiscken Ruh­sand befanden sich merkwürdig viele Japaner, ^ente finden sie sich wie gesagt im ganzen Thina, weniger zur Spionage, als um bei den ^rtskchulbehörden wirtschaftlichen und anderen Einfluß zu gewinnen nnd außerdem natürlich, sim sich über alles, was vorgebt, sorglich zu Informieren. Aebnlichss ist ja auch in Indien jum Aerger der Engländer der Fall, ja auch in Siam und in niÄ>erländitzh Indien. Ueberall Atzt der Javaner emsig, aufmerksam und ver­schwiegen. Den Chinin fcrtf <Mr Mo Mandschurei weggenommen, in Korea hat er sich nicht ge­scheut, durch gründliche und umfangreiche mou- chelmördrrische Metzeleien wegzusckaffen, wer shm unbequem war, und so hat sich nun im Kovle des einzelnen Chinesen die Idee fsstae- f"' Tru-., -nr- nn 26 f ;fRoSknlck verboten.) & Der stille See.

Raman von H. Loutths-Mechke«.

& (8or#e6«*e.)

l'rDas ist wenigstens ein Trost in all der Misere. jAch. Hilde ich könnte mich totärger« über dich." ,s Hilde sich gar nicht auf. Ein bitteres Lächeln verzog ihren Mund. Es «ar eine tiefe Demütigung für das stolze Geschöpf. so über sich binwez verbandeln tu lasten.

r Sie gab sich ganz der Verzweiflung hin. Nun die Sorge um de« Ausgang des Duells von ihrer iSeele genommen war, dachte sie an nichts netter, als m die vereitelt« Hoffnung, als Baronin Kracht eine glänzende Rolle zu spielen. Wie würde man Über sie pötteln, wenn ihre Entlobung bekennt wurde! Gab ie dann auch den Anschein, daß sie von ihr ausge- (Qttflen war, man mürbe ihr doch allerlei nachreden, dafür kante sie dic Gesellschaft.

Hans Rochus ging hinaus, um mit Mallq zu sprechen. Es war schnell alles geregelt. Geld machte Idas Mädchen gefügig zu allem. Ihre Rache hatte sie genommen. Sie nahm den Vorschlag an und packle |ofor^ ihre Sachen.

i So war alles getan, um Hildes Ruf zu wahren.

Hans Rochus verabschiedete sich und versprach, Üviederzukommen.

IDu bist unser einziger Schutz jetzt, Hans Rochus," tagte Hilde leise, als sie ihm zum Abschied die Hand »eichte.

Verfügt ganz über mich," sagte er ernst.

L Ruth faß in der Lektüre eines Buches verliest m Fenster, als Han» Rochus am Rachmittag zu ihr

setzt, Japa« wolle in gewissen Gebieten die chinesische Bevölkerung ausrotten, um von ersteren dann einfach Besitz zu ergreifen. Des­halb habe es Brunnenvergifter in die Gegendeft geschickt. Man wird diese Aeußerungen der chinesischen Volksstimmrtng mit Interesse weiter zu verfolgen haben, denn gerade solche, wenn auch noch so phantastische Annahmen können, wenn sie von den Behörden zielbewutzt genährt werden, zu wichtigen politischen Fastoren wer­den. Schon die mit der Zeit wohl mögliche Fest­stellung, ob der chinesischen Regierung zur Zeit vorteilhaft erscheint, den Haß gegen Japan zu stärken, ist von erheblichem Interesse.

DerrMss Reich-

Eine Kolonialreise des Kronprinzen. Auf Grund der Mitteilungen des Staatssekretärs des Reichsmarineamts in der Kommission wird der KorrespondenzHeer und Politik" aus Hof­kreisen versichert, daß man mit ziemlicher Be­stimmtheit auf eine Reise des Kronprinzen in die deutschen Kolonien wird rechnen können.- Die Reise ist übrigens schon früher an maß­gebender Stelle erörtert worden, bevor die näheren Bestimmungen über die Kronprinzen­reise nach Ostasien getroffen werden. Es hat sich aber herausgestellt, daß neben den S hwie- tipfeiten der Zeiteinteilung auch noch andere Bedenken dem Plane vor der Hand entgegen­stehen. Selbstverständlich ist über den Termin, sowie über nähere Einzäheiten der Reise noch nicht das geringste festgesetzt, zumal der Kron­prinz noch unterwegs ist. Es ist nur zu sagen, daß sowohl der Kaiser als auch der Kronprinz von jeher einer Reise des Kronprinzen in die Kolonien geneigt waren, und daß dieser Plan jetzt nach vorzeitigem Abbruch der Afienreise eifriger erwogen wird und seiner Verwirstichung näher geführt worden ist. Man wird annehmen dürfen, daß entgegen anderen Meldungen eine Wiederholung der Ostafienreise unterbleibt.

Interpellation. Die Konservativen im Reichs- tag* haben eine Jnierpeklatinn folgenden Inhalts eingebrackit:Die llnieszeichneten erlauben sich an den Herrn Reich^anzler die Anfrage zu richte«: Welche Maßregeln gedenken die verbündeten Regie- runaen zu ergreifen, um der lleberschwemmung des deutschen Geldmarkts mit fremben Wertpapiere« und dem übermäßige« Abflüsse deutschen Kapital« nach dem Slnslande vorzubeugen?" Die Inter­pellation dürfte aller Voraussicht nach anfangs näch­ster Wache auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Mototsohtetkotps. Berlin. 1. Febr. Die Ver­wendbarkeit der Motorräder ist augenblicklich Gegen­stand der Unterfuchnng einer Spezialkommission. Cs sollen für die Ausgestaltung eines besonderen Motor­fahrerkorps neue Bestimn-nnaen ausgearbeitet wer­den.

Die Haftung dee Sirazeubahne«. Hebet die kürzlich verbreitete Notiz, daß der Entwurf eines Ge­setzes über die Haftung der Strasienbobnen für Sach­schäden im NeichsjustiMnt festgestellt sei, wird der

U Es war das erste Mal, daß et sie beim Lese« antraf, und et war neugierig zu wissen, welches Buch ihre Aufmerksamkeit gefesselt hatte.

Sie legte das Buch beiseite und erroibette in freundlicher Gelassenheit feinen Gruß.

Ich glaubte, du seiest schon wieder nach Rocksberg hinaus," sagte sie ruhig.

,Ich wurde durch allerlei Unvorhergesehenes luf» gehalten. Jedenfalls wäre ich nicht hinaus, ohne mich von dir und deinem Vater zu verabschieden."

Batet ist unten."

Er lächelte ein bißchen gütig überlegen wie er ihr immer begegnete.

Soll das heißen, daß du mich los fein möchtest?" Rein, ich glaubte nut, daß du mit meinem Later noch zu sprechen hast."

Das soll auch noch geschehen. Wie ich sehe, störe ich bei bet Lektüre. Darf ich sehen, was du lieft?

Er griff nach dem Buche, welches sie weggelegt hatte. Ruth machte eine rasche, unwillkürliche Be­wegung, als wollte sie ihn daran hindern. Das merkte er nicht. Dafür sah et das verräterische Rot in ihre Wangen steige«, als er den Titel gelesen hatte.

,/Det stille See"ach, ich entsinne mich, über dieses Buch wurde neulich bei Frau von Heldtungen gesprochen. Du warst ja dabei, Ruth. Es wurde so sehr gelobt. Daraufhin hast du es dir gewiß kommen lassen"

Ruth war innerlich sehr unruhig, obwohl sie sich schnell faßte.

Ich besaß das Buch schon früher," sagte sie leise.

Aber hattest es noch nicht gelesen?

Doch."

Du sagtest aber kein Wort darüber, M» hie Damen so enthusiastisch darüber sprachen.

Inf." mitgeteilt, daß dies insofern nicht zutrifft, als es sich bei dem Entwurf um die Haftung der Eisenbahnen überhaupt handett. Es soll demnach die Haftung für Sachschäden nicht nur für Straßenbahnen, sondern auch für Vollbahnen, Nebenbahnen und Straßenbahnen eine gesetzliche Regelung erfahren. Die sehr komplizierte Materie ist jetzt in verhältnis­mäßig kurzer Zeit durch kräftige Fördering der Ver­handlungen zwischen den beteiligten Reichs- und preußischen Ressorts fertiggestellt worden, sodaß die einzelnen Bundesregierungen in nicht ferner Zeit zu den Bestimmungen nehmen können Ob der Entwurf nach seiner Fertigstellung veröffentlicht werden wird, steht noch nicht fest. Der Reichstag wird sich jeden­falls in dieser Session nicht mehr mir ihm beschäftigen können, sondern voraussichtlich erst «ach den Neu­wahlen in der nächsten Session.

Die Zunahme der Handsverrsdeteiebe. DerInf." wird geschrieben: Der Direktor des Statistischen Amts zu Bremen, Dr. Böhmert, kommt in einer Untersuchung über die Existenz- und Erwerbsverhältnisse der unter den Begriff Mittelstand fallenden BevSkkerungsschichten nach den Ergebnissen der letzten Berufs- und Be­triebszählung zu dem Schlüsse, daß die Zahl der Handwerker, die eine aufsteigende Entwick- Ittng seit dem Jahre 1895 durchgemacht haben, sehr erheblich größer ist als diejenige, in denen ein Rückgang der Betriebe um mebr als 5 vom Hundert eingetreten ist. Die Zahl der im Hand­werk und dessen Betrieben Beschäftigung fin­denden Personen ist in. diesem Zeitraum von 3,4 auf 4,6 Millionen gestiegen. Die Zunahme beträgt also rund 80 Proz. 2 224 000, also fast die Hälfte der Personen, waren in ganz kleinen Betrieben, welche nur bis zu 5 Personen be­schäftigen, tätig. Die Betriebe mit 630 Ar­beitern zählten 1 233 000, die Betriebe mit mehr als 50 Arbeitern 1108 000.

Ausland.

** Die nervösen Franzosen. Paris, 2. Febr. Bezüglich der Konstantinopelr Havas-Meldung, daß die Türkei mit England über die Berlän- flerung der Bagdadbahn zum Persischen Meer­busen verhandeln wolle, berichtet derTemps", daß man im hiesigen Ministerium des Aeußern erklärt habe, von einem derartigen Plane nichts zu wissen. Das Blatt bemerkt hierzu, daß diese Angelegenheft im Hinblick auf ihre großen In­teressen genau aufgeklärt werden müsse. Denn wenn eine englisch-türkische Vereinbarung be­treffs einer Bahnlinie von Bagdad zum Per­sischen Meerbusen zu den russisch-deutschen Ab­machungen über die Bahnlinie Merfin-Bagdad und Eadije-Kanikin hinzukäme, so würde die Stell"ng in h»r Ysn«ysxoenbeft der

transsibirischen Verkehrswege noch eine weitere Schwächung erfahren. Die russisch-deutsche Ber- ei nborung betreffs der Bagdabah« sei der fran­zösischen Regierung unbekannt gewesen und Mi­nister Pichon habe in seiner Rede vom 16. Ja«

Ich konnte in ihr Lob nicht mit einstimmen."

So hättest du ruhig deine Meinung äußern sollen "

Heber dies Buch habe ich keine Meinung. Ich weiß nur, daß es viel Schwächen Hot." j,

Du machst mich neugierig, es zu lesen. L ' Es lohnt sich nicht."

Die Damen waren aber des Lobes voll. Darf ich es mit mitnehmen?"

Ruth ertötete von neuem.

Bitte, es steht zu deiner Verfügung.

Et steckte es zu sich und seufzte ein wenig. Gs wollte ihm nie gelingen, sie aus ihrer kühlen Reserve zu bringen. Zwar war et überzeugt, daß von Geist und Seele nicht viel hinter Ruths stillem Wesen ver­borgen wat, aber es reizte ihn doch immer wieder, das Wenige, was er davon bei ihr vermutete, an das Licht zu bringen. Run gelüstete es ihn, dies Buch zu lesen, welche einige Damen seiner Gesellschaft neulich für geistvoll, fesselnd, feinsinnig und hochpoetisch et« klärten. Ruth schien keinen Gefallen daran zu haben, da sie nicht in das Lob mit eingestimmt hatte. Sie beurteilte es ungünstiger. Und doch hatte et auch in den Zei-ungen schon günstige Kritiken darüber ge­lesen. Wahrscheinlich war es zu hoch für Ruths gei­stigen Horizont.

Ruth griff selbst ein anderes Thema auf, was selten bei ihr geschah.

Warst du bei deinen Verwandten?

3a, ich komme eben von ihnen.

Ich bin Hilde einen Besuch schuldig und will morgen yi ihr gehen."

Gr fuhr sich nervös üb« das Haar. Sean sagte et unbehaglich:

nuttt gesagt, daß dies keine Bedeutung habe. Angesichts der Möglichkeit, daß neue Abmachun­gen ähnlicher Art zwischen England und der Türkei getroffen werden, müsse man sich fragen, ob man die vom Minister Pichon gekennzeich­nete Haltung beobachten könne, ohne die Stel­lung Frankreichs in der großen Frage der trans­asiatischen Verkehrswege zu schädigen. Lon­don, 2. Febr. Dumas hält die Absicht einer Interpellation über die Aufnahme einer russi­schen Anleihe in Frankreich aufrecht. Der Senat wählte die Bureaus der großen Ausschüsse. Vor­sitzender des Heeresausschusses wurde Freycinet, des Marineansschusses Cuvinot. Paris, 2. Febr. Gegenüber der Meldung, der Deputierte Dumas beabsichtige, über den Plan Rußlands, in Frankreich eine neue Anleihe aufzunehmen, an die Regierung eine Anfrage zu richten, wird derAgence Havas" von amtlicher Seite er­klärt, es besiehe keinerlei Plan, eine russische Anleihe bei Frankreich aufzunehmen.

** Der franzH.,che Kulturkampf. Paris, 2. Febr. Da die Absicht des Bürgermeisters von Frejus, den ehemaligen bischöflichen Palast an den Bischof Euillibert zu vermieten, lärmend« Kundgebungen seitens eines Teils der Bevöl­kerung verursacht hat, beschloß der Bischof die Stadt zu verlassen und, sobald die hierzu not» wendiae väübliche Ermächtigung eina<troffen ist, nach Toulon überzusiedeln.

** Eine Bereicherung der franzöfischsn Unter* seebootsflotille. Cherbourg, 2. Febr. Das Un­terseebootMariotte", das größte Unterseeboot der Mett, mit einer Wasserverdrängung von 1100 Tonnen, ist heute glücklich vom Stapel ge­laufen.

** Aus dem schönen Italien. Rom, 2. Febr. Seit mehreren Togen beschäftigt sich die Press« ausführlich mit der Aufdeckung schwerer Un­regelmäßigkeiten, die auf den Lagern der römi­schen Svirftus-Eelellschaft begangen wurden, um große Mengen von Spiritus der Fabrikations­steuer und den Okroigebühren zu entziehen. Heute wurde an die Kammer das Ersuchen ge­richtet, die Strafverfolgung des Deputierten Montagna wegen Fälschung öffentlicher Urkun­den, Beamtenbestechung und Vergehens gegen die Spirftus-Oktroigefetze zu gestatten. Mo«, tagira ist Vorsitzender des Auffichtsrats der römischen Spiritus-Gesellschaft.

** Echisssunf«! bei Torpedos. Spezia, 2. Febr. Bei Uebungen, die im Golf mit Torpcko- geschossen vorgenommen wurden, ging eins der Geschosse vorzeittg los. Drei Unteroffiziere rout/ den getötet, zwei weitere Personen anscheinend leicht verletzt.

* Bortuaol. Berlin, 2. Febr. In der hie­sigen portugiestschen Gesandtschaft ist folgendes Telegramm des Ministers des Aeubern Machado eingetroffen: 1200 Personen besuchten ein Bankett in Oporto am 31. Januar, bei dem der Justizminister von Vertretern des Handels, der LL - ___________ _ _ " -~1

Verschiebe diesen Besuch lieber einige Tage, Ruth. Hilde ist nicht in bet Stimmung, Besuche zu emp­fangen"

Sie ist doch nicht ^rank?

^Reiit Hilde nicht aber Kracht.

Kracht? So schnell? Es ist doch nichts Ernstes? Er machte ein unbehagliches Gesicht. Sie merkte es und wollte ablenken. Da trat et dicht neben ihreck Sessel.

Dir will ich nichts vorflunkem, Ruth Ruht wahr, wir wollen immer ehrlich zueinander sein? Und deiner Diskretion bin ich sicher. Also du brauchst dir um das Kostüm zu Hildes Hochzeit den Kopf nicht zu zerbrechen. Die Hochreit wird nicht statt- finden."

Nicht statrjinden? Du meinst, sie wird wegetz Krackts Erkrankung aufgeschoben werden."

So soll es vorEufig vor den Leuten heißen. I» Wahrheit: Kracht und Hilde habe« sich entlobt Warum? Ich weiß es selbst nicht genau. Tatsache ist es."

Ruth sah eine Weile stumm vor sich hin. Senn sagte Ne zögernd: -------!

Ist das unabänderlich? .

Ja." .. j

Ich denke, Kracht und Hilde haben sich aus Siete zusammengefunden?

Und du meinst, dann wäre eine Entlobung un­möglich.

Wenigstens unverständlich.

Nun, dann will ich dir auch noch verraten, teG Hilde Kracht nie geliebt hat. Er sie wohl * sie ihn nicht. --.J

(Fortsetzung solgt^ < V- ff?

---i

Jk