46 Jahrg. $
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Erstes Blatt
tel des Werte» der in den ersten 60 Monaten
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zuführen, die den Versicherten halbe Leistungen des Gesetzes gewahrt.
deutsch« Besitzung in Gröhe von 367 Morgen te polnisch« Hände übergegangen. Damit ist aus eine* Dorfe, b« vor 20 Jahren überwiegend deutsch war, der letzte deutsche Besttzer verschwunden und der Ott mit seinem vorzüglichen Boden vollständig in 8en Besitz der Polen übergegangen. Der Fall ist um so schwerer, als auch nicht der geringste Zwang sür den deutschen Besttzer vorlag, zu verkaufen.
seine Rettung nur ihrem freien Willen verdanken wollte. Aber gerade, daß er ihr Achtung abnötigte, machte ihr das Opfer, welches fie bringen muhte, schwerer, als fie gedacht. 6k erkannte erst setzt klar, was fie auf fich »enommen hatte, und ihr Ver- langen, allein fein zu dürfen, um zur Ruhe und Klarheit über fich selbst zu kommen, wurde immer gröher.
Hans Rochus aber dachk voll heiher Sehnsucht an Hilde. Wenn er doch gleich bei ihr sein könnte, um ihr zu beichten, wie schwer u d trübe ihm um» Herz war. Was würde fie sagen, renn sie seine Verlobung erfuhr? Sie würde zitternd erblofien, und ihre schönen, heißen Auaen würden den Glanz verlieren. Und der rote Mund, der so süh lachen und plaudern konnte, er würde fich schmerzhaft verziehen. Aber tapfer würde fie sein, ihm das Herz nicht unnötig schwer machen. „Wir mvsien vernünftig sein, Kans Rochus, für uns gibt es eben kein gemeinsames Glück," würde fie sagen. Aber ob sie es je im Kerzen verwand, dah er ihr verloren war? Daß er fie :iu würde heiraten können, darüber waren sie fich fa einig gewesen, aber doch war es so süh, dieses unein< gestandene Sehnen nacheinander. Und an ein End« hatte et nie denken mögen. Run war es mit einem Male da. Drüben das kühl und gleichmütig drein- blickend« Mädchen war seine Braut, der Gedanke an Hilde war schon ein Unrecht an ihr. Sie konnte fetzt von ihm verlangen, daß «r fich nur mit ihr beschäftigte. Niemals würde st« jedoch Hilde» Stelle in seinem Herzen, einnehmen, die unbedeutende, lang- weilige Bankierstochter. — Die Brust wurde ihm zu eng, und gleich nach Tisch verabschiedete et sich voa Ruth, und sobald er unten im Kontor noch dk Geldangelegenheit mit Ravenport geregelt hatte, mich von dksem. Aufatmend trat er in» Freie und giuß hastig davon. (Fortsetzung folgt.)
deutend unangenehmer für mich sein. Eine geliebte Fran zu hüten ist leicht, eine ungeliebte dagegen ist, sehr schwer. Ich kann zufrieden sein mit ihr. Gs hätte viel schlimmer kommen können." So dachte Hans Rochus, während er eine Unterhaltung begann, wie sie zwischen Personen geführt wird, die sich eben erst kennen gelernt haben. Ruth ging äußerlich ruhig darauf ein. Sie wünschte aber sehnltchst das Ende dieses Alleinseins herbei und atmete auf, als ihr Vater nach einer Weile wieder eintrat.
Bei Tische wurden noch einige Einzelheiten, die auf die Verlobung Bezug hatten, besprochen. Fräulein Hebenstreit, die sonst das Mittagessen mit Ruth und ihrem Vater gemeinsam einno'm, war nicht zu bewegen gewesen, sich mit Graf Rochsberg zu Tisch zu setzen. Sie sorgte nur etwas aufgeregt und übereifrig, dah die einfachen Speisen möglichst dekorativ aufgetragen wurden. Ruth stellte sie aber doch dem jungen Offizier vor, als sie den Nachtisch selbst hereinbrachte. Das alte Fräulein war ganz auseinander vor Aufregung, einem wirklichen, leibhaftigen Grafen vorgestellt und von ihm mit einer liebenswürdigen Ansprache beehrt zu werden, — das war für Ernestine Hebenstreit ein überwältigendes Ereignis. Sie war froh, als fie wieder draußen war, und fich von dem erschütternden Vorgang erholen konnte.
„Mir ist ganz wirbelig zumute," sagte fie seufzend vor Stolz zu dem Hausmädchen.
Hans Rochus wunderte fich im stillen über die bescheidene Häuslichkeit Ravenpotts. Ruth überstrahlte mit ihrer eleganten Toilette und ihrer vornehm lästigen Att ihre Umgebung. In Schloß Rochsberg würde sie ganz an ihrem Platze sein. Auch bei Hofe würde sie würdig abschneiden und manche hochgeborene Dame von äußerer Distinktion übertreffen. Und da fiel ihm ein, daß e» ihr vielleicht
entrichteten Beträge. Die Witwen- und Wttwer- rente beträgt zwei Fünftel de» Ruhegeldes, das der Ernährer bezog oder bei Berufsunfähtgkeit bezogen hätte, die Waisen erhalten je ein Fünftel, die Doppelwaisen je ein Drittel der Witwenrente. Die Mittel für die Versicherung werden von Arbeitgebern und Versicherten aufgebracht. Der Monatsbeitrag beträgt in den neun Ee- haltsklasien 1,60 «*, 3,20 -K, 4,80 JL, 6,80 M, 9,60 <*, 13,20 «M., 16,60 <M, 20,00 <K, 26,60 <M. und die Anerkennungsgebühr jährlich 3 JL Die Versicherungspflichtigen müssen sich die Hälfte der Beiträge vom Gehalt abziehen lassen. Die Arbeitgeber dürfen nur auf diesem Wege den Beittagsteil der Versicherten einziehen.
Der Entwurf bestimmt weiter: Der Bundesrat kann allgemein die Versicherungspflicht auf solche Personen erstrecken, welche eine ähnliche Tätigkeit wie die genannten auf eigene Rechnung ausüben. Versicherungsfrei sind die in Betrieben oder im Dienste des Reichs, der Bundesstaaten, der Eemeindeverbände, der Gemeinden oder den reichsgesetzlichen Versicherungsanstalten Beschäftigten, wenn ihnen die Anwaltschaft auf Ruhegeld und Hinterbliebenenrenten im Mindestbetrage der Sätze der ersten Eehaltsklasie gewährleistet ist. Das Gleiche gilt für Lehrer und Erzieher an öffentlichen Schulen und Anstalten. Verficherungsfrei find ferner Beamte, Lehrer und Erzieher, so lange fie lediglich für ihren Beruf ausgebildet werden, sowie im Reichs- oder im Staatsdienst vorläufig beschäftigte Beamte, sowie Personen, die während ihrer wissenschaftlichen Ausbildung gegen Entgelt unterrichten. Auf Antrag wird von der Verficherungspflicht befreit, wem im Reiche, dem Bundesstaat usw. oder auf Grund früherer Beschäftigung al« Lehrer oder Erzieher ein Ruhegeld, Wartegeld usw. im Mindestbettage der ersten Eehaltsklasie bewilligt und daneben die Anwartschaft auf die Hinterbliebenenfürsorge gewährleistet ist. Fabrik-, Seemanns- oder ähnliche Kassen können auf die von ihnen gewährten Unterstützungen Ruhegeld und Hinterfliefenenfezüge dieses Gesetzes anrechnen. Derartige Kassen können auch ihre fatzungsmätzlgen Leistungen, die fie vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bewilligt haben gegen die Einzahlung eines Deckungskapitals auf die Reichsverstcherungsanstalt übettragen. Die Unterstützungen der Knappschastsvereine und Knappschaftskassen ermäßigen sich um den Betrag der durch dieses Gesetz bestimmten Bezüge an Angestellte, die zur Zeit der Veröffentlichung dieses Gesetzes bei anderen privaten Lebensversicherungsunternehmungen versichett sind. Sie können auf ihren Antrag von der Beitragsleistung befreit werden, wenn der Iahresbetrag der privaten Bersicherungsbeitröae dem gesetzlichen mindestens gleichkommt. Die Arbeitgeber
Der stille See
Roman von H. Toutttzo-Mahlee.
(fiorttetzung.i
„Danken Sl« mir nicht — Sie find mit keinen Dank schuldig," sagte fie leise.
6r zog ihre Hand an seine Lippen.
„Ich hoffe, Ihnen durch mein Verhalten dennoch meinen Dank zu beweisen. Möge Sie Ihre Güte nie gereuen."
„Das wird gewiß niemals der Fall fein,“ erwiderte sie fest.
Er sah sie an mit forschenden Blicken.
„Viele Ehen werden ohne die himmelstürmende Liebe geschlossen, und ost finden fich die Gatten doch im gegensetttgen fteundlichen Verständnis. An meinem ehrlichen Willen dazu soll es nicht fehlen."
„Wenn der gute Wille auf beiden Seiten da ist, übernommene Pflichten ehrlich zu erfüllen, ist schon viel gewonnen," erwidette sie.
„Und haben Sie diesen guten Willen, Ruth?" fragte er dttngend.
Die Röte schoß ihr in» Gesicht, al» et sie beim Botnamen nannte. Sie fühlte e» und wandte sich von ihm ab.
„Ich habe ihn," sagte sie sehr kühl, im Bestreben, ihre Unruhe zu verbergen.
Er sah ihr Erröten nicht, hötte nur den kühlen, fast abweisenden Ton.
„Anscheinend liegt ihr an meiner Person seht wenig — sie will Gräfin von Rochsberg werden — da» erscheint mit al» Triebfeder ihrer Handlung. Sie wird auch als solche seht gut ihren Platz aus- fSllen mit ihrer kühlen Gelassenheit. Wäre fie leb- Hnfter, leidenschaftlicher, würde diese Verbindung be-
datum zu tun gewesen sei, bei Hofe präsenttett zu werden. „Rach unserer Betheirakung muß ich Sie auch den allerböchsten Herrschaften votskllen, Ruth," sagte er, fie scharf beobachtend.
In ihrem Gesicht regte fich bei seinen Motten nicht».
„Ich hoffe, daß es mir gelingen wird, den Anforderungen gerecht zu werden, die Sie an Ihre kllnstiae Gatttn zu stellen berechttgi find," erwiderte fie ruhig.
„Entweder fie ist wittlich so gleichgültig und nut im blinden Gehorsam erzogen, ober aber — ste spielt Komödie, weiß sich zu beherrschen und will tatsächlich nichts als Gräfin Rochsberg werden. Jedenfalls hat ihr Vater recht, fie wird eine bequeme Frau fein und mich nicht sehr genieren. Und das ist alles, was ich unter den obwaltenden Umständen verlangen kann," dachte Hans Rochus.
Dabei entging Ihm das stolze Aufleuchten in Ravenpotts Äugen. Diesen hatte die Andeutung, daß seine Tochter bei Hofe vorgestellt werden würde, mit großer Genugtuung erfüllt. Er wat jedenfalls der Befriedigtste bei dieser sonderbaren Verlobung.
Hans Rochus wünschte das Ende dieses Besuchs so sehnlich herbei wie Ruth. Diese konnte nur mit Aufbietung all ihrer Willensstärke ihre Ruhe und Gleichmäßigkeit festhalten. Etwas in ihr lehnte fich auf gegen den furchtbaren Zwang, dem ihre Seele unterworfen war. Es war ihr in all bet Zelt so natürlich und einfach erschienen, daß fie durch eine Heirat mit Hans Rochus diesem das zutückgab, was ihm ihr Vater genommen. Run aber empfand fie die übernommene Pflicht als furchtbar und kaum erträglich. Richt, daß ihr Hans Rochus unsympathisch gewesen wär«. Im Gegenteil, seine ritterliche Att gefiel ihr, und seine ehrlich« Besorgnis, daß man ttr siwanq getan haben könnte, zeigte itzt, daß et
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 5.
Deutsches Reich.
— Parlamentarisches Diner bei« Reichs- kanzlttl. Berlin, 16. Jan. Bei dem Reichs- simzler und Frau findet heute abend ein Diner für das Präsidium des Reichstags und der Frak- tionsvorsttzenden statt.
— Englische Hetze. Kopenhagen, 14. Jan. Der Londoner „Daily Mail" veröffentlichte kürzlich einige Aufsehen erregende und angeblich au« dänischer Quelle stammende Berichte über deutsche Angriffspläne auf Dänemark. Diese Berichte find auch in die deutsche Presse übergegangen. Die dänischen Zeitungen aller Par- tetrichtungen haben sich in bestimmter Weise gegen diese Verdächtigung Deutschands ausgesprochen und festgestellt, daß in der Bevölkerung Dänemarks nicht die geringste Beunruhigung über die militärischen Maßnahmen Deutschlands besteht. In einem heute erschienenen Artikel des erwähnten Londoner Blattes heißt es u. a., daß das drohende Einschreiten des deutschen Kaisers Dänemark gezwungen habe, die Durchführung der geplanten Landesverteidi- gunqsordnung hinauszuschieben. Aus diesem Anlaß teilt „Berlinske Tidende" in Verfolg einer Unterredung mit dem dänischen Minister de» Aeusietn mit, daß weder offiziös noch inoffiziös je von irgend einem fremden Staat ein Druck auf Dänemark ausgeübt worden sei, weder vor Einbttngung der Landesvetteidigungs- oeletze im Reichstage, noch während ihrer Durchführung.
— Zur Fleischtenerung. Dresden. 16. Jan. Das „Dresdener Journal" veröffentlicht eine ministerielle Verordnung übet die Einfuhr von Schlachttindetn aus Frankreich nach Sachfen. Es dürfen wöchentlich etnoeffibrt werden in den Schlachtbof Dresden bis 500 Rinder. Leipzig bis 500 Rinder. Ebemnitz bis 300 Rinder, Zwickau bis iinh wirriien Ws ?ag Rinder.
— Fortschrittler und Genossen. München. 14. Jan Der Londtaasobaeordnete Dr. Günther gab, nach einer Drabttneldung der „Täal. Rundschau", gestern in einet Versammlung bet Fortschrittlichen Volks- pattei folgende Varol« für die nächsten Reichstagswahlen aus: „Nieder mit dem Block der Konser- vattven und Ultramontanen. Wir fürchten uns vor keinem Gewaltmittel, das uns in dieser Hinsicht zum Stea« führen kann. Jede Angstmacherei liegt den Mitgliedern der Forttchttttllchen Vclksvartet fern. Wer aus bloßer Furcht vor bet Sozialdemokratie dazu verhilft, den erwähnten Block zu dem zu machen, was et ist, der handelt wie ein Soldat, der aus Angst vor dem Feind fich vorher ben Tod gibt." — Das ist genügend deutlich.
— Polnifcher Erfolg. Pofen, 12. Jan. In Matko- witz, Kreis Strelno, ist im Dezember 1909 die letzte
Die „ybevtzos stich« Zeitung" eckchemt täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt mertel- jährlich durch die Post bezogen 2.25 * (ohne Bestellgeld» Bet
Die Ins ert ronsgebü tir beträgt für die 7 gespaltene Zeile oder deren Raum 15 J>, bei auswärtigen Inseraten 20 •$, für Reklamen die Zeile 40 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gift als Bartabatt — Mir Inserate, bei denen der Austrag- ?eber in der Exped. mitgeteilt werben soll, wird eine Gebühr von 0 Psq. erhoben. — Druck der Univ. - Buchdruckerei A. Koch, (Fnh.: Dr. Httzeroch.) Mark 21, — Telephon 55.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwittschastliche Beilage.
Der Entwurf des Verstcherungs Gesetzes für Angestellte.
Nach dem Entwurf de» Bersicherungsgesetze» für Angestellte werden für den Fall der Beruf». Unfähigkeit und de» Alter» sowie zugunsten Hinterbliebener im vollendeten 16. Lebensjahr versichert Angestellte in leitender Stellung, Betriebsbeamte, Werkmeister und andere Angestellte in einer ähnlich gehobenen oder höheren Stellung ohne Rücksicht auf die Vorbildung, wenn diese Beschäftigung den Hauptberuf bildet, Handlungsgehilfen und Lehrling«, Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, Bühnen- oder Orchestermitglieder ohne Rücksicht auf den Kunstwert ihrer Leistungen, Lehrer und Erzieher, aus der ßchiffsbcsatzung deutscher See- und Binnenfahrtzeuge Kapitäne und Offiziere des Deck- und Maschinendienstes. des Verkehr- und Maschinendienstes, Verwalter, Verwaltungsassistenten und hie in ähnlichen oder in einer höheren Stellung befindlichen Angestellten. Voraussetzung ist, daß Pas Gehalt 5000 «* nicht übersteigt und das sechzigste Lebensjahr nicht vollendet ist. Wer au» verstcherungspflichttger Beschäftigung ausscheidet und mindestens 60 Monatsbetträge entrichtet hat. kann die Versicherung fteiwilltg fottfetzen oder, falls er 120 MonaisbeittSge mtttchtet hat, bie erworbene Anwartschaft durch die Zahlung seiner Anerkennungsgebühr sich erhalten. Rach Höhe des Zahresverdienstes werden neun Gehaltsklassen gebildet. Gegenstand der Versicherung wird sein Ruhegeld und Hinterbliebenenrenten. Ruhegeld erhält der Versichette mit der Vollendung des 65. Lebensjahres als Herabsetzung der Arbeitsfähigkeit auf weniger als die Hälfte der normalen, ferner wer 26 Wochen ununterbrochen berufsunfähig gewesen ist, für die weitere Dauer der Berufsunfähigkeit. Witwenrente erhält die Witwe nach dem Tod des versicherten Mannes, Waisenrente erhalten nach dem Tode des versicherten Vaters die ehelichen Kinder unter 18 Jahren und nach dem Tod einer ^Versicherten ihre vaterlosen Kinder unter 18 Jahren auch unehelich. Die Wartezeit dauert beim Ruhegeld für männlich« Bersichette 120, für weibliche 60 Beitragsmonate, bei der Hinterbliebenenrente 120 Beitragsmonate. Das Ruhegeld bettägt nach Ablauf der 120 Beitragsmonate ein Viertel des Wertes der in dieser Zeit entrichteten Beiträge und ein Achtel des Wertes der übrigen Beiträge, bei den weiblichen Versicherten nach Ablauf von sechzig und vor der
Ausland.
“ ®ie Bevölkerungszahl Wiens. Wien, 16. Jan. Rach dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung betrug die Bevölkerung Wiens am Tage der Zählung 2 004 291, ausschließlich der Garnison, welche eine Stärke von 26543 aufweist. Die entsprechenden Zahlen im Jahre 1900 waren 1 648 335 und 26 622.
** Rückkehr König Alfons. Madrid, 16. Jan. Der König, der Ministerpräsident, der Kriegsund Marineminister sind heute vormittag aus Melilla hierher zurückgekehrt.
** Sie Lage in Portugal. Lissabon, 16. Jan. ; Der Eisenbahntunnel von Cbella wurde durch die Explosion einer Bombe beschädigt. Die Lissaboner Gürtelbahn wird infolgedessen umgeleitet. — Madrid. 16. Jan. Aus Madrid wird gemeldet: Gegenüber einer amtlichen Erklärung, daß die Regierung keineswegs ein Einschreiten in Portugal ins Auge gefaßt habe, so ernst auch die gegenwärtige Lage dortselbft sei. bält das Journal „A B E" auftechi. daß im nächsten Ministerrat nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten Canalejas die Frage der Intervention Sva- niens In Portugal erörtert werden soll. Das Blatt füai hinzu, daß England geaenwärttg einer solchen Aktion Svaniens nicht günstig gesinnt fei und behauptet, daß zwischen England und Deutschland eine alte Abmachung für den Fall bestehe, daß in Pottuaal Unruhen aus- brechen. In einer Versammlung in Alicante forderte der Führer der Radikalen Lerreux die Republikaner auf. sich mit ollen Mitteln einem Einschreiten Spaniens in Portugal zu widersetzen. da dies die ..küufitae Vereinigung de» iberilch-u Vaterlandes" bindere.
** Ausstand bee Seeleute? London. 16. Jan. Ben Tillett, der Sekretär der Deck- und Werftarbeiter Großbritanniens, loate bei einem Interview, es werde zweifelsohne zum Ausstand kommen. Man müsse jedoch nicht daran denken, daß die Ausliandszeit gerade wegen der Krönung gewollt worden fei. Es sei reiner Zulall, daß die Krönung in dieser Zeit liege. Der Ausstand sei unter den aeaenwärtigen Umständen unvermeidlich. Die W«ne müßten gebetm gehalten werden. Der Ausstand werde, wenn et stattfinde, innerhalb 24 Stunden in d-u britischen, deutschen und amerikanischen Häfen beginnen. Die Leute würden unter den obwaltenden B-diuaunaen zum «l'«-st""d getrieben.
Vollendung von 120 Beitragsmonaten ein Vier- 1 sind in diesen Fällen verpflichtet, ihren Bertel des Wette» der in den ersten 60 Monaten iragsanieil an die Reichsversicherungsanstalt ab-
- _ jährlich durch die Post bezogen 2.35 * (otine oa
Wa 15 unfeccn Zeitanasstellen und der Expedition (Markt 21), 2.00 -X .
frei in» Hau». (Für wwerlanat ^gesandte iDlanuftdpte über- MlttivÜ Ä, 18. JaNUkkk 1911. nimmt die Redaktion kemett« Verantwortung.) . . ■ v