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Marburg

46. Jahrg.;

1 n -f n< -f aebet in der Erped. mitgeteilt werden soll, wird eine Gebühr von

^tCnSlQQ/ 17« lo Pfg. erhoben. Druck der Univ. - Buchdruckerei 3. A. Koch,

(Inh.: Dr. Hitzeroth.) Mark 21, - Telephon 55.

Erstes Blatt

(Nachdruck verboten.)

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und

Hans Rochus sprach einige formelle Worte der

Begrüßung, und fie erwiderte dieselben ruhig

und

Moment an. Dann sah fie wieder zu Boden, ihr Erficht bekam etwas Starres und Lebloses.

abgetöntes, elegantes Kostüm, welches in weichen Falten ihre schlanke, hohe Gestalt umschmiegte.

Hans Rochus sah mit brennenden, unruhiaen Augen dem jungen Mädchen entgegen. Ihre Er­scheinung überraschte ihn. Es lag etwas Schweben­des, Gleitendes in ihrer Haltung, wohl durch den eigenartig langfließenden Schnitt ihres Kleides be­stimmt. Sein Blick ruhte forschend auf dem blassen, stillen Gesicht, und ein erleichterter Atemzug hob die Brust.

Ruth Ravenport sah weder unschön, noch gewöhn­lich aus, wie er heimlich gefürchtet hatte. Wenn sie auch keine blendende Schönheit war, wie zum Bei­spiel Hilde Sontheim, so hatte sie doch feine, ange­nehme Züge. Sie bewegte sich sicher, mit natürlicher Anmut, und sah entschieden sehr distinguiert aus. Wär« er ihr an einem anderen Ort begegnet, hätte er fie für eine Dame aus seinen Kreisen gehalten.

Während Ravenport die beiden jungen Leute be­kannt machte, hob Ruth nur flüchtig die Lider und blickte ihn mit ihren ernsten, dunklen Augen einen

höflich. Er bemerkte dabei, baß ihre Stimme einen vollen, weichen Klang hatte, und dah fie ihre Muttersprache mit einem leisen, fremden Beiklang gebrauchte, wie er sich bei langem Aufenthalt im Ausland herausbildet. Beides berührte ihn ange­nehm. Es patzte zu ihrer eigenartigen Erscheinung.

Als er sich über ihre Hand neigte, um fie zu küssen, fühlte er, wie diese Hand leicht zurückzuckte. So berührte et fie kaum mit seinem blonden, ele­gant gestutzten Lippenbart, und gab fie schnell wieder frei. Dann trat er von ihr zurück.

Ravenpori half beiden über die peinvolle Si­tuation hinweg, indem er einige allgemeine Phrase« hervorbrachte. Erst als er merkte, dah beide ihre

des Verbandes soll durch Matrikularbeiträge aufgebracht werden. Die Organisation beruht auf dem Grundsätze der freien Selbstverwaltung. Die Organe des Verbandes find die Verbands­versammlung, welcher die Beschlußfassung, der Verbandsausschuß und der Verbandsdirektor, welchen die Verwaltung bezw. Erledigung der laufenden Geschäfte obliegt. Zur Entscheidung über Streitigkeiten wird eine Beschlußbehörde berufen, deren Vorsitzender der Oberpräsident ist. Beide Gesetze sollen am 1. April 1911 in Kraft treten.

Zn einer Betrachtung der Entwürfe des all­gemeinen Zweckverbandsgesetzes und des Zweck­verbandsgesetzes für Groß-Berlin, mit dem die preußische Regierung vor den eben eröffneten Landtag treten wird, schreibt dieNord. Allg. Ztg." u. a.: Der Entwurf will das Institut der Zweckverbände nach zwei Richtungen weiter ent­wickeln, indem er einerseits die Verbindung von Stadt zu Stadt ermöglicht und andererseits das Geltungsgebiet auf die ganze Monarchie, beson­ders Rhein and, Westfalen und Hannover aus­dehnt. Ferner soll namentlich mit dem starren Maßstab der Steuerkrast für die Verteilung der Stimmenzahl und Beitragslasten gebrochen wer­den. Der Entwurf zielt auf eine freiere An- pasiung des Maßstabes an den konkreten Einzel­zweckverband hin. Das Bedürfnis der gemein­schaftlichen Verwaltung einzelner Kommunal- angeleaenheiten, wie z. B. der Wasierleitungs-, Entwäsierungs-, Elekirizitäts- und Straßen- bahnanlaqen wächst immer mehr, weil die An­lagen dadurch rentabler werden und andererseits oft ihrer Natur nach interkommunal sind. Ge­rade für die Industriegebiete Rheinland und Westfalen kann die Wirksamkeit des Gesetzes be­deutend sein.

Das Zweckverbandgejetz.,

Berlin, 14. Jan. Aus den Spezialbestim­mungen des Entwurfs zum Zweckverbandgeseh für Eroß-Berlin ist hervorzuheben, daß die Ver­bandsversammlung außer dem den Vorsitz füh­renden Oberbürgermeister von Berlin noch 99 Mitglieder zählt, die auf die Verbandsmitglie­der nach der Einwohnerzahl mit der Maßgabe verteilt werden, daß kein Mitglied mehr als ein Drittel der Stimmen haben darf. Hiernach wer­den auf Berlin 33, Charlottenburg 11, Schöne­berg 6, Rixdorf 8, Deutsch-Wilmersdorf 4, Lich­tenberg 3. Spandau 3, Landkreise Teltow und Rieder-Barnim 16 bezw. 15 Stimmen fallen.

Zu bett Zweckverbandgesetz für Eroß-Berlin bemerkt dieRordd. Allg. Ztg.": Für die Stadt Berlin in ihrem Verhältnis zu den umliegenden Stadt- und Landkreisen bietet das allgemeine Zweckverbandsgesetz keine genügende Lösung des Problems der kommunalrechtlichen Zusammen­fassung. Bestimmte Aufgaben verlangen dort gebieterisch eine Interessengemeinschaft. Bei den bereits gepflogenen Verhandlungen aber ist ein tiefer Interessengegensatz der Kommunen hervorgetreten, der zu der Interessengemeinschaft der Bevölkerung Groß-Berlins in einem un­erträglichen Mißverhältnis steht. Einen Aus­gleich kann nur ein Oraanisationsakt des Gesetz­gebers schaffen. Der Entwurf faßt die Städte Berlin, Ebarlottenbura. Schöneberg, Rixdorf, Deutsch-Wilmersdorf, Lichtenberg und Spandau, sowie die Landkreise ToT+nm ,,nf> Nidder-Barnim zu einem Verbände Eroß-Berlin zusammen und gibt diesem drei Anfaaben: Beqelunq des Bahn- verkebrs. Beteiligung an d-r Festset-nng von Baufluchtplänen und am Erlaß von Bauord­nungen und endlich Erwerbung und Erkaltung des Wald- und Wiefennürtels. Der Geldbedarf

Fassung roieberaefunben hatten, kam et auf den Kernnunkt ber Sache.

Graf Rochsberg ist, wie btt weißt, gekommen, um dich zu fragen, ob bu fernen ehrenvollen Antrag annehmen unb ihm ble Hand zum Bunde für bas Leben reichen willst," sagte et zu seiner Tacktet.Da dir und Ibnen. Herr Graf, eine ungestörte Aus­sprache erwünscht sein wird, werde ich inzwischen noch einiae Geschäfte erledigen. Cie bleiben natür­lich zu Tisch, mein lieber Graf? Wir haben später bock noch einiges zu besprechen.

Hans Rockus verbeugte Pch zusttmmenb, und Ravenport ging hinaus.

Eine Weile stanben fick die jungen Leute in pein­lichem Schweigen gegenüber. Endlich raffte fick Hans Rochus auf. Zugleich machte Ruth eine Hand- beweaung unb sagte höflich:

Bitte, wollen Sie Platz nehmen, Herr Graf."

Sie setzten sich nieber, fast bie ganze Breite des Zimmers zwischen sich. Hans Rochus sah zu Ruth hrnüber unb wartete vergeblich, daß sie die Augen aufschlug. Sie saß da. als ob fie gar keine Notiz von ihm nähme. Et ahnte nicht, daß fie qualvoll um diese äußere Ruhe ringen mußte.

Mein gnädiges Fräulein eigenartige Ver­hältnisse führen uns zusammen es ist nicht leicht, mich Ihnen verständlich zu machen. Ich sehe Sie heute zum ersten Male. Trotzdem wage ich es, Sie um ihre Hand zu bitten. Ich bin ein ruiniertet Mann ohne Ihres Herrn Vaters großmütiges Angebot müßte ich wie ein Bettler von Rochsberg gehen. Ihr Herr Vater hat mir nicht nut Hilfe, sondern auch bie Hand f.L.ier Tochter bar geboten. Ich habe nichts in bie Wagschale zu werfen, als etwa meinen Namen unb den ehrlichen Willen, Ihnen meine Dankbarkeit zu beweisen, wenn Sie wirklich einmütigen, meine Gattin zu werben. Daß Sie bas j wollen, hat mit Ihr Herr Batet versichert. Et sagte mir auch, dich Eie ohne Zwang steiwillig Ihre Zu­

dient hatte, eingehend besichtigt wurden. Soun- »erson meldete sich nach seiner Ankunft in Delhi dem Kronprinzen, um die gleiche Mission wie in Agra zu übernehmen. Der Kronprinz zeigte sich über die Aufmerksamkeit der englischen Regie­rung erfreut.

Direktor Friedrich Banse f. Berlin, 15. Jan. Friedrich Banse, Direktor bet Continen- tal-Telegraphen-Compagnie (Wolffs Telegr.- Bureau) ist heute nacht in San Remo gestorben.

Die Reichstagswahlen. Berlin, 14. Jan. DieRordd. Allg. Ztg." schreibt: Dem Wieder­beginn der Reichstagsverhandlungen find in der Presse Andeutungen voraufgegangen, als beab­sichtige die Regierung, den Reichstag vorzeitig aufzulösen und das Land mit einer unerwartet frühen Vornahme der N"vwahlen zu überrum­peln. Wir können mitteilen, daß nichts hinter diesen Gerüchten ist, die offenbar nur agitatori­schen Bedürfnissen ihre Entstehung verdanken. Die Regierung muß Wert darauf legen, daß der Reichstag hinreichend Zeit bebält, um die wich­tigen ihm noch obliegenden Aufgaben in aller Ruhe und Sorgfalt zum Abschluß zu bringen. Die Regierung bat keineswegs dem Rei^stag eine Reihe anerkannt wichtiger Vorlagen ge­macht und diese im Verein mit dem Reichstag zum Teil schon weit gefördert, vm diele Arbeit nun mitten auf dem Wege stecken zu lassen.

Zur Fleischteuerung. Dresden, 14. Jan. Der Antrag Sachsens, betreffend die Fleichein­fuhr von Frankreich, wurde vom Reichskanzler im wesentlichen unter denselben B dingungen wie für Süddeutschland gestattet. Berlin, 14. Jan. Zur Einfuhr ftanröfiscken Schlachtviehs in Sachsen erfahrt dieAllgem. Fleischer-Ztg", daß die Transporte nicht über Belgien, sonder« über Elsaß-Lothringen zu erfolgen haben und hinsichtlich der Höhe des Kontingents die säch­sische Regierung vom Reichskanzler aufgeforderl ist, Vorschläge zu machen.

Die deutsch-russischen Berhandlungen. Berlin, 15. Jan. DieRordd. Allgem. Ztg." schreibt über die schwebenden deutsch-russischen Verhandlungen: Zum Ausgleich der Interesse« beider Kreise in Nordperfien haben sich während der abgelaufenen Wocke die Blätter in Paris und London viel den Kopf zerbrochen. In einem Londoner Abendblatt war ein Arttkel mit An­gaben über die Einzelheiten der zwischen Deutschland und Rußland beabsichtigten Ver­ständigung erschienen. Framöfficke und enali'che Zeitungen wollten wissen, daß diese Veröffent­lichung dem Inhalt einer russischen Note an Deutschland entsvrecke. Das mag a"f sich be­ruhen bleiben. Die Behauptung einer Berliner Depesche derNowoie Wremia" aber, der Ar­tikel derEvening Times" stamme aus Berlin, müssen mir als absurd -nrückweisen.

mit Erfolg bettieben worden. Wir halten für | ausgeschlossen, daß der preußische Ministerpräsi­dent eine Unterbrechung oder auch nur eine er­hebliche zeitweilige Einschränkung des Sied­lungswerkes zulassen wird. Aus allen Gründen zusammen wird es gewiß von Interesse fein zu Horen, was die Regierung auf die Interpella­tion entgegnet. Im übrigen teilen wir die all­gemeine Spannung und Unruhe jedoch nicht, denn es liegen, objektiv betrachtet, keine An­zeichen vor, daß der Kurs der Regierung in der Polenfrage tatsächlich vor einer starken Aende- rung oder gar vor einer Umkehr stehe. Der­artiges würden wir allerdings für dirett ver­hängnisvoll halten. Eine beinahe hundert Jahre lange Geschichte der preußischen Polenpolitik gibt dafür die bündigsten Beweise und zumeist solche, von denen man sagen kann: vestiga terrent.

Deutsches Reich.

Die Reise des Kronprinzen. Abbottabad, 15. Jan. Der deutsche Kronprinz wohnte gestern einem Manöver des 5. und 9. Eurkharegiments bei, die unter Mitwirkung der Gebirgsbatterie einen Angriff auf eine von Wilden verteidigte, gedeckte Stellung ausführten. Abends fetzte der Kronprinz die Reise nach Delhi fort. Delhi, 15. Jan. Der deutsche Kronprinz ist heute mit­tag hier einqetroffen. Der Kronprinz wid­mete sich in den letzten 14 Tagen ausschließlich dem Studium der militärisch überaus interes­santen Verhältnisse bet Erenzprovinzen. So­gleich nach seiner Ankunft im hiesigen Bahnhof fuhr ber Kronvrinz mit nur einem Herrn bes Gefolges zum Fort, wo bie historischen Stätten unter Führung des englischen Archäologen Soundersan, ber schon in Agra als Führer bei bem Besuch ber historischen Bauhonkmöler ge-

Enteignung.

Dem Bernehmen nach bringt bie national- liberale Fraktion bes Preußischen Landtages eine Interpellation ein, worin bie preußische Regierung um Auskunft ersucht wirb, ob unb wenn sie bas Enteignungsgesetz in bet Ostmark anzuwenben gedenke. Schon seit längeren Mo­naten hat ein Teil bet deutschen Presse fort­gesetzt bie preußische Staatsregierung interpel­liert unb zwar mit einem starken Unterton von Mißtrauen. DieNorbb. Allg. Ztg." gab eine Erklärung ab, aus bet zu entnehmen war, baß bet Ministerpräsident und Reichskanzler an eine prinzipielle Nichtanwendung bes Gesetzes selbst­verständlich nicht denke, dagegen wat in der Schwebe gelassen, wann und in welchem Um­fange man Enteignungen in der Ostmark beab­sichtige.

Rufen wir uns ins Gedächtnis zurück, worin sich die Unruhe auf nationaler Seite bei uns be­gründet, so handelt es sich vorwiegend um zwei Punkte. Zunächst tauchte schon im vorigen Jahre das Gerücht auf, es fei vom auswärtigen Minister Oesterreich-Ungarn« eine Einwirkung auf Preußen im Sinne der Nichtanwendung des Enteignungsgesetzes versucht worden, weil ihm die österreichischen Polen sonst Schwierigkeiten in Bezug auf die Zugehörigkeit Oesterreich-Un­garns zum Dreibunde und eine dementsprechende Polittk machen würden: wettet wurde und wird behauptet, daß in Preußen selbst von hohen Per­sönlichkeiten auf den Kaiser in gleichem Sinne eingewirtt werde. Die erste Version ist verschie­dentlich auf das bündigste von der Regierung bestritten worden, und wir halten es für un­möglich, daß eine derartige Einwirkung Oester­reichs erfolgt, und daß sie, selbst wenn sie erfolgt beachtet worden wäre. Das sind unsere eigenen, unsere inneren Angelegen­heiten. Was das zweite Gerücht anlangt, so ist sicher möglich, daß Einwirkungen im an­gedeuteten Sinne auf den deutschen Kaiser ver­sucht werden, für ausgeschlossen halten wir aber, daß fie angesichts des beschlossenen und voll­zogenen Gesetzes auf nur den geringsten Erfolg rechnen könnten.

Der zweite Hauptgrund für die nationale Besorgnis liegt in Mitteilungen der ostmärki- schen Anfiedlungskommission, daß die Siedlungs­tätigkeit demnächst völlig stocken müßte, wenn nicht durch (Enteignung polnischen Landes wie­der geeignet gelegene Siedlungsgebiete geschaf­fen würden. Die Sieblungstätigfett in der Ostmark ist bisher mit großer Umsicht unb auch

faae geoeben haben. Aber ick muß das von Ihne« selbst hören, mein gnädiges Fräulein. Wenn man irgend einen Zwang auf Ihre Entschließung ausge­übt hat, wenn Sie ttgendein Widerstteben gegen meine Person empfinden, so sagen Sie es mir offen. Sie dürfen auch in diesem Fall auf meine rückhalt­lose Ergebenheit rechnen. Ich will lieber alle Konse- guenzen auf mich nehmen, als Sie wider Ihren Willen an mich fesseln. Haben Sie Vertrauen zu mir und sagen Sie mir die Wahrheit."

Er hatte mit ehrlicher Wärme zu ihr gesprochen und sah fie erwartungsvoll an.

Ruth schlug jetzt die Augen auf zu ihm. Sie waren matt und ausdruckslos, wie verschleiert, als wohne keine fühlende Seele dahinter.Ich habe ohne jeden Zwang meine Einwilligung gegeben, Herr Graf," sagte fie ruhig und tonlos, scheinbar ohne iebe Erregung.

Sie erweisen mit damit ein großes Vertrauen, mein gnädiges Fräulein, und ich kann Ihre Güte kaum begreifen."

Sie zog die Schultern ein wenig zusammen.

Mein Vater wünscht die Verbindung. Ich bin gewohnt, ihm zu gehorchen. Er wird Sie besser kennen als ich, und ich füge mich ohne Widerstreben," sagte fie wieder ohne alle Erregung.

Er sah auf seine Hände herab.

Ein unbedeutendes, indolentes E-fchöpf, sanft­mütig, an Gehorsam gewöhnt, unb scheinbar zu be­quem und passiv, für fih selbst zu denken," dachte n im stillen. Laut aber sagte er, indem et aufftanb und an fie herantrat:

Ich danke Ihnen für Ihre Güte, die mich vor Schlimmem bewahrt. Bitte, reichen Sie mit Ihre Hand zur Bekräftigung unseres Verlöbnisses."

Cie erhob sich ebenfalls und legte ihre Hand ta die feine.

(Fortsetzung folgt.)

Der stille See.

ifü'. Roman von Lonetho-Mahler.

if l Fortsetzung.»

Ravenport machte einen mißglückten Versuch, jovial auszufehen, und klopfte ihm lächelnd auf bie Schulter.

Jetzt liegen die Verhältnisse doch anders. Selbst­verständlich sorge ich für eine« standesgemäßen Unterhalt. Sie müssen mir schon in dieser Beziehung gestatten. Sie von heute a« als meinen Schwieger­sohn zu betrachten."

Hans Rochus rückte e* fetnem ESbelgurt und er­hob sich.

So lassen Sie «ns zuvor zu Ihrer Fräuletn Tochter gehen. Habe ich ihre Einwilligung, dann werde ich von ihrem gütigen Anerbieten Gebrauch machen."

Wie Sie wünschen. Also bitte."

Die beide« Herten schritten schwelgend durch einige Geschäftsräume hinaus und dann die Treppe empor. __ _ <

Ravenport öffnete ble Tür zum Salon, in welchem der schöne Flügel stand, und Heß seinen Be­such etntreten. Nachdem er die Tut hinter fichi«* gezogen hatte, ging er zu einer Seltentür und öffnete sie.

Ruth bitte, komm doch herüber»" rief er hin­ein. ~

Das junge Mädchen hatte untätig am Fenster gesessen. Sie hatte Graf Rochsberg in bas Haus treten sehen und wußte, daß sie ihm gleich gegen» überstehen würde. Zelt genug, fich zu fassen, hatte sie gehabt. Scheinbar ruhig erhob fie sich und ging in be« Salon hinüber.

Sie hatte wirklichbas Graue" angezogen, wie »rSuMe eg aewüickckt. Es war et» sei«

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