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{’anöiDirtfdjtiftlidjE Geilage
Obtthessischtn Zeitung in Marburg.
Sonntag, den 1. Januar
Die Fanlbrut der Bieneuvölker und ihre Ertennnng durch de« Bienenzüchter.
Do« Regierungsrat Dr. Albert Maaßeu.
Die Lienenzucht ist, wie der verdienstvolle österreichische Landwirt und Großbienenzüchter Freiherr een Ehrenfels sagt, und wie auch der Dichter und Bienenzüchter Maurice Maeterlinck in seinem Werke: ^vrs Leben der Bienen" zeigt, „die Poesie der Landwirtschaft, mit der sich jeder hochgebildete Mann befassen kann". Hervorragende Bienen^ch er sind der Ansicht, daß die Bienenzucht veredelnd ans den Menschen ernwirke. An der Tat, die Bie> zücht schafft dem Züchter, dem einfachen Mann edc» so wie dem hochgebildeten, daheim Erholung, Anregung und Freuden und eine beglückende und lohnende Tätigkeit. Die reine Freude an den Bienen wird sich aber nur der Züchter bewahren, der ernstlich darauf bedacht ist, seine Pfleglinge gesund zu erhalten. Kür ihn wird außerdem dank fieser Fürsorge der materielle Gewinn aus der Bienenzucht nicht ausblerben.
Auch bei den Dienen sind hygienische Maßmchiuen em Platze, d. h. Maßnahmen zur Erhaltung, Förderung, und Kräftigung der Gesundheit. Denn für die Bienenvölker ist es durchaus nicht gleichgültig, nut« welchen hygienischen Berhältnissen sie leben. Leider findigen manche Dienenhalter gegen die einfachsten Regeln der Hygiene, z. B. bei der Herrichtung der Lienenwohnungen, den Hantierungen mit den Wabenbauten, bei der Fütterung und besonder, bei der Einwinterung der Bienen. Da kann es denn nicht ausbleiben, daß auf ihren Ständen die Bienen nicht gedeihen, Krankheiten sich einnisten und omr dort aus auf andere Stände verschleppt werden.
Ost kommen solche hygienischen Sünden bei den üblichen Revisionen der Bienenstände zutsge, und der einsichtsvolle Bienenzüchter ist dann auch bestrebt Ho abzustellcn. Daher ist auf eine sorgfältig« Be- stchtigung der Bienenvölker Wert zu legrn; ist sie doch das einzige Mittel, nm sich über den Gesundheitszustand der Völker zu unterrichten. LnnStiges und allzu häufige. Besichtigen der Böller und Mll- Srfiche, planlose Aenderungen im Bart raume stnd allerdings zu unterlassen, da 1 -es das Wohlbefinden nud die Ertragsfihigkeii der Völker schädigt.
Der Bienenzüchter verfährt zweckmäßig, wenn er Reinen Bienenstand regelmäßig im Iah« ?u bestimmten Zeiten, zu Beginn, auf der Höhe und nach Abschluß des Brutgeschäftes, gründlich uachfieht, dis Wohmmgsverhältniffe der Völker prüft, und i^en Gesundheitszustand untersucht. Das setzt freilich voraus, daß der Bienenzüchter neben rein praktischen Ferttgketten auch imkerisches Wissen und einige Ke rntnisse von den Bienenkrankheiten besitzt. Je«r Bienenzüchter sollte deshalb danach trachten, sich solche Kenntnisse anzueignen. Eingehende Belehrung Uber eine wohl jedem Imker wenigstens dem Namen »ach bekannte Krankheit, die Faulbrut, findet er im 7. Heft der Mitteilungen aus der Kaiser!. Biologi- tfien Anstatt für Land- und ft->rstwirischaft'), dort wird ihm auch eine genaue Anleitung zur Bekämpfung der Seuche gegeben. Hi« sollen dem Imker nur zwei Fragen: 1. Was ist die FaulbrM »nd 2. Woran erkennt man die Faulbrut? kurz beantwortet werden.
1. Was ist di« Fautdrut?
Die Faulbrut ist die gefirchtetste ansteckffie Bienenkrankheit. Sie befällt die Bienenbrut, tangt sie rettungslos zum Absterben ui» «rursacht, da in dem kranken Volke die allen Bienen mcht Mch jungen Nachwuchs genügend ersetzt werden das i»n- aehen des ganzen Bolkes. Durch die Faulbrut stnd schon, weil nicht rechtzeitig die geeigneten Be- kampfungsmaßregeln ergriffen wurden, ganze Bienenstände «rnichtet worden.
Di- Faulbrut ist keine einheitliche Krankheit, man faßt vielmehr unter diesem Namen drei verschiedene Vruterttankungen der Bienen zusammen, nämlich die Bruffäule, die Brutpest und die Brutseuche. Da die drei Krankheiten ihren Sitz im Darm der Bienenmaden haben, so werden sie zweckmäßig auch als DarmfiaSe, Darmpest und Darmseuche der Bienenbrut bez-ichnet. Den drei Krankheiten gemeinsam tft, daß die daran verendeten Maden ein« eigenartige Fäulnis erleiden. Daher hat man M0« KrmMeitsgruppe b-u Rasen Faulbrut. d. h. faule gegeben.
3M mrs in DeuHch^Knb toÄint von beit Kwau* heilen der Faulbrutgrupp« am häufigsten die Mutseuche vor. Diese Seuche v-ird durch einen DaziMus, Bacillus Brandenburgienst, oder larvoe genannt, «rursacht, der die Fähigkeit besitzt, «cht weder- fimdsfähige Dauerformen (Sporen) zu buden. »w Bruffäule hat als Erreger einen kleinen KiMS, einen Kettenkokkus, den Streptococcus apis «A die «rutpest einen Bazillus, den Bacillus alvei, der gleichfalls widerstandsfihige Spor n eqengt M»t-
*) S. Maaßen, Leber die unter dem Namen faulbrut" bekannten seuchenhasten Brüter- krankungen der Honigbiene, Mitteilungen aus der Kaiserl. Biolog Anst. f. Sand- u. Forstwirtsch„ Heft 7, 2. Auflage, Zuli 1909. Mit 4 Tafeln. Verlag Paul Parey und Julius Springer in Berlin. Preis 1 JU
fäule und Brutpest treten «eist zusammen in einem I Volke auf. Ebenso ist die Mischform von Brutpest I und Brutseuche nicht selten. — Daß bet den Bienen- I Völkern solche "Mischinfektionen" vorkommen, hat an und fir sich nichts Befremdendes. Auch bei anderen Tierkrankheiteu und bei Menschenkrankheiten werden sie beobachtet. Zn der Regel »erlaufen sie bösartiger, die Erkrankungen find heftiger und führen schneller zum Tode.
2. Woran erkennt «an die Faukbrnt?
Zn den meisten Fällen ist die Faulbrut an den eigenartigsten Fäulniserscheinwngen zu erkennen, welche die daran ve.endeten Dienenmaden zeigen. Diese Erkennungszeichen treten bei der Bruffäule und bei der Brutpest auf den Waben deutlich hervor, da bei diesen Erkrankungen schon die offene Brut dahingerafft wird. Die Bienenmaden nehmen nach dem Tode eine grüngelbe Farbe ar, die bald in dunkelgelb übergeht. Ihre Leiber fallen zusammen und werden mehr oder weniger breiige oder butterige Massen. Besonders auffallend ist der Geruch der toten Maden. Eie riechen ausgffprochen unangenehm, nach Schweiß oder nach saurem Kleister. Man hat deshalb diesen Erkrankungen der offenen Brut die Bezeichnung „strickende Faulbrut" beigelegt. Wegen der ausgeprägt säuerlichen Geruches der toten Maden bei der Bruffäule wirb diff- Krankheit auch „Sauerbrut" genannt. Das Sterben der offen Brut stellt sich besonders gern auf der Höhe des Drutgeschäfies im Hochsommer ein und greift meist schnell um sich, so daß es dem affinsten Imker wohl kaum entgehen kaum. Zu Beginn der Erkrankungen sind meist keine toten Micken in bat Drutwaben zu finden, da die Die em sie nicht darin lassen, sondern möglichst schnell aus den Zellen und aus dem Stocke schaffen. Die Dffi stcht fficher «*f den ®a6en kuckenhast trnb nicht in den üblichen ge= schlossenen Reihen „wie ans einem Guß". Zn solchen Fällen finden sich die toten Maden auf dem Bodenbrette oder vor dem Flngloche der Beute, und zwar meist in Form bräunlichschmar-« KrüwS von schmieriger Beschaffenheit and mmn genehmem 8e- ruche. Ost zeigt sich dm Krankheit schon durch das Dechalten der Menen an. $*c «»Eter unSeo, wie dies auch bei anderen Dienenkranchetten die Reget ist, trotz reicher Tracht nicht recht rmskoumrweu. Dann ist es für den Imker «mgezetzt, auch «cher- halb der üblichen Zeit, seine VMer «w ch-en «e- j sundhei szustand M
Die dritte Krankhefi ans der ganT&nrtflrufpe, Vie Bruffeuche, ist für den Anerfahrenen etwas schwieriger zu erkennen, da hier die charatteristischen Erscheinungen erst bei der gedeckelten Mut auftveten. Die Seuche schreitet außerdem meist nur langsam fort, so daß sie in ihren Anfängen im Frühjahr unb im Sommer während der Mutzeit übersehen roeiben tarnt. Leichter läßt sich die Krankheit im Herbst nach Abschluß des BrutgeschSftes feststeSen, da die Bienen die verseuchten gedeckelten Zellen auf den Bruttafeln unberührt stehen lassen. Bei eitriger Aufmerksamkeit kann man aber auch während der Brutzeit die inmitten der gesunden Brut stehende „faule Brut" herausfttcken, weil sich die verseuchten Zellen in der Regel an dem Aussehen der Zelldeckel erkennen lassen. Die Deckel find nicht wie gewöhn- kich flach ober ^wölbt, sondern der Mitte einae- finken, zeigen stellemveffe dunkle Flecke« nab bet alten Waben häufig auch ffrine Löcher, die wie mit der Rodel ervgcsiochen erschsfiwn. Oeffvet man sickche Zeiten, so findet nur, darin die Brat ganz eigenartig verändert vor. D« weist kurz «ach der Verdeckelung einaeganoene M«cke klebt an einer Längsseite der Zelle, entweder in ihrer Körperform noch annähernd erhalten oder formlos zutawmenge- fillea fFaulbrntmassef oder bereits start eingetrocknet in Gestatt eines fiachsn, Ptnae-nsLrmigeu Belages sFaulbrntschorff. Die Faulbrutmasie» stnd von fiutumähnlicher. zichschletmioer, fadenziehender Befihaffenhett und haben $n Anfang eine grauweiße »der enn^eÄfitfje, später eine yS6c bis dunkel- k^seebraune Farbe. Der Geruch »st nicht bosouders «fffaSend: sie riechen weift nur schwach nach faulem Säte, seltener nach Feiffüuren. Wan hat darum anch die Seache, gern Unterschied von der «ruderen Fanlbrntform, als „nicht stinkende Saulbwck" be- zeichnet. Die Bezeichn«« ist jedoch nicht immer zutreffend. 9m findet M-weiten an der Seuche ertränkte Bölter i* roeti vskgeßckfitten-M ffiadium der Krankheit, deren Wabenwert start faulig riecht. Derartige Fälle kommen durchweg auf ganz versetzten Bi nenständen vor, und in Bienenwirtschaften, wo der Bienenwirt sich um die Gesunderhaltung seiner Völker nicht kümmert, aus Unkenntnis oder aus Fahrlässigkeit tne Krankhefi nicht b achtet und ■tt den krauten Böltern sorglos «etter imkert. —
Jed m Imker, selbst dem tüchtigsten, kamt es pasfiere«, daß auf feinem Staude die Faulbrut aus- bricht. Kein «chtfttmer nud geunssevhast« Bienenzüchter wird es «rder bei Krankheit »der Kratckhefis- vefiacht Untertassen, «chtzeitig die geeignete* Maßregeln zu ergreifen. Für den Bienenzüchter muß stets der Sutz gelten: Jede» «ffoLeude Brwtsterben ist verdächtig und fordert eine gründliche Lnter- suchnng der Biuenvökker. Freilich darf mau decktet nicht vergessen, daß öe zidyliches Mutsterbe» such durch andere Lrfnche» ei» die HanLrnt bedingt fein
kamt, z. B. fit schwachen BStern durch Bernach- lSffigung der Brut, schlechte Mlageru. g, fertwr dmrch Kälte und Nahrungsmemge^ An Zweifels- fällen wird es daher stets die Pflicht des Zuckers {ein, dcs Gutachten einer wissenschaftlichen Stelle eiuzufo.deru. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß auch dem Fachmau« die Feststellung nicht mögttch ist. wenn ihm nur leere Waben oder kleine, verschimmelte Wabenstücke zur Untersuchung gegeben werden. Notwendig tft, ouß die Waben noch Brut oder wenigstens noch Brutreste enthalten. Am zweckmäßigsten verfährt der Imker, wenn er aus den ttanken und verdächtigen Völkern ganze Brutwaben mit offener und gedeartter Mut, sowie eine .ffand- vokl tebetcher Bienen auf einer Wabe mit Futter zur Untersuchung übergibt.
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DomKlmrverp-gLtümr.
Der fin „Reichsanzeiger" enthaMonen Nvch- weifung derfenüge« preußischen DomSnenvorwerte. welche in den Zähren 1911 und $912 zur rmbertDeitest MrpachtnnZ öffetckkich ausgebvten werden, entnehmen wir bezüglich des R^terungsbezirkes Lasset foLgendes. In 1-911 komme« zur Ausbietung: Domäne Bischhaufen, Kr. Lschwege, Flächeninhalt 156 Hektar, darunter befinden sich 126 Hektar Acker, 21 Hektar Wiesen, Krundsteuerertrag 4131 JL, seifiger Pachtzins inkl. Zinsen von Mettorationskapfialien 4677 <Ä, Betrag des nachweisbaren Vermögens 68 WS M, bisherige Pachtpefiode 12. April *894 bis Johannis 1912, künftige Pachtperiode Zohannis 1912 Lis 1. 3n$i 1939, Station der Treysa-Sernefrtde-r Bahn, Rübenbau. Zuckerfabrik in Riederhone. Domüve Fürstenstein, Kr. Lschwege, FWcheninhatt 126 Hektar, darunter befinden stch SO Hektar Acker und 10 fiel ar Diesen, Grundsteuerertrog 30S7 Jl, jetziger Pachtzins inkl. Zinsen von M-lioriattonskapitatten 7111 M, Mtrog des nachweisbaren Vermögens 46006 <Ä, bisherige Pachtpefiode Johannis 1894 bis 1912, künftige Pachtpefiode Johannis 1912 dis 1- Jvtt 1MB, 4 Kilometer von Nieder baue, Station der Berlin- Eöttingen-Bebra-Franffurter Bahn, Rübenbar, Zuckerfabrik in Riederhone. Domäne Neuenstein. Kr. Homberg, Flächeninhalt 124 Hektar, darunter befinden sich 79 Hektar Acker «ü> 22 Hektar Wiesen. Grundsteuerreinertrag 997 jetziger Pachtzins inkl. Ansen von Melivwtionskirprtalierr 2847 ^. Betrag des nachweisbar» Vermögens 45000 <M, bishertge Pachtperiode Johannis 1894 bis 1912, künftige Pacht-. periode Johannis 1912 bis 1. Juli 1938, 22 Kilometer von HomberA, Statton der Bahn 8el«tefeter- Mederhone-Treyfa. Domäne Rie^rhone, Kr. «fch- wcge, Flächeninhalt 125 Hektar, darunter «9 Hekter Acker und 7 HM« Wiesen, Grundsteverreinertrag 4782 JH, j-Ager Pachtzins inS. Zinsen von Wekiv- rationskapitalren 9814 A Betrag des nachweisbaren Vermögens 45000 «M, bisherige Pachtpefiode Johannis 1894 bis 1912, künftige Pachtperiode Johanms 1912 bis L Juli 1930, Station der Bertin-Göttingen- Bebra-FrankfurterBahn, Rübenbau, Znckefiabfik Riederhone. Domäne Rothweften, Kr. «affel Land, Flächeninhalt 262 HMar, darunter 225 Hektar Acker nick) 11 Acker Wiesen, Grundsteuerveitwfirag 6190 «M, fetziger Pachtzins inkl. Zins« von Mefforations- Hapitaliwt 11958 <*. Betrag des nachweisbaren Ver- nwaens 82 «S <HC, bisherige Pachtpefiode Johanms 1900 bis 1912, Mfftige Pachtperiode Johannis 1912 6ts 1. Juli 1930, 5 Kilometer vom Bahn jt Mönch- Lof 9 Kilometer von Cassel. Domäne Dogelsburg, Kr. Eickwege, Flächeninhalt 102 Hektar, darunter 88 Hektar Acker und 5 Hektar Miefen, Grtmdsteuerrefii- ertrag 3696 fetziger Pachtzins inkl. Zinsen mn MettorationSkapfiakien 6623 X, Betrag des nachweisbaren Vermögens 24 006 <X, bisherige Pachtperiode Johannis 1904 bis 1912, künftige Pachtpefiode Johannis 1912 bis L Juli 1939, 3 Kilometer rtm Kreisstadt und Bahnstation Lsthwffi, 7 Kilometer von Rtederhvae, Station der B erlin-48öttutgen- Mbra-Fraukfurter Bahn, RLbenLau, Zuckerfabrfi in Ntederhone, Brennerei in fiskalischen Gebäuden. Domäne Burguffeln, Kr. Hofgeismar, Flächeninhalt 345 Hekar, darunter 292 Hektar Acker und 33 Hektar Wiesen, Erundsteuerrfinertrag 13 980 <*, jetziger Pachtzins inkl. Zinsen von Meliorationskapitalien 26 558 Jt, Betrag des nachweisbaren Vermögens 130 000 M, bisherige Pachtperiode Johannis 1895 bis 1913, künftige Pachtvefiöde J-ch-mnis 1913 bis 1 Juli 1931, 14 Kilometer von Cassel, 3 Kilometer wen Grebenstein, Station der Debra-Cassel-Schwerter Ktchv., Rübenbau. Domäne Grvnauerhof, Kr. Hanau, Flächeninhalt 109 Hektar, darunter 78 Hektar Acker enb 26 Hektar Wiesen. Sruudsteuerrernertrag 7Ö09 X. jetzcher Pachtzins inkl. Zinsen von Meliorafiaus- fapitatien 13678 -ck. Betrag Les nachweisbaren Vermögens 72000 test Lishefige Pachtpefiode Johannis 1895 bis ISIS, künftige Pachtpefiode Johannis 1913 bis 1. Juli 1931, 14 Kilometer von der Krfis- ftaht H«au, 13 Kilometer von Frankfurt a. M, 3 Kilometer von Dortelweil, Station der Cagel- Frankfufier Bahn, Rübenbau. Domäne Lippoldsberg, Kr. Hofpfismar, FlLcheninhatt 187 Hektar, darunter 124 Hrttetr Acker und 34 Hektar Wiesen, Grundsteuer- OfinertwU 6206 test jetziger Pachtzins inkl. Zinsen | von Meliorationskavitalien M55 test Detroa des
1911
iS
nachweisbaren Mrmögens 74060 test bisherig« Pachtperiode Johannis 1895 bis 1913, künftige Pachtpefiode Johannis 1913 Lis 1. Juli 1931, 2 Kilo- meter von Bodenfelde, Station der Ottbergen-Nord- hanjener Bahn, Rübenbau.
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Landwirtschaftliche Ausstellung in Lasse! 191L
Die Pferdezuchtkommission der Landwfitschasts» kammer zu Eassel hat beim Vorstand der Kammer beantragst daß den Ausstellern von Pferden auf bet deutschen Landwifischafts-Gesellschaft 1911 in Cassel bte Transportkosten und das Standgeld vergütet werden. Wfiter hat die Kommission die Kammer zu Pränlien für Kaltblüter für die nöchstjühfige Ausstellung um Mwilligung von Geldmitteln bis zu mmn tel ersuchst An den Kommunal-Lerband «d an die Kreije soll mit der Anregung herange. treten werden, ebenfalls Mittel zur Prämfierung für TietMttungen auf der Ausstellung der deutschen Landwtrtjchastsgesellschaft 1911 zu Cassel zu bewilligen.
Eaatfirrtoffeln.
Di« LcwdwirtschaftÄammer zu Cassel em»- stehlt den L«tdwirten, ihre Saalkartoffeln aus dem Osten zu beziehen, be Ostdeutschland infolge qiinftiqerer Witterungsverhältnisse im Segen# sstz zum Wssten vielfach eine leidliche Kartoffel# ernte rmfzuweise« habe, wie euch Kartoffel« krankheiten daselbst weniger aufgetteten seien. Die schlesische Lemdwirffchastskammer hat eine Anzahl Sandwirffchaften auf ihr« Kartoffelfelder hin besichtigen lassen und empfiehlt diefeni- MN, deren DestSnde sich als frei von der Blatt« krankheit erwiesen haben, znm Bezüge von Kar# • , toffeln. An Sorten kommen insbesondere „Fürst Bismarck", „Professor Wohltmann" und „Si# lesia" in Betrechst Die »amen der Züchter find bei der Landwirtschaftskammer zu Cassel zu et# fragen.
Mihiff-m Mr «uudurirffchustliche Zwecke.
Unterstützung der lenchwirtschoftlichen Lehran- stalten und für landwirtschaftliche Zweck«. Rach ei«« Mfickte des Lemdesausschusses 'st an die Sandsirffchoftskammer für den Regierungsbeztrk Eussel als Beitrag zu den Kosten der Unterhaltung der landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstation und der Molkerei-Austatt 26 400 Jt r#raus"abt. Zur Hebung der Fisch-, Dienen- und BogelMcht und des Obstbaues wurden 1360 tel an die betreffenden Ber- eine gezahü.
Ate Unkränter «iw Erkeunungsmittel der Ltcheubeschaffenheist
Für jeden Landwirt und Gärtner ist es die aller- erste Pflicht sich genau zu vergewissern, ob das betreffende Stück Land, das er in besttmmter Weise bebauen will, auch all den Anforderungen genügt, die, wenn sei« Tätigkeit stch rentieren soll, in physikalischer und chemischer Beziehung an den Doden gestellt «erben süssen. Da muß er feststellen, ob der Boden zu feucht oder zu ttocken ist, auch ge- nügend luftdurchlässig usw. Da muß er ferner wissen, ob der Boden auch die fichttge Mischung der Nährstoffe besitzt, deren gerade die anzubauende Pflanze bedarf, kurz eine genauere Kenntnis von der Beschaffenheit bes Bodens, der bedeut werden soll, ist für Landwirte und Gärtner von allergrößter Bedeutung. Nun gibt es ja Kuttufingenieure und Agfikulturchemiker, deren Beruf es ist, den Landwirt und Gärtner auf Grund einer chemischen Dodeuuntersuchung in diesen Dingen genau zu beraten. Aber ost ist es für den Bodenbesitzer zu «m- ständttch, oft auch wohl, wenn es sich um den Anbau kleinerer Flächen handett, zu kostspielig, eine solche wissmschastlichc Bodenanakyse vornehmen zu lassen. Wie kann er sich nun allein, ohne den Chemiker zu bemühen, über die Bcschafienhett seines Bodms orientieren? In einem „klebetfloß und Mangel im Haushalte der Pflanzen" betitelten Aufsätze, den Arthur Mahner in Nr. 19 und 20 der im Auftrage der Deutschen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, sGeschästsstell« Theod. Thomas. Leipzig) von R. H France heraussegebeuen Halbmonatsschrift „Natur «rSffeutlicht hat, erwähnt der Beffasser auch eine Anzahl von ttfieressauten Tatsachen, die zeigen, wie man aus der Artzugehörigkeit und sonstigen Beschaffenheit der Pftanzen, die auf einem Bodenstück wild wachsen, Schlüsse auf die physikalische und chemische Beschaffenheit desselben ziehen tarnt. So ist z. B. zunehmende Nässe einer Wiese daran zu erkennen, daß die früheren Wiesengräser und Wie,en- fröntet von dem schließlich alles beherrschenden Torfmoos »erdräiWt weiden, daß horstweise das schetdtge Wollgras austritt und sich die Zwergbirke und andere gegen Rasse und Kälte und jeglichen Rähr- stoffmangel besonders widerstandsfähige Sträucher