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Marburg

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DieOberhessische Zeitung* erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage.Der Bezugspreis beträgt viertel- ------- cch die Post bezogen 2,25 M. lohne Bestellgeld), bei nd der Ervedition (Markt 21), 2.00 «Ä.

England und die Transvaldeutschen.

Ein alter Burenkämpfer schreibt uns:

Dom Paul feierte Geburtstag. Artilleristen, hochaufgeschossene Buren, standen am Eingänge des niedrigen Häuschens, der Refidenz des Prä­sidenten. . Der Alte machte ein nachdenkliches Gesicht, als die Gratulanten nahten. Die Ent­scheidung stand vor der Tür. Die Schlingen, welche England gelegt hatte, mutzten mit Gewalt zerschnitten werden. In Natal wurden von In­dien in Eile herbeigerufene Soldaten ausge­schifft, um nach der Grenze gesandt zu werden. In alle Teile der Burenrepubliken brachten be­rittene Boten den Mobilmachungsbefehl. Buren und Ausländer, besonders viele Deutsche, ström­ten herbei, um die neue Heimat mit der Waffe in der Hand zu schützen. Zug auf Zug ging nach der Grenze ab. Nie wurde dasVolkslied" be­geisterter gesungen, als in diesen Tagen, wo die Spannung endlich gelöst wurde. Zwei Jahre und acht Monate später wurde Friede geschlossen. Von den 14 000 Männern, die zähneknirschend die Waffen niederlegten, waren 8000verdamte Uitlanders" und von diesen waren an 6000 Deutsche, die zum Teil wohl Bürger gewesen waren und grotze Verluste erlitten hatten. Er­kannten sie den englischen König und seine Nach­folger als ihre Herrscher an, sollten sie entschä­digt werden, sonst sollten nur neutral gebliebene Ausländer einen Teil ihrer Verluste vergütet er­halten. Die deutschen Konsuln fanden nun ge­meinsam mit den englischen Kommissionären reiche Arbeit. Wer von den Deutschen hatte Schaden erlitten? War der Geschädigte neutral geblieben?

Die deutschen Konsuln verfuhren, das muffen auch die Engländer anerkennen, selbst äutzerst peinlich bei diesen Feststellungen. Manche bittere Klage wurde laut über die Lauheit der amt­lichen Anwälte unserer Sache. Es genügte schon der Nachweis, datz unter Drohungen Auskünfte Über den Feind an Buren gegeben worden waren, um die Neutralität anzuzweifeln, um die Ansprüche fallen zu lasten. Und nun, nach acht- fährigem Mühen, dieserErfolg", dessen Inhalt durch die offiziöse ..Nordd. Allgem. 31g." bekannt gegeben worden ist!

Zn Südwestafrika hat die deutsche Entschädi- gungskommistion schneller, vorurteilsloser, ge­rechter gehandelt. Dort wurden selbst Ansprüche solcher englischer Untertanen anerkannt, von

denen die Behörden ganz genau wutzten, daß ihr politisches Verhalten durchaus nicht ganz ein­wandfrei gewesen war. Man rechnete freilich wohl auch auf eine gleich vornehme Behandlung unserer Staatsangehörigen durch die Engländer.

Und wie verfuhren die britischen Prüfungs- kommistionen! Nur ein Beispiel: Ein Farmer, ein Deutscher, wird verhört.Wieviel Haupt Rinder, wieviel Schafe hatten Sie?"480 Rinder, davon 60 Kälber, und 2100 Fleisch­schafe!"Sie können das unter Ihrem Eide bestätigen?"Za wohl, mein Herr!"

Der Matgosa Zim wird gerufen, ein ehe­maliger Viehhirt des Deutschen. Der tritt, den zerschlistenen Soldatenhut an der Tür nieder­legend, ein.

Wieviel Rinder hatte dein Baas?" Nischien, twintig, of honderd, of tuisend fijf- honderd, Capitan!" (Ich glaube 20 oder 100 oder 1500, Herr Hauptmann.")Also 20?" Pes, Captain!"

Jims einstiger Brotherr mutzte froh sein, datz er auf das Zeugnis dieseszuverlästigen" Ein­geborenen hin nicht zu Zwangsarbeit wegen Falscheides verurteilt wurde, denn ein zu den Engländern übergelaufener Bur, ein ehemaliger Nachbar, hörte von dieser klastischen Aussage und bestätigte sie. Dabei war die Wirtschaftslage des Deutschen, der das Bürgerrecht in Transvaal er­langt hatte, weithin bekannt. Er wandte sich an den deutschen Konsul, aber der lehnte glatt ab, weil er nicht mehr Reichsangehöriger war.

Dank haben unsere Konsuln bei der Vettre- tung der Forderungen der Deutschen nicht ge­erntet. Ja, viele Deutsche haben verbittert dem Reiche den Rücken gekehrt, das eben zweifelhafte Ansprüche nicht unterstützen konnte. Und nun selbst noch die glatte Ablehnung des mehr als bescheidenen sorgsam geprüften Rechtes unzwei­felhafter Ansprüche durch das loyale England und die Ablehnung eines Schiedsgerichts.

Der Ton, in dem die deutschen Dffiziösen den Bescheid bekannt geben, ist schroff. Und in der ganzen Presse hallt diese Schroffheit nach. Un­berechtigt ist sie nicht, umsomehr wir in Südwest ungleich hochherziger zweifelhaften britischen Untertanen gegenüber verfahren find. Nur der Vorwärts lehnt es ab, die Berechtigung der deutschen Ansprüche anzuerkennen. Er nennt den Protest der noch deutsch fühlenden Preste eine antienglische Hetze" undeine kleine chauvi­nistische Erregung". Die Anbänger der vater­ländischen Pattei in Südafrika werden dem Vorwärts" den Dank nicht schuldig bleiben!

Sachsen nichts an. Bisher habe er aus No» . . nichts erhalten, abgesehen von einer Kopie der imDsservatore Romano" veröffentlichten Er­klärung Paters Pellegrini.

Major Dominik f- Berlin, 20. Dez. Ma­jor Dominik von der Schutztruppe für Kamerun ist nach einer telegraphischen Meldung aus Conakry (Französisch-Westafrika) am 16. Dez. an Bord des DampfersEleonore Wörmann", der den Schwerkranken nach der Heimat bringen sollte, an akuter Herzklappenentzündung ge­storben. Malor Dominik, desten verdienstvolle Tätigkeit bei der Niederwerfung des letzten Maka-Aufstandes noch in frischer Erinnerung steht, hat über 20 größere Expeditionen geführt und ist auch mehrfach verwundet worden. Seine höchsten Erfolge im kolonialen Kriegsdienst sind von Allerhöchster Stelle mehrfach durch Ver­leihung von Ordensauszeichnungen mit Schwer, tern anerkannt worden. Er ist nur 40 Zahre alt geworden.

Städtische Arbeitslosenversicherung. Ber­lin, 20. Dez. Die Schöneberger Stadtverord­netenversammlung hat gestern die Einführung der Arbeitslosen-Versicherung beschlosten. Sie soll bis zum 31. März 1913 jährlich eine Unter- stützung bis zu 15 000 von der Stadt erhalten.

Zur Fleischteuerung. Dresden, 20. Dez. DerSachs. Landesd." meldet: Der sächsische Ge­sandte in Berlin wurde von der sächsischen Re­gierung telegraphisch angewiesen, bei der Reichs» regierung zunächst die Einführung französischen Viehs für die Schlachtviehhöfe Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Zwickau zu beantragen. Stuttgart, 20. Dez. Das Eefamtkollegium der Zentraisielle für die Landwirtschaft, das gestern in Gegenwart des Ministers des Innern über Matzregeln gegen die Fleischteuerung ver­handelte, hat, wie derSchwäb. Merkur" be­richtet, ein^'mmig beschlosten, zur allmählichen Ausschaltung des Zwischenhandels eine Viebver- wertungszentrale für das ganze Land zu schaffen. Weiterhin wurde einstimmig eine Erklärung an­genommen, die von dem Standpunkte aus, datz die Zulassung fremden Schlachtviebs für die ein­heimische Fleischproduk^ion na^i"'liq sei, die Re­gierung auffordert, diese Zulastung bei Rind­vieh allmählich, bei Schweinen tunlichst bald zuruazuziehen.

Das Urteil im Prozeß Becker-Maltzahn. Greifswald, 20. Dez. Im Prozeß des Landrats Maltzahn gegen den Rittergutsbesitzer Becker wurde der Angeklagte wegen Beleidigung in 5 Fällen zu einem Jahr Gefängnis und Tragung sämtlicher Kosten verurteilt.

Die deutsche Hygiene-Ausstellung. Dres­den, 20. Dez. Der nächste Kongreß deutscher

ihn hinaufzuführen, doch nur unter der Bedingung, der Zusammenkunft beiwohnen zu dürfen.

Sie können ja leise sprechen," sagte sie spöttisch. Ihre Geheimnisse will ich nicht wissen; aber der Anstand muß gewahrt werden, und wenn die Kranke Sie nicht sehen will, heben Sie sich zu fügen."

Chttstiane war jedoch bereit, ihn zu empfangen. Als er eintrat, saß sie aufgerich^et in der Sofaecke un sah ihm mit zitternse. Ermattung entgegen. Tal ihm sein gestttges Benehmen leid? Kam er, sie zu versöhnen? Sein Gesicht verttet eine quälende Spannung, aber der Blick, der ihren frage wen Augen begegnete, war unruhig, ohne jede Wärme, und eben­so war sein Ton.

Verzeih', daß ich Dich trotz Deines Unwohl­seins belästige," sagte er, indem er einen Stuhl her­beizog und sich ihr gegenübersetzte.Ich kann später vor unserem Abmarsch nach Lrngenou nicht mehr herüberkommen und möchte nicht, daß Du von an­derer Seite hörtest, was geschehen ist."

Die Brauen zusammenziehen, sah er vor sich nieder; Melanie, die am Fenster stand, horchte auf ; Christiane überkam eine herzbeklemmende Angst.

Sprich, was ist's!" bat sie nach einer Pause.

Eine dumme Geschichte," antwortete er, ohne sie anzusehen.Dein Freund Martiny war bei un­serem Abschiedsmahl, saß mir höbnisch-siegessroh gegenüber, ließ mich nicht aus den Augen. . . un­erträglich war's! Aber als ich ihn wegen des Briefes an den Onkel zur Rede fiel te, leugnete er mit einer Frechheit ich habe ihn fordern wüsten."

Mit leisem Aufschrei schlug Cbristiane die Hände vor's Gesicht, aber nur für einen Augenblick, dann sah sie wieder auf.Weiter!" befahl sie.

Auch Christian hob den Kopf; wie Feinde starr­ten sie sich an, während er mit heiserer Stimme fortfuhr: .Heute ftüh ist die Sach« zum Austtag ge­kommen; ich hatte den ersten Schuß . . treffen sollte er natürlich . . . aber, nun es geschehen ist . . .

niemand zu Hilfe gerufen. Bei dem geringsten Zweifel an Ihrer Ehrenhaftigkeit wäre ich selbst zu Ihnen gekommen und hätte Sie gezwungen . . .'

Gezwungen . . . Sie mich!" schrie Christian auf; dies freche Wort werden Sie zurücknehmen . . . oder..."

Mahnende Zurufe unterbrachen ihn. Einige seiner Kameraden, die im Rauchzimmer den Wortwechsel gehört hatten, stürzten herbei, trennten die Strei­tenden, mußten sich aber bald von der Vergeblichkeit ihrer Vermittlungsversuche überzeugen. Chri­stian blieb dabei, daß die ihm zugefügte Beleidigung deren Veranlassung er als Kavalier zu verschwei­gen habe nur durch Blut gesühnt werden könne und daß der Zweikampf noch vor dem Aufbruch von Lingenau stattfinden müsse.

Wilhelm erklärte sich zu allem bereit.

19.

Es war unerlaubt früh nach gesellschaftlichen Be­griffen, als sich Christian am nächsten Morgen bei Frau v. Northeimb melden ließ; aber die Bemer­kung, daß er sich zum Kleinstädter auszubilden scheine, erstarb ihr auf den Lippen, als er mit verstörter Miene bei ihr eintrat und, nachdem er sie kaum be­grüßt hatte, in sichtlicher Unruhe Christiane zu spre­chen verlangte.

So schnell wie möglich, um Zwölf muß ich wie­der im Quartier sein," fügte er hinzu.

Was giebt's denn?" sagte Melanie;hoffentlich keine Hiobspost aus Ha Ihausen. Der Onkel hat telegraphiert... er wolle heute gegen Abend kommen."

Rein, nein, es handelt sich um meine persönlichen Angelegenheiten . . . bitte, lasten Sie Christiane rufen."

Frau v. Nottheimb zuckte die Achseln.

Können Sie mir nicht auftragen, was Sie zu sagen haben?" fragte sie,Christiane fühlt sich un- wol, liegt mit Fieber auf dem Sofa."

Einerlei, ich muß sie sprechen," fiel Christian so ungestüm ein, daß Frau v. Northeimb sich entschloß.

tarnt mit dem kleinen Loch in der Lunge steinalt werden . . . Was mich quält, ist rut die Sorge, daß Du Deinem Vater von dem Duell etwas sagen könn­test ... es darf aber nicht bekannt werden . .. ver­sprich mir, nichts davon zu sagen, auch Deinem Batet nicht."

Statt zu antworten, stand Christiane auf.

Wo ist Wilhelm?" fragte sie.

In der Lingenauer Försterei, wo er vorläufig bleiben wird," erwiderte Christian. Ein Unfall auf der Jagd soll angegeben werden . . ."

Er brach ab; Christtane schien das Zimmer eet« lasten zu wollen, blieb wieder stehen, sah mit irrem Blick umher und sagte leise vor sich hin:,, Wenn et stirbt... bann lauter:Ich werde zu ihm gehen."

Krank, wie Sie find!" rief Frau v. Northeimb, indem sie hastig heranttat.Das wäre Über alle Maßen unvorsichtig!"

Und über alle Maßen tattios!" fiel Christtau ein.Wie darfst Du für den frechen Menschen Par­tei nehmen? Fühlst Du denn mcht, daß Du Dich damit von mir lossagst?"

Er suchte ihre Hand zu fassen; sie zog sie schnell zurück.Du hast Dich losgesagt." gab sie bitter zur Antwort, und seine Einwendungen unterbrechend, fügte sie mit bebender Stimme hinzu:Seit gestern wehre ich mich gegen die Empfindung, daß Du mich nicht liebst nun kann ich's nicht mehr . . . Wenn Du mich liebtest, wärst Du dem Briefschreiber dank­bar, der meinen Vater herbeigerufen hat ...

Deutsches Mich.

Die Reise des Kronprinzen. Haiderabad, 20. Dez. Zu Ehren des deutschen Kronprinzen sand eine Parade des gesamten englischen Heer­lagers von Secunderabad statt, das 12 000 Mann weißer eingeborener Truppen umfaßt. An der Parade nahmen zwei Regimenter Nizamtruppen teil. Im Verlaufe der Parade ließ sich der Kron­prinz die hier weilenden Reichsdeutschen, für die besondere Plätze reserviert waren, vorstellen. Den Schluß der Parade bildete ein Galopp, den ein eingeborenes Kavallerie-Regiment unter brausendem Beifall von tausenden von Zuschau­ern vorführte. Der Kronprinz tritt morgen, nachdem er beim Minister des Nizarn das Früh­stück eingenommen hat, die Abreise nach Bom­bay an.

Eine Erklärung des Prinzen Max. Mai- 4anb, 20. Dez. Ein Vertreter desPerseveranza" hatte mit dem Prinzen Max in Freiburg in der Schweiz eine Unterredung. Der Prinz erklärte, seine Angelegenheit habe nichts zu tun mit dem modernistischen Kampf in Deutschland. Er werde dem hl. Stuhle zeigen, daß er nicht gegen Kir­chenlehren verstoßen, sondern nur zur Lösung des für die katholische Kirche grundlegenden Pro­blems beitragen wollte. Von der katholischen Kirche trennen sich allmählich alle katholischen Völker, daher sei es nötig, daß diese allmählich durch die orthodoxen Völker ersetzt werden. Alle sollten dazu helfen, tausend Fragen, die Europa beschäftigten, die Balkanfrage, die Kretafrage, der Hellenismus ufw. würden bann leicht gelöst. Er habe die Orthodoxen durch Entgegenkommen und Unparteilchkeit gewinnen wollen, wie es die katholische Kirche bis ins 11. Jahrhundert immer getan habe. Der Katholizismus müsse den Or­thodoxen die volle Freiheit des Ritus und der Disziplin lassen, wogegen die orthodoxe Theo­logie vom Katholizismus nicht die Erklärung fordern dürfe, datz er in mehreren disziplinären wir dogmatischen Fragen schwer geirrt habe. Er habe mit feinem Artikel den zersprengten Brü­dern zrufen wollen: Seht, wie der Protestantis­mus fortschreitet; ergreift Ihr nicht die rettende Hand, die wir Euch bieten, so ertrinkt Ihr im Ketzertum! Der Protestantismus dringt in Kon­stantinopel unter dem neuen Regime und in Athen ein, während die orthodoxen Kirchen durch innere Kämpfe zerrissen werden. Bald fei es zu spät. Er habe geglaubt, Leo XIII. und Pius X. seien entgegenkommend, doch habe er sich geirrt. Er werde kein Geschrei erheben; als Priester kenne er seine Pflicht. Falls Rom es wünsche, werde er diese Erklärung wiederholen. Die ganze Anqeleaenbeit fei persönlich und gehe

Cbristiane Tanner.

' 7 Roman von Claire ». Glümer.

(Sortierung.)

Rur Wilhelm, bet des Festtreibens mfibe war, wendete sich unbemerkt, wie et glaubte, bem Aus­gange zu, um nach Hause zu gehen; aber Christian hatte ihn nicht aus den Augen gelassen und folgte ihm in die Vorhalle.

Herr Martiny, ich habe ein Wort mit Ihnen zu sprechen," sagte er hochmütig, indem er dem Fort- gehenden in den Weg trat.

Sie wünschen, Herr v. Parnim?" fragte Wil­helm mit einer Unbefangenheit, die Christians Er­bitterung steigerte.

Ich wünsche zu wissen, wie Sie sich erdreisten können, sich in meine Angelegenheiten einzumischen?" gab er hochmütig zur Antwort.

Ich verstehe Sie nicht . . ." fing Wilhelm an.

So will ich deutlicher sein!" unterbrach ihn Christian mit wachsender Heftigkeit.Sie haben meine Beziehungen zu einer jungen Dame auskund- schastet, haben darüber vielleicht auf Wunsch bet Dame an meinen Oheim in Harthausen geschrie­ben unb ihn veranlaßt..."

Kein Wort mehr, Herr v. Pcrntm!" rief Wil­helm;Ihre Art, mich zur Red« zu stellei., ist unge­hörig. Nm aus Rücksicht für Ihre Braut gebe ich Ihnen bie Versicherung, daß ich niemals an Ihren Henn Onkel geschrieben habe."

Wunberbarer Depefchenbtenst. . . von meinet Verlobung haben Sie schon Nachricht," höhnte Chri­stian.Aber auch ich bin genau unterrichtet . . . Mein Oheim selbst hat mit geschrieben, daß er von einem Freunde feinet Tochter womit doch nur Sie gemeint sein können zu Hilfe gerufen ist... zu Hilfe gegen mich. Was können Sie dagegen sagen?"

Daß Christiane noch andere Freunde hat," ant­wortete Wilhelm jetzt auch bitt erhöhter Stimme Was mich betrifft. Herr v. Parnim, so hätte ich

Uebrigens hat bas nicht Wilhelm getan, fonbern" Christians gettenbes Auflachen unterbrach sie. Sonbern ein zweiter Freund, bem Deine in­timsten Wünsche zur Ausführung anvertraut werben . . . seinen Namen, seinen Namen!" schrie er, wätz- tenb ihn Christiane einen Augenblick Verständnis- los anstarrte, und als sie plötzlich begriff, halb ohn­mächtig in den nächsten Sessel sank. Eie hatte noch I bie Besinnung, Christian, der sie stützen wollt«, getM .Tot!" stöhnte Christiane. I juroeijm, bann fielen ihr» Arme nteber und sie schlch

.Unsinn! Dein Ritter lebt," fiel Chrtkin» etu» Auge». - - (Fortsetzung f»lgr.I

Die Jnserttonsgebühr beträgt fih Inserent--' aus oem enoeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die Tg^-Mtene Zeile ober deren Raum 16 4, für auswärtige Inserate 20. *3, für Reklamen 40 4. Druck und «erlag: Joy. Aug. x«g, Unioersitäts-Buchdriickerei. Inbob-r Dr. C. §3i!-ero<h. t.uarbmg, Markt 21. 7.7,

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