U Mnb^n®eUagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.Landwirtschaftliche Beilage
45. Jahr-
K-7
Erstes Blatt
den.
Ausland
verbann t
15
und damit den Grundstein zu der heutigen unvergleichlichen Entwickelung des oberschlestschen Zndu- striebezirks legte. Nach der Ansprache gab der Kaiser das Zeichen zum Fallen der Hülle. Die Ehrenkompagnie präsentierte. Der Kaiser und sämtliche Anwesenden salutierten. Hierauf dankte der Kaiser dem Oberbürgermeister und dem Bildhauer, Professor Tuatllon, und bestchtigte eingehend da« Denkmal. Währendessen legte der Flügeladsutant Major o. Mu- tius im Auftrag des Kaisers am Denkmal einen Kranz nieder. Während die Sänger ei« zweites Lied sangen, nahm der Kaiser eine große Reihe von Vorstellungen durch den Oberpräsidenten entgegen, und unterhielt sich eingehend mit den Vorgestellten. Der Kaiser nahm ferner aus der Hand des sechsjährigen Töchterchens des Oberbürgermeisters ein Matblumen-
2000 Personen waren zugeg-m.
♦* Zur Lage in Portugal. Lissabon, 27. Nov In de« Distrik en Douro und Minho sind dii Eisenbahnangestellten in den Ausstand getreten Es verkehren nur noch einige Züge.
** Ausschreitungen der Sufsragettes. London, 27. Rov. Der Minister Churchill wurde abends, als er von einer Versamlung in Bradford zurück-
mobil fuhr.
— Zur silbernen Hochzeit de« württembergische« Königspaares. Stuttgart, 26. Nov. Zur silbernen Hochzeit des Königspaares, die am 8. April nächsten Jahres stattfindet, wird in ganz Württemberg ein Blumenverkaufstag veranstaltet, dessen Eesamterträg- nis dem Königspaare als eine Gabe de» württember- gischen Volkes übergeben wird. Da« KSnigspaar hat zu dieser Veranstaltung seine Zusage bereits erteilt und wird den Erlös zu wohltätigen Zwecken verwen-
umfing.
Die Königsberger Rede batte in der Tat Nichts mi? den Rovember-'reignissen vcrigen Jahres zu tun und es ist aut, daß die Patteffi., soweit sie mckt an der Agitatiön gegen den Kaiser ein Interesse haben, das erkannten und zum Ausdruck brachten. Auch dem Kotier unseres konstittffionell-monar- chischen Staatswesens mutz es unbenommen sein, seinen Gedanken Ausdruck zu geben.
Wir wollen eine kraftvolle Persönlichkeit an der Fritze des Reiches, die über den Parteien steht, und sich nicht von Herrn Singer, Bebel oder' Haußmann sagen zu lassen braucht, worüber und wie er sprechen darf. Daß das Fühlen und Denken unseres Kaisers dabei stets im gesamten Eitte ein gutes Echo finde, ist unser Wunsch ebensosehr, als daß der Kaiser eingedenk der trüben Rovembertage 1909, sich nicht unnötig der zersetzenden Kritik unserer angriffslustigen Zett
vrlaufen ist.
*♦ Das Krankenlager der Königin von Bel g-e« Brüssel, 27. Rov. Rach dem heute abeni veröffentlichten lkrankheitsbertcht war das Besin den der Königin während des Tages bestiedigend, trotzdem ist die Patientin durch ziemlich häufig« Hustenanfälle ermattet. Dar Fiever nimmt einer normalen Verlauf.
♦♦ zum Tode Tolstoi. Petersburg. 26. Rov. Heute abend fand eine gemeinsame Sitzung de, literarischen und wissenschaftlichen Vereine zm Ehrung des Andenkens Tolstois statt. Uebe,
sie wich zurück und verschwand mit ängstlichem .Gute Rächt!" hinter der zufallenden Haustür.
Christian zuckte die Achseln. „Run denn, daS nächstemal!" sagte er im Fortgehen zu sich selbst. Christtane war spröder, als er erwartet hatte; das gab ihr einen neue« Reiz.
Sie dagegen konnte sich nicht begreifen; sie wäre am liebsten wieder in Nacht und Sttrrm hinaus geeilt sich ihm noch einmal ans Herz M werfen. Aber die Türklingel hatte Tante Lore herbe'aerufen.
„Bist Du's endlich — wir haben uns halb tot geängstigt!" klagt« sie, indem sie der treppauf Steigenden entgegenleuchtete, und brach in neue« Jammer aus. während sie ihr die ttiefenden Hüllen abnahm. m. ,
Ratz durch und durch bei dem kalten Wmde! Krank mußte sie werden, wenn sie es nicht schon war... sie sah ganz darnach aus und zitterte ja an allen Gliedern ... und w nn sie reibst ohne Schaden davonkam, Hut und Kleid waren rett Mngslos verdorben . . . und dies alles hatte sich das törichte Mädchen durch die Unvernunft zuge- zogen, bei solchem Unwetter ins Schloß zu gehen.
Einen Augenblick war Christiane im Begriff, der Getreuen um den Hals zu fallen und z« bitten: „Sei aut? Dem Unwetter habe ich's M danken, daß ich mich geliebt weiß, daß ich namenlos glücklich b-n!" Aber dann sagte sie sich, wt« sehr dieses Geständnis Tante Lore beunruhige würde — Ein Her^ensbund, der dies zaghafte Gemüt erfreuen sollte, mußte sogleich durch eine Verlobungsanzeiae im Elmenach-r „Tageskurier" sanktioniert werden können.
(Fortsetzung folgt.)
** Der König von Spanien. San Sebastian 27. Rov. Rach einer Meldung aus Bordeaux unterzog sich der König Alforffo 'Don Spanien dort einer kleinen Operatton, die befriedigent
Marburg
Dienstag, 29. November 1910.
ChrMane Tanner.
Roman von Claire v. Glümer.
s Forti etzung.)
VIII.
„Zum erstenmale ungestört," sagte Christian, als er wenige Minuten später mit Christiane, di« in Mantel und Kopftuch verhüllt war, in das Unwetter Hinaustral. Dann mochte ihn der Nordwest, gegen den er sich mit aller Kraft anstemmen mußte der Regen, der ihnen ins Gesicht schlug — einen Schirm aufzuspannen, war unmöglich —, die Schwierigkeit, im Flackerlicht der wenigen, nicht ausgelöschten Straßenlaternen zwischen den Tümpeln des Schloßplatzes den Weg zu finden am Sprechen hindern. — Wie aber kam es, daß er noch immer schwieg, als sie den Schutz der Winkelgäßchen erreicht hatten? War es möglich, daß ihm ein Gefühl der Unsich '.beit den Mund verschlotz ihm — dem Weltmanne, dem alle Tonarten, vom Faustischen Ernst bis zur Hetneschen Frivolität zu Gebote standen? —
Oder hinderte ihn eine Regung des Gewissens, die Hände nach diesem unbeschütztcn, jungen Mädchen auszustrecken, oder mahnte ihn nur seine gewohnt- Vorsicht, deut Rausche zu widerstehen, in den ihn das Alleinsein mtt Christiane und das Gefühl ihrer körperlichen Räbe versetzte? — Stumm ging er weiter, während Christ.ane mit klopfendem Herzen aus ein Wort von ihm wartete.
Endlich konnte sie das Schw igen nickt länger ertragen. Sie erinnerte sich, daß Christian von einem Arzt gesprochen hatte, der ins Pfarrhaus frnnrhen ist. und fragte, ob es dort etwa
zu wollen. , , .
Was kann man denn eigentlich dem Kaiser an der Königsberger Rede zum Vorwurf machen? „Von Gottes Gnaden" hat er sich genannt und „Instrument des Himmels", er hat es abgttehnt. sich den „Tagesmeinungen' zu unterwerfen. In einer zweiten Rede zu Marieickurg 1)0* er kurz darauf, offenbar um böswilligen Deutungen die Spitze abzubrechm. bekannt, daß «t seine Worte als Ausfluß seines tief innerlich religiösen Pflichtgefühls betrachtet wissen woll'e. Es ist eine willkürliche Auslegung, daß er unter bett „Tagesmeinungen die Parlamente verachte. Roch niemals hat der Kaiser an der konstitutionellen Verfassung unseres Vaterlandes gerüttelt, wohl aber geschieht dt-s fort und fort von unfern demokratticken Parteien, die außerdem, wenn es ihnen paßt, von Beruftmgen auf dieselbe Verfassung triefen. Darauf muß immer wieder nachdrücklich htngc-
andere lärmend nachdrangen und in verschiedenen Richtttngen auseinandergingen.
Auch Christian und Christtane ginge« Wetter; er mißmutig und ernüchtert, sie verwirrt von widerstreitenden Empfindungen, beängstigt von dem Zusammentreffen mit Jonathan. — Hatte er sie in Christians Armen gesehen und trotz ihrer Verhüllung mit seinen scharfen Maleraugen erkannt? Möglich, daß er ihren Begleiter nicht kannte; aber was tun wenn er sie bei der nächsten Begegnung nach ihm fragte? Wenn sie nicht Rede stand, hatte sie die Empfindlichkeit des verbitterten Menschen zu fürchten, bet sich seit seiner Rückkehr beinahe feinblich zu ihr stellte; uttb doch schien es ihr noch gefährlicher, ihm Bescheid zu geben.
Sie war im Begriff, Christian um Rat zu ftaoen, aber sie hatten den Kirchplatz erreicht, wo wieder jedes Gespräch unmöglich wurde, denn wieder mußten sie sich mit aller Kraft gegen daS Unwetter anstemmen und angestrengt lavieren, um vorwärts zu kommen. Als sie endlich bat Schutz bet Häuser erreichten, war Christiane so atemlos, baß Christian sie auffcrderte, sich einen Augenblick auszuruhen; aber von herankommen- btn Stimmen erschreckt, eilte sie mit bett Worten: „Ich bin zu Hause," an bie näckste Tür und ev- faßte die Klinke.
So wollte sie vcn ihm gehen! Chrtsttan flammte auf. . ..
„Christiane!" tief er vorwurfsvoll. Sie wandte den Kops und sah ihn fragend an.
„Ich will willen — Du mußt mir sagen — Mick läßt morgen der Dienst nicht los," fuhr er leidenschaftlich fort — „darum, ehe wir uns trennen, ein Wort der Liebe!"
Dabet wollte er sie wieder umarmen: aber
Die °lnfertionsaebühr beträgt sä' Injerenie'' aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7g- ^ltene Me oder deren Raum «usmärttge Fnferate 2vL,
für Reklamen «4 — Druck und Verlag: Joh. Aug. Koq, UniverütSts-Bmhdrt'ckerei. Jnbab-r Dr. (£. rofcu-.- - -arbnrg.
M-"ft 21. — __________
ausfttze. , , ,
Die gestrige Aussprache hat aber auch gu'es gehabt. Sie hat klar und deutlich bie republikanische Gesinnung bei äußersten Linken dargetan Es ist bock ein Uebcrmaß verblendeter Anmaßung, wenn bie Sozialbemokraie« tttt'et Aufrollung des Banners bet Republik den mornarchiscken Parteien ihre Ausfällung darüb-r aufnötigen wollen, was der Monarch tun oder sprechen dürfe. Die natürliche und selbstverständliche Folge eines solchen Vorgehens war denn auch, daß alle auf entschieden monarchischem Standvuckte stehenden bürgerlichen Parteien sich um den Reichskanzler zur entschiedensten Abwehr gegen bie sozialbemo- kratischen Angriffe zwammenschlossen. Tw sozialdemokratische Interpellation ".nb ihre Begründung liefern so den denkbar wirksamsten
Christian war verletzt; wie kennte sie jetzt etwas anderes beschäftigen, als das Zusammensein mit ihm!
„Ich bin leider nicht imstande, Ihnen Auskunft zu geben, sagte er kühl; „aber morgen sollen Sie Auskunft haben — ich werde mich erkundigen.
„Rein, nein! Ins Pfarrhaus dürfen Sie nicht gehen!" rief Christiane; „wenn Sie angesteckt würden."
Er lachte. „Ich nehme eine Kinderkrankheit nicht so tragisch, wie Ihr tapferer Freund," gab er spöttisch zur Antwort.
„Auch nicht, wenn Sie hören, daß di fe Kinderkrankheit Diphtherttis ist?"
„Diphtheritis!" wiederholte her junge Mann mtt leisem Schaudern; „ja, das verändert die Sache — ich habe Ihrem Freurtt» unrecht getan, verzeihen Sie mir! — Aber, warum das Vertuschen?" fügte er hinzu. _
„Die Manöver sollten nicht gestört werden; Sie dürfen nicht verraten. Mich hat bie Angst um Sie dazu gebracht.'
Ihr Arm. der auf dem seinigen lag, zitterte, im Licht der Laterne, an der sie eben Vorüberaingen. sah er die schönen, bittenden Augen, bett schönen bittenden Mund; um seine Selbstbeherrschung war es geschehen.
„Christiane.' jubelte er. indem et sie stürmisch umarmte, „nicht die Angst die Liebe hat es getan. Du liebst mich, wie ich Dich liebe!'
In seliger Hingebung lag sie in seinen Armen, sein Kuß brannte auf ihren Lippen aber nur einen Augenblick, dann fuhr sie auf. Neben ihnen wurde die Türe einer Schenke aufgerissen. Ein Mann, der sich auf zwei Krücken stützte, kam her-
tmh ftnbfie an dem Paare vorüber, während
Wiesen werden. Daz deutsche Volk Weitz das, und weil es die Verfassung gehalten wisien will, die uns biS jetzt zum Segen gewesen ist. da sie unS — um mit Bismarck zu reden — bot dem Schlamm des Parlamentarismus, etwa Frank- _ ,. . m ■ teichs bewahrt hat, deshalb wird es auch den
Kaiser und Volk. I wahren Endzweck der sozialdemokrattschen Hetze
Run ist am Samstag auch die soztaldemokra- 1 ^höhnung der Ausdrücke des Kaisers, wie
tische Jnterpellatton über be Königsberger I c3trum?lrt be§ Himmels', nicht weniger kunb,
Kaiserrebe im Reichstag verhatckelt worben, unb I ££ ganzer Art, die Verhanblung im
die Sprecher bet einzelnen Parteien haben ihre Reichs age herbeizuführen, um — zum Fenster Erklärungen abgeben können Es waren auch I hinaus zu teben. Der Ausdruck „von Gottes Novembertage, als der Brief des Kaisers an I @noben< bat besonders herhalten müssen, unbe- Lord Tweedmouth ebendort verhatckelt wurde, te(f)ti(rtertoeife denn es kommt auch hier alles auf aber, es war ein anderes Bild Damals war ^ie Auslemmg an, uttb der Kaiser Hai bieg Wort eine gewisse Einmütigkeit vorhanden, di« bet . Verfassung nicht gesagt, um seinen Hoch- Sorge bes deutschen Volkes über bas starke Her- I “ ' bezeugen sondern ganz das Gegenteil,
vortreten unseres Kaisers In politischen Dingen I Reichskanzler hat ja in seiner Rede des tänp
Ausdruck verlieh, am Samstag kam der mehr I geschichtliche Auffassung von der Bedeu-
ober weniger treu monarchische Zug brr Par- « ®orte§ behandelt. Es läßt sick ftagen, teien in den Reden in die Erscheinung, wie ein I . > «aTfe Betonen dieses Ausdruckes polittsch
Blick in unseren Reichstagsbericht zeigt. Wo - I n a6er ,u einer Agitation fieg-m den Kaiser
her tarn die Verschiedenheit? I a We Verfassung läßt e8 sich gewiß nicht be»
Der konservative „Reichsbote' hat kürz- ‘ n toe^ ma„ nid,t dem Kaffer das Rech' lich bie damaligen Verhälnisse wieder aufgerollt mtf ba3 jeder andere Redner Anspnich
und habet behauptet, daß Fürst Bülow, di-r )'nan bi< Umstände unter denen er
„Frondeur', damals die Schuld an Ereignissen, I . • , herückstchttgi. Der Kaiser aber sprach in für die et in Wirklich! it verantwortlich wat, auf I wo bie getabe hier lebendige Ge
„höhere Schultern" abgeladen habe Erst nach I glorreichen Hohenzollernhauses ihn
dem Abgänge des Fürsten Bülow hat matt Ein- I blick in manche Seite seines politischen Wesens nehmen können, die uns weniger sympathisch berührt und die auch ein gut Teil zu seinem Sturze beigetragen hat, so sein starkes Bedürfnis, tn der Presse, namentlich bet Linken, gefeiert zu werde«, Aber Len Vorwurf bes FroubeurS wirb
ihm, Amben wir, nicht machen bürfen; tMt-wir halten es für verkehrt, durch folche Dar- ftellungen den Ernst jener Novembertage e.b- sckwächen zu wollen. Einen derartigen Vorwurf macht man nun freilich auch den Parteien, die diesmal den Kaiser in Schutz nehmen. Und das ist falsch. Die veränderte Stellungnahme ist eben bedingt durch eine billig veränderte Situation und es wat töricht, immer wieder bei der Debatte die Ereignisse des Vorjahres zum Vergleich an den Haaren hetbeiziehen
M 279 SB* saSMS Ä
sFür unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt bie Rebak tfon keinerlei Verantwortung.! ________
--:------- ,-I .i_. w o t itif der l fttäutzchen entgegen, kützte Die Kleine auf die Sttrn Vorspann für *ine altenden I und schentte ihr eine Brosche mit den kaiserlichen Elernetrte”zur Be'kä'mpfung^ber revo- > Znittalen. Nachdem bet Kaiser sich noch tn bas ©ob ?ut ” «?r e« un11mo!ar4®f d)«« So- dene Buch bet Stabt Beuthen. welches im Zelt au» zialbemkratie. Wenn die Freisinnige | (afli eingetragen hatte, nahm et den Vorbeimarfts Volkspariei trotzdem einen von dem d-t anderen I ^et Ehrenkompagnie entgegen. Um 1 Uhr reifte bei Parteien abweichende« Standpunkt einnahm, so I Kaiser, vom Oberbürgermeister zur Bahn geleit^ wird man das erklärlich finden, nachdem aus einet I mltteIs Sonderzuges ab, um dem Herzog von Ratt- Rede ihres Seniors Herrn Träger in München I (n Räuden einen Besuch zu machen. Der Kaiset bekannt ist. Wie vielfach sich ner-erdmgs ihre Be- I bem Oberbürgermeister gegenüber feinen her»
ftrebitngen mit denen der Sozialdemokratie vet- 1 Dank für den glänzenden Empfang durch bi<
einigen. . ., I Gtabt m _ Rattbor, 27. Nov. Der Kaiser mtt
Man kann verstehen, Von ko^ewatt ‘ Rattbor mit Gefolge trafen in Aut»
me^tiei ben gegen b ie @runblagen I «o sie an dem Gottesdienst in der evangelischen unteres monarchische« Staats- I Kirche teilnahmen. Ueberall find Ehrenpforten und lebens gerichteten Agitationen der Fahnenmasten errichtet, alle Häuser sind bekränzt und Sozialdemkrat te und ihrer vet- I bef(aggt Die Glocken aller Kirchen läuteten. Dat hetzenden Tätigkeit mit kräftig«ten I Publikum begrüßte den Kaiser herzlichst. Schulmäd Mitteln entgegenzutteten, alS solche I sangen während der Vorbeifahrt. Der Kaiset bisher zur Anwendung gelangt sind. banfte andauernd und fuhr die Fronten der Krieger- I vereine ab. Beim Verlassen des Gotteshauses fangen | evangelische Männer- und Fünglingsveteine, die vor Deutsches Reich. I bet Kirche standen, bie Nationalhymne. Bei bet
— Der Kaiser zur Denkmalsweihe in Beuthen. Rückfahrt des Kaisers war der Jubel des Publikum- Bon Schloß Neudeck kommend, wo et zu East weilt, , „och größer, da der Kaiser nunmehr im offenen Aut» traf der Kaiser am Sonnabend mittag in Beuthen in Oberschlesien ein zur Enthüllung des von dem bekannten Berliner Bildhauer Tuatllon geschaffenen Denkmals Friedrichs des Großen. Die Mittel wurden zur Hälfte von der Stadt Beuthen gegeben, zur Hälfte
i vom Stadtrat Hakuba, der unlängst verstorben ist. Auf dem Festplatze wurde der Kaiser vom Oberbürgermeister Brüning empfangen und schritt zunächst die Front der Ehrenkompagnte ab. Hierauf nahm der Kaiser unter dem Zeltbaldachin Ausstellung. Nach einem Bortrage der Vereinigten Märmergesangver- eine bet Stadt Beuthen folgte die Ansprache des Oberbürgermeisters. Oberbürgermeister Dr. Brüning feierte den großen Felherrn, der Schlesien als kostbare Perle in die Krone Preußens einfügte, und den weisen Staatsmann, der in die Lande den Samen
I staatlicher Ordnung und wirtschaftlicher Blüte aus« I streute und dessen volkswirtschaftliches Talent sich am glänzendsten darin zeigte, daß er die Bedeutung bet
I damals noch völlig unbeachteten Steinkohle erkannte