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46. Jahrg.
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Zweites Blatt
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Texas und Oregon unter Angehörigen Staat Washington die Beischaffung das die körperliche
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verschiedener Rassen. Der verlangt von Heiratslustigen eines ärztlichen Zeugnisses, und geistige Gesundheit der
amerikanischen Austausch-Profeffors Adler hingewiesen werden, der jüngst im Verlauf einer in Newyork gehaltenen Rede erklärte, daß dte Lehrfreiheit in dem monarchischen Deutschland viel unabhängiger ausgeübt werden könne, als in dem republikanischen Amerika.
In Kanada besteht ein sogenanntes Sonntagsgesetz, welches an dem biblischen Ruhetag jede Art von öffentlichen Schaustellungen, ja sogar Fußballwettspiele usw. verbietet. Dieses Gesetz ermächtigt jeden Polizisten, selbst die schönste Musik verstummen zu machen, sofern der Gewaltige in dem Vortrag mit Recht oder Unrecht eine weltliche Weise vermutet. Besonders der Erwähnung wert ist die originelle und doch so einfache Art und Weise, welche die dortigen im besten Einvernehmen lebenden bürgerlichen Parteien anwenden, um den bisher erst leise und bescheiden an die Regierun^stüre pochenden Sozialdemokraten den Eintritt möglichst zu erschweren. Von der Erfahrung ausghend, daß auch in Kanada der Dollar die erste und letzte Instanz bildeten, machten die Herren ein Gesetz, das jeden Parlamentskandidaten verpflichtet, 200 Dollar = 880 M zu hinterlegen, die, sofern der Kandidat bei der . Wahl nicht mindestens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen erhält, wohltätigen Zwecken verfaßen!? Durch» diese Maßnahme sind alle sogenannten Zählkandidaturen ausgeschlossen. Eine erst im Werden begriffene Partei kann es sich also gar nicht erlauben, einzig und allein zum Zweck einer Feststellung ihrer Anhänger in sämtlichen 270 Wahlkrei,en einen Kandidaten aufzustellen.
Und wie stellt sich, muß man fragen, nun der amerikanische Staatsbürger zu diesen ungeheuerlichen Beschränkungen seiner rechtlichen Freiheit? Sie lassen ihn, muß man antworten, höchst gleichgültig, denn er ist Materialist, gewöhnt, Geld, Zeit, Kraft nur an Dinge zu wenden, aus d-nen sich Dollars machen lassen. Der eingewanderte Deutsche aber fühlt sich unter solchen Verhältnissen sehr bedrückt und ist bitter enttäuscht, wenn er das langersehnte Land der „Freiheit" betritt, und diese Enttäuschung ist es nicht zum mindesten gewesen, die das Wunder fertig brachte, daß jede deuffche Gesellschaft, einerlei ob bäuerischer Volksseswerein oder platt denffcher Kegelklub, der jetzt zwei Millionen Mitglieder zählenden deutsch-amerikanischen Liaa beitrat, deren ausgesprochener Zweck die Wahrung der persönlichen Freiheit ist. Und in der Tat, unser angeblich so „rückständiges" Deutschland ist wirklich, trotz aller wilden Schimpfereien der Sozialdemokratie und ihrer Nachbeter, noch immer der Hort weitgehendster politischer und bürgerlicher Freiheit.
Marburg
Sonntag, 6. November 1910.
Großmutter ihren zweiten Schlaganfall gehabt, Wilhelm Abschied genommen und ibr Malunterricht begonnen hatte. Und wie schnell war diesmal der Frühling dahin? Sie glaubte kaum die ersten Veilchen gefunden zu haben, als schon die Sommerblumen blübten und mit der wachsenden Hitz« Jonathans Uebellaunigkeit von Tag zu Tag höber ins Kraut schoß. Christiane machte alles falsch — die Elmenacher, zu denen sie ja auch gehörte, hatten nun einrzul die Dummheit in Erbpacht. — Das ganze Leben war keinen Schuß Pulver wert, wenn man's in solchen Krähwinkel hinschleppen mußte.
In dieser Stimmung traf ihn sein Vetter Ferdinand, als er eines Tages — der Juli war inzwischen herangekommen — mit ungewöhnlich wichtiger Miene in der „Arbeitshöhle" erschien.
Während er sonst nur flüchtig vorsprach, setzte er sich heute an den Maltisch, erflärte, daß er der Fächerbranche seines Geschäftes einen Auf- fd wung zu geben wünsche, und forderte Jonathan auf, ein Motiv zu finden, das als Weihnachtsfächer auf den Markt gebracht werden könne.
„Weihnachtsfächer — grandioser Gedanke!" rief Jonachan, dem die Spotflust aus den Augen blitzte. „Dabei so einfach wie das Ei des Kolumbus; das Motiv ist gegeben: rechts ein Oechslein, links ein Eselein, in der Mitte das heilig« Baby. Für die Primasorte wäre vielleicht auch di« Jungftau Maria nebst dem heiligen Josef z« verwerten . . . freilich, was die hohe Geistfichkeit dazu sagen wird." , „.
Politische Umschau.
Di« Reichstagswahlen.
Berlin. 3. Rov. Die „Freisinnige Zeitung" veröffentlicht eine Zusammenstellung der Reichs- taasnackwahlen, die seit den Hauptwahlen stattgefunden haben. Solche Nachwahlen mußten in 39 Kreisen erfolgen. Die Konservativen haben dabei 2 Mandate verloren. 1 an die Nationalliberalen 1 an die Fortschrittliche Volkspartei. Die Christlich-sozialen verloren 1 Mandat an die Nationalliberalen, die Deutschsozialen 2 an die Sozialdemokraten. Das Zentrum gewann 1
Christiane Tanner.
' Roman von Claire V. Glümer.
lFortsetzung.)
Für den Augenblick tat es Jonathan Wohl, wenn sich Christianens Gesicht bei seinen Bitterkeiten verdüstette und ihre emsigen Finger zu erlahmen schienen; aber bald darauf machte er sich Vorwürfe, entschuldigte sich, oder versicherte sich, daß sich ein fo erbäruflicher Kerl wie der Rokoko- Wild über Kunst und Künstlerberuf kein Urteil erlauben dürfe. Hatte er sich doch dazu verstanden, für ein paar Silberlinge das OchseUjoch des Taglöhners zu trage«.
„Es Wird sich aber abschütteln lasse« — will gleich 'mal einen «einen Versuch machen!" fügte er einer Tage« hin,«, griff «ach Hut und Krücken und stapfte hinaus.
Von der Stunde an bkieb Christian« häufig allein in der Arbeitshöhle und — so undankbar sie sich fand — sie konnte sich d->s Gefühles nicht erwehren, daß ihr alles leichter von der Hand gehe und besser geling«, wenn sie nicht von Jonathans Augen beobachtet und von seinen bitteren Worten gepeinigt wurde.
IV.
Christtanens Tage, dem Anschein nach eintönig und freudlos, verflossen — ausgefüllt, tote sie waren — unglaublich rasch. Das junge Mädchen begriff nicht, als der Frühling wiederkam, fcefc scho« ein Jahr vergangen sei« sollte, seit die
einem Schulhause entfernte Schankwirtschaft dauernd ihre gastlichen Pfotten zu schließen hat, ö erheben sich zwar einzelne Stimmen, die auf die Gesetzwidrigkett jener Maßregel Hinweisen, bestehen bleibt sie aber doch.
Die Nordamerikanische Union erfreut sich bekanntlich keiner einheitlichen Gesetzgebung, die ost sehr von einander abweichen. Minnesotta z. B. bestraft das Feilhalten oder Rauchen von
Mandat von den Wildliberalen, die Welfen lyo» den Nationalliberalen. Die Nationalliberalen . gewannen 2 Mandate, und zwar 1 von de« Christlichsozialen und 1 von den Konservativen, verloren aber 6, und zwar 1 an die Welfen und 5 an die Sozialdemokraten. Die Fortschrittlich« Volkspartei gewann 1 Mandat von den Konservativen verlor aber 2 an die Sozialdemokraten. Endlich' trat an die Stelle eines Wtldliberalen ein Abgeordneter der Zentrumspartei. Die Sozialdemokraten gewannen 9 Sitze, und zwar 5 von den Nationalliberalen, 2 von den Ford schrittlern, 2 von den Deutschsozialen. Der Gesamtverlust der Rechten betrug also 5 Mandate, die Linke verlor 6, Zentrum und Welfen eroberten 2 die Sozialdemokraten 9. Innerhalb der Linken hat sich ein bemerkenswerter Zug nack links hin gezeigt.
Es muß weiter gehetzt werden!
Die „Cons. Corr." schreibt:
In dm beiden noch jetzt tagende« wichtiger Reichstagskommissionen ist seit der Vertagung des Reichstags ruhig und fleißig gearbeitet worden Wenn jemand nicht böswillig ist, muß er auch anerkennen, daß diese Arbeiten auks neue bewiesen haben, wie das Phantastegebilde vom blau-schwarzen Block nichts weiter ist als . eine agitatorische Phrase. Gerade das Zentmm und die Parteien der Rechten sttmmten auch btt wichtigen Fragen verschieden, während bte Konservativen und Nationalliberalm fast regelmäßig im gleichen Sinne stimmten. Das paßte offenbar einer gewissen Presse nicht und da diese ohne Hetze nach rechts nicht leben kau stellt ne einfach die Tatsachen auf den Kops und "s<m ihren Lesern aufreizende Märchen auf. So las man jüngst in liberalen Blättem von den beide« Umfällen des schwarr blaum Blocks m der Straf- Prozeßkommission. Wir nageln hiermit das Demagogische dieser Kampfweise durch folgens« Feststellungen fest:
1 Bei der Frage der Zuziehung von Schöffen in der 2. Instanz haben die Konservativen und die Reichspartei schon in der I. Lesung nach der Regierungsvorlage gestimmt. Das Zentrum sttmmte in beid n Lesungen mit den Konservativm. Die schärfst Rede für Aufrechterhaltung des Beschlusses erster Lesung, also gegen die Regierungsvorlage, hielt gerade cm Zentrnmsabgeordneter. Wo ist also der „Umfall des „blau schwarzen Blocks"? Wir bitten jene Presse um Antwort. „Umgefallen", inr dieses häßliche Wort zu gebrauchen, sind in der Hauptsache die Rationalliberalen, die in 2. Lesung mit den Konservativen stimmten gegen einen Teil des Zentrums, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß der andere Standpunkt unhaltbar geworden war ein Verhalten, das ihrem Verantwottlich- keits'gefühl nur zur Ehre gereicht. Also gerade I das Gegenteil ist richtig. ES ist eine tendenziöse Unwahrheit, hier vom Walten des sog. „schwarz- blauen Blocks" zu sprechen.
2. Btt der Entscheidung d r Frage, welche BeamtenNassen aus Rücksicht auf ihren Beruf I nicht zum Schöffen- und Geschworenendienst her. I rmgezoam werden können, haben die Patteien I der Rechten und das Zmtrum, letzteres mit einer I Ausnahme, in beiden Lesungen ihre Stellung- I nähme nicht geändert, und zwar hat die Wirt- I schaftliche Vereinigung mit der Linken beide Male gestimmt. Wo ist also auch hier der „Umi-
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Beilage
Ehelustigen zu bescheinigen hat. Nordt und Süd-Karolina erlauben keine Pferdewettvrnnen innerhalb ihrer Grenzen. Versuchter Selbstmord wird in allen Staaten mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestzmft?
Was nun die sogenannte Rede- und Preß- freiheit anbelangt, so ist es wohl richtig, daß dieses schöne Gut dem amerikanische« Volke in ' der Verfassung vom Jahre 1776 im vollem Umfange zugcstande« war. Aber hn Laufe der Zeiten mußten auch die amerikanischen Re- gierungsmänner die Erfahrung machen, daß dieses Recht in der schnödesten Weise mißbraucht wurde. Die Einzelstaaten waren deshalb auch bald zur Hand, nicht nur dieses Zugeständnis nach ihrem eigenen Ermessen zu verkürzen, sondern auch ihrer obersten Postbehörde die unbeschränkt« Vollmacht zu erteilen, Blätter und Schriften, die den Klassenhaß predigen, die Staatsautorität zu untergraben suchen oder in ihrem Wesen und Inhalt nach unmoralisch sind, von der Beförderung auszuschließen. Wie es heute mit dem freien Wott in Rede und Schrift aussieht, kann man aus jeder Zeitungsnummer ersehen. Da liest man z. B. unter „Los Angeles" (Kalif.): Drei Redner, die jüngst in einer sozial- demokratffchen Versammlung an verschiedenen Amtshandlungen des Präsidenten scharfe Kritik übten, wurden während des dreitägigen Besuches des Staatsoberhauptes in Haft genom- men. Ferner aus Philadelphia: Die hiesige Polizeibehörde verweigert die Erlaubnis zur Abhaltung einer Ferner-Pro-testv«rs ammlung, trotz der von dem Referenten abgegebenen Er klärung, fein Manuskript vorher dem Polizeichef vorlegen zu wollen. Weiter aus Pittsburg: Die Polizei löst unter dem Vorwand der Nichteinhaltung der gesetzlichen Anmeldefrist eine Ferrer- Protestversammlung auf. Washington: Der Appellationsgerichtshof bestätigt die gegen die Arbeiterführer Gompers, Mitchell und Morrison wegen Predigens des Boyhkotts gegen eine St. Louiser Firma verhängten Gefängnisstrafen von zwölf, zehn und sechs Monaten. Rewhork: Der Polizeirichter Mills steckt den achtzehn Jahre alten F. Curtiß, bet in einer Straßenversammlung über die Ziele des Sozialismus redet, zwecks Untersuchung seines Geisteszustands für 6 Wochen in ein Irrenhaus. Seattle: Die Polizei konsisziette heute die gesamte Tagesauflage des hier erscheinenden „Sozialdemokraten", da ein Artikel die schimpfliche Behandlung schildert, der Arbeiter, die wegen Abhaltung eines Straßenmeetings verhasttt wurden, von feiten der Polizei ausgesetzt waren. In bezug aus die Lehrfreiheit foll noch auf das Urteil des
?8» n.
Zigarretten mit acht Tagen Hast! Kalifornien, verbieten eine Eheschließung
Di« FnsertionsgebLhr beträgt für Inserenten aus dem engeren 'Verbreitungsgebiet des Blatte- für die 7^-ttene Zeile oder deren Staunt 16 -3, für auswärtige Inserate 20 4, für Reklamen 40 i. — Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, llnioersitSts-Buchdfckerei. Inbab-.r Dr. T. lr ' Marburg, Markt 21. — Tel.nf-nn 55.
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt viertel- , cch die Post bezogen 2,25 M (ohne Bestellgeld), bei
unseren Zettungsstellen und der Ervedition (Markt 21). 2.00 <M. (Für unverlangt zugeiandie Manustripte übernimmt die Redak- tion keinerlei Verantwortung.)
Deutsche und nordamerikanische Freiheit.
Von ErIch Rupp, Seattle (Wash.).
Verschiedene Umstände, wie z. B. die gastliche Aufnahme politischer Flüchtlinge, das Fehlen jeder gegen di« Staatsautorität gerichte- ten Ausschreitungen, die völlige Bedeutungslosigkeit der amerikanischen Sozialdemokratte, haben in Deutschland den Eindruck hervorgg- rufen, als feien all unsere amerikanischen Staatshandlungen und Einrichtungen von der Richtlinie weitgehendster Schonung des Eigenwillens und der Individualität des einzelnen Staatsbürgers aus geleitet. Wie weit diese Meinung den Tatsachen enffpricht und deutsche Freiheitsschwärmer zur Erhärtung ihrer Ansichten .das Recht haben, unsere öffentlichen Zustande als vorbildlich hinzustellen, mögen die nachstehenden Ausführungen entschttden.
Es ist wahr, wir kennen hier zu Lande kein polizeiliches Meldungswesen, auch ist es der Behörde sofern keine geschäftlichen Maßnahmen in Betracht kommen, vollkommen gleichgültig, ob sich einer heute Kunz und morgen Peter nennt. Diese Unterlassungen jeder offiziellen Kenntnisnahme von dem Dafein des einzelnen zwingt aber die Staatsorgane felbst in den unbedeutendsten Uebettretungsfällen, sich der Person des Missetäters so lange zu versichern, bis der Fall durch Bürgschaftsstellung oder Utteilsspruch seine vorläufige oder endgültige Erledigung gefunden hat Diese Inhaftnahme erstreckt sich auch auf unbemittelte Zeugen, die außerstande find, ihr Erscheinen an einem festgesetzten Termin' vor Gettcht durch Hinterlegung von so und soviel Hundetten von Dollars zu gewährleisten.
Die in ganz Nordamerika an Boden gewinnende Temperen;- und Enthalffamkeitsbe- wegung hat gleichfalls Gesetze gezeitigt, die das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen aufs schwerste beschneiden. Es ist keine Uebettrei- bung wenn man behauptet, daß die größeren Städte, die den Sonntagsverzapf von Alkohol enthaltenden Gttränken erlauben, an den 10 Fingern der Hand aufgezählt werden können. Selbst die Bürger der Millionenstadt Rewhork können am siebenten Tage der Woche nur in ihren entfernt liegenderen Ausflugsorten Bacchus und Gambrinus huldigen, aber auch dort müssen sie, wollen sie Unannehmlichkeiten vermeiden, die gesetzliche Bedingung erfüllen, zu jedem Glas des edlen Saftes je ein Brötchen zu verzehren! Bemerkenswett ist, daß von den 46- die nordamerikanische Union bildenden Staaten bereits 10 die Herstellung und den Handel von geistigen Getränken verboten haben. Kommt ein derartiges Gesetz durch einfache Volksabstimmung zustande, dann toerden Brauer Witte, Kellner einfach aufs Pflafier gefetzt, ohne die geringste Maßnahme, wie es z B vor Jahresfttst im Staate Tennessee der Fall war nur auf Grund einer Regierungsordre gttröffen die allen Beteiligten in lakonischer Kürze künd und zu wissen tut, daß innerhalb Van 6 Monaten jede 4 Meilen im Umkreise von
Ach' laß' doch den Unsinn!" fiel ihm der I Jonathan machte eine Gttmasse.
Vetter ärgerlich ins Wort. „Du weißt recht gut, „In der Idee ganz höhere Tochter, in der daß es mir nickt um eine heilige Rächt zu tun I Ausführung nicht übel, sagte er. „Ein Beweis ist sondern um etwas Alleaorisches." für die Vottrefflichkttt meiner Lehrmtthode und
' Jona'han zuckte die Achseln. I für Dein« Kluahttt junges Wesen. Hast meine
cv. , rfiriftliAe Svmbolik' Bedauere — I Amoretten geschickt ins Christliche Übersetzt, tot» «s« f° — d,nfth*err durch sie um hundert Prozent wertvoller gewor-
durchaus nicht mein Fall, sagte er. „Aber wende I an»;6» «m, Kleine ich werde von
s äs*säää EESB1-- was ~u brauchst. I Mit diesen Wotten warf er die Skizze mt|
„Sie. Fräulein Christiane? Bitte, zeigen Sie, I ben Tisch; Ferdinand nahm sie wieder aus.
was Sie haben!" rief der Fabriksherr, und Jo- I Lassen Si« ihn spotten, Fräulein Christiane," nathan. der nur eine Malerei beabsichtigt hatte, I . £ freundlich „Ihre Idee ist so hübsch, sah mit Erstaunen, daß Christiane nach ihrer I ich Sie bitte, unverzüglich eine Partie Probe- Mappe griff. fädtet darnach zu malen — vorläufig sechs Stück,
„Ein einziges Blatt', sagt« sie schuchtenr. I i)ret grauem, drei auf schwarzem Krepp — „Vergangene Weihnachten, als ich drüben in I [arrc pte hochelegant montieren, in Goldbronze Lindemanns Dachstübchen den Christbaum durch I Schildplatt mit Gold; bitte also UM die Heinen Fenster leuchten sah, hatte ich de« I sauberste Ausführung. — Dies," er zog fern Einfall." I Portemonnaie aus der Tasche und schob dem
Mit diesen Wotten zog sie eine der Farben- jungen Mädchen drei Zehnmarfftticke zu. „die» skizzen hervor, die sie während Jonathans Ab- I gebe ich Ihnen fiir den Entwurf und baSfetbe, Wesenheit ;u entwerfen pflegte. Im Halbrund I wenn Sie mir die sechs Ausführungen liefern, der Fächerform war ein Tannenwipfel zu sehen, | ,So viel!" tief Christiane freudig überrascht, zwischen dessen Zweigen Engelchen mit Lichtern I abet ein Wott deS Dankes beifügek
in den Händen kauern und knien, währerck an- I fonnte brach Jonathan in eir so spöttische
der«, Schneeflocken ausstreuend von alle« Setten I ßa(^en au§| fein Vetter, rot vor Zcrn, auf-
herbeifliegen. I sprang und aus dem Zimmer eilte.
„Scharmant, Fräulein Chttstimre, tzimz schar- | /Fortsetzung folgt.)
mant' Es ist wirklich so ungefähr war ich int i isorriegung J
Sinn hatte!" rief Ferdinand Wild; dann reichte I -
er das Bstttt feinem Vetter. | 1