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Voll und warm. Es war der Atem Genias,
Stillsonnige Tage und Wochen
folgten.
Die
fest in der seinen.
Liebe, die ihm im
Teil des Parke-, da
nur hi« und da einen
Leib, der heiter zu
und ge-
nach weil
t
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seine Wangen streifte, ihr holder an ihn schmiegte, ihre Augen, die auflachten.
klärender Schein legte sich Verlorene über die junge Herzen keimte.
Tonwellen des Walzers. Dem jungen Manne wa.- es, als leuchte ihm noch einmal das Glück
der sich ihm
Fremden kommen können, wenn die Fremden nicht noch Zeit gefunden hätten» die Häuser zu verlasse^ welche im Falle eine» Vernichtungskampfes die einzige Zuflucht der in Rocio Eingeschlossenen von den von allen Seiten vorgehenden Revolutionären bedrängten Soldaten gebildet hätten. Als der Sekretär der deutschen Gesandtschaft, v. Schmidthals, von den kämpfenden Parteien einen Wasfeignustand, während dessen die deutschen und die anderen Fremden di« dort gelegenen Häuser und Hotels verlassen konnten, erwirkte, war die Situation in diesen Hotels durch Explodieren von Schrapnells und Granaten bereit- recht gefährlich. Die fiegreichen Revolutionäre hatten anfangs Angst, daß während dieses Waffenstillstandes ihre Feinde weglaufen könnten. Indessen begannen während dieser Stunde die letzten Regierungstruppen mit ihren Gegnern zu fraternisieren, so daß der Vernichtungskampf, den der nachdrängende Janhagel zweifellos zu Plünderungen benutzt härt«, überhaupt nicht mehr stattfand.
Paris, 8. Okt. Magelhaes Lima beabsichtig^ heute abend einen öffentlichen Vortrag über di« Lissaboner Ereignisse zu halten. Gerüchtweise verlautet, daß der royalistische Jugendverein Camelot» du Roi diesen Anlaß zu einer Kundgebung gegen die portugiesische Republik zu benutzen beabsichtigt. Di« Polizei traf entsprechende Vorkehrungen.
erklärt, daß ein Plan zur gleichzeitigen republikanischen Bewegung in Portugal und Spanien aus« gearbeitet gewesen sei, die Ermordung Bombardas jedoch den Ausbruch der Revolution beschleunigt und die spanischen Republikaner überrascht habe, welche für die Bewegung den 13. d. M., den Jahrestag der Hinrichtung Ferrers, in Aussicht genommen hätten. Die Erklärungen Ezquardos haben großen Aufsehen hervorgerufen.
Lissabon, 8. Okt. Nach den vorliegenden Meldungen ist das Land läng» der Eisenbahnen allenthalben ruhig. Der Durchgangsverkehr an der Grenze vollzieht sich wieder ohne Umsteigen; auf den Stationen sammelt sich die Bevölkerung, welche die Republik begeistert begrüßt und die Fahnen schwenkt. In Liflabon ziehen Patrouillen durch die Straßen. Auf verschiedenen Plätzen und Straßen sind Posten aufgestellt. Die am Kampf beteiligt« Zivilbevölkerung behielt ihre Waffen. Die auswärts verbreiteten Meldungen über die Zahl der Toten sind übertrieben; sie beträgt nur etwa 33. Der Kampf war überhaupt auf wenige Stellen beschränkt. Dir Republikaner hatten mit etwa 1500 Soldaten und 1000 Zivilisten auf dem Hügel beim Park Eduard VII. Aufstellung genommen; von dort aus bestrich das Feuer der Artillerie und der Infanterie die Avenida da Liberdade, an deren Ende der Dom Pedro-Platz liegt, wo die treugebliebene Artillerie und Infanterie stand. Während di« treugebliebene Munizipalgarde den vergeblichen Versuch machte, die republikanischen Truppen zu umgehen, wurden in anderen Stadtteilen nur einige Flintenschüsse abgegeben. Di« Einwohnerschaft schloß sich in den Häusern ein und wartete den Ausgang des Bombardements der Kriegsschiffe ab, das sich ausschließlich gegen den Königspalast richtete.
Lissabon» 8. Ott. Kein Teil der Hauptstadt außer der Avenida de Liberdade und dem Platze Dom Pedro hat durch die Kämpfe gelitten; an diesen beiden Punkten wurden die Gebäude von Geschossen getroffen. Die Beschädigungen find ziemlich bedeutend: Mauern wurden durchschlagen, Fenster zertrümmert. Die Bedeutung der durch die Revolutton verursachten materiellen Schäden ist also nicht so groß wie man fie sich im Ausland vorgestellt hat. Was die politische Lage anbetrifft, so scheint das neue Regime keinem ernsten Widerstand begegnen zu sollen. Es mag zu einigen Zwischenfällen kommen, aber sie werden ohne Bedeutung bleiben. Man bemerkt nur eine gewisse Erregung auf Setten der Bevölkerung gegen die Mitglieder des Klerus. Die Kirchen sind noch geschlossen. Der Kampf um das Jesuitenkloster Euelhas dauert noch an.
Lissabon, 8. Ott. Blättermeldungen zufolge wurde gestern abend aus einem Fenster des Jesuitenklosters auf vorübergehende Polytechniker und Seeleute eine Bombe geworfen. Zwei Matrosen wurden getötet, einer verwundet. Herzueilende cv waten wurden von einem Hagel von Explosivstoffen empfangen. Ein sofort von ihnen auf das Kloster eröffnetes Feuer
Verwitwete Frau Oberst Z. hatte im Anfänge nicht recht begreifen können, warum ihr junger Schützling die schatttgen Laubgänge der Akademie so entschieden denen das Glacis Vorzug. Erst nachdem mehrmals derselbe schmucke Offizier sich ganz zufällig in der langen Kastanienallee zu ihnen gefunden, um dann nicht mehr von Friedas Seite zu weichen, und die Damen nach Beendigung ihres regelmäßigen Abendspazierganges in die Stadt zurück zu begleiten, fing es an, in dem Verständnis der alten Dame aufzudämmern, und gutmüttg begann sie von dem Augenblicke an das Glacis ebenso unerträglich
heiß und staubig zu finden wie Frieda ohne weiteres allabendlich in das hohe, wölbte Steintvr der Burg einzulenken.
Hatte Percy sich bis jetzt nur deshalb dem Anblick deS jungen Mädchens gesehnt,
bauerte bis gegen Mitternacht. Zahlreiche Soldaten wurden verletzt, mehrere Jesuiten wurden schwer verwundet.
Lissabon, 9. Ott. (Havasmeldung.) Die Stimmung gegen die Kongregationen ist sehr gereizt. Zu den Vorgängen im Kloster Euelhas wird noch gemeldet, daß Reiterei und Matrosen in bas Gebäude eindrangen; fie fanden es geräumt. Das wenig beschädigte Innere zeigte deutliche Spuren einer eiligen Flucht der Insassen. — In der vorigen Nacht wurde in das bewaffnete Frauenkloster Trenäs eingedrungen, 150 Schwestern versuchten Widerstand zu leisten, im Tumult wurden 12 Nonnen leicht verwundet; sie wurden in das Militärkrankenhaus gebracht, die übrigen Nonnen wurden in Wagen weggefühtt, man weiß nicht wohin. Das Kloster wurde von Militär besetzt.
Gibraltar, 8. Okt. Cs heißt, daß die königliche Jacht „Amemia" morgen nach Lisiabon in See gehe, da sie Eigentum des portugiesischen Staates ist. König Manuel, die Königin-Witwe und die Königin-Mutter werden die Gäste des Gouverneurs sein.
Gibraltar, 9. Okt. König Manuel und Königin Amelia begaben sich heute vormittag an Land und wohnten dem Gottesdienste in der Kirche bei. Das Publikum begrüßte die Herrschaften ehrerbiettg. Der Kreuzer „New Castle" ist von Lisiabon hierher zurück- gekehrt.
London, 9. Okt. Das Reutersche Bureau meldet aus Gibraltar: Im Gefolge der portugiesischen Königsfamilie befinden sich sieben Hofbeamte und zwei Hofdamen. Man erwartet für morgen die Ankunft des italienischen Kriegsschiffes, welche die Königin- Witwe Maria und den Herzog von Oporto wahrscheinlich nach Italien bringen wird.
Rom, 8. Oki. Der portugiesische Geschäftsträger machte heute dem Minister des Aeußern in der Con- fulta von der Proklamierung der Republik und der Konstituierung der neuen Regierung in Portugal Mitteilung; der Minister erklärte, ihm augenblicklich noch keine Antwort geben zu können.
Pari», 8. Ott. Nach einer von dem französischen Gesandten in Lisiabon bestätigten Meldung wurde in der Nacht vom 6. zum 7. Oktober der französische Untertan namens Frague, der bei einem hiesigen Lazaristen verkehrte, zusammen mit zwei portugiesischen Geistlichen getötet. Die portugiesische Regierung sprach ihr lebhaftes Bedauern über die Ermordung Fragues aus und versicherte, daß es ihr Wunsch sei, das Vertrauen der fremden Regierungen, insbesondere Frankreichs zu erringen.
Lissabon, 9. Okt. Bei den Lisiaboner Unruhen ist deutsches Eigentum nicht zu Schaden gekommen, wenigstens ist bis jetzt noch kein Fall von Beschädigung deutschen Eigentums bekannt geworden. Der deutsche Kaufmann Kusenberg und feine Frau sind, wie bereits bekannt, leicht verletzt. Das ist der einzige Fall von Verletzung. Angesichts der Umstände mutz dies als Glück bezeichnet werden, denn es hätte leicht zu schweren Schädigungen der deutschen und anderen
meine Ansicht über Norring eine andre zu werden. Es ist wohl unmöglich, daß ein Mann seine Frau zugleich heftiger und zärtlicher liebt als er. — Als aber Genia zum ersten Male wieder zu sich kam und ihn besorgt über sich geneigt sah, da fing ich an, mich meiner früheren dummen Gedanken in betreff seiner recht herzlich zu schämen/
„Wieso?"
„Sie war noch sehr schwach, aber sie hob mühsam den schweren Kopf in die Höhe und bot ihm die Lippen mit einem so still glücklichen Ausdruck auf dem blaffen, abgemagerten Gesichtchen, daß ich von diesem Augenblick an wußte, auch sie habe ihren Mann lieb. Sie sollten die beiden sehen, wenn sie mit dem Kinde spielen — es ist zu herzig!"
„Hat Genia ein Kind?"
„Und das wissen Sie nicht? Sie wissen nichts von unferm süßen, Reinen Raoul, unferm Goldkinde, das ganz entsetzlich zu verziehen jedes von uns dreien nach Kräften beisteuert?"
„Ist er seiner Mutter ähnlich?"
„Wohl mehr dem Vater!"
„Er ist gesund — nicht verwachsen?"
„Ich bitte Sie, welche Idee! Er ist gerade «rd schlank wie eine kleine Tanne. RorringS Wußleiden bessert sich auffallend von Jahr zu Wahr. ES sollte mich gar nicht wundern, wenn « mit der Zeit noch ein flotter Tänzer würde!"
Warren betrachtete die ihn vertrügt An
wandeln. In den Wipfeln der Bäume loch und ruft es, die Amsel über ihnen jubelt lach hinaus in das rauschende Blättergewirr.
Die Tante muß Wohl geahnt haben, daß M< jungen Leute sie entbehren können, sie ist Plötz sich sehr müde geworden und hat gebeten, stl in einiger Zeit wieder abzuholen von ihrem hx Grün verborgenen Plätzchen.. Frieda mehrt, noch nie in solcher Waldesstille gewandert zu sein; mit hochklopfendem Herzen lauscht sie den Worten Percys, die ernst und mfld und doch s» zärtlich zu ihr niedertönen.
„Und du könntest dich wirklich enffchließen, Frieda» die Meine zu werden, auch wenn iq dir sage, daß ich Genia geliebt — mehr all Worte dies fagen können?"
Sie blickt voll offenen, demüttgen Vertrauens zu ihm auf. „Das beste, was ich cm mir habe, habe ich von Genta — wollen Sie es mit mir
Die Republik Portugal.
Die Kämpfe um die Macht scheinen jetzt schon beendet zu sein. Wenigstens laufen Meldungen ein, die schon von einem Wiedereintritt völliger Ruhe sprechen. Ob die Anhänger der Monarchie wirklich so schnell die Flinte ins Korn geworfen haben, läßt sich natürlich vorläufig noch nicht sagen. Ein Wunder wäre das ja allerdings nicht, wo selbst der König zuerst nur daran dachte, sein eigenes Haupt in Sicherheit zu bringen. Man kann es daher den Truppen nicht verdenken, wenn sie einen Krieg «instellen, bei dem es nichts zu siegen gibt. Interessant ist, daß ursprünglich geplant war, die Revolution in Spanien und Portugal gleichzeitig beginnen zu lassen. Die revolutionären Führer sind durch den frühzeitigen Beginn anscheinend selbst Überrascht worden. Die aus Spanien einlaufenden Telegramme wissen aber alle von einer tiefgehenden Erregung in Spanien zu berichten, und wer weiß, ob nicht der leichte Sieg, den die portugiesischen Revolutionäre errungen haben, in Spanten die Erregung zu hellen Flammen emporschlagen lassen wird. Die königliche Familie befindet sich immer noch in Gibraltar. Von anderer Seite wird dagegen gemeldet, daß sie schon auf dem Wege nach London fei, nicht, wie wir errtümlicherweise schrieben, in London eingetroffen ist. Jedenfalls scheint man über die Absichten der königlichen Familie noch keine genauen Informationen zu haben. Die verschiedenen Geschäftsträger der portugiesischen Regierung haben schon die Mächte von der Proklamierung der Republik in Kenntnis gesetzt, doch haben die Mächte sich ihre Stellungnahme noch vorbehalten. Der von dem „Berl. Lok.-Anz." nach Lissabon entsandte Berichterstatter gibt seine Eindrücke folgendermaßen wieder:
Lissabon, 8. Okt., VA Uhr morgens. Auf der Bahnfahrt durch Portugal ist keinerlei Zeichen von Unruhen zu bemerken. In den.etwa 20 Städten, di« unser Expreßzug passierte, schien das neue Regime schon völlig befestigt, und das Volk hatte auch seine begeisterten Demonstrationen für die Republik schon beendet. Dagegen konnte man in Spanien alle Merkmale einer tiefen Erregung bemerken, und zwar nicht nur in den Mienen der Neugierigen, die sich auf den Stationen drängten, und in den Berichten der Zeitungen. Valladolid war zu Ehren des Geburtstages der portugiesischen Republik illuminiert, und in Jrun wurde das Ereignis durch ein Feuerwerk gefeiert. Im Gegensatz dazu ist hier in Lissabon alles ruhig. Die Cafes werden am Abend sehr zeitig geschlossen, und Soldaten patrouillieren in den stillen, einsamen Straßen, denn die Staatspolizei ist aufgelöst worden. Die Regierung weist die Jesuiten aus, und Marinesoldaten haben die Jesuitenkloster geräumt.
Außerdem liegen noch folgende Meldungen vor:
Paris, 8. Okt. Dem „New-Pork Herald" wird aus Madrid gemeldet, der spanische Republikaner Ezquerdo, der kürzlich eine politische Reise nach Rußland unternommen hat, habe in einem Interview
versuchen, Percy?"
Er ist stehen geblieben und hält ihre Hans ,Uttb der Ring, den du atx
lachende mit leisem Kopffchütteln. „Sie scherzen - er ist so ernst!"
„Er war es! Ich erinnere mich noch präch- ttg, daß ich Genia früher geneckt mit ihrem Schuhu-Bräuttgam, aber jetzt — Sie sollten nur sehen, wie es auf feinem Gesicht leuchtet, wenn wir ihn mit dem kleinen Stammhalter auf einer feiner Molen überraschen! Jeden freien Augenblick kommt er, in Schweiß gebadet, nach Hause gelaufen, um zu sehen, ob nicht etwa eins von uns eines plötzlichen Todes verblichen!"
„Den toeiten Weg bis hinauf zur Villa?"
Fririw fah den jungen Mann mifleidig lächelnd an. „War es denn nicht viel natürlicher, daß wir, sobald Genia gefund war, die steilen Gäßchen der Vorstadt hinunterkletterten und uns in der Nähe des neuen Hauses ansiedelten? — Aber hören Sie, welch' himmlischer Walzer? Ich weiß doch nicht, ob ich noch lange den Mut haben werde, die jungen Leute mit einem „Später vielleicht" abzuserttgen!" Sie fächelte sich eifrig Kühlung zu, ihr Gesicht strahlte vor Tanz- und Lebenslust.
Warren bettachtete sie mit Entzücken. Ja, es war Genia, jede ihrer Bewegung, jeder Blick, die Klangfarbe ihrer Stimme, alles erinnerte ihn an sie; und doch vermochte er sie anzusehen, ohne de« Stachel zu fühlen, der sich ihm fett Jahren beim Andenken an die Geffebte ins Herz gefenti. Er hatte sich erhoben, eine feine Röte bedeckte feine Züge, als er fast fchüchtern vor ihr stand:
„Ich weiß wirklich nicht, ob ich mich als Tänzer anbieten darf, Fräulein Frieda, ich bin feit Jahren außer aller Hebung —•
„Sie werden es schon lerne«! Wollen Sie mit mir tanken — ja?"
Er legte ihren Ann um ihre sein« Taille und flog mit ihr dahin. Sie tauchte« unter iw kit
In dem abgelegener«« —
wo schmale Fußpfade sich von dem Hauptwege abzweige« und die Sonne nur hi« und da einen funkelnde« Lichtstreifen hereinfendet in da- kühle Dunkel, sehe« wir sie bett* langsam dahin
Deutsches Reich.
— Besuch des Zaren beim Kaiser. Friedberg, 8. Oki. Von autorisierter Seite wird mitgeteilt, daß Kaiser Nikolaus beabsichtigt, in der ersten Hälfte de» November den Kaiser Wilhelm in Potsdam zu besuchen.
— Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter he Wien. Wien, 9. Ott. Der Staatssekretär de- Aeußeren Kiderlen-Wächter ist heute Abend an- Simaja eingetroffen. Er wurde am Bahnhofe von dem deutschen Boffchaster und den Herren der Botschaft empfangen.
— Der Zusammentritt des Landtags. Berlin, 8. Ott. Der Zusammentritt des Landtags ist, rote aus sicherer Quelle verlautet, erst für die zweit« Woche des Januar nächsten Jahres vorgesehen. (Eine Herbsttagung ist nicht beabsichtigt.
— Znm Frieden in der Werftindustrie. Hamburg, 8. Ott. Um 11 Uhr heute vormittag trat eine von über 6000 Personen besuchte Versammlung der Streikenden und Ausgesperrten zusammen, um den endgül- ttgen Beschluß über die von den beiderseitigen Kommissionen getroffenen Abmachungen betreffend die Wiederaufnahme der Arbeit zu fassen. Es macht« sich eine sehr energische Opposition gegen die Wiederaufnahme der Arbeit geltend. Die Führer gaben sich die größte Mühe, die Versammlung für die Annahme der Beschlüsse umzustimmen. Es schien anfangs, als kämpften fie auf einem verlorenen Posten. Es wurden beiderseitig erregte Reden gehalten, und schließlich war die Opposition so energisch, daß nach
Marburg
Dienstag, 11. Oktober 1910
dasselbe ihn an Genia erinnerte, so fing er jetzt an, Frieda selbst zu verehren und zu lieben um der edlen Reinheit und ursprünglichen Fttschr ihres eigene« Wesen- willen. Wie sanft bet» ---- ■ - - das Andenken an die
Finger ttägst?"
- „Soll mir Glück bringen, mehr als ihr! — Ich ahnte es lange, daß Sie nur Genia in tust liebten, aber ich bin es zufrieden — ich bin nich eifersüchfig."
„Nicht Genia in dir, da fei Gott vor! Deii, eigenes, holdes Selbst ist e-, was ich Hebe, obgleich — nun, es muß gesagt sein — obgleich ich wohl nie data« gedacht hätte, dich zu fieben, wenn du nicht Genia glichest Zug für Zug?"
„Gleichviel, weshalb es geschieht — falls du eS nur wirklich tust; ich hab« 2id> ja so lieb, fo hc zlich lieb, Percy."
Er neigt sich glücklich nieder z« der Tiefer« rötenden Und drüctt de« ersten Ästfc auf ihk "-Gütlichen Lippen.
(Fortsetzung folgt.)
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Rach Feierabend« (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftlich« Beilage.
(Nachdruck verboten.)
Sreleukiimpfe.
Preisgekrönte Novelle von Elise Otto.
(gortfefcung.)
„Schon während der Krankheit begann
Die „Oberhessisch« Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis bettägt vierteljährlich durch die Post bezogen 2,25 JL (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expeditton sMartt 21), 2,00 M. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redak- fron keinerlei Verantwortung.)
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engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7geT"attene
Zeile ober deren Raunt 16 'A, für auswärtige Inserate 20 A, 1K Atahrrt für Reklamen 40 A. — Druck und Verlag: Joh. Nug. Koch, ***♦ xJUlfiy» Universitäts-Buchdruckerei. Inhaber Dr. E. föi'.ei ah. Marburg,
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