aebiihr beträgt für Inserenten aus dem asgebiet des Blattes für die 7ae^altene
45. Jahrg,
Zweites Blatt
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vor Jahren kennen
meines Vaters in
dort Beamter,
Brünn.*
„Er war
denen Feldherr Bebel wahrscheinlich die Führung haben wird, werden zwischen Revisionisten und Radikalen ausgefochten werden. Dw Abgeordnete Frank wird, wie verlautet, n mehrstündig« Red« den Standpunkt der Badenser verteidigen. Da die meisten Gewerkschaftsführer auf Seite« der Revisionisten stehen, haben die Revisionisten eine Macht hinter sich, die selbst von den Radikalen nicht unterschätzt wird. Auch Singer wird, wann sein Gesundheitszustand nicht schlechter wird, erscheinen und dann auch mindestens während der beiden stürmischen Tage präsidieren Di« Wahlrechtsfrage — das Referat hat der preußische Abgeordnete Borgmann — wird eine« geharnischten» Protest gegm das Dreiklasienwahl- recht, das Referat Molkenbuhr? über die Reichsversicherungsordnung eine Ablehnung dieses viel- umstrittenen Gesetzentwurfes zeitigen. Und nachdem des Krieges Stürme vollends geschwiegen haben, wird die alljährlich wiederkehrende Maifeierfrage und als neuer Punkt der Tagesordnung die Genossensschastsfrage den Parteitag mit einem Schlußwort Singers friedlicher ausklingen lassen. Wir werden über die Beratungen täglich eh,e« übersichtlichen Bericht und in kurzes Stimmungsbild bringen.
dazu, die an Kopfzahl in Galizien den Polen gleichkommen? Ihnen haben die Prager Reden I und Beschlüsse das wirksamste Agitationsmittel I geliefert. Der an den Freiherrn v. Bienerth und I den Etsenbahnministsr telegraphierte Protest be- I wegt sich ganz in der Sprache der tschechischen Hetzblätter. In Oesterreich nimmt man das nicht allzu tragisch. Das ist vielleicht zu bedauern, aber Disziplin in unserem Sinne hat man in Oesterreich in den letzten Jahren bei den Ver- kchrsbeamten nicht kennen gelernt. Die „passive Resistenz", die schon mehrfach als Mittel benutzt wurde, den Forderungen der Beamten größere Geltung zu verschaffen, ist schließlich schlimmer als eine Resolution, in der „böhmische", polnische und sloweno-kroatische Eisenbahnbeamte di» „absolute sprachliche Gleichberechtigung" fordern. Mit solchen Tiraden lockt man in Oesterreich einen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Bezeichnend ist die Gründung der Liga nur deshalb, toeit sich daraus ergibt, daß die Tschechen die Zeit für günstig halten, einen neuen Vorstoß zu wage« Denn dann muß etwas faul sein. Man wird der Wahrheit Wohl am nächsten kommen mit der Annahme, daß auf den Ministerpräsidenten Freiherrn v. Menerth anläßlich der deutsch- tschechischen Ausgleichsverhandlungen ein Dmck ausgeübt werden solle. Die Tscheche, fühlen sich des Sieges eben gar nicht so sicher, wie ihre Presse glauben machen möchte. Eine Erprefl-r- politik aber wird sie zuletzt Erfolge einheimsen lassen, die zur Zertrümmerung des österreichischen Staates führen müßten und führen sollen. Das sollten sich auch ihre polnisch-südslawischen Bundesgenossen sagen.
Beziehung ahnungslos in weißt du, wo ich Rorring gelernt?"
„Run?"
„In der Irrenanstalt
Die Jnsertionsgebübr beträgt für Inserenten aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7ge "Alene Zeile oder deren Raum 15 i, für auswärtige Inserate 20 4, für Reklamen 40 4. — Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei, Inhaber Dr. C. Hrtzerotb. Utorburg, Markt 21. —Televbon 55.
Aufseher?"
Irrer, dessen Wahn
Marburg
Sonntag, 18. September 1910.
Sozialdemokratischer Parteitag in Magdeburg.
(Vorbericht unseres Sch.-K»rresp»ndenten.)
Nach bett Borpostengefechten der letzten Wochen wird am Sonntag der Kampf. beginnen. Wäre nicht die Budgetfrage Hauptgegenstand der Tagesordnung geworden, der diesjährige sozialdemokratische Parteitag wäre ziemlich harmlos und ruhig verlaufen.
Die ersten drei Punkte der Tagesordnung, die gewöhnlich am Montag erledigt werden, werden kaum Gelegenheit zu großen Debatten geb n. Herr Pfannkuch, der den revisionistischen Heine aus Berlin herausgedrängt und sich in dessen Wahlkreis aufgestellt hat, weil Berlin „lotsicher" ist, wird mit Herrn Gerisch, der ein großes Parteivermögen zu verwalten hat, den Geschäftsbericht erstatten. Der kleine korpulent-kugelige Herr Kaden gibt in seinem Originaldeutsch den Brricht der Kontrollkommission. Für den parla- meniarischen Bericht ist sein Reichstagskollege Roske, ein rednerisch gewandter, zum Revisionismus neigender Herr, auserseben. Dienstag und bett größten Teil des Mittwoch wird die Budg 1- ftage in Anspruch nehmen. Heiße Schlachten, in
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) «nd „Landwirtschaftliche Beilage
mit Genia erfuhr, diese allein habe mich abgehalten, ihre Liebe zu erwidern. Sie verheiratet« wohl Gmia nur, um mich ftei zu machen."
„Du hältst die Heirat für erzwungen?"
„Nicht physisch, dazu ist Blanche zu klug, wohl aber moralisch erzwungen!"
„Du magst recht haben! Es ist fast undenkbar, daß das Mädchen eine so plötzliche, heftige Liebe zu diesem Norring gefaßt haben sollt«! Es ist ein sehr ungleiches Paar."
„Und diese Liebe müßte sehr rasch wieder vev- flogen sein; warum sonst dieser wettschmerzliche Ausdruck in dem abgehärmten, wunderbar schönen, jungen Gesichte? Unklar freilich bleibt es immer warum er sie geheiratet. Sie scheint ihm nickt nur gleickgültig, sondern — wenn dies einem solchen Wesen gegenüber nicht zu unnatürlich wäre — sogar verhaßt zu sein. Mein Blut wallt noch jetzt heiß auf, wenn ich an die Beleidigungen denke, denen er sie heute wiederholt in Gegenwart Fremder ausgesetzt!"
„Möglich, daß er sich ihres Vermögens wegen um sie bewarb. Arme Frau. Sie ist in jeder
diese Ehe getretan;
„Er war dort nichts als Irrer, dessen Wahnsinn mich, den halberwachsenen Knaben, deshalb so sehr interessierte weil ich erfuhr, derselbe sei eine Folge unglücklicher Liebe. Zudem prägte sich seine auffallende Figur, sein Gang, s^n ganzes W-sen und Gestikulieren meinem Gedächtnisse tief genug ein, ich erkannte ihn auf den ersten Blick, als ich ihn heute sah."
Percy hatte ihn angehört mit vorgenetgtem Kopfe, als wolle er dem Freunde die Worte von den Lippen lesen. „Du irrst, es ist nnnMlich!"
bevollmächtigten Mittelstandskasse in der Form, I daß dir Privathypotheken abgestoßen werden. An I erster Stelle gibt statt dessen die „Landschaft" ein ! Darlehen in statutenmäßiger Höhe, d. h. bis zu I Entschuldung mit Hilfe von Geuofseu- I Eig^Vtelfachen^b^Gmndsteuerreinerttages. I ikl)ulten I Sind höhere Schulden vorhanden, so wirb von I
' ' . , . der örtlichen Spar- und Darlehnskaffe, der der
Tas Entschuldungproblrm, bas tn oer i gjttpeyer angehört oder beitreten muß, eine Tare I Landwirffchaft jetzt eine so große Rolle spielt, I ausgestellt; für den Betrag dieser Nachtaxe über- ist bescheidener, als man nach dem viewerhetßen- I tthmnt bie Genossenschaft Bürgschaft für Kapital den Namen erwarten sollte. Eine Solonische I unj) $infen Daraufhin gibt dis Ansiedlungs Seisachchie, eine Vernichtung der Schuldbucher, Immission unter Nachbürgschast der Mittelist in unserer Zeit nicht mehr möglich. Auch die standskaffe' ein Tilgungsdarlehen in der durch
Gläubiger, die vielfach Landwirte oder etwa al? Bürgschaft sicher gestellten Höhe zu 4 Proz., wo-
Deponenten bei Sparkassen Witwen und Weisen I bon y, Proz als Tilgungsquote verwendet wird, sind, haben ein volles Recht auf Schutz ihrer In- I $ie Genossenschaften können bei einigermaßen teressen. So verstehen wir jetzt unter Ent- I vorsichtigem Vorgehen diese Bürgschaft ganz un schuldung die Umwandlung hochverzinslich r 1 gefährdet übernehmen weil fi? auf Grund ihrer kündbarer Privatdarlehen in niedriger verzins- I persönlichen Kenntnisse in der Lage sind, die kiche amortisable. Anstaltsschulden. Kreditwürdigkeit des zu Entschuldenden zu über-
Die Sicherheit der Haftung ist besonders I sehen; sie werden außerdem noch dadurch sicher groß, wo nicht nur die Hypotheken als g-stellt,' daß die erste tzahresernte ohne den Sickerungsgrundlage dienen, sondern die Kredit- I Tilgungsbetrag vom Staat zur Bildung einer suchenden sich zu genoffenschastlichen Verbänden fofl Bürgschaftssicherheit bereit gestellt wird, zusammenschließen und als Genossen über den I Außerdem erhält die Genossciischast eine Renten- Betrag ihrer persönlichen Schuld hinaus hasten. I einziehungsgebühr in Höhe von 5 Proz. der Solche Genossenschaften von Hypothekarkredit- I Tilgungsrente.
gläubiger« sind bekanntlich die zuerst von Fried- I Das Verfahren hat sich in Posen wie in rick dem Großen ins Leben gerufenen „Land- I Westpreußen vortrefflich bewährt. Bis Ende schäften". Viel weniger ist bekannt, daß auch die I 1909 j-tnb 1347 Bauerngüter von der Bauernbank Personalkreditqenossenschaften, die auf - Grund I unb bon per Mittelstandskaffe in die Ent- des Gesetzes vom 1. Mai 1889 gegründet sind, I schuldungsaktion eingezogen worden; mit sick in den Dienst der Enffchuldung gestellt haben. I welchem Erfolg ergibt sich daraus, daß die Diirch Gesetz vom 13. Juli 1909 ist zu diesem Jahresleistungen dieser Bauern trotz der
Zwecke das Grundkapital der „Preußenkaffe Tilgungsquote sich um 179 000 brzw. 139 000 M.
von 50 und 75 Millionen Mark erhöht worden. I verringert haben. Aehnlich ist in Ostpreußen bie
Wie sich die Mitwirkung der Genoffenschasten I Ostpreußische Landgesellschaft m. b. H. zu
bei der Entschuldung gestalten kann, davon modpt I Königsberg vorgegangen. Bis zum 30. Sept, man sich am besten wohl ein Bild durch die I 1909 waren bereits auf 194 Güter 1204 280 M Veranschaulichung der Wirksamkeit der beiden I geliehen, eine große Anzahl weiterer Anträge Institute, die bereits auf diesem Wege vorge- I liegen vor.
aanqen sind, der Bauernbank in Danzig und | Deutschen Mittelstandskaffe in Posen. An der I Mittelstandskasse sind beteiligt: der Staat (unter MN ttCUet tscheckjls 1'kr Vorstoß? dem Gesichtspunkt derHortung(des Deutsch- muß es den Tscheche laffett: sie sind
tums und mit den Mitteln der dazu bestimm Agitatoren, und Besch .denheit zahlt bei
Fonds) mit 400 000 M, mH bw (ßegm ' « n}c« JU ben Tugenden. Aber die Grän- Summcn die PronvmMlkaffen des Danns . y der sogenannten allflawischen Eisenbahner- Reichsverbandes deuffck-r lanbwdtschastlich^ ^ine kapitale Dummheit. Nichts ist
Genoffenschasten und des Ratffeisenverbandes, bcn Nachweis zu führen, daß in
ferner die Landbank mtt 300 000 M,. aw um« Gifenba6ncn> soweit sie staatlich
nehmungsform ist die Gesellschaft mit beschrankt- st _ ^tschiedensten Slawisierungs-
ter Haftung gewählt. I berausaebildet werden. Die deuffche«
Das Verfahren beruht nun darauf,daß d^c I eifenbAner werden sich jetzt wohl auch rühren, bäuerliche Landwirt, der einen dahingehend n I 1 p^che Bevölkerung Oesterreichs wird Antrag stellt, in einen Ansiedler "^8 handel I peistehen Dabei wird offenbar werden, wird, d. h. die Ansiedlungskommiffion kaifft das Tschechen und Polen bisher bevorzugt
Gut und äußert es an den bisherigen Besitzer I Wenn von der Propaganda bat all
als Renten- und Anerbengut mit der Ertrags- I .. • n ~bee -n a$ten Kreisen Galiziens" auf
. mäßigen Verpflichtung zurück es bei Ver- I Versammlung der allflawischen Eiscn-
m-idung des Wiederverkaufsrechts nur an einen der «fften «erza^m man
Deutschen zu veräußern. Dabei vollsteht sich di h^. «& zgas sagen denn die Ruthenen
Regelung der Hypotheken durch Vermittlung oer i i
— ~ 7" I weiße Hand gelenkt, führte sie tn unseren Bckann-
(Nachdruck verboten.) I Ankreis. Du weißt, daß ich meine verheiratete
I Schwester nach Ems begleitet hatte. Ich muß zu c? ' I meiner Beschämung gestehen, daß weder ich «och
- Preisgekrönte Novelle von Elise Otto. I äderen Herren unserer Gesellschaft Schaff- (Forffetzung.) I blick genug besaßen, um Blanche sofort zu durch-
TOtmm dick in acht Percy ich glaub« du bist I schauen; dafür hatte denselben in ganz erhöhtem
sckon Lb und halb verliebtin di^e Fr au, trotz- Maße das Frauenauge meiner Schwester. Sie
schon halb uno yaio oerneoi in je u war es, die mich aufmerffmn machte auf bie eigen-
d-m sie einem anderen ang h gsticfe so manches VorübergeheN-
- . '^s ware Leichtsinn safen^ich st^l-B bJ foIett dreimal um die Taille g->-
liebe, nachdem ich sie so fluch g gefeyen, I swlunacne Uhrkette und auf die Ehrendame der
fühle es, daß wir uns geliebt hätten,, wenn wir Ilungene^uyriene^^ tituliert, im ge- "«'SÄ.-9 ’ _ N« ' “Iä
di- sichtlich verschwiegen habe? I Naive dann bie Schmachtende und als sie einsah,
bloSSe Waldfee,* wie sie ungern, ja wider- daß sie nicht mehr^ mtt mir vorwärts tarn -
willig auf meine Fragen über diesen Puntt ein- er stockte nich
S’nSUnb der Grund für dieses Verschweigen? durch ihre Handlungsweise Genia gegenüber
Ich" weiß nichts Näheres über dies« Dame, di« I jeden Anspruch auf Schonung Nieinersets ver du so familiär „Blamhe" nennst." wirft. Als sie ihre Bemühungen erfolglos ah.
Sie wollte mich für sich kapern." I setzte sie Gerüchte in Umlauf, die unser beider
Und du?" Namen in recht bedenttiche Verbindung mttein-
"Jch verachte sie, wie man nur ein Weib vev° ander brachten, um mich dadurch zu zwingen, sie
. „ I zu heiraten."
arfiten farm. sicher har?" I »Sehr gut! Nun und was tatest du?"
lob üe vor zw^Jabren in Ems Sie I „Ich reiste Knall und Fall ab, um mich der
. «hn Mimn Über fte Hafts Verstand ge- I sich immer fester zusammenschnürenden Schlinge war eine Abenl«nerin, ab« sie J « zu entziehen. Einen Monat später heiratete sie nu8, die Unzchuld zu Wett, soM wäre ee ya b„ tn die Kur brauchte."
auch undenkbar,^ daß h r F Herr I „Sie muß deiner Abreise von dort falsche Be«
Falle gegangen. Abettteuerin?" I Weggründe untergelegt haben, sie hätte es sonst
ä'Ä WVtM Ml nW fftoy, n-ch einmal M dem-
den adlige« Namen, den sie führt«, noch die I Giobmmg ju gehen!
Mmn» “in 'Tb« e«e
Die „Oberheffffche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der V e, u g s p r «i s beträgt viertel- (14(1 jährlich durch die Post bezogen 2,25 M (ohne Bestellgeld), bei
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Deutsches Reich.
— Zur Finanzlage des Reiches. Wie dir „B. P. R." hören, hat im Reiche bie Jsteinnahme aus den Zöllen, Steuern und Gebühren während der ersten fünf Monate d-s laufenden Rechnungsjahres 582,7 Millionen Mark betragen. Der Etatsansatz dieses in den Reichssinanzen wichttg- sten Einnahmepostens beläuft sich für das ganze Jahr auf 1441,5 Millionen Mark. Entwickeln sich bie Zölle, (Steuern und Gebühren in den letzten fiebatt Monaten so tote in den ersten fünf, so Hal man mit einet tatsächlichen Jahreseinnahme von 1398 Millionen Mark zu rechnen. Der Fehlbetrag würde sich danach auf rund 43 Millionen Mark stellen. Nun soll nicht unerwähnt bleiben, daß zwei Momente die demnächstige Einnahme etwas günstiger gestalten dürften. Einmal wird voraussichtlich in der «writen Hälfte des Rechnungsjahres bie Brausteuer etwa 10 Millionen Mark über den Durchschnitt abtoetfctt. Sodann läßt der Solleinnahmebetra», der ersten fünf Monate eine Meine Steigerung der Jsteinnahme in bet Zukunft erhoffen. Die Solleinnahme währens bet ersten fünf Monate bezifferte sich nach der Verwaltungskosten auf etwas über 59L.MÜ- lionen Mark. Die Differenz -wischen diesem trage und der Jsteinnahme in Höhe von 10 MS- Honen Mark ist gleichfalls übet bie DurckhÄi.iM- einnahme hinaus zu erwarten. Man wü.ve danach also bei der Berechnung bet gesamten Qtiu nähme des lausenden Rechnungsjahres eine Besserung in Höhe von rund 20 Millionen Mark in Betracht zu ziehen haben. Aber auch bann wirb sich immer noch voraussichtlüy eilt Fehlbetrag, und zwar in Höhe von über 20 Millionen
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„Es tut mir leib, dies verneinen zu müssen. Jetzt, wo ich barüber nachbenke, erinnere ich mich sogar b«s Namens. Ich sehe ihn noch deutlich vor mir, tote er, mit ben Händen in dem dichten, schwarzen Haar wühlend — eine Gewohnheit, die er in bet Aufregung heute noch zu haben scheint — unheimlich lachenb stets dieselben Worte vor sich hinmurmelte: „Krüppel, mißge- stattel-r Krüppel!" Er wurde nach drei Jahren — wie ich glaube — geheilt entlassen."
Fieberhaft erregt schritt Warren auf und ab. „Du willst doch r icht sagen, baß Genia bies nicht
I wisse?"
„Ich bin vx-hin zu dieser Ueberzeugung gekommen?"
Pevys Hand ballte sich zornig. „Ich könnte ihm viel verzechen, wenn ex sie liebte, so aber —"
„Ich hoffe, bu hast nicht bie Absicht, bie junge Frau aufzuklären?"
„Das wäre niebrig, bu kannst bas nicht ernstlich von mir glauben!"
„Ich fürchte es fast. Vielleicht aber wirst b* bennoch an dieser Ehe rütteln, die ohnehin nicht auf allzu festen Füßen zu stehen scheint?
Sei unbesorgt, du weißt, ich bin nicht leichtsinnig! Die Ehe ist ein Sakrament! Percy war I nfhifl geworden und blickte btt« Freunde ernst I ins Auge. „Sollte ich aber zu der unwiderleg- I neben Ueberzeugung gelangen, daß beide dies« I Ehe als eine entsetzliche Fessel fühlen, daß auf I keiner Seite Liebe vorhanden ist, und ich wüßte, I daß sie mit mir glücklich werden würde, so sollte I mich nichts davon abhalten, nichts auf Erden, das morsche Band, das Lug und Trug geknüpft I hat, mit fester Hand zu zerreißen und mir zu neh- I men, was mir bestimmt war. Und nun lebt wohl, Eugen, entschuldige mich bei dm anderen, I ich bin beute nicht mehr aufgelegt zur Gesellig- Iteit."
(Fortsetzung folgt.)