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e/f=. LI unseren Zeitunasstellen und der Expedition (Markt 21), 2,(
45. Jahrg.
ist
im Grunde seines Herzens
mancher
Hauptversammlung
der es heißt:
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lNachdrml verboten.)
durchaus Arbeiter, schließen
Meinung nicht ange- jedcs W.rken int ollge- Jnteresse als „politisch" ist eben nicht zu rechten. Kricgervercine zu den kürzlich auf der 11. Ver-
Khffhäuserbnndes zur
versöbnlichqn Elemente haben Worte ihrer Feindschaft gegen vaterländische Gesinnung ent-
Borwurf gemacht, als unpolitisch zu von den Krieger- bci Wahlkämpfen mehreren Wahl-
seinem ausge» stand
niedcrgelegten
Wer freilich 'aterländischen will, mit dem Stellung der
nicht Ihren Ring mich ja täglich an Sie batte den gestreift und hielt entgegen.
öffentlichen Wahlen treteroersammlung Sprache gekommen, wicdergegebcnen Stellungnahme zur
staatstreu und monarchisch fühlende der sich gern einem Kriegerverein an- uöchte, ist einerseits durch den Druck und
schlüsscu schlossen, meinen stempeln . Die
Kriegervereine und Wahlen.
Zmmer von neuem wird von gegnerischer
Sie!"
goldenen Reif von der Hand ihm denselben freudig lächelnd
Prüfungen ist allen Ernstes das Verlangen ge- stellt worden, die Wahlen zu kassieren, weil die Kriegervcreine amtliche, halbamtliche oder amtlichen Einfluß unterliegende Vereine seien und somit unzulässige Wahlbeeinslussung vorlieg?. Das Plenum des Reichstages hat sich bekanntlich dieser in Form von mehreren Kommissionsbe-,
zen geblieben sei. liebet 50 Prozent des Fleisch hedarfs in Deutschland, und zwar gerade der Konsum der ärmeren Bevölkerung, werde durch Schweinefleisch gedeckt; es sei deshalb auch nicht gerechtfertigt v,on einer Fleischnot und davon zu reden, daß die Fleischversorgung der arbeiten- den Bevölkerung zur Zeit in Frage gestellt sei. Das ergebe sich auch aus der Tatsache, daß der Fleischkonsum auf den Kopf der Bevölkerung nicht zurückgegangen ist, sondern gegen die Vorjahre noch eine Steigerung erfahren Hai. Der Minister erNärte schließlich, daß er eventuell Waltere Maßnahmen ins Auge fasten werde; er könne aber auch für diesen Fall in erster Linie nur eine Erleichterung der Fleischeinfuhr, die übrigens schon jetzt keineswegs unbedeutend sei, in Aussicht stellen.
Arbeitervereine verurteilt einstimmig und mit aller Schärfe den Gedanken, zwischen bürget- lichen Parteien und der Sozialdemokratie Wahl bündnifle herbeizuführen. Er erblickt in solchen Bündnissen eine Verwischung des tiefen Gegensatzes zwischen der vaterländisch-bürgerlichen und der tnternational-sozialdemokratischen Weltanschauung, eine schwere Schädigung der Interessen des Vaterlandes und eine politische Kurzsichtigkeit, die sich an denjenigen Parteien rächen mutz, die auf diese Weise dir Sozialdemokratie fördern helfen. Der Bund nimmt mit Bedauern Kenntnis davon, daß ein badischer Staatsminister in Verkennung des innersten Wesens der Sozialdemokratie dieser ein Verdienst um die Be freiung des vierten Standes zugeschrieben Hai. Einen vierten Stand gibt es im Deutscher Reiche nicht . Wir lassen uns in der Hoffnung nicht beirren, daß ein immer größerer Teil der deutschen Arbeiterschaft sich zu der Erkenntnis durchringen wird, daß gerade ihr Wohl direkt abhängt von der politischen Machtstellung des Reiches und dem gleichmäßigen Gedeihen aller Teile unserer Volkswirtschaft.'
Matrosen ruhte, der nicht weit von ihr unverwandten Blickes zugehört. Ein sonniges Leuchten lag auf ihrer Stirn, sie trat rasch ein paar Schritte auf ihn zu und streckte ihm beide Hände entgegen. „Percy!" jubelte es aus ihrer Brust.
Er ergriff die zarten Hände und drückte sie fest an feine Lippen, während fein Blick an dem ihren hing. Ja, das war sie, war fein süßer Liebling, die kleine, wilde Genia, die jetzt als hold errötendes Weib vor ihm stand.
„Und Sie haben mich wiedererkannt nach so langen Jahren — ich glaubte, Sie hätten mich
chen, die ihm verpfändet gewefen!
„Wissen Sie, daß ich im vorigen Jahre kurz nach Ihrer Verheiratung in Waldbühl war?" fragte er leise.
„Frieda schrieb es mir; ich war ganz trostlos darüber, daß wir uns verfehlt! O, wie ich mich freue, Percy, Sie wieder zu fehen! Aber kommen Sie, ich muß Sie meinem Manne vorstellen. Sie kennen ihn ja noch nicht!"
Warren folgte langfarn, während es in seinem Innern stürmisch aufwallte. Sie wußte von nichts, cs war klar; Blanche hatte gelogen.
Die Freude, die Norring bezeigte, war gerade keine überschwängliche, als Genia ihm ihre bei-
'-'***• (Fortsetzung.)
Lebhafte Stimmen weckten ihn aus Sinnen. Unter dem diesseitigen, reich legten und vergoldeten Säulenportale
Die Teputsition des deutschen Fleischer- verbsindes beim Lnndwirtschllstsminister.
Berlin, 14. Sept. Die „Nordd. Allg. Ztg." enthält ausführliche Mitteilungen über die Unterredung, die der Landwirtschaftsminister am 13. Sept.
Seite den Kriegervereinen der sie seien nicht berechtigt, sich bezeichnen. Insbesondere wird vereinen verlangt, sie sollen neutral bleiben und bei
mit bet Deputation des Deutschen Fleischerverbandes gehabt hat. Zn der über zwei Stunden währenden Unterredung wurden hauptsächlich die Borschläge besprochen, die der Vorstand des Verbandes in einer von ihm überreichten Denkschrift zur Beseitigung der augenblicklichen Fleischteuerung gemacht hat. Zn seiner Erwiderung verwies der Minister darauf, daß schon durch Erlaß an die preußischen Landwirtschaftskammern vom 27. Juli unter Bezugnahme aus die Ergebnisse der Viehzählung vom 1. Dezember 1909 eingehend die Maßnahmen empfohlen wurden, die die weitere Hebung der inländischen Vieherzeugung und eine größere Stetigkeit in der Beschickung der Viehmärkte herbeizuführen bezweckten; es wurde dabei besonders die Notwendigkeit betont, die Fleischversorgung auch fernerhin nach Möglichkeit unabhängig vom Ausland zu gestalten und deshalb unter allen Umständen auf solche Maßregeln zu verzichten, welche der gegenwärtigen Fleischteuerung voraussichtlich nicht wesentlich abhelfen, wohl aber die inländische Vieherzeugnng gefährden und herabmindern würden.
Aus diesem Grunde glaubte der Minister, die weitere Erleichterung trr Einfuhr von Rutz- und Schlachtvieh auch deshalb nicht in Aussicht stellen zu können, weil der Viehbestand sowohl, wie die Höhe der Viehpreise in den für die Einfuhr in Betracht kommenden Ländern eine erhebliche Vermehrung der Einfuhr nicht erhoffen lassen. Von der zollfreien Einfuhr von Futtermitteln, die zudem mit Rücksicht auf die Reichsfinanzen kaum ausführbar erscheine, fei eine Besserung um so weniger zu erhoffen, weil Futtermangel gegenwärtig nicht vorhanden fei, im Gegenteil, der reichliche Futtervorrat zum Teil eine schwächere Beschickung der Rindviehmärfte herbeigeführt Hobe. Di? Heeavletzuna der Vichiarife auf die Hälfte der geltenden Sätze, bei welcher die Bahnen ohne erhebliche Zubuße nicht mehr befördern könnten, würden den Preis für ein Kilo aramm Fleisch nur um etwa ein'N Pfennig verbilligen. Die Prüfung der Frage, ob eine Herabsetzung der Schlachthofsgebühren zu erreichen und eine Verbilligung der Fleischbeschau zu ermöglichen fei, wurde seitens des Ministers bereit- willigst zu gesagt, dabei aber der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß auch diese Maßnahmen, wie die Aufhebung der Schlachtsteuer in verschiedenen Städten beweise, eine Minderung der Fleischpreise kaum zu Folge haben werde. Im Laufe der Unterredung wurde verschiedentlich hervorgehoben, daß der reichliche Vorrat an schlachtfähigen Schweinen und auch die Zunahme der Zufuhr von Ochsen und Rindern auf den meisten Markten schon für die nächst- Zeit einen Rückgang der Viehpreise erwarten lasse. Wenn auch die Preise für Kälber und Rinder den Höchststand von 1906 an manchen Orten überschritten hätten, so sei doch ein wesentlicher Von' teil gegenüber dem Jahr- 1906 darin zu erblicken, daß Mangel an Schweinen nicht vorhanden und der Preis für dieselben auch In mäßigen Gr en
Marburg
Freitag, 16. September 1910
den alten Bekannte vorführte, denn auch Amberg, der Zimmergenosse Percys von der Akademie her, war zuweilen Gast in Waldbühl gewesen. Donato war, seine Ueberflüfstgkeit richtig erkennend, gegangen, die Kameraden aufzusuchen. Nie fühlte sich Norring fo unfähig, seine Gereiztheit niederzuhalten, als einem äußerlich bevorzugten Manne gegenüber, besonders wenn Genia zugegen. Auch heute lag fast Widerwillen in dem Blicke, den er auf Warrm ruhen ließ, trotzdem er sich sagen mußte, daß der sittliche Ernst, der ihm aus dessen Zügen entgegenleuchtete, Hoch- achtung und das zutrauenerweckende Lächeln um den Mund Sympathie verdiene.
„Sie haben da eine seltsame Maskerade gewählt, um den Fischen zu imponieren, Herr Hauptmann," meinte er leicht spottend, während er an der Seite des ihn weit überragenden kräftigen jungen Mannes dahinschritt, von Genia mit Amberg gefolgt. „Ich beneide Sie um die Harmlosigkeit des Gemüts, die dazu gehört, an derartigen Dingen Gefallen zu finden!"
„Ich halte dieselbe in der Tat für beneidenswert. Ich wenigstens wünsche mir keine Zeit herbei, in der ich nicht mehr von Herzen teil» nehmen könnte an einem solchen Streiche. Das Leben ist ohnehin schon ernst genug, es würde vollständig zur Tragödie werden, wollte man den tollen Uebermut gänzlich daraus verbannen —'
„Der es zur Posse macht!"
„Wollen wir nicht lieber sagen zum Lustspiel? Ich ziehe dasselbe dem Trauerspiel bei weitem vor!"
j Wer täte das nicht? Es kommt dabei wohl weniger aus den Willen des Schauspielers an jals vielmehr batianf, woz» ihn das Schicksal Ivorher besttmmt Hai — nicht jeden schuf es zum * Komiker l"
und Kirchhain
und.Landwirtschaftliche Beilage
diese anscheinend noch mit keinem monarchische lind sagt."
denjenigen Parteien, welche, wie in Preußen die Welfen und Großpolen, den Bestand des Reiches zu ändern bestrebt sind, Beachtung. Wetter heißt ks dann: „Gegenüber der Sozialdemokratie als der Feindin der Monarchie und des nationalen Staates muß die Stellung des Kriegervereins- wesens dieselbe bleiben. Hieran kann auch dann nichts geändert werden, wenn kleine Gmppen aus taktischen und parlamentarischen Gründen den gegenwärtigen Staats, inrichtungen gegenüber anscheinend eine versöhnlichere Haltung einnehmen, als es bisher seitens der sozialdemokratischen Partei beobachtet worden ist; denn auch
Deutsches Reich.
— Zum Besuch des Kaisers in Wien. Wien, 14. Sept. Der Stadtrat beschloß für die Ausschmückung der Straßen und des Rathauses aus Anlaß der Ankunft des deutschen Kaisers 20 000 Kronen zu bewilligen.
— Dee Chef deS Generalstabs von Moltke dm eine Halsentzündung verhinderte, an den Manöver» tilzunehmen, ist auf dem Wege der Genesung. In diesen Tagen tritt er einen Er- - holungsurlaub an und wird anfang Oktober die Geschäfte als Ches des Großen Generalstabs wieder übernehmen.
— Der deutsche Juristentag. Danzig, 14. Sept. Der 30. deutsche Juristentag wurde heute Vormittag durch den Vorsitzenden Geh. Justizrat Brunner-Berlin geschlossen. Den Ort der näch- sten Tagung besttmmt die ständige Kommission.
— Ein deutscher Rekord. Bremen, 14. Sept. Der Schnelldampfer, des Norddeutschen Lloyd „Kronprinzessin Cecile' traf Montag Mitternacht in Newhork nach einer glänzenden Reise ein Der Dampfer legte die 3049 Seemeilen lange Strecke von Cherbourg bis Ambros« Channel Feuerschiff in 5 Tagen, 10 Stunden 23 Mln. mit 23,39 Seemeilen Durchschnittsgeschwindigkeit zurück. Das ist die beste bisher von einem deutschen Dampfer erreichte Leistung in Zeit und Ge schwindigkeit. Am 12. September erreichte der Dampfer eine bislang von deutschen Schissen unübertroffene Tagesleistung von 610 Seemeilen. Das bislang beste Resultat erzielte der Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm TT." des Lloyd mit 605 Seemeilen im Mal ds. Js.
— Der Bund vaterländischer Arbeiter Ber-
mit
und den Beilagen
Ausland.
*♦ Maflenerkrankungen an Bord eines fran* zösischen Kreuzers. Paris, 14. Sept. Dem „Echo de Paris" wird aus Tunis gemeldet, daß an Bord be$ von den Antillen zurückgekehrten Kreuzers „Friaul" 80 Leute an Mumps und 60 infolge des Genusses von verdorbenen Konserven erkrantt seien. Im Marineministerium ist darüber indeß noch keine Nachricht eingegangen.
** Die französischen Manövern. Grand Villiers 14. Sept. Präsident Fälliges, Minister- Präsident Brland und Kriegsminister General Brun find heute Vormittag im Manövergelände in der Picardie eingeirofien; sie Wurden von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. — Die fremd- ländlschen Offiziere wohnten nach Beendigung des heutigen Manövers der Kritik bei. Sie wurden einzeln dem Präsidenten Fälliges vorgestellt, d^r sich in liebenswürdigster Weise müden Herren unterhielt. Den deutschen Militärattache v. Winterfeld! fragte er, wieviel Mann an den deutschen Manöver» teilgenommen hätten.
** Anklagen gegen die französische Eisenbahn Verwaltung. Paris. 14. Sept. Der „Watin" veröffentlicht eine Erklärung mehrerer Lokomotivführer der verstaatlichten Westbahnen, in der die Betriebsleitung für die in den letzten Wochen vorgekommenen Katastrophen verantwortlich gemacht wird, da diese eine größere Fallgeschwindigkeit angeordnet habe, ohne Rücksicht- nahm.> auf das Gewicht der Wagen und die Wldefftandssähigkeit der Gleise. Ferner wurden in der Erklärung sechs Puntte der Cherbourg Bariser Bahnlinie bezeichnet, an denen das Gleise in so schlechtem Zustande sei, daß bei bett vorgeschriebenen FahrtgeschwlndiMten tagltd) eine Katastrophe zu befürchten s-i.
Ans' der in der „Parole" Resolution verdient die Sozialdemokratie, ferner zu
das Beispiel seiner Arbeitsgenossen gezwungen, in die sozialdemokratische Gewerkschaft einzutreten: andererseits üben auch die trotz hoher Par telfteiL’rn bedeutenden Leistungen auf sozialem Gebiete eine starke Anziehungskraft aus. Erfreulicherweise ist ja der Kyffhäuferbund auch aus diesem Gebiete mit den Gewerffchasten in Wettbewerb getreten. Doch müssen seine Organisation gerade nach dieser Richtung noch weiter ausgedehnt und verstärkt werden.
Es tut mir leid, wenn ick Sie verletzt haben sollte Herr Norring. Lassen wir indes dies Schema! Ich höre, Sie sind auch mit tätig an dem großen Werke, das die Zukunft Triests sichern soll Ich bin Soldat und bin es gerne, aber eine Tätigkeit wie die Ihrige, die Kops und Phantasie in Anspruch nimmt gegen die Elemente, die positiv Dauerndes schasst zum Nutzen für kommende Geschlechter — ich gestehe es gern — sie ist mir verehrungswürdig."
Besonders dann, wenn man an lhren positiv dauernden Erfolg glaubt! Ich jedoch fange an irre zu werden wie an allem, so auch an der Vollendung und dem Bestehen des neuen Hafens.'
„Gründen sich diese Zweifel auf bereits gemachte Erfahrungen?'
„Ja. Es haben sich in der letzten Zeit wieder so bedeutende Risse und Senkungen gezeigt, daß die Arbeit von Jahren in Frage gestellt ist.'
„Und was tun Sie, wenn solche Störungen eintreten? Muß der Bau jedesmal wieder auf gerissen werden?' „ , _
„Jedesmal — und zwar von Grund aus. Der größte Teil der Mole ist auf diese Art dreibls viermal bis auf den letzten Mauerstein^ zerstört und neugebaut worden. W-rden sie jetzt halten.
„Ich gebe zu, daß es eine aufreibende Tätigkeit ist, so lange das endliche Gelingen nicht ganz feststeht, eine Danaidenarbeit, aber eine das Interesse stets wach erhaltende.'
„Sie ist mehr als das. Sie nimmt den Men- fchen, der sich ihr einmal übergeben, gefangen mit Leib und Seele. Ich glaube, ich würde zu- gntnbe gehen, wenn es mir nicht gestattet wäre, sie bis ans Ende durchzuführen.'
Norring fchrttt finster neben dem jüngeren Begleiter die Wege hinan, die zu den höher gelegenen Anlagen emporsteigen.
(Fortsetzung folgt.)
„Auch ich habe den Ihren noch." Perch blickte unsicher zu Boden. Wie war es denn nur mög lich, daß sie so unbefangen davon sprach in Gegenwart des Mannes, mit dem sie der Trauring verband, der soeben noch dicht neben dem feinen an ihrer Hand geglänzt — in Gegenwart dessen, dem sie so rücksichtslos die Treue gebro-
Tagung faßte der Bund eine Entschließung, in ' Der Bund vaterländischer
Donato, sich ehrfurchtsvoll verneigend, vor einem eben herannahenden Paare.
An dem Arme eines ewas verwachsenen Herrn mit schleppendem Gange und vorgebeugter Haltung schritt eine jugendlich schöne, hohe Frauengestalt. Ein einfaches, weißes Kaschmit- tteid umhüllte enganschließend die in zartester Rundung schwellenden Formen, ein leichter, weißer Strohhut beschattete den edelgeformten Kopf mit dem reichen, glänzendbraunen Haar, den lichten Rehaugen und den köstlich geschwungenen Lippen — denselben Kopf, der vor kurzem sich über die Brüstung des Dampfers gebeugt, um den Blick ernst forschend auf Warren ruhen zu lassen.
Die drei näherten sich. Donato fchien eine Bitte vorgetragen, jedenfalls aber einen entschieden abschlägigen Bescheid erhalten zu haben; die halb an die Dame gerichteten Schlußworte des Antwortenden tönten scharf herüber: „Da aber du, Eugenie, nicht verhindert bist, wie ich, so hast du vielleicht Lust, die Honneurs zu machen — an der Abendtafel dieser jungen Herren---"
Sie zuckte zusammen unter der absichtlichen Beleidigung und wandte das erbleichende Gesicht IUr Seite, ihre Lippen preßten sich fest aitfein ander wie in seelischem Schmerz. Aber sie lösten sich langsam, ein liebliches, glückseliges Lächeln »mspielte dieselben, während ihr Auge starr- strstfend auf dem Antlitz des schlanken jungen
eine gegen die Wahlbündnisse mit der Sozialdemokratie. Braunschweig, 6. Sept. Vom 2. bis 4. September hielt in Braunschweig der Bund vaterländischer Arbeitervereine, der sich seit dem Vorjahre von 85 Vereinen mit rund 12 000 Mitgliedern auf 125 Vereine mit rund 25 000 Mitgliedern vermehrt hat, seine dritte ab. Arn Schlüsse seiner
Seelenkämpfe.
Preisgekrönte Novelle von Elise Otto.
vergessen, Genia?" Er sah sie gespannt an.
„Ich Sie vergessen, Percy? Trage ich denn treu am Finger? Er erinnert
Die Jnsertionsgebübr beträgt für Inserenten aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7gehaltene Zeile oder deren Raum 16 '■&, für auswärtige Inserate 20 •$, für Reklamen 40 4. — Druck und Verlag: Zoh. Aug. Koch, Untversitäts-Buchdrnckerei. Inhaber Dr. E. rtttzeroth. Warburg, • Markt 21. — Telepston 55.
Die „Oberhessffche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der ' ~ ’ Der Bezugspreis beträgt viertel-
____, ... ___________ V r ' bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2,00 «K. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
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