Einzelbild herunterladen
 

45» Jahrg.

Zweites Blatt

gegen das Vorjahr sind um rund 60 000 X gestiegen, die für Wahlagitation um 32 000 X. Sehr gestiegen

6

ausgaben belaufen fich auf 815 557 X. Für Kapital­anlage blieben 119188 X übrig.

schwedischen Massenstreiks ausgeschriebenen Samm­lungen aufgebracht hat, wird nicht mitgeteilt. Es wird nur gesagt, daß das Landessekretariat- der schwedischen Gewerkschaften den deutschen Arbeitern für ihre großzügige Hilfe wärmsten Dank aussprach. Der Kassenbericht bezeichnet den diesjährigen Ab­schluß im Vergleich zu dem vorjährigen als un­günstig. Die Einnahmen sind zurückgegangen, die Ausgaben gestiegen. Von den Einnahmequellen,die für die Gestaltung unseres Abschlusses von beson­derer Bedeutung sind, haben die nordische Wasier-

Sozialdemokratischer Parteitag.

In der Fortsetzung des Berichts des Parteivor­standes wird unter Bezugnahme aus die Erfolge der Sozialdemokraten bei den letzten Reichstagsersatz­wahlen gesagt: Die Parteigenosien dürfen sich durch diese Erfolge nicht blenden lassen und glauben, daß uns nun die reifen Früchte in den Schoß fallen. Ge­wiß haben uns die Gegner gut vorgearbeitet und bei Hunderitausenden eine Stimmung hervorgerufen, die diese dazu treibt, für einen Sozialdemokraten zu stimmen. Diese Stimmung müssen wir ausnutzen und die Unzufriedenen zu zielbewußten Anhängern unserer Partei machen. Die Zeit ist so günstig wie selten zur Agitation und Organisation. Das muß uns anspornen mit verdoppelter Kraft zu wirken. Der Bericht bespricht dann ausführlich die Wahl- rechisbewegung, die Landtags- und Gemeindewahlen, den Umfang der Maifeier und die Parteipresie. Die Partei besaß am Schlüsse des Berichtsjahres 76 Tageszeitungen-, die in 57 Druckereien hergestellt werden. Seit dem 1. Oktober erscheint in Punktier­schrift als Organ für die Blinden deutscher Zunge

ist auch der Ausgabeposten für Unterstützungen, na­mentlich durch die Beihilfen für Schweden.Gegen­über dem alljährlich wiederkehrenden kindischen Se­

kante, X, Y Z, Wahrer Jakob, Neue Zeit und Gleich­heit gegen das Vorjahr rund 93 000 X weniger ab­geliefert. Die Ausgaben für allgemeine Agitation

Die neue Zeit". Das sozialdemokratische Presie- butean erforderte von bet Hauptkasse einen Zuschuß von 10 000 X. DerVorwärts" erbrachte einen Reingewinn von 122 623 X, sein Abonnentenstand beläuft fich auf 139000.Die neue Zeit" warf einen Gewinn von 1337 X bet 9000 Abonnenten ab, der Wahre Jakob" einen solchen von 36 533 X bei einem Abonnentenstämme von 250 000. Der Gewinn

^^Preisgekrönte Novelle von Elise Otto.

** (Fortsetzung.)

Senia liegt träumend über der Brüstung. Die schwarze Kleidung läßt sie bleicher erscheinen cte früher. Ihr Gesicht ist wohl auch wirklich fd malet und durchsichtiger geworden; die Trauer um den verstorbenen Vater, ein ü6:*> mäßig erregtes Gefühlsleben spr achen aus jeder Linie desselben. Mit schivärmerifchem Ausvruk blickt sie zu dem Abendbimmel auf. Wo weilt jetzt der Geist ihres Vaters, mit dem sie eins war, so lange der Teure lebte, und der nun, oufsteigend von Klarheit zu Klarheit, der Ur­quelle des Lichts näher kommt?

Wollen wir nicht heute wieder miteinander lesen, Kinder? Komm', Eugenie, ich habe da nn hübsches Buch aus der Stadt bringen lassen."

Die Angercdete. hatte Mühe, ihre Gedanken, die sich im Unendlichen verloren, zurückzurusen zur rauhen Wirklichkeit. Sie wandte.sich lang­sam um:Gewiß, Mama."

Unsre heutige Lektüre wird dir gefallen, es istElisabeth" von Göttin. Ich habe die deutsche Übersetzung kommen lasten, damit auch Frieda olles verstehe."

Genia stützte den Kopf leicht in die Hand, daß das reiche braune Haar ihr über die schlanken Finger siel. Sie las. Und je weiter ste las, desto höher färbten sich ihre Wangen, desto erregter klang ihre Stimme. Ja, sie be­griff diese Elisabeth; o, daß sie selbst an ihrer Stelle gewesen wäre! Für die verbannten Eltern durch dte SiSwüsten Sibiriens wandern»

zu Fuß, ohne Begleitung, dem Hunger, der Kälte ausgesetzt, vor den nordischen Stürmen sich in den Schnee vergrabend, um endlich gnadeflehend niederzusinken vor dem Zaren, auf den sie vertraut ... der Himmel wäre ihr offen gestanden, ihr, die sich dem Wohle der Ihrigen geopfert. L

Sie hatte das Buch sinken lasten und starrte schweigend der hinter den Wolken versinkenden Sonne nach. Die dunklen Ränder derselben färbten sich purpurn, feurige Strahlenbündrl schossen nach allen Seiten hinter ihnen hervor. Der ganze westliche Himmel schien zu brennen, nur der Kern der Wolken und der Schneeberg in ihrem Schatten lagen finster und drohend da.

Auch Frieda hatte aufgehött zu nähen und wischte sich leise eine Träne von der Wange. Blanches Auge hing unverwandt, mit gierig forschendem Ausdrucke an den gedankenvollen Zügen Genias. Endlich brach sie das Schweigen:

Ich wußte es, daß du diese Elisabeth be­wundern würdest; und doch höher als sie ftünbe das Mädchen, das imstande wäre, ihr Leben dem Glücke Fremder zu widmen. Einem »liamte den Frieden wiederzugeben, der, ver- bittett gegen die Welt, mißtrauisch gegen die Menschen, geistig zugrunde zu gehen droht, das muß wahrhaft groß sein! Ich wollte, ich wäre in deiner Lage, Eugenie!"

Diese hatte mit großen, verwundett staunen den Augen zu Blanche hinüber gesehen. War doch schon feit Wochen fast kein Tag vergangen, cn dem dieselbe nicht mit diesem oder jenem Worte eingegriffen hätte in ihre ohnehin über­reizte Gefühlswelt.

Und was würdest du tun, wenn du in mei­ner Lage wärest?"

Den Mann nicht sinken taffen, dem ich das Einzige wäre, das er liebt.- . .

derGleichheit" betrug 7564 X, ihre Abonnenten­zahl 82 000. Die BuchhandlungVorwärts" hatte einen baren Umsatz von 570 665 X. DieMai­zeitung" brachte es zu einer Auflage von 445 000, dieFreiligrath-Eedenknummer" zu einet solchen von 50 000 Exemplaren. In der Parteischule wur­den im 4. Sursus 27 Teilnehmer unterrichtet. Unter ihnen befanden sich 3 Frauen. Gegen Genosten, die für die Partei und die Gewerkschaften tätig waren, wurde von deutschen Gerichten im Berichtsjahre an Strafen erkannt 36 Jahre 10 Monate 1 Woche 1 Tag Gefängnis und 30 524 X Geldstrafen. Das find ge­gen das Vorjahr 2000 X Geldstrafe und 9 Jahre Ge­fängnis mehr. Unter der UeberschriftJnternatio- nales" teilt der Bericht mit, daß das englische Organ .bet amerikanischen GenossenThe Rewyork Call" vom Parteivorstande 10000 X bewilligt erhielt, damit die amerikanischen Genosten ihren Kampf

Wicklung der landwirtschaftlichen Betriebe sind In letzter Zeit noch erheblich günsttger geworden durch die erfolgreichen Bemühungen des Gouvernements, die Frage der Wasserversorgung zu lösen, im Jahre 1909 allein sind Wassermengen erschlosten worden, die zum Unterhalte von 90 000 Menschen und 350 000 Stück Kleinvieh hinreichen.

Die günstige Entwicklung der afrikanischen Land­wirtschaft spiegelt sich weiter wieder in dem Auf­blühen des landwirtschaftlichen Eenostenschafts- wesens, das wesentlich erst nach dem Austtande ein­setzte. Am 1. Juli 1909 gab es bereits 8 Genossen­schaften, die alle in einem Verbände vereinigt sind. Sie haben sich in der verhältnismäßig kurzen Zeit ihres Bestehens bestens bewährt, sowohl die beiden Kreditinstitute, die 1908 einen Jahresumsatz von 7% Millionen Mark, einen Reingewinn von 8025 X und am Ende des Jahres zusammen 174 Mitglieder hatten, als auch die Absatz-Genostenschaften. Von letzteren heißt es in der amtlichen Denkschrift:Die Absatzgenostenfchaften gewinnen sehr bald einen fühl­baren Einfluß auf die Gestaltung der Preise für Farmerzeugnisse; dadurch, daß sie im eigenen Be­triebe gute Preise für die angelieferten Produtte zahlen, erwirken sie auch auf dem allgemeinen Markte günstige Absatzbedingungen für die Farmer." , Aus den angeführten Tatsachen geht zweifellos hervor, daß Südwestafrika die besten Aussichten für die Tierzucht bietet. Dasselbe ist auch für die Hoch­länder der Fall, worauf auch die in dem benach­barten Ostafrika gemachten Erfahrungen schließen lasten. Für unsere deutschen Landwirte bietet sich daher drüben Gelegenheit zu nutzbringender und für die Zukunft unseres heimischen Wirtschaftslebens überaus bedeutungsvoller Tätigkeit.

(Nachdruck verboten.)

Seelenkampfe.

gegen den rücksichtslosesten Kapitalismus der Welt fortsetzen können". Auf Ersuchen bewilligte der Parteivorstandfür die Opfer des spanischen Schandregiments" 5000 Franks, und weitere 5000 Franks,die den spanischen Eenosten helfen sollen, ihr WochenblattEl Soci allste" in ein Tageblatt umzuwandeln". Wieviel die Partei für die von der Eenetalkommiffion der Gewerkschaften anläßlich des

Marburg

Sonntag, 28. August 1910.

Eine wertvolle Entwicklung der deutsche» Kolonien.

Der von Jahr zu Jahr steigende Bedarf der deut­schen Bevölkerung an den Produkten der heimischen Landwirtschaft lenkt die Blicke immer mehr auf die Versuche, die bereits seit einer Reihe von Jahren in den deutschen Kolonien gemacht werden, um der Befriedigung des deutschen Bedarfes an landwirt­schaftlichen Erzeugnisten, die ja in der Heimat an bie gegebenen Grenzen gebunden find, in unseren Schutzgebieten einen weiteren Raum der Betätigung zu geben. Die bisherigen Ergebniste sind äußerst günstig, insbesondere hat die Erzeugung tterischer Produkte einen glänzenden Aufschwung genommen. Besonders Südwestafrika hat sich bestgeeignet hierfür erwiesen. Die zur Verfügung stehenden Flächen sind so umfangreich, daß eine extensive Weidewirtschaft in großem Maßstabe betrieben werden kann. Die Ent­wicklungsmöglichkeiten sind auch von der deutschen Landwirtschaft und ihren Vertretern erkannt und gewürdigt worden. Die Deutsche Landwirtschafts­gesellschaft hat im Jahre 1909 eine eigene Kolonial­abteilung errichtet, die ihr Tätigkeitsgebiet erstreckt auf die Weckung und Förderung des kolonialen Ver- ständnistes bei den deutschen Landwirten durch Ab­haltung von Versammlungen und Ausstellungen, -furch Heranziehung kolonialer Landwirte und Pflanzer zu den Arbeiten der Gesellschaft, auf die unmittelbare Förderung der kolonialen Landwirt­schaft durch Regelung des Bezugswesens von Dünger, Geräten und Zuchtvieh für und von Futtermitteln aus den Kolonien, und schließlich auf die Förderung der landwirtschaftlichen Technik und Versuche ans den verschiedensten Gebieten der Düngung, Sorten- und Saatzucht usw. Ebenso hat der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genostenschaften die genossenschaftliche Organisation der siidwestafrikani- schen Landwirte für wünschenswert erklärt. In der Kolonie selbst hat sich die Landwirtschaft bereits in erfreulicher Weise befestigt und entwickelt. Am 1. April 1909 standen insgesamt 877 Farmen im Privatbesitze, von denen 54 verpachtet waren. 138 Farmen wurden nicht bewirtschaftet, während im Vorjahre noch 172 gezählt wurden. Von den im Jahre 1908/09 ist die Zahl des Rindviehs um 22 781, die der Fleischschafe um 87 624, der Wollschafe um 8336, der Ziegen um 81 270, der Pferde um 1738 ge­wachsen. Der Viehbefitze der weißen Bevölkerung hat die Höhe, die et vor dem Aufstande hatte, be­reits bei weitem überholt und seine Vermehrung wird durch die von der Regierung in starkem Maße unternommene Einfuhr von Zuchtvieh und durch die Maßnahmen zur Bekämpfung bet Tierkrankheiten wirksam unterstützt. Die Verhältniffe für die Ent-

schcnen Körpers willen. Er liebte später ein Mädchen; dasselbe wandte sich von ihm kurz vor dcr Hochzeit, weil ein Schönerer um sie warb. Seitdem hat er nicht mehr an Treu: und Liebe geglaubt Erst jetzt hier bei uns, feit er dich kennt, scheint ihm das Herz noch einmal aufge- gqngen zu sein. Wenn auch du ihn täuschen könntest, Eugenie ich wage nicht daran zu denken!" ,

Sie hatte mit leiser Stimme gesprochen, bas Auge gesenkt vor dem forschenden Blick, der auf ihr ruhte.

Genia war verwirrt; sie konnte noch immer He Notwendigkeit nicht recht einsehen, daß sie die Frau des ihr fremben Mannes werden solle. Sicher aber war das nur ihre eigene Schuld; wenn selbst Blanche so lebhaft mit ihm fühlte, um wie viel mehr war das ihre Pfticht, denn sie liebte er ja!

Du glaubst gewiß, daß ich ihm helfen kann?"

Ich glaube es nicht nur, ich wetß es." Ihr Auge erhob sich nicht, die Stimme klang unsicher.

Genia schritt langsam zurück zu ihrem. S-stel. Die Hände an beide Schläfen gedrückt, blickte sie Wir rcttlos ins Tal hinunter.Ich will gut sein, gut und großherzig wie mein Vater," Nang es leise in ihr. Die «eine Frieda tW vor ihr, bekümmert das sorgenvoll? Gesicht bt Schwester betrachtend.

Wie lange glaubst du, daß ich leben werde, Mama?"

Wie soll ich das buffen? Du bist ja gefr zwar deine Mutter starb jung"

Vielleicht werde auch ich ..." wie sehr v t? wünlcbte!"

(Fortsetzung folgt.)

Die Jnsertionsgebühr beträgt für Inserenten aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7gegalten* Zeile ober bereit Raum 15 4 .für auswärtige Inserate 20 4, für Reklamen 40 4. - Drmk und Verlag: Joh Aug. Koch, llniversttäts-Buchdruckerei, Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Martt 21. Telephon 55.

Marburg und Umgegend.

(Rachdruck aller Drtginalartitel ist gemäß 8 18 Del Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe Oberheff. Ztg." gestattet.)

Marburg, 27. Aug.

Ich kenne ihn nicht wer ist es?" Die Frage klang fast erschreckt.

Es ist Rorring. Er hat so toi I Trauriges in seinem Leben erfahren, daß et den Glauben an bie Menschen verloren, nur an dich nicht, Eugenie! Wenn er dich um sich hätte, er würde ntu ausleben."

Das junge Mädchen war eifrig aufge­sprungenWenn du das wußtest, Mama, warum sagtest du es nicht früher? Er soll nicht sottreisen, der Anne! Hier herauf zu uns mutz ft ziehn und ich will immer bei ihm sein und ihn wieder froh machen!"

Das ist es wahrscheinlich nicht, was er hofft; ja, wenn du dich entschließen könntest, mit ihm nach Triest zu gehen"

Genia blickte Blanche fragend in das schöne Gesicht.Du meinst wohl, ich solle ihn heiraten?"

Ja, das meine ich. Es würde ihn mit Gott und der Welt versöhnen."

Aber weshalb ist er denn so entsetzlich un­glücklich?"

Du kannst noch fragen? Siehst du nicht seine Mißgestalt, die ihn ausfchließt von dem allgemeinen Rechte, geliebt zu werden?"

Ist er denn so häßlich? Ich wußte das wirklich nicht! o schön wie Papa steilich ist er nichts aber Papa war auch der Schönste, den ich le gesehen" sie zauderteausgenommen natürlich Percy Percy war noch herrlicher! Weshalb aber sollte er nicht geliebt werden, selbst wenn er wirMchmißgestaltet Ware, wie du faaR?"

Er hat es bitter genug erfahren, baß dem so ist Ich hötte im Frühjahr zufällig em Gr- kvräch an, dar er mit deinem Vater führte. Die eigene Mutter, durch deren Fahrlässigkeit er das Unglück gehabt, mißachtete ihn wm seines nn*

Herbstmanöver dr» 1L Armeekorps. Aus dem nunmehr endgültig festgestellten Zeitein- tcilungsplan über die großen Truppenübungen (Herbstmanöver) unseres Armeekorps ist das sol- ger.de allgemein Interessierende mitzuteilen: Die 43. Infanterie-Brigade (Cassel), zu bet die In fgnterie-Regimenter Rr. 82 (Göttingen) und Rr. 83 (Cassel und Arolsen) gehören, hat ihre Re­giments- und Brigadeübungen auf dem Truppen­übungsplatz Sennelager bereits erledigt und wird ihr Brigade-Manöver, unter dem Befehl des Generalmajors v. Below, in den Tagen vom 9., 10., 11. und 12. September bei Meiningen ab« halten. Es nehmen ferner daran teil das Husaren-Regiment Rr. 14, das Feldartillerie. Regiment Rr. 47, die dritte Kompagnie des Pionier-Bataillons Rr. 11, und eine Abteilung des Hessischen Train-Bataillons Nr. 11 teil. Die 44 JnfanierieBrigade, zu bei die Infanterie- Regimenter Rr. 32 und 167 gehören, hat ihn Regiments- und Brigade-Uebungen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf bei Gotha schon ab­gehalten. das Brigade-Manöver wird in den Tagen vom 9., 10., 11. und 12. September bei Römhild, Hildburghausen und Themar statt­finden unter dem Kommando des General- Majors von der Lippe (Cassel) werden an die- fern Manöver außer den vorgenannten In- santerie-Regimentern noch das Rheinische Dragoner-Regiment Rr. 5, das hessische Feld- attillerie-Regiment Rr. 11, die 4. Kompagnü des Pionier-Bataillons Rr. 11 und eine Abtei lung des hessischen Trainbataillons Rr. 11 teil nehmen. Die 76. Infanterie-Brigade, zu der di« Infanterie-Regimenter Rr. 71 und 95 gehören, hat ihre Regiments- und Brigade-uebungen ebenfalls schon aus dem Truppenübungsplatz Ohrdmf abgehalten. Unter der Leitung d-s Brigade-Kommandeurs Generalmajor von Linde« «au wird das Brigade-Manöver in den Tagen vom 9., 10., 11. und 12. September bei Rodach und Eisfeld in Thüringen stattsinden. Es werden daran außer den vorgenannten Infanterie-Regi­mentern noch teilnehmen drei Eskadrons des Jäger-Regiments zu Pferde Rr. 2. das Artillerie Regiment Rr. 55, die 2. Kompagnie des bcssischen Pionier-Bataillons Rr. 11 und eine Abteilung des hessischen Train-Bataillons Nr. 11

sozialdemokratischen Parte: wollen nur hier aus- I ^enigen Tagen bie Regiments- und

drücklich betonen, daß es bte selbstverständliche Auf- 1 Krigade-Uebungen auf dem Truppenübungsplatz gäbe der Zentralstelle ist, überall da helfend einzu- I Ohrdruf beendigt, das Brigade-Manöver wird greifen, wo bie lokalen Mittel nicht ausreichen." I yn(er t>cr Fettung des Brigade-Kommandeurs Die Gesamteinnahmen betrugen 935 409 X, wozu der I Generalmajor von Dewitz zwischen Coburg und vorjährige Bestand von 69348 X tritt; die Gesamt- I Sonneberg in den Tagen vom 9., 10., 11., und

" ' DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme Z>er

Sonn- und Feiertage. - Der Bezugspreis betragt mertel- H " 9AI jährlich durch die Post bezogen 2,25 (ohne Bestellgeld) bei

äV 1 unteren Zeitunqsstellen und der Expeditton (Markt 21), 2,00X. (Fiir unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt bte 9lebal» . - tton keinerlei Verantwortung.) _______

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend» (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Beilage»