Einzelbild herunterladen
 

Zweites Blatt

ihre Unter

Gegengift leistet eine Zwiebel tehr gute Dienste.

6)

(Nachdruck verboten.)

die

mit

in das unbewegte Gesicht von

an die

Wange legend,ich segne ich Dir sage« kann, wie geht mir heute so gut.

Erik schaute Ute8 Vater.

Schaudernd

gelten. Nur mehr als

Das sind Worte, die heute noch kann vielleicht unsere Grenz? nicht hartgefährdet bezeichnet werden und

neu Vorteil zu verbinden wissen, haben sich da­rauf verstanden, die persönlichen Beziehungen, die die Regierung im eigenen Lande bietet, für ihre Zwecke auszunuhen und heute steht es im Reichslande, daß es gefährlicher ist sich zum Deutschtum zu bekennen, als zu der nationalisti­schen Opposition, die kirchenfeindliche Radikale und Klerikale zu einer taktischen Einhett im Kampfe gegen die deutsche Politik zufammen- sührt.

liegt offenbar darin, daß wir dort leicht einen neuen Partikularismus der ungesundesten Art, der immer von neuem durch französische Agenten aufgehetzt wird, künstlich erziehen können. Ich wünsche auch für dieses Land kein elsässisches Beamtentum. Es soll kein Sonderleben ent­

wandte er sich ab. Er wußte

Das kann geschehen dadurch» daß Wunde kräftig ausfaugt. Bester wirft man einen hohlen Schlüssel mit seiner kräftig auf die Stelle ausdrückt. Der

zweifelt an dem Lager seines Kindes aus Knie sinkend,Ute, bleibe bei uns."

Sie nickte lächelnd und barg ihr Haupt Eriks Brust. Leise wie ein Schleier fielen Locken über das stille Gesicht.

plötzlich, warum der Mann dort seinem Kinde gelogen hatte, die Sterbensstunde wollte et Ute leicht machen und ihm doppelt schwer.

Einen Augenblick war ihm, als müßte et sich wild gegen diese Lüge empören, aber er sah in Ute8 strahlendes, von reinster Glückselig­keit verftärtes Gesicht, und er barg aufftöhnend sein Haupt in die Decke ihres Lagers, um den Schmerzensschrei zu ersticken, der sich ihm auf die Lippen drängte.

Du bist so schweigsam, Erik,' Nagte Ute, »freut Dich nicht unser Glück?'

r beträgt für Inserenten aus dem des Blattes für die 7geknaltene

Marburg

Sonntag, 14. August 1910

»Mein Kind, mein geliebtes Kind, schluchzte d-'r Kommerzienrat. Hans Jürgen aber drückte still der toten Schwester die Augen zu.

Erik Lundgreens Arme sanken matt herab. Da ruhte sie so still, so friedlich, so selig lächelnd, die für ihn eine Welt war. Nie mehr wür­den ihre lichtbraunen Augen zu ihm aufftrah- len, nie mehr würden die feinen roten Lippen ihm ein holdes Wott zulächeln. SBie in einer verödeten ausgeraubten Kirche war es in sei­ner Brust. Der Altar war gestürzt und der An­dacht Orgelftang verhallt. Tot und kalt sah er ringsherum nur Gräber versunkener Lust. Tot und starr blickten sie ihn an und in seinem Her­zen schrie es ohne Unterlaß.Nie, nie, mehr!' Eine Weile stand er im dumpfen Schmerz, dann beugte er sich noch einmal über die stille Tote.

Für ben letzten Weg,' sagte er leise zu Hans Jürgen, dann wantte er aus dem Zimmer.

Utes Keine marmorweißen Hände hielten viele eng beschriebene Blätter, Eriks letztes Ge­leit. Das Höchste, was er zu geben hatte, fein neusta» Werk das ihm die Motte ptm Ruhm

öffnen sollte, das sollte von keinem Auge ge­sehen mit Ute schlafen gehen.

»Aus blauen Tagen!' lag hier auch fei« Glück gebettet und die Blütenreiser des Maien da draußen, die Köpften lockend an die blanken Scheiben.

Ute Bermann schlief so still und friedvoll. Alexander Bermann aber hatte die Hand seines Sohnes ergriffen und sagte mit dumpfem Ton. »Ich wollte, ich könnte an ihrer Stelle schlafen, sie hat das beste Teil gewählt. Nun muß ich Gott nod, danken, daß er mir mein liebstes Kind genommen.'

Hans Jürgen autwottete nicht. In dumpfer Trauer brütete er vor sich hin. Er haßte fifft seinen Vater in dieser Stunde.

Erik Lundgreen aber ging, das Haupt tze- sentt, hin durch den Frühlingstag. Er wandert« durch Menschengewirr und Wagenverkehr, ohne Ziel, ins Blaue hinein.

Weiter, immer Wetter hastete sein Fuß. Längst lag die Stadt mtt ihren Türmen hinter ihm. Die Sonne sank und er ruhte noch immer nicht.

Da endlich wandte er sich noch einmal zurück. Die Stadt verschwand im Rebel. Run grüßte sie sein letzter Blick wie daS Land schimm­ernder Sehnsucht, dann schritt er hinein in die Nacht. Und als das Morgenrot kam, entstieg sein-r SeeleEin neue- Lied'. I

Ute aber schlief und lächelte, und der Fsie- d»r duftete, und weiße Kirschblüten streuten ihn« schtmmernden (Stent« w

(Fortsetzung folgt.)

Im Vorjahre waren es 16 722 Deutsche. Die der Auswanderung zeigt sächlich bei den Fremden.

Da neigte Erik fein Haupt und nahm ___

seinen warmen Lippen den letzten Atemzug von ihrem erstarrenden Munde.

mit dem Krnsblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbellage) und Landwirtschaftliche Beilage/

Kantate.

*" ' Bon Annh Woth«. (Fortsetzung.)

Der Kommerzienrat ging voraus. Erik folgte schivcigend. In einem großen Gattenzimmer zur ebenen Erde, das in einer breiten Terrasse auslief, die in den blühenden Gatten fühtte, lag Ute auf einem Ruhebett und sah mit gro­ßen fieberglänzenden Augen hinaus ins Blaue. Das lichte braunlockig.- Haar umgab wie eine goldige Dustwolke das weiße Gesicht, die mat­ten Keinen Hönde auf der feibenen Decke, die über den zatten Körper gebreitet war, hielten ein paar blasse Rosen, erste Sinder de- jungen Frühlings, der mit seiner Blütenpracht alten Schutt und alle Trümmer deS Lebens umspann.

Sieh nur, Ute,* sagte bet Kommerzienrat leise mit nur mühsam beherrschter Stimme, welch' lieben Besuch ich Dir hier bringe.'

Ute wandte zögernd das blasse Köpfchen von Hans Jürgens Antlitz, der an ihrem Lager saß, und das sie jetzt festhielt, als fürchttte sie, plötz­lich in die Sonne zu sehen. Dann aber jauchzte sie auf. Die Rosen entfiele« der zitternden Hand und wortlos streckte fie Erik Lundgreen beide Arme entgegen.

Der kniete schluchzend an ihrem Lager. Er bedeckte ihre Hände mit Küssen und Tränen, aber reden konnte er nicht.

Der Anblick der hinfälligen Gestalt, der vor wenigen Wochen so strahlend schönen Ute, schlug ibn zu Boden.

stehen, es soll die gebilbete Jugend sich nicht daran gewöhnen, wie man bet uns daheim sagt, im Ländle zu bleiben. Die gebildeten Elsässer würden sich gewöhnen, zu Hause zu bleiben und den Deutschen sich mehr und mehr entfremden. Ich wünsche ferner und ich glaube, das ist auch ein elsässischer Wunsch,, daß nicht etwa eine Spielerei gemacht werde, mit einem fürst­lichen Statthalter, einem Prinzen, der Hof hal­ten muß. Ein solcher Prinz gehört, mit aller Hochachtung für hohe Geburt sei es gesagt, zu den schlechtesten Beamten, weil er Hof halten muß. Die Elemente der Gesellschaft, die durch solchen höfischen Flittettand gewonnen werden, sind betört, daß ich wenigstens auf stützung verzichte' ...

leere Lust haschend,es ist so buntel, so sehr bunkel.'

»Ute!* stöhnte bet Kommerzienrat ver-

2. Ueberseeische Auswanderung 1909.

. Die Zahl der im Jahre 1909 über deutsche Häfen Ausgewanderten stellt sich auf 257 952, und zwar 239 637 Fremde '

bekenntniffes geschlossen, und zwar waren beide Eheleute in 296 447 Fällen evangelisch, in 152 025 Fällen katholisch und in 3907 Fällen israelitisch. Mischehen wurden 47 380 ober 9,5 vH. ringe- gangen, bavon 44 579 zwischen Evangelischen unb Katholiken

Von den 2 076 660 Gehöre n des Jahr s 1908 waren 2015 052 oder 97,03 vH. Lebend- geborene unb 61 608 ober 2,97 VH. Totgeborene Mehrlingsgebutten waren unter den Geburten 26 579 oder 13,0 VT., unb zwar 26 31 Zwillings­geburten, 261 Drillingsgebutten unb 4 Vier- lingsgebutten. Im ganzen kamen bei den Mehrlingsgebutten 53 427 Kinder 27 409 Knaben und 26 018 Mädchen zur Welt.

Die Zahl der Sterbefälle einschliaßkich der Totgeborenen betrug 1197 098 oder 19,0 VT. der Gesamtbevölkerung. Im ersten Lebensjahre starben (ausschließlich der Totgeborenen) 359 022 Kinder, und zwar 200 260 Knaben, 158 761 Mädchen u d 1 Kind unbestimmbaren Geschlechts darunter 308 680 ehelicher, 50342 unehelicher Geburt.

Elsaß-Lothringen preußisch?

In denGrenzboten* ist neulich die Frage «ffgeworfen worden, ob es nicht das beste sei, Elsaß-Lothringen zu einer preußischen Provinz M machen, damit endlich die unaufhörliche,i Quälereien um die doch unumgängliche Ent­wicklung dieses neudeutschen Landes rin Ende nehmen. Der Gedanke ist im ganzen nicht un­freundlich in der deutschen Presse ausgenommen worden. In denselbenGrenzboten* wurde sogleich von anderer Seite darauf hingewiesen, daß wenigstens im Königreich Sachsen sich kaum «in ernsthafter Widerspruch dagegen erheben werde: die Rücksichtnahme, die eine in Straß­burg sitzende Regierung notwendig nehmen müsse, die sich aber bisher als völlig nutzlos und verfehlt erwiesen habe, würde dann fort­fallen und der wohltuende Zwang in einem großen Staate mitzuarbeiten, werde dann leich­ter das übrige zur Beruhigung tun. Es ist an- zunelnnen, daß der Gedanke später, wenn mit der sogenannten Verfassungsreform des Landes Ernst gemacht wird, wieder nachdrückfich zur Diskussion gestellt wird. Die Presse des Lan­des, die sich allmählich daran gewöhnt hat, sich als den Mittelpunft der Erde anzusehen, verhält sich natürlich ablehnend, es wäre ja unerhött, wenn auch die innere Politik des Landes von Berlin beftimmt würde und außerdem lebt diese Presse, soweit sie nicht überhaupt gegen das Deutschtum Front machen kann, von dem künft- ftch konstruierten Gegensatz zwischen Preutzen- tmn und Deutschtum, diesem Vermächtnis friihe- rer Zeiten, in denen der Prussien noch lange kein Allemand war.

Die deutsche Politik im Reichstage ist im­mer viel zu sehr von Gefühlen bestimmt wor­den.' Man hat das Wort nicht beachtet, das im Reichstage fiel, als diese Dinge zum ersten Male dort am 20. Mai 1871 besprochen wurden: Liebe, wittliche Hingebung von Elsaß zu er­warten, dazu sind wir in keiner Weise be­rechtigt.* Man hat stets auf diese Liebe und Hingebung des Elsaß gerechnet und daraufhin jedes Keine, oft nut scheinbare Entgegenkommen I begrüßt. Derselbe Redner es war Heinrich v. Treitschke fügte seinen Worten andere Mahnungen bei, die ebenfalls nur zu schnell ver­gessen wurden, beute aber vielfach als gerade­zu prophettsch anmuten:Zu den unerfüllbaren Wünschen, die sich in Elsaß regen, rechne ich den, es solle die Provinz Elsaß-Lothringen zu einem Staate umgewandett werden. Ich halte diesen Gedanken für ganz und gar verwerflich, her- vorgcgangen aus der geringen Kenntnis des deutschen Lebens. Einen neuen Staat zu schaffen I zu der nur allzu großen Zahl, die noch besteht, jetzt aus drei Departements, die niemals in I ihrer Geschichte ein Staat waren, einen Staat I neu zu bilden, einen neuen halbdeutschen Parti- I kularismus an der hart gefährdeten Grenze groß- I zuziehen, das heißt einen Schlag führen in I unser eigenes Angesicht. Die große Gefahr, das I eigentliche Hauptbedenken gegen das Reichsland I

diese Stunde, in der ich Dich liebe*

Ute lächelte.Es Das macht, weil Du

Ich glaube gar, Du weinst, Enk,* lächelte sie süß,nun ist ja alles gut, und weißt Du, das Häßliche, was uns trennte, das habe ich alles nur geträumt. Papa fegt es auch. Richt wahr, Papa, Du trennst mich nicht mehr von Erik? Ich glaubte ja immer, es könnte nie, nie fein, daß ich Dein würde. Der Gute aber meint, wenn ich gesund würde, bann sollte es doch fein. Ach Erik, nun wird alles, alles wie­der gut*

Ä gekommen bist. Wie wird

Katteen sich freuen unb die gut: Mama. Sie ruhen jetzt beide von ben vielen Nachtwachen ein wenig au«. Ist es benn fchon Nacht?' fragte sie plötzlich, mit bet Keinen Hand tn di«

wirft als Schröpfkopf unb bas Gift steht nachher als Keines Tröpfchen auf der Wunde und kann leicht entfernt werden. AlS

, . _____ dann ist der

fürstliche Statthalter doch ein elsässischer Wunsch geworden. Man kann baS verstehen. Die ge­rissenen Politiker des Landes, die nach französi scher Sitte mit der politischen Aktion den rige-

Sprich nicht so viel, Liebste,' bat Erik, ihre Keine Hand an seine ' '

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 bet Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe Qberhess. Ztg.* gestattet.),

Marburg, 13. Aug.

* Preußische Klaffenlotterie. Die preußische Klassenlotterie erfährt infolge des Eintreten- Elsaß Lothringens in die preußische Lotterie. Gemeinschaft wieder eine Vermehrung der Lose. Es werden im ganzen 380,000 Lose vorhanden fein. Wie berichtet wird, will die Lotterie-Ver­waltung die gesamten Lose in zwei Serien lei­ten, deren jede gleichlautend die Nummern 1190 000 enthält. Die Gewinnziehungen ev> folgen für beide Serien gemeinsam, sodaß wenn eine Nummer gezogen wird, diese Nummer in beiden Serie.: gewinnt. Die notwendige Folge davon ist, daß in Zukunft auch zwei Prämien zu 300 000 Jl und zwei Hauptgewinne in zwei­facher Anzahl vorhanden sein müssen. Die Neu«- rung wird also eine Aenderung der Nummern zur Folge haben.

Die JnsertionsgebÜhr beträgt für Inserenten aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7ge^aliene Zetle oder deren Raum 15 Ä für auswärtige Inserate 20 4, je CHa^ma

fjte Reklamen 40 4 Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, 40, Jllhkg.

Univerfitats-Buchdruckerei, Inhaber Dr. G. HitAoth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Di«Oberhessische Zeitung* erscheint täglich mit Ausnahme der 4On Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel-

JfO 189 jährlich durch die Post bezogen 2,25 M. (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Marti 21), 2,00 JL (5ur unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redak- __tion keinerlei Verantwortung.)

Im Jahre 1908 begingen im Deutschen Reiche I * Einen interessanten Beitrag zur LehrlingS- 10 659 männliche und 3106 weibliche, zusammen I frage entnimmt die neuste Nummer betSozia­le 765 Personen, Selbstmord. Aus 100 000 Ein- I len Praxis* derSüddeutschen Schuhmacher- wohnet des betreffenden Geschlechts enffallen I zeitung*. Ein Meister l, tte neben 5 Gesellen danach 34,3 männliche und 9,7 weibliche Per- | nicht weniger als 15 Lehrlinge, .von denen einet fönen, die durch Selbstmord endeten; bei bei- I weg lief, weil er überhaupt nicht zur Handwe.ks- den Geschlechtern zusammen stellt sich die Ziffer I arbeit herangezogen wurde. Das Gewerbegericht auf 21,9, im Vorjahre waren es 20,6. | entschied, daß ein Lehrling unter allen Umstän­

den Anspruch darauf habe, sein Handwerk genau kennen zu lernen und dadurch in sorgfältiger Weise zu unterichten wäre. Das aber sei bei 5 und 18 315 Deutsches I Gesellen und 15 Lehrlingen unmöglich. Nach 106 499 Fremde und I § 127 der Gewerbeordnung muß die Ausbildung erhebliche Zunahme I eines Lehrlings derartig erfolgen, daß sie ent» sich danach Haupt- I weder voin Meister felbft geleistet, oder einem Reben den 18 315 I volljährigen Gesellen übertragen wird. Wo bi« - 1 I Über denffche Häsen auSgetoanberten Deutschen I Ausbildung nicht in biefer Weise geregelt ist,

cn,.»I gingen über frembe Häfen 6606, darunter über I darf der Lehrling das Lehrlingsverhältnis un- BoUswlNfHasMiUes. I Antwerpen 1952, über Rotterdam und Amster- I verzüglich lösen.

Bevölkerungsbewegung und Auswanderung. | .4536. I * Gegen Insektenstich. Bei den sommerlichen

Die aus'ührlichen Ergebnisse bet Bevölke- der deutschen Auswanderer Arbeiten in Berg und Feld kommt es häufig

tungsbewegung im Jahre 1908 und überseeischen IgrL ^"21. (1908: I vor, baß Leute von Jnseften gestochen werden,

Auswanderungen 1909 werben im Bande 227 I ar9 e bct deutschen I Nachher schwillt die Stelle stark an, die Go-

zur Statisttk des Deutschen Reichcs mitgefetit I 4*^ aIS ®u*iuanberungSgebiete be- I schwillst breitet sich weiter aus unb macht dem

1 0 teiligt: Brandenburg mit Berlin (mit über 2000), Betreffenden viele Schmerzen. Ja, es kommt

o 9 I Adern, Hannover, Königreich Sachsen, Posen, I vor, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen

^ahre 1908 wurden im ganzen 500 620 | Westfalen und Rheinland (mit je über 1000). I werden muß; mitunter hat sich ein Mensch an

Ehen geschlossen (1907: 503 964), die Zahl der I Ihrem B-rufe nach entfallen von dm deutschen I einem solchen Insektenstich den Tod geholt

Geborenen betrug 2 076 660 (1907 : 2 060 973), | Auswanderern 5770 auf die Landwirtschaft, 7628 I Solche Stiche rühren äußerst feiten von Insel- Totgeborene, gestorben sind auf Bergbau und Industrie, 3129 ans Handel und ten her, bie von Natur mit 'einem Gifchachel

"970W (1W7: VertehrSgewerbe einschließlich Gast- unb Schank- versehen sind, wie Bienen, Wespen, Hummeln

1.178 ^9). Im Verhältnisse zur Gesamtbe- I Wirtschaft. I und Hornissen, sondern fast immer von Stech-

w!r-e£Un6 gegenüber dem Vorjahre die Ehe- I Unter ben über deutsche Häfen ausgewander- I fliegen und Stechmücken bie es auf das Blut schlleßungsziffer von 8,12 au, 7,95 vT., bie Ge- I ten fremben Auswanderern befanden sich 89 718 I der Menschen und Tiere abgesehen haben ES

t3«'20^ 32,97 ge^en, Russen, 83 220 Oesterreicher unb 61641 Ungarn. I ist deshalb wichtig, auf den Stich eines Jnsek-

teblichkettsztsfer von 18,98 auf 19,01 vT. Von den deutschen Auswanderern gingen 19 930, I tes zu achten, ehe er bösartige Folgen zeigt.

9 s . bm den fremden 215 625 nach ben Bereinigten I Ist man gestochen, so gilt es, das Gift aus bet

2>a8 Alter der Heiratenden war bet ben I Staaten von Amerika. I Wunde zu entfernen damit es nickt ins Blut

Mannern in 71,7 vH. der Fälle unter 50 Jahren. I Die überseeische Einwanderung über die Häfen I übergebt. - - - ' ---- - -

barunter 25 bis 30 Jahre 42,1 vH., bei ben I Bremen und Hamburg umfaßte im Jahre 1909 I man die

weiblichen Personen in 57,9 vH. der Fälle un- I 127 618 Personen, darunter 80 900 von Nord- I eS, wmn

ter 25 Jahren. 433 497 lebige Männer schlossen I amerika, 8449 von Südamerika, 981 von West- I ^effnunq

bie Ehe mit lebigen Frauen, 11 789 Witwer inblen unb Mexiko, 4402 von Afrika (einschließlich ! Schlüssel

mit Witwen unb 783 geschiedene Männer mtt I 746 Mann deutsche Truppen), 1374 von Ostasien

geschiedenen Frauen. In 453 240 Fällen wurde I (einschließlich 295 Mann deutsche Truppen) und

die Ehe zwischen Personen gleichen Religio.tS- I 616 von Australien