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Günther l*

Herr ® ermann!*

Langsam drehte sich der alte Buchhalter im Zimmer herum. Da stand sein junger Chef mit abgewandtem Gesicht |tm Fenster 1 * blickte hinaus weithin über die knospenden Bäume im Johannistal, an denen wie tausend funkelnd« Perlen schwere Regentropfen hingen.

Sie wünschten, Herr Seemann ?

Jäh drehte Hans Jürgen sich jetzt um, seine Augen bohrten sich förmlich in das alte Gesicht. Ich möchte Ihnen gern,* sagte er dann,wenn wir auch scheiden, doch einen Beweis meines Vertrauens geben. Es ist die Möglichkeit vor­handen, ja es ist sogar wahrscheinlich, daß die Firma Bermann u. Ko.Kantate* genötigt sein wird, ihre Zahlungen einstellen 41t müssen, wenn nicht unerwartete Glückszufälle eintreten, auf die nicht zu rechnen sind.*

Der alte Buchhalter schaute seinem Herr« bleich und erschrocken, an allen Glieder« bebend, ins Gesicht.

Das ist ja aber doch nicht möglich,* stotterte er,bei dem vocharwenen Privawermögen ist ja das undenkbar. Ich habe mich zwar schon immer gewundert, wenn ich in der letzte« Zett Zahlungsschwierigkeiten zu bemerken glaubte, aber ich hielt den Zustand doch für vorübergehend und an und für sich bedeutungslos.*

Hans Jürgen nickte.Das Vermögen der Firma und das meines Vaters ist durch verun­glückte Spekulationen verloren gegangen. Sie wissen selbst, welch« ungeheuren Zahlungen von uns zuKantate* erwartet werden. Vorsichtig unternommene Versuch«, einige Barcken hier für unser Unternehmen zu interessieren, sind geschei­tert, weil es den Betreffenden nicht verborgen bleiben konnte, daß die Zahlungsstockungen nicht etwa in vorübergehenden Geschästsstörmigen z» suchen sind, sonder« lediglich in de« venmglück-

te:i Spekulationen. Man fürchtet Wohl ml Recht, wenn man uns finanziert, was ja an st» für unser Geschäft mit allen seinen Liegenschaf ten eine Kleinigkeit wäre, daß in kurzer Zeit do alte Zustand wieder eiureißen könnte und mal ist vorsichtig und mißtrauisch geworden. 6 kommt noch hinzu, daß wir ja nur ganz vor sichtig hier und da sondieren können, wenn wi uns nicht selber schädigen wollen. Ich habe da Menschenmöglichste versucht, das Unheil z. bannen, ich habe mein Glück, mein Leben g« opfert und je näher die Zeit kommt, je mehr seh ich ein, daß alle Opfer das Verhängnis «ich abwenden können, das über uns hereinbrich hereinbrechen muß. So, Günther, nun wisse, Sie, warum ich Rickle kränken mußte, weshak ich eine Braut nahm, bk meinem Herzen frem ist und deren Geld mich und die Meinen rette soll vor Schmach und Schande. Warum schaue Sie mich denn so erschreckt und mitleidig an. In» Gesicht sollten Sie mir speien, daß ich s erbärmlich, ein so ehrloser Schuft bin, zu bet ersten Unrecht, das ich beging, noch ein zweite zu fügen, indem ich auch noch das Glück eine anderen Frau vernichte, die ich ihres Geldck wegen an mich reiße.*

Ruhig, ruhig, Herr »ermann,* mahnte be alte Buchhalter mit zitternder Stimme,das al so ist's,* fuhr er sinnend fort,weshalb mein Rickle leiden muß,* und dann sagt« et laut:

Aber warum habe« Sie denn das all« Rickle nicht gesagt, Herr Bermann? Sie hätt gewiß die Rotwendigkett etngesehen und hätt sich vielleicht leichter in da« Unvermeidlich« » funbetu Glauben Sie es mir, Herr Sermon# es ist so bitter schwer, da verachte« zu müsse» wo man geliebt hat.*

(Fortfespmg folgt.)

MchM MW

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain"

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftlich« Beilage."

Sonn- und Feiertage. Der Bezu

>3 17^ jährlich durch die Post bezogen 2,25 iU unseren Zeitunasstellen und der Erp«

Zum Streit um Bassermann.

Opposition nicht allzu Demonstrationen und walt beizukommen, natürlich gegen dies«

ernst und scheut sich nicht, Versammlungen mit Ge- Mit Gründen kann sie Opposition schwer etwas

machen, nicht etwa, weil sie keine Gründe hätte, sondern deswegen, weil sie die Gründ«, die sie hat, nicht anführen darf. Sie kann unmöglich sagen, daß dieser Vertrag nur geschlossen wurde, nm das Errungene vorläufig gegen unliebsame Gruppierungen und Kombinationen sicher zu stellen, daß er nur eine Etappe darstellt und nicht für alle Ewigkeit geschlossen ist. Es kann natür­lich nicht gesagt werden, bleibt aber doch wahr, daß nie und nimmermehr dieses Blatt Papier die japanisch« Expansion nach der Rordmand-

japanisch-mssischen Vertrages sich enger an I Amerika, eventuell an Deutschland anschließen I wird, und daß im Hintergründe der Dinge die Möglichkeit einer an und für sich unwahrschein­lichen, speziell ostastattschen Neugruppienmg der Mächte schlummert.

schurei und Ostsibirien aufhalten wird. Für den > Augenblick, wo Japan sich innerlich konsolidieren I muß, noch nicht nach allen Seiten frei genug ist, | ist et vortrefflich. Vielleicht trägt er auch noch dazu bei, den Russen das Gefühl der Sicherheit ihrer Ostgrenze zu geben und damit die Möglich­keit, dem brannten russischen Phlegma weiter- nachzugehen und die Verteidigung der dorttgen Grenze nach dem Krieg« ebenso zu vernach- lässigen, wie sie vor dem Kriege vernachlässigt war.

Die Aufnahme in China war natürlich eben­falls ungünstig, aber aus anderen und stich- halttgeren Gründen. Das Bureau Reuter hatte seinerzeit gemeldet, daß die chinesische Regierung in Peking die Mitteilung, die die Gesandten Japans und Rnßlanbs ihr von dem Mand­schurei-Vertrag gemacht haben, mit dem Ausdruck großer Befriedigung entgegengenommen habe. Diese Meldung des Bureau Reuter, die wohl jetzt erst zur Kenntnis der chinesischen Regierung gekommen ist, wird nun von Peking aus in euro­päischen Zeitungen chinesisch-offiziös berichtigt. Die Berichtigung stellt fest, daß die chinesische Regierung lediglich Akt von dieser Mitteilung genommen habe, die Betonung des Prinzips der Aufteckterhaltung des Status quo mit Freuden empfinde und hoffe, an diesem Prinzip und an den unzweifelhaften Souveränftätsr echten Chinas möchte auch in Zukunft nichts geändert werden. Daß man in Peking diese nachträgliche Betichttg- ung bet Reuterschen Meldung für nötig hält, ist zweifellos charakteristisch. Man kann auch nicht gut von der chinesischen Regierung eine andere Antwort verlangen und erwarten. Daß der Ver­trag sich in erster Linie gegen die chinesischen Rechte über die Mandschurei und somit gegen China richtet, ist außer Frage. Diese chinesischen Rechte fungierten schon im Vertrage von Ports­mouth eigentlich mir mehr als Kompromiß zwi­schen den unvereinbaren Ansprüchen Japans und Rußlands und finden ihren stärksten Stütz- puntt zweifellos in der Gegnerschaft dieser bei­den Mächte. Dieser Stützpuntt ist nun Wegge­fallen. Nach dem Vertrag ist es nunmehr eine Frage der Zett, wann die Regierungen Japans und Rußlands zu der offenen Aufteilung der Mandschurei schreiten wollen. Was will China dagegen tun. Es ist heute noch zu schwach. Und die ungeheure Aufgabe seiner militärischen Re- organisafion erfordert mehr Zett, als bis zu dies:r Austeilung vergehen dürfte. Es ist klar, daß das Gefühl des Unbehagens durch das der Schwäche vermehrt wird. 9Iad)bem China aus der russisch-japanischen Zwietracht nichts mehr zu gewinnen hat, bleibt ihm nichts anderes übrig, "als sich zu bescheiden, an seiner militärischen Reorganisation zu arbeiten und sich inzwischen um die Freundschaft derjenigen Mächte zu be­werben, die an der Offenhaltung der Maudschur i für den Handel Interesse haben und bereit sind, es zu bekunden und zu betättgen. Es ist Wohl möglich, daß China unter dem Eindruck des

Immer noch tobt Ott Kampf um Basiermanns Reichstagsmandal und um die Führerschaft der na- tionailiberalen Partei, zwar scheint es, daß alle Ge­rüchte von einem Rücktritt Basiermanns auf Täusch­ung beruhen, doch ist es bei den bekannten Gegen­sätzen gerade in der Nationalliberalen Partei im-^ merhin nicht ausgeschlossen, daß ihr Führer, des Kampfes müde, sich zurückzieht. Jedenfalls dürften bereits die nächsten Tage Aufschluß über die endgül­tigen Pläne des auch bei seinen parlamentarischen Gegnern sehr geachteten Führers bringen, der wie die letzten Tag« bewiesen, auch vom Reichskanzler sehr geschützt wird. Ernst Bassermann wurde am 25. Juli 1854 in Wolfach (Schwarzwald) geboren; nach voll­endeter Schulbildung studierte er in Heidelberg, Leipzig, Berlin, Sttaßburg und Freiburg. Rach einer kurzen Referendartätigkeit war er seit 1880 als Rechtsanwalt tätig; seit 1887 ist er auch Mitglied des Stadtrats in Mannheim. Dem Reichstage gehörte er seit 1893 an, wo er in den ersten fünf Jahren den Wahlkreis Mannheim-Schwetzingen Weinheim ver­trat; 18981903 war er Vertreter für Jena-Neustadt a. d. Orla. Von 19041906 vertrat er den Wahl­kreis Frankfurt a. O.-Lebus, um den ja bekanntlich jetzt wieder ein heftiger Wahlkampf tobt. Basier­mann vertritt gegenwärtig den Wahlkreis Rochen­burg O.-L.-Hoyerswerda (Liegnitz 10).

Marburg

Freitag, 29. Juli 1910.

Politische Umschau.

Kationallibetde und Fortschrittler.

Hagen, 24. Juli. Der Kreisausschuß bet nationalliberalen Partei des Kreises Hage» Schwelm hat einstimmig folgende Entschließung gefaßt:

Der nattonallibetale Kteiswahlausschuß Hagen-Schwelm hält die Abwehr der gemeinge- sährlichen Bestrebungen bet Sozialdemokratie für die wichtigste innerpolitische Ausgabe bet Gegenwart und erkennt die ernsthaften Bemüh­ungen der Regierung wie einsichtiger bürgerlicher Politiker aller Richtungen an, die zur positive« Mitarbeit willigen Parteien zu gemeinsamer Ar­beit zu vereinigen. Nicht weniger als die Sozial- demokratte sind diesenigen bürgerlichen Gruppen zu bekämpfen, welche grundsätzlich willens sind, Schulter an Schulter mit der Sozialdemokratie andere bürgerliche Parteien zu bekämpfen. I« den Reihen der nationalliberalen Partei kann für sie kein Platz sein. Angesichts der während des letzten Jahres bewiesenen Unzuverlässigkeit der Linksliberalen im Kampfe gegen die Sozial demokratie, der vielfachen direkten Einbrüche be< Fortschrittspartei in den nationalliberalen Be­sitzstand, welche heute bereits vielerorts offen vor­bereitet werden, der vielfach erkennbar retoorbe* neu fortschrittlichen Eingriffe in bie Nominie­rung rechtsstehender nationakliberalen Kandidaten kann eine allgemeine Wahlverständigung mtt bei fortschrittlichen Partei für bie nächste Reichstags­wahl nicht in Frage kommen *

Die Maßnahmen bet Nationalliberalen tW Hagen-Schwelm haben natürlich ben heftigste« Zorn derFrff. Ztg* erregt!

Da, Wiener Fremdenblatt über bie Zusammenkunft »an Vlehrenthal n nd "Ribetten-Möchte«. ~~

Wien, 27. Juli. DasFremdenblatt" schreibt: Der Staatssekretär o. Kiderlen-Wächter ist heute zi einem Besuch beim Grafen v. Aehrenthal in Marien- bad eingetroffen. Diesem Zusammentreffen dieser beiden Staatsmänner wird man nicht bloß die Se« deutung einer Höflichkeitsvisite und die eines freund­schaftlichen Gedankenaustausches zwischen Diplom» ten beilegen, die einander feit vielen Jahren kennen, und die an eine früher« Uebereinstimmung der An­schauungen anzuknüpfen in der Lag« find, sonden man wird, wenn auch keine aktuelle Frage Anlaß gl der Entrevue in Marienbad gibt, doch deren Werf nicht unterschätzen. Besonders aber wird der Staats fetretär, feiner ganzen Laufbahn entsprechend, fein Auffassung in der Behandlung der Drientfrogen zu Geltung ju bringen vermögen, also denjenigen Fra gen, t.i welchen unsere auswärtige Politik zumess interessiert ist. Herr v. Kiderlen-Wächter ist eine der besten Kenner des europäischen Ostens. Als ge wiegter Orientpolitiker tritt daher der neue Staats

für Reklamen 40 4. Druck und Verlag: Joh. Aua. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei, Inhaber Dr. C. Sitzerath. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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für bie Monate August und September auf bieOberbeffiftf>e Zeitung" nebst ibren Beilagen werben von unserer Expedi-

(Markt 21), unseren Ausgabestellen in Oirchhain, Reustabt, Wetter, Ebs- bars, Hachborn, HeSkem-Möll«, Lei­benhofen, Dreibansen, Wittelsberg, Riederweimar, Rieberwalgern, Damm und Lohra sowie von allen Post- anstalten und Landbriesträgern entgegengenom­men.

Die Aufnahme des Mandslmrei- Abkommens in Oftasien.

Die Ausnahme des Mandschurei-Abkommens im fernen Osten selbst kann jetzt, nachdem einige Wochen feit seinem Abschluß vergangen sind, besser beurteilt werden, als im ersten Augen­blick. Natürlich ist bie Ausnahme bei den beiden ostasiatischeu Mächten Japan und China eine grundverschiedene und muß ganz getrennt be­handelt werden.

Es ist in Deutschland verhältnismäßig wenig beachtet worben, baß bie Ausnahme bes Ver­trages in der öffentlichen Meinung Japans eine erstaunlich ungünstige war. Die öffentliche Meinung zeigte sich an vielen Orten sehr erregt gegen bas Kabinett, und die Opposition gegen ben Vertrag nahm kein Blat vor den Mund. Der Vertrag wurde als wirllicher Verzicht Japans, als schlappe Politik gebrandmartt. Die Stimm­ung glich beinahe jener Erregung, bie nach bem Portsmouther Vertrage in Japan geherrscht hatte. Die Japaner sind, wenigstens bem Willen und ihrer öffentlichen Meinung nach, ein sehr expansives Volk und für nichts so empfindlich, als für ben Schein einer schwachen Politik. Sie geben an Chauvinismus ben chauvinistischsten Völkern Europas nichts nach. Die japanische Regierung freilich nimmt biefe schnell aufflamm­ende, aber ebenso schnell wieder erlahmend«

Die Jnfertionsgebühr beträgt für Inserenten aus dem engeren Verbreitungsgebiet des Blattes für die 7pe^altene Zeile oder bereit Raum 15 -8, für auswärtige Inserate 20 4, für Reklamen 40 4. Druck und Verlag: Kh. Aua. Koch,

Die ^Oberhessische Zeitung* erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die Post bezogen 2,25 (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2,00 J*.. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redak­tion keinerlei Verantwortung.)

45 (Nachdruck verboten.)

Kantate.

Bon Anny Wothe.

< Fortsetzung.)

Di- dürren Hände des alten Mannes gitterten heftig 'und in der Stimme klopfte es wie von unterdrückten Tränen. Noch nie im Leben hatte er gewagt, so energffch zu reden und noch dazu gegen seinem Chef. Er war Zett seines Lebens ein Angsthase gewesen und die Reichen und Vor­nehmen, die hatten ihm bisher so unbegrenzte Ehrfurcht eingeflößt, daß et geduldig jeden Fuß­tritt von ihnen ertrug. Seitdem ober sein junger Vorgesetzter, ben er bisher in bewundernder Liebe verehrt hatte, fein einziges, geliebtes Kind be­trogen, da war es aus mit bet Sanftmut und De­mut des alten Günther. Damals, als er so unbe­sonnen ben Pfetben bet Brautkutsche in bie Zügel fiel, hatte der Geist der Empörung Macht über ib*1 gewonnen und alle Zartheit, mit bet Hans Jür­gen übrigens bereit war, für ben alten Mann einjutreten und ihm wenigstens bie Kurkosteu ab­zunehmen, auch die fortgesetzten Erkundigungen und Austnerffamketten, die man ihm im Kranken- hause zuteil werden ließ, konnten seinen tiefen, und bitteren Groll nicht mildern. Und jetzt kam nun noch dieser Mann da, bet seinem Kinde so weh getan und maßte sich an, Nickles Tun und Lassen zu kritisieren?

Hans Jürgen hatte bei den Worten des alten Mannes unbeweglich am Schreibtisch gesessen. Den Kopf in beide Hände gestützt, faß er da, und «icht ein Laut kam über feine Lippen.

Sie haben Recht, Günther, nickte Hans Jür­gen bann,vollkommen Recht. Ich bitte Sie

noch einen Augenblick unb starrte in das so selt­sam veränderte, von Schmerz durchzuckte Antlitz

Was ich noch sagen wollte, Herr Bermann,* nahm er scheu und etwas verwirrt noch einmal das Wort.Ich wollte gleich nachKantate* um meine Entlassung gebeten haben *

Hans Jürgen sprang heftig auf. Sein Ge­sicht war totenbleich.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff,* lachte er bann bitter auf.Ich kann es Ihnen nicht verdenken, Günther, wenn Sie eine bessere Stelle haben,* fügte er ruhiger hinzu.Ab r Kantate* ist doch keine Zeit für Sie, die Kündigungszeit haben Sie versäumt.*

Ich dachte, Herr Bermann würde unter ben befonberen Verhältnissen die Sache nicht so ge­nau nehmen unb bann wollte ich nicht gern eher gehen, als bis bie Ostermetzarbeiten abge­schlossen sind.*

Ein durchdringender Blick Hans Jürgens traf den Buchhalter, der, die Schreibärmel Über den fadenscheinigen grauen Rock gezogen, vor ihm stand und bescheiden die Augen gefentt hielt.

Ahnte, wußte der Alte dort, was die Oster- mefle diesmal für seinen Chef bedeutete? Er hatte Günther ost für die Buchungen seiner Ge- heimbücher herangezogen und er war der einzige im Hause Bermann u. Ko. außer dem Prokuri­sten, der vielleicht die wirkliche Sachlage über­schauen konnte. Einen Augenblick zögerte Hans Jürgen noch, bann sprach er mit fester Stimme:

Ihrer Entlassung steht natürlich nichts ent­gegen. Sic können zu jeder beliebigen Zeit gehen. Ich werde Sie gern bei meinen Kollegen empfehlen.*

Ich danke, Herr Bermann.*

Günther machte eine Verbeugung, dann tvcrrtbte er sich wankend bet Tür zu.

inständigst um Vergebung *

Cr machte eine Bewegung, daß bie Unter« ttbun« beendet fei. Der alt« Mann aber stand

Er hätte doch nicht gedacht, daß es ihm nach allem Vorangegangenen so schwer werden würde bas Scheiden.