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mit dem Kreisblatt für dre Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: ,Iach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage."

JVi. 147

TieOberhefsische Sntung erscheint täglich mit Aufnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt diertel- jährlich durch di: Post bezogen 2,25 Jt (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 'dl.

Marburg

Sonntag, 26. Juni 1910.

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 7zespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Inhaber Dr. C. Hiheroth. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

45. Jahrg.

Erstes Blatt.

Der heutigen Auflage für den Kreis Kirchhain liegt Kreisblatt Nr. 51a bei.

Rückblick.

Der Wechsel in zwei Ministerien Preußens hat me Presse besonders die der Linken in aus­gedehntem Maße beschäftigt. Es gehört hier schon geradezu zum Parteiprogramm, ist, möchte man sagen eme Art fixe Idee, daß jede Regierungs­handlung, die mcht einen ausgesprochenen libe­ralen Charakter trägt, als Ausfluß einer ver­rottetenschwarz-blauen" Reaktionspolitik hinge­stellt wird. Man braucht das nicht allzu tragisch zu nehmen. In diesem bestimmten Falle ist es dazu höchst ungerecht. Der neue Mnister des ^nnern, Herr v. Dallwitz, hat denn auch Veran­lassung genommen, gegen diese Art der Be­grüßung Verwahrung einzulegen und einem Mit­arbeiter desLokal-Anzeigers" gegenüber erklärt:

Die Berufung in dieses Amt hat mich ganz unvorbereitet getroffen. Ich brauche nicht zu betonen, daß ich in diesem Augenblicke nicht in der Lage bin, mich über die allgemeinen Richt­linien auszusprechen, in denen ich meine Tätigt it auszuüben gedenke. Die Oeffenllichkeit glaubt allerdings, diese Richlinien bereits zu kennen Man hat sich mit meinen politischen Anschauungen beschäftigt und mich dabei zu einem Reaktionär gestempelt. Ich bin der Ansicht, daß im öffeni- nchen Leben doch nicht die Beleuchtung die je­mand wegen anderer Politischer Anschauungen erfahrt, den Maßstab abgeben sollte für die Leistungen, die mgn von ihm zu gewärtigen hat, sondern daß die Art seines Wirkens das E n t s ch e i d e n d e ist, und daß man daraus seine Schlüsse ziehen sollte."

Aehnlich sprach sich der neue Landwirtschasts- minister Freiherr v. Schorlemer aus, dem man vor allem die Einführung eines neuen Kurses in der Polenpolitik zuschrieb. Es hat jedenfalls kei­nen Sinn, die neuen Mnister von vornherein anzugreifen, wenn man nicht den Zweck, der Opposition um jeden Preis verfolgt. Darum ist auch die scharfe Erklärung derNationallib. Korresp." zu beklagen, die durch eine höchst hef­tige Kritik dieser Neubesetzung der Ministersessel dem Ministerium Bethmann-Hollweg Fehde an­sagt. Die Herren sollten nicht vergessen, daß es über die Periode ihrer jetzigen scharfen Kampf­stellung gegen Rechts hinaus eine Zeit kommen wird, in der das Anwachsen der Sozialdemo­kratie die bürgerlichen Parteien mit der Regiemng wieder zusammen schweißen wird.

Das wird natürlich erst geschehen, nachdem die Parteien sich untereinander schweren Schaden zu­gefügt haben zugunsten des Radikalismus, der in der Opposition ja doch stets Meister bleiben wird. Das ist bei uns nun einmal nicht anders. Mit der Politik der parteipolitischen Verärge­rung aber kommt man nicht weit, davon hat nur der gemeinsame Gegner Nutzen.

18 (Nachdruck verboten.)

Kantate.

Von Anny Wothe.

(Fortsetzung.)

Pfeilschnell führten die schwarzen Rosse den eleganten Wagen auf lautlosen Gummirädern durch die Straßen. Wie ein Triumphzug schien Milla diese Fahrt. Sie plauderte unausgesetzt über die Menschen, die sie soeben besucht. Wie die Geheimrälin sich geärgert und wie die Direktorin neidisch über ihre Toilette gewesen, die sie sich extra aus Paris bestellt. Natürlich wollte sie gleich die Adresse haben, sie würde sich aber hüten, sie ihr zu geben. Beim nächsten Gewandhaus-Konzert wollte sie überhaupt alle ihre Freudinnen ärgern. Sie hatte geradezu ein märchenhaftes Kostüm.

Hans Jürgen hörte das alles wie im Traum.

Von Zeit zu Zeit lächelte er nur mit ver­zerrtem Munde und einmal unterbrach er sie ganz laut, wie zu sich selber sprechend:

Ich hätte doch nicht geglaubt, daß es so schwer ist."

Tu Armer!" entgegnete Milla, die seinen Ausspruch der Visitentour zuschrieb.Du bist ja nun bald erlöst. Es ist nur gut, daß sie nicht alle zu Hause sind und wir nur bei den meisten die Karten hinaufzuschicken brauchen."

Und weiter flogen die Pferde die im Winter- schmuck prangende Promenade entlang, und Hans Jürgen sah auf die beschneiten Bäume, und es war ihm, als läge auch auf seinem Herzen eine Schneelast, die ihn eisig durchschauerte.

Grenzenlos elend kam er sich vor und so un- Mgbar erbärmlich.

Wäre ihm denn wirklich kein anderer Aus­weg mehr geblieben?«

I In Usedom-Wollin hatte der Freisinn nicht den traurigen Mut besessen, offen für den Ge­nossen die Sttchwahlparole auszugeben. In Friedberg Büdingen, wo der Einfluß derFrank­furter ZeiMng" bis in die Kreise der nominell Nattonalliberalen hinein mächtig ist, liegt die Sache anders. Hier ist offen die Parole ausge­geben worden und das Frankfurter Weltblatt be­gleitet den Sttchwahlkampf mit Glossen, die des Vorwärts" würdig wären. DieTägl. Rund­schau", dem man gewiß keinereaktionären" Ge­sinnungen andichten wird, nennt das richtig freisinnigen Selbstmord":Seltn sah man eine Partei offener Selbstmord be­gehen."

Noch interessanter ist die Mitteilung derHessischen liberalen Wochenschrift", daß schon bei der Hauptwahl der größere Teil der Freisin­nigen direkt den Genossen gewählt habe, und nicht den freisinnig-nationalliberalen Kompromißkandidaten.

Das Blatt (NB das offizielle Organ der Feisinnigen Hessens) schreibt sehr naiv:Endlich ist aber auch, das muß offen zugestand en werden, ein Teil unserer freisinnigen Wähler der Parole für die Nationalliberalen nicht gefolgt und hat dafür lieber den Sozialdemokraten unterstützt."

Also die Nationalliberalen werden trotz ihrer Nachgiebigkeit gegen Links bei der Kandidaten­frage auch noch verraten. Dies Eingeständnis ist geradezu klassisch und öffnet hoffentlich manchem die Augen, über den Wert derLinksschwenkung".

Klassisch ist auch wie jetzt dieFrankfurter Zeitung" den Nationalliberalen bittere Vor­würfe macht, daß sie nicht auch Stichwahlparole für den Genossen abgegeben haben und mit der mit der Zukunft droht. Man handelt auf der Linken den Nationalliberalen gegenüber nach dem RezeptBescheidenheit ist eine Zier, doch weiterkommt man ohne ihr". Und da man be­reits erreicht hat, daß nur dem Freisinn genehme nationalliberale Kandidaten ausgestellt werden, sucht man die Partei zum Bündnis mit der So­zialdemokratie zu zwingen. An diesem Punkt aber werden sich doch die Wege scheiden müssen.

Daß der alte Wahlkreis des Grafen Oriol a den Genossen Busold nach Berlin entsenden wird, ist ja nun wohl nicht mehr zweifelhaft. Welche parteipolitische Folgen diese Wahlen Usedom- Wollin und Friedberg-Büdingen haben werden, denn auch nicht. Sehr richtig sagt dieDeutsche Zeitung":

Wenn dies Verhalten symptomatisch sein oder werden sollte für das Verhalten des Freisinns im Lande, kann es allerdings nicht schaden, wenn dem Freisinn künftig die Wahl­hilfe von rechts entzogen wird; dann soll sich der Freisinn ruhig zwischen alle Stühle setzen bis er gar keine Abgeordneten mehr hat. Erst wenn die freisinnigen Ab­geordneten zum größeren Teil aus dem Reichstag verschwinden, werden I diejenigen freisinnigen Elemente, die nicht ohne­hin auf dem Wege nach dem roten Damaskus sind, zur Besinnung gelangen."

In denDresdener Nachrichten" heißt es:

Daß den Konservativen bei einer so un­glaublich kurzsichtigen, vom verblendetsten Parteifanatismus geleiteten Haltung der Fort­

Tagelang, nächtelang hatte er gearbeitet, um einigermaßen Licht in die verworrenen Verhält- n'sse zu bringen. Und das Resultat seiner Mühen war ein trostloses gewesen. Nicht, daß er schon jetzt sich um die Wei erführung des Geschäftes hatte sorgen müssen. Dasselbe war so gut sun- diert, es warf glänzende Erträge ab, daß es auch mal schwere Verluste aushielt. Aber auf die Dauer konnte es der Spekulationssucht seines Va ers nicht stand halten. Das war wie ein Ab­grund, in dem alles versank Sein Vater war Optimist. Er hoffte, trotz aller Vernunftsgründe, die dagegen sprachen, daß seine letzten wagehal­sigen Spekulationen glücken würden und er da­durch in den Stand gesetzt sein würde, allen seinen Verpflich ungen gerecht zu werden.

Millas Mitgift betrug rund eine Million. Ser Kommerzienrat batte gehofft, daß die Hochzeit in aller Kürze statifinden werde. Hans Jürgen aber hatte sich entschieden geweigert, bevor er nicht einen ganz klaren Ueberblick gewonnen, Millas Vermögen zu gefährden. Konnte er wirk­lich mit Millas Geld sich und die Seinen retten, so sollte ihm kein Opfer zu groß sein. Bis jetzt aber erschien auch noch diese Hilfe unzulänglich. ZuKantate" werde sich ulles en'scheiden und Milla konnte bann im schlimmsten Falle selbst be­stimmen, ob sie ihr Geld an das Haus Alexander Bermann u. Co. wagen wollte, wenn die Sache wirklich so trotzlos sich gestaltete, wie Hans Jür­gen vermutete, daß er nebenbei für sich selbst noch eine Galgenfrist gewinnen wollte, wagte er sich gar nicht einzugestehen.

Das alles überlegte Hans Jürgen, während er an Millas Seite durch die Straßen fuhr, hier und da die Karten abwerfend oder in irgend einem Salon emkehrend, um immer wieder das-

schrittler endlich einmal die Galle Üb er läuft, wird ihnen kein billig Denkender verübeln; wundern müßte man sich nur über das Gegenteil. Davon freilich, daß konser­vative Wähler an der Urne für einen So­zialdemokraten zu stimmen vermöchten, kann nie und nimmer die Rede sein; in die­ser Hinsicht bieten die konservativen Grundsätze eine schlechterdings nicht versagende pupillarische Sicherheit. Den Schaden hat die radikale Linke zu tragen, die sich überall als Vorfrucht der Sozialdemokratie erweist und um so weniger imstande ist, sich selbständig gegen die Partei des Umsturzes zu behaupten, je rücksichts­loser fie das staatserhaltende Interesse dem partei­politischen Idol eines Bündnisses mit der Sozial­demokratie opfert."

Und dieKreuzzeitung" meint:

Das Vaterland über die Partei ist gewiß eine treffliche Lösung, welche auch ferner in ehrlichem Kampfe gegen jede andere staatserbal- tende Partei gelten soll, sie kann aber nicht gelten gegen die Hinterlist einer Par­tei, welche ebenso wie die Sozialdemokratie Vaterland, Monarchie und Partei in gleichem Maße gefährdet."

Allmählich wird steilich bei diesen Aussichten dem Freisinn in seinerGottähnlichkeit" bange, er zeigt das vor allem in langen Tiraden über an­gebliche frühere Wahlunterstützung der Sozial­demokraten seitens der Konservativen Eine posi­tive Unterstützung der Sozialdemokraten ist von konservativer Seite nie das Wort geredet Word» Daß man Leute, die nur äußerlich nicht zu den Genossen gehören, ihre Kämpfe mit diesen von rechts allein ausfechien läßt, ist doch nur ver stündlich. Diese Freisinnigen sind für unter Vaterland auch kein Haar besser als der Genosie selbst. Als Enffchuldigung kann das alles aber um so weniger dienen, als in Janer-Lan- deshui der freisinnige Volkspar­teiler erst vor wenigen Tagen die H'lfe der Konservativen gegen den Genossen mit Erfolg in Anspruch nahm; ja die freisinnige Presse dies als absolut notwendig forderte. Also damit ist's nichts. Wann aber werden unsere partecholiti- schen Verhältnisse aus dieser Zerfahrenheit herausgeführt werden? Werden die Nachwahlen genügen, um den bürgerlichen Parteien die Augen zu öffnen, oder wird die Radikalkur der nächsten allgemeinen Wahl nötig sein? Das erscheint uns gls eine höchst wichtigebange Frage" l

Deutsches Reich.

Dernburg. Der frühere Staatssekretär des Reichskolonialamts ist einer Einladung des Kaisers zur Kieler Woche gefolgt.

Ein neuer Meineidsprozeß gegen den Fürsten Eulenburg? In Berliner Juristenkreisen rechnet man, wie dasB. T." mitteilt, damit, daß dir unter­brochene Meineidsverhandlung gegen den Fürsten Philipp Eulenburg nach den Sommerferien im Sep­tember in der großen Schwurgerichtsperiode wieder ausgenommen wird. Die Verhandlung war seiner­zeit auf unbestimmte Zeit vertagt worden, weil der Angeklagte von den Eerichtsärzten damals als nicht

selbe fade Geschwätz über sich ergehen zu lassen, das er wirklich schon zur Genüge kannte:

Daß man es ja schon immer geahnt, daß jeder längst die Verlobung erwartet hätte, daß sie die Hochzeitsreise gewiß nach Paris machen würden, da es doch für Italien im Mai schon reichlich spät sei und dergleichen mehr."

Milla schwamm mit vollen Segeln in dem seich en Fahrwasser landesüblicher Banalitäten.

Hans Jürgen war es immer, wenn er auf das gelbhaarige Geschöpf an seiner Seite blickte, als müßte er fragen:Was will die Person einentlich bon Dir?"

Aber er sagte nichts, sondern blickte starr aus dem Wagenfenster hinaus auf den weißen Schnee.

Da, gerade als der Wagen in die Schwä- gerichenstraße einbiegen wollte, war es Hans Jürgen, als sähe er in ein totenblasses Gesicht und in ein paar tief erschreckte, leidvolle Augen.

Entsetzt fuhr er in die Höhe. In demselben Augenblick aber ertönte ein gellender Schrei durch die sonntägliche Stille.

Mit einem Ruck standen die Pferde.

Was gibt es?" fragte Hans Jürgen, den Wagenschlag öffnend und hinaus springend.

Der alte Mann da fiel den Pferden in die Zügel," entgegnete der Kutscher.Er muß wahn­sinnig sein. Ich konnte die Gäule nicht so schnell zum Stehen bringen und da hat ihm wohl der eine eins versetzt."

In dem weichen Schnee der Straße kniete eine Frauengestalt und hielt das blutende Haupt eines alten weißhaarigen Mannes an ihre Brust ge­preßt.

Nm Gotteswillen, was ist denn geschehen, Fräulein Günther," rief Hans Jürgen, an allen Gliedern bebend,ist Ihr Herr Vater verletzt?"

«Zurück, rühren Sie ihn nicht anl" gebot das

verhandlungssähig bezeichnet wurde. Der Gesund, heitszustand des Fürsten hat sich jetzt aber dermaßen gebessert, daß von einem Kranksein kaum mehr die Rede sein kann. Einige Abgeordnete sollen beabfich- tigen, die Eulenburgaffäre nach dem Wiederzusam­mentritt des Parlaments zur Sprache zu bringen und die Regierung wie seinerzeit im Schönebeckpro­zeß, zu interpellieren. Die Staatsanwaltschaft bürfte a-ber eine derartige Interpellation durch die Eröff­nung des Hauptverfahrens gegen den Fürsten über- flüsstg machen.

Sachsen. Dresden, 24. Juni. Der König ist nachmittags um 5 Uhr von der Reise nach Essen und Bitsch wieder eingetroffen. Bei der Ein­fahrt bereitete ihm die Dresdener Bürgerschaft vor dem Hauptbahnhof eine Kundgebung wegen seines Eintretens gegen die päpstliche Enzyklika. Der König dankte und fuhr durch die flaggen- und blumengeschmückten Straßen, in denen die Schulen und Vereine Spalier bildeten, im offenen Wagen, mit lebhaften Zurufen begrüßt, zur könig­lichen Villa in Wachlitz.

""»mEinjährigen". Im Kultusministerium schweben gegenwärtig, wie Berliner Blätter zu w-X* den wissen, Erwägungen, den Absolventen von Mit­telschulen die Möglichkeit zu geben, vor einer Kom- miss'"-- sich die Berechtigung zum einjährig-freiwil­ligen Di«"st zu erwerben. 9Jian erwartet von einer solchen Maßnahme eine Entlastung der höheren S tiden, die von vielen nur besucht werden, um d'e Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst zu e'lcing 'N.

Rationale Gefahr für die Diamantfekder bei brr Empfängnisbucht, lieber die Güte der Diamant« fefber bei der Empfängnisbucht gehen die Urteile auseinander. Doch scheinen die Ertrüge der Felder zum mindesten befriedigend zu sein, währe,l. aller­dings an einigen Stellen die Schürfer sag ergebnis» le-, arbeiten. Viele Inhaber von Feldern haben nun leider mit englischen Gesellschaften Abkommen dahin g.^»n, daß die fremde Firma während einer fest­gesetzten Zeit, etwa drei Monate, Schürfversuche an­stellt und bann sich entscheiden kann, ob sie das frag« U Ye Feld erwerben will. T e Preise sind verhält­nismäßig niedrig und betragen für ein Fe.^ vis zu 3pn0 <M.. Wir meinen, es müßte alles getan wer­den, um den Uebergang der Diamanten führenden Fel^"« in britischen Besitz zu verhindern.

Ausland.

** Holland. Haag, 24. Juni. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kummer richtete van Doorn an die Regierung die Anftage, ob sie in der An- gelgenheit der Borromüns-Enzyklika protestiert habe ober zu protestieren gedenke. Der Minister des Auswärtigen erwiderte, es handle sich um eine rein innere Angelegenheit der katholischen Kirche. Verschiedene Deputierte der protestanti­schen Partei schlossen sich der Regiemng an. Ro. lens erklärte im Namen der Katholiken unter Hinweis auf die Antwort des Papstes an Deutsch­land, daß seine Partei sich an der Debatte nicht beteilige.

junge, einfach gekleidete Mädchen mit zürnende» Augen,ich danke für jede Hilfe, die von Ihnen kommt."

Langsam richtete sie sich in die Höhe und say sich bann ratlos um.

Sie werden doch an Ihrem Eigensinn nicht Ihren Vater zu ©runbe gehen lassen," flüsterte Hans Jürgen erregt dem jungen Mädchen zu. Weit und breit ist kein Wagen zu sehen, der Sie nach Hause bringt. Ich bitte, hier diesen Wagen zu benützen" er konnte sich nicht entschließen unseren" zu sagen um so schnell als möglich Hilfe herbei zu schaffen."

Hilfe," sagte bas junge Mäbchen tonlos.

Hans Jürgen war blaß bis an bie Lippen Der Weg bis nach Hause ist zu weit," gab e« zurück.Wir müssen ihn einstweilen in da! Jakobs-Hospital bringen."

Jetzt bog sich enblich auch Milla aus dem Wagen.

x Jllber ich bitte Dich, Hans Jürgen, geht es benn noch nicht weiter," rief sie laut.

Hans Jürgen trat an den Wagenschlag.Ich möchte Dich bitten, Milla, auszusteigen und die wenigen Schritte bis zu Ätrer Wohnung zu Fuß zurückzulegen. Der alte langjährige Buchhalter meines Vaters ist von uns überfahren worden und allem Anschein nach schwer verletzt."

Und ich soll allein gehen?" fuhr Milla auf, Du willst mich diesem fremden Menschen zu liebe einfach verlassen und verlangst noch dazu, daß ich für diefe Leute meinen Wagen hergebe. Ach, das fft unerhört."

Du vergißt, daß vielleicht ein Menschenleben auf dem Spiele steht. Entweder Du gehst sofort, oder wir sind geschieden Mr immer. Entschließe Dich."

(Fortsetzung folgt.)