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45. Jahrg.

Zweites Blatt

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(Nachdruck verboten.)

entschieden hat. Dabei ist ihm vielleicht ein Um­stand seines Lebens, der an sich ein schweres Miß-

Die JnfertionSgebühr beträgt für die 7gcspalicne Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckrrei Inhaber Dr. C. Hiheroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

ISieOderhesiische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnabme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel, lahrlich durch di: Post bezogen 2,25 Jt (ohne Bestellgeld^. bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 'M.

*) Eine treffliche Einführung in Schumanns litterarisches Schaffen bietet der schöne kleine Band Der junge Schumann des Insel- Berlages.

dir mechanische Leistungssähigkeit seiner Hand zu i steigern, verdarb er sich einen Finger, und zwar, wie sich nach und nach herausstellte, so vollständig, daß an die Virtuosenlaufbahn nicht mehr zu den­ken war. So sah er sich denn ganz auf die Korn- I Position hingewiesen, und gerade das Jahrzehnt I von 1830 bis 1840, dem seine ersten durchaus I originellen und frischen Werke angehören, deren I wir Erwähnung taten, wird von vielen Beur- I teilern als seine glücklichste Schaffensperiode I angesehen. Aber in dieser Zeit schuf er sich noch I ein zweites Wirkungsseld; er begann jene Tätig- I leit als Schriftsteller, deren Wert und Schönheit I kaum zu überschätzen ist. Durch Tiefe und Weite I der allgemeinen literarischen und philosophischen j Bildung fast allen früheren deutschen Tonmeistern I erheblich überlegen, bewährte Schumann schon in I früher Jugend litterarisches Talent, und nun er- I wachte in ihm der Drang, auch mit der Feder für I seine künstlerischen Ideale einzutreten. Aus einer I imKaffeebaum" in Leipzig sich versammelnden I Gesellschaft junger Künstler und Enthusiasten ging I der Plan zur Neuen Zeitschrift für Musik hervor, I die er durch seine Energie zur Wirklichkeit machte I und allein durch die hinreißende Genialität seiner I Persönlichkeit zu höchster Bedeutung entwickelte. I Hier war der Tummelplatz jener Davidsbündler, I in deren romantisch-schönen Gestalten Schumann I die verschiedenen Seiten seines eigenen Wesens I und die ideal gefaßten Persönlichkeiten seiner I Freunde verkörperte und zu Trägern des roman- I tischen Sturms und Drangs in der Musik machte. I Die Musikgeschichte verzeichnet, was Schumann I hier durch sein unerschrockenes und edles Eintre- I len für alles Nene und Echte, z. B. für Chopin, I Gade, Berlioz und zuletzt noch für Brahms, durch I seinen Kampf gegen leere Tonklingelei und an- I maßliches Virtuosentum geleistet hat; aber die I Literaturgeschichte hat noch nicht genügend davon I Notiz genommen, daß Schumann zu unsere» gro- I ßen romantischen Schriftstellern gehört, und daß I j. B. viele seiner Aeußerungen über Kunst Und I Künstler zu dem Feinsten zählen, deffen sich un- I sere reiche Literatur zu rühmen hat.*) I

Dem rüstigen Kämpfer für seine Ideale blieb I auch im Leben der Kampf nicht erspart. Er galt I der Braut, Klara, Friedrich Wiecks Tochter. Es I ist ein trübes Kapitel, wie Wieck, der von Schu- I mann als Schwiegersohn nichts wissen wollte, ihn I ungroßmütig bekämpfte und schädigte. I

Die Liebenden mußten sich endlich den Hei- I ratskonsens vom Gerichte erzwingen, am 12. Sep- I tember 1839 fand ihre eheliche Vereinigung statt. I Man geht nicht fehl, wenn man dasLiederjahr" I 1840 als die unmittelbare Frucht des jungen Sie- I bes- und Eheglückes Schumanns betrachtet. Nach I mannigfachem Schwanken des Urteils besteht I heute kein Zweifel mehr darüber, daß Schumanns I Lieder sich unmittelbar hinter denen Schuberts be- I haupten. Ihr Grundton ist der der ganzen Ro- I mantik: die Sehnsucht. Sie umfassen den gesam- I len Umkreis des menschlichen Empfindlings- I lebens, der hier mit einer immer wieder über- I

- Um Ebre unb Recht.

Roman von O. Elfte». (Schluß.) ;.....

Wohl eine Stunde blieben Mutter und Tochter allein, als sie aber Arm in Arm in das Wohn­zimmer traten, wo der Oberamtmann Born mit seiner Gattin wartete, da lag ein glückliches Lächeln auf dem Antlitz der Baronin und aus Erikas Augen leuchtete Herzensfreudigkeit und Seligkeit.

Der Oberamtmann begrüßte die Baronin artig und wollte sein Bedauern über die letzten Ereig­nisse in Schloß Hambach aussprechen, aber die Baronin wehrte lächelnd und sagte:

Wir wollen nicht mehr von diesen traurigen Dingen sprechen, Herr Oberamtmann. Mr haben jetzr Angenehmeres zu erörtern. Freilich, meine Erika, meine Erika muß ich Ihnen jetzt entführen, öenn sie soll mit mir im Hotel wohnen, ebenso Miß Bahley, die ich auch zu versöhnen hoffe. Aber ich denke, wir kommen heute abend alle wie­der bei Ihnen zusammen, dann wird Ihr Sohn Fritz angekommen sein, dem ich geschrieben habe, er möge sich so schnell wie möglich hierher be­geben und dann feiern wie ein# glückliche Ver­lobung nicht wahr, Erika?"

Aber Erika lag schon lachend und weinend zu­gleich in den Armen der guten Frau Born, küßte sie und flüsterte ihr zu:

O, wie recht hatten Sie das Mutterherz findet stets die richige Enscheidung . . ."

An einem sonnigen Herbsttage kehrten Fritz Dorn und seine junge Gattin Erika von der Hoch­zeitsreise, welche sie durch Tirol und Oberitalien geführt hatte, nach Reuhof zurück. Die Baronin hatte zwar dem jungen Paare den Vorschlag ge-

Marburg

Sonntag, 5. Juni 1910.

| raschenden und beglückenden Originalität und Innigkeit der musikalischen Erfindung in Lied­form gefaßt ist. Zartes Liebesglück (Es weiß und rät es doch keiner), tiefes Raturempfinden (Mond­nacht), romantischer Zauber - (Waldesgespräch), mystische Ahnung (Hier in diesen erdbeklomm'nen Lüsten), Volksliedmäßiges und Humoristisches wechselt in anmutigsten Gebilden miteinander ab. und das freie Spiel der Formen eröffnet dem Liede neue Möglichkeiten, die dann Spätere nicht ungenutzt gelassen haben.

I Nach diesem glücklichen Liederjahre sind Schu­mann noch 14 Jahre geistigen Lebens vergönnt gewesen. Es sind die Jahre, da sich die Wolken am Himmel seines Lebens immer dunkler zu­sammenballen, bis die Katastrovhe hereinbricht, die das Licht seines Geistes zum Erlöschen bringt. Es sind die Jahre, da er über seine bisherigen Leisttlngen hinausgestrebt und an den kleineren Formen der Musik, in denen er bisher seine Meisterschaft bewährt hat, zu den großen Formen übergeht. Er spricht es als einen Wesenszug der deutschen Meister aus. daß sie nicht beim Spezia­listentum stecken bleiben, sondern sich in allen Gattungen versuchen, und er bandelt selbst hier­nach. Es entstehen jetzt seine Symphonieeu, die Masse seiner Kammermusik, seine Chorwerke, die Musik zum Faust und zum Manfred zahlreicher kl"inerer Kompositionen nicht zu gedenken. Wenn sich die Krittk musikalischer Splitterrichter noch beute mit Vorliebe gegen diese Schaffenszeit Schumanns richtet, so gestehen wir, daß uns der Meister in keiner Periode seines Lebens verehr­ungswürdiger erscheint, als in dieser. Es ist wahr daß die Strenge der großen Formen seinen Ge­nius nicht immer, wie es bei den alten Tonsetzern der Fall war, beflügelte, sondern zuweilen hemmte: dennoch mit welcher Energie hat er sich ihrer bemächtigt, mit wie reichern, neuern Le­ben sie erfüllt? Seine Sympbonieen und Kam­mermusikwerke enthalten eine solche Fülle strah­lender musikalischer Schönheiten, daß wir manche Partteen, wo Schumann mit tun Formen eben nur mitgeht, wohl willig darüber in Kauf nehmen dürfen. Und sind doch diese Werke, die heute zum klassischen Gute unserer Mnfiklitterattir zählen den dunklen Mächten abgemngen, die schon ihre Hand nach dem Meister ausstreckten. Als Schumann seine Klara heimgefübrt hatte, empfand, er das Bedürfnis nach bürgerlicher Sicherung seiner Exi­stenz und nach Anerkennung seines Wirkens. Nicht philiströsem Geiste, wie überbeb cnde und unreife Krittk behauptet hat, sondern natürlicher und ge­sunder Entwicklung entsprang dies Bedürfnis, das den Mannesjahren so ansteht, wie der Jugend das stürmische Dranflosgehen. Die ma­terielle Sicherung seiner Existenz wurde durch seine Anstellung am Leipziger Konservatorium und später durch seine Tättgekit als Musikdirektor in Düsseldorf allenfalls erzielt aber die Aner­kennung blieb aus. Der fein- und gleichgestimm­ten Seelen, die, wie Joachim, die Innigkeit und die Tiefe seiner Kammermusiken, die sprudelnde Originalität seiner Klavierstücke, ja auch nur die sich, wie uns heute düntt, geradezu aufdrängende sttahlende Schönheit seiner Meisterlieder verstan­den: dieser Seelen waren nur wenige, und auch sein Freund Mendelssohn z. B. wußte mit Schu-

mH dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: ,^>lach Feierabend» (wöchentliche Unterhaltungsbellage) undLandwirtschaftliche Beilage.

............. . ___________________ I geschick gewesen ist, zu Hülfe gekommen. <5(6«=

--------- -------- . mann ist ja nicht, wie die große Mehrheit der

Robert Schumann zum GedLchtniffe. Ä Ä

Zu Schumanns 100. Geburtstage, 8. Juni. I ®otcr Zwar, ein tüchtiger und angesehener Zwick Von Dr Leovold Albert I ?uer Verlagsbuchhändler, wäre bereit gewesen,

Glei^ in ihr»n.r«. \ b .. . , der zelttg sich bekundenden Begabuna Roberts

«.,7/E'ch 'N ihren ersten Anfänge,^ schon bei freie Bahn zu geben, allein die Mutter wollte den

Wackenroder, wies unsere deutsche Romanttk aus I Sohn nicht an einen solchen Hunqerleiderberuf eine künftige romanttsche Musik hin. Den Schlegel I verlieren; so dauerte es denn 20 Jahre, bis Schu und L,reck war dte Musik die Ur-und Zentralkunst, mann sich ganz und endgültig zur Musik fand; vie Kunst der Künste;Siebe denkt in süßen I und wenn er auch später bei Dorn in Leipzig an ' Jan9 ~ted, unb Novalis philosophierte, I Theorie und Formenlehre nachgeholt hat, was das vollkommenste Bewußtsein sei Gesang, bloße I ihm möglich war, er stand eben doch den musi- Modulatton der Stimmungen. Aber es mußte kalischen Formen anders gegenüber, wie seine doch erst eine ganze Generation reicher und großer Vorgänger oder wie sein von ihm so bochverehr-

^manttscher Geister sich ausleben und die deutsche ter Zeitgenosse Mendelssohn, der sozusagen von

Bildung und Kunst befruchten, ehe der Tonmeister I Kindesbeinen aus in Musik gelebt und gewebt -j.et f°.mnVn mußte, Gewiß, Weber war I hatte. Schumann besaß daher nicht die freie, sou- aud) jdjon ein Stuck Romantiker, allein doch nur I veräne, gleichsam eingeborene Herrschaft über die den Stoffen nach, wahrend er sich in seinem Kunst- I Form, aber er war dafür auch von ihr weniger getste und daher auch in seinen Kunstsormcn ge- I abhängig; und als er nun mit seinen ersten Kom- «reulich an die große Traditton der klassischen I Positionen hervortrat, da fand er gleichsam von deutschen Musik anschloß. So war es denn erst I selbst jene neue freiere Form des kleineren Kla Robert Schumann, der der deutfchen romanttsche» I Vierstücks, die sich geschmeidig dem Auf und Ab Musik die Zunge löste. 1810 geboren, verlebte I des subjektiven Erlebens anpaßt, die durch Geist, er seine Jugend in einer Zeit, in der die Roman- I Anmut, Reichtum, Bewegung ersetzt, was an ge- tlk bereits die Herrschaft behauptete und alle em- I setzmäßiger Macht des Aufbaues ' preisgegeben psänglichen-und feinen Geister mehr oder weniger I wird, und die durch die Schönheit und den tn deren Bann zwang. Das nahe Dresden war I Schmelz der Farbengebung den Verlust an For- eine der Geburtsstätten der Romantik gewesen I menkrast ausgleicht. " Ja, in all diesen Phanta- und ist noch lange eine ihrer Hochburgen geblie- I steen, Tänzen, Intermezzi, Novelletten und Hu­ben. Also wuchs Schumann ganz natürlich in die I moresken offenbart sich zuerst jene Musik die das Romantik hinein; Jean Paul wurde früh sein Geftihl fühlen" lehrt, offenbart sich zum ersten

Lieblingsdichter, und so weit wir den jungen I Male der Musik gewordene unendliche Reichtum Schumann in seinem Verhältnis zur Natur und I des persönlichsten Empfindens und Erlebens. Lie- Geschichte, zu Liebe, Freundschaft und Äunft zu- I besglück und Liebesbangen, Frühlingshoffen, un- ruckvcrfolgen können, überall erkennen wir in ihm I ermeßliche Sehnsucht, Lebensrausch und Niederge- den geborenen Romantiker. I schlagenheit, Aufschwung und Zweifel: welch ein

Einst hatte ein romantischer Dichter die Musik I nie sich erschöpfendes Spiel alles Menschlich-All- gepriesen, weil sie unsdas Gefühl fühlen" lehre I zumenschlichen gleitet hier an uns vorüber, eine und vielleicht gibt es kein besseres Wort, um I große reiche Welt in kleinen Rahmen gefaßt. Un Schumanns Persönlichkeit und seine Shtnft zu I gleich vertrauter, als die hohen Meister des stren- charakteristeren. Mit einem zarten, reinen, über- I gen Stils, spricht dieser Künstter zu uns, der seine aus empfindlichen Gefühle Natur, Welt und Le- I und unser aller Erleben in Tönen ausspricht; den- ben erfassend, war er nur da ganz er selbst, wo I noch wird er nie täglich, weil alles aus einer tte- er dies Gefühl ganz und frei ausströmen konnte, I fen großen Seele quillt, und dafür, daß er nicht und indem er dies tat, wurde er ein Neuschöpfer I ins Sentimentale sich verirrt, sorgt schon fein ge- tn der Musik. Denn wie stand es doch um diese? I nialer Humor, der in den köstlichen Davidsbünd- Einst hatte unsere Tonkunst in strenger Gebunden- I lertänzen das Philistertum jauchzend zu Paaren heil an eine großartig und fest organisierte For- I treibt.

meuwelt begonnen, und der Gehalt spielte fürs I So trat Robert Schumann in die deutsche erste noch eine so untergeordnete Rolle, daß I Kunst ein, ein Spender köstlicher Gaben. Es bot Händel z. B. fernen Arien getrost verschiedene I ihm Kampf und Enttäuschung, es brach ihn. und Texte hat unterlegen können. Indem dann nun I der Ruhm, den er so wohl verdiente, stellte sich die deutschen Meister dem Gehalte, der Innerlich- I erst spät und zögernd ein.

keit in der Musik ihr Recht erkämpften, gingen I Schwere Jahre sind es gewesen, da sich Schu sie dabei doch immer von «roßen, allgemeinen, I mann als Sind. jur. an einen Beruf gefesselt fah, objektiven Ideen aus, die sie freilich nach und I der feinem Herzen fremd war. Die Schwüng- nach immer inniger mit dem subjektiven Erleben I kraft der Jugend half ihm darüber hinweg, und und Empfinden verknüpften, bis in den Spät- I endlich fand er in Heidelberg die Kraft des Ent- Werken Beethovens und bei Schubert die reichbe- I scblusses und teilte der Mutter seinen Willen mit, wegte Persönlichkeit des Tonsetzers selbst immer I Musiker zu werden. Mit Feuereifer begab er sich deutlicher zum eigentlichen Inhalte der Musik I zu Friedrich Wieck in die Lehre, um sich zum Kla wurde. Diese Entwicklung ist es, die Schumann, I viervirtuosen auszubilden allein bald sah er der Romantiker, ausgenommen, fortgesetzt und I sich auch diesen Weg versperrt. Im Uebereifer,

m nehmen, gegen und Ihre Ernennung zum Offizier wird in hof war festlich geschmückt, alle Gutsangehörigen

T £tefen Tagen erfolgen. Ich gratuliere, Herr standen unter Anführung des Verwalters auf

xK 'w '"""d Leutnant Born." bem Hose, junge Mädchen überreichten Erika Blu'

/ i die,es freundliche Anerbieten ab, Er reichte Fritz die Hand, die dieser tiefbewegt men und alle begrüßten das junge Paar mit

er wollte auf feinem Grund unb Boden wohnen I drückte. I freudigem Hurra

Ma FJieb Ö^ÜOlncen I "Unb «un stellen Sie uns Ihrer Frau Gemah- I Auch der alte'Jnspettor Grupe war erschienen

^m doch, als habe er Neuhof nicht nur durch Nn vor . ." Der Adjutant überreichte Erika und begrüßte das junge Paar am Hoftor. Mit

°nbern auch erkämpft durch die I namens des Offizierkorps ein prachtvolles Blu- Tränen in den Augen küßte er Erika die Hand.

" J?er ^sien Zett. Und Enka I menbnkett, das Erika freudig überrascht, entgegen-Wenn wir alten Leute auf Sie gehört hätten,

baS einfache I nahm. Dann plauderte sie munter mit den gnädige Frau," sprach er mit bewegter (Stimme,

geworden als I Herren, welche sie für den kommenden Sonntagdann wäre alles gut gewesen und wir hätten

<£ Ä,n IS schloß. nach Neuhof einlud. uns manchen Kummer erspart.

£a steint tn Alle waren entzückt von der schönen jungenIch hoffe, es wird noch alles gut werden,

* t g bau rnn baf ste nun I Frau Born und versprachen zu erscheinen. lieber Herr Grupe" entgegnete Enka freundlich

freimdlich und bebaglich auszugestalten hofften. Als der Schaffner zum Einsteigen mahnte und tröstend.Wie geht es Ihrer lieben Frau und Auf dem Bahnsteig der Kreisstadt, wo d r I Fritz schon auf dem Tritt seines Coupss stand, I was macht Tina?"

Minuten Aufenthalt hatte standen fühlte er sich am Rockschoß festgehalten. ErMeine Frau sieht allein zu Haus und läßt

mehrere ^ffiziere ln Paradeuniform. Fritz er- I wandte sich um und sah in das verlegene Gesicht I herzlich grüßen. Tina ist bei Verwandten le

kannte den Bez,rkskommandeur, seinen Adiutan- I Lengners. Mecklenburg."

ten und mehrere Offiziere, darunter Freund Leng- IAdieu. Lengnex aus Wiedersehen ..." IWenn Sie schreiben, grüßen Sie ste von ner, der in funkelnagelneuer Offiziersuniform da- IAuf Wiedersehen, Born unb ich wollte I mir." 'tan an = » . ~ ,.I Zhuen noch sagen, baß ich ein entsetzlicher Esel I Grupe dankte, er konnte nicht weitersprechen

, "®a,s >«öflcn benn die Herren hier zu tun ha- gewesen bin ..." bie Erinnerung an bie Schmach, welche die Tor-

ben. fragte Fritz.Wahrscheinlich erwarten ste ISchon gut lachte Fritz.Wir wollen nicht I heit seiner ronmanttsch veranlagten Tochter über einen Vorgesetzten. I mehr daran denken ..." I ihn gebracht, erstickte seine Worte.

Cr beugte sich aus dem Fenster. Da kam I Er stieg ein und der Schaffner schloß die Tür. I Schweigend begleitete er das junge Paar zum .Rator von Waldau mit den anderen Offizieren I Militärisch grüßend, der brave Major an ihrer I Herrenhause, auf dessen Treppe es von der ""iI Spitze, standen die Offiziere da unb tiefen bet I Baronin unb bet wieder versöhnten Miß Bahley Fritz sprang eilig aus bem Coups. I jungen Frau Born ein fröhlichesAuf Weder- I auf das herzlichste begrüßt wurde.

Gestatten Sie, Herr Born, sprach der Major, I sehen!" zu, als sich bet Zug in Bewegung setzte. I Als man am Nachmittag beim Kaffee auf der 'Lba6 wir Sie und Ihre Frau Gemahlin bei IDas war nett von den Herren," sagte Erika Veranda saß, kam der Kuffcher, der zugleich Die-

^yrer smckkehr in die Heimat im Namen des I ihren Platz an der Seite Fritzens wieder ein- I ner war, eilig herein und meldete, daß soeben eint

-öejirK begrüßen . . I nehmend. I vierspännige Equipage auf den Hof fahre.

Ueberraschung . . . IEs war ein schöner erster Gruß in der Hei- iEine vierspännige Equipage?" fragte Fritz

Os sollte auch eine Ueberraschung sein, lieber I mat," entgegnete Fritz bewegt,den ich dem guten I erstaunt.Ja ich glaube, es ist seine Exzellenz

vorn," fuhr der Major lächelnd fort.Zugleich alten Major verdanke." Graf Hennersdorf

wollte ich Ihnen die Mitteilung machen, daß auf IJetzt bin ich neugierig, ob sie un8 in Neuhof I Fritz eilte hinaus.

meine Veranlassung Ihre Wahl zum Offizier statt- I auch so hübsch empfangen," meinte Erika. I Wahrhaftig da hielt auch schon dar Schim-

gefttnden hat keine einzige «Stimmt war da« Ihre Erwartung wurde nicht getäuscht. Wat« melviergespcmn Seiner EEellenz vor dem Hause