Musganasvmtkt der Bewegung hat mau wohl ä* .Erblichen Jura zu suche«. Dafür spricht auch der Umstand, daß im Sundgau und i« Oberelsaß zwei Stöße bemerkt worden sind. Die kaiserliche Haupt- ftation ist für weitere Nachrichten dankbar.
«rostseuer. Schwerin, 27. Mai. Ein verheerendes Großseuer ist in letzter Nacht in Parchim ausgebrochen. Bis jeyt ist ein Straßenzug völlig eingeäschert. Bei dem herrschenden Sturm ist die Feuerwehr machtlos und beschränkt sich daraus, hie Nachbargebäude zu schützen. Trotzdem wütet das entfesselte Element noch jetzt mit unvermntde- ter Gewalt fort und drängt die Feuerwehr weiter und weiter zurück. Falls der Wind nicht «achläßt, ist das ganze westliche Viertel der Stadt in Gefahr.
Die Cholera. Petersburg, 27. Mai. Di« Städte Kiew und Jekararinoslaw wurden für choleraverdächtig erklärt.
Perbramtt. Heidenheim, 27. Mai. I« Fleinheim sand man in einer kürzlich «icdcrge brannten Scheuer die verkohlte Leiche eines 28 jährigen Mädchens. Wie verlautet, ist der Sohn eines Schreinermeisters unter dem Verdacht verhaftet worden, das Mädchen getötet, in das HauS geschleppt und dieses angezündet zu haben.
Sckultmmn.
Von der deutschen Gesellschaft für orthopä bische Chirurgie wird uns geschrieben: Verschiedenen Zeitungsmeldungen zufolge scheint eine Ar.gelegcnheit, die vereinzelt die interessierten Kreise in den letzten Jahren schon hier und dort beschäftigt hat. mit Beginn des neuen SHüjahres weitere Ausdehnung anzunehmen, nämlich das sogenannte »orthopädische Schulturnen' zur Bekämpfung der Rückgratsverbiegungen der Schulkinder. Es dürft« nun bei der Wichtigkeit dieser speziellen Frage für das Allgemeinwohl doch von Interesse sein, die Stellungnahme der Fachärzte «ms diesem Gebiet, also der Orthopäden, zu dieser Frage kennen zu lerne«. Auf dem diesjährigen Kongreß der deutschen Gesellschaft für orthopädische Chirurgie nahm die Erörterung derselben einen breiten Raum ein und nach eingehender Besprechung gelangten eine Anzahl Thesen, vor- gelegt von dem bedeutendsten Forscher aus dem Gebiet der Wirbelsäulenverkrümmunge«, Dozent Dr. Schultheß-Zürich, zur einstimmigen Annahme die im wesentlichen fügendes besagen:
Die Annahme, daß die Schädigungen der Schulstunden sämtliche oder auch nur den größten Teil der Wirbelsäulenverbiegungen verschuldet n, ist nach dem heutigen Stand der wiffenschaftlichen Forschung nicht zutreffend. Es sind ganz ande«, im wesentlichen im Einzelorganismus selbst wurzelnde Ursachen, die mit der Einwirkung der Schule nichts zu tu« haben, auf deren Beseitigung letztere ad« auch ohne jeden Einfluß ist. Entsprechend der Kompliziertheit dieser ursächlichen Momente ist auch die moderne Behandlungsweife der Rückgratsverbiegungen eine sehr komplizierte, den ganz verschiedene« Vcrhältniffen der Einzelfälle ebe» ang paß^e geworden. Das Grundprinzip dieser Behandlung ist somit heute strengste Individualisierung; dir früher übliche Gruppen- behaudlung ist als zwecklos zu verwerfe». Selbst hei sorgfältigster Jndwidualiflerung und bei An- _ Wendung der modernsten verschiedenartigen Be- handlungsmöglichkeiten muß aber konstatiert werden, daß die Erfolge noch keineswegs befriedigende genannt werde« können. Auch i« Fällen, bei denen gänzliche Anstallsbehandlung cmgeweudet wird, die ganz« Lebensweise des Kindes also nur dem eine« Ziel der Bekämpfung der Verbi^ptug angepatzt werden kann, mutz der Facharzt heute noch mitunter zufrieden sein, wenn er in schweren Fällen einen Stillstand im Fortschreite« des Leidens, in mittelschweren eine gewisse funktionelle Besserung in mehr weniger großem Maße erreicht. Eine anatomische Heilung im ©bme der völlige« Wiederherstellung normaler Verhältnisse gehört aber selbst bei den leichte« Fällen zu den Seltenheiten. Rach diesen Erfahrungen, die die gewissLihafefte Nachprüfung aller Fachärzte als absolut feststehend erwiesen hat, muß cs als vollständig ausgeschlossen gelten, durch irgend welche Arten von Schulturnen auch nur annähernd die Erfolge zu erzielen, wie seitens der Veranstalter solcher Kurse berichtet worden ist. Vor einer sachgemäßen Nachprüfung durch moderne Meßapparate, Röntaenphowgramme usw. würden sich dieselbe« zweifellos als Scheinerfolge erweisen, die selbst diese« äußere« Schein sehr bald verlieren werden. Gleichzeitig berge« diese Kurse aber auch eine große Gefahr in sich, daß nämlich, da ja die Eltern i« dem guten Glauben sein wurden, daß nunmehr alles für ihr Kind geschehen sei, die richtige Zeit zm sachgemäßen Be- ' Handlung verpaßt und letztere schließlich aussichtslos würde. Rtch Lage der Dinge muß eben jeder Versuch von Seiten und mit Hilf« der Schule Vor
hände« WirbÄsälüenvearümmung bessern M wollen, aussichtslos sein und es kann sich nur darum handeln, nach Möglichkeit auch seitens der Schule prophylaktisch zu wirken d. h. diejenigen Schädigungen auszuschalten, die bei vorhandener Anlage dazu die Entwicklung von Rückgratsverbiegungen zu beschleunigen geceignet erscheinen.
Nach Annahme dieser Thesen Würbe dann eine aus 5 Herren bestehnde Kommission gewählt, die über die Zweckmäßigkeit etwaiger sogenannter Sonderturnknrse beraten soll, als einer weiteren prophylaktischen Maßnahme insofern, daß an diesen etwa keine Kinder mit ausgeprägten Wirbel- sänlverkrümmungen teilnehme» sollen, sondern nur solche mit schlaffer und schlechter Haltung, schwachen Rückenmuskeln u. dergl. m. Daß der- artige Sondcrmrnkurse natürlich nur unter Aufsicht von Aerzten abgehalen Werdendürfcn, wenn ficht von Aerzten abgehalten werden dürfen, wenn anders sie nicht Schaden stiften sollen, bedarf wohl kaum der Ivcitcren Erörterung.
Vermischtes.
Der Kaiser und der Studentendurft. Mehrere Blätter melden, das bei der letzten Anwesenheit auf der Hohkönigsburg der Kaiser den Sohn des Wiederherftellers der Burg, des Baurats Bodo Ebhardt, der kürzlich in das Freiburger Korps »Rhenania* eingesprungen ist, ansprach und sich dabei gegen das übermäßige Trinken in den deutschen Studentenkreisen, namentlich in den Korps, äußerte. Durch das Trinken geraten — so sprach er sich aus — Volk und Studenten in Nachteil gegen die Ausländer, namentlich gegen Engländer und Amerikaner, die infolge vernünftigerer Trinkfitten später im Kampfe des Lebens den an sie herantretenden Gefahren größeren Widerstand entgegensetzen können. Auch in bezug auf den Aufenthalt in den Tropen und über See fei der große Alkoholgenutz äußerst schädlich.
Mahnung a« der Kirchentür. Folgenden originellen »Erlaß' hat, wie ein Innsbrucker Blatt mitteilt, der Seelsorger von Pierschach (in Tirol) an feine der modernen Hygiene abholden Pfarrkinder gerichtet und sein säuberlich gerahmt an der Kirchentür anbringen lassen:
»Betritt mit Andacht dieses Haus Und geh stets schtoeigsam ein und aus. Blick nicht auf andere kreuz und quer Und spuck nicht auf den Boden her.
Bedenke es, mein li-ber Christ, Daß Gottes Haus kein Spucknapf ist.
Letzte Nachrichten.
Berlin, 27. Mai. Es wird angenommen, daß das Abgeordnetenhaus nunmehr in etwa 10 bis 14 Tagen in die Ferien geht.
Berlin, 27. Mai. Der italienifche Minister des Aeutzeren, Marchese di San Giuliano ist in Bereitung seines Kabinettschefs, des Grafen Sforza heute abend um 11 Uhr 5 Mn. hier eingetrofsen ««b auf dem Bahnhofe von dem italienischen Botschafter Pansa und dem Boffchaftspersonal empfangen worden.
Aus Baden-Baden, 27. Mai, wird das Hinschei- pen de» berühmten Bakteriologen Professor Robert Koch gemeldet. Er hatte sich vor kurzem dahin 6e= geben, um von seinem Herzleiden Befreiung zu suchen. Er starb im 67. Lebensjahre. Bis zuletzt war er mit einer Reuen großen Arbeit über eine neue Heilmethode bei Tuberkulose befchästizt.
Men, 27. Mai. Zm Laufe des gestrigen Tages soll der Gesundheitszustand Hofrichters derart gewesen sein, daß mit seiner lleberführung ins Garnisonshospital gerechnet wurde.
Lissabon, 27. Mai. Zm Distrikte von Guarta sollen äußerst radiumreiche Uraniumlager gefunden Worden sein. Es soll aus ihnen monatlich 1000 Tonnen Dranium geliefert werden können. Das Lager befindet sich in englischen Händen.
Preßstr mmen
zur Wahlrechtsdebatte hn Abgeordnetenhaus«.
Berhin, 27. Mai. I« der Besprechung des Schicksals der Wahlrechtsvorlage sagt die »Germania*: Herr von Bethmann Hollweg hat keinen Anlaß deshalb zurückzutreten, »eil das Wahl rechtserbteil des Fürsten Bülow zum Bankerott gelangt ist. Er selbst wird aber daraus lernen, daß die Wahlrechtsbewegung nicht zur Ruhe kommen wird, daß die zukünftige Wahlrechtsreform nicht mehr einen plutokratischen Charakter zeigen wird. Die «Freisinnige Zeitung* schreibt: Darck der Energielostgkll der Regierung ist es nicht einmal gelungen, die Üeinste Novelle zu einem herrschenden Wahlgesetz durchzubringen. Men Freuiwen einer ernsthaften Reform kann das nur erwünscht sein, und wenn es vielleicht möglich gewesen wäre, durch Gewährung einer Abschlagszahlung eine vorübergehende Beruhigung eintre
ten zu tafnt, wird jetzt mit desto größer«« Nachdruck das gefordert werden, was das alleinige Ziel der Wahrrechtsagitation sein kann: Uebertragung des Rcichstagswahlrechts auf Preußen.* Die »»Deutsche Tageszeitung* meint, daß ein Kanzler- Wechsel nicht zu besorgen sei. Rach den betrüblichen Entwickelungen sei der letzte Trost der einzige Lichtblick, daß garnichts zustande gekommen sei, daß solglich nicht auch in Preußen die Konservativen mit dem Zentrum Zügel an Zügel erscheinen in einem positiven Gesetzgebungswerk, au das sich eine dauernde Feindschaft und eine aufwühlende Agftation heften kann.
Berlin, 28. Mai. Der „Vorwärts" triumphiert, daß das Hindernis auf dem Wege der Wahlrechtskämpfer foetgeräumt fei. Eine neue Wahlreform käme, sie müsse kommen. Wie sie gestaltet wird, hänge nicht von dem Witzen der Herrschenden ab, das hänge von der Macht ab, die das Volk selbst hinter sein Recht zu setzen gewillt sei.
Die „Berliner Neuesten Nachrichten" geben der Meinung Ausdruck, daß das Schicksal der Wahlrechtsvorlage durch ihre fachliche Unzulänglichkeit wie durch ihre unzulängliche Vertretung und Verfechtung von vorichereiu mit unerbittlicher Logik begründet und verdient gewesen sei. Der Ernst der Lage bestehe vor allem darin, daß nicht ein Schimmer von Hoffnung auf baldige Rettung aus der gegenwärtigen Zerfahrenheit leuchte.
Die „Berliner Volkszeitung* gibt ihrer Befiiedi- gung, daß das „reaktionäre Schandprodukt" erledigt fei, sehr lebhaft Ausdruck. Die Komödie fei zu Ende und nun erst beginne das ernste Spiel.
Die „Kreuzzeitung" endlich bringt eine Auslassung der konservativen Parteikorrespondcuz, in welcher es heißt, der wechsewolle Gang dieser Wahl- rechtsoerhrndlungen habe so recht deutlich gezeigt, wie weise und wohldurchdacht die bisherigen Wahlgesetzbestimmungen sind, und wie schwer es ist, sie durch etwas besseres zu ersetzen.
Zur Zurückziehung der Wahlrechtsvorlage schreibt die „Boffische Zeimng*: Das Schicksal der Wahlrcchtsvorlaqe wird den i« hohem Maße an- gesammelten Groll steigern, der sich bei den nädp sten allgemeinen Wahlen entladen und das Wort des Fürsten Bülow grell beleuchten wird: "Bei Philippi* sehen wir uns wieder!
Die „Post* bedauert daß eine Verständigung auf der Grundlage der Herrenhausbeschlüsse nicht zustande gekommen ist. Dadurch werde der Riß zwischen den früheren Blockparteien nur noch ver tiest und die Konservativen würden nur noch in eine engere Verbindung mit dem Zentrum und des Rationalliberalen mehr nach links gedrängt. Der Tertius gaudens sei die Sozialdemokratie. Die ohnehin schon ungünstigen Aussichten für die Reichstagswahlen seien somit «och beträchtlich verschlechtert worden.
Dev-^che«.
W. Berlin, 28. Mai. Sei «bbruchsarbeiten in der Alexandrinenstraße wurde ein Arbeiter getötet und sechs verletzt.
W. Baden-Baden, 28. Mai. Das Hinscheiden des Professors Rob. Koch erfolgte gestern Abend nm 7 Uhr Infolge Herzschwäche. Der Berblichene war vor etwa 8 Tagen schwer krank ins Sanatorium Frey eingeliefert worden. Wann und wo die Beerdigung stattfindet, ist noch unbekannt.
W. Merzig bei Breisach, 28. Mai. Hier kam es zn einer Schlägerei zwilchen Zigeunern. Sin Man« blieb tot, »ährend viele verwundet wurden.
IV. W i e «, 28. Mai. Der Universitäts-Professor und Direktor der Anato«ie Emil Zuckerkand! ist ge- ftorben.
W. Calais, 28. Mai. An der Unfallstelle des Transportschiffes wurde feftgestellt, daß wohl keiner der verunglückten Seeleute noch am Leben sein kann.
Berzeichnis
der im Sommer-Semester 1910 an der Universität Marburg neu immatrikulierten Studierenden.
476 Sperlin, Arno, Leobfchütz, Phil.. Rotergraben 2
477 Zander. Georg, Frankfurt a.M., Zur., Giffel- bergerstraße 13
478 Kaul, Reinhard. Steglitz, Zur., Pilgrimstein 23%
479 Lischer, Otto, Großsteinhausen, Theol., Markt 15
480 Mererfiek, Theodore, Osnabrück, Phil., Wilhelm- straße 19
481 Grebe, Ludwig, Rohden. Math., Am Grün 32a
482 Damm, Hans, Fechenheim, Zur., Wörthstraße 28
483 Ohlenburger, Adolf, Langenseifen, Phil., Kaff» weg 6
484 Oberschmidt, Herrn., Tiefenort, Theol., Haspelstraße 17
485 Kröbnert, Rud., Memel. Theol.. Barfiißerstr. 51
486 Krotjan, Alexander, Artern, Zur., Ketzerbach 54
487 Freiberr v. Maner, Ernst, Frankfurt a.'M., Jur., Friedrichstraße 11
488 Katterbach, Anton, Etolbera, Zur., Am Grün 33
489 Krüger, Fritz, Rirdorf, Phil., Rotergraben 2b
490 Flebbe, Georg, Lüneburg, Pbil., Hofstadt 18
491 Hevo, Karl, Seelbach, Zur., Hckfpekstrcsss« 23
492 Jung, Alfred, Erfurt, Zur., Bismarckstraße 28
493 Fränkel, Franz, Frankfurt a.M., Zur., 5rieb» richsplatz 5
494 Krogmann, Zof., Dortmund, Phil., Hofftadt 21
495 Terniden. Wilh., Oberhausen, Theol., Frank» furterstraße 59
496 Franks, Heim., Gerten. Theol., Markt 10
497 Tormin, Helmuth, Hamburg, Math., Frank» furterstraße 38
498 3ott, Eduard, Karlsruhe. Phil., Schwanallee Xt
499 Schmitz, Paul, Aachen, Math., Untergasse 13
500 ssnnkel'stein, Salomon, Riga, Phil., Wehrdaer- weq 7
501 Schubart, Günter, Berlin, Zur., Breiterweg t
502 Riederdräinz, Karl, Catern berg, Phil., Stein» weg 14
503 Rohner, Ulrich, Beuthen, Med., Wehrdaerweg 26
504 Lewa^owsky, Agathe, Berlin, Rat., llniversi- iutSstraße 62
505 König, Georg, Brauch, Theol., Zäaerstraße 3
506 Nafteinczyk, Jos.. Zabrze. Phgl., Wehrdaerw. 24
507 Bockeroth, Hernrich, Sterkelshausen, Phil., Weide nhansen 95
508 Burhenne, Karl, Langendiebach, Theol., Frankfurterstraße 48
509 Friedrich, Konrad, Auerstädt, Phil., Barfiißer- strnße 12
510 Römheld, Adalbert, Wallrath, Theol., Pilgrimstein 29
511 Henrichsen. Georg. Astgua. W-d.. Ket-erbach 57
512 Belger, Alwin, Schönhausen, Phil., Steinweg 18
513 Schmohl, Herrn., Rathenow, Bhil., Wileblmstr.8
514 Cierpinski. Fritz, Beuthen, Phil.. Am Grün 27
515 Sperber, Walt. Schledehaulen, Med., Roserstr. 8
516 Heuser, Ludw., Frankfurt a.M., Jur.. Reitgasseb
517 Flemming. Willi. Berlin, Dbil., Wilbelmstr.30
518 Nehring, Karl, Osterwick. Med., Ketzerbach 29
519 Ostiickenberg. Rud., Gräfeutonne, Theol., Frankfurterstraße 27
520 Hofmann, Adolf, Schmalkalden, Phil., Markt 12
Auszug aus de« Standesbücher« des Königliche« Preußischen Standesamtsbezirks Marburg.
vom 21. bis 28. Mai 1910.
Standesamt werktäglich geöffnet von 10—12 Uhr.
Standesamt befindet fick jetzt Zimmer Nr. 5.
Verehelichte:
Gärtner Heinr. Kamm mit Dienstmädchen Katharine Hormel, beide wohnhaft hier.
Geborene:
1. Hans. S. d. Maurers Heinrich Hoffmann. 2. Charlotte, T. d. Werkführers Friede. Lieser. 3. Kurt Ludwig Friedrich,, S. d. Eisenb.-Hilfsheizers Christ. Werhäh«. 4. Elise Marie, T. d. Cilenbabnarbeiters Aug. Jak. Brand. 5. Anna, T. d. Krankenwärter» Konr. Becker in Gisselberg. 6. Wilhelm Georg, S. d. Maur 'S Georg Brandt in Gemünden. 7. Peter. 6. d. Fuhrarbeiters Paulus Preis in Cappel. & Emil Joseph, S. d. Schneiders Adolf Jes. Peter i« Somborn. 9. Heinrich Adam. S. d. Hausdieners L. Misker. 10. Konrad Gottfried, 6. d. Schneider^ Theodor Dörr in Emsdorf.
Verstorbene:
1. Kaufmann Karl Dörlam, 43 Jahre. 2. Rudolf Wankel, ledig, 21 Jahre. 3. Prrvat-Bautechniker Adam Zof. Brillertq, 64 Jahre. 4. Ernst, S. d. Krankenpfiegers Ernst Schneider, 14 Tage. 5. Privatiers Eleonore Ritter, ledig, 72 Jahre. 6. Witwe Katharine Lauer geb. Kraaskovf, 41 Jahre. 7. Luise Leon^^'iser geb. Binzer, 89 Jahre. 8. Rentner Konrad Holzavfel, 61 Jahre. 9. Prof. Dr. phil. Herman« Martin Diemar, 45 Zobre. 10. Elisabeth, T. d. Wanners Balthasar Cnriar in Langenstein, 4 Jahre, 11. Anna Walch oeb. Thenmld aus 22 Z. j
12. Kaufmann Wilhelm Barts aus Halle a. S., 3t' Jahre. 13. Ungenannt, S. d. Schreinermeisters Heinrich Textor, 10 Stunden.
Marktberichte.
Marburg. 28. Mai.
Salat p. Kops 5—7 Bf.
Nüßchen p-r Liter CO Bf. Spinat p. Mb 12—15 Pf. Möhren P. B. 10 Pf.
Butt-rv.Pfdl.lS-l.20w Hühnereier, 2 st. 12 - 13Ps Handköse p. St. 12 Pfg.
Kaschen p. 6t. 4 Big.
Kochkäse p. Pfd. 40 Big. Päfematte p. St. 5 Pfg. flaitoff-ltt p. Bst» 6 Pfg a Ztr. 2.50—3.00511
Endivien p Pfd. 00 P g. Porree p Eick. 6—0 Psi. Sellerie p Stck.10 30 Pf.
Rüben, rote, p 6t. 5 Pf
Weißkraut stopl 20— 60 Tf Rotkraut p. Kovf40— 60Pf Wirsing v. stop 40 —7 t P' Blumenkohl 1 St 30— 80 V UnterkohIrobiSt00-00P,.
Zwiebeln Pfd. 12-00 Bß Knoblauch p. Pack 5 Pfg. "leeiettia v Pack 10-3 )Pß Aepfel v Pfd. - Pf.
a Gor60.00 0.00% Birne: p. Pfd — Pf.
a Rot 61X00-0.002)1. Weintrauben p. Pfd. Gänse p.Pfd. — Pfg. Häbne St. 150-200 Pf. Hühner St 1.50—‘2.00 9Rt Tauben p. St. 40—00 Pß Hafen St. 0,00-,000 M.
Amtlicher Wetterbericht.
5 ""fche Wn"erdienMelle Gießen.
Aussichten in Hessen am Sonntag, den 29. Mai 1910: Trüb und vielerorts Regen, kühl, frische westliche L^tnbe.
Oeffentlicher Wetterdienst.
Dienststelle Weilburg lLandwirttchnfirlchuleV-
Wetteraussichten für Sonntag, den 29. Mai 1910: Vorwiegend wollig, kühl, vielerorts Regenfälle, doch meist geringe.
Verantwortlich für die Rel.iktion: Dr. vbil. Earl Hitzeroth in Wrtrfntra.
LkchkckLL
Wilh. Warins.
Mlwang« srffl st ium
WUhet« Marburg, «otergrab» &
WkwÄe lUitfidbnt
Es können noch 5 bi» 6 Fohlen aufgenommen werden.
Bitte um recht baldige Anmeldung. (4679
WeierSbaitfer.
»MtmsM Mittags- W und Abendtffch »«*6, Hebe« Sag Gbstkaltschalr«. 46801 Kasernenstraße Nr. 35, p.
Hierdurch gebe ich bekannt, daß meine Lokalitäten am Kanutag und Manko- dem Festausschuß zur Abhaltung des Hessischen Bollsfestes zur Verfügung gestellt find. (4681
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