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Aber wann

entgegnete er

(Fortsetzung folgt)

Wir unterschreiben durchaus die Worte des Daily Telegraph": Jenseits dieser nationalen Ver­schiedenheiten bleibt so viel Gemeinsames, eine so breite Basis guten Willens, ein so unendliches In­teresse an der Ausbreitung der Zivilisation durch friedlichen Handel, an dem beide Rationen ihren Anteil nehmen können, daß der Gedanke eines dau­ernden Mißverständnisses hinfällig und fast bedeu­tungslos erscheint. Wir sehen mit Vertrauen auf unsere große Schwesternation: die Deutschen arbeiten Hand in Hand mit uns und mit gleich ausdauernder Energie dem hohen Ideal allgemeinen Friedens und guten Willens entgegen.

Weshalb aber sucht man in England immer wie- der sich in unser nationales Selbstbestimmungsrecht einzumischen? Wir wollen gern für die Zukunst auf ein besseres Verhältnis zwischen Leiden Völkern hoffen, aber nicht Deutschland, sondern vor allem England wird sich ändern müssen.

DieOberhessische Zeitun," erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel« jährlich durch di: Post bezogen 2 25 <* (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 Äk.

Tina erbebte, sie fand das alles sofurchtbar romantisch", daß sie gern dem Willen des Ge­liebten nachlam. Ein solches romantisches Liebes­verhältnis hatte sie seit ihren frühesten Mädchen- I iß6,ren herbeigesehnt, und jetzt trat es ihr in leib hastiger Gestalt entgegen, wo sie an der Grenze der Jugend stand.

Um alles in der Welt würde sie diese Roman­tik nicht gestört haben!

Nach einem langen letzten Kuß trennte sich das seltsame Liebespaar. Seligkeit im Herzen, trip- PMe die arme Tina dem Jnspektorhause zu und achte'e nicht des Donnerwetters des Inspektor- Wegen ihres langen Ausbleibens.

Stanislaus aber schüttelte sich wie ein Pudel der aus dem Wasser kommt. Dann schritt er eilig der Veranda zu, indem er murmelte:Ein saurer Apfel ist's aber in der Not frißt der Teufel Fliegen . . .'

In dem Eßzimmer hinter der Veranda brannte schon die große Hängelampe und goß ihr weißes Licht in breiter Mut über den gedeckten Tisch.

Am Büfett stand der Diner und wischte die Gläser aus. Die Baronin war noch nicht erschie­nen, aber Frau von Prokowsky ging ungeduldig , im Zimmer auf wb ab. Als sie die Schritt« ihres

»Ich werde es nicht vergessen, wird das Rätsel gelöst sein?"

Das steht in Gottes Hand,' feierlich.

Es wäre alles verloren für uns, wenn du jetzt schon sprechen wolltest," fuhr er fortUeber meinem Leben schwebt ein Rüssel,' setzte er düster hinzyhdas erst gelöst werde» muß, ehe ich ganz der Deine sein kann. Vergiß das nicht, Ge- liebte.*

Sohnes auf der Veranda hörte, eilte sie ihm ent- gegen.

»Einen Augenblick. Stanislaus,' flüsterte sie ihm zu.Ich habe dir eine gute Nachricht mit« zuteilen. die Baronin will mir das Geld aeben

Wahrhaftig, Mutter. . .!' "

»Leise der Diener braucht nichts zu hören, geh letzt noch ins Eßzimmer esst wenn die Baronin da ist, komm herein, aber nicht von hier aus, sondern um das Schloß herum und tu, als wenn du von deinem Zimmer kämest die Ba­ronin soll nicht wissen, daß wir schon zusammen gesprochen haben. Geh', geh', lieber Stanislaus, sei recht freundlich und zuvorkommend gegen die Baronin und bring' deine Geige mit . . . ich bi« ja so glücklich, mein lieber Junge!'

Und ich esst, Mama . . .' ;

Geh' nur, geh' morgen erhältst du das Geld. . .*

Sie drückte ihm die Hand und drängte ihn die Verandatreppe hinunter in den dunklen Park, dann kehrte sie in das Eßzimmer zurück.

Tief aufatmend, stand Stanislaus da. Die freudige Nachricht seiner Mutter war ihm fast wie ein Schrecken in die Glieder gefahren, es preßte - ihm die Brust zusammen, daß er nach Atem rang.

Sie weiß nicht die gute Mama was sie mir damit getan hat,' flüsterte er in weicher Stimmung.

Aber plötzlich lachte er leise auf,

Gott sei Dank, jetzt brauche ich die dumme Gans nicht zu heiraten!' rang es sich wie ein Stoßseufzer von seinen Lippen.

I wiederkommen zu können, da er noch lange nicht alles gesehen habe.

Saatenftand im Reich. Berlin, 24. Mai. $et. Reichsanzeiger" veröffentlicht den Saatenstand de» Reiches um Mitte Mai, wobei 2 gut und 3 mittet I bedeutet: Winterweizen 2,3 (Vorjahr 3,1); Sommer«' I weizen 2,5 (2,6); Winterspelz 2,2 (2,6); Winter« I roggen 2,6 (3,0); Sommerroggen 2,4 (2,6); Sommer» I gerste 2,4 (2,6); Hafer 2,5 (2,7); Kartoffeln fehlt; I Klee 2,3 (2,9); Luzerne 2,5 (2,8); Bewässerung» I wiesen 2,3 (2,6) und andere Wiesen 2,6 (3,1). Unter I, Bemerkungen heißt es: Die ungewöhnlich kühle Wit-, I terung mit Nachtfrösten und scharfen Winden übte, I auf die Entwicklung der Feldfrüchte einen wenig günstigen Einfluß aus, zumal in großen Teilen de, Reichs anhaltende Trockenheit, in anderen über­mäßige Nässe vorherrschte, und erschwert die rest­lichen Arbeiten der Frühjahrsbestellung. Erst in der letzten Berichtswoche trat plötzlich fruchtbares Wetter eilt, das eine merkliche Besserung im Stande der Früchte wahrnehmen ließ. Tierische Schädlinge scheinen erheblichen Schaden bisher nicht verursacht, zu haben. Die Umpflügungen betragen bei Winter­spelz 0,1, bei Winterweizen, bei Roggen je 0,2, bei

| Klee und Luzerne je 0,3 vom Hundert der Anbau-, fläche. Die Entwicklung der Wintersaaten machte «r verhältnismäßig geringe Fortschritte. Weizen widerstand der Witterungsungunst am besten und behauptete seinen günstigen Aprilstand; beim Roggen verschlechterten sich die Noten. Die Aussaat der Sommerfrüchte konnte nicht überall beendet und der Aufgang der jungen Saat noch nicht genau beurteilt werden. Frühe Saaten werden günstig begutachtet. Kartoffeln erhielten, weil größtenteils noch nicht aufgelaufen, und teils noch nicht gepflanzt, keine Rekchsnote wie in den Vorjahren. Klee und Luzerne zeigen infolge des warmen Wetters freudiges Wachstum und bieten gute Futteraussichten; mit der Erünfütterung von Klee wurde stellenweise begon« neu. Wiesen finden im großen und ganzen ein« immerhin günstige Beurteilung.

Bloße Essindung. Dresden, 24. Mai. DaS $re8tmer Journal' ist ermächtigt mitzuteike«, daß die Angabe, Staatsminister Graf Vitzthum z« Eckstäd» habe in der Sitzung der Finanzdeputalion der Zweiten Kammer die Notwendigkeit des Wet- terbsstehens der Wiener Gesandsschaft für Sachsen' mtt der vielleicht in Zukunft wieder einmal ein- ttetenden Hegemonie Oesterreichs in Deutschland begründet, auf bloßer Erfindung beruhe Di« Erklärungen des Ministers in der öffentlichen Plenarsitzung der Zweiten Kammer vom 4 Mai 1910 geben diejenigen Gesichtspunkte wieder, di« von der sächsischen Regierung für die Beibehal­tung der Wiener Gesandsschaft angeführt worden sind. Lediglich diese Gesichtsvunkte'sind in der be­treffenden Sitzung der Finanzdeputation deS Näheren erläutert worden. Von einer etwaige« zukünftigen Hegemonie Oesterreichs in Deutsch- land ist mit keinem Worte die Rede gewesen.'

Deutsches Reich.

Vereinigung außerordentlicher Universitäts- Professoren. Halle a. S., 23. Mai. Die im Jahre 1909 gegründeteVereinigung außerordentlicher Universitätsprofessoren Preußens' hat in Halle als dem derzeitigen Vorort der Vereinigung ihren zweiten Delegiertentag abgehalten, der von den preußischen Universitäten zahlreich besucht war. In zweitägigen Verhandlungen beschäftigten sich die Delegierten der einzelnen Ortsvereinigungen an den preußischen Univessitäten mit allen Haupt- -fragen, welche die Besserung der derzeitigen Lage der Extraordinarien in ideeller wie in materieller Hinsicht betreffen. Der nächste Delegiertentag soll wieder in Halle in der Pfingstwoche des Jahres 1911 abgehalten werden.

Graf Zedlitz-Stiftung. Breslau, 24. Mai. Heute nachmittag fand im Landeshause die feierlich« j Uebergabe des in der Provinz Schlesien gesammelten Fonds für die Graf Zedlitz-Stiftung statt, bestehend aus der Schlesien-Spende im Betrage von 140 000 und einem Oelgemälde, darstellend die Huldigung der schlesischen Stände vor Friedrich dem Großen. Der Herzog von Ratibor überreichte dem Grafen die 100000 <M zur freien Verfügung. Graf v. Zedlitz I dankte tiefbewegt und erklärte, daß es ihm zur be- I sonderen Freude gereiche, daß nicht ihm die Summe gelte, sondern vielmehr ganz Schlesien. An die I Feier schloß sich ein Frühstück am Landeshaus. |

Bon der deutschen Abteilung der Weltausstel- I lung. Brüssel, 24. Mai. Der König der Bulgaren I besuchte heute nachmittag in Begleitung des Königs I der Belgier die deutsche Abteilung der Weltausstel- I lung. Er wurde von dem Reichskornrniffar Geheim- I rat Albert empfangen und außer dem Vorsitzenden I des deutschen Komitees dem Vorstand des hier an- I wesenden Vereins deutscher Kaufleute und In- I dustrieller, Herren Jacobs, Dr. Waldschmidt, Direk- I tor Feuer und Kommerzienrat Happold-Bamberg I vorgestellt. Der König interessierte sich besonders I für die Eisenbahnausstellung, bei welcher er sich | lange mit Bahnmeister v. d. Heiden unterhielt. Der I König der Belgier äußerte die Hoffnung, bald I

Ausland.

Frankreich. Paris, 24. Mai. Auch heute Nachmittag kam es in der medizinischen Fakultät während der Auslosung der Kandidaten für die

Marburg

Donnerstag, 26. Mai 1910.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

and den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.chandwirtschastliche Beilage

Bestellungen

' für den Monat Juni 1910 auf dieOber hessische Zeitung" «ebsi ihren Beilagen werden von unserer Expedi­tion (Markt 21), unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt, Wetter, Ebs- dorf, Hachborn, HeSkem-Mölln, Lei- denhofen, Dreihausen, Wittelsberg, Rieder Weimar, Niederwalgern, Damm und Lohra sowie von allen Post anstalten und Landbriesträgern entgegengenom­men.

lNachdruck verboten.)

Um Mre und Recht.

Roman von O. Elfter.

< Fortsetzung.)

bitte um Verzeihung,' entgegnete er lächelnd,aber die Versuchung war zu groß! Die­ser glänzend weiße Nacken . . .

Sie sind ein böser Mensch,' versetzte sie und schlug nun doch errötend die Augen nieder.Ich sollte Ihnen zürnen .

Aber Sie tun es nicht nicht wahr?' ..

.. »Ah kann es nicht,' entgegenete sie mit einem äartltcben Augcnanfschlag, der ihn innerlich auf dav höchste ergötzte.

Aber er erwiderte ihren zärtlichen Blick und sprach bittend und schmeichelnd:Dass ich Sie auf Ihrem Spaziergang begleiten, Fräulein Tma?

Sie dürfen es, wenn Sie artig sein wollen' entgegnete sie geziert. '

Wie ein gut dressierter Pudel. .

Mein Gott, welcher Vergleich! Sagen Sie mir, ivaren Sie bei Fräulein Erika mich so un­artig?"

"®cTde §rage? Dazu hatte ich bei Fräulein von Hambach keine Veranlassung . . '

Aber mir schien es doch, als ob Sie sich sehr um ihre Gunst bemühten.' v

Es schien Ihnen nur so, Fräulein Tina. Oder glauben Sie tvirklich, ich hätte mit einem »tifc Born in die Schranken treten wollen? Das toare für den Herrn denn doch zu viel Ehre ge­wesen."

' zÄa- Sie haben recht. Ein solcher Mensch! iZT $$ begreife Fräulein Erika nicht. Ich konnte ihn von Anfang an nicht leide»

Zum Besuh des Kaisers in London.

Die friedfertigen Worte unseres Kaisers in Lon­don erfreuen sich in der Auslandspresse eines sehr starken Interesses. Der Kaiser hat an sich ja nichts anderes gesagt, als was schon so oft von ihm und anderen Deutschen an hervorragender Stelle ausge- drückt wurde, daß wir Deutsche nur wünschen können, mit unseren Nachbarn im Frieden zu leben, damit der Forschritt der Kultur nicht durch grausame Kriege gehindert werde. Wenn sich aber die aus­ländische Presse dann plötzlich mit einer sauersüßen Freund-chkeit an uns heranmacht, nachdem sie noch die schärffte Hetztonart angeschlagen hat, so haben wir allen Grund, mißtrauisch zu sein und zu fragen, an welchem Ende der Wett jetzt das Deutsche Reich düpiert werden soll.

Daily Chroniele" meint ganz allgemein in einem ^.».artikelDie Friedenskonferenz": Allen nüchternen und denkenden Leuten hierzulande wird es zur Genugtuung geregelt, daß der Besuch des deutschen Kaisers in London und die dadurch ge­gebene Möglichkeit des Verkehrs mit Pichon der Gr« Haltung friedlicher Beziehungen zwischen den drei Ländern voraussichtlich förderlich sein werden.

Daily Mail" dagegen wird deutlicher, sie meint: Wenn hinter den freundlichen Worten des Kaisers etwas zu suchen sei, so müsse sich alsbald ein Wechsel in der deutschen Politik ergeben; solch freundlichen Kaiserworten sei früher aber schon mehrmals ein neues Marineprogramm auf dem Fuße gefolgt, und gerade eben suche die Berliner Regierung in Per­sien einen Druck auszuüben, der geeignet sei, Rei­bungen zwischen Deutschland einerseits und England und Rußland anderseits hervorzurufen.

Man sieht, in welcher Richtung die greifbaren i Flüchte liegen, die die englischen Blätter aus der Teilnahme unseres Kaisers an der Trauer Englands zeitigen soll.

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. i r Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei JuylO.'

Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55. i

Abg. v. Pappenheim (tonl): Der Antrag Borg­mann ist^ für uns unannehmbar. Ueber die Reso­lution König ließe sich reden, doch stimmen wir auch hier gegen die Kommissionsberatung.

Nach einem Schlußwort des Abg. Liebknecht (Soz.) wurde der Antrag Borgmann abgelehnt und die Resolution König angenommen.

Hierauf begründete Abg. Liebknecht (Soz.) seinen Antrag auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs, dahin­gehend, daß die Bestimmungen des Aufnahmegesetzes von 1842 (Vagabundenparagraph), nach welchem entlassene Sträflinge in der freien Wahl ihres Auf­enthaltsortes beschränkt sind, aufgehoben werden sollen. Abg. Liebknecht führte aus: Wohin die fort­gesetzte Polizeiaufsicht führen kann, zeigt der Fall des Hauptmanns von Köpenick, der von der Polizei von Ort zu Dort gehetzt und dadurch von einem Ver­brechen zum andern getrieben wurde. Durch die rigorose Anwendung des Gesetzes werden geradezu Verbrecher gezüchtet.

Abg. Knesebeck (fteikons.): Uebergriffe der Po­lizei kommen überall vor. Aber durch die Recht­sprechung der Verwaltungsgerichte und durch Verän­derungen ist dafür gesorgt, daß sie nicht zu weit gehen. Im Interesse der Kommunen ist die Auf­rechterhaltung des Gesetzes notwendig.

Nächste Sitzung Mittwoch: Dritte Lesung des Arbeiter- und Beamtenwohnungsgesetzes und kleine Vorlagen.

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Sitzung vom 24. Mai.

Der Präsident teilte mit, daß für den Ausdruck Hauses an dem Hinscheiden des Königs Eduard vom Staatssekretär des Auswär- 1'Zan Slr Edward Grey auf diplomatischem Wege eJ$t?t^($rct6en emgegangen sei.

Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Lesung des Gesebentwurfs bett, die Bewilligung weiterer Mols Millionen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern in Staats« * besoldeten Staatsbeamten.

** Malhahn (tonst): Wir sind mit dem ®cfeö .einverstanden. Da die private Bautätigkeit

""^ande ist, das Wohnungsbedürfnis zu be- i^^bisen, so muß der Staat eingreifen.

Abg writitberg (Ztr): Auch wir stimmen dem Gesetz zu. Die Staatsmittel allein reichen aber nicht für diese Zwecke aus. Es bedarf auch der Mithilfe der privaten Bautätigkeit. Die baupolizeilichen ^^.bnuna^n sind zu schematisch. Dringend not« "endig ist die Vorlegung eines Wohnungsgesetzes. h. N bg.v. Stockhat'sen (konst): Auch ich befürworte die Verbesserung der Dremiwohnungen für die Ve- araten, insbesondere muß für die Gendarmen besser gesorgt werden.

kurzen Ausführungen der Abg. König-Kre- I .(3fr.), »tr für die Schaffung eigner Wohnungen für die Arbeiter etntrat, und Fritsch (natl.) war die erste Lemng beendet. Darauf wurde das Gesetz in der zweiten Lesung debattelos angenommen

sa^bie Beratung des Antrags Borgmann (Soz.) auf Aufhebung der 8S g und 10 sowie des 5 des preußischen Preßgesetzes. Diese Para­graphen enthalten die Vedinaunaen, unter denen Anschlagzettel, Plakate, Druckschriften oder Bild- werke angeschlagen oder ausgestellt werden dürfen Der Antrag fordert insbesondere die Aushebung der Verpflichtung, baß für derartige Bekanntmachungen die Erlaubnis der Ortspalizeibebörde einzüholen'ist.

Abg. Liebknecht (Soz.) begründete den Antrag Die zetzigen Bestimmungen sind ein Hemmschuh für dre^ganze moderne Entwicklung.

--..'-''^wischen ist eine Resolutton König-Krefeld li>tr.) eingegangen, die Staatsregierung zu ersuchen, den 8 9 des Preßgesetzes in zeitgemäßer Weise ab- zuandern.

Abg. Mertin-Oels (freikons.): Die beschimpfende des .Vorwärts" beweist, daß unsere Presse frei ist Der Kern des Gesetzes ist gut. Wir werden daher den Antrag wie die Resolution König ab- lehnen.

Abg. Lieber (natl.): Den Antrag Borgmann leh- nen trir ab, dagegen stimmen wir der Resolution HuTUfl AU.

Abg. Träger (Volksp.): Wir beantragen Ueber« Esung an die ^ustizko,»Mission. Wir werden die Re,es- -an König annebmen.

len. Fräusein Tinas Wangen glühten und zärt- der mit dem sittlichen Augenaufschlag und ließ sich willig tiefer ind en Park führen.

»Das hab' ich wohl gernertt. Unsere Sinti« path-e war die gleiche deshalb fühlte ich mich sofort zu Ihnen hingezogen.'

Ach, wenn ich das glauben könnte!'

Ich schwöre es Ihnen zu, und hoffe es Ihnen noch durch die Tat beweisen zu können . . .'

Damit ergriff er ihre Hand und küßte sie dann zog er ihre Hand zärtlich durch seinen Ann'

Kommen Sie,' flüsterte er ihr zu,hier konnte man uns sehen, und Sie wissen, Ihr Papa ist mir nicht wohl gesinnt.' * P

»Ich begreife Papa nicht . . .' fagte sie wie bet mit dem zärtlichen Augenaufschlag und ließ sich freiwillig tiefer in den Park führen.

Der Abend dämmerte fchon, als sie sich trenn« le«. Fräulein Tinas Wangen glühten und zärt­lich lehnte sie sich an feine Brust.

Ich bin fo glücklich, du Lieber,' flüsterte sie.

Hast du mich wirklich ein bißchen lieb?'

»Haben es dir meine Küsse nicht gezeigt, wir konnten es dir meine Worte sagen?' entgegnete er lachend.

. . "7 bei.nc Küsse . ... oh, wie bös und

wie lieb du fein kannst ...» I

Und sie schlang die Anne um feinen Racken und küßte ihn leidenschaftlich. I

^Endlich machte er sich aus ihrer Umarmung |

Run ist's genug,' sagte er mit leiser Unge­duld.Wit müssen vorsichtig fein erinnere dich daran, was ich dir gesagt habe. Schweige gegen jedermann auch gegen deine Ettern'

.Sa, aber. . .'