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h s. K

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Mttb den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und .Landwirtschaftliche Beilage.

M108

DieObrrheffische Zeit«»-" erscheint täglich mit Aii^ncibme der I Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel. I jährlich durch die Post bezogen 2 25 <M, (ohne Bestellgeld), bei I unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 rJl. |

Marburg

Mittwoch, 11. Mai 1910.

Die Jnsertioudgebühr beträgt für die 7gejpaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 80 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Bug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

45. Jahrg.

Zweites Blatt.

Bom Städtebau einst und jetzt.

Line Studie zur Eröffnung der Allgemeinen Städtebauaussleung in Berlin, 1. Mai.

Von Theodor Lamprecht.

Die in diesen Tagen zu eröffnende Städtebau- K ausstellung zu Berlin unterscheidet sich in ihrem Charakter sehr schars von den schier zahllosen Ausstellungen, mit denen wir heutigentags über­schüttet werden. Sie ist kein Jndustriemartt, wie viele von ihnen, und man trifft ihre Bedeutung auch nicht, wenn man sie etwa nur als eine Ueberstcht der bisherige«! Leistungen aus einem bestimmt abgegrenzten Gebiete beurteilt. Die Leistungen des modernen Städtebaus sind im Vergleiche zu der Größe der ihm gestellten Auf­gabe nur als Ansätze und Versuche zu bezeichnen, und sie würden die Bedeutung, die inan der Aus- stellung beilegt und mit vollem Rechte beilegt, nicht rechtfertigen. Diese Bedeutung liegt viä- mehr darin, daß die Ausstellung einem Probleme, einem der wichtigsten und dringendsten modernen Lebensprobleme gilt, und daß sie selbst ein Hülfs- mittel zur Förderung seiner Lösung bilden will.

Ja, ein Problem ist der moderne Städtebau und der Fortschritt liegt darin, daß er es ist. Erst fett dem Jahre 1889 hat man begonnen, ihn als solches anzuerkennen; bis dahin hat man bei uns wie anderwärts munter Städte und Stadt­teile sozusagen gebaut, ohne ein Beivutzt- fein davon zu haben, daß der Städtebau eine große und schwierige Kunst und Wisienschast mit eigenen Gesetzen, von eigener Geschichte und eigenen Forderungen sei. Das Brandmal dieser skrupellosen Zeit der Unwissenheit wird ja noch auf unabsehbare Jahrzehnte hinaus an unseren Städten erkennbar sein in jenen ausgedehnten modernen Stadtvierteln, deren Charafterlosigkeit und Oedigkeit ihre Herkunft vom Reißbrette der Baubureaukratie deutlich bekennt. Dies sind die Viertel, die den modernen Großstadthaß erst so recht großgezogen haben, die, wie ein feiner, aber höchst gefährlicher Giftstoff, Tag um Tag aus die Lebensfreude und Lebenskraft von Hunderttau­senden Stadtdeutscher lähmend wirken, die nie wahre Heimat werden können, weil es dem Leben aufgenötigte tote Papiergebilde sind, die am Rheine und in Ostpreußen, in Hamburg und in Karlsruhe, überall sich abschreckend gleichen. Nicht, das solche Viertel heute nicht mehr errichtet wür­den o, wir haben die Zeit der Unnatur im Städtebau leider noch lange, lange nicht über­wunden! Wohl aber mehrt sich doch zusehends die Zahl derer, die solche Viertel nicht alsschöne moderne Stadtteile" rühmen, wie noch heute in vielen Reisebüchern zu lesen steht, sondern sie zu jenen Bausündcn zählen, die, wie schon Goethe erklärte, unverzeihlich sind und mehr noch: die sie als soziale, wirtschaftliche und nationale Sün­den verurteilen, weil sie große Teile unseres Vol­kes entwurzeln, seine Lebens- und Leistungskrast schmälern und sie in völlig unnatürliche Vor- stellungs- und Denkweisen hineinzwängen. Denn wenn die Großstadt auch unvermeidlich den Men­schen von der Natur entfernt, so wisien wir doch von guten und schönen Stadtanlagen, wie es etwa Florenz oder große Teile von Rom sind, daß sie ihm dafür ein keineswegs zu verachtendes Aequivalent bieten kann: eine Kulturnatur oder (um noch ein Goethe Wort zu gebrauchen) eine bürgerliche Natur, darin die ewigen Nattirgesetze im und am Menschenwerke sichtbar werden und wirken.

Es bleibt ein kaum zu überschätzendes Ver­dienst des Wiener Architekten Camillo Sitte, daß er 1889 in seinem Buch das Problem des Städte­baus aufrollte und zugleich auf Grund des Stu- diums allerer Stadtanlagen im Norden und Süden Europas auf einige feiner ©fernen farge« setze hinwies. Obgleich feine Hauptgedanken zu jenen zählen, die im Augenblicke überzeugen und sogleich über sich hinaus weisen, so war man doch damals dem städtebaulichen Denken noch so unzu­gänglich, daß Sittes Ideen zunächst nur äußerst langsam Eingang fanden. ES bedurfte der zöben und rührigen Arbett eines Häufleins von Schrift- stellern, unter denen vor allem Lichtwark hervor- zu heben ist, und von Architeften. um seinen Ge­danken nach und nach eine Gaste zu brechen. Seft etwa einem Jahrzehnt ist dann allerdings die Bewegung mehr in die Breite gegangen. Eine ganze Flut von Auflätzen und Broschüren, auch einige Bücher über Städtebau sind erschienen. Wir haben bereits ein eigenes Handbuch deS Städtebaues aus der Feder von Stubben unb eine ihm gewidmete Zeitschrift, die bei Wasmuth in Berlin erscheint. Eine Anzahl von städtebau- kichen Konkurrenzen ist ausaeschr-eben toorden. von denen die über den Bebauungsplan von Groß-Berlin die bedeutendste ist, und in einigen Fällen sind bei der Neuanlage oder Umgestaltung von Stadtvierteln die Grundsätze und For­derungen des modernen Städtebaus berücksichttgt worden. Kurz, der Städtebau wird in wachsen­

dem Maße und in immer weiteren Kreisen ich wiederhole es als Problem begriffen. Prüft man aber seine Ausgaben und Leistungen näher, so erkennt man freilich, daß die Bewältig­ung des Problems noch immer in ihren An­fängen steht.

Es hat sich in der Städtebaubewegung sehr zeittg eine Richtung geltend gemacht, die ich die Romantik im Städtebau nennen möchte und deren Ursprung wohl darin zu suchen ist, daß ihre Vertreter sich ihre Ideen vornehmlich oder gar ausschließlich an unseren mitelalterlichen Städteanlagen gebildet haben. Freilich wirken nun diese durch eine Fülle geschlossener, immer wechselnder, malerischer und traulicher Bilder ge­radezu bezaubernd: diese ganze Welt von Stadt­schönheit aber ist letztlich ein Produkt der Not, in­dem die rnittelalterliche Statt, von einem engen Mauerkranze eingezwängt, den ihr zur Versüg- ung stehenden, oft erftaunliri; kleinen Raum aus das äußerste ausnutzen mußte, und indem sich nun unter diesem Zwange i in wunderlich-reizen des Gebilde entfaltete. Al!- 'n auf die moderne Stadt, die, von Wällen unbehindert, eine mehr oder minder freie und ar t gedehnte Raumver­fügung hat, treffen die Bedingungen der mittel­alterlichen Stadtanlage nicht mehr zu, unb es ist daher nicht angängig, ihre Schönheiten auf das moderne Stadtwesen einfach zu übertragen oder sie von ihm zu fordern. Vielmehr liegt die Aus­gabe der modernen Stadt darin, durch die Ueber windung der ihr gestellten Schwierigkeiten ebenso neue und originelle Schönheiten zu beschaffen, wie die mittelalterliche Stadt sie ihrer Rcmm- enge abgetrotzt hat. Aber diese Sachlage sahen die Romanttker nicht ein, sondern sie zürnten der modernen Großstadt, weil sie ihnen nicht jener traulichen Bilder reizende Fülle bot; und als sich der Versuch, sie ihr abzugewinnen. natürlich bald als aussichtslos erwies, da verließen sie den Bo­den des Realen, indem sie die moderne Stadt grundsätzlich als Ungebilde ertlSrten und ver­warfen. Wen man dabei sogar so weit gegangen ist, die moderne Großstadt wie man heute zu sagen pflegt zu .maximieren" unb ihre Höchstentwicklung auf etwa 100 000 Einwohner zu beschränken, so befinden wir uns hier bereits ganz In den dürren Gefilden des Dilettantismus Denn Städte sind organische und notwendige Er- zeugnisie des ganzen staatlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens, und nicht Willkürpro­dufte: Großstaaten haben immer Großstädte und Weltstaaten immer Weltstädte erzeugt, und wenn die mittelalterliche Stadt sich in so enge Dirnen sionen gehalten hat, so schreibt sich dies eben da­her, daß das ganze polittsche Leben damals in kleine Territorien zerschlagen war. China. Babv- lonien. das Römerreich haben so gut Groß- und Weltstädte erzeugt, wie unsere Zeit; und wenn man Gesetz und Schönheit des modernen Stadt­wesens erkennen und gestalten will, so wird das nicht in gräulicher Verneinung feiner Existenzbe rechtignng, fandern nur aus dem rückhaltlosen Bekenntnisse zur modernen Stadt, aus der uner­schütterlichen Neberzeugnug heraus gelingen können, daß ihre Lebensbedingungen reiche, noch kaum geahnte Möglichkeiten neuer Stadtschönheit in sich bergen.

Die Romantiker des Städtebaues richteten nun einen Hauptangriff gegen die Regelmäßigkeit der Stadtanlage, und eine Zeitlang schien z. B. die geradlnige Straßenführung überhaupt in Acht erklärt werden zu sollen. Was ober lehrt die Geschichte über die regelmäßige Stadtanlage? Sie-zeigt uns ihre Verwendung feit ältesten Zei­ten. Die Griechenstädte Ephesus und Priene, deren Pläne wir gut kennen, waren regelmäß g angelegt, unb die regelmäßige Anlage vertritt, so­weit ans den Bruchstücken erkennbar wird. Hippo damos. der griechische Theortiker des Städtebaus. Regelmäßig ist Pompeji, ist das kaiserliche Ostia angelegt letzteres geradezu nach amerikanischem Tvp. Aber selbst im Mittelalter haben doch unsere Vorfahren sogleich zur regelmäßigen An­lage gegriffen, wenn sie mehr Ellenbogenfreiheft hatten nämlich bei den von ihnen gegründeten Koloiftalstädten, wofür die fcböne Anlage von Breslau als vorzügliches Beispiel studiert zu werden verdient. Die Renaifsanee hat sich dann rückhaltslos, ja mtt Begeisterung zur regel­mäßigen Anlage bekannt; von 8. B. Alberti und anderen wirb die gerade Straße nicht nur ans pratttscheu Gründen, sondern auch um der Schön­heit willen bevorzugt und gepriesen; in das mittelalterliche Straßengewirr Roms brachen die Päpste die großen geraden Straßenzüge der Via Aleffandrina usw., und Falarete entwarf den wunderlichen, aber streng regelmäßigen Stadt- Plan einer Ideal Ssorztnda. Wie dann in bett Taaen der absoluten Fürstenmacht überall ge- walttge. zum teU höchst monumentale Anlagen nach dem strengen Regelmäßigkettsprinztpe ge­schaffen worden sind, das ist zu bekannt, um hier wiederholt zu werden.

Was sich hieraus ergibt, ist dies, daß die frei wachsende Stabt, wie in unserem Mittelalter unb im Oriente, und die von einem einheitlichen Bau- willeu regelmäßig angelegte Stadt zwei gleicher­

weise legitime Formen, daß sie die zwei Natur­form en des Städtebaus sind, unb daß noch in allen Fällen, wo Städte planmäßig angelegt, um- gestaltet oder erweitert wurden, die Menschheit zur regelmäßigen Anlage gegriffen hat, deren Grundlage durch einfache geometrische Ranm- formeti gebildet wird. Es kann hiernach gar keine Frage fein, zu welchen der beiden Systeme sich die moderne Stadt zu bekennen Hal» Es wäre wider­natürlich, wollte sie versuchen, mit mittelalter­lich t Enge, Wirrnis. Launenhaftigkeit, Traulich­keit aiifzuwarteu; das moderne Stadtgebilde muß flat, groß, übersichtlich, regelmäßig und monu- mentni sein ober werden. Es muß die höhere Form des Städtebaus als Kunst vertreten: die planmäßige überlegene einheitliche Verwendung aller ihm zu Gebote stehenden Formen und Mittel. Darin freilich kann sie von der frei gewachsenen Stadt des Mittelalters nnendlich viel lernen, da diese unter dem Drucke der Raumnot eine bewun­dernswerte Fülle von städtebaulichen Ranmge- setzeu und Raumfeinheiten erfaßt unb verwirk­licht bat; ober eine Platzgestaltung, wie die durch die Säulenhallen vor St Peter in Rom, konnte sie in ihren engen Verhältnissen natürlich nie und nimmer erfinden. Es ist ein Grundirrtum, zu wähnen, daß mit der Regelmäßigkeit der Anlage Eintönigkeit unb Gleichförmigkeit unvermeidlich verbunden wären. Wie kann doch die geradlinige Straße durch Bewegung der Straßenfühcnng, die sich hier zusammenzieht und dort erweitert, durch lebendige Behandlung der bald fest znsammen- gehaltenen, bald aufgelockerten Straßenwandun­gen, durch die Einführung von Zäsuren (z. B. Ueberbrüdungen) unb von Perspektiven, durch mannigfache Anordnung bet Straßenecken u. f. f. abwechselnd gestaltet werden! Wie reich gliedert sich das Stadtbild durch Absonderung der Mo­numental-, Wohn-, Handels« und Fabrikviertel! Welchen Reichtum an Formen bietet der Platz! Gan; zu schweigen der Mögfichkeiten, die die natürlichen Gegebenheiten, Hügel uiC Tal, Fluß und See, alte Verkehrswege und Anpflanzungen u. bergt, m., hunbertfach an die Hand geben.

Mit einet ganz kurzen Formel kann man als die spezifische Aufgabe des modernen Städte­baus die Bewältigung und Verteilung antzer- o.deutlicher Mafien Bevölketungs- unb Ban- massen bezeichnen, unb diese Aufgabe ist na­türlich nur durch völlig planmäßige monumentale Disposition im großen zu lösen. In dieser Rich­tung bleibt aber noch fast alles zu tun übrig, Es ist ganz natürlich, baß die Architeften sich stets an die Realität halten und darauf ausgehen, innerhalb der Grenzen des Erreichbaren das Ein­zelne zu ergründen, zu verbessern, zu gestalten; darin ist bisher das Beste im modernen Städte­bau geschehen, und darin mutz auch weiterhin unermüdlich fortgearbeite) werden. Aber es liegt doch auf bet Hand, daß wir niemals hinter die Gesetze und Möglichkeiten des modernen Städte­baues kommen können, wenn wir nicht endlich der modernen Stadt, wie wir sie uns etwa von der modernen Stadt, wie wir sie uns etwa in Vollendung denken und wünschen, aufftellen. Wai dem modernen Städtebau bisher am emp­findlichsten gebricht, ist eine wissenschaftlich und künstlerisch wohlbegründete Theorie dieser mäch­tigsten aller künstlerischen Raumaufgaben. Auch her moderne Städtebauer muß den Mut gewin­nen, seine Jdealstadt, sein Ssorzinda, zu ent­werfen. Man wendet ein. datz dies zu nichts führen könne, da ja doch unsere Städte nun ein­mal als feste Gegebenheiten existieren. Allein ganz abgesehen davon, daß gerade die Geschickte des Städtebaues höchst butdjgreifenbe Revolu- tionsperioben aufweist ich erinnere mir aus neuester Zeit an die Haußmannisierung von Paris. so ist es doch gewiß, daß alle Einzel­arbeit schließlich nur bann wahrhaft fruchtbar wird und über das Niveau von Flickarbeit hwauswgckfen kann, wenn sie von sckövferifchen großen Zentralgedanken geleitet und bestimmt ist. Wir werden unser modernes Ssorzinda freilich nickt bauen können, wohl aber könnten wir nack und nach, je unter Benutzung der sich bietenden Gelegenheiten und wie baulustig ist gerade unsere Zeit! die modernen Städte mehr und mehr unserer Idealvorstellung der Stadt an­nähern. Es ist eine dringende und große Aus­gabe, datz wir endlich einmal die moderne Stadt als einen einheitlichen mächtigen Gesamtorganis- mus entwerfen, als einen Organismus mit Haupt und Gliedern, mtt Knochenbau und Arterien, einen Organismus, der von einem monumen­talen Zentrum fein Formengesetz empfängt, um es von hier aus, nach den weckselnden Lebensbe­dingungen es abwandelnd und variierend, an alle Stadtviertel weiterzuleiten, einen Organismus von hoher gefetzlicker Klarhett. monumentaler Würde und gesckmeidiger Anpassungsfähigkeit. Ohne den festen Glauben an ein solckes Ideal wird meines Erachtens der moderne Städtebau immer Stück- und Flickwerk bleiben; datz er aber darüber hinauskomme, daran haben nickt nur die Millionen von Stadtbewohnern, daran hat viel- mehr das ganze Land das stärkste Interesse: dem» trotz all« Gegensätze find Stadt nah Land ie

ihrem Schassen und Wirken, in ihrer Gesundhett und ihrem Gedeihen auf das innigste miteinander verknüpft.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Att Wildungen, 7. Mai. Unser früherer Pfar­rer Uckeley, welcher von hier als Privatdozeni nach Greifswald übersiedelte, ist zum ordentlichen Professor ernannt und an die Universttüi zu Königsberg berufen.

Gießen, 7. Mai. Während die Bautätigkeit in unserer Stadt in den letzten Jahren verhältnis- liläßig gering war, macht sich auf den Landorten eine regere Bautätigkeit bemerkbar, so z. B. in Lollar, Wieseck, Grotzen-Linden unb Heuchelheim. Die städtischen Handwerksmeister nehmen daher jetzt vielfach Arbeit in den Lcmdorten an.

Mühlhausen i. Th., 7. Mai. Die Pläne für die neue Landesheilanslalt bei Mühlhausen sind zum Teil schon ausgearbeitct und haben die Ge- uehrnigung der Aufsichtsbehörde gesunden. Ent- gegen der ursprünglichen Annahme will man doch noch in diesem Jahre an den Ausbau der Anstatt Herangehen; eine Anzahl größerer Baulichkeiten soll sofort in Angriff genommen und noch in die» fern Jahre unter Dach gebracht werden.

Alle? per 100 Kilo netto effektiv loco hier.

Weizenkleie jRogaentleie Futtermehl

Mk. 0 2.-10,50 Ml. 10,00-10,21

Mk 12,75-18.51

Getreide und Futtermittel.

Frankfurt, den 9. Mai 1910.

Tendenz:

Weizen, hiesiger unb Wetterauer

, kurbefsifcker

. norddeutscher

Roggen, hiesiaer

, russischer

. rumänischer

Gerste, hiesige unb Wetterauer

Hafer, hiesiae

. russische

Mail, mixed? .

, russischer

Weizenmehl Nr. 0

Mk. 2200-2225 Mk. 22,00-22.25 Mk. 22,00-22.25 Mk. 16.00-1615 Mk. CO.00-00 00 Mk 00,00-00,00 Mk. 00,00 00,00 Mk. 15,751625 Mk. 16,25-17,00 Mk. 16,43-1660 Mk. 00 00 -00,OC Mk. 80,5181,75 Mk. 60,00-00,00

, 2 Mk. 00.00-00,00

feinere Marken 0,501,00 Mk höher.

Roggenmehl Nr. 0 Mk. 23,25-23.50

, , 1 Mk. 22,25-22,50

. 2 Mk. 00,00OQ 00

Alle» per ICO Kilo inkl Sack loco t ier.

Viehpreise des heutigen Frankfurter Viehmarttes.

Eigener Drahtbericht der ,L)herhessischen Zeitung".

Auftrieb: 436 Ochstn, lk8 Kalben Minder) unb Kübe. 41 Bullen. 608 Kälber. 279 Schafe. 1999 Schweine Ziegen, Eckassämmer, Ziegenlämmer- Ans Oesterreich: Ochsen, Bulle, Rinder.

Schlacht. Leben!»

gewrcht

geroid

Bezahlt wurde für 100 Pfund:

Mk.

Mk.

Ochsen: 1. Qualität

80-82

2.

00-00

3

00-00

Kalben Rindert und Kühe: Kalben 1. Qualität:

00-00

Kühe: 1.

72-75

Kühe n. Kalben 2. tüuaL

7013

8.

0000

Bullen: 1. Qualität: *

67-70

2.

6*J65

3.

00-00

Bezahlt wurde für 1 Pfand:

P q.

Pf»

Kälber: 1. Qualität

96100

2. ,

8896

WM»

3.

0-00

Schafe 1. Qualität

84-86

n

2.

00-00

8.

00-00

Schweine: 1. Qualität

00-00

2.

00-00

3.

68-70

*

4.

67-69

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. phil. Tarl Hitzeroth tu Marburg

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