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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

*nb den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage."

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~IC ,.«7vrruefji,che Zeitung" erlernt lagt!») mit r,- ,:u- $>et

Sonn, und F-iertage. Ter Bezugspreis betrag: viertel, lahrltch durch die Post bezogen 2,25 JC (ohne Bestellgeld», bei unseren Zeitungsstcllen und der Expedition (Markt 21), 2 '<M

Marburg

Donnerstag, 28. April 1910.

~ie 3 n >\ rrion - gcbühr beträgt für die "gespalten^ Zeile oder deren 9!aum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckcrei Inhaber Tr. C. Hitzeroth, Marburg, Martt 21. Telephon 55.

45. Jahrs.

Zweites Blatt.

Bestellungen

fit die Monate Mal und Juni 1910 auf di«Oberhessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedi- «on (Markt 21), unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt, Wetter, Eb«. dorf, Hachborn, HeSkem-Mölln, Lei. denhofen, Dreihausen, Wittelsberg, Niederweimar, Niederwalgern, Damm und Lohra sowie von allen Post- anstalten und Landbriefträgern entgegengenom- mcu.

I EntwicklilngAch e und Relisüon.

Ist die christliche Religion und der uiit ihr deibundene Goltesglaube durch die Ergebnisse der modernen Raturtvissonschaft ividerlegt, un­möglich geworden? Das ist eine Frage, die heute unzählige Menschen beivegt. Diejenigen bi- bicfe Frage bejahen, stützen sich in den meisten Fallen auf die Entwicklungslehre. Durch sie sei der Gottesglanbr im christlichen Sinn mindestens unnötig gemacht worden. Früher allerdings habe d»e Rai '.rwissenschast die Hypothese von Gott ge­braucht als Notbehelf, um die Zweckmäßigkeit der Natur erklären zu können. Getrachtet aber u s^?'ts danach, diese Hypothese los zu wer­den. Möglich sei das geworden durch Darwin welcher gezeigt habe, wie die Fülle der Natur- bis zum Menschen hinauf in all ihrer Zweckmäßigkeit ohne leitende Zwecktätigkeit ledig- krch durch die natürliche blinde Macht des Kampfes ums Dasein allmählich entwickelt resp. tzezüchtet worden ist.

Also auf Darwins Lehre beruft man sich, um die Religion für definitiv erledigt erklären zu können. Mit welchein Recht? Darwin selbst hat diese Konsequenz nie gezogen. Aber seine konse­quenten Anhänger, wie Häckel und Dodel, haben sie gezogen, und nicht mit Unrecht. Sie Haven nur den eigentümlichen Sinn von Darwins Lehre konsequent zu Ende gedacht. Denn Dar­wins Lehre ist nicht, wie man heutzutage ost sagen hört, die Entwicklungslehre schlechthin, sondern sie ist eine Abart der Entwicklungslehre, nainlich mechanische Entwicklungslehre Alfts.ist rein mechanisch im Kampf ums Dasein geworden Die kompliziertesten Fornien sind im Prinzip nicht anders geb ldet worden wie die Form des Kieselsteins, der im Wildbach zu Tal gerollt ist Der Darwinismus hat zwar in der Nattirwissen- schaft die schon vorher vorhandene Entwicklungs­lehre zur allgemeinen Anerkennung gebracht. Aber nur deshalb, weil er sie mit dem Prinzch des Kampfes ums Dasein verband und dadurch für die Naturwissenschaft das langgesuchte Ideal absolut mechanischer Nattirerklärung zu verwirk­lichen schien. Deshalb hat er eine solche Rolle in der Naturwissenschaft gespielt. Um dieses seines Charakters willen aber mußte er auch so­fort bei seinem Auftreten in die allgemeine Welt, anschannngsdebatte gezogen werden, weil er als die naturwissenschaftliche Bestätigung dessen er- sck'ieu, was die damals herrschende philosophische Rich ung des Materialismus verkündete Der Materialismus hatte sofort herausgewitiert: Wenn die,e Theorie richtig ist, so ist es mit der religiösen Weltanschauung zu Ende. Und es ist richtig: Beide, mechanische Entwicklungslehre und religiöse Weltanschauung, schließen sich aus

Die Frage ist also die: Hat sich die mechanische Entwicklungslehre in der Natur­wissenschaft bewährt, genügt sie zur Erklärung des Tatbestandes der Natur?' In 5vjähriger Tätigkeit haben die Naturforscher emsig zu der gegebenen Theorie die exakte,! Beweise gesucht. Mit welchem Resultat? Daß eine immer mehr zurückkommt zu inneren, sonnenden, bildenden zielstr'bigen Kräften.

Geblieben ist dagegen und zweifellos einge­bürgert ist die Entwicklungslehre im allgemeinen. Daß sich die Welt bis dahin nach innerer Ord­nung gesetzmäßig entwickelt hat und Wetter ent­wickelt hat und weiter entwickelt. Ich wüßte nicht, was sich gegen diese Lehre vom Standpunkt der christlichen Welianschauung einlveuden ließe. Prü­fen wir einmal. Zunächst allerdings nmssen wir zwei Bedeutungen von Entwickelung, die heute auch häufig durche nander geworfen werden, .unterscheiden, Entwicklung kann gemeint sein im Sinne eines Ablaufs nach unten oder im Sinne von Höherenttvicklung.

Ist Entwicklung als Ablauf von einem An- .fangszustand gemeint, ivie etwa der Ablauf eines Uhrwerks oder eines chemischen Prozesses, so be Heutet das, auf die Welt angeivendet, daß deren Mntwicklung einen Entfalttrngsprozeß darstellt. Da Dieser gesetzlich verläuft und In ihm alles harmo-

I mich zusammen sich fügt, so muß diese Harmonie schon in ihrem Anfangs zustand angelegt gedacht

I werden. Wir kommen also auf eine harmonisch I angelegte Urmaterie. In diesem Sinne faßt z. B.

Ed. v. Hartmann die Sache auf; und Kant ist in seiner vorkritischen, nawrphilosophischen Periode von eben diesem Standpunkt aus zu der Anschau­ung gekommen, daß die Welt die sichtbare Er­scheinungsform einer in ihre Gedanken sich ent» [ faltenden göttlichen Vernunft sei.

Nimmt man aber Entwicklung als Höhenent­wicklung, so kommt man noch zu ganz anderen Re­sultaten. Was treibt höher? Die natürlichen, | rohen Kräfte? Darwin ist von der künstlichen Züchtung ausgegangen und hat deren Prinzip auf die Natur übertragen. Nur hat er dabei die Geistesarbeit des Züchters nicht gewürdigt. Man hat ihm ost entgegengehalten, daß Zuchtrassen so fort verwildern durch Rückkreuzung, wenn die züchtende Tätigkeit, die geistige Arbeit des Züch­ters aussetzt. Die sich selbst überlassenen natür­lichen Kräfte schaffen nirgends, weder im Natur-, noch im Kulturleben Höherentwicklung. Zu solcher bedarf cs der schöpferischen, zusammcnfasscndeu Tättgkeit des Geistes. Und ohne solche ist auch nicht denkbar, wie neuentstandene Fornien bleiben sollen. Wären sie durch blinden, zufälligen Zu- sammenlauf entstanden, so würden sie in gleicher W-ise wieder auseinander fließen. Jede Form ist eine Zusammenfassung von Einzelnem in einer Ordmmg. Ordnung aber präsenttcrt einen Ge danken und d-eser ist ein Geistiges. Die geistige Macht der bestimmten Ordnung bewahrt die ent­standenen Formen vor dem Zerfließen. So sehen wir. daß weder Aufwärtsentwicklung noch Er- baltttng des Entwickelten vorstellig zu machen ist, obne daß man hinter der Erscheinung eine gei­stige schöpferische und erhaltende Kraft annimmt. Ich sage absichtlich: Vorstellig machen! Denn exakt beweisen läßt sich'das nicht. Und ein zwin­gender Gottesbeweis läßt sich, das hat uns Kant für alle Zest gelehrt, aus der Ratttr nicht ad­le ten. Aber der vorhandene, aus der Religion stammende Gottesglaube läßt sich trefflich recht­fertigen. Interessant ist da, wie Kant in seiner kritischen Periode (1788) einmal erklärt hat, warum er an einer göttlichen schöpferischen Ver­nunft festgehalten hat, statt eine zweckmäßig, aber blind wirkende Grundkrast in der Natur anzu- nehmen. Er sagt: Es mag die Ursache der orga nischcn Wesen in der Welt oder außer ihr auzu treffen sein, so müssen ivir entweder aller Be­stimmung ihrer Ursache entsagen, oder ein intelli­gentes Wesen dazu denken. Denn Zwecke haben eine gerade Beziehung auf Vernunft, sie mag nun eine fremde oder eigene sein, müssen also stets auf eine der unseren zwar nicht notwendig gleiche oder ähnliche, aber doch analoge Vernunft be zogen werden. Eine göttliche Vernunft ist wenig- I stens einer be'annten Größe, nämlich unserer Vernunft, analog gebildet, während die Annahme einer Grundkrast c:ne absolut mythologische Er dichttmg lväre der jede Analogie auf dem Gebiet des Bekannten fehlt.

Dr. W i l h. E r n st.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Cngmalartitel ist gemäß § 18 de» Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe , »Qberhess. Ztg." gestattet >

Marburg, 27. April.

* Zum Scholander Konzert am 6. Mai. Dr. Ernst Neufeldt. der Bruder unseres Musikalien Händlers, schreibt üb-r ein kürzlich stattgehabtes Konzert in denDresdener Neuesten Nachrichten" folgendes: Sven Scholander war gestern wieder einmal im Land mit seiner fröhlichen Laute. Oder vielmehr: er hatte gleich zwei seiner Liebsten mit­gebracht daheim in Schweden hat er wohl gar noch mehr und er liebkoste sie und rühmte, wie alt sie seien eine jede über hundert Jahre! und fragte, ein wenig kokett, welche wohl die schönere sei. Und nun schenkt er uns von seinen Liedern ein: Er fiingt ein köstliches altes Tafel lied alla Polacca, singt die.angstvolle Ballade von den drei Schneidern, dieein Schneck für ein' Bär ang'schaut" haben, und legt seine Laute auf das Ungetüm an. Er schwingt sie in wettern Bogen und sie ruft als Glocke zu Freud' und Leid. Er singt deutsch und italienisch und französisch und feine geheimnisvolle, schöne Muttersprache. Dann ftagt er: Was noch? Von unten wird's ihm zu- gcmfen, und nun ist er plötzlichLütt Matten de Haas", und danzt' aleen up de achtersten Bcen, bald darauf aber le petit gar<?on qui mit les doisrts dans son nez und warnt seine Zuhörer eindringlich vor den schrecklichen Folgen dieser Manipulation. Die aber lauschen und lachen mit ihm und verscherzen ein paar fröhliche Stunden.

* Strafkammer. Eine interessante Privat- beleid-gungsflage, deren Veranlassung als sog. Friedensdorfer Triolen-Affäre" besonders im Wahlkreise Siegen-Wittgenstein Biedenkopf seiner Zeit viel besprochen wurde, beschäftigte gestern in der Berufungsinstanz die hiesige Strafkammer. Der Lehrer Hendorf in Niederdieten und der Leh­

rer Thome in Friedensdorf, sowie die Frau des letzteren wurden beschuldigt, Anfang Dezember v. I. den Parteisekretär und Redasteur Johanne- Ostehr ans Siegen durch üble Nachrede beleidigt zu haben. Ferner hat der Lehrer Thome in das Siegener Volksblatt* einen diesbezüglichen Ar­tikel gebracht, der ebenfalls schwere Beleidigungen gegen Ostehr enthielt. Der Sachverhalt ist fol­gender: Am 28. Oktober v. I. wollte Ostehr für die christlich-soziale Partei in der Bösserschen Wirtschaft in Friedensdorf eine Versammlung abhalten. Umständhalber mußte diese jedoch aus­fallen und deshalb hielt sich der RefereM, ehe er sein Zimmer ausfuchte, einige Zeit bei den Gästen in der Wirtsstube auf. während im Nebenzimmer der Kriegerverein tagte. In dem Gastzimmer befand sich jedoch auch die Frau des Lehrers Tbome mit ihrem Manne und dem Reisenden einer Fahnenfabrik, der den beiden Stoffe für eine Fahne, die sich der genannte Verein zulegen wollte, vorlegte. Ostehr soll nun, als die Fran wieder allein war, dieser gegenüber aufdringlich gewesen und schließlich beleidigend geworden sein. So verbreitete sich das Gerücht der 'toegerberetn habe sich eingemischt und schließlich sei eine Prü­gelei entstanden. Als nun in einem Siegener Blatte ein spöttischer Artikel über diese Ange­legenheit Aufnahme gesunden hatte, schrieb Thome einem anderen Blatte dort eine Notiz, in der er bedauerte, daß Ostehr damals keineBackpfeifen* bekommen hätte. Nach der Anklage kam nun Lehrer Hendorf als Hauptverbreiter des Ge­rüchtes in Betracht, ebenso Frau Thome, weil sie burc; ihre Behauptungen die Grundlag dazu ge­geben hätte. Das erste Urteil des Schöffengerichts in Biedenkopf batte gegen den Lehrer Heudorf auf 100 3t Geldstrafe und gegen den Lehrer Thome aus 20 M Geldstrafe gelautet, während die Frau Freisprechung erzielte. Ebenso war auch ihre Rebenflage gegen Ostehr abgewiesen worden. In der gesttigen Verhandlung zog der Rechtsbei­stand des Privatflägers die Berufung gegen die Frau zurück. Lehrer Hendorf gab bei seiner Ver­nehmung zu, daß er die Geschickte nach Mitteilung seiner Tochter, der Frau Thome. Wetter erzählt habe. Lehrer Thome versicherte, daß er allerdings sehr empört gewesen fei, als ihm seine Frau mit­geteilt habe, daß sie von Ostehr fortwährend fixiert und belästigt würde. Der Privatkläger bekundete, daß er sich mit den übrigen Gästen imd auch mit der Frau unterhalten habe, daß er beat Wechseln seines Sitzes mit seinem Arm zufällig den Arm der Frau gestreift hätte, sei von dieser mißverstanden und in der ihm so unangenehmen Weise benutzt worden. Es sei ihm gar nicht in den S un gekommen, sich der Frau in irgend einer anstößigen Form zu nähern. Die Frau Thome bekundete, daß sie den Eindruck gehabt hätte, als wenn Ostehr lehr zudringlich sei. Nachdem er sogar seinen Arm Mts den ihrigen, wenn auch viellcickt unabsichtlich, gelegt und sich nicht ent­schuldigt hätte, sei sie ansgestanden und habe sich bei ihrem Manne über dies Benehmen be­schwert. Das Gericht kam nach Vernehmung einiger Zeugen zu demselben Resultat, wie in der Vorinstanz. Nur in Bezug der Publikatton des Gerichtssvnichs trat eine kleine Abänderung ein.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Cassel, 25. April. Der Sittlichkeitsbund vom Weißen Kreuz für Deutschland und die Schweiz, welcher sich mit der sittlichen Hebung der männ­lichen Jugend besaßt, zählt nach seinem soeben versendeten Jahresbericht für 1909 3812 Bundes- gli'ber welche 311 Ortsgruppen in Deutschland, 17 in der Schweiz und 14 in anderen Ländern bilden; vereinzelte Bundesglieder befinden sich in Südafrika. Kamerun Japan, Hongkong, und auf deutschen Kriegsschiffen. Vom -2. bis 4. Sep­tember 1910 tagt in Cassel der 3. Deutsche Weiß- Kreuz Kongreß für junge Männer: die Geschästs- sftlle (Berlin-Friedenau, Jllstraße if, Leiter Fre Herr von Starck) nimmt Anmeldungen ent­gegen und erteilt jede gewünschte Auskunft.

Frankfurt, 25. April. Die Eröffnung der Scklacht- und Mastvieh-Ausstellung in Frankfurt erfolgt am Donnerstag, den 5. Mai (Hmmel- fahrt). mittags 12 Uhr. In einer Versammlung von Bäckereiarbeitern wurde auf Vorschlag des Verbandsvorsitzenden Allmann Hamburg beschlos­sen, den (Streif für beendet zu erklären. Es wurde bervorgehoben. daß durch die Beilegung des Streiks der Kampf um den Ruhetag nicht aufge- hob n sei, sondern bei passender Gelegenheit er­neut aufgenomrnen werden soll.

(Sontra. 25. April. Gestern morgen landete zwischen Weißenhasel und Nentershausen der französische BallonAlthaire*, in dem sich zwet Herren aus Paris befanden. Der Ballon war m Poris vorgestern nachmittag aufgestiegen. Nach zwölfstündiger Fahrt hatten sich die Luftschiffer genötigt gesehen, zu landen, nachdem sie in großer Höhe in heftiges Schneetreiben geraten waren. Die Landung erfolgte glatt, etwa 200 Meter von Weißenhasel. Herbeieilende Bewohner halsen den .

Luftschiffern, von denen einer gebrochen deutsck sprach, bei der Bergung des BallonS, der bam nach Sontra gebracht wurde. Von hier führet die Lustfchiffer mit der Bahn nach Bebra und vor da nach Paris zurück.

Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Unter dieser Rubrik veröffentlicht die Redaktion Stimmen aus ihrem Leserkreis» Für die hierin aus­gesprochenen Ansichten und Tendenzen übernimmt bu Redaktion (außer der preßgesetzlichen) keine Ver­antwortung, diese bleibt vielmehr dem Ein­sender überlassen.

Roheit über Roheit.

Man schreibt uns: Die Bemühungen des Ber- schöneruncisoereins, den Aufenthalt in unseren An­lagen und auf unseren Promenaden so angenehm als möglich zu machen, sind wieder einmal schlecht belohnt worden. .So wurden in der letzten Zeit di Bänke in der Uferstraße, am Sckützen-'i ckl und m" Augustenruh in ekelerregender Weise c 'uhettj > von den jungen Bäumchen an dem neuen Weg^^ hm Eisenbahn fitih oerVMehene mit einem tch»"- Messer dicht über dem Erdboden abgeschnitten w : den; sie sollten später zur Beschattunq der dortig neuen Bänke dienen. Nach dem Muster andere. Städte sind ffirzlich an den Bänken Messinnschilde angebracht worden mit der BezeichnungBerschö nerunasverein Marburg". Bon diesen wurden aus dem Frieorichsplatz kaum 8 Tage nach Anbrinaung verschiedene abaeschranbt und entwendet. Schließlich wurden ganz kürzlich von den Alleebäumen in der Ortenbergstraße fünf mit einem scharfen Instrument angeschlagen und teilweise ihrer Rinde beraubt bi« hinauf.in die Aeste, von einem Baum der Pfahl ent­wendet und ein anderer dickt am Erdboden nebst Pfahl abaebrochen. Diese Allee war nun erst vor 8 Tagen neu ergänzt und bergerichtet worden. Was soll man dazu sagen? Wie oft ist hier schon um Schonung und Erhaltung der Anlaaen und Prome­nadenwege gebeten worden! Alles vergeben». Wirflich, hier in Marburg scheinen diese Roheiten besonders an der Tagesordnung zu fein!

Viehpreise des heutigen Frankfurter Viehmarktes.

Eigener Drahtbericht der ,L)berhesfischen Zeitung".

Auftrieb: 432 Dd&'en. 1179 Kalben Minder) und Rühe. 4'lBullen. 312 Kälber, 243 Schafe, 711 Schweine Ziegen, - Sckattämmer, Ziegenlämmer. An- Oesterreich: Ochsen, Bulle, Rinder.

-

Lebend»

Schlacht-

gewicht

gewicht

Bezahlt wurde für 100 Pfund: Mk

Mk.

Ochsen: 1. Qualität

44-47

2.

40- 43

3

OC00

Kalben (Rinder) und Kühe: Kolben 1. Qualität:

00-00

_

Kühe: 1.

40-45

Kühe u. Kalben 2. Dual.

37-41

, , . 3. ,

00-00

Bullen: 1. Qualität:

2.

43-45

3.

40-31

Bezahlt wurde für 1 Pfund:

M«.

Pf»

Kälber: 1. Qualität

0000

2.

00-00

3.

00-0)

Schafe 1. Qualität

3941

2.

8437

' 3.

00 CO

Schweine: 1. Qualität

00 0

2.

0000

3.

52-55

4.

50-53

-

Geschäftliche

l'ing.

eine« schönen Erfolg Marburger Geschäftsrührig- kcit hat die hiesige Firma Striepe & Lange zu ver­zeichnen. Derselben wurde seitens der Eisenbahn­direktion Cassel die gesamte Lieferung der für diesen Direktionsbezirk erforderlichen Gas-Glühkörper über­tragen. Es handelt sich hierbei um die schon mehr­fach auch in unferm Blatte angezeigten Cerofirm- Ideal"-Elühkörper, die sich wegen ihrer außer­ordentlich großen Haltbarkeit und intensiven Leucht­kraft überall überraschend schnell eingeführt haben. Gerade mit Rücksicht auf die int vorigen Oktober in Kraft getretene Glühstrumpssteuer war es ja dankbar ** zu begrüßen, daß endlich ein wirklich widerstands­fähiger Glühstrumpf in den Handel kam. Der obige Erfolg dürfte ein vollgültiger Beweis für die Bor- züglichkeit der von der Firma Striepe & Lange hier ebenfalls eingeführten Cerofirm-Zdeal"-Elühkörper sein.

Bereits am 11. und 12. Mai findet die Auslosung der Gewinne der Internationalen Motorboot- und Motoren-Ausstellungs-Lotterie in Berlin statt im Eesamttoert-Betrage von M 130 000.. Die Haupt­treffer M 50 000, J*. 20 000, <4 10 000 und noch wei­tere 5733 Gewinne haben einen schnellen Absatz bet Lose zur Folge gehabt, sodaß der noch vorhandene Rest bald geräumt sein wird. So lange der Bor- rat reicht, sind die Lose zum Preise von .« 3. bei den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen zu haben, sowie auch durch das General-Debit ®u[t Psordte, Essen a. Ruhr zu beziehen.

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.