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«nb den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und »Landwirtschaftliche Beilage."

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TieOberhessische Zeitung" crsciiernt täglich mit JiuSuaSmc der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt diertei- jührlich durch die Post bezogen 2,25 JC. (ohne Bestellgeld), bei unseren ZeitungSstcllen und der Expedition (Markt 21), 2 <X.

Marburg

Sonntag, 24. April 1910.

Lic Insertion Sge b ü h r beträgt für ine 7gc>palle>:e ;J,.. oder deren Siaum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Bug. Koch/> Universitäts-Buchdruckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

45. Jahrs

Zweites Blatt.

Bestellungen

fflr die Monate Mai und Juni 1910 auf die ,,Ob erhessische Zeitung" nebst Ihren Beilagen werden von unserer Expcdi jstou (Markt 21), unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Reustadt, Wetter, Ebs­dorf, Hachborn, HeSkem-MSlln, Lei­denhofen, Dreihaufen, Wittelsberg, Riederweimar, Niederwalgern, Damm nnd Lohra sowie von allen Post­anstalten und Landbriefträgern entgegengenom- Ate«.

Die Weltausstellung in Brüssel.

Die Eröffnung der Brüsseler Ausstellung soll in Kürze erfolgen, aber die Aussicht, daß sie bis zu diesem Zeitpunkt auch nur im Großen und ganzen in einem fertigen Zustand ge­bracht werden kann, schwindet immer mehr. Die Brüsseler Zeitungen klagen namentlich über daS langsame Eintreffen der ausländischen Aus­stellungsgüter. Sie berichten darüber, wobei allerdings die deutsche Abteilung und di« für sie bestimmten Gegenstände eine rühmenswerte, hoch- erfreuliche Ausnahme machen, geradezu un­glaubliche Dinge. In der englischen Abteilung sollen erst zwei Aussteller die Einrichtung und Ausstattung ihrer Stände vollendet haben. Die französische Gruppe fängt nach einem Bericht der »Jndöpcdance beige* eben an, sich auS dem Gröb­sten herauszuarbeiten. Am meisten scheinen di« Italienischen Aussteller im Rückstände zu sein, denn der Berichterstatter des genannten Brüsseler Blat- tzes krittsiert die italiensche Lässigkeit und Lang­samkeit mit der boshaften Frage, ob man in Ita­lien etwa glaube, daß die Eröffnung der Aus­stellung erst im Jahre 1911 erfolgen solle. Jeden­falls soll in der italienischen Abteilung noch nicht eine Gruppe mit der Aufstellung der Ausstellungs­gegenstände begonnen haben. Von der inter­nationalen Ableilung heißt es, sie befinde sich noch lnuner in einem embryonalen Zustande. Und selbst die belgische Gruppe muß sich die Fest­stellung gefallen lassen, daß zwar die Schränke und Tische da sind, welche die Ausstellungsgegen­stände aufnehmen sollen, daß sie aber bisher noch leine Gelegenheit gehabt haben, ihren Zweck zu i erfüllen. So ergibt s ch der Schluß, daß. auch wenn in den letzten 8 bis 10 Tagen mit Hochdruck gearbeitet wird, die Brüffeler Ausstellung genau so wenig oder, wenn man lieber will, genau so tolel von einem fertigen Zustande entfernt sein wird, wie fast alle ihre Vorgänger. Allerdings sche'nt wen gstens, wenn man der Darstellung der Brüffeler Blätter Glauben schenken darf, in diesem Falle weniger die Ausstellungsleitung, als die in« und ausländischen Betriebe und Werke, die ihre Teilnahme angemeldet haben, die aber mit der

Anlieferung der Ausstellungsgegenstände ganz außerordentlich im Rückstände geblieben sind, die Schuld zu treffen. Immerhin ist die hauptsäch­lichste Vorbedingung -erfüllt, um die Eröffnung am 24. April stattfinden zu kaffen. Der Bau des großen Festsaales nämlich, in dem der Erösf- nungsakt sich vollziehen soll, ist soweit gefördert, daß, wenn in den nächsten Tagen mit größter Energie gearbeitet wird, die Möglichkeit vorhan­den ist, ihn am 24. April in einem gebrauchsfer­tigen Zustande zu präsenttereu. Eine ungemein rührige Tättgkeit, wie sie auf anderen Gebieten leider gefehlt hat, wird auch bei der Vorbereitung festlicher Veranstaltungen entfaltet. Erst vor we­nigen Tagen ist wieder e n neuer Ausschuß ge bildet worden; er hat sich die Aufgabe gestellt, das Programm für die Eröffnungsfeierlichkeiten und die damit zu verbindenden Festlichkeiten aus zu arbeiten. Die Besucher der Brüffeler Ausstellung, die noch im April oder Anfang Mai nach der bel­gischen Haupstadt kommen, werden also voraus­sichtlich nur eine Abteilung, nämlich die deutsche, in fertigem Zustande borfmben. Aber sie brauchen sich durch die Enttäuschungen, die ihnen die Übri gen Gruppen der Ausstellung bereiten werden, von ihrem Besuche n'cht abbatten zu kaffen, denn für Vergnügungen und linferbaTtunqen aller Art wird auch schon unmittelbar nach Eröffnung der Ausstellung bestens gesorgt sein.

Politische Umschau.

Bon den Reichseinnahmet«.

Voraussichtlich werden schon am Ende bet laufenben Woche b:e Ergebnisse der hauptsächlich sten Einnahmeauellen des Reichs im Finanzjahre 1909 veröffentlicht werden. Dadurch wird man ja noch kein ganz zittrettendes Bild von dem Finanzergebnifle 1909 erhalten. Dieses wird sich erst gewinnen lasten, wenn der Finalabschluß der RctchSbauptkaffe veröffentlicht werden wird, was auch in diesem Jahre vor Ende Augnst ober An fang September schwer! ch der Fall sein wird. Immerhin wirb man beurteilen können, ob die tatsächlichen Einnahmen sich gegenüber den Etats

ansätzen günstig gestaltet haben oder nicht. Es ist mit ziemlicher Sicherheit vorauszusehen, daß das demnächst zu vereösfentlichende Ergebnis ein günstiges sein wird. Mau wird ja allerdings immer bedenken müffen, daß durch den großen Nachtragsetat den Einnahmeansätzen des Etats für 1909, soweit sie Zölle, Verbrauchssteuern und Gebühren betreffen, 85 Millionen Mark als Erträge der letzten Reichsfinanzreform zugesetzt sind, aber auch bei Zuziehung dieses beträchtlichen Zusatzes wird der Etatsansatz von der Wirklich­keit bei den erwähnten Einnahmequellen bebeu tenb überschritten werden. Allerdings wird man daraus noch keinen ganz sichere» Schluß aus Sie schließliche Gestaltung der Einnahmen des Finanzjahres 1909 ziehen können, weil an ande­ren Stellen vielleicht auch Fehlbeträge zu ver­zeichnen sein werden. Im großen Ganzen aber darf man damit rechnen, daß die Wirklichkeit bei den Einnahmen des Jahres 1909 im Reiche bester fein wird, als der Etat. Das ist natürlich erfreulich. Ebenso wird vom finanziellen Stand­punkte aus begrüßt werden können, baß bei einet Ausgabe, nämlich der im Etat mit 40 Millionen Mark in Ansatz gebrachten Auffüllung des Hin terbliebenenverstchenlngsfonds, der weitaus größte Teil wird gespart werden können. Es läßt sich danach auch erwarten, daß das Ender­gebnis bei den Ausgaben ebenso wie bei den Einnahmen günstig für die Reichskaffe fein wird. Mehreinnahmen und Minderausgaben werden zulammentreffen, um die Wirklichkeit für 1909 besser werden zu lassen, als den Etat. Trotzdem wird es unter allen Umständen unmöglich fein, d'e ungedeckten Matrikulannnlagen des Etats für 1909, von denen 48VL» Millionen Mark von den Einzelstaaten getragen werden, aus der Welt zu bringen. Man wird einen Teil davon beseitigen können, was auch schon zu begrüßen sein wird. Der Rest, der immer noch recht ansehnlich fein wirb, wirb aber, da seine Abbiirbung für die nächsten drei Jahre vorgesehen ist auf die Etats von 1911 bis 1913 ganz beträchtlich drücken. Diese unvermeidliche Tatsache sollte bei allen finanziel­len Aktionen im Reiche im Auge behalten wer­den Es wird außerordentlich schwer werden, die

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6871.

Am Mittwoch wurde bei einer Nachtübung gegen 8 Uhr abends das TorpedobootS. 122* von dem kleinen KreuzerMünchen* gerammt. Das Torpedoboot ist in der Mitte durchgebrochen und vollständig gufgeriffen und die Maschme um« geworfen. Von der Besatzung sind die

Maschinisten Küster und Genee getötet und meh­rere verwundet. Durch schnelle Hilfeleistung der anderen Boote wurde das Beschädigte vor dem Versinken gerettet. Donnerstag früh wurde da- Schiff von zwei anderen nach Swinemünde ein­geschleppt. Die Flottille hatte halbmast geflaggt.

nächstjährigen Etats zu balanzieren. Deshalb sollte man auch einerseits keine Ausgaben, die man hat, aus der Hand geben und andererseits sich nicht auf Reuausgaben einlaflen, die nicht durchaus notwendig sind.

Deutsch-schwedische Handelsbeziehungen.

Die Verhandlungen über den schwedischen Zolltarif haben Deutschland erneut auf die leb hafte Entwicklung aufmerksam gemacht, welche die Industrie Schwedens in den letzten Jahren durchgemacht hat. In diesen Tagen hat sich eine große Anzahl der ersten Industriellen Schwedens zu einem Jndustrieverbande zusammengcschlossen der unter dem NamenSveriges Jndustrieför bunb bereits ein Bureau in Stockholm eröffnet und feine Tätigkeit aufgenommen hat. Der neu« gegründete Verband will es sich zur Aufgabe machen, die Interessen der Industrie in politi­schen und Gesetzgebungsfragen zu vertreten. Wie wir hören, ist der schwedische Verband an den Eentralverband deutscher Industrieller mit dem Ersuchen herangetreten, nähere Verbindung Zwischen den beiden Organisationen zu schaffen. Der Eentralverband ist diesem Ersuchen nachge­kommen, und es wird ein regelmäßiger Aus­tausch der Statuten, Zeitschriften und sonstigen Veröffentlichungen stattfinden.

Die preußischen Richter.

Nach den neuesten amtlichen Feststellungen gibt es in Preußen zur Zeit 4817 Richter, 2806 Assessoren und 76994 Referendare. Auf die Jahre 19001908 verteilen sich die Zahlen wie folgt:

Iaht

Richter

Assessoren

Referendare

1900

3937

1756

4609

1901

3997

1820

4954

1902

4056

1979

5319

1903

1737

2065

5718

1904

4-2.15

2209

6154

1905

4399

2198

6524

1906

. ,7 ' 4547

2272

7003

1907

4647

2479

7182

1908

4730

2613

7528

Eisenbahnkredite.

Die Arbeiten an der Eisenbahnkrediworlage sind soweit gefördert, daß sie in naher Zeit zum Abschluß gebracht werden können. Die Vor­lage wird dann unverzüglich dem Abgeordneten­hause unterbreitet werden. Ihr Inhalt ist zn einem großen Teil schon durch den Eisenbahnetat für 1910, der gegenwärtig im Abgeordnetenhause zur Beratung steht, bekannt. Unter anderem ivird in ihr eine beträchtliche Summe zur außer­ordentlichen Beschasftlug von Fahrzeugen für die bestehenden Bahnen, und zwar in Höhe von 75 Millionen Mark, gefordert werden. Weiter soll der Ausbau der Nebenbahn Allenstein Kobbel- bude zur Hauptbahn, sowie der Verbindungsbahn von Danzig nach dem Holm und bei Halle a. d. Saale durck sie zu Ende geführt werden. Eine größere Zahl von Bahnen soll zweite, dritte ober vierte Gleise erhalten, so die Strecke Malente GrevesmühleEutin, NeurodeGlatz, Weimar Goschwitz KoburgCreidlitz. BörningCastrop, EvingDortmund-Süd, Bochum« NordPräsi­dent, PräsidentRiemke, Essen WestEsserE Hauptbahnhof, Höchst a. M.Niedernhausen, KohlfurtNiesky, MückaHohenbrocka, Löhne

17 (Nachdruck verboten.)

Um Eure und Recht.

Roman von O. Elfter.

t Fortt ctzung.)

VIII.

Es war eine herrliche Sommernacht und Fritz schlug den Weg über die Wiesen ein, welche an den Schloßpark stießen, um dann durch diesen am k-chloffe vorüber nach dem Hof zu gelangen. Er brauchte ja nicht zu fürchten, daß er noch jeman­den von der Familie des Barons in dem Park treffen würde, war >cs doch fast Mitternacht.

Der Mond stand als volle Silberscheibe an dem wolkenlosen Himmel und übergoß die ruhende Welt mit einer Flut magischen Lichtes, das um so zauberhafter wirkte, als sich kein Laut hören ließ und die Büsche und Bäume wie in tiefem Traum versunken regungslos dastanden. Rur weiße, silberschimmernde Rebelschwaden zogen kantlos über die niedrigen Wiesen, dort wo sich der Bach zwischen Erlengebüsch mch alten knor­rigen Weiden hindurchschlängelte. Wie geister- haste Wesen in langen, schlependen Gewändern zogen die Nebel dahin, bald höher hinauffteigend, bald sich auf eine der alten Weiden gleichsam niederlassend, bald dicht über dem Erdboden da -inschwebend ohne Laut totenstill.

Fritz ward es fast unheimlich zu Sinn; fein Auge ward fast geblendet von der silbernen Licht­flut, und in der lautlosen Stille dieser Rächt hörte er das Pochen des eigenen Herzens. Er erinnerte ftö), wie fröhlich und harmlos Erika hier mit ihm geplaudert, während er die Leute beaussichttgte, welche das duftende Heu auf die Wagen türmten. Das war erst einige Wochen her und wie hatte sich alles um ihn und in ihm geändert.

Tief« Wehmut «Miss ihn.

Ueber die Bäume des Parkes ragte der Turm des Schlosses empor, dessen goldene Weterfahne im Mondlicht aufblitzte.

Dort ruhte Erika jetzt ober nein, dort saß sie vielleicht wieder am Fenster und lauschte hin­aus in die monderhellte Rächt, ob sie nicht die weichen Klagelante der Geige hörte. Fritz hatte es wohl bemertt, weshalb Stanislaus fast die halbe Rächt spielte. Zuerst hatte er darüber ge lacht, wie über eine verrückte Marotte, dann aber war es ihm doch ausgefallen, daß die Geige stets um eine bestimmte Stunde erklang, feine eifer­süchtige Liebe machte ihn mißtrauisch, er legte sich aufs Beobachten, und er entdeckte, was allen anderen ein Geheimnis war, diese nächtliche Zwiesprache durch die Töne der Geige zwischen Erika und Stanislaus.

Das hatte, ihn noch trauriger gestimmt und den Entschluß in ihm gefestigt, Schloß Hambach zu verlassen.

Und jetzt war es soweit, und morgen schon sollte es in die weite Welt gehen. Das entschei­dende Wort war gesprochen et konnte nicht mehr zurück.

Es war ja auch am besten so und doch schlich sich eine tiefe, hoffnungslose Traurigkeit in fein Herz. M war ihm, als wenn er von feiner glücklichen Jugend Abschied nehmen sollte.

Wenn er Erika doch noch einmal sehen und sprechen könnte!

Et würde sie wahrscheinlich morgen noch ein­mal sehen, wenn er seinen Abschiedsbesuch machte. Aber dann waren ihre Eltern, jedenfalls ihre Mutter zugegen, und es wurde nur ein kühles Lebewohl gesprochen, und Erika würde ihm flüchtig die Hand reichen, und dann würde alles vorüber sein.

kein inniges, freundliches Wort, (ein lieber,

guter Blick würde ihm mit auf den Weg gegeben werden.

Die Schatten des Parks umfingen ihn jetzt. Der Weg, den er verfolgen mußte, um zum Hof zu gelangen, führte abseits am Schlosse vorbei, aber Fritz konnte es sich nicht versagen, den auf das Schloß zusübrenden Hauvtweg zu verfolgen, um noch einen Blick auf das Heim zu werfen wo Erika jetzt im traumerfülften Schlummer ruhte.

Ach, von ihm träumte sie gew ß nicht. Ihre Träume waren erfüllt von den füßen Tönen der Geige und den fchmeichlerischen Worten, mit denen der Künstler ihr Herz umworben und be­täubt hatte, daß sie jetzt meinte, ihn zu lieben, daß sie jetzt den früheren Freund, den Geführten so manchen lustigen Streiches vergessen hatte.

In einer tiefen Ruhe lag das Schloß da. Kein Fenster war erleuchtet, nur in dem an die Veranda anschließenden Speifefaal brannte eine kleine Ampel und verbreitete durch die bunten Scheiben ein mattes Licht. Die Tür zur Veranda war geöffnet und daS buntfarbige Licht der Ampel fiel in einem matten Reflex auf den Fuß­boden der Veranda.

War es nicht auffallend, daß die Tür zum Speifezimmer offen stand?

Wie leicht konnte sich jemand in das Schloß einschlelchen. War es Unachtsamkeit des Diener- oder war es bestimmte Absicht?

Fritz erschrak vor dem Gedanken, der in seiner Seele aufblitzte.

Rein, soweit konMe sich Erika nicht vergessen, daß sie Stanislaus ein nächtliche- Stelldichein gab.

Mit Gewalt unterdrückte er diesen Verdacht und zürnte sich selbst, daß er auch nut einen Augenblick diesen Gedanken hatte hegen können.

Er stand noch da tat Schatt«, der hossM

Bäume und schaute nach dem einsamen Lampen- schein hinüber, als sich etwas auf der Veranda bewegte, der Schatten einer schlanken Frauen« gestalt huschte vorüber und verschwand in der Dunkelheit, welche auf der Veranda herrschte.

Und jetzt ein knurrender, brummender Saut! Das mußte Bell a sein, der Hund Erikas, welche einen fremden Menschen in dem dunklen Park witterte.

Regungslos stand Fritz. Ein eisiger Schauet überrieselte ihn. Also war fein Verdacht doch be­rechtigt gewesen, und Erika war töricht genug, ihre Ehre und ihren guten Namen diesem Men­schen preiszugeben, von dem Fritz wußte, wie wenig er das Vertrauen eines reinen unschul­digen Mädchens verdiente.

Der Zorn erfaßte ihn, und rasch enffchloflen trat er einige Schritte bot, um Erika zu warnen, um ihre törichte Handlungsweise vorzuwetfen. In demselben Augenblick sprang aber auch der Hund mit lautem Gebell die Veranda herab und auf ihn zu.

Still, Bella," sagte Fritz.Ich bin es= kennst du mich nicht mehr?"

Das zornige Gebell des Hundes ging in ein freundliches Winseln Über, als er Fritz erkannte, Dann lief et zur Veranda zurück, als ob er feine Herrin holen wollte.

Erika trat jetzt in den Lichtschein der Lampe, sie schien zu zögern, fle schien ungewiß, ob ste bleiben oder in das HauS zurückgehen sollte. End« llch fragte ste mit leiser Stimme:

Wer ist da tm Garten?"

Da trat Fritz vor.

Ich bin eS, gnädige- Fräulein Friß vorn..." (

Ein Ausruf der Uebertaschung entschlüpft- Erika- Lipp««. , (Fortsetzung folgt.)