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45. Jahr»

M 85

Eisenbahnetat.

' 7

der junge Mann, Miß

gefällt

Ihnen

i»

ein

.Ich meinte nur, eS sei schade um

schönen hellgelben Stiefel. Man kann

die

Heiden wandte

Ihre Stall­einen

t ssortietzuna i

Herren entfernten sich, und die sich an die Engländerin mit der

wenig.

hübsch und interessant/ schwärmerischen Augen-

spektor Grupe auf die Felder und Wesen. Können Sie reiten?' fragte der Baron, Rur wenig, Herr Baron."

Die Baronin Frage:

»Wie

die Hühner, Tauben, Puten und Enten füttern.

War das ein Geschnatter, ein Gackern,

Bahlev?"

Die Miß errötete ein

Ich finde ihn sehr entgegnete sie mit einem aufschlag.

ungen nicht immer so sauber halten, wie Salon. Haben Sie keine hohen Stiefel?"

Rein aber Gamaschen."

So ziehen Sie diese wenigstens an."

Aus dem Ovambolande.

von geschätzter Sette wird derDeutschen Kolonialzeitung' geschrieben:

Im Ovambolande scheinen, nachdem sett der militärischen Expeditton der Portugiesen im Jahre 1897 alles ruhig geblieben ist (natürlich abgesehen von den nie stockenden Raubzügen der Kuanjamas), sich jetzt aufs neue Unruhen vorzu­bereiten. welche jedoch mit dem kürzlich gemel­deten Tode des Häuptlings Jtta vom Kualusi- Stamme (westliches deutsches Ovamboland) und des Bruders des Häuptlings Nanda, Hamalua, vom Kuanjama Stamme (östliches Ovamboland, vier Fünftel portugiesisch, ein Fünftel deutsch) nichts zu tun haben. Vielmehr sind jene Unruhen bei den unmittelbar an der deutschen Grenze sitzenden porwgiesischen Ovambos durch rück sichtslose Erhebung der Hüttensteuer seitens der von den Porwgiesen damit beauftragten und auf dem Mosiamedes Hochlande feit langen Jahren ansässigen Buren entstanden, welche als Pfän­dung Vieh, den Hauptbesttz der Ovambos, weg­

teitt. Teile j durch

trieben und verkauften, was die Eingeborenen um so fühlbarer traf, al» durch mttitärische Expedi­ttonen, Anlage von zu verproviantiere^enMili- tärstattonen, autzergewöhnliche Dürre usw. fotoie« so die Ovambos zurzeit einen schweren Stand haben, so daß das Gouvemement von Mndhuk bekanntlich schon sett über einem Jahre die beut- scheu Ovambos mit Abgabe von Lebensmitteln infolge Befürwortung der beutschen und finni­schen Missionare unterstützt. In der portugiesi­schen Deputtertenkammer stellte am 2. April der Abgeordnete Antonio Jose de Almeida einen Dringlichkettsantrag, die Regierung zu befragen, ob jene anscheineick offiziösen Nachrichten aus dem Ovambolande zuttefien, und ob das Mini­sterium schon enttprechende Maßnahmen ttaf, um die schuldigen Behörden, welche in den mtt so schweren Opfern unterworfenen Gebieten Un­ruhen stiften, mit aller Sttenge zu bestrafen. Die Deputtertenkammer lehnte aber durch Majorität die Dringfichkett ab, so daß eine Antwort nicht erfolgte. Jnwiewett jene Unruhen, zu deren Be- seittgung übrigens der sehr umsichtige und sach­kundige Generalgouverneur von Angola, Oberst­leutnant Ro^adas, sofort aus Loanda geeignete Maßnahmen anordnete, auch auf Deutsch Süd- westafritt einw'rken, läßt sich im Augenblick noch nicht sagen. Man wird sich erinnern, daß vor etwa einem Jahre dieDeutsch Südwestafrika­nische Bettung" sogar von Pfändungen von Vieh 70 Kilometer südlich der deussch porwgiestschen Grenze fettens solcher burischer, aus Angola kom­mender Steuererheber berichtete, was bei der Dreisttgkeit, mit der auch burische Jäger auf deut­schem Gebiete von Angola aus unter dem Wild- bestande aufräumen, nicht ganz unmöglich er­scheint. Jedenfalls zeigen solche Vorfälle auch wieder die Dringlichkeit einer baldigen, den ört­lichen Verhältttissen besser angepaßten Grenz- reaulierrtng zwischen Kunene und Okavango, so­wie Einrichtung einer Verwaltung im deuttchen Anteil des Ovambolandes. Eine Anwerbung von Arbeitern für b:e Kakao-Inseln St. Thom6 und Principe, ivo jetzt schon 40 000 Angola Ein­geborene beschäftigt werden, ist vorläufig noch im portugisieschen Ovambolande verboten.

Das müssen Sie lernen. N.hmen Sie heute nachmittag bett alten Braunen des JnspettorS, der wirst Sie nicht ab. Der Jnspestor kann eines meiner Reitpferde nehmen. Auf Weder- sehen heute mittag."

Auf seinem Zimmer angekommen, warf sich Stanislaus erschöpft aus das harte, schwarz- lederne Sofa.

Er fühtte sich kreuzunglücklich. Er hatte sich das Leben auf dem Lande, in dem Schlosse des reichen Barons Hambach Waldstätten ganz an­ders vorgestellt, und er war ärgerlich auf seine Mutter, daß sie ihm ein solch schönes Bild von dem Leben auf Schloß Hambach entworfen hatte.

Wenn er gewußt hätte, was er jetzt wußte, wäre er nicht aus Berlin fortgegangen. Diese" schmutzige Arbeit des Landwirts paßte nicht für, ihn. Puh, wie seine Stiesel und sein Anznß' roch!

^Fortsetzung folgt.)

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Rr. 30.

Der neue Volontär verschwand und kam nach einiger Zett wieder t« eleganten ledernen Sport­gamaschen.

Ist es so recht Herr Baron?"

Nun, es wird gehen. Kommen Sie nur wir haben so tote so schon Zett genug vertrödelt."

Zuerst wurde der Pferdestall besichtigt, was rasch geschehen war, da hier nur die vier Kutsch- tmd zwei Reitpferde des Barons in einer beson­deren Abteilung standen, während alle anderen Pferde draußen bei der Arbett waren. Dann kam der Kuh- und Mastviehstall, in dem geradegro­ßes Reinmachen" stattfand: der Schweinestall, der Schafstall, die verschiedenen Scheunen und Kornböden wurden ebenfalls besehen, und schließlich landete man auf den Geslügelhos, wo eb.-n Erika und dieMamsell" beschäftigt waren.

Politische Umschau.

eine Feststellung.

Berlin, 11. April. Das Polizeipräsidium mit: Dem Polizeipräsidium wird von einem der Presse Gefährdung der Staatsautorität

legens. Zwar wird man versuchen, die Betriebe, die sich an der Aussperrung nicht beteiligen wollen, durch Boykottierung seitens der Liefcramen zum Anschluß zu zwingen. Wer es ist noch ungewiß, ob sich dieses Suttet wird durchführen lassen. Dazu kommt noch, daß auf dem ßanbe überall eine rege Bautätigkeit herrscht und die Bauherren und Arbeiter vielfach als Unternehmer austreten.

Aus Frankfurt, Ludwigshafen, Köln, Dresden, Danzig und anderen großen Städten laufen sh.'N Meldungen über beginnende Aussperrungen eit. Aus München meldet dieFrkf. Ztg." unter bem gestrigen Datum:Im Auftrag des Ministerpräsi­denten v. Podewils wurden die Vertreter der Bau­organisationen für Samstag zu einer Besprechung nach dem Ministerium geladen. Die Vertreter der Organisationen erklärten sich zu den vom Mini­sterium anzubahnenden Verhandlungen bereit, wenn die Unterhandlungen auf der Basis des bisherigen Vertrages geführt würden. Der Regierungsvertret.-r Legattonssekretär Dr. Rohmer erwiderte, daß er sich mit dem Arbeitgeberverband in Verbindung setzen werde und ersuchte die Arbeitervertreter, Dienstag vormittag wieder zu erscheinen."

Die finanziellen Mittel der bei einer Aussper­rung in Frage kommenden baugewerblichen Ver­bände beziffern fich, wie derHamb. Äon. berichtet, wie folgt: Zentralverband der Maurer 7 081545 Zentralverband der Zimmerer rund 2 Millionen Mark, Zentralverband der Bauhilfsarbeiter 1224 422 M; zusammen besitzen also die drei Zentralverbände 10 325 976 M. Der Verband der christlichen Bau­arbeiter verfügt nut über einige Hunderttausend Mark, doch hat der Generalsekretär Stegerwald be­reits auf dem Berliner Verbandstag erklärt, daß auch hier genügend Mittel flüssig gemacht werden können. Dazu kommen noch die zur Verfügung ge­stellte Mittel anderer Organisationen. Im allge­meinen Interesse würde es liegen, wenn dieser große wirtschaftliche Krieg noch in letzter Stunde ab­gewendet werden könnte.

Der Konflikt im Baugewerbe.

7-^... eine längere Rechtfertigung seiner Haltung hat jetzt d« Vorstand des Deutschen Arbeitgeberbunde, zmn Bersand gebracht. U. a. wird daraus hingewie­sen, daß die strenge Durly.^.ung der Berrrag-t- b^ttmMnngen gesichert werden müsse, die bisher oft I« wünschen übrig gelassen habe. Das geschehe tn rlebereinstimmung mit dem Schiedssprüche vom Jahre 1908, in dem auf den Reichsvertrag als Zu. kunftsziel hingewiesen war. Die Möglichkeit, die für die einzelnen Verbünde geeignetsten Lohnmethode t (Einheit,-, Staffel- oder Durchschnittslohn) zu ver- ein^ren, müsse festgehalten werden, weil unter dem «nftoße der Einheitslöhne die Leistungen vielfach pmückgegangen seien. Es entspreche nicht der Eerech- ttgleit, daß der schlechte Arbeiter denselben Lohn be- tanme, wie der tüchtige. Weiter sei eine besondere Sicherung der Akkordarbeit nötig, weil diese von den Eewerksthaften an vielen Orten direkt verboten und mtt Ausschluß aus den Organisattonen bestraft wor­den sei. Die Verdächtigung be« Arbeitsnachweise« de» Urbeitgeberbundes als Maßregelungsbureau wird znrückgewiesen: bisher seien noch keinerlei Kla­gen de« Arbueiter über diese bekannt geworden-; die pariMischen Arbeitsnachtveffe aber bevorzugten nach den Erfahrungen anderer Gewerbe die Genossen in jeder Weise. Zur Arbeitszeit wird gesagt, daß da« Baugewerbe ein Saisongewerbe sei, das als solches eine »e lete Verkürzung der Arbeitszeit nicht ver­trage. Die Bauarbeiter arbeiteten auch bei einer vertraglich lOstündigen Arbeitszeit unter Berücksichti­gung der kurzen Arbeitszeit im Winter nur 8^ Stunden täglich; in der Industrie aber sei der 10 Stnndentag noch als Regel anzusehen. Die Erklär- tmg schließt mit dem Satze:Da hiernach keinerlei Aussichten auf stiedliche Vereinbarung de» Arbeit«, verhöktniffes vorhanden sind, bleibt dem Vorstände des denifchen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe in Verfolg de« ihm von der Dresdener Haupt- Versammlung gewordenen Auftrages zur (Erreirfmng eines brauchbaren Vertrages nicht« übrig, als zu eine» Mittel zu greifen, das die Arbeiter zur Durch­setzung ihrer Forderungen in zahllosen Fällen selbst neeeeebet haben, zur Stillegung ihrer Betriebe."

«Wenigen hatten also recht, die von vornherein dasor warnten, die Hoffnungen auf diese Konferenz SllMhach zu spannen, denn die Befürchtung lag nahe, daß die Gemüter auf beiden Seiten schon zu sehr er- hitzt seien, als daß sie durch eine wohlwollende Ein- Wirkung von außen abgekühlt werden könnten. Und der Lrf^g hat leider i nur zu recht gegeben.

r» die Aussichten des Kampfes ist es von ent­scheidender Bedeutung, wie weit die Arbeitgeber im Baugewerbe fich solidarisch erklären werden. Viele Unternehmer find dem Kampfe wenig geneigt, zum leit, »eil sie das Vorgehen des Bunde» nicht 6il> ligen» zum Teil, weil fie Bedenken tragen, in einer Zeit ent eigender Konjunktur ihre Betriebe stillzu­

Marburg Mittwoch, 13. April 1910

(Nachdruck verboten.)

Um Ebre imd Necht.

Roman von O. Elfte,.

Ich kann nichts dafür, gnädiges Fräulein,'- enffchuldigte er sich kleinlaut.Ihr Herr Later hat mich geführt.' i

Das schadet ja auch nichts aber mau zieht, sich in den Viehställen doch nicht so an tote M einer eleganten Landpartte. Sie müen sich ordentliche Schmierfttesel und eine dunkelgraue Joppe anschaffen.' i

Ich werde Ihren Rat befolgen, gnädigste Baromfle," sprach Stanislaus höflich, aber im Innern empört und entrüstet. ;

Dann durfte er sich zurückziehen. Für heute z Morgen waren seine landwittschaftticheu Studien

Die JnsertionSgebühr beträgt für die Tgqpaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und «erlag: Joh. Äug. ^4- Univerfität-.«uchdrucke«i Inhaber Dr. L. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Kreischen und mtt den Flügeln Schlagen, daß Stanislaus ganz wirr zu Mute war. Er nahm sich aber zusammen und trat grüßend auf Erika zu. die umflattert von den Tauben, allerliebst aussah.

Das ist ja wie in Lilys Park," sagte er mit einem süßlichen Lächeln.

Erika sah ihn erstaunt an und platzte mtt einem lauten Lachen heraus.

Gnädiges Fräulein . . ."

Enffcbuldigen Sie aber Sie sehen gar zu komisch aus," entgegnete Erika unter Lachen. Wo haben Sie denn gesteckt."

Der Herr Baron hat mir die Stallungen ge­zeigt."

Ach so und da hat eine Kuh mit ihrem Schwanz Über das schöne hellgraue J< 'ett ge­schlagen, und mit den gelben St efeln und toten Gamaschen sind Sie verzeihen Sic in eine etwas zweifelhafte Pfütze geraten."

Mit einem heillosen Schrecken bemerkte Sta­nislaus jetzt, daß er allerdings nichts weniger «ls salonfähig aussah.

.._________ Anleihen zu über

nehmen. Minister Frhr. e. Rheinbaben meinte, man könne nicht alle werbenden Anlagen auf Anleihen übernehmen. Die Anträge der Kommission seien im Einverständnis mit der Regierung gestellt worden. Die Kommissionsaniräae wurden angenommen. Bei der allgemeinen wirtschaftlichen Besprechung des Etats betonte Abg. v. Hennias-Techlin skons.i. daß an eine Ermäßigung der Tarife, trotz der günstigen Cisenbahneinnahmen, zurzeit nicht gedacht werden dürfe, da auch die Betriebskosten ständig steigen. Neue direkte Steuern müßten vermieden werden, das sei aber nur möglich, wenn die Eisenbahnen dem Staate genügende Mittel als Zulchuß zu seinen Mehrausgaben liefern. (Beifall.) Minister e. Brei­tenbach erklärte ebenfalls, daß zurzeit an eine Tarif­ermäßigung nicht oedacht werden könne. Da« Hau» vertagte sich auf Dienstag, vormittag» 11 Uhr. Wie­derholte Abstimmung über die Wahlrechtsvorlage.

beenbigt Am Nachmittag sollte erjn\ dem J»-^

9hm, aus sc n Arußere« kommt's weniger an. Aber ich meine auch, daß er ein angenehmer bescheidener Gesellschafter ist mit sehr guten Mauiere«"

Mu Affe ist er. Mama" platzte XSrifa heraus.

Die Baronin war empört, und Miß Baylev entrüstet. Es setzte eine ordentliche Strafpredigt, aber Ertta warf das Köpfchen in den Nacken, tief Bella und ging mit ihrem vierbeinigen Freunde in den Garten, trotzig murmelnd:Und er ist »och ein Asse."

IV.

Nur anderen Morgen um 7 Uhr stand der Boren ans dem Wirtschaftshof. um den neuesten Volontär zu erwarten und ihn im Hof und in den Stallungen umherzuführen.

Die Arbeiter und die Gespanne war n schon längst auf das Feld und die Biesen unter Auf­sicht Friß Borns gezogen, während der Inspek­tor Grape nach dem eine halbe Stunde entfern­ten Vorwerk geritten war. um dort nach dem Rechten zu sehen. So wollte der Baron selbst

Preußisches Abqeordmlenhaus.

Im Abgeordnetenhaufe

wurde die zweite Lesung de» Eisenbahnetats am Montag mit einer allgemeinen finanztechnischen Be­sprechung begonnen. Der Bettchterstatter Aba. Schmieding (natl.) betonte bei Besprechung des Mül­heimer Eisenbahnunglücks, daß sonst die Eisenbahn­unfälle bei uns in stetiger Abnahme begriffen seien. Die Kommission beantrage den 2,10 Prozent des sta- tiftislben Anlagekapitals der Staatseisenbahnen über­steigenden Betrag den Ausgleichsfonds zu überweisen und bestimmte außerordentliche Ausgaben auf die Eifenbahnanleihegesetze zu übernehmen, sofern sie nicht unter 1.15 Prozent des statistischen Anlagekapi­tals herabfinken. Minister ». Breitenbach erklärte daß die Mehreinnahmen im Jahre 1909 gegen da» Vorfahr 105 Millionen, geoen den Voranschlag 64 Millionen Mark betragen hätten. Es sei mtt einem Reinüberschutz von mindestens 149 Millionen gegen­über den veranschlagten 87 Millionen Mark zu rech­nen. Die Vervollkommnung des ganzen Betriebs- aprarates habe einen erheblichen Rückgang der Aus­gaben gegen früher herbeigeführt. Abg. Graf von der Gröben skons.) betonte, daß seine politischen Freunde

HnB den Äemmifflenen.

Die Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vor­beratung des Gesetzes betreffend die Reisekosten der Staatsbeamten hat die erste Lesung des Entwurfs be­endet. § 7, der die Erstattung der Auslagen am Wohnort und innerhalb 2 Kilometer betrifft, fand unveränderte Annahme. Bei § 8 ist die Erstattung nicht nur der Fahrkosten, sondern auch der Auslagen für Zu- und Abgänge, ror~V. sie die bestimmungs­mäßigen übersteigen. festgei«H worden. Die 8§ 9 und 10, welche die Festsetzung von Pauschalaebuhren oder anderweitige Bestimmung btt Tagegelder und Mehrkosten betreffen, wurden unverändert angenom­men. § 11, der von den Stellvertre^ünuekosten han­delt, wurde dahin abgeändett, daß die Entscheidung von der vorgesetzten Behörde nach AnhS un-r der Be­te^ taten. sofern nicht allgemeine Anordnungen be­stehen, gefällt werden soll. Den Termin de» Inkraft­tretens des Gesetzes setzte die Kommission auf den 1. Oktober fest. In den Entwurf wurde fe-tet di« Zusatzbestimmung ausgenommen, daß alle 5 > ..iglichen Slerordnunaen und allgemeinen Anordnungen be« Staatsministeriums, die tn Ausführung des Gesetze» erlassen werden, dem Landtag zur Kenntnisnahme vorgelegt werden sollen. Die Kommission beriet dann über die Frage der Freifabrtkarte» und Freisahrt- scheine, die an Eisenbahnbeamte a, «gegeben morden. Hierüber soll bis zur weiteren Beratung der Borlag« der Kommission eine Stattsttk vorgelegt werden.

S. -

daran festhielten, beim Extraordinattum bte mate­riellen Gesichtspunkte in den Vordergrund zu stellen, denen sich die ziffernmäßigen unterzuordnen hätten. Der Minister verdiene für die Vervollkommnunode» Betriebsapparates Dank und Anerkennung. Ma» müsse fich hüten, der verwerflichen Fahrkartensteuer durch eine Rückrevidierung der Tarife neue Schädi­gungen hinzuzufügen. Man müsse die auch in der Eisenbahnverwaltung eingeschlagene Wirtschaftspoli­tik weiter verfolgen, um zu geordneten Finanzver- hältnissen zu kommen. Storni man, nach den Worten des Ministerpräsidenten. ein starkes Preußen erhalten wolle, müsse man auch für geordnete Finanzen sorgen. (Beifall.) Abg. e. Dewitz-O^cnburg (freit.) bezwei- feite es, daß man auf die Dauer bei den steigenden Mehrausgaben, die nicht alle durch die Ueberschüsse der Eisenbahnen gedeckt werden könnten .ohne neue Steuern auskommen werde. Abg. Schmedding (Ztr.) meinte, man müsse mit Anleihen um so vorsichtiger umgehen, als ihre Tilgung bei uns nur in geringem Maße erfolge. Abg. Friedberg (natl.) erklärte es für richtig, werbende Anlagen auf Anleihen zu Über

DieOberheffifche Leitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Soun- und Feiertage. Der Bezugspreis Beträgt viertel- jährlich durch die Post bezogen 2 25 <M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 *.

Stanislaus in bet Wirtschaft einführen, zuerst ihn mit den Einrichtungen des Hofes bekannt macken und dann m.it ihm auf die Felder und Wiefen gehen.

Aber er mußte noch eine Zeittang auf den jungen Herrn Watten. Endlich erschien dieser und der Baron konnte fich eines Lächelns nicht erwehren.

Stanislaus trug einen eleganten hellgrauen Jackettanzug, einen feinen Weißen Strohhut mit rot und blauem Bande, und hellgelbe feine Schnürschuhe, über denen der blau- und rotge­ringelte, freie Strumpf sichtbar wurde. In der Hand hielt er rotbraune wildlederne Handschuhe.

Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mich etwas verspättt habe, Herr Baron," säuselte er.

Das macht nichts. Sie werden sich an das Frübausfichen aber gewöhnen müssen, Herr von Prokowsfi. Bei den Soldaten wie beim Land- Witt heißt eS: Morgenstunde hat Gold im Munde. Aber wollen Sie in diesem Anzüge mit in die Viehställe gehen?"

Stanislaus sah erstaunt an seinem elegante« Anzug nieder.Finden Sie etwas nicht in Ordnung?"

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: Illach Feierabend« (wöchentliche Unterhaltungsbellage) undLandwirtschaftliche Beilage.«