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Baruch Strauss, BaukaeickSft. Marburg, Fiöükfürt - "»
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Für die Redaktion verantwortlich: I. B.: Wilhelm Wißner in Marburg.
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Frau J. Seidel,
Obere Kosenstr. 8.
210J5 199.»
178v— 289.—
infolge einer Explosion ein mit 900 russischen, arme, "ischrn »md montenegrinischen Auswanderern besetzter Dampfe, in Brand. In der Nähe befindliche Dump, f« nahmen di« Schiffbrüchigen an Bord. Etwa 9 Mann der Besatzung und ein Sind sanden den Lab. «ei der Rettung spielt«, sich ergreif«», Szenen ab, (Eiehe neueste Nachrichten.)
W. Senken, 8. April. Wie gemeldet wird, sollen di, -eimatfl-tte und di. Atlantische Flott, in diese« Jahre ein« Kreuzfahrt in der Nordsee oerau- ftalten. Di« vereinigten Streitkräfte umfassen 22 Schlachtschiffe, 18 Panzerkreuzer, 19 geschützte Kreuze, und Späh schiffe, M Torpedobootszerstürer, f Werk, stattschiffe und 29 Unterseeboot«. Unter den Schiss«, sollen sich mindestens 18 Dreadnought, befinden.
total gestellt, mtter diesem Umftihtbew der Pap«, oei «fS Zeuge vernommen werden? Der Kandi- gat weint«, es sei kein Grund ersichtlich, warum tzieS nicht möglich sein fette, zumal doch daS Ti" ganz unbee nflußt seine Aussagen machen Vürde. Diese Antwort fand indessen nicht die Bewilligung der Kommission. Dem, fie ist falsch. Als Zeugen können nur Personen vernommen yerbett: Tiere dagegen können nur Gegenstand des sogenannten richterlichen Augenscheins — in diesm Fall« richtiger .Ohrenscheine' — sein. Dei kläaerische Ehemann soll übrigens den Pro- gewonnen haben, da die junge Ehefrau schließlich ihre Schuld reumütig zugab, woraus das Gericht die Ehe der Parteien trennte.
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«arm. 916 Uhr: Go"«rdii Nach«. 4 Uhr. Predigt.
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««»fichten hi -essen m Samstag, den 9. April 1910: Abnehmend, Bewölkung, meist trollen, nur «och im ««birg« etmas Xegea, 6d schwachem Nord etwas wllrmer.
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Jeden Sonntag, Dienwag und Freitag Abends 816 Uhr: Versammlung.
Baptisten gemeind, (Hofstadt » start.)
«orm. 10—11 Uhr Kindergotte-dienst.
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Letzte Nachrichten.
Berlin, 8. April. Die Stadtverordnetenversammlung gab gestern ihre Zustimmung zum Er- werb des Ansmarschgeländes ans dem Tempel- Hofer Felde für 6 300000 Mark. — An dem gestrigen Verhandlungen des Gesamtvorstandes des deutschen Arbeitgeberbundes str daS vau- gewerbe nahmen Vertreter aus allen Teilen Deutschlands teil. Nach mehrstündiger Aussprache wurde beschlossen, di« heute aus «eran- - lassung te8 Reichsamtes des Innern im Retchs- tagsgebäude stattfindend« Konferenz zu beschicken. Da die Verhandlungen geheim geführt wurden, sind die Mitteilungen über das Auseinandergehen der nord- und süddeutschen Arbeitgeb« in ihren Ansichten mit Vorsicht ausznnehmen.
Jerusalem, 7. April. Heute Vormittag besuchten Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich die Erlöserkirche, an deren Portal di« Gemeinde und der Gemeinterat daS Paar erwarteten. Probst Jeremias und die Geistlichkeit empfingen «nt« Glockengeläut« das Prinzenpaar uitb den Präsidenten des evangelischen Oberfi rchenratcs Park- hmisen, sowi, den Konflstorialrat Lahusen. Rach den Begrünungsworten deS ProbsteS erfolgte die Besichtigung der Kirche, wo der Kirchenchor unter Orgelbegleitnng sang. Bon der SrlSserfirche begab fich das hohe Paar mit dem ganzen Gefolge und dem Oberhosmeiftrr Frei Herrn v. Mirbach zn Fuß nach der Grabesfirche. An die eingehende Besichfignng alle, Einzelheiten der Grabesfirche schloß sich ei» ossizieller Besuch des Prinzenpaares bei den Patriarchen an, wo sie feierlich empfangen wurden. Der Besuch dauerte Engere Zett. Gegen Mittag erfolgte di« Rückkehr nach dem Ortberg.
Rom, 7. April. Der ehemalige Minister Litton! wurde zum ttalientschen Boischafte: in Paris ernannt.
Paris, 7. Avril. Der ©«tot nahm den Gesetzentwurf betreffen» bas Uebereinkommen mit Deutschland über den Postdienst an.
Paris, 7. April. Aus Algier wird gemeldet: Zwei Sammrrkandidate«, Generalrat Haube und der Bürgermeister vonOrleansville, Robert, buek- lierirn fich mit Pistolen infolge eines ZwisteS während der Wahlbewegunig. Robert wurde getötet.
Marseille, 7. April. Wie die streikenden eingc- fchrieben«, Seeleute erfuhren, beschloß da» Syndikat der eingeschriebenen Eeelent« und Dollarbeite« tn Dona den Sympathiestreik.
State«. 7. April. (Unterhaus.) Der Untttstaat,- sekretär des Kolonialamts Oberst Seely verlas ein Telegramm an« Somalilatch: Di« »«freundeten 6tSmme feien in der Lag«, fich selbst zu verteidigen, |k seien daher auch nicht nach der Küste geflohen, wie berichtet nmrde, sonder« fi« befänden fich in einer 100
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Meile» von der Küste entfernten starke« Stellung. An ihrem kürzlichen Gefecht mit den Streitkräften des Mullahs hatten fie nur 200 Mann oder noch weniger verloren, nicht 800, wie gemeldet wurde; während von den Derwischen eine gtofje Zahl einschließlich dreier Anführer gefallen find.
London, 7. April. Das Unterhaus hat di« erste Resolutton. betreffend das Vetorecht ter Lords, nach, welcher den Mitgliedern deS Ober- Hauses durch Gesetz uutersagt sein soll, finanzielle Maßnahmen zu verwerfen oder mit Zusätzen z» versehen, mit 339 «Stimmen g-gen 237 Stimmen angenommen. Die Rationalisten stimmte» mit ter Regierung.
London, 7. April. Auf dem neu n Postdampfer .Canrona", der von Portland (Staate M ^.e) fuhr, brach mitten im Aermelkanal Feuer aus; das Feuer droht« das Schiff, das 900 Pasta- giere an Bord hatte, zu zerstören. Der auf de. Fahrt nach Neufundland begriffen« Dampfer »Kanawah* nahm die Passagiere des bedrohte« Schisses aus. Dabei spielte« fich ausregeude Szenen ab. Aus Dover wird gemeldet, dass mehrere der dort gelandete« Passagiere erhebliche Verletzungen erlitten.
London, 7. April. Wie da» Reutersche Bureau mitteilt, bat da» Auswärtig« Amt keinerlei Bestätigung erhalten, dass di« Kaiserin Tattu den Schutz der englischen Gesandtschaft verlangt« und dah dieser ihr verweigert worden sei. (Es wird erklärt, da» Gerücht sei wahrscheinlich mck de« bei der englischen Regie» rung eingegangene» Bericht zurückzuführen, dah die Kaiserin an da» gesamte diplomatische Korps in Addi» Abeba appefiert« zu ihren Gunsten einzutreten und dah all« Mitglieder desselben die» abgelehnt hätten.
Lima, 7. Avril. Ein« Abteilung peruanischer Truppen wurde nach Piura an der Grenz« von । Ecuador entsandt Die Bevölkerung wünscht den Krieg. Sestern wurden 15 000 Freiwillige ein gestellt.
Konstanttnopek 7. April. Der Ministerrat hat beschlossen, die nach Prischtina zu entsendenden Trupen des 3. Korps aus 18 Bataillone zu erhöhe« und Mi herbem noch 18 Bataillone des 1. Korptz dorthin zu entsenden. Ferner wurde beschlossen, in Albanien eine Volkszählung und eine Katastrierung durchzusühren, Militärdienst I einzuführen und allgemein« Steuern einzubri«. I gen. — Rach Depeschen deS Mutessaris auS I Prischtina haben die Truppen bei dem vorgestern I stattgchabten Kampfe bei Besstno vier Tote und I sieben Verwundete gehabt. — Weiteren Rach- I richten zufolge sollen die Aufständischen ein« I Kanone erbeutet haben. I
Saloniki, 7. April. Die Negierung proklamiert« I über Prischtina angesichts de» «eiter mnfichgreifen- | den Aufruhr» den Belagerungszustand und traf wei» I ter« umfassende militärische Mahregeln. Zwölf Ba» I taillone find in Pritschti na konzentriert. I
Kairo, 7. April. Der gesetzgebend« Rat sprach fich I nach längerer Debatte mit 66 gegen 1 Stimm« gegen I ein« Erneuerung der Konzession ter Snezkanal-Gr« I
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Unter dieser Rubrik beantworten wir die an uns «ns dem Leserkreise gestellten Anfragen über allerlei Wissenswertes, besonders auch über Rechtsfalle. Col. chen Anfragen, die eine briefliche Antwort benötigen, bitten wir Rückporto beizulegen.
K, hier. Die bett. Sportnachricht stand bei uns 3ott im Satz und wird gelegentlich ge»
Haftpflicht bei Semeindearbeit. Richt zu den ge« werblichen Arbeitern gehören Arbeiter in Staats». Reichs- und Kommunalbetrieben, doch wird naw § 155 Abf. 3 der Gewerbeordnung angenommen, dass die Borschrifteo de» Titel» VII der Gewerbeordnung «uf sie Anwendunq finden, wenn es fich nm lftttcr. nehmurqen bandelt, die, wenn fie von Prirrtversonen betrieben würden, unter die Gewerbeordnung fallen würden. Daraus ergibt fich, dah für diele Arbeiter, die auf Ernnd eines Dienltvertra"»s angenommen find, auch bfe Bestimmungen der Arbeft-m—Ncher- vnasaesetze gelten tmd dass die Gemeinde al, Arbeitgeberin fie gegen Krankbeit und Anfall zn v-rfichern bat. Ist das verabsäumt worden, so haft-t die fffe« meinbe für die ffoTgen des Unfalles. S-nftu 3fit« Ansprüche abgewiesen «erden, so richten Eie «in^Ee- svch um 'Rrnfung de, Falle« an da-; - ■---f
Kirchliche Nachrichten.
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