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, liegende Flußufer von den dort befindlichen aufliän- 1 bischen Eingeborenen zu sSnbern, erbot sich der Äom» Mandant des „Sperber", die, zu tun, fall, sich der liberianische General bie Lö>ng der Ausgabe nicht pitraue. Da« Anerbieten wurde, nachdem Kriegstat abgehalten worden war, am Nächsten Tag« höflich dankend abgelehnt. Di« liberianische« Truppen er­öffneten, um ihren guten Wille« zu »eigen, ein halb­stündiges langsames Feuer tmf ein jenseits des Flus­ses gelegene, Dorf, das »a« den aufständisch«« Grebo« ebenso erwidert wurde. Line Störung der übliche« Tätigkeit der Bewohner von Cap Palma» fand durch das wechselseitige Schießen nicht statt, da au, der ganzen Art bee „Ausstandes" klar hervorging, daß es fich um eine mehr komische als ernsthafte Sache han­delte und da sich die aufständische« Eingeborenen auch sofort bei Ankunft des „Sperber" wn dem Cap Pal­mas gegenüberliegenden Ufer zurückgezogen, ist kei­nerlei Gefahr für Eigentum und Lebe« bisher ent­standen. Ein ernstlicher Angrift auf de» Ort Cap Palmas war auch ausgeschlossen, solang« der liberia­nische Regierungsdampfer im Hafen lag. Das Ka­nonenboot ging am Tag« nach feiner Ankunft wieder in See, um planmäßig seine Reis« fortzufetzen. Ein« Aufforderung zum Verlassen be« Hafen, hat der »Sperber" selbstverständlich nicht erhakten.

Di« Lustschiffdebatte in Frankreich.

Pari», 1. April. Der tief« Eindruck, den die gestrig« Etatsdebatte über die Lage der ftanzöstschen Mili rrluftfchiffahrt hervorgerufen hat, fpiegekt fich in den Erörterungen der Presse wieder. Di« radikal« „Action" schreibt: E» handelt fich da nur um eine traurige Wiederholung dessen, wa» in der Kriegs­flotte oorgeht. Die ersten Panzerschiffe und di« ersten Unterseeboot« find einem ftanzöfifche« Gehirn ent­sprungen und heute find e, England «nb Deutschland, di« eine erdrückende Ueberlegenheit über di« ftau- zösische Flotte befitzen. Wird der Genius Frankreichs immer nur dazu dienen, um den Rui« Frankreichs vorzubereiten? — Das „Echo b« Paris" tadelt, daß der Senat fich mit Versprechungen begnügt hab«. Wir leben in einer Zeit, wo die parlamentarischen Äüt» perschaften selbst angesichts der ernstesten Interessen der nationalen Verteidigung nicht mehr die Tatkraft haben, nm in zweckdienlicher Weise gegen Mangel an Voraussicht, gegen Leichffertigkett und Unferttgkett anzukämpfe«. Man begnügt fich damit, Wünsche oder da, Bedauern auszusprechen. Da, ist Me Politik bet Wurstigkeit, welche die Schuld daran trägt, daß Frankreich weder eine Flotte zur See noch ein« Luft­flotte besitzt. — Ashnlich sagt der „Eclair": Wir hatten alle Mittel an der Hand, um unsere Neben­buhler zu überflügeln und find nun di« Letzte». Der Senat beschränkt fich darauf ^ine Tagesordnung an» zvnehme«, in der diese Tatsache konstatiert und der -riegrminister General Brun aufgefordert wird, sich etwa, zu beeilen. Welch ein Zammerl

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Deutsches Reich.

— Der Reichskanzler in Italien. Rom, 1. April. Die Agenzia Stesani meldet: Der deut­sche Reichskanzler, der flch noch hi Italien be­findet, und der neue Minister des «eutzern, San Giuliano, haben den Wunsch nach einer Unter­redung, die morgen in Florenz stattfinden wird.

— Theorie und Praxis. Berlin, 1. April. Der Führer der Saalfelder Genoflen Hofmann ha in seinem „PolkSblatte" eine« Artikel ver­öffentlicht, in dem er sich scharf gegen die Konfir­mation aussprach. Er nannte sie eine .Mod« fache" und „ein Stück Gedankenlosigkeit". Trotz­dem hat dieser Genoffe seine beiden Töchter ver fiändigerweise konfirmieren lasten. Ja, an de. Feier hat sogar der ReichStagSabgeordnete Zietfch teilgenommen.

— Verurteilung eine» „BorwärtS"-RedakteurS Berlin, 1. April. In dem Prozeß gegen den der- antwottlichen Redakteur des „vorwärts", Richard Barth, der beschuldigt ist, durch eine Reihe von Arttkeln zur Veranstaltung von Ver­sammlungen unter freiem Himmel und Aufzügen ohne die vorgeschriebene Anzeige oder Genehmig mrg und dadurch zum Ungehorsam gegen das vereinsgefetz aufgefordert zu haben, erkannte das Schöffengericht Berlin-Mitte wegen lieber» tretung des Reichsvereinsgesetzes und vergehens gegen die §8 110 und 111 deS Strafgesetzbuches auf einen Monat Haft, sowie Einziehung «nb Vernichtung der betreffenden Exemplare und der zu ihrer Herstellung benutzten Platten und Formen. In der Begründung deS Utteils heißt es: Nachdem der Berliner Polizeipräsident die Versammlung im Treptower Park, die unter freiem Himmel stattfinden sollte, verboten hatte.

(Rachdruck verboten.)

Der Doppelq^nger.

Humoreske von Adolf Thiele.

SS war im Restaurattonszimm« eines Stuttgarter Hotels.

„Machen Sie vielleicht einen Skat mit?" fragte der Kaufmann Groß den Fabrikbesitzer Althoff, her bei eine. Taffe Kaffee die Zeitung laS.

„Bebaute, spiele nie Karten!" sagte der Auge- redete mit einer gewissen Schärf«,

„Sie spielen nie »arten?" fragte der andere erstaunt. „Sie gestatten?" damtt nahm er unter Althoffs Zustimmung bei diesem Watz. .Hab«, Sie nie &at gespielt?"

„Rein, ich Haffe jedes Spiel."

' Beide Herren Vertieften sich mm in geschäft- fiche Gespräche. Unter anderem teilte Alchoff «ft, daß er nur zufällig nach Württemberg ge- lommen sei, sein Geschäft besorge hier ein Rei­sender. „Ein tüchttger Mensch," fügte er hinzu, „und dabei, waS ich fehr schütze, ein Feind bei

, Kartenspiels, auch mäßiger Naim; so ttinft er keine Spirituosen. Sonst könnte et ja nicht f» tüchtig feto!"

? Groß mußte eto wenig Lächeln über de» Eifer, mit dem der Fabrikbesitzer seinen Stand­punkt Verfocht.

- Am nächsten Tage stieg Afthoff to den Eisen- -bahnwagen, um nach Haufe zurückzukehren. ES War ein Durchgangswagen und der Fabrikant ging daher an einigen AdteUen vorüber, UM sich «tuen outen Platz zu suche«.

war di« Aufforderung zu einem Spaziergang ungesetzlich. ES ist gleichgültig, ob die Mafien sich musterhaft und ordnungsgemäß benommen haben; jedenfalls war der Spaziergang, der zu einet bestimmten Zett stattfinden sollte .geeignet die Sicherheit zu gefährden und die öffentliche Ruh« und Ordnung, sowie den öffentlichen Bet- kehr zu behindern. Bei der Strafzumeffung fei erwogen worden, daß in der Aufforderung eine Verhöhnung deS Berliner PolizeipräsideMen ge- sehen wurde. Die Tat sei um so schlimmer, als der Angeflagte die große« Gefährlichkeiten, die to solchen Maflenumzügen siegen, hätte bedenken müssen. Bei solcher Gelegenheit sammele flch Mob und Janhagel, die die Sozialdemokrat«» nicht to der Hand haben; es könne dann schließ- sich zum Blutvergießen kommen. Außerdem sei erwogen worden, daß Geldstrafen bei den Sozial­demokraten nicht von den Angeflagten, sondern Von bet Parteikafie bezahlt werden.

Ausland.

** Frankreich. Paris, 1. April,. Die Kammer verhandelte heute über die Gesetzesvorlage bett, die zwei Panzerschiffe, bie tot Jahre 1910 aus Stapel gelegt werden sollen. Admiral Bienaim^ sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Her­stellungskosten für die beiden Schiffe höher als dieS to Deutschland der Fall sei, und verlangte, daß eine Submission ausgeschrieben werbe. Der Martoemintster erflärte, daß die beiden Panzer­schiffe aus der Höh« der modernsten englischen und deutschen Schiffstypen stehen würde«. Man werd« eine Submission ausschreiben. Di« zwei Schiffe würbe« spätestens btei Jahre nach ber Kiellegung to Dienst gestellt werden. Wenn bie Kammer bie Gesetzesvorlage nicht annehmen würde, wäre dies eto entscheidender Schritt zum verfall der Marine. Die Vorlage wurde hieraus mH 428 Stimmen gegen 131 Stimmen äuge- mrotutfn,

♦ ♦ Kein Spion. Paris, 1. April. Der to Lille unter dem verdachte der Spionage verhaf­tete Ingenieur Ange wurde steigekafien, da die Prüfung der photographische« Elich^s und die to der Wohnung beschlagnahmten Schriftstücke er­gebe« haben, daß der Verdacht unbegründet ist.

* * England. London, 1. April. Bei der ParlamentSwahl in Mid-Glamorgan wurde Gib- btoi (liberal) mit 8920 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat HattShorn (Arbeiterpartei) erhielt 6210 Stimmen. Der Wahlkampf war erbitten. Die liberale Patteileittmg beschloß, dem Kandi­daten der Arbeiterpattei keinen Uberalen Gegen- kandidaten gegenüberzustellen, aber die lokale Or­ganisation der Liberalen lehnte es ab, flch dem Beschluß zu fügen.

• • Abessinien. Rom, 1. April. Die von bet Agence Havas verbreitete Nachricht vom Tobe MenelikS ist, wie der „Agenzia Stesani" auS Addis Abbeba unter dem heutigen Datum tele- graphiett wirb, unbegründet. D« Zustand deS ReguS ist unverändett. DaS Land ist ruhig. Dte Kaiserin Talto hat flch vergeblich bemüht, mtt den Anführer« der Schoa eto Einvernehmen zu erzielen.

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Marburg und Umgegend.

(Rachr-uck aller LNginalattikel ist gemäß 8 1* beit Urb-'"-recht« nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Lberheff. Mg." gestattet.)

M-rbing, 2. April.

Zur Konfirmation.

Zit gokdnen Tage sind vergangen Der harmlos frohen Sinderzett, DeS Lebens Ernst nimmt dich gelange u In dieses Daseins Kamps und Stteit.

Doch laß nicht lähmen dir die Schwingen, Weich' nicht vo» einem Kamps zurück. Nein, such' dem Leben abzurinar« In arbeitsftohem Tun das Glück.

-alt nimmer ein to deinem Wandern, Nach dem für recht erkannte» Ziel, Gib-nichts aufs Urteil vo« den Andern, Doch auf die tonte Stimm« viel.

Sei treu und wahr to allen Dingen, Hott dein Gewissen klar und rein. Dann wird es dir mit Gott gelingen, Des eignen Mücke- Schmiede» feto.

Am morgigen weißen Sonntag finde» die Konfirmationen statt «nb eine gr. ße Zahl junger Menschenkinder spütt etwas von der Stärkung, die im göttlichen Segen liegt; er ist ihnen eine Wirklichkeit. Die ältere Generation fleht mtt Dank und Hoffnung ans die Jugend, und mtt I etwas Bangen. Ein edler moderner Dichter, der I kürzlich verstorben« Emil von Echoenaich-Earo- I

,$e prosit!" hörte et da aus einem Abteil eine Stimme ettönen, und er sah, wie eto Herr zwei ihm Gegenübersitzenden aus einem Lfföt- gläscheu zutrauk, daß er au» seiner Flasche ge­füllt hatte.

Althoff meinte, seinen Augen nicht treuen zu sollen, da» wat ja — sein Geschäftsreisender, Herr Thngut, der sonst immer be« Mäßlgkeits- apostel spielte! Weich darauf nahmen die drei Herren — Althoff war geradezu berfteinert — ba8 unterbrochene Skatspiel wieder auf.

Das wurde dem Fabrikbesitzer mm doch zu viel, er trat to da» Abteil ein, legte dem Profit- trinket seine Hand schwer aus die Schulter und sagte: „So so, Herr Thugnt, Sie spielen also Karten?"

Jetzt erlebte er schach eine Ueberraschung. Der «»geredete blickte zu ihm aus, schien eine« Augenblick unschlüssig und äußerte dann in kaltem Tone: „Entschuldigen Sir. ich habe nicht daS Vergnügen Jtoer Bekanntschaft!"

Alihoff war etwas verblüfft; WaS sollt« das heißen? „Na höre» Sie mal," sagte er: „Sie hm ja gerade, als ob Sie Ihre« Ches nicht kenne«!"

„Meinen Chef?" versetzt« der Fremde scharf, denn eto Fremder mußte e» Wohl fein. „Ich hab« keinen Ches. Ich bin der Drogenhändler Echombero aus Heflbronn und kann mich nicht besinnen, Ihre werte Bekanntschaft je gemacht zu haben."

Alihoff wurde durch bie Sicherheit bei Frem­den nun ernstlich Überzeugt.

. »verzeihen Sie «eto« vtöruugi" V*

lach, gM dieser bangen Besorgnis mn die Ju­gend, dt e leicht verführbare, Ausdruck in einem Liede, (r fagt: „Es bäumt sich mein Herz vor Weh, v'cun ich da» große verdunkeln »nsereS Lebens seh'.«

Wer selbst einen Sohu, eine Tochter unter bet Konfirmandenschar hat. wer feto Herz jung be­wahrt und Freude an ber Jugenb hat, der weiß, welche Keime zum Guten und Edlen, zum Wir­ken und Schaffen in diesen hingen Herzen liegen, wieviele wettvolle Leistungen für die Zichmst zu hoffen find. Man kann mit Freude» to das Dichterwort einstimmen: Diese jungen Menschen­kinder. es ist der Jugenb heilige Saat.

Aber die Jugenb bebarf der Leitmpg. Sie sträubt sich oft dagegen, denn sie bat einen starken Freiheitsdrang. Gut, wir wollen sie ja auch nicht beftmchig Wetter gängeln und bevormundeit Aber wir wollen versuchen, ihr einen Leitstern zu gebet, ihre Herzen mtt einer großen BegciTerung zu erfüllen, die nicht wie Strvhfeu« «fischt, son­dern die dauernd Licht uni> Schwungkraft gibt. Der Dichter ist der Neberzeugung. daß diese Be­geisterung nicht ans dem flassische» Altertum kommen kann: „Wir wollen vom Haupt int» streifen der Kränze sengenden Sam«, das fie­bernde Stifter greifen, de» großen Griechenttaum." Er steht bte Kraft der Bewahrung Unserer In- gend, die wabre Freiheit und die rechte Begeb- stcrung im Christenglauben:

Wir wollen bie Hand erfassen Des Schiffsberr« vo« Nazareth, Der, wenn bie Ster« verblassen. Nachtwandelnd auf Meeres gehtl Wenn daS der Sinn und der Erfolg feder Konfirmation ist, dann haben wir gute Hoffnung, für ber Jugend heilige Saat.

• Konfirmiert werde» morgen in den hiesige» evangelischen Kirchen, wie sich jetzt feststellen läßt, Mädchen und 176 »naben. Davon entfall« auf die lutherische Kirch« 50 Mädchen und 71 Knaben, auf Me Elisabethkirche 48 Mädchen und 50 Knaben »nb auf di« reformierte Kirche 45 Mädchen und 55 Knaben.. In der katholischen Kirche beträgt di« Zahl der Erst-- fommunttanten gerade 30 un& zwar 20 Mädchen unb 10 Knaben.

• Parolemustk findet bei günstiger Witterung enr morgigen Sonntag von llhr »or Pfeiffer«,

Sorten statt. Programm: 1. Arm«ematfih Nr. 216» (Morsch de» Ins -Rgts. v. Thile 1795), von C. Frese; 2. Ouvertüre z. Operette „Banditenstreich«", von Frz. o. Suppt«; 3. Nachruf an C. M. o. Weber, Phantast«' von E. Bach; 4. Kavatine, von I. Raff; b Nordlicht« (Walzer), von Rixner; 6. Mach'» wir mal 'ne Bun» melfahrt (Marsch), von P. Lincke.

* S« Kreistag für de» Kreis Marburg hielt heute eine Sitzung ab. Wie werben über den verlauf derselben in nächster Stumm« berichten.

• Bismarcks euer. Aus der Bismatckfäul« wurde gestern Abend anläßlich des Geburtstag» des Alt­reichskanzlers ein Feser abgebrannt.

* Lichtbildervortrag. (Eine Reise durch Deutschland, „Unser schönes Vaterland" wird uns am Dienstag, 12. Avril, Herr Hsfrezitatoi Neander aus Hamwver, unterstützt durch 200 Lichtbilder, erläutern. Bei der Seltenheit derattiger Vorführungen dürfte man die­sem belehrenden und unterhaltenden vortrage großes Interesse entgeenbringen, besonder, wen Seiten un­serer Schuljugend. Wir »«weise« auf da» heutig« Inserat.

* Gewerbliche Fortbildungsschule I« her gewerb­lichen Fortbildungsschule beginnt der Unterricht ent Montag, 4. April. Die Bäcker- und Metzgerkehtlinge der Mittel- und Ob«stufe haben Montag und Don- nerstag von 11—1 Uhr Unterricht, dagegen die neu* eintretenden Bäcker- und Metzgerlehrlinge Dienstag und Freitag von 11—t Uhr und zwar beide in d« alte» Realschule Die Lehrling« der Klosse I und H haben Montag und Donnerstag von 5—7, bi« Ser Klassen III dagegen Dienstag und Freitag von 5—7 Unterricht in ber Südschule. Die Zeichenstunden sie­ge« Mittwoch. »nb Sonuabendnachmtttag. Die An­meldung ber neu eintretenben Lehrlinge geschieht nur am Dienstag nnb Freitag von 5—6 Uh, tobet Süd­schule, Bäcker- nnb Metzgerlehrlinge haben fich an de« genannten Tagen um 11 Uhr ,» melden. Di« Meist« werden noch besonder« daranf hingewiesen, daß d« Lehrling sofort nach Eintritt in bie Lehre für Me Schule anzv melden ist und nicht erst muh vsrhergo- gangener Probezeit; nach dem Ottsstatut muß Me StMwfimng am 3. Tage, !pätestens am 6. Tage nach dem Lehrantritt erfolgen.

• Kunst-Ausstellung. Ster unter dem Protektorat 6. M. des Kaisers stehend« Kunßverrtn zu Eafiel ver­anstaltet mtt Unterstützung der Stadt Marburg vom -----------' ■ ------------ »Ich hab« nie eine solche «ehnlichkett gesehen." Damit zog er sich to «in anderes Abtefl MtÜck.

Etwa vier Wochen spät« saß Althoff in pes. new Privattomptoir, als feto Reifender Thugut eintrat Nach Erledigung des Geschäftlich«,» äußert« bet Fabrikant: „Hören Sie nur. Hart Thumtt, was mir neulich aus der Reff« passiert ist! Auf ber Fahrt zwischen Stuttgart und NSvb- lingen treffe ich einen Herrn, der Ihnen aufS Haar ähnlich fich. Et spielte allerdings Karte» und trank Likör."

Thugut machte ein sehr verdrießliches Gesicht. „Hm, da» ist fich« bet Drogenhändler Scho», berg auS Heilbronn gewesen. Firmt Karl Echovt- bera?"

^Ja, bas wat er!"

„'S ist doch gräßlich," fuhr b« Reisend« noch immer ärgerlich fort, „was mir ber terl für Fatalitäten macht! OesterS irden st« mich in Schwaden als Schömberg an, und da» gibt ewig« Verwirrungen."

„Aber" - dabei wurde fein Gesicht heiter, »ich aruß Ihne« doch vo« unser« ersten Begeg­nung erzählen; die war lustig. Ich komm« alf- vorletzten Sommer nach Heilbronn und setze mich in einen Gatten, von einem langen Tisch, bet mit Herren besetzt war, tönte es mir entgegen: »Ra, kommst Du endlich, wo steckst Du beim so lange!" „Entschuldigen Sie, mein« Herren," sagte ich hervortteteich, „fih habe nicht die Ehre, Sie zu Innen. Nun sahen und hötten fte doch, daß ste flch flrtnt hatte", ftt hatte» mich «JimHA fü»

15. April Me 15. Mai to der Aula ber Rotbschnt, eine Ausstellung von Werken hessischer Künstler. Näheres wird tif Kürze bekannt gegeben; doch erhal­ten Interessenten schon jetzt jede Avrkunst durch Hm. Hosbachhändl« 6. Braun, der bk hiestge Geschäfts- führuvg der Awsstellnng hat.

* Ehrung. Seitens de» städtisch«, KSrveifchafte« wurde gestern tbtnb den «ach langer «mtgytt aus- sckftidend-m 38agi{fcais,.-..u.ieban Matthäi un» Sstruck Je «in Hlmneuarra»gem«nt überreicht

* AnsftellmG. S»r DoptzelschtanbewEchnelchamp. f« .MluepriiyM» Lecilie" bee Norddeutschen 2logt ist gegenwärtig to einem 2 Meter langen sehr wert­vollen Modell im Schaufenster des Kontors der hiesi­gen Exportfirma Karl Schneider, Bahnhofstr. 20, in beten Händen sich auch die Houptvertretung ber (So sellschaft befindet und Auvflmft über Seereisen nach ollen Weltteil« gern« erteilt wird, ausgeftellt. Da, Mobslk stellt «ine muh Gröhemneße« und alle» Ein» zelheiten vollkommen genau« Abbildung de» roitfc Nch« Riesenschnekkdampf«» dar, der «in« tet iw posantesten Repräsentanten der modernen Pracht» bauten des Norddeukscheir Lloyd Ist.

• Iw »ie-ph-ntheater Im HNdemanNsche» Gaflk ifl für bte diesmaligen Spieltage folgendes Pro­gramm vorgesehen: Zeitvertreib eine» Königs, Tra­gödie; Ster verliebte Feuerwehrmann. Hw.; Stet 3au6ermant<, Orewe; Der weiße Reger, hwt; 3>k Alpenveilchenverkäuferin, Drama; Plumpudings Aus- flug nach dem Westerland, hmn.; Im Land« tat Drufi* den, talortert fNaturaufuahuve); Hatmattied» Ao» bild.

* Berßast«t rourto |«xt« Rn «jähriges Mädchen von hi«, da» sich bei verschiedenen Herrsch«ften et» 0««3"5 Warenlager zusammen gestohlen hatte. Auße» den vielen Wäsch«-- und KleLungsstücken flmd map auch gestohlene SHmucktzegenstcind« in seinkm Besitz.

* Bmndstffttwg. Bei dem Brand« de« HöwckMs anr Rotenberg handelt es flch allem Anschein «iw Vrandflffttmg. Dom Täter ist «an auf der Spur.

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• Wette«, 2, AP rill Bett einigen Wochen hat di» »reishkuahalttntzzsschul« hi« ihr Domizil anteefdrta» g«u «» dem Kursus beteiligen fich « Mädchen. Gestem Abend Wutbe nun 8en städttschen Ältperfdjaf* te« eil» Beweis gegeben, weichen hohe» Wett dies» Schute für Me Tdikvehmet bietet. SH« Leitett» Jet» fette«, Ftl. Btel, hatte bte Herren zu einem, Frst«ahst t« MMerfchen Saal ttnggkabe», ba» vorzüglich nun» i bete. Sämtliche Speisen va«en von de» jungem : Köchinnen jubewitet. Für bk jungln Mädchen einer ! Gemeivlte kann Nichte «Ünsthenswert« und nützkicher sein^ «l, wem» ihnen Gelegenheit gebotet wird, aw ein am frOSe« K »ckilnrfus tetlzunshrnew

M Wlrbemetfct, 1. April. Der MÄI«- Ttebwert hotte ba» Glück, wieder einen. NHnew JltiS zu sangen. Es ist die« in dies« Wwtrtt Winter und Frübfahr ber dritte Jlsss. Destnetti fing to- do» letzten drei Wintern 11 erwachsen» Jlfisse^ 2 Marder und 1 Otter.

«febeickapf, 1. Aprll Ster Rechtsouwcck» Block, ist zvm Notar fflr den Bezirk des. Oberland«Sge« ttchtS zu Cassel, mtt Anweisung seines AyltLsiK». in Biedenkopf, etnamtt worben.

Dautphe, 1. April. Dem Lehr« Shristian Fischbach wurde auS Anlaß seines Uebertrsiis ft» de» Rtohestanb ter Adler bet Jnhnb« des König­liche» HmisordenS von Hohen,ollern vetlieh«i.

Rosenthal, 1. «pttl. Der GmichtSaffefior Schattenber» in, Heldru»qeA wurde znw A»itS- richtet bi« ernannt.

Lffcheid, 1, April. Den» Bürgermeister Schütz ist bei feinem Ausscheiden aus dem Amt« da» Kreuz deS Allgemeinen Ehrenzeichens vwlieheu.

Stadttheater.

Zum Schluß b« Saison brachte uns ivtfet Stabttheutet noch einmal vor vollem Hanto eint N-vttSk. Hermann Bahrs Lustspiel „Das» Kon, zett" hat, um bas gleich vorweg zu nehmen, auch be1 großen Be sall gesunden. Das „Kmirri" ist gar kein Konzert, sondern ein« Noffüge des bot» setoen Schülerinnen angeschwatntten be­rühmte« Pianisten Gustav Heink. Der Künstler hat eigen» sür die Stelldichein mW seinen Verehrerinnen to der Rahe der StaM eine Hütte gemietet, wohin « sich auch jetzt mit d« Frau des Dt. Jura Mtückzieht. Seine Frau sieht lächelnd üb« dies« Schwäche ihre« Gemahles hinweg, weiß sie doch, ngß ihre Rivalinnetz ihr den Mann, da» „wahre KtoV, nicht bauten» entfremden können. RomWUckrt wird die Sache erst durch die Eifersucht eto« anderen Schülerin Eva @ernM. Si« hat Me Ausrede mit dym Kouzett durchschaut und bwiachrlchfigt te« Dr.

Shomüerg gehalten." „Hattl" tief ha ein«, „wen« Sie einverstanden stob, machen Wit uni einet Spatz."

Ich stimmte zu und nun entwickdtte flch fol­gende Komödie. Schornb«g kam xrtb nahm Platz. Alles sah ihn ganz erstaunt an. „91a. was ist denn haute mich Euch los?" tief et endlich, Ihr tut ja, als farmtet Ihr mich gar nichts „«Ale verzeihen," sagte ein«, „mit wem haben wir die Ehr«?" „Ra, Ihr werdet doch Scham berg noch kennen?" rief « etwas vwrdutzk. „Packdontt" tv widette d» unter«, „uns« Freu«» Schömberg fitzt dottl" und verschieben« defen „Jawohlf und dabei wiesen sie auf mich. Nun, Herr Alt« hoff, duS Sestcht von Hern» Schombe^ hätte» Ei« sehe« müssen, tote « plötzlich mich erblicktes Er schien toirffich in Zweifel zu feto, ob et if selbst wäre; es Wat zu drollig, und di« ganz« Tafelrunde konnte flch denn auch nicht mehr halten, sie stimmte ein laute» Gelächter

„Ein gut« Witz!" lacht« mm auch Mthvff. „'» gibt doch tonn« Spaßvögel!"

AlS sich ter Reisende bald darauf verab­schiedet hatte, sagte flch Alchoff: „Er ist «» als» doch nicht gewesen! Ab« solch ein« «eynljchkeits bie Natur spielt doch wund«bar!" ■$

Herr Thugut jedoch murmelte mtt vtrschnitz- tem Lächeln vor sich hin: „Habe mich ja famot, herouSaehauen, ab« eto andermal muß ich mit, dem Likör und den Karten auf Eifenbahnflafioneui vorsichtiger sein, b« All« könnte mich sonst