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voller Arbeite« ihrer Schnitz schule ausgestellt und dadurch attvn Kunstsicunden btt Möglichkeit gegeben, sich einen Nebcrblul darüber zu ver- schasscn, wie auh^ordenilich viel in diesem Jahr« unter ihrer Leitung geleistet Word» ist. Di« Füll« des Ansgestclltra 'st besonders bemerkenswert, umsomehr, gau;^ Mnimereinrichtungen, Aus. statinnHsarbeiten K., bereits in Benutzung stnd und somit nicht gezeigt Merdeu konnten. Die Ar­beiten waren fast durchweg von Damen gemacht; es bedeutet auch für Marburg eine Kulturtat, bet durch solche solide KunfibetStigun-en der Damen endlich mH bcn entsetzlich geschmacklosen .Brand­malereien" und ähnlichen Unterhaltungssünden aufgeräumt wird und dafür Kun>iwerke entstehen, die bei täglichem nützlichen Gebrauch sich auf Gr- nerationen vererben und den Geschmack des Mn- tzeS durch ihre Notz« Gegenwart bilden. Fast alle Möbel waren in Eiche geschnitzt. Sie zeigten durchgehend lwcheutwtzkekten Formeustm, und in dielen Stücken ganz hervorragend künstlerisch« Auslührnnq: hn «tnzeknen seien erwähnt: eine große Sitztruhe, Cpätrenaissance. einem Nürn­berger Original nachgebildet, vorzüglich geschnitzt mit gut modellierten Köpfen; weiter eine Ro- nalstancetnihe, ebenfalls tn Eiche, dann eine zweit« Sitztruhe in gleichen Stil; tn vlämifcher Art waren gehalten, eine Standuhr mit gewun­denen Säulen, ein großer Gewehr- und Bücher­schrank mit zahlreichen hochgearbeiteten Löwen- käpfen. Unter den getriebenen Metallarbeiten fielen sehr gut modellierte Zimmersachen mit exakt durchgeführten Blattmusten» <*tf. Beson­deres Aufsehen erregte «in» von Fräulein Ur- fprnnq selbst ht masst"«« T'.l^ e getriebene wun­dervolle Standuhr mit ganz voezü glich beobach­teten und gearbeiteten Pflaazm«u»>^-rn Klei­nere Arbeiten füllten mehrere rische Di« »rä­ßeren alle $u erwähnen, würde bei dem Reich­tum zu Viel werden. Wenn ich mir bei all dem Schönen einen Rat ttir die Anfänge- erlauben dürfte, so wäre es der, daß ste vorläufig absolut exakt und .poliertarbeiten; nur der vorge­schrittene darf .die Technik sehen" lasten, sonst enrntt man z «leicht nt bet Selbsttäuschung, einen Fehler der Hand als beabfichtigten Ausdruck der Technik stehen zu last-n. Dr. H.

* Universität. Die mit der Stellung eines Kustos am zoologischen Univerfitätsinstitut in Jena verbundene Ritter-Prosestur ist dem Pri- vatdozenten an der hiesigen Universität Profestor Dr. Johannes Meisenheimer vom 1. April 1910 ab übertragen worden; er tritt hier an Stelle von Prof. Ziegler. Meisenheimer, Schüler der Pro- festoren Korschelt und BütschN, war seit 1897 Assistent am Marburger zoologischen Institut bei Prof. Korschelt. 1899 erhielt er die venia legendi daselbst, 1907 den Titel Profestor und 1909 einen Lehrauftrag für Entomologie und Biiflogte Sein Arbeitsgebiet lag zunächst ans Tein «ntwicklungs- i^schichtlichem Gebiet, dann weiter auf vergleich, end morphologischen Gebiete und endlich auf experimentell - biologischem Gebiete. Der Eüstoriker Prof. Dr. Wilhelm Busch an der Uni- versität Tübingen, der an die hiesige Universität ÖberfiebeR, wurde von bet ordentlichen Mitglied­schaft bei der Württembergischen Kommission für Sandesgeschichte enthoben und bet an Stelle von Busch zum erb. Profestor bet Geschichte an der Tübinger Unwersität ernannte Dr. Adalbert Wahl (bisher in Hamburg) zum ordentlichen Mtglied der Kommission berufen.

Verleihung. Anläßlich seine» Uebortritt» tn den Ruhestand Wurde beet seitherigen Kurator unserer Universität, Herrn Geh. Oderjustizrat Profestor Dr. Sckwllmeyer, der Kronenorden 2. Klaffe verliehen.

Sie Prüfung der diesjährigen Konfinuanb-.i Md heute statt.

Hessischer Prtvatbramtttttvtz. Am Sonntag, ben 10. April morgens um 11 Uhr finbet hn Großen Saale des Kaufmännischen vereinS- hauseS in Frankfurt a. M. ein hessischer Privat- bemntentofl statt, der sich mit der Frage der staatlichen Penstousversicherung befasten wird.

* Zur Aufhebung der Fleischsteuer. Zur Be­hebung von Zweifeln über die Auslegung des Zolltarifgesetzes vom 25. Dezember 1902 bett, die Aufhebung von Abgaben von Fleisch pp. vom 1. April d. Js. ab, wirb bemerkt, baß hierbei die Abgabe von Wildpret nicht betroffen wird, viel­mehr bestehen bleibt.

* Der Hallegsche Komet, besten Ankunft be­reits vorige Woche angekündigt ist. würbe gestern : Mm erstenmal« in Rehkyavik gesichtet. Er nähert

16. Kerdlmdsmrfammkunq der Lehrer mb Freunde des ForlbildunMchnlweseus im RegiermlstSbezirk Casiel.

Cassel, 80. Mär, 1910.

Heute tagte im Saale der Mnrhardschen Stadt- Bibliothek. Weinbergstraße 8, die 16. Verbands-Ber- ! sammlung der Lehrer und Freunde des Fortbildungs- 'lchulwefens im Regierungsbezirk Caffel als 14. Ab- Aeilungsverfammlung für das gewerbliche Fortbil- fdnngewesen. Der Verband besteht gerade 20 Jahr«. -1890 wurde er ins Leben gerufen. Auf Anregung -des Rektors Schanze-Eschweqe und nach vorherige» -Besprechung mit verschiedenen Kollegen, sowie im iEinverftändniffe mit dem damaligen Reglernnos- |m5Rbenten RSthe-Taffel tagte die erste konftitu- irrende Versammlung am 8. April 1890 in Cassel. Herr Schanze wurde zum Vorsitzenden gewählt und ihat bis 1908 die Geschäfte des Verbandes geleitet und mit sichtlichem Erfolge seine Interessen gefördert. 'Die Hebung de» Fortbildungsschulwesens in unserm .Bezirk, vor allem der innere Ausbau der Schulen und die zeitgemäße Entwickelung des Nnterrlchts- 4betriebe» bat ilnn viel zu danken. Mit Bedauern sah bei Verband ihn aus leitender Stellung scheiden; er ernannte ihn zum Ehrenvorll<renden. Auf den 16 iVerbandsverfammluugen wurden die allgemeinen Verhältniff« des Fortbildungsschulwesens wie auch Me einzelnen Anterrichtsdisziplinen eingehend be­handelt.

Segen 10 llhr eräffnete der Vorsitzern, Herr Dallenberger-tzersfeld. die 16. Versammlung, indem «r insbesondere die Vertreter der König!. Regierung, We Herren Seh. Regiervnas- und Gewerbesckmlrü Kunz und Reoienmasrat Rättaer, der Stadt, fierm ktadttat RunH, der A<mb»erMn mmer. Herrn Ober- Weister Cimmen-Taffel und des Hest. Volksschul­lehrervereins. Herrn Ktehe. bearllßte. Nachdem die perren gedankt und ihre Wünsche zum Ausdruck ge- vracht hatten, erstattet« der Vorsitzende den Iabres- Weri^t. Der Verband zählt z. Zt. 194 Mitglieder, bojm Wnb 41 korporative. Seit 1908 ist der Verband «finkkch» des preußischen und de» deutschen Vereins

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zu einer Zeit, wo der jugendliche Körper ht dauernder Entwicklung begriffen ist und Herz uttb Lunge ihr Wachstum vollenden sollen, in einer Zett, in der vor allem Uebung tn frischer Luft so nöftg ist, wenn nicht die Keime zu lebensläng­lichem Siechtum gelegt werden sollen. Darum, Ihr Eltern, di« Ihr Euch freuet, Eure Kinder, oft unter Mühen und Sorgen, für den Eintritt ins Leben erzogen zu haben, benft daran, daß

8 Niederasphe. 3L März. Die hiesige Lehr erstelle wurde Herrn Lehrer Lölkes aus Wehrda übertragen.

8 Biedenkopf, 30. März. In Arfeld brannte das Haus eines Schuhmachers ab. Ts soll sich um einen Racheakt eines kroatischen Arbeiters, der als Brand­stifter in Betracht kommt, handeln.

0 Kirchhain, 31. März. Testern Mittag gegen 12 llhr ratstaiw im Rhiel'schen Hause ein Brand, bei dem die Feuerwehr in Tätigkeit trat. Der Dach-

brachtes Opfer ist, vor allem aber ein Segen für unsere Jugend! In vielen Orten der näheren und ferneren Umgebung bestehen |c Turnver­eine. In Marburg selbst gehören ber Turverrin, eine. In Marburg selbst gehören der Turnverein, der Deutschen Turnerschaft an.

Ein Fund. Zn einem städtischen ^.üuwagen wurde eine Protesteingabe wegen Richtgestattung einer Volksversammlung auf dem Iuxplätz gefunden. Lm zu verhüten, daß es in der Stadtverordneten- fitzung zu einer »stürmischen Debatte" kommt, hat man dem Vernehmen nach den Inxplatz für Protest- resriutionen für morgen früh zur Verfügung gestellt.

Schöffengericht. Gegen einen 16 Jahre alten Schüler, der Ladendiebstähle begangen hatte, wurde, da ec heute nicht zum Termin erschien, ein Haft­befehl erlassen. Ein ftmges Mädchen, das sich ein Paar E^uhe in einem Laden erschwindelt hatte, wurde zu 36 Jt Geldstrafe verurteilt. Ebenfalls wegen Ladendiebstählen hatte sich ein junger Wann zu verantworten Das Urteil lautete auf 14 Tage Gefängnis. Ferner wurde ein Arbeiter wegen Holzdiebstahls zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt.

Zeichnungen nach Tinzelvorlagen find tn anderem meistens wohl in größerem Masisiabe anzufettigen.

4. Im Fachzeichnen der konstruierenden Gewerbe hafte man sich fast ausschließlich an das Darstellen nach einfachen Modellen, dem rin gründliches Heben im Projektionszeichnen, nach beruflichen Gefichts- punften betrieben, voranzugeben hat.

Der Bortraq, der auch besonders eingehend auf die zur Behandlung kommenden Stoffe der einzelnen Klaffen und Berufe Bezug nahm, wurde sehr' bei« fävia ausgenommen.

btr Beschäftigung, und Lickst und Luft der Ar- I stuhl des Hauses wurde ein Raub der Flammen, betsräume lassen viel zu wünschen übttg, und daS I ------,--------- .... ...

sich mtt rapider Seschwindigkett unserer Gegend und dürfte bestimmt morgen früh kurz nach 6 Uhr tn unmittelbarer Rahe des GlaskopfS tn bet Richtung nach Cappel am Firmament sichtbar werden. Da bet Dunstkreis des Kometen bis zur Erde reicht, dürfte es sich empfehlen, dort um diese Zett keine Schornsteine tauchen zn lasten.

Ortskrankenkasse. Infolge der neuen Klassen­einteilung müssen die llmmeldungen »mgehend de» wirkt werden.

Vom Wetter. Heute früh hatten rott hier eine richtige Winterlandschaft. Hebet Nacht mar tüchtig Schnee gefallen und der Himmel sah aus, als ob es noch lustig weiterschneien wollte. Dazu wehte ein Lüstchen, das, wie man zn sagen pflegt, durch M«I und Bein ging.. In den Gebirgsgegenden Kestens wieder richtiger Winter herrschen.

Auf zum Turnen! An die Elttrn, 2en­terten und Arbeitgeber richtet sich folgender Auf­ruf ber Deutschen Turnerschaft: Wieder naht die Zett, tn ber Tausende von jungen Menschenkin­dern die Schule verkästen. um die Lehrjahr« für ben LebenSberuf zu beginnen. Vielfach ist ja durch Fortbildung-. und Fachschulen dafür ge­sorgt, auf Grund bet tn bet Schule erlernten Kenntnisse weitere Fertigkeiten für den künftigen Beruf zu erwerben. Wie aber steht es mit bet so hochnäsigen gesunden Entwicklung des Körpers? Einzelne Betufsatten verlangen von dem jugend­lichen Körper eine energisch« Betätigung aller feinet Kräfte, und gut ist, wenn dies in freier, frischer Luft geschehen kann. Aber bet ben mei­sten Arbeiten wird bet Körper mtt einseitig be­ansprucht. vielfach zwingt bet Beruf zu fitzra-

2. Die hohe Bedeutung der Buchführung für den Hmchwerker macht es notwendig. Einrichtungen zu schaffen, wo er sich die nötigen Kenntnisse oneignra kann. Da aber Gesellen- und Reisterkurft die Buch­führung als llnterrichtsdiszivlin wegen ihrer natur­gemäß sehr beschräntten Zeitdauer nicht ausgiebig behandeln Wunen so muß die Buchführung als Lehr- gegenstand tu den Lehrplan jeder, auch der kleinsten ländftchen Fortbildungsschulen aufgenommen werden.

I auf den Militärurlauberzug Ar. 40 he Bahnhatz I Mülheim a. Rh. infolge lleberfahrens des Hatten I fignals. Von den Militärperfonen find verschieden« I tot, sowie eine Anzahl mehr oder weniger schwer vevz I letzt. Der Betrieb wird über Mterzuggeleis« ge-s I leitet. Umleitungen der Schnellzüge von Düstekdorst I noch Köln erfolgen übe» Neuß. Sier Wagen find' I stark, die Lokomotive und zwei Wagen leicht be­schädigt. " r

| Mülheim, a. Rlft, 80. März. Im hiesigen fttoifel I kenhause liegen 7 Tote und in der Leichenhalle Ist I Tote; ferner im Krankenhause etwa 30 Verwundete, I darunter 20 schwer; im Hospital 7 Verwundet«, bar« I unter vier schwer. Ob Zivilpersonen verwundet; I worden find, konnte bisher noch nicht festgeflellt wer- I den. Unter den Sensunbeten befindet sich ein Bahn» I beamter.

I Mülheim a. Rh. 30. «Sitz Wie von zuständige». I Sette gemeldet wird, find über zehn Personen tot I und gegen 30 mehr oder minder schwer verletzt. Das I Unglück ereignete sich em Hebergange in bet Glad< I bacherstraße tn Mülheim. Der Militärzug sollte über; I Köln, Koblenz nach Straßburg L T. fahren. N I Köln, 30. März. Dem bei dem Eisenbahn-Unglück j I ht Mülheim e. Rh. verwundeten Eisenbahnsieamkei^ i einem Schaffner des MUtiärzuges, mutzte ein Bein , amputiert werden. Das 7. Pionier-Bataillon ist bet] den Bufräurnungsarbetten tätig Sämtliche Santtäts» i Offiziere und -Unteroffiziere der Garnison Köln«. Deutz stnd zu» Hilfeleistung an Ort und Stelle et» schienen. (

Mülheim a. Rh., 80. März. Eisenbahnwinipet * von Breitenbach, bet zur Besichtigung bet neuen ] Bahnsttecke Köln-Südbrücke-Kalk zufällig sich hier tzo» i fand, ist s «fort an bet Unfallstelle erschienen. Die - Angaben über die Zahl der Verwundeten schwanken beständig weil sich nachträglich noch Leichtverletzte melden, btt im BahnhofsrestauraM verbunden find,' Ihre Zahl soll fich auf gegen 100 belaufen. Ditz Zahl der Toten wird neuerdings mtt 19 angegeben,' die der Schwerverletzten auf M. Die Soldaten gm hären ben tn Ettaßburg i. S. bezw. Metz garnifontev»- enben 130. und 144. Infanterieregiment an. Stts wollten sich aus Wanne, Hamm und Soest ht ihm Garnisonen begeben. Der Gouverneur von Köln, General von Sperling, besuchte btt verletzten in dest Krankenhäusern. K

Mülheim a. Rh, 30. März. Das GiseNbahmmu glück ereignete fich heute Nachmittag 2 Uhr 30 Min Im Luxuszuge befanden fich 13 bis 16 Personen^ w»' denen ntemenb verletzt wurde. Der Oberkellner be» Lnxuszuges erhielt eine Kopfverletzung. De» Luxuszug setzte um 3 Uhr seine Fahrt nach Genna ! fort Der Militärzug »ar bereits heute früh Uh» 55 in Dortmund abgelassen worden. Minister von vtettenbach ist nm 7 Uhr 14 nach Düsseldorf wettet» gefahren.

Mülheim a. RA. 30. März. sAmtlich.) De» Minister bet öfsentttchen Arbeiten, von Breiteubach hat bas beteiligte Lokomotto- und Stellwcrkspe»» sonal über ben Unfall persönlich verhört. *

Mülheim a. Rh, 30. Mär». Die Unglückspätt« Hegt ungefähr 1500 Mete» von dem Mlllheime» Bahnhofe. Der Militärzug stand auf dem Gleis und der Luxuszug fuhr beim von hinten in bei» Militärzug hinein. Dtt beiden letzten Wagen de» Militärzuges wurden llbereinandergeschoben null auch die beiden folgenden Wagen wurden teilweise zertrümmert. Dtt Rettungsarbetten gingen schnell, eenft otten.

Mülheim a. Rh, 30. März. (Amtlich.) Soweit bis Abend festgestellt wurde, find bei dem Eisenbahn» Unfall 16 Soldaten getötet und 39, sowie zwei Schaffner des Militärzuges verletzt worben; dtt Schuld au dem Unfall trifft einen Lokomotivführer, «inifterialkomwilsar ist sofort an die HnglScksstelle.

Mülheim a. Rh, 30. Ä5r$. Die bei dem Eisen» bahnunglück getöteten Personen find: die Musketiere Fischer, Ktzyoniak, Schuck, Venzola, Mochten, und der Hornist Moettgen, sämtliche aus Metz; ferner dar Musketter Bruckstet, bet Gefreite Köhler, ber Kano­nier Bedarf und die Musketiere Gfinning, Bongets, Kloezkowski, Renz, Kokowcinstt, Köhler, Ortmann, Kuletzki, Schnack und Preuß.

Mülheim a. Rh, 30. März. Schwer verletzt find: Steinchen, Hezek, Bollwerk, Budzinski, Theodor Warberg, Greschkowiak, Heimann, Kotihof, Wawrztz»

3. Leidet wird in der Gegenwart bet Begriff Buchführung nicht immer klar auf gefakt. So kommt es, daß man auf verschiedenartige Weise noch zum Ziett zu gelangen sucht. Alle einfachen und verein­fachten einfachen und verbefferten einfachen Buch- fubrungssystem« find ans psychologisch-methodischen und aus praktischen Gründen aus der Fortbildungs» neu nach Raturformen heran und nntetkoffe im all- | sthule auszuweisen, da ste alle nur ein notizenhastes gemeinen tzegliches Entwerfen ade» Kombi sirren. Desihatten der Grichäftsvorfälle darftellen. den Haupt-

S

-weck: klare Geschäftsübersicht und genaue Ermittel­ung des Geschäftsgewinns aber nicht ermöglichen. Dazu kommt noch, daß di« meisten verbefferten 6n» steme nur für ganz bestimmte Berhältniffe zugeschnit­ten find.

4. Den wahren Zweck der Buchführung können nur die sogen, kaufmnänischen also die ameri­kanische und die doppelte Buchführungen erreichen. Da aber die doppelte Buchführung wegen ihrer Schwierigkeit ausscheiden muß, so kommt für dtt ge­werbliche Fortbildungsschule nur die ameri^mifchr ht Frage.

Als Vorzüge bet amerikanischen Buchführung hob der Referent besonders hervor: 1. Die Genannte Buchführung ist nach dem Wesen der Dopik «kfge- bout. 2. Ste erfordert verbäftnismätzig weniger Zett- und Müheaufwand. 3. Sie gibt zu jeder Zeit klare Geschäftsuberficht. 4. 6« schafft die Grundlage für eine richtige Kalkulation. 6. Sie ermöglicht eine genaue Gewinnermittelung.

Eino rege Debatte schloß fich an. Herr Geh. Re- gttrungs- und Gewerdeschulrat Ku nz-Taffet hob a. a. hervor, es sei nie regierungsseitig ein« Rvß- nahme getroffen worden und werde auch nicht ge­troffen werden, die dtt Eigenart ber einzelnen Ber- hältniffe beschränken könne. Jedes System Gatie I b. U. vortrefflich passen, wenn es nut der Lehrer I überzeugt zu dem seinigen gemacht habe. Die Fra« I des Buchfubrnngssyslems habe zu berücksichtigen: Ins I lokalen Verhältniffe, die Industrie des Ortes, dtt je» I roeils vertretenen Lehrlrngsberufe, bas jeweilige I Cchülermaterial. Au bet Debattt beteiligten sich btt I Herren Dickmann-Taffel, Schanze-Eschweae. Liebe- I1 Taffel. Achler-Matburg. Ein Antrag: Di« V«t- sammlung bittet bi« Kgl. Regierung, Fortbildungs­kurse für Zeickmen und Buchführung für Lebtet der Fortbilbunosschulen des Bezirks ins Leben rufen zu wollen soll der Regierung eingeteicht «erden.

Als Ort bet nächsten Veebandsvetfannnkunn (ge­werblichen) im Iaht« 1912 mtrbe Hetsfelo be­stimmt.

Mit der Tagung war ein« 7 Säle bet Fortbift dungsfchule I in bet flrankfurtersttaß« umfassend« Ausstellung von Fachzeichnungen verbunden, die wm treffliche Arbeiten Wk - *

für bas Fortbilbunae^chnlivefen. Seit 1906 ist ibm auch eine Abteilung für das ländliche Fartbildnngs» fchulwesen anaealiedert. Die beiden Abteilungen taaen abwechselnd. Der Verband erfreut sich de- be­sonderen Gunst der Regierung, bet Setten ?nrbrJ?te, Magistrate Wimschen-'wert wäre ein regerer An- M«fi bet Lebtet an ländlichen Fa-tbikbnnaeichulen.

Der Kostenberichi. den Herr Komnenban-r-Castel erstaitett, schffesit ast in Ginnobme mtt «53 66 Jl, ht Ausgabe mit 505 5? Jl, affo mtt einem Bestände von 118.14 ,11. Zwei korporative Mitglieder. Grak-alme- robe und s?lob, sind ousaeichieben: bie Fartbildunas-

schulen sind dort aufgebaben worden. 1 Mitali-d ist ...___

gestarben. mefb^en sich ab und 31 neue Mttgftedet I £

chietngch t-i-ri-ri- ftert Fortstilduttoskchvldtteffor I ** »raktischen Bebürfniffe 5««>"*tfs l* H. Heckeroth-Taffel «Ser das Thema: ^Set Zeichen- I ^-^/^^^'-^ tt werben? Det H«rr Vor- wwterriAf ht beit aemffchten Klaffen bet Heineren I tr^enbe^ bewerte tn seinen Ausführungen auf fol- aemetblichen Fortbildungsschulen". Der Redner I Srtwen «erstatzen

charakterisierte treffend btt außerordentlichen Echwie- I 1- Die Frage, ob ber Handwerker und htsbefon- rigkeiieu ftt diesem Hnterrichte. als btt u. a. find: die I bete auch bet Heine Handwerttt und Sewerbettei- oft zahlreich vertretenen verschiedenen Gewerbe in I benbe Buchführung treiben must ist ans wirtschaft, einer Klaffe, ein ungleich voraesiildetes Schüler- I Nchen und sittlichen Gründen unbedingt zu bejahten, mattrial. manaelbaftes Sckrnffnventar, oft fe nach I Auch gesetzliche und fteuerrechtliche Bestimmungen ja Jahres»« verschieden höbe Frequem ettiae Be° I 8^ Struktur untttes Erwerbs- und Wirt- rufe, wie Bauhandwetker, fehlen z. B. zu bestimmten | Mtsl-bens begründen dtt Rotwendigtttt bet Buch. Zetten ganz. ungleiche oder zu geringe Zahl bet wöchentlichen Zeichenstunden, Manael an praftffch n«ra<.^il>rten st-str-rn nnh methodisch vvtgestildettn Vtaftikem. Der ftannffaicheemta für ben °*f'rer: Gestalte den HnterriAt fachlich, ordnete bet Referent fakaende Cet+tsne unter, nach Schluß die Ver- sammln na -instimnffa annabm:

1. Im Zeicheimnteteicht in den fwn«*tew Klaffen der ffeine^en eemerWAen Fartstildutm-ckchnken ailt in aanz besonderem Maße bet SaN. b«ft sich bei Auf- siekkung des Lehmlanes in bet Beschränkung erst der Meist-' zei-tt.

2. Der Unterricht fei ht beiden Hauplgtuppen, allo für freibnnbiws und konstruierendes Zeichnen, möglichst Masten- oder Gruvpeittinterricht.

3. Im Freihand- und Fachzeichnen für dekorie­rende Gewerbe oebe man nur vorsichttg an das Zeich-

I Kunst und Mffenfchast.

I # Monte Carlo, 29. März. In Gegenwart 1 des Fürsten Albert, ber Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Spaniens, Portugals und Italiens, sowie zahlreicher Delegierter ausländischer Aka­demien und anderer hervorragender Persönlich­keiten fand brate Nachmittag die Einweihung des m I Ozeanographischen Museums statt. In fein« Gesundheit Enr« Kinder das höchste Gut ist. I gefhrebe gedachte Fürst Albert zunächst des deut- w^d^^'^v^atF^^bab -nch^der volle I Kaisers, des hohen Proteftors des neuen 2 ^»raer I Museums, der, ein Förderer der Wiflenschast und

dF^n^em gesundra Körper de^ I o8er Jnftttusionen. zum Wohle der Menschheit, ml «2 fVezi-A der Wffsenschaft des Meeres ein so großes

stck, Snt-reffe entgegenbrtnge, und sodann des ver- Ü2? w^»,nb2^d^ste ftch rinrar I Ebenen Königs von Portugal, der ebenfalls ' nnd ^n^ndivieke I feine besten Mußestunden der Ozeanographie g«.

| widmet hab«. Weiterhin danfte Fürst Albert den b^Eibt, einnn dereitt, der aber auch «e Gew h» I ^chj^fnen Vertreter ber fremben

ÄrÄch^dttderaroken I Regierung, ber gelehrten Körperfchaften für ihr n? «d Ä Erscheinen und übergab schließlich den Dienern der Wffsenschaft das Museum mtt dem Wunsche, ^2rt^?^*U^heTenb Sbtele I «s str dtt ganze Mraschhett nutzbar zu machen, des uitterwiesen werden mos tm netent ®meie I Wa(f) mtt stürmischem Beifall ansgenommenen Mm^^da^^lübe «ttich^ich^ara^Sb« «nsstrache des Fürsten Albert hielt der ftanzösi- Minister des Araßern, Pichon, eine Rede, brat Jttnange der Berufstöttgkett b«steuen tonnen. 1 d, auf dtt Verdienste des Fürsten um dtt ozeanographische Wisienschast hinwies und die wird der Sinn für die Schönheiten der «awr ge- I Gründung des Museum« als ein« Tat begrüßte, ^^»"^Turnernftttdrastt 'in die die ganze Welt brat Fürsten Dank schulde,

bild und «nhaft und da« Bel^ßts^, ein«: so w Sache der Menschheit dien«. Rach

fe^efügten Körperschaft dieser ergriff der deutsch« Vertreter, Groß-

wird sie anspornen, sich ^e6S^feiJL I obmirrf v. »öfter, das Wort, um bie herzlichsten jeder Seite hin würdig zn erweisen Die Pflege I Äoifet Wilhelm« zu Überbringen, unter

vaterlünbischerGesinttung in den Turnveremen ^flen Protektorat bet Fürst das Museum gestellt wird dazu beitragen, sie M mchsigen Männern I Hnb damtt «ht Denkmal gesetzt habe, das und Bürgern zu erziehen! Ihre Lehrherren aber, I zur Förderung der Wissenschaft,

gönnet Euren jungen Arbeitern für ihre körper- I Fortschritt der Menschheit b-ttragen

Nche Erziehung 28 Sinnen wöchenstich mtb I Wfrbc Nachdem dtt anderen Vertreter der benft baran. dah sie um sicher und 8-r I {remt)en Regierungen gesprochen hatten, fokgtt ein

und leistungsfädiqer brt der Arbeit sein werden, I flIän4ntbe§ Konzert, dem sich ein Rundgang durch |e gesünder und kräftiger sie sind. Den« aber anch I anschloß. Abends fand im Kasino

««h otwaS weiter, Ihr Männer, dtt in- I ^^1^Wellung statt.

mitten hn ringenden Leben steht! Die henttge I ....... . . _______

Jugend wächst anders auf, als wir ausgewachsen I. ----------------------------------------------

stnd! Genußsucht und Verlockungen drohen I grfttnfrpä EiseNbaÜNMlllÜck. überall, und körperNche Entartttng gehört nicht I 7." ,.

me^t, wie sonst, w ben Ausnahmen s Die Heu- I Heber das Eisenbahnunglück bei Mülheim a. Rh., ; H<;e Zett braucht Männer, mehr als je, Männer I das mir gestern bereits durch Extrablatt bekamtt- für den wirtschaftlichen Kampf, Männer, wenn I gaben, liegen noch folgende Meldungen vor: eS, was Sott verhüten möge, nöftg sein fallt«,' I Mülheim a. Rh., 30. März. Heute nachmittcq das Vaterland, den heimischen Herd gegcn über- I men 2 Uhr fuhr bei Luxuszug Nr. 174 auf beu hin- müttge Feinde zn verteidigen. Sorgt dafür.daß I teren Teil eines Militärzuges. 60 Personen, meist dtt Euch anvertraute Jugend sich durch Leibes- I So^en, find getötet oder schwer verletzt. Eiiqel- Übuugen gesund, erhalt gebt ihr dtt nöttge Zeit I hetteil

und bedenft, daß dtt EftchußS' dtt I Rh., 30. März. (Amtlich.) Heute

CtWö bdbUTtfi trldbct, Hit Cpfct fut bie I J. . n M twlw Xur PhmcinA 0» 17A

gemeinhett, ein für das Draffche Vaterland ge- I nachmittag gegen 2 Uhr fuhr bet Luxuszug Nr. 174