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und den BeUagen:
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Marburg und Kirchhain
Illach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftlich« Beilage."
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Tie „Oberheffische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die H)ft bezogen 8,26 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 K.
Marburg
Sonntag, 27. März 1910.
Die JnserttNNSgebLhr beträgt für die 7gejpaUene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 80 Pfennige. — Druck «md Verlag: Job. Lug. Koch, UniversttätS-Buchdruckerei Inhaber Dr. L. tzitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 65.
45. Jahrg.
* Erstes Blatt.
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Jtr.28. i'r.
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für das zweite Quartal ISIS aus die „Oberheffische 3eit»»g" n*H ihren Beilagen werden »en unserer Expedt- tton (Markt 21), unseren Ausgabestellen in «irchhain, Reustadt, Welter, Eb»- darf, Hachborn, Heskem-Mdlln, Bet. denhofen, Drethause«, Wittelsberg Riederweimar, Niederwalgern, Lamm und Lohra sowie von - allen Paß. antzalie» und Landbriefträger« entgegengenommen.
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Politische Osterbetrachtung.
• Selten ist das Osterfest auch nur annähernd »uf einen so frühen Termin gefalle« wie die», mal und noch seltener dürst« es in deutschen Landen vorgekommen sein, daß wenn es ein mitiges Osterfest gab, das Erwachen der Statut mit dem Feste zusammen gefallen wäre. Diesmal find di« Sträucher schon begrünt und selbst die Kronen der BÄirne sind schon von jenem eigenartigen bräunlichen Schimm«« umwoben der die baldige Begründung anMndigt.
So ist diesmal das Osterfest in der Natur in Wahrheit ein Fest der Auferstehung. Was aber im politischen Leben gegenwärtig auftr- standen ist, das ist minder lieblich anzuschauen, als das Envachen des Frühlings. Denn während der Frühling der stohe Vorbote künftiger Fruchtbarkeit ist. stnd in unserem politischen Leben in der letzten Zett immer üppiger die Keime jener alten deutschen Zwietracht empor, geschossen, die nicht Fruchtbarkeit bringt, fee» dern Zerstörung und Zersetzung. Dieser Hader im deutschen Bürgertum« hat seine« Anfang schon hn vorigen Sommer genommen, in der Zeit der Verabschiedung der Reichsfinanzreform. Die preußische Wahlrefonn hat thär nur zu reiche Nahrung gegeben. Man mutz lange zurückdenken, um sich an so häufig« und so heftige Szenen eines leidenschaftlichen Hasse» -wischen den bürgerlichen Parteien zurückzuerinnern, wie fie zwischen Neujahr und Ostern tat Deutschen Reichstage, im Preutzischen und tat Sächstschen Landtag« vorgekommen stnd. Die brinngungslos religionfeindliche und staatsfeindliche Partei, die Sozialdemokrafie, sucht diesen neuentflammten Hader innerhalb des Bürgertums nach Kräften zu schüren, well st« allein den Vorteil davon hat.
E» versteht fich von selbst, datz man im Aus lande, soweit es uns gegnerisch gesinnt ist, seine helle Freude an diese« Vorgängen hat. Im Allgemeinen aber darf man glücklicherweise sagen, daß sonst unsere Beziehungen zum Ausland« gegenwärtig günstiger sind al» seit Jahren. Da» Verhältnis zu England hat sich 6ererbe in der letzten Zeit entschieden gebesiert und hüben wie drüben mehren fich di« Sttm- men, die einen Krieg zwischen den 'beiden- stammverwandten Ländern für einen Unfinn erklären. Die Beziehungen zu Frankreich und Rußland find zwar nicht herzlich, aber immerhin korrekt. Besondere Beachtung oerbient, daß eben jetzt die italienische Presse de« deutschen Reichskanzler, der die Ofterfeieriage auf italienischem Boden verbringt, außerordentlich freundlich begrüßt hat. Einen so warmen Ton haben wir Deutsche aus diesem Lande der Wärme und der Sonne schon lange nicht zu hören bekommen. Di« italienischen Blatter heben nachdrücklich die Bedeutung des Dreibunde» hervor. Meinen fie es damit ernst, so wä« dies ehre große Garantie für die Erhaltung des Weltfriedens, denn niemand wird wagen den Frieden zu stören, solang« der Dreibund äußerlich und, was natürfich noch viel wichttger ist, innerlich unversehrt ist. Daß schließlich Rußland und Oesterreich normale Beziehungen wiederhergestellt find, kann eben, fall, im Interesse de» Weltfriedens nur begrüßt werden. Man erinnert fich ja, wie gerade jtzt vor Jahresfrist das Zerwürfnis zwischen diese«-beiden Ländern Europa in die ernstliche Gefahr eines Krieges gebracht hat.
So find wir vielleicht — wir sagen v'elleicht, denn wie schnell könne« fich gerade in der Poli- til die Bilder wandeln — der Auferstehung be» Geistes de» Frizens, d. h. des Nutzeren Friedens näher gerückt, als es beim Osterfeste de» vergangenen Jahres möglich erschien. Aber wichttger, viel wichtiger wäre für uns der Fririren innerhalb des deutschen Volkes. Denn wenn es ein« Ration gibt, der di« Zwietracht die schwerst«« Wunden geschlagen hat, so ist es bi« brutsche. Und so können wtt dem deutschen Volke kein schöneres Osterg-schenk wünschen, als di« Wiederherstellung des Friedens im deutschen Bürgertum«.
Deutsches Reich.
— Die Reife be» Prinzen Ettel Friedrich. Assuan, 24. März. Prinz und Pttnzessta Eittt Fttedrich stnd nach Kairo abgereift.
— Zum Besuch be» Reichskanzlers im Vatikan schreibt da» ». Tel.-B.': Rom, 23. Mär,. Der Besuch des Reichskanzlers von Bechmann-Hollwcg beim Papste bringt den Wunsch be» Reichskanzlers zum Ausdruck, dem Oberhaupte der katholischen Kirche die in Deutschland so viele Millionen Anhänger zählt, persönlich seine Verehrung zu bezeugen. Beim Zusamentressen deS Reichskanzlers mit dem Papste und mit den leitenden Persönlichkeiten der Kurie haben die kirchlichen Verhältnisse in Deutschland naturgemäß den besonderen Gegenstand der Unterhaltung gebildet. Abmachungen
irgend welcher Art zu treffen, lagen kein« Gründe vor.
— Reue Dampferverbinduug. Hamburg, 24. März. Die Woermaun-Linie die Hamburg-Amerika Linie und die Hamburg-Bremer Afrika-Lini« richten infolge der zunehinenden Bedeutung Nordamerikas auch für Westafrika einen direkten Dienst von Newyork nach Westafrika ein und beabsichtigen, al» ersten Dampfer den Dampfer „Otavf ungefähr am 25. In» von Newyork über Las Palmas nach Sekondi, Accra, Lagos, Talabar und Buala abzufertigen. Bei genügendem Landungs- angebot sollen gegebenenfalls auch andere Häse« der Westküste Afrika» oder Häfen Deutsch-Südwest- astikas angelaufen werden.
— Meder ist ein deutsche» Gut in polnische Hände übergegangen. Es ist das etwa 1100 Morgen große Gut Wielowies hn Kreise Mogilno, welches, wie der „Stal. Bote" mitteilt, der Gutsbesitzer Studie vor drei Wochen an den Händler Schwarz aus Zniu verkauft hat. Dieser hat es nun ausgeteilt. Das Reftgut von 800 Morgen erwarb der Landwirt Steiuborn au» Pakosch, ejn Pole, der für den Morgen 800 Jl zahlte. Die übrigen Parzellen wurde« an die angrenzenden polnischen Besitzer veräußert. Das Gut war feit Menschengedenken in deutschen Händen, ursprünglich nur 400 Morgen groß und durch Zukaufe« von polnischen bäuerlichen Wirtschaften auf die jetzige Größe gebracht worden.
— Die Befestigung von Borkum. Die ostfrie- fischen Inseln, die in der Nordsee unserer Stifte vorgelagert sind, werden in einem Seekriege eine bedeutsame Rolle spielen. Eine der wichtigste« dieser Inseln ist da» große Borkum. ES stnd deshalb schon längerer Zeit Befestigungen auf dieser Insel auSgeführi worden, die namentlich ht der Anlage von Batterien für weittragende Geschütze bestehen. Heber diese Befestigungen bringt natürlich nur sehr selten etwas in die Oeffentlichkeit. Das Kriegsministerium hat, wie ein hiesiges Blatt mitteilt, soeben bestimmt, daß von dem Fuß- arttllerie-Regment H, das allein von den Land- regimentern in bet Bedienung der Küstengeschütze und im Seeschießen ausgebildet ist, drei Kompagnien unter einem Stabsoffizier nach Borkum verlegt werden sollen. Diese Kompagnien bilden gewiffermatzen ein viertes Bataillon. Die Verlegung soll bereit» znm 15. April beendet sein.
Ausland.
“ von der französischen Arme«. Paris, 24. März. Dl« Kammer begann die Beratung über den Gesetzentwurf betreffend die Ausschließung strafrechtlich Verurteilter au, bet Armee be» Mutterlandes und ihre Einreihung in afrikanische ober Spezialbataillone. Berichterstatter Raibertt rotes auf die Notwendigkeit der Vorlage hin und führte aus, die Ursache für bie Zunahme der militärischen Kriminalität und Desertion beruhe zum Teil in bei Straffreiheit bet anttmilitatistischen Propaganda. Artikel 1, bet den Ausschluß solcher Personen aus bet
Atm« vorsteht, die wegen Spionage bestraft worden sind, wurde angenommen. Jaur6» protestiert gegen die Entsendung in Speztal- bataillone von solchen Militärpflichtigen, bie zu weniger als drei Monaten Gefängnis verurteilt worden find.
** Italienischer Freundschaftsbeweis. Di« unerwartete Verleihung des Annunciatenorden» an den deutschen Reichskanzlei machte in Rom einen günstigen Eindruck. Der Orden, bet etwa dem Schwarzen Adlerorden entspricht, wird im allgemeinen nur an Souveräne oder an ganz besonders verdiente italienische Politiker, aber fast nie an auswärtige Staatsmänner verliehen. Der Inhaber be» Annunciatenordens hat Anspruch auf den Titel Vetter des Königs und erhält Rang gleich nach den königlichen Prinzen. Die Herren v. Bethmann-Hollweg verliehene Auszeichnung ist also ein unleugbarer Beweis ' t die Herzlichkeit der deutsch-italienischen Be- zkehungen. Sie ist auch «in Beweis dafür, daß bie leitenden Kreise Italiens nach wie vor von «dr Notwendigkeit der Grundpolitik für Italien überzeugt stnd.
Eine neue KortuptionsassSre erregt in Kopenhagen großes Aufsehen. x*t Minister des Innern hat vor kurzem ongeotbnet, daß die 1700 Krankenkassen des Landes einer Revision unterzogen werden sollen. Nun liegt bereits ein Teilergebnis vor. das die erregte Stimmung gegen die frühere Regierung noch steigert. Anter 170 Kaffen, bie man bisher prüfte, wurden nicht weniger als 140 gefunden, bei denen man große Defraudationen festgestellt hat. Die Höhe der unterschlagenen Summen läßt fich noch nicht er- meffen.
** Roosevelt. London. 25. März. Nach einer Blättermeldung aus Kaire wurde Roosevelt bei seiner Ankunft von Hunderten von Amerikanern so begeistert empfangen, datz er gezwungen war, fich den Kundgebungen zu entziehen. Die nationalistische Preffe greift Roose. Bett an wegen seiner englandfreundlich n Reden in Chartum.
** Aus Rußland. Noworossi«k, 25. Marz. Das Militärgericht verurteilte wegen be» bewaffneten Aufstandes in Noworosstsk sieben Angeklagte zum Tode und vierzHn zu Zwangsarbeit. Drei Angeklagte wurde« frei- gesprochen. Das Gericht beschloß, um Strafmilderung nachzusuchen.
** De« Mörder be» Fürsten Ito hingerichtet. Charbin. 25. März. Der Mitt« Januar in Port Arthur zum Tode verurteilte Mörder b« Fürsten Ito. Angai, würbe heute Morgen dort hingerichtet.
— vom «aUan. Saloniki, 24. ^".r. An der montenegrinischen Grenze ist es in den letzten drei Tagen zwischen Arnauten. türfische« Grenzsoldaten und Montenegrinern zu mehrere« blutigen Zusammenstößen gefomnten. Bei Erzanitze und Pepitsch dauern die Scharmützel an. Zwei Montenegriner und ein Arnaute ist gefallen. Di« monteneg'taische Regierung er- hob Einspruch und droht, zur Selbsthiffe « greifen, falls bie türkische Regierung nicht so- fort die Ruhe wiederherstesten läßt.
•• Marokko. Paris, 24. März. Au, Fe, wirb gemeldet, daß Mulay Hafid. da seine Ei«.
(Nachdruck verboten.)
Das klage Ei. -
Eine Ostergeschichte von Käthe Hel mar.
Doktor Habel hatte heut« sein« Sprechstunde für die Eltern d«r Schüler.
Bloß alle zwei Wochen, Montag von 12 bi» 2 Uhr.
Aber das genügte, um ihn ffit den Rest be;- Tages schachmatt zu machen. Gott weiß, was die Mütter der kleine« Kerl» dies zu strö- gen hatten!
Da war die eine — sicher eine frühere Schau- fpielerin —, die ihm seit einem Vierteljahr vor jammerte, daß ihr Alfrri» alle I-Punkte vergäße. „Was soll aus dem Zungen werden!« deklamiert« sie jedesmal mit Augenaufschlag.
Ander« wied«r traten ins Zimmer wie gereizte Raubtiere und sprachen ta vorwurfsvollem Tone zu dem Lehrer über ihre unverstandenen Sprößlinge.
Uff! Und war wohl bdb Schluß. Doktor Habel sah nach der Uhr.
Schabe, die kleine Frau kam heute nicht. Die einzige, die ihm diele Sprechstunden ta- tereffant machte. Die Schwarze mit dem Bubengestcht. die so merkwürdig jung aussah.
Für achtzehnjährig hätte et fie gehalten, wenn er nicht genau gewußt, daß ihr Junge bald zehn Jahre wurde.
Oder war es seine Stiefmutter?
Nein, dafür war Peter Trautman« ihr zu ähnlich. Wenn er mit seinen blanken Schelmenaugen den Lehrer anguckte ober im Elfer bie Augenbrauen zusämmenzog, sah er genau so aus wie feine kleine Mama, wenn fie im Echulztanner dem Lehrer gegenübersatz und ch« über be« Jungen ausfragte.
Jetzt mär'» schon fast ein Jahr her, daß sie zum ersten Mal« gekommen. Und Ostern wurde Peter versetzt.
Dann sah man fich nicht mehr.
Dottor Habel ging im Zimmer auf und ab und blieb vor dem Fenster Reben.
Wie wär'«, wenn et bei Trautmanns unaufgefordert einen Besuch machte! Er interessierte sich für Peter. Das war wirklich kein Vorwand. Der Junge wat ein kleiner Prachtkerl.
Ja, er wollte mal hin gehen nach be« Osterferien.
Datz fie gerabe heute nicht kam.....
Gr sah durch die Fenster Aber den Schulhof hin. Da erblickte er sie von weitem.
Als sie in» Zimmer kam, saß er an seinem gewöhnliche« Platz.
„Guten Morgen, Herr Doktor. Da bachten Sie nun gewiß, bie Audienzen wären übet- standen. Unb nun kommt doch noch eine Bittstellerin. Aber bloß für eine Minute. Dann schlägt's zwei, unb ich fliege raus. Ich wollte nur wissen, wie es mit meinem Peter steht."
„Alles in Ordnung.«
„Das ist famos. Ich fürchtete schon, «r betreibt jetzt bi« tt-Sprache eifriger als bie deutsche Grammatik. Er bringt uns zu Hause alte in Verzweiflung mit seinem Kauderwelsch.«
«Ach. die LSprache habe« wir al» Schuler auch studiert. Und ich weiß «och, wie ftoh ich war. als ich fie fließend raus hatte.« Bloß um die reizenden Grübchen der jungen Frau beim Lachen, zu sehen, erzählte et ihr weiter: „Neulich hab' ich Peters Verttauen aber stark et- schlittert. Ich erzählte ihm von Herkules und den Ställe« des Augias, ta ’-enen jahrelang dreitausend Rinder gestanden, ohne daß die Ställe gereinigt worben wären,«
„Aha, da hat er wohl feine Erfahrungen vom Gute her ausgekramt?"
„Ja, et sagte mit ganz diskret in der Paust ob ich denn wirklich glauben könnte, daß ein ßanbmann den Mist so verkommen ließe. Der Junge ist wohl oft auf den. Lande?«
„Freilich. Beim Onkel in Pipenhagen. Ich habe Peter auch versprochen, daß wir Oster« hinfahren, wenn die Zensur gut ist.«
„Sind das etwa Schraders? Mein alter Schulfreund Emil Schrader? Sein Gut heißt doch auch so", fragte et; unb als ba« bestätigt wurde, beschloß et, noch an demftlbei Tage nach Pipenhagen zu schreiben und durch die Blume zu fragen, ob Schraders zu Ostern für ihn Ptatz hätten. „Dann wünsche ich viel vergnüge«, Gnädigste, und fröhliche» Fest.«
„Rett, daß Du pünttlich gekommen bist!« begrüßte Emil Schrader feinen Fraund. „Haben Dir auch tüchtig bie Ohren geklungen in de» letzten Tagen?«
„Gar nicht."
„Unb habet haben wir immerfort von Dir gesprochen.«
„Deine Frau und Du? Oder hast Du mich etwa bet Seine» Babie» «I» schwarzen SJtann benutzt?«
„I wo. Die Trautmänner find doch hier. Peter und die Hilde."
„Ah mein Schüler. So! ... Ein famostr kleiner Kerl. Sri« Vater ifl auch auf dem Gute?«
,/Det Apotheker? fReht. Der nimmt sich keine Zett zum Verreise«. Aber setae Hilde hat er beurlaubt. Du kennst sie ja."
Doktor Habei tat Zerstreut »Ich bne
sie? ... Ja richtig, fi« kommt manchmal »ach Peter fragen.“
„Uebtigen» schwärmt fie ganz gehörig für Dich. Wenn fie so einen Lehrer gehabt hätte, sagt fie immer zu Peter, da wär sie froh ae» wesen. Du, Otto .... und meine Fra« meint es wär gar nicht ausgeschlossen.......Ihr
beide . ... Na, Du brauchst mich deshalb noch nicht so enttüstet anzasehen! Bist Du den« st ein Weiberfeind geworden?"
„Erlaub mal —«
„Gut. Lassen wir das Ther.a fallen. Aber Du hast doch nichts dagegen, mit Hilde die Eier zu verstecken? Sie kennt alle Schlupfwinkel bei uns. Da kommt sie schon mit den Ostereier« Guten Morgen Hilde hier meinen Freund kennst Du ja. Gib ihm mal den Korb zum Trage«. Unb wenn Ihr fertig seid, ,indet Ihr meine Frau bei de« Kinder«. Ich muß jetzt zum Inspektor.«
Emil Schrader drehte nach dem Gutshause tun, während Doktor Habel, den Korb am Ar.ne neben Hilde über die gelben Kiesweg? ging, die die Märzsonne hell beschien.
Drüben streckte der Krokus seine gelben und blauen Köpft ganz gerade in di« Höhe; winzige Schneeglöckchen umrandeten die runden bunte» Blumenbeete. j
Herr Dottor. Da sind feine Verstecke.« St« führte ihn, und dabei erzählte fie, wie lustig e» hier immer zuging beim Eiersucken. Petek war schon gar nicht mehr zu bändigen, st freust er fich.
Otto Habel hörte auf ihre silberne Stimm« und sah wieder die entzückende« Grübchen beist Lachen. I» dem taxfreien korallenrot« Prinzeßkleide mit dem hellen Tüll ee ba Hal» und der Perlenschnur, ta de» brotfw