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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: ,Iach Feierabend" twöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage."

TieLberbrnijche äciteug" cricyeinr täglich mit AuSucrdme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die Post bezog«» 2 25 * (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstelle» und der Expedition (Markt 21), 2

Marburg

Sonntag, 6. März 1910.

Dir Jnsertionsgebühr beträgt für die 7gcjpal!cne Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Foh. Aug. Koch, llniversitätS-Buchdrnckerei Inhaber Dr. C. Hitze roth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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45. JahiA

Erttes Blatt.

Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.

Aus den Parlamenten.

J-'-TV Deutscher Reichstag. / '

48. Sitzung bom 4. März.

> Das schwach besetzte Haus setzte beute die Be­ratung des Etats des Reichsamts des Innern beim Kapitel .Reichsaesundheiisamt* fort, wobei zuerst Abg. Neuner (natl.) für eine einheitlich« Regelung des Apothekenwesens plädiert, auch sei eine Gesetzesvorlage zur Regelung des Abdeckerei- Wesen- notwendig, Staatssekretär Delbrück teilt Mit. daß der Entwurf zur Regelung des Apo- jhekenwesens ja bereits veröffentlicht sei, sich aber große Schwierigkeiten, besonders bezüglich Reu­erteilung der Konzession, eingestellt hätten. Gegen das Verfahren, auf Grund einer Gehilfenliste die Konreffton zu erteilen, hätten sich verschieden« Bundesregierungen gewandt. Bei der Regelung des Abdeckereiwesens mache die' Entschädigungs- frage große Schwierigkeiten. Diese müßten erst beseitigt sein. Der Grenzschutz gegen Viehseuchen Iverbe scharf und energisch gehandhabt. Das neue Knrpsuschergesetz sehe auch Maßnahmen gegen Ausschreitungen im Hhpnosenwesen vor. Abg. vrsthne (Soz.) wünscht beschleunigtes gesetz­geberisches Vorgehen gegen Verunreinigung von Flüssen durch Abwässer. Präsident Bumm vom Gesundheitsamt betont, eine scharf« Rahrungs- mittclkontrolle läge im Interesse der Konsumenten. Abg. Leonhart (frs. Vp.) befürwortet eine Resu- »ution, den Reichskanzler zu ersuchen, in den nächsten Etat Mittel einzustellen zur Erforschung und Bekämpfung des Alkoholismus. Staats­sekretär Delbrück führt aus, daß der Kamps gegen 4>en Alkohol in erster Linie Sache der Eltern und ^-Erzieher sei. Das Reich beteilige sich jedoch au M her Aufkläningsarbeit und gebe jetzt schon 10 000 M- Mack dafür aus. Abg. Brejski (Pole) wünscht energische Maßnahmen gegen die Wurmkrankheit. Abg. v. Treuenfels (kons.) empfiehlt eine Resolu- tion gegen den Mißbrauch narkottscher Armet- mtttel, durch die der Morphinismus und CocainiS- mus gefährdet wird. Rach weiterer unwesent­licher Debatte wird ein Schlußantrag angenom­men, der Etat des Gesundheitsamtes genehmigt und die Beratung über di« .Biologische Anstalt* begonnen. Graf Praschma (Ztr.) fordert eine Reichsanstalt für Milchwirtschaft, einem Wunsche, dem sich der Abg. Wilckens (kons.) anschließt. Der Akg. Siebenbürger (kons.) verlangt eine weitere Erforschung der Schweinepest. Beim Titel Pa- tentamt bringt der Abg. Sommer (frs. Vp.) Be- amienwünsche vor. Abg. Iunck (natl.) fragt nach dem Stande der Reform des Patentgesetzes, die aus vielen Gründen sehr dringend sei. Auch das Erfinderrecht der Angestellten müsse geregelt wer­den. ebenso die Frage des AusführungszwangrS. Auch war er für Verbilligung der Gebühren. Staatssekretär Delbrück betont, daß das jetzige Verfahren an sich gut sei und den Beifall der In- dusrrie findet. lieber den Ausfübrnngszwang ist eS nicht gelungen, mit Enaland zu einem Abkom­men zu gelangen. England hat di« Vorschriften darüber sogar noch verschärft. Roch in letzter Stunde sei deshalb mit Amerika ein Vertrag ab­geschlossen worden, der Deutsche und Amerikaner Wechselseitig in Deutschland und Amerika von dem Ausführunqszwanae befreit. Ab«. Müller Mei­ningen (frs. Vp.) bearüßt namens der Industrie diese Erklärung mit Freuden, meint aber, daß sich dre meisten Uebelstände nur durch eine Aenderung der Patentgesetzgebung, insbesondere bez. der Ge- bühren beseitigen lassen. Rach weiterer unwesent- kicher Debatte wurde der Titel genehmigt. ES folgt der Titel ReichsversicberungSamt. Abg. »ehrens (wirtsch. Bg.) fordert bei den Wahlen die Emführung der VerhälMiswahl. Abg. Hebel (Ztr.) führt Beschwerde, weil angeblich von ein- leinen Versicherungsanstalten die Katholischen den Evangelischen geenüber benachteiligt würden.

Im Abgeordnetenhaus«

wurde am Freitag die zweite Beratung deS Berg- etais fortgesetzt. Abg. Dr. v. Wonna (freikons.) äußerte sich günstig über daS dem Reichstage vor- stegende Reichskaligesetz, meinte aber, daß durch dessen Annahme die Rechte Preußen- nicht ange- tauet werden dürsten. Abg. v. Arnim-Züsedom goitf.) wünschte namens seiner Partei, daß daS Reichskaligesetz nach seinen wesentlichen Befttm- mungen angenommen werden möchte. Deutsch­land könne und müsse dadurch den Kalimarv be- herrschen, daß es das größte Produktionsgebiet Dir Kali sei, während das Ausland, besonders Amerika, erheblich weniger produziere als es ver- s »rauche. Das Gesetz würde das Svndikat stärken »nd wir würden stabile Preise bekommen. ES sei , Notwendig, daß der Ausländer mehr bezahle, wie »er Inländer, damit das Ausland der deutschen Pandwirtschast nicht ungehörige Konkurrenz rna-

, Wen könne. Minister Shdow erklärte, daß der 6e» i wrochene Gesetzentwurf nur bezwecke, daß daS Mali nicht zu billig an daS Ausland abgegeben .Werden kann und der inländische Konsum nicht I tanatifl verteuert werde. Abg. Sauermann (Ztr.) I Wünschte im Interesse der von den Zechen weitab I Lohnenden Bergleute die Wiedereinführung der Hrtürzten Sonnabends- und MoMaaSschichten. 1 kberberghattpwlann v Belsen will diese Ange- »genheit nochmals prüfen. Durch die gekürzten I oHdften Ware die groß« Mehrheit der Arbeiter, I ** bei d«r Zeche wohnte, «esthädigt werden, «da. I

Dauermann (Ztr.) und Abg. Storren snatlib.) klag­ten über zu niedrige Lohne. Oberberghauptmann v. »elfen erwiderte, daß manche Arbeiter absicht­lich mit den Leistungen zurückhielten, um den Durchschnittsverdienst herabzudrücken und dann eine Erhöhung des Verdienstes fordern zu können. Abg. Dr. Roechling lnatlib.) warnte vor einer planlosen Erhöhung der Löhne, um nicht eine Ver» teuernng der Kohlen herbeizuführen. Aus den Wunsch des Abg. Imbusch (Ztr.) nach größeren Mitteln für Wohliahrtseinrichtungen verwies ein Regierungskommissar aus die enormen Summen, die für die Woblsahrtseinrichttingen des Knapp fchastswesenS aufgewendet würden lind meinte, man werde erst einmal verschnaufen müssen, ehe man an weitere AushShungen denken dürste.

a«8 be» Semmiffiontn.

Die WahlrechtSkommisston des Abgeordneten­hauses hat die zwette Lesung des Gesetzentwurfs beendet. Die Vorlage wurde im wesentlichen in der in erster Lesung erhaltenen Fassung mit J5 gegen 13 Stimmen angenommen. Dafür stimmten die Deutschkonservativen und das Zentrum. Die Prwilegierung von Wählern, bezüglich deren be­reits in der ersten Lesung keine Einigung erzielt werden konnte, wurde wiederum abgelehnt, sodaß die Lücke, weiche bisher durch Ablehnung der §§ 810 der Regierungsvorlage entstanden war, be­stehen bleibt. Was die zur Vorlage eingebrachten Resoluttonen angeht, so wurde sowohl die sozial­demokratische Resolutton. welche die Einführung des Reichstagswahlrechts und des Irauenstimm- rechtS verlangte, als auch die steisinnige und natto- nalliberale Resolution auf Neueinteilung der Wahlkreise abgelehnt. Dagegen gelangte eine Resolution über die Sicherung der geheimen Wahl und eine weitere Resolution, wonach in Strafvcr- Jobren nicht nach der Abstimmung gestagt we wen >arf, zur Annahme.

Deutsches Reich.

Bom Kaiserhofe. Berlin. 4. März. Im Königlichen Schloß fand heute abend beim Kaiser- Paare das alljährlich« Bottchaster-Diner statt, zu dem u. a. die Mitglieder des diplomattschen Korps, der Reichskanzler, Staatssekretär Frhr. v. Schön und die Chefs der drei Kabinetts geladen waren. An das Diner schloß sich ein Hofkonzert.

Fürst Bülow. Berlin, 4. März. Der Reichsanz." schreibt: Der Kaiser bestätigte die von der Akademie der Wissenschaften in Berlin vollzogene Wahl des Fürsten Bülow zum Ehren­mitglied.

Gras Zeppelin. Stuttgart, 4. März. Graf Zeppelin begibt sich morgen früh 2 Uhr nach Ham­burg gut Teilnahme an Besprechungen über di« arkttsche Luftschisfexpreditton.

Zur Einweihung deS Ozeanographischen Museums in Monte Carlo. Paris, 4. März. Rach einer Meldung des .Rewhork Herald" au» Monte Carlo richtete Kaiser Wilhelm an den Fürsten von Monaco ein Schreiben, in dem er diesem mitteilt, daß er sich bei der Einweihung des Ozeanographi­schen Museums durch den Admiral v. Köster ver­treten lassen werde.

Eine Umarbeitung be» Militärstrasgesetz- buche»? Nach derPost' ist in Verbindung mtt der Reform des Bürgerlichen Strafgesetzbuches eine UmarbeiMng des Milttärstrafgesetzbuches in die Wege geleitet. Dabei soll anstatt der jetzt noch vorgesehenen Haftstrafen bet geringen militäri­schen Vergehen der Personen des Beurlaubten­standes die Einführung von Geldstrafen in AuS- sicht genommen werden.

Dementt. Berlin, 4. Mürz. Die »Rordd. Mg. Ztg.' schreibt: Ueber die Wahlrechtskund­gebungen am vorigen Sonntag finden wir An­gaben im .Standard', wonach der Kaiser den Massenaufzug von den Fenstern des Schlosse» au» beobachtete. Das ist falsch. Der Kaiser hat von der DemorPrattou nichts bemertt. Unrichtig ist auch, daß in den Schloßhöfen für den Rotfall Truppen neben der Polizei bereitgestanden haben. Verwendung von Militär war nicht vorgesehen. Ebenso falsch sind aber auch die Meldungen, wo­nach der Kaiser mit Rücksicht auf die Zusamureu- stöße am vorhergegangenen Sonntag der Polizei strengste Zurückhaltung bei den Straßenkund- gedungen befohlen habe. Der Kaiser hat vielmehr in keiner Weise in die Anordnungen deS Polizei­präsidenten einbegriffen.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Ortginatarttkel ist gemäß 6 18 bei Urheberrecht« nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oderheff. Ztg.' gestattet.)

Marburg, 5. März.

Parolemustk findet morgen Sonntag von 121 llhr bei günstiger Witterung auf dem Frtedrichsplatz mit folgendem Programm statt: 1. Hohenfriedberger Marsch. 2. Ouvertüre I Dptte.GiroflS-Girofla" von Lecocq. 8. Fan- tanste o. d. Op.Don Juan" von Mozart. 4. a) Wer hätte fie gesehn. fileb von F. Eursch. «am»,- b) Albe» Bergmannslied, Bolksmelodie,

5. An der schönen blauen Donau. Walzer von Joh. Strauß. 6. Eamrnel-Iäger-Marsch von Morena.

* Erwiderung. Herr Pros. Jensen bittet tut» mitzuteilen, daß er aus den Vortrag des Herrn Geh. Rat Jülicher in den Stadtsälen gleich im Anfang des Sommersemesters antworten wird und zwar in öfientticher Rede Mit nachfolgender freiet Diskussion. Alles Nähere s. im Inseraten­teil dieser Zeitung.

* Hat IesuS gelebt? Wie uns die Verlags­buchhandlung mitteilt, wird der Vortrag von Herrn Pros. Dr. Jülicher spätestens Donnerstag nächster Woche Im Druck vorliegen.

Gellende Hilferufe lieh vergangene Nacht gegen 1 Uhr ein in der obersten Etage eines Hauses in der Kasernenstrahe wohnender junger Bursche von seinem Fenster aus erschallen. Als die Polizei erschien, erklärte er, dah anscheinend Jemand in sein Zimmer eindringen wollte. Nach langem Suchen wurde jedoch niemand im Hause entdeckt.

* Zentral-Biograph Marburg. Barfützer- strahe 26, hat ein ebenso reichhaltiges, wie inter­essantes Programm für die heutige beginnende Woche zusammengestellt und befriebtgt allabend­lich das zahlreich erscheinende Publikum aufs beste. Anerkenneneswert ist es auch, daß die einzelnen Nummern Schlag auf Schlag gehen. Programm im Inseratenteil.

* Schweinemarkt. Am nächsten Donnerstag wird hier ein Schweinemarft abgehalten.

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A Wehrda, 4. März. Ein in einer Marbur­ger Fabrik beschäftigter hiesiger Einwohner zog sich heute bei der Arbeit eine schwere Handverletz- ung zu. Wie man sagt, wurden ihm einige Finger abgerissen.

* Kirchhain, 4. März. Hier wurde aus bet Ohm die Leiche einer fremben Frau gelandet.

* Kirchhain, 5. März. Das diesjährige Muste- rungsgeschäst für die Militärpflichtigen des hiesi­gen Kreises findet am Montag, Dienstag, Mitt­woch und Donnerstag statt.

-r- AuS dem Wohratal, 4. März. »Gevatter Langbein* hat sich in dieser Woche bereits hier ein- gestellt.

Biedenkopf, 4. März. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 284 Schweine aufgetrie­ben. Es kosteten das Paar 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 5565 «M., kleine Läufer 7585 <*, gröhere Läufer 95110 je nach Qualität.

Berleburg, 4. März. Ein Opfer der heim­lichen Abfahrt und des Nichtmehrrufens der Züge wurden am verflossenen Sonntag zwei junge Ehepaare im Bahnhof Raumland. Die. selben wollten eine Hochzeitsreise nach Erndte­brück machen. Während die jungen Eheherren schon in den Zug gestiegen waren, unterhielten stch die jungen Ehefrauen noch ein Weilchen auf dem Bahnsteig. Plötzlich fuhr das Zügle ab. entführte die beiden Männer und ließ deren bessere Hälften händeringend und wehklagend im Bahnhof zurück. (Wittg. Ztg.)

Hessen-Nassau und Nachdargebiete.

G. Hanau, 4. März. Die große Maschinen­fabrik I. D. Weinig u. Sohn hier, welche als Spe­zialität Bramrei- und Mälzereimaschinen verfer- ttgte, sieht stch gezwungen, ihr gesamtes Personal zu kündigen und den Betrieb stillzulegen.

Frankfurt, 4. März. Wie die Bläter melden, hält sich der flüchttge Defraudant Rendant Flick von der landwirtschaftlichen Zentral-Darl^ns» lasse für Deutschland in Australien auf.

Hochschulnachrichten.

X Berlin, 4. März. Die vier Pariser Ala. demien sprachen gemeinsam ihren verbindlich- ften Dank für die Einladung zur Jahrhundert« feier der hiesigen Universität aus und erklärten unter Glückwünschen, datz sie die Vertretung Frankreichs den Universitäten überlassen woll­ten, umsomehr, als der Deputierte der Sorbonne Polnvarä, zugleich Mitglied zweier Akademien und desInstituts de France" fei.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Schönes Vermächtnis. Köln, 4. März. In der Stadtverordnetensttzung teilte der Ober­bürgermeister mit, dah der kürzlich verstorbene Geheime Kommerzienrat AndrSae der Stadt 210 000 <M. zugunsten der Armen vermacht habe.

Fabrik-Zubilänin. Mannheim. 4. März. Der Erotzherzog von Baden kaum lautMann. Heimer Generalanzeiger" heute Nachmittag 4 Uhr 80 Minuten mittels Automobil In hie­siger Stadt an um der Familie Heinrich Lanz anlätzlich des 50jährigen Bestehens der Firma Heinrich Lanz feine Glückwünsche p, über­mitteln.

| Letzte Nachrichten.

| Berlin, 4. März. Der Polizeipräsident lieh I an den Vorsitzenden des Aktionsausschusses de» I Verbandes der sozialdemokratischen Wahlverein» I von Berlin und Umgegend die Mitteilung geJ langen, datz er den vomVorwärts" als Demo», stratton gegen die preutz. Wahlrechtsvorlage für Sonntag angekündigten Massenspaziergang nach dem Treptower Park als eine nach dem Reichs« Vereinsgesetz genehmigungspflichttge Beran- staltung ansehe und ihr entgegentreten werd«.

I Kiel, 4. März. Prinz Heinrich von Preußen ist von seinem Besuch am englischen Königshofe

I heute Abend hier wieder eingetrofsen.

«nttvark, 4. März. Das österreichisch-unga­rische Geschwader Hai die hiesige Rede wieder ver­lassen.

Evereti (Washington), 4. März. Die Zahl I der durch den Lawinensturz im Eisenbahnzuge Ge­töteten wird jetzt auf 118 angegbe«, darunter 84 Passagiere.

Paris, 4. März. Die Wünsche der Lokomotiv- führer und Heizer der Staatsbahnen sind crfüflt worden. Der Konflikt ist damit betgelegt.

Paris, 4. März. Vier neue Verhaftungen, unter ihnen die eines Marinelieferanten, der ver­suchte, die Marineverwaltung zu betrügen, wur­den in Toulon vorgenommen.

Depeschen.

Frankfurt, 5. v»rz. Die Königin von Schweden ist heute morgen 6 Uhr hier eingetrofsen und um 9 Uhr nach Karlsruhe weitergefahren.

W. Ingelheim, 5. März. I« benachbart ten Appelheim wurde der Pfarrer Schellmann heute morgen tot ausgefunden. Er wurde durch ausströmcnde Sohlengase getötet.

W. Philadelphia, 5. März. Heule um Mitternacht sollen 74 000 Arbeiter in den Sy«, pathiestreik mtt den Stratzenbahnangestellien M« treten sein. Man befürchtet Ruhestörun -X Der AubetterauSschutz bestätigt, datz 75 00-, Gi­rierte und viele nicht syndizierte Arbeiter in den AuSftand getreten seien. Die Droschkenkutscher verlietzen um 12 Uhr ihre Plätze. Die Polizei und Feuerwehr haben Weisung aus dem Posten zu fein.

Au«Wg au8 den StanbeSbücherndes Königlichen Preußischen GtanveSamtSbezirkS Marburg.

SlandeSamt werktäglich geöffnet von 1012 Uhr.

Standesamt befindet sich jetzt Ummer Rr. 5.

Vom 27. Februar bis 5. März. Verehelichte.

1. Gastwirt Philpp Ernst mit Christine Wein­traut, beide von hier. 2. Sergeant von der 5. Es­kadron des Jäger-Regiments zu Pferd Nr. 2 Her­mann Hoß ht Langensalza mtt Elise Seipp von Ockershausen.

Geborene.

1. Els«, T. d. Sttaßenbahnschaffners Heinrich Georg Lohne. 2. Armin Adolph, S. d. Rotten­arbeiters Heinrich Gröninger. 8. Heinrich Wilh S. d. Installateurs Wilhelm Huhn. 4. Karl Fried­rich Louis, S. d. Restaurateurs Karl Bertram. 5. Ernst Friedrich Ludwig Wolfgang, S. d. Kans- manns Heinrich Freund. 6. Ungenannt, T. d. Zinngießers Karl Pfaff. 7. Elisabeth, T. d. Post- schaffners Heinrich Weimar. 8. Maria, T. d. Bür- germeisters Heinrich Josef Stork in Vockenrods. 9. Franz Martin, S. d. Taglöhners Martin Seifert -in Schierstein. 10. Adam Konrad, S. d. Gas- arbetterS Adam Völker in Cappel. 11. Adam Andreas, S. d. Wagner- Philipp Konstantin Wag­ner in Marbach.

Verstorbene.

1. Witwe Elisabeth Hitschler geb. Heinzerling, 70 Jahre. 2. Universitätsbuchhändler Oskar Ehr­hardt, 55 Jahre. 3. Witwe Karoline Schmidmann geb. Wolff, 70 Jahre. 4. Helene Maria, T. d. KuffcherS Peter Franzen, 1 Monat. 5. Totgeburt, T. d Maurers Karl Lapp in Hertingshausen. 6. Totgeburt, T. d. Bergmanns Peter Dörr in Ha- bach. 7. Schuhmacher n. Landwirt Christian Scheele aus Vöhl, 33 Jahre. 8. Lehrerin Auguste Anna Elise von Schell aus Arolsen, 45 Jahre. ». Jenny Meyer geb. Oppenheimer aus Frankfurt, 82 Jahre. 10. Dorothea Loth geb. Hermann auS HeSkem, 64 Jahre. 11. Christian, 6. d. Land- WirtS Tobias Dippel in Dörnholzhausen, 8 Jahre.

Marktberichte.

Marbur». 5. März. Butter b.Tfb.1.101,15 M Hühnereier. 2-t, 2- 18Pf,

Amtticher Wetterbericht.

Hc'fische Wetterdienststelle Gießen.

Aussichten in Hessen am Sonntag, den 6. Mär, 1910: Anhaltend heiter und trocken, leichter Rach», frost, am Tage sehr mild.

verantwortlich für die AedaMmi:

Dr. Phil. Earl Hitzersth in Marburg '