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leitung

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: »Mach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.Landwirtschaftliche Beilage."

45. Jahrg

Jti 37

Drittes Blatt

Hierauf wurde der

fung kaum möglich.

Militäretat en bloc angenommen.

befindet.

Polnisches.

Berlin, 11.

Ein Stück Alt-Marburg

Da staune Denn das ; Was alles,

Die JnsertionSgebühr beträgt für die ^gespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Inhaber Dr. L. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 56.

Von L. Müller.

(Schluß.) man vor aller Well, beweist eg klar, ach! schon angestellt

T) 1850 aufgelöst.

j Ein renitenter Bürgergardist, der keine Uniform trägt. . ...

) Drei am Kämfrasen gelegene Wirtschaften.

ziger Passagier wurde gerettet.

Maul« und Klauenseuche.

, An unsrem Rathaus war.

' Doch dieses nur hat den Verkehr

' Des Marttes noch belebt,

; Um den zu haben mehr und mehr War mancher oft bestrebt.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Reue Ueberschwemmungen in Frankrekch. Paris, 11. Febr. Vom Doubs, der Saone und der Rhone wird Steigen des Wassers gemeldet. Bei Ehalon stehen zahlreiche Werke still: die Straße nach Lyon ist abgeschnitten. Im Depar­tement Allier, wo der Schnee zwei Meter hoch liegt, wüten Schneestürme.

Ein französischer Ozeandampfer gescheitert. Palma, 11. Febr. Der französische Ozean­dampferGeneral Chanzy" ist an der Nordküste von Maliorca untergeganaen. Nur ein ein-

Marburg

Sonntaq, 13. Februar 1910.

Am Enesener Gymnasium haben, wie schon mitgeteilt, drei polnische Oberprimaner das Pult des Direktors erbrochen und sich von den zur Abiiurient-nprüfunq gestellten Aufgaben Kennt­nis verschafft. Diese Oberprimaner erdreistet sich derDziennik Bydgoski" (22. Ian. 1910) ..unglückliche Opfer einer falschen Erziehung" zu nennen. Er schreibt:Also zu diesem Resultate hat das Erziehungssystem in Preußen geführt, daß sich die Schüler einer höheren Lehranstalt eine bisher wohl noch nicht prakttzietteFälschung haben zuschulden kommen lasten. Das sind un­glückliche Opfer einer falschen Erziehung! Die Eltern haben der Schule gute Kinder anver­traut und erhalten nun vom rechten Wege abwei­chende Jünglinge zurück." Wir sind von der polnischen Hebpresse manches gewöhnt, aber diese Aeußerunq eines geradezu blinden unb. sinnlosen Hasses übersteigt das doch bisher Dagewesene so, daß zu ihrer Kritik eine parlamentarische Be­zeichnung nicht möglich ist.

Februar. Der Zentralviehhof wurde wegen des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche ge­sperrt.

Gestürzt. Saarbrücken, 11. Febr. Als der Kommandeur des 170. Jnfanterie-Regi- ments, Oberst v. Schwartzkoppen, heute Mittag von der Rekrutenbesichttgung auf dem Exerzier­plätze zurückkehrte, scheute sein Pferd. Der Oberst

Gegen da» Duell. München, 11. Febr. In der heuttgen Sitzung der Kammer der Reichsräte wendete sich bei der Beratung des Militäretats der Freiherr von Eramer-Klett gegen das Duell, welches vom religiösen, ebenso auch vom ethischen Standpuntte aus zu ver­werfen sei. Wenn auch der Zweikampf in der bayerischen Armee stark zurückgegangen sei, so sollte die Heeresverwaltung doch keine Zweifel darüber lassen, das sie das Duell als verwerflich bettachte. Der Kriegsminister erwiderte: Die Duellsite bestehe nicht nur im Offi,'ersrang, son­dern sie entspreche den Ansichten weiterer Kreise. Beim Offizierkorps werden durch die Ehrenge- richte dem Duell entgegengewirkt; das Duell gehöre zu den größten Seltenheiten, es komme nur bei den allerschwersten Konflikten vor. Reichsrat Prinz Georg erklärte: Kein Reichsrat der Uniform trage, stehe auf dem Standpuntte Eramer-Kletts; das Duell gehöre nicht der Ver­gangenheit an. Da es nur in den schwersten Fällen vorkomme, sei eine größere Einschrän-

Deutfches Reich.

Zu« Tode des Grafen von Tattenbach. Berlin, 11. Febr. Der spanische Botschafter drückte im Auftrage des spanischen Ministers des Aeußeren dem Staatssettetär des Auswär­tigen Amts die Teilnahme der spanischen Re­gierung an dem Ableben des Botschafters Gra- ftn von Tattenbach aus, der in Madrid in allen Kreisen die höchste Achtung genossen habe.

Eine neue polnische Eewerbebank ist in Hohensalza vom Verein der jungen Gewerbe, treibenden gegründet worden. Der Anteil be. trägt 100 X die Haftsumme 200 «Al. Der Bank, die sich in der Hauptsache mit dem Ein- und Verkauf von Rohstoffen befasten soll, st>ü> am Gründungstage 38 Gen osten mit 55 Anteilen beigetreten.

Martini ab bis Faßenacht Die Zeit bracht viel Gewinn, Da hat der Bürger Sau gefchlachk. Da stack noch etwas dttn.

Das Pfund hat damals liebe Leut', Zwei Groschen nur gekost.

Fragt doch einmal die Metzger heut', Da kriegt mer was geprostk

UndPeter" hieß der gute Mann, Der stets die Schwein geschlacht,") Weißbinder war er zwar von Stand, Doch hat das nichts gemacht.

Der stach die Mucke und den Watz Mit Grazie und Genie

Die Gurgel ab am rechten Platz, Bis in das Sauherz ttef.

So glatt und fein wie der die 68u Gebrüht hat und geschabt, Wär selber dem Barbier neu, Wenn noch so hoch begabt.

O duHausmacher-Leberwurst" Von so 'ner Bürgerschlacht, Vor'» Hunger köstlich und vor'n Durst Warst Du zugleich gemacht.

Gott segne heul' die Blutwurst noch, Und all' die Schinken auch!

Da war im Bürgerschornstein doch Noch etwas mehr wie Rauch;

) Bei dem Hausschlachten.

Ausland.

** Marokko. Mazagan, 11. Febr. Im Schaujagebiel begingen zwei Azemurleute und ein Angehöriger des Schtukastammes einen Mord: ihre Auslieferung an die französischen Behörden wurde von dem Pascha Azemurs ver­weigert. Daraufhin überschritt eine Tirailleur- abteilung den Um-Rebia und besetzte die Tare von Azemur. Der Pascha lieferte sodann die Schuldigen sogleich aus. Aus Fez wird über die Verhaftung des Arttllerie-Sekrelärs Sila- Hein Snussi gemeldet, daß diese anläßlich der Bezahlung des Soldes der Truppen erfolgt sei, weil Silahein Snussi. entsprechend den Befehlen des Leiters der französischen Militärmisfion, Major Mangin, noch einen zweiten Schreiber in die Soldliste eingetragen habe. Dieses Vorgehen zeige, daß der Sultan systematisch das Ziel ver­folge, °das Ansehen und die Stellung der fran- zösischen Militärmission herabzusetzen. Major Mangin habe, im Einvernehmen mit dem ftan- zösiscken Konsul Gaillard, bis auf weiteres die Dienstleistungen der französischen Militärmis­sion eingestellt.

stürzte vom Pferd unb erlitt einen Schädelbruch, der nach wenigen Minuten seinen Tod herbei- fiihrte.

Ein Wahnsinniger. Würzburg, 11. Febr. Der städtische Bezirksarzt Medizinalrat Hof­mann wurde in seinem Bureau von einem zur Konsultation erschienen Töpfer plötzlich mit einem Mester angegriffen. Er konnte den An- greiser abwehren, der sich dann einen gefähr­lichen Stich in die Brust beibrachte und in die psystatische Klinik gebracht werden mußte.

Mordversuch. Prinzenhagen (Holl.), 11. Febr. Hier wurde ein Kaufmann verhaftet, der von einer Reise zurückgekehrt war und ver suchte, seine Ehefrau zu vergiften. Die Frau versuchte ein Gläschen des von ihm mitgebrach, ten Likörs, spuckte aber infolge de» unangeneh­men Geschmackes sofott das Genossene aus. Ein die Flüssigkeit aufleckender Hund starb sofort. Man stellte fest, daß der Likör mit Strychnin vermischt war.

Ja, Leser, unsre Bürgergard',* *) Sn Marburg, die war schön, en Jockel in dem blauen Frack,') Den hätt' ihr sollen seh'n. Wenn das ganze Bataillon Parade exerziert, Musik voran. Potz Million, DerMetz" hat kommandiert!

Danach ward immer Rast gemacht, Das war das Hauptplaifir, Gewehre ab! In Rott' gebracht! Dann gings zum Wein und Bier Bei Pfeifer, Braun und Schützenhaus') Setzt man sich in die Rund' Und leerte manches Gläschen aus Bis unten auf den Grund.

Ein Ausrufer, den man einst hat, Schon seit Urväter Zeit'n, Der brachte unsrer guten Stadt Jed'n Tag die Neuigkeit'n.

Denn eine Zeitung gab's noch nicht. All' acht Tag' erschien im Städtchen, Da» Marburgs Bürgern gab Bericht, Ein Blatt, das Wochenblättchen.

Politische Umschau.

Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt.

Die ständige Ausstellung für Arbeiterwohl­fahrt wird zur Zeit gruppenweise von hierzu «bildeten Fachkommissionen ihres ständigen Beirats daraufhin geprüft, ob die ausgestellten Schutzeinrichtungen noch den modernsten Anfor­derungen von Technik und Wissenschaft entspre­chen. Die erste dieser Eruppenbesichttgungen hat am 25. Januar 1910 stattgefunden. Sie er­streckt e sich auf die Gruppen Bergbau, Hütten­wesen, Metallbearbeitung, sowie Holz^arbei- tung. Als sachverständige Beiratsmitglieder waren Industrielle, Gewerbeaufstchtsbeamte, technische Beauftragte von Berufsgen ossenschaf- ten und ein Arbeitervertreter beteiligt. Ein­zelne Ausstellungsgegenstände wurden als nicht mehr ganz den neuesten Anforderungen ent­sprechend ausgeschaltet. Vor allen Dingen aber wurde angeregt .noch vorhandene Lücken durch Heranziehung neuer Ausstellungsgegenstände zu ergänzen. Es darf gehofft werden, daß es dem persönlichen Eintreten der Beiratsmitglieder gelingen wird, solche Lücken auszuftillen. Im großen und ganzen wurde anerkannt, daß die Ausstellung sich auf der Höhe des Erreichbaren

Vorhandensein man noch heute mertt. Der Strand ist im Gegensätze zu den meisten chile­nischen Küstenplätzen nur hügelig und allmählich aufsteigend. Unabsehbar dehnt sich die Wüste aus, der Strand ist besät mit den verwesenden Kadavern der Maulttere, und die einzigen Ver­treter der Flora, die Kaktuse, erheben ihr stach­liges Haupt. Am Horizont schimmern die Berge von CopiagS. Heute wohnen in Caldera etwa 2500 Seelen, Neger, Mulatten, Mestizen und Ausländer, in Häusern, die aus Holz oder Well­blech, die der ärmeren sind sehr ost nur aus Lum­pen und Stangen gebildete Hütten. Die Häuser find einstöckig, selbst das deutsche Vizekonsulat weicht von der Landessttte nicht ab, nur das ein­zigeHotel" der Stadt.Hotel Suisse", war zwei- - stockig, es stürzt' jedoch bei meiner Anwesenheit während eines Erdbeben» ein. Letzteres ist ab­solut nichts seltenes. In den 7 Wochen, die ich in Caldera lag, fanden fast täglich mehrere Beben statt, die jedoch, der Beschaffenheit der. H'iuser wegen, fast gar keinen Schaden anrich-' teten. Eines Sonntags faßen wir zu dritt. ein Australiener, ein Schotte aus Glasgow und ich imHotel Suisse" bet einer kleinen Flasche Cerveca oder Bier zu einer Mark, während meine übrigen Kameraden auf der Plaza d'Armada prommenierten. wo eine Kapelle mit Blechhörnern, bestehend aus 4 Mestizen, 1 Neger und 3 eingeborenen Polizisten, ihre lieblichen Weisen ettönen ließ. Plötzlich spürten wir ein Beben unter den Füßen, während gleichzeitig der Kalk von der Decke fiel. Wir retteten erst das Bier und sprangen dann auf die Straße. . Die Musik war verstummt, während die Frauen mit den brennenden Lampen in den Händen au» den Türen rannen, denn das Umfallen einer einzigen Lampe konnte bei dem herschenden Winde das Verderben der Stadt bedeuten, wie ich es in Pisagna gesehen habe. Man war ge­zwungen einen unfreiwilligen cake walk zu tanzen. Die Gebäude zitterten und der zweite Stock des Hotels stürzte eilt. Nach ungefähr einer Viettelminute war das Erdbeben vorbei. Weiteren Schaden hatte es In Caldera nicht an-, gerichtet. In der Nähe von Copcapo war da­gegen ein feuerspeiender Berg entstanden. S.

Die zwei Leberwvrstt. Gefreiter:No', hat, r dir an recht schönen Brief g'schrieb'n, bei' Kathl?" Soldat:Einen wunderschönen! Ihr ganze G'müt und zwei Leberwürst' hat s' nein- fliegt!"

Vermischtes.

Reiseberichte über Chile.

Studiert man die Karte Chiles, so findet man einen großen Küstenstrich mit dem Namen Atakama-Wüste bezeichnet. Dadurch ist mancher geneigt, das übrige Land für fruchtbar zu halten, für ein Land, in dem Zitronen blühn usw. Gut, ich hab» die chilenische Küste von Valdioia bis Pisagua kennen gelernt und bin mit Seeleuten aller Nationen zusammenge. troffen und alle stimmen darin überein, daß Chile und überhaupt die ganze Westküste Süd- Amerikas bis herauf nach Colombia eine größ­tenteils trostlos öde, aber erhabene Felsenwild­nis ist. Wie Oasen in der Sahara nehmen sich die fruchtbaren Gegenden aus. wie Valdivia mit einer beinahe ttalienffchen Vegetation, Val­paraiso. Taltal, Artofagasta, Mejillones, mit ihren prachtvollen Maulbeer- und Palmenwäl­dern. Auch im Innern des Landes gibt es solche Oasen, selbst in der Atakama-Wüste, wie Ccpiapü. Der letzte Ort ist durch eine Bahn mit der Küstenstadt Caldera verbunden. Die Ent­fernung beträgt etwa 80 Kilometer, die der dor. tige Expreß ohne Aufenthalt in 6 Stunden zu- rücklegt. Im April vorigen Jahres ankerte ich mit einer norwegischen Bark im Hafen von Cal­dera. Wir kamen herüber von Australien, wo wir in Newcastle N. 8. W.Kohle geloben hatten. Kurs war Valparaiso. Die erste Reise von Australien nach Südamerika, damals segelten wir nach Callao (Peru), hatten wir in 57 Tagen vollbracht, eine gute Reife für unserenWind­jammer". Diesmal ging es nicht so glatt. Bei der südlichen Umfahrung von New-Zealand wurde uns in einem Südwest-Orkan die Backbord- Reeling ausgedrückt. Infolgedessen konnte der Kapitän nicht mehrpressen", wenn er nicht di: Masten riskieren wollte. So gelangten wir erst nach 87 Tagen nach Valparaiso und in wei­teren 8 Tagen nach Caldera. Die Kohlen lösch­ten wir an einem dortigen Schmelzwerk, dessen Direttor ein Deutscher war: auch manch ein chilenifches Schiff hat deutsche Offiziere. Hebet« Haupt find die Alemannos in Chile beliebt, im Gegensatz zu den Jngleses, die, wie es scheint, das Land finanziell in Händen haben. Caldera wurde vor ungefähr 60 Jahren von einer eng­lischen Kompagnie gegründet, der reichen Silber­und Kupferlager wegen. Die einzigen Bewohner waren die Milliarden von Saichflöhen, deren

* Und auch der Schützen denket noch Es find schon lange Jahr' v Als einst in ihrer Elanzepoch' i Die Schützengilde war.

\ Wenn war ein Festzug, der genoß Mein' Beifall um so mehr,

Acht Schützen ritten hoch zu Roß, Die Warner vorne her.

Die Scheibenzciger trugen dann, Das Zentrum auf dem Leib ' Unb hinterher vwhl dreißig Mann, Hoch an der Stang' die Scheib'.

> Durch Weidenhausen ging der Zug, Wohl nach dem Hansenhaus,')

' j Und mancher Schütz schoß im Flug, a Da über» Ziel hinaus.

A «j Do. wo jetzt die Försterwohnung steht.

Literarische».

** Der Spott in der englischen Armee bietet nicht nur den Offizieren, sondern ebenso den Mannschaften sowohl Erholung vom Dienst wie Stählung und Ausbildung des Körpers und spiell' eine ungleich größere Rolle, als dies bei uns der Fall ist Immer wieder finden Ausschreibungen von wettvollen Ehrenpreisen und Meistettchafteu für Soldatenmannschaften statt, die besonders auf dem Gebiete des Fußballs ausgefochten werden. ' andere, die häufig in die drolligsten Eigentümlich­keiten, wie z. Ä. das Sackschlagen auf einer mit Seife geglätteten Stange, auslaufen. Von diesen ' Aber neben diesem Spottzwetge blühen tausend' Svottatten bettchtet im neuesten (11.) Hefte der, illusttiettenZeitschrift .Moderne Kunst" (Ver- lag von Rich. Bong, Berlin SB. 57. Preis des Vier­zehntagehestes 60 Pf.) eine flotte, bildgeschmückte Plauderei.

** Der Hund ttn Dienste der Kriminalpolizei, gewinnt im ewigen Kampf gegen das Verbrecher- tum immer mehr an Bedeutung. Im Publikum' macht man sich fteiltch vielfach noch ganz falsche Vorstellungen über die Fähigkeiten dieser SvÄ- Hunde und über die BerhälMisse, unter denen sie ,_________________-______- -

Ihr Töpfe Wurstfett, Speck unb Schmalz, Wo seid ihr jetzt? hinweg!

Wie könnt' man schmiern den kranken Hal», Gar heilsam ist der Speck.

Jedoch die Perl der Bürgerschlacht

War immer offenbar

All' mal den Abend und die Rächt, ASenn groß« Wurstsupp' war.

Die Freundschaft und di« Nachbarschaft, Die ward dann invitterk

Bei Stthlmus, Bratwurst, Gerstensaft, Da ging e» wie geschmiert.

So saß man oft bis Mitternacht, Verzehrt ein halbe» Schwein. Gesungen wurde und gelacht Bei Vier und Branntewein.

Im Herbst kam dann das Zwetschenmus Zu kochen ftn die Reih',

Das Scherbenwerfen ging dann lo»,u)

Zum Aerger der Polizei.

) Oft hatte man, wenn Zwetfckenmus ge­kocht wurde, einen Wagen voll Scherben vor der Türe liegen: es war eine alte Sitte, an Polter­abenden und beim Musmachen Scherben zu wer­fen. Ebenso half eine Nachbarsfrau, wenn Bohnen geschnitten wurden, der anderer, schneiden.

Di«D6etl)efind)e Leitung" erfcyelM täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiettage. Der Bezugspreis beträgt viertel- jährlich durch die Post bezogen 2 25 <Ä (ohne Bestellgeld), bei unseren Zettungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2