45. Jahrg.
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nur zu einem winzigen Bruchteil, die Verantwortung nicht nur für den Ausfall der Wahlen, sondern auch für die Zusammensetzung und die Beschlüsse des Parlaments, in letzter Linie sogar auch für die Politik, die im Lande gemacht wird. Diese Verantwortung ist ein außerordentlich wichtiges Moment in der politischen Schulung und Erziehung der Ration. — Kann aber da von einer Verantwortung gesprochen werden, wo kein öfseut- licheS Bekenntnis gefordert wird? Wo jeder einzelne Wähler sich hiernach vor der unbequemen Mahnung: „Es ist auch deine Schuld!" hinter die Schutzwand des Wahlgeheimnisses flüchten kann? — In einer Zeit, wo so laut nach einem Gesetz über die Ministerverantwortlichkeil gerufen wird, sollte man sich doch auch hüten, die Verantwortung, die auf dem Wähler ruht, zu verdecken und zu verschleiern."
Immerhin ist zu bedenken, daß die öffentliche Wahl in engen Kreisen, wo die Abhängigkeit eine sehr stark ist, leicht zu falschen Resultaten führt, vor allen Dingen viele ganz von der Wahl abhält.
Daß die Wahlkreis-Einteilung nach Kopfzahl nicht gekommen ist und in Zukunft auch nicht kommen wird, müssen wir fordern. Die Gliederung unseres Vaterlandes geht nicht nach der Kopfzahl und wir Bewohner der mittleren und der kleinen Städte, denken gar nicht daran, auf unseren Einfluß zugunsten b* waflerkopfmäßig angeschwollenen großen Städte und Industriezentren (Berlin, Breslau, Hamburg, Frankfurt usw.) zu verzichten, die dann alles durchsetzen könnten und das Land (im Gegensatz zur Großstadtzentrales einfach unterdrücken können. Das entspricht nicht der Entstehung der deutschen Bundesstaaten, namentlich nicht Preußens, wo auch die kleineren und mittleren Städte und das Land Gott sei Dank auch noch heute eine wesentliche Kulturaufgabe erfüllen, fo wichtig wie die der übermäßig großen Städte.
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Einfluß auf den Vater für unsre Sache gewinnst, deines Wesens und ihrer
de« Ministerium, de, Aeußern in der Ersten Kammer begründet« der ehemalige Gesandte in Stockholm van Heeckeren einen Antrag, worin der Minister aufgefordert wird, Schritte zu tun, um di« Integrität der Niederlande gegen Deutschland und England zu sichern. Der Redner erNärte, ein einige Jahre zurückliegendes Ereignis, da» dem Minister wahrscheinlich unbekannt sei, bilde einen speziellen Grund für Holland, ein« bessere Garantie zu fordern, al» da» Nordseeabkommen sie den Mächten zweiten Ranges biete. Der Minister des Aeußern erwiderte. van Heeckeren müsse seine Behauptungen genauer formulieren, sonst könne er nicht antworten. Nach einer erregten Debatte, worin van Heeckereien behauptet«, daß sein Ansehen beim Stockholmer Hof durch die Beschwerde eines holländischen Landsmannes gelitten habe, beschloß die Kammer in einer geheimen Sitzung, über die Angelegenheit nicht in einer geheimen Sitzung, sondern öffentlich zu verhandeln. Van Heeckeren erklärte zu feinem Antrag« im ein-
Politische Umschau.
Die Niederlande, Deutschland und England.
Marbutg
Freitag, 11. Februar 1910.
Deutsches Reich.
— Eraf Tatteubach schwer erkrankt. Madrid, 9. Febr. Der deutsche Botschafter Graf Tatten- bach ist schwer erkrankt. Er wurde heute Vormittag mit den Sterbsakramenten versehen.
— Aus den Kommissionen. Berlin, 9. Febr. Die Budgetkommission de» Reichstags bewilligte heute auf Grund neu eingegangenen Material» da» neu angeforderte Veterinär-Offizierkorp» mit allen Konsequenzen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Die Kommission lehnte mit 12 gegen 10 Stimmen die Mehrforderung von 429115 cM. für Pferdegelder ab. Dafür stimmten die konservative und di« Reichspartei, die wirtschaftliche Vereinigung und ein Nationalliberaler. In der Kommission erklärte der Staatssekretär des Reichsschatzamtes, daß die Neuregelung der Entschädigung für Dienstreisen, über di« jetzt zwischen beit Verwaltungen. des
also beide zusammen 1000 3 000 13 000,
so ist A gewählt, weil ihm in Abteilung l: 49 v.
fnnn 10001 in Abteilung II: 52 v. H. (von
hat eine außerordentlich lebhafte Kritik, namentlich auf der Linken, wo man eben nur das Reichslagswahlrecht akzeptieren will, eingesetzt, die sich in den heftigsten Schmähungen Lust macht. Eigent- »ich hat die Borlage auf keiner Seite ungeteUten ve>sa«l gefunden, und es wird den nun heute beginnenden parlamentarischen Verhandlungen überlassen bleiben, allerlei Mängel des Entwurfs aus- ,«merzen. Vor allem aber einen, und darauf möchten wir heute Hinweisen. Ein Pluralwahlrecht, das die Anteilnahme, die Bedeutung und den Einfluß des einzelnen auf die Gesetzgebung nach den tatsächlichen Verhältnissen feftiegt, wäre allerdings das Ideal eines Wahlrechts, wie wohl allseitig anerkannt werden wird. Aber hier liegt auch die große Schwierigkeit, gesetzmäßige Besttmmnngen zu treffen, die alle diese Verhältnisse richtig erfassen. Man kann aber leider nicht sagen, daß der jetzige Entwurf in diesem Punkt sehr glücklich gewesen wäre. Bei aller Hochachtung vor unserem Beamtentum und den sog. „Gebildeten" muß der Em- Wurf, da er die freischaftenden Stände, mit das wichtigste Glied des Staatswesens, in keiner Weise berücksichtigt, bei diesen Entrüstung Hervorrufen. Es ist in der Tat eine Zurücksetzung der selbständigen Kaufleute, Gutsbesitzer, kleinen Fa- britmrten, Gewerbetreibenden usw., die vielleicht in schwierigen Zeiten mehr geleistet haben für den Staat, alS irgend einer, der zufälligerweise das einjährige Zeugnis besitzt, womit bekanntlich für seine bürgerliche Tüchtigkeit absolut nichts gesagt ist, wie sie in dem Entwurf zu gunften der durch „Examina" normierten Klassen einfach übergangen werden. Daß hier, namentlich die rechtsstehenden Parteien Wandel schäften und dafür sorge«, daß die erwerbende« Stände, für die sie ja stets eintrete«, hoffe« und wünschen wir.
Ein zweiter Punkt, der wesentliche Kämpfe Hervorrufen wird, ist die geheime Wahl. Man har mit Unrecht erwartet, daß dieser Entwurf eine diesbezügliche Vorlage enthalten würde. Fürst Bülow hat, wie bekanM, im Abgeordnetenhaus dies bereits abgelehnt. Wichtige Autoritäten haben sich für die öffentliche Wahl ausgesprochen und zwar aus Staatsgründen. So ist die Stellung- nähme des Hiswrikers H. v. Shbel bekannt. Auch bet Göttinger Staatsrechtslehrer Leo bat in der Nat.-Ztg. einen Artikel veröffentlicht, bet für die öffentliche Wahl mit folgenden Worten Stellung nimmt.
„Daß sich vieles zugunsten der geheimen Wahl geltend machen läßt, besonders die von soziallsti- schet Seite vielfach geübten, in ihrer Wirkung aber doch wohl übertriebenen Einschüchtenmgsversuche, ist zweifellos. Andererseits aber scheint uns folgende Ueberlegung durchaus ausschlaggebend für die offene Wahl zu sein: Das Wesen eines Parlaments besteht darin, daß das mündig gewordene Volk durch feine Vertreter mit teilnimmt an bet Regierung. Somit trägt jeder Wähler, wenn mtch
was beim Zauber
Herzensgüte unzweifelhaft geschehen wird, dann siiÄ> wir für den Vater unüberwindlich. Bleibt noch der Widerstand des deinigen . . . ach, Gilberte! Wenn ich ebensolche Gewißheit hätte, daß
Mit entschlossener Bewegung reichte sie ihm die Hand.
Mit entschlossener Bewegung reichte sie ihm die Hand.
„E, wird viel Mühe kosten, ihn de, Erfüllung nahe zu bringen," sagte sie mit inniger Zärtlichkiet. „Sie wollen mich schonen und verschweigen mir, daß Ihr Vater sich diesem Plan aufs entschiedenste widersetzt, ich aber sage Ihnen offen daß ich mit dem meinigen schwere Kampfe zu bestehen haben werde. Uebtigens wissen Sie do« ja wohl und werden es vorausgesehen haben. Wenn Ihre Liede aber treu und stark ist, ist es doch denkbar, daß wir all diesen Widerstand besiegen, und gelobe Ihnen — ach, wie gern und von ganzer Seele! — daß meine Liebe Sie für alle um meinetwillen erlittene Unbill be- lohnen und entschädigen soll."
Tief bewegt von diesem feierlichen Gelöbnis blickten sie einander an. Auftecht stehend, mit thränenfeuchten Blicken und doch voll Zuversicht und Glückseligkeit sog jedes das Bild des andern in sich. Dann zog bet jung« Mann Gilbert« sanft und zärtlich an sich und berührte ohne daß sie ihm widerstrebt hätte, mit seinen Lippen di« reine jugendliche Stirne in .einem keuschen heiligen Kuß.
„Run bist du mein," tief et, damit bestätigend, daß sie ihren Bund geschlossen fühlten, „und wirst ewig mein sein."
Sie senkte zusttmmend da» Köpfchen und sagte schlicht und einfach: „Ja."
„Und nun hör«," fuhr Heinrich in minder feierlichem Ton fett „was ich dir noch Mitzu- teil<n habe. Das Ergebnis meinet Aussprache mit der Mutter ist nicht ohne Bedeutung. Ich habe die Zusage von ihr erlangt, daß fie dich
490 1 560 6 496
510 1 440 6 504
zelnen: Der Souverän eines Nachbarstaates habe vor einigen Jahren wissen lassen, daß et gezwungen wäre, niederländisches Gebiet zu besetzen. wenn die Niederlande die Verteidigungsmittel gegen England nicht in Stand setzten. Der Minister verdiene Tadel, daß er diese Tatsache beim Abschluß des Nordseeabkommens nicht in Rechnung gezogen habe Der Minister erwiderte er könne diese Behauptung nicht entkräften. devot van Heeckeren sich nicht genauer zu den Ausdrücken „Souverän eines Nachbarstaates" und „wissen lassen" geäußert habe Im Interesse des Landes fordere er ihn auf, klarer und genauer zu fein. Da von Heeckeren nicht antwortete, wurde die Diskussion ohne Ergebnis geschlossen.
Di« komplizierte Feststellung des Wahlergebnisse»
nach dem neuen preußischen Wahlgesetze wird klar aus einem in der Begründung zu § 21 gegebenen Beispiel: Um das Wahlergebnis fest- zustellen, wird, für jede Wöhlerabteilung ge- sondett, die Zahl der im ganzen Landtagswahlbezirk abgegebenen gültigen Stimmen zusammengerechnet, und der Anteil jedes Kandidaten an den abgegebenen gültigen Stimmen festgestellt. Die so gewonnenen Hundertteilzahlen aller Stimmen jeder Abteilung weiden für jeden Kandidaten zusammengezählt ihre Summe wird durch drei geteilt. Gewählt ist wessen durchschnittlicher Stimmen- anteil hiernach mehr als fünfzig vom Hundert beträgt. Folgendes Beispiel wird diese Zahl- ungs- und Berechnungsart veranschaulichen. Haben von 17 000 gültigen Stimmen erhalten.
I. II. III.
du den besiegst . . ."
„Er hat mich unsäglich lieb . .
„Aber et ist unsäglich verblendet, wenn sein« liebetgeugungen in» Spiel kommen, und ich gebe ja gern zu, daß ihm eine herbe Erfahrung benot* siebt I Wie wird er meine Derwandelung auf* nehmen? Einem Sozialisten hat et seine Arme geöffnet — wird er seine Türe dem Anhänger de, Monarchie nicht verschließen? Denn, du mukck e» ja wissen, ich gehöre zu denen, die et zu Grund richten, vernichten will!"
.In der Theorie, ja, in der Praxis ist et gar nicht im stand, irgend einem Menschen Bösts zufügen zu wollen . . . Mein armer Vater! Ich glaube nicht, daß et je Gelegenheit b<tbrn wird andre zu unterdrücken; fein Leben lang ist er Amboß gewesen, nicht Hammer."
..Ohne Zögern würde et diesem Heinrich Eeroais die Hand feinet Tochter gewährt haben einem Heinrich Tresorier wird er fie versagen!^
„Soll ich bleiben, bis er nach Hause kommt, und ihm selbst die volle Wahrheit sagen?"
..Unter keinen Umständen! In der ersten Aufwallung seines Zorns könnten Aeußerungen fallen, die du nicht vergessen dürftest; wenn et sich erst mit dem Gedanken vertraut gemacht hat.
Die JnfertionSgebühr beträgt für die 7gespattene geile oder deren Raum 16 Pfennige, für Reklamen 80 Pfennige. — Druck und «erlag: Jcch. «ug. Koch. UniverfitätS.Bwhdruckerei Inhaber Dr. 6. Hitzeroth, Marburg. Markt 21. — Telephon 65.
22 (Nachdruck verboten.)
Die Tochter des Abgeordneten,
Von Georges Oh «et.
lFortsetzung.)
„Oho! Auch von diesem Vergnügen übernehm« ich meine Hälfte! Der Abend bildete eine der angenehmsten Erinnerungen meine» ereigiiislosen, einförmigen Lebens!"
Ain Tag darauf also erfuhr mein Vater von einem Kollegen, der den Abgeordneten Eourcier kennt, daß ich dort gewesen war und mit Ihne» getanzt habe."
„Die Folge war ein hochnotpeinliches Verhör?"
„Lud ein rückhaltloses Geständnis von meiner Seite! Ich habe meine Schiffe hinter mit verbrannt unb alles gesagt . . . Vergangenheit, Gegenwart und sogar meine Zukunstsplän« entschleiert und meinem Vater erklärt, daß ich Ei« liebe, daß ich nie eine andere geliebt habe und daß mein heißester und höchster Wunsch, mein einziger Ehrgeiz im Leben sei. Sie zur Frau zu gewinnen."
Gilberte errötete, aber ihr Blick wich dem seinige« nicht aus. aber sie blieb ernst, denn alle Hemmnisse, die sich diesem Wunsch entgegentürmten, bektemmten ihr die Seele, ja fie mochte im stillen an der Möglichkeit, sie zu überwinden, zweifeln. Mit Heinrich aber war sie sehr )u- f rieben. Er zeigte sich tapfer und ritt erheb, wie ihre Mädchenträume ihr den Mann vorgezaubert hatten, den sie würde lieben können. Etwas beunruhigt durch die wehmütige, schweigsame Aufnahme seiner Worte, fragte Heinrich: „Gilberte, wären Sie damit einverstanden? Dars ich hoffen, daß Sie diesen Wunsch teilen?"
sehen, dich sprechen will. Du kannst dir denken, welchen Wert ich darauf lege! Sobald ich euch weiß, ist der Sieg Meine Mutter übt
Die „Cbettieituaje öeitung" et|cgeiru täglich mit Ausnahme der Sonn- unb Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt viertel- jährlich durch die Post bezogen 2,25 * (ohne Bestellgeld), bei unseren ZeitungSstellen und der Expedition (Markt 21), 2
Reichs und Preußens im wesentlichen eine Ber- ftänbigung erzielt sei, aller Voraussicht nach gletdweitig den Bundesrat und die gesetzgebenden öaftoren Preußens beschäftigen werde. - Die aus der Kommission geäußerten Wünsche nach möglichster Einschränkung der Dienstreffen gaben dem Kriegsminister und dem Reichsschatzsekretär Veranlassung, vor einer übermäßige» finanziellen Einschränkung des Kapitels Reise, gebührnisse, Umzugskosten ec. zu warnen, da fie naturgemäß nut zu Etatsüberschreitungen führen würde. Die Kommission beschloß aber mit knapper Mehrheit einen Abstrich von 572129 X Die vom Zentrum eingebrachte Resolution, die Kontrollversammlungen alljährlich nur einmal stattfinden zu lassen, wurde trotz der ablehnenden Haltung der Regierung mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen.
— „M. 3". Berlin, 9. Febr. Das Militär- lustschiff „M. 3" da s heute vormittag zu einer Fernfahrt nach Jüterbog aufgestiegen war, traf um 4% Uhr wieder übet dem Tegeler Schießplatz ein; es konnte jedoch, anscheinend infolge eines Defektes der Höhensteuerung, nicht nieder- gehen und trieb nach Mariendarf ab, wo es um 5 Uhr 30 Min. glatt landete. Offiziere und Mannschaften des Lustschifferbataillons waren bereits zur Stelle, um eine Nachfüllung vorzunehmen. Das Fahrzeug wird die Heimreise aus dem Luftweg zurücklegen. .
— Nochmaliges Dementi. Berlin. 9. Febl. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Vrivatdozent Dt A. Wirth hält in einer Zuschrift in der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" gegenüber unserer neulichen Feststellung unter Berufung auf den Bruder des ermordeten Studenten Dammann die Behauptung aufrecht, daß dessen Familie keinen Pfennig Entschädigung erhalten habe. Von der Entschädigungssumme, di« da. Auswärtige Amt erlangt hatte, ist von der per- fiscben Regierung zunächst eine erste Rate von 6000 Toman gezahlt worden. Diele Rate wurde dem Oberhaupt der Familie, dem Vater des Ermordeten. dem Pastor Dammannn in Eisenach, am 21. August 1908 Überwiesen. Pastor Dammann starb am 10. Dezember 1908. Die zweite Rate der Entschädionng ging von der persischen Regierung Ende Januar 1909 im Au°wartigen Amte ein. Nachdem Frau Dammann durch einen gerichtlichen Erbschein als die alleinige Empfangsberechtigte sich legitimiert hatte, wurde die Restsumme, die inzwischen bei der Königlichen Seehandlung verzin lick, angelegt worden war, am 30 Oktober ;9u9 Fran Dammann zur Verfügung gestellt. Es bleibt demnach bei unserer Feststellung. Die Angriffe auf das Auswärtige Amt können nach wie vor nur als leichtfertig bezeichnet rotrben
Ausland.
•* Das Befinden des Königs von Schwede» ist nach übefftand Blinddarmoperation sehr befrtebwrKb. _ , _ L .. '
•» E.qkand. T-ubf . 9. Febr. Heute hielt bi*: He vattin« Wische Partei eine Versamm-- lung ab in nnicfkr John Redmond wieder zum Präsidenten gewählt wurde; ferner wurde einstimmig beschlossen, die Anhänger O'Driens aus de, Partei auszuschließen.
wird et sich mäßigen und eher mit fick reden lassen Ich kenne ihn ja so genau! Wie oft hab' ich nicht seinen Groll beschwichtigt, seine» Kle-nmut nach einer Enttäuschung aufg* richtet . . ach wie schade, daß du nicht wirklich d-eser Heinrich Gervais bist! Alles hätte sich so leicht und glatt gefügt."
„Später, mein liebes Kind," versetzte et lächelnd, „wirst du hoffentlich finden, daß es auch seine Vorzüge hat, der Sohn meines Vaters zu sein."
Sie schüttelte wehmütig den Kopf.
„Ich weiß, was du damit andeuten willst — du bist ein reicher Mann. Sieh, gerade das betrübt mich und macht mir das Herz schwer. Wärst du ein armer junger Mensch, rote ich ein armes Mädchen bin. so könnte ich viel offener für unsre Liebe kämpfen, man würde keine andre Triebfelder bei mir vermuten, als eben diese Liebe; nun aber hemmt und ängstigt mich eben dein Reichtum. Daß jemand mich im Der- da<Ä haben könnte, danach zu trachten, raubt mir die freie Bewegung, die Unbefangenheft und den Mut, für mein Glück zu kämpfen."
„Nimm den reichen, wie du den armen Man» genommen hättest, meine Gilberte," erwidert« et innig. „Ich kann ja nichts dafür, daß so viel Geld in i'nserm Hause ist? Erworben hab ich'» nicht, ich bin ja nur ein mittelmäßiger Geschäfte mann; mein Dichten und Trachten hätte auch nie danach gestanden, denn ich bin bedürfnislos, dagegen verspreche ich dir, durch deine liebe» Hände den Darbenden viel zukommen zu lasse», auf daß man mit verzeih«, daß mein Teil «n» gerecht groß ausgefallen ist!"
Seine letzten Worte machten ibn selbst lachen. (Fortsetzung folgt)
H (von 1000), in Abteilung II: 52 v. £ &00), in Abteilung III: 49,97 v. H.
13 000) der Stimmen zugefallen find und danach sein Stimmenanteil 150, 97 v. H.: 3. also mehr als 50 v. H., nämlich 50,32 v. H. beträgt. Der des B berechnet sich nut auf (51 v. H. -ft 48 v. H. -ft 50,03 v. H. = 149, 03 v. H.: 3 ober) 49,68 v. H.
mit dem Kreisblatt kür die Kreise Marburg und Kirchhain >
und den Beilagen:,Illach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Beilage."