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45. Jahrg
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if eine Anfrage über die schen Regierung in der g' »gaben, daß an dieser Vl
weimaris
Batet ist ein Todfeind de»
mit dem Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: »Flach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Beilage
— Die Schiffahrtsabgaben. Weimar, 8. Febr. In der heutigen Sitzung de» Landtage» erklärte der Departementchef Dr. Paulsen in Erwiderung auf eine Anfrage über die Haltung der _______ "... ' "rage derSchiff. fahttsabgaben, daß an dieser Vorlage, wie sie jetzt vorliege keinerlei Anstoß mehr genommen werden könne, da sie lediglich eine Verbesierung der Wasierverkehrswege durch Beiträge der Jn- teresienten bezwecke und im übrigen in großzügiger Weise eine einheitliche Gestaltung auf wasserwirtschaftlichem Gebiete erstrebe. Die großherzogliche Staatsregierung hielt es daher für ihre Pflicht, Preußen bei seinem Vorgehen zu unterstützen.
— 3«« Fall Dammann antwortet Dr. Wirte bet Behauptung der „Nordd. Allg. Ztg": „Ja Sachen „Dammann" bin ich nicht so „leichtfertig" vorgegangen, wie die „Norddeutsche" behauptet. Die Quelle war Profesior Dammann, der Bruder de» Ermordeten, ein durchaus Vertrauen erweckender Mann. Die „Norddeutsche"
„Ach! Sie erkennen selbst, wie zwingend meine Gründe waren und daß ich gar nicht anders hätte handeln könnens" rief Heinrich mit Ungestüm. „Ihrem Vater meinen Namen zu nennen, Hütte nicht anderes bedeutet, al» jede Möglichkeit unseres traulichen Verkehrs, der meine ganze Seeligkett bedeutete, abschneiden... nur äußere Umstände haben mich zur Unwahrheit gedrängt. Sie liegst nicht in meiner Natur das beschwöre ich Ihnen, und bis dahin hab ich in meinem ganzen Leben nichts mit der Lüge, gemein gehabt."
Ein leises Lächeln huschte über ihre Züge.
„Also bin ich die Deranlasiung zu dieser Sünde?" sagte sie weich. „Dann geziemt sich'» wohl, daß ich auch einen Teil der Strafe trage."
„Den haben Sie schon im Uebermaß verbüßt! Hab' ich Sie doch betrüben, erschrecken müssen, während ich meinem Herzen nach nur Ruhe und Freude in Ihr Leben hätte tragen mögen!"
„Ach, warum haben Sie sich nicht vom ersten Augenblick an von mir abgewandt?"
„Als ich erfuhr, wer Sie sind, war es schon zu spät gewesen . . ."
Sie wußten es also nicht bei unserem Zu
Marburg
Donnerstag, 10. Februar 1910.
ihm alle ?'?;■ " tot ZerkniiiL'- [orier "7 " . -di,
Ihrigen." . .
Sie nickte leise m-t dem Kopf.
„Jetzt begreife ich, wozu Hie die Tarnkappe nötig hatten."
lich find!"
Zum erstenmal beschämte es ihn, den Namen seines Vaters zu nennen, diesen Namen, der ihm sonst als goldener Schlüssel alle Türen auftat, gefügig macht, und mit wah- widerte er: „Heinrich Tre-
Deutsches Reich.
— Besuch de, Prinzen Heinrich in England. Der „Standard" bringt folgende Ankündigung: In etwa 14 Tagen wird hier Prinz Heinrich von Preußen zu einem interessanten Besuch eintref- fen. Die Arrangement» sind zwar noch nicht vollendet, es mag jedoch al» bestimmt gelten, daß der Prinz den König Eduard und außerdem noch andere seiner zahlreichen Freunde hierzulande besuchen wird. Ohne diesem Besuche eine unrichtige Bedeutung beizulegen, ist doch wohl anzunehmen, daß das Interesse an der in Deutschland in Gang gebrachten Bewegung zur
voller Freiheit de, Geiste, und Herzen» geplaudert, getanzt, gelacht hatte. In heftiger Bestür- zung über die mir so unerwartet zugekommene Aufklärung bin ich abgereist, abgereist, vhn» Ihnen auch nur Lebewohl zu sagen. Mein Ent- schluß stand fest — ich durfte Sie nicht wieder- sehen, denn daß die Feindseligkeit zwischen «n-
Die JnsertionsgeSühr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. — Druck und «erlag: Joh. Au«. Koch, Universität» -Buchdruckerei Inhaber Dr. 6. Hitzeroth, Marburg. Markt 21. — Telephon 66.
sammensein in Toulon?"
„Erst abend, erfuhr ich es, vrchdern ich Sie den ganzen Tag über gesehen, mit Ihnen in voller Freiheit de, Geiste, und Herzen»
Personen von 52,78 aus 54,20 v. H. der Bevölkerung.
Gegenwärtig hat also über die Hälfte der Eesamtbevölkerung ein Einkommen von über 900 X Dabei ist zu berücksichtigen daß zu dem Reste von 45,80 v. H., dessen Einkommen über 900 X nicht hinausgeht, ohne Zweifel noch eine große Anzahl von Personen gehört, die durchaus nicht den unbemittelten Schichten zuzurechnen ist, z. B. Söhne und Töchter wohlhabender Bauern, die in fremder Haus, oder Landwitt- schaft ein eigenes, aber 900 X nicht überschreitendes Arbeitseinkommen erwerben, oder Kinder reicher Leute, welche ein eigenes, der Verfügung de, Familienhauptes nicht unterliegendes Zinseinkommen von nicht mehr als 900 X besitzen, oder die zeitweilig erwerbslosen Militärpersonen nnd Strafgefangenen.
Ausland.
** Die Deutschen in Böhme«. Prag, 8. Febr. Der Verband der deutschen Landtagsabgeordneten erließ nach der Vertagung des Landtage» eine Kundgebung an die Deutschen Böhmens in der es heißt, daß alle Deutschen danach streben, daß die verworrenen nationalen Verhältnisse im Lande und auch im Reiche eine dauernde Ordnung erführen und daß im Hinblick auf da» hohe Ziel Opfer gebracht werden müßten. Die Kundgebung schließt mit den Worten: „In unserem Rechte liegt unsere Kraft."
•* England. London, 8. Febr. Die Universitäten Glasgow und Aberdeen wählten einen Konservativen zum Vertreter in, Unterhau», der unterlegene Gegenkandidat war der konservative Freihändler Sir Frederick Pollock.
** Griechenland. Athen, 8. Febr. Ein all- gemeiner Amnestie-Erlaß, der die Offiziere der Marine umfaßt, die an der Bewegung vom 29. November vorigen Jahres teilgenommen haben, ist unterzeichnet oder wird heute Abend amtlich bekannt gemacht. Die begnadigten Offiziere, die auf drei Jahre Urlaub nach dem Ausland nahmen., find heute früh entlassen und abgereist.
PoNttsche Umschau.
Zu, Wahlrechtsvorlage.
Ein« Anregung der Presse, die Wahlrechtsvorlage nicht im ganzen einer Kommission zu überweisen, sondern die Prinzipienfrage gleich im Plenum zur Entscheidung zu bringen und nur die Detailausarbeitung in der Kommission durchberaten zu lassen, veranlaßt den „Vorwärts" zu einem Wutausbruch. Er erblickt in der Durchführung dieses Vorschlages das sicherste Mittel, jede wirkliche Wahlresorm zu erwürgen, d. h., aus der Ausdrucksweise des „Vorwärts" in das richtige Deutsch übersetzt, das sicherste Mittel, die Bestrebungen der Sozialdemokratie auf Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen wirksam zu vereiteln. Das sozialdemokratische Parteiblatt verlangt demzufolge die gründlichste Durchberatung des ganzen Entwürfe, in der Kommission und scheint selbst eine planmäßige Verschleppung der Entscheidung durch Forderung weiterer tatsächlicher Unterlagen zu befürworten. Diese Ausführungen des sozialdemokratische« Blattes sollten die- enigen bürgerlichen Parteien, die durch eine achgemäße Reform des Dreiklassensystems gegen >ie sozial» und bürgerlich-demokratischen An- griffe stärken wollen, darauf Hinweisen, baß es im Interesse der Sache liegt, die Verhandlungen nicht unnötig hinauszuziehen, sondern daß man, wen man rascher und entschlossener arbeitet, am sichersten die Absichten der gemeinsamen Gegner vereitelt, während man umgekehtt durch eine über da, notwendige Maß hinausgeyende Ausdehnung der Verhandlungen nur die Geschäfte der Sozialdemokratie machen würde.
seren Familien jede Hoffnung vernichtete, war mir vollständig klar ... Sie wissen, wie heu ich an meinem Vorsatz festgehalten habe! Noch keine vierzehn Tage waren um, da wohnte ich unter einem Dache mit Ihnen, da stand ich stundenlang am Fenster, um Sie im ©arten auf und ab gehen zu sehen . . . das war mein ganzes Glück ..."
Sie schlug die Augen voll zu ihm auf und sagte weich: „Mir ahnte so etwas ... ich bin auch manchmal länger im Gatten geblieben..."
Mit einem Jubellaut erfaßte er die Hand des jungen Mädchens.
„O Gilberte! Sie sind also barmherzig und finden meine Schuld nicht unverzeihlich! Si« stoßen mich nicht mehr von sich, Sie wollen mir ein Recht geben, Sie zu lieben?"
Sie löste ihre Finger aus seinem Griff und erwidette schelmisch: „Erst muß ich doch wissen, ob Sie Begnadigung verdienen! Erzählen Si« mir haarklein, was Sie Ihrer Mutter gebeichtet haben!"
„Wohl und gut! Schon feit einiger Zeit fiel e» den Meinigen auf. daß all meine Lebens^- wohnheiten sich verändert hatten und auch mein Charakter . . v
„Sind Sie bösartig geworden?"
„Nein, aber geistesabwesend unb schwermütig . . . meine Eltern waren tn Sorge UM «tich Da wollte e, der Zufall, daß mein Vater am Tag nach dem Ball im Handelsministerium, jenem Ball, wo wir so viel miteinander tanzte», und vergnügt waren, daß heißt, ich spreche d« nur von mir..." k
(Fortsetzung folgt.) -J
Besserung der Beziehungen zu diesem Lande da- durch an Stärke gewinnt. Diese neue Richtung findet die wärmste Unterstützung tn hohen Kreisen. E» ist beachtenwett, daß da» Entgegenkommen in Deutschland eingesetzt hat, aber e» ist Grund vorhanden anzunehmen, daß demnächst eine Anzahl der führenden Männer England» sich darüber äußern werden. Eine solche Bewegung braucht nicht, so wird behauptet, die Maßregeln zu beeinflussen, die jedes der beiden Länder für seinen Schutz zu treffen für nötig hält, und doch mag sie auch nach dieser Richtung
sagt, über 50 000 Mark seien ausgezahlt worden; der Professor sagt, die Familie habe keinen Pfennig bekommen." Danach wird die „Nords. Allg. Ztg." aufzuklären baden wo die 50 000 Mark, die ja ausgezahlt sein sollen, eigentlich geblieben stnd.
für meinen feste«"Entschluß, einer Lage ein Ende zu machen, die Ihrer unwürdig ist und meiner nicht minder. Ich hätte ja ganz ruhig und glücklich noch lange bei Ihnen aus und ein gehen können, wenn ich weiter geschwiegen hätte, aber ich habe meiner Mutter gelobt, alle Heimlichkeit abzustreifen, und deshalb setze ich aus freien Stücken in diesem Augenblick meine ganze Glückseligkeit aufs Spiel."
Von dieser ganze« leidenschaftlichen Erklärung, deren Sinn sie in ihrer schmerzlichen Verwirrung nicht klar zu begreifen vermochte, drang nichts so tief in Eilbettes Seele, als die Gewißheit, daß Heinrich diesen entscheidenden Schritt im Einverständnis mit seiner Mutter getan habe. Noch hatte sie fein klares Urteil, aber er erschien ihr schon weniger schuldig, schon weniger vermessen, feit er seine Familie in diesen Widerstreit eingreifen liefe. Langsamen Schrittes wandte sie sich von der Tür ab und setzte sich wieder vor den Kamin. Dann hob sie plötzlich mit unsäglicher Anmut und einem Anflug von Schalkhaftigkeit das gesenkte Köpfchen.
„Aber wie heißen Sie denn nun wirklich? Es ist doch Zeit, daß ich erfahre, wer Sie eigent«
Die allgemeine Volksschule und ihre Wertschätzung.
Mtt Fug und Recht nennt man die allge- tr.eine Volksschule „Das Juwel de» deutsche» Volks." Ausländer benutzen häufig unb gern bei ihrem Aufenthalte in Deutschland die Gelegenheit, dem Unterricht in unseren Volksschulen oeizuwohnen; sie find stets de, Lob« voll über die Leistungen der Kinder, über den Geist, die Zucht und Öttmung, die in der Volksschule herrschen, über den Eifer und die Arbeitsfreude bei Lehrenden und Lernenden. Um b’efes Kleinod beneiden uns unsere Nachbarvölker. Die vor Jahresftist von England nach Deutschland gesandte Kommission zwecks Studium der wirtschaftlichen Verhältnisse wußte bfs Lobes über die deutschen Volksschulen kein End«. Cie erkannt« mit Recht in der Volksschule einen wichtigen Faktor des Fortschritte» in Gewerbe und Industrie, den das deutsche Volk in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen hat. Aus solche Anerkennung von Gegnern kennen wir stolz sein. Sind auch alle Stände in unserem Volke von dieser Wahrheit überzeugt? Wie die tägliche Erfahrung zeigt, ist dies leider nicht überall der Fall.
Bekanntlich ist die Dummheit die teuerste Ware im Lande. Keine Wohltat ist deshalb größer als die des Unterrichts und der Erziehung. Wer jemals etwas dazu beigetragen hat, die Menschen edler, weiser, glücklicher zu machen, b<-r verdient der ganzen Menschheit Dank. Wenn nun die Volksschule es ist. die 95 Proz. aller Kinder unseres deutschen Volkes bildet, erzieht, so ist damit ihre Bedeutung gekennzeichnet. Freilich, diese Sckmlarbeit nach Umfang und Inhalt gl-ich gewaltig, sie ist t»f£,<tol(, oft bitter und feuer. Haben doch nach einem Sprichwort« die Götter vor die Tugend den Schweiß gesetzt. Nicht m't der Anhäufung und Uebermittelung von Kenntnissen allein erfüllt za die Schule ihr« Aufgabe, ihr gilt als höheres Ziel die Erziehung zum ®ttm, die jahrelange, consequente.
S3*tb diese aufreibende Arbeit des Lehrer» an den 50, oft noch m-fit Schülern einer Klasse cuefi stets anerkannt und gewertet? Leider geschieht dies nicht übe all. Wenn die Volksschule kommt, dann fafifan oft die Mittel. Der Staat E-efiauptet, das ist Sache der Gemeinde; diese erklärt, woher sollen wir die Gelder zur Schule nehmen? Wie kommt diese auffallende Erschein. unq° Die Früchte der Schularbeit fallen eben nicht so sichtbar in den Schoß. Wäre die Schularbeit gleich der Fabrikware oder gleich den Eicksstämmen im Walde, die man bald gereimt# bringend verwetten könnt-., dann fände man wobl größere Gebefreudigkeit. Die Früchte bet Schularbeit kommen erst bätet, nach Jahren, wenn bet Erzieher selbst seinen Zögling längst aus den Aug»i> verlogen, mit ihm gar keine Verbindung mehr hat.
Der Erzieher muß an die Erfolge seiner schwere« Arbeit glauben, er schaut sie nicht immer. Die Schule arbeitet auf Hoffnung, für die Zukunft. Daher lammt es, daß die Volksschule oft nut als ein teueres, lästiges Institut, da» viel Geld kostet und nichts einbringt, angesehen wird. Denke man sich aber einmal bi« Schule und ihre erziehliche Arbeit weg, da
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Die Tochter des Abgeordneten.
Von Georges Ohnet.
> Forts etzung.)
Blaß, aber ohne ein Wort des Vorwurfs, ohne Einwand, ohne Aufschrei oder nur eint heftige Geoiirde. aber voll unbewußter Hohett erhob sie V.ü) und wollte sich entfernen. Er aber wat rascher an der Türe als sie und rief, ihr den Ausgang versperrend, in fieberhafter (Erregung: Hch flehe Sie an, ich beschwöre Sie, gehen Sie |o nicht von mir! Denn Sie mich jetzt verließen ohne mir die Möglichkeit gegönnt zu haben, mich von Schuld zu reinigen, Ihnen alles zu erklären, Sie zu überzeugen, Ihre Milde anzurufen, viel- leicht Ihre Verzeihung zu erlangen, dann wäre alles verloren, dann würden wir uns nicht Wiedersehen .. . das hieße mich töten, Eilbette! Verstehen Sie nut recht, Gilberte . . . wovor können Sie sich denn fürchten? Sind Sie meiner Achtung nicht sicher? Zweifeln Sie an meinem ehr- lichen Wort?" .
Sie sah ihn an, so tief traurig, daß es ihn mit heißem Weh überlief.
„Itos ehrliche Wort eines Menschen, der Sie belogen hat ... jo denken Sie, und nut Ihre Großmut hindert Sie, es auszusprechen. Aber glauben Sie denn, daß auch meine Selbstanklage Täuschung fei? Deichen Vorteil würde sie mit bringen? Oder zweifeln Sie an meiner Zurech- Wungsfäfiigieii? Denn ich auf die Gefahr hin, Ihr WohllreoLm in Abscheu zu verwandeln, vor .eie trete und mich Ihnen zeige, wie ich bin, wenn ich Ihne« bekenne, wa» ich gewagt und
Die Veranlagung zur Einkommensteuer für 1909.
In Preußen ist für da» Steuerjahr 1909 bei insgesamt 6 107 621 Zensiten die Gesamtsumme von 248 075 866 -K an Einkommensteuer veranlagt worden, so daß sich gegen das Vor- fahr ein Mehr an Zensiten von 223 248 oder 8,97 v. H., und an veranlagter Steuer von 10 101 672 X oder 3,69 v. H., ergibt. Dieser Mehrbetrag an Einkommensteuer verringert sich, wenn man nut die zur Erhebung gelangende Steuer, also die veranlagte Steuer abzüglich ihres auf Gewinnanteile von Gesellschaften mit beschränkter Haftung entfallenden und deshalb gemäß § 71 des Einkommensteuergesetzes neuer Fassung außer Hebung gesetzten Teiles berück- fichtiat um 3 600 593 dl, erhöht sich indes durch die infolge Gesetzes vom 26. Mai 1909 von den Einkommensteuerpflichtigen in den Einkomen- steuerstusen von mehr als 1200 dl zu leistenden Aeuetzuschlcige für 1909 um 46 399 689 dl, so baff die insgesamt zu erhebende Einkommensteuer für 1909 326 874 962 und die Zunahme gegen die im Vorjahre zu erhebende Steuer 56 266 610 dl oder 20,79 v. H. beträgt. An dem nicht zu erhebenden Teile der veranlagten Steuer vo«, 3 600 593 dl sind insgesamt 8708 Zensit u beteiligt oder infolge der Besteuerung der Gesellschaften m. b. H. der Staatskasse zugeflossene Mehrertrag beläuft sich auf 4 646197 gegen 3 904 014 dl im Jahre vorher.
Di« „veranlagte Bevölkerung" (d. h. die Zahl b*r Zensiten mit Einschluß ihrer Ange- hörigen) umfaßt i« den beiden Jahren 1908 und 1909 nicht ganz die Hälfte der Gesa mibe- völketung des Stacie», 1909 insbesondere in den Städte« annähernd drei und auf dem Land» fast zwei Fünftel der bärtigen Bevölkerung überhaupt diejenige mit mehr al, 3 000 X Einkommen 5,22 o. H. gegen 5.04 im Vorjahre, insbesondere in den Städten 8,19 v. H. gegen 7,99 im Vorjahre und auf dem Lande 2,62 v. H. gegen 2,48 im Vorjahre. Die einkommen- steuerpflichtige Schicht fiat sich in Preuße« in den Jahren 1908 und 1909 im Verhältnis von 4 758 zu 4 884, in den Städte» vo« 5 895 zu 5 993 und auf dem Lande von 3772 zu 3 910 ausgedehnt. Die einkommensteuerfreie Schicht ist in beiden Jahren im Verhältnis von 5 242 zu 5116, in den Städten von 4 105 zu 4 007 und auf dem Lande von 6 228 ju 6084 zurückgegangen.
Die günstige Entwicklung, welche in diesem Ziffern hervortritt, prägt sich noch schärfer au», Iven« derjenige Teil der Bevölkerung, welcher zwar ein Einkommen von mehr al» 9Ö0 dl bezieht, au» Gründen der §§ 19 und 20 de» Gesetzes vom 26. Mai 1909 aber freigestellt ist, Mitberücksichtigt wird. Die Schicht, welche dieser Wohltat teilhaftig geworden ist, ging tn diesem Jahre in den Städten von 4,59 auf 4,57 v. H. der Bevölkerung zurück, während sie auf dem Lande von 5,72 auf 6,06 und überhaupt von 5,19 auf 5,37 v. H. der Bevölkerung stieg.
Rechnet man die Freigestellten nebst ihre« Angehörigen der veranlagten Bevölkerung hin- *u, so vergrößert sich der Bruchteil der an einem Einkommen von mehr al» 900 X beteiligten
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