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mit dem Kreisblatt kür die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: Illach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Beilage."

M 31

TieOberhesjiiche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die Post bezöge« 2 26 <* * (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2

Marburg

Sonntag, 6. Februar 1910.

Die JusertiouSgebühr beträgt für die 7gespalteue Zeile oder bereu Saum 16 Pfennige, für Reklame« 80 Pfennige. Druck und Verlag: Joh. Sug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerei Inhaber Dr. 6. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 65.

45. Jahrg.

Crites Blatt.

Die Vorlage zur Reform des preußischen Andtagswahlrechts

ist dem Landtage zugegangen. Ihre Haupt-Neu- forderu.gen haben wir gestern bereits durch Extrablatt verbreitet. Die Wahlrcformvorlage erhält daS Treiklassensystem in seinen Gnindlagen aufrecht und beläßt es auch bei der überlieferten öffentlichen Abstimmung. Als wesentlichste Aen- derung bringt sie die Ersetzung der indirekten Wahl durch die direkte. Die Abgeordneten sollen unmittelbar von den stimmberechtigten Wählern getvählt werden, wobei durch die Art der Stirn- menzählung in den gleichen Wählerabteilungrn Les ganzen Wahlbezirks das Gleichgewicht des Einflusses der drei Abteilungen auf das Wahl­ergebnis gesichert wird. Der Entwurf besttmmt ferner, daß Steuerbeträge von mehr als 5000 Jl dem einzelnen Wähler mit dem Ueberschuß bei der Abteilungsbildung nicht angerechnet werden sollen. Und endlich werden besondere Merkmal« höherer Bildung, verdienstlicher Tättgkeit tot ösfentl' hen Leben, -amentttch in Ehrenämtern, und gerelfterer Erfahrung im Lebensberufe neben dem btsh-r allein entscheidenden Maßstabe der Steuerleistungen vorgeschrieben, nach denen to Zukunft gewisse Wählergruppen in die oberen Wählerabteilungen etngereiht werden sollen, wenn der Steuermaßstab allein ihnen nicht den ihrer Bedeutung im StaatSleben angemessene» Platz to der Wählerschaft angewiesen hat.

Die amtlicheBerl. Korr." führt dann Wetter aus: Die Reform beschränkt sich auf die Beseiti­gung der Mängel, die nach sechzigfährtger Gel­tung in der Wirkung deS materiellen Wahlrechts hervorgetreten find, ohne von dem gegebenen festen Boden der verfassrmgsmäßigen Grundlag» sich Wetter zu entfernen, als tot Hinblick aus Zweck »nd Ziel der Reform unbedingt geboten ist. Die Begründung des Gesetzentwurfs weist auch auf die Geschichte der Zusammensetzung deS Houses der Abgeordneten hin, die bezeugt, daß unter dr« bestehende« Wahlsystem eine jede starke geistige, wirtschaftliche und politische Strömung, welche weite Bolksschichten wirklich tief bewegt, im Lause der Zett in der preußischen BolkSvertretung zur Geltung gelangt ist und to der Stellungnahme und Stärke der Parteien ihren Ausdruck gefunden hat. Es sei hierzu erinnert an die überwältigende« M hrheiten der Fortschrittspartei während der Beffaffungskämpfe to den sechziger Jahren deS Vorigen Jahrhunderts, an die Vorherrschaft der RationaSiberalen in der Zett des Ausbaues deS Nationale* Gesamtstaates bis 1879, a* daS Er­starken des Zentrums to der Zett deS Shilhtr» stnnpfes, an das Hervortreten agrarischer Ten» Denzen nach den Handelsverträgen zu Anfang .Jkr neunziger Jahre und an den Eintritt der So» Oakdentokratte in das Abgeordnetenhaus als j neueste dieser wichttgen Entwicklungserscheinu» en.

Die indirekte Wahl hat sich überlebt und dietet de« Angriffe ställdig neue Nahrung, daß WaS Wahffhftem in der großen Masse der Wähler-

G« Stück Alt-Marburg,

von S. Müller.

Sie«ntftfupp* und derBohnmffchnitt' Me bee noch Mode war. Das fft ei» kleiner Unterschied Bon fetzt und sechszig Jahr,- Die Bürgerschaft von jener Zett War auch kein blauer Rauch--

Und patzt heut' auf die Einigkeit Als wie die Faust aufs Äug'!

Die Stadt »ar freilich dazumal Roch nicht so groß als wie heul'. Kein Sachen war da noch zu schmal, Die Wetwrgaß noch breit.

Die Antrrgatz hat eine Lag', Da konnte man durchgeh'« Im bloßen Hemd am hellen Tag Und hätt's kaum eins geseh'n.

Sm Bnhschof sah man allerseits Karto^tfelder und Es fuhr ein Omnibus bereits Rech Ließen in vier Stund. Die Stadibeleuchttmg war der Mond, Das Riibät Prokurist, Wer auf der Keherbach da wohnt Hat oot dem Haus den Mist.

Aufs Rubül sah man nicht genau, Zn dem was übrig war, Backt des Laternenputzers Frau Die Mnnnenkuchen gar.

schäft eine lebendige Anteilnahme an der Entwick­lung des Staates und das Verständnis für staat­liche Bedürfnisse und Notwendigkeiten nicht ge­nügend aufkommen lasse. In den städttschen Be­zirke» werden die Wahlmänner längst nicht mehr als Vertrauensmänner ihres engeren Wähler­anfangs gewählt, sondern als Mittelspersonen zur Durchsetzung der von den Parteien aufgestell­ten Wahlkandidaten, auf dem Lande aber leidet die Beteiligung an den Wahlen unter dem Ein­fluß enger örtlicher, persönlicher und wirtschaft­licher Beziehungen. Der Vorwurf, daß das jetzige System die wahre Sttmmung des Volkes nicht zum Ausdruck bringe, läßt sich bei so schwacher Beteiligung nicht abweisen.

Die geheime WaP bringt der Entwurf, wie ,u erwarten war, nicht. In Keinen Stimmbezirken würde das Wahlgeheimnis in den beiden oberen Abteilungen in der Regel ohnehin durchsichtig sein. Die Oeffentlichkeit beherrscht auf allen Ge­bieten des staatlichen Lebens in Preußen die wich- ttgsten Vorgänge, besonders auch das weite Ge­biet der kommunalen Wahlen, das nicht unberührt bleiben würde, wenn man in diesem Puntte beim Landtagswahlrecht von den bisherigen Grund­sätzen abginge. Gegen terroristtsche Beeinflus­sungen der Wahlen schützt auch die geheime Wahl erfahrungsgemäß nicht, wohl aber würde das Ge­fühl der polittschen Verantwortung durch sie bei den Wählern geschwächt werden. Ohne ein reges poftttsches Verantwortungsgefühl gibt es kein Forttchreiten auf dem Wege der gesunden Ent­wicklung etnes Staatswesens.

Aenderungen der Landtagswahlbezirke find nicht in Vorschlag gebracht. Aus den erheblichen Verbesserungen, die to dieser Beziehung im Jahre 1906 schon durchgeführt find, sowie aus einer Be­merkung in der Begründung, daß die Verfassung die einmal eingerichteten Wahlbezirke als dau­ernde, tot wesentlichen unveränderliche Grund­lage der Wahlorganisatton ansteht, darf man schließen, daß die Regierung in dieser Frage auch jetzt noch auf dem Standpuntte starker Mehrheiten to beiden Häusern des Landtages steht, die es ab« lehnen, im Jahre 1906 auch schon abgelehnt haben, einzelnen Landesteilen einen Teil ihrer Vertretung zu entziehen, um damit diejenige anderer, durch die Binnenwanderung und durch stüdttsche oder industrielle Entwickelung ohnehin schon begünstigter Telle des Staates zu verstärke«.

Die Verhandlung über die Vorlage dürfte voraussichtlich bereits tot nächsten Donnerstag mit der ersten Lesung beginnen.

Materiell bringt die Vorlage das, wo- man nach den von Regierungssette gemachten Ver­sprechungen erwarten durfte. Wahlrechtsfragen sind prattische Fragen; man wird also zunächst sehen müssen, welche Wirkungen die neuen Be­stimmungen haben, ob fie in der Tat geeignet sind, den Einfluß des Mittelstmtdes wesentlich zu er­halte» und zu stärke». Daß man auf Setten der Radikalen, deren Forderung deS Reichstagswahl­rechts natürlich keine Aussicht auf Erfolg hatte, entrüstet ist über die Vorlage, ist flar. Ob wesenlliche Aenderungen an dem Entwurf vor­genommen werden, wird zunächst von der Hal- tung der ausschlaggebenden Parteien abhängen.

In Weidenhausen vor dem Haus, Die Gaß' man weiß benutzt. Da saß die ganz' Familie braus Und hatt's Gernüfl geputzt.

MSHling und Saarn, die banden schön, Die Fässer auf der Gaß', Ein mächt'ge Flamm von Hodelspähn Schlug hoch au» so 'nem Fatz.

Erstickt ist bald die Nachbarschaft, Rauch beitzl noch mehr als Staub,, Vom Reff antreiben, zauberhaft, Blieb man drei Wochen taub.

Wenn am Schuhmarkt der Kupferschmied'. Die Kessel hat geklopft. Hat an dem Hirschberg noch der Plitt Die Ohr'n sich zugestopft. Auf der Neustadt da wohnte« denn, Die Schuhmacher zu Hanf, Die hatten auf dem Laden steh'n Schuh groß und klein zum Kauf.

Türkei, so nannt man diese^Straß's) In Marburg an der Lahn.

Der Türken-Pascha') tränt zum Spatz Eich ost ein Räuschchen an

x) Lang.

*) Da wohnten lauter Schuster, die man Türke« nannte.

) Hohenstein mit Barnen.

Aus den Parlamenten.

Deutscher Reichstag.

30. Sitzung vom 4. Februar.

Am Bundesratstische die Staatssekretäre Del­brück und Wernutth.

Zur Erörterung steht zunächst der Etat des Reichstags.

Abg. Ginger (So,.) begründet einen Antrag Albrecht und Genossen, nach welchem die Ge­schäftsordnung dahin abgeändert werden solle, daß bei der Besprechung von Jnterpellattonen die Stellung von Anträgen zugelassen und kurze An­fragen beträchtlicher Art über Angelegenheiten, die zur Zuständigkeit des Reichstags gehören, an die Regierung gerichtet werden können. Abg. Müller-Meiningen (frf. Vp): Die leeren Flaschen des Sitzungssaales sollte man mit Gobelins be- lleiden. Eine allgemeine Revision der Geschäfts­ordnung ist wünschenswert. Auch die Besttm- müngen über die Lohnlisten der Abgeordneten sind entwürdigend und müssen geändert werden. (Beifall links.) Abg. Junck (nafl): Der jetzige Zustand, nach welchem den Abgeordneten nur während der Sitzungszeit des Reichstages, nicht aber während seiner Vertagung, freie Fahrt auf den deutschen Eisenbahnen gewährt wird, ist nicht würdig. Wir beantragen daher, to dem Diäten­gesetz für die freie Fahrt .Legislaturperiode" an­stattSitzungsperiode" zu setzen. Abg. Roere» (Ztt): Daß aus der vorjährigen Kommission nichts Vernünftiges herausgekommen ist. lag an dem Block Wir beantragen völlige Revision der Geschäftsordnung. Abg. Gras Westarp (kons): Dem Anttaae betreffenb Ausdehnung der Frei­fahrten auf die ganze Legislaturperiode vermögen wir uns nicht anzuschließen. Die Anttäge Im An­schluß an Jnterpellattonen lassen sich aus juristi­schen Gründen nicht ohne weiteres verwirklichen. Auch aus politischen Gründen können wir nicht zugeben. daß der Reichstag die Macht erhält, einen ihm nicht gefallenden Reichskanzler abzn- setzen. Dieses Recht muß dem Kaiser allein zu- fteben. Diese Anträge betreffen Verfassunas- franen, für die die Geschäftsordminaskommistion nicht zuständig ist. (Bravo! rechts.) Abg. Koempf (frf. Vv ): Kurze Anfragen find tot In­teresse der Ausübung der Kontrolle, die dem Reichstage nach tz 1 der Verfassung znstebt, not- wendia. Wir werden dem Anträge auf Revision der Verfassung beitreten. Die KommissionS- berichterstattung ist revisionsbedürftig. Abg. Ledebour (Soz i: Wir wollen absolute freie Eisen- bafmfabrt für die Abgeordneten. Die heutige Ge­schäftsordnung genügt nicht mehr. Mißttauens- imb Vertrauensvoten erteilt der Reichstag beute schon. Die Konservativen und daS Zentrum haben, was anzuerkennen ist, <mf diesem Wege einen Reichskanzler gestürzt. Abg. v. Dircks en (Reichsv): Wir teilen den Wunsch, daß der Prä- sidont uns und seiner Familie recht bald wieder- gtaeben werde. (Lebhaftes Bravo!) Den Wmffch nach besserer Luft teilen auch wir. Dann sollten tot Sitmnassaale weit sichtbare Rednerlisten an- gebracht werden. (Sehr rickttia!) Dem Ver­langen nach freier Fahrt während bet ganzen Legislaturperiode vermag ein Teil meiner Freunde nicht behafteten. Wir sind dafür, die aanze Geschäftsordnung zu revidieren. Abg. Dr. Reumann Hofer (fff Va ): Die Wahlprüfun- gen sollten schneller erledigt werden. Abg. Graf v. Oppersdorf (Ztr.): Ich freue mich daß das Reich -bands'uch mm doch endlich geschaffen wird. Aba. Werner (Ref.-P): Erwünscht wäre ei, möglichst alle Woche einen Schwerfnütag abzu- baften. nm den Jnttiattvgnttäaen deS Reichstcgz- atnfigenb Würdimmg zuteil werden zu lassen. Aba. Dr. Frank Mannheim (Soz): Die Wahl- wüsunoen würden schneller erledigt werden, wenn das Wahlgeheimnis mehr gewahrt würde. Aba. Dr. Jimck (nafl.): Daß durch unseren An­trag es mtr ermöglicht werden sollte, der Regier­ung Mi ßirou en Spaten m erteilen, trifft nicht zu.

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Der Hufschmied, bet hat auch sei« Fach Nollführt im Freien aus,

Bon Pfosten ein getragenes Dach Stand noch einmal vorm Haus.

Die Sau war'« auf der Gaß' geschlachi Eebrühet und geschabt.

Die Bäuch' geschlitzt, die Gurgel ob, Am Querholz aufgehakt.

Am Steinweg hingen glatt Herat

An ihrem Hinterfexs,

Vor Ehristtag an dem Hake« Mapp Beim Hering ihrer sechs.

Ma« sah versetzt sich oft nach 68b,

Ins Land Italia,

Wo alles auf der Katz' geschieht, Wie's auch bei uns geschah.

Da wurde auch der Hund geschor'n Und zwar als Kunst für sich. Dem Pinscher stutzte nunc die Ohffn In Marburg öffentlich.

Vom Sträfling wurde noch gekehrt

Die Gasse insgemein.

Vom Sträfling mit der Kett' beschwert Und Eisen an dem Bein.")

Wie da, geflirrt von Kette» hat Bei dieser Sttäflingsschar, Es war kein Wunder, wen« die Stobt, So sträflich dreckig wat.

") Bis 1869 roat auf bem Schloß «tue anstatt.

Sämtliche Anttäge werden an die verstärkte Gefchästskommtflion verwiesen. Der Etat bei Reichstages wird darauf genehmigt.

Der deutsch-portugiesische Ha>- delsvertrag wird nach ganz kurzer Debatte mtt knapper Mehrheit in dtttter Lesung ew genommen.

Es folgt die erste Beratung der Uebersicht der Reichsausgaben und Einnahmen für das Rvch- mlngsjahr 1908. Nach unerheblicher Debatte wich die Uebersicht der Rechnungskommission über­wiesen; an dieselbe Kommission geht die allge­meine Rechnung für das Jahr 1905.

Darauf wird die Sitzung auf morgen mittag 12 Uhr vertagt: Handelsvertrag mtt den Ver­einigten Staaten von Nordamerika.

Im Abgeordnetenhaufe -

wurde am Freitag to die erste Beratung des ®e» richtskostengesetzes eingetreten. Minister Beselee erklärte, daß eine Vereinfachung des GeschäftS- ganaes und eine Erhöhung der Gerichtsgebühren um durchschnittlich 10 v. H. vorgesehen sei. Abg. Boehmer (kons.) beanftagte die Uebertoeifung der Vorlage an die um 21 Mitglieder verstärkte Justiz- kommission. Seine polittschen Freunde ständen der Vorlage nicht sehr sympathisch gegenüber und könnten dazu erst nach dem Resultat der Kom- miMonsberatung deftnive Stellung nehmen. Di« Abg. Reinhard (Ztt ), Dr. »eil (natlib.), Dr. Schrock (sreik.) itnb Wolff (Lissa, frf. Vgg.) äußer­ten sich in ähnlicher Weise. Abg. Boisly (natlib.) meinte, daß es ungerechtfertigt erscheine, die Ge­bühren der fteiwilligen Gerichtsbarkeit noch zn erhöhen, da die Einnahmen aus dieser bereits 70 v. H. der Gesamteinnahmen betrügen. Die Vor­lage ging an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Bei der folgenden zweiten Beratung des Justiz­etats begrüßte es Abg. Battscher (Ztt ' daß dl« Absicht bestehe, die Prüfungsgebühren für Justiz- i subalternbeantte aufzuheben. Abg. Dr. Sei (Ztt.) beklagt es. daß das freie Handwerk immer - noch unter der Konkurrenz der Gefänanisarbett zn - leiden habe. Rach Bewilligung der .Einnah- < men" vertagte sich das Haus um 4 Uhr auf Sonn­abend vormittag 11 Uhr.

I ' . '

Politische Umschau. '

De, Kaligesetzentwurf. \

Berlin, 4. Febr. Der Gesetzentwurf Über den, , Absatz vonKalisalzen besteht aus 40Paragraphen^ deren Vorschttsten bis zum 1. April 1930 gelten solle«. Nach dem Entwurf dürfe« Kalisalze von, Kaliwerkbesttzer« nur durch Vermittlung der a«f Gründ dieses Gesetzes errichteten Verttiebsgo- metnschast abgesetzt werden, nur dieser ist der Bezug von Kalisalze« aus dem Auslande ge­stattet. Der Nettffebsgemeinschast kann jeder Besitzer eines Kaliwerkes beitreten, in dem Kali- falze durch einen Schacht aufgeschlossen werde«. Der Reichskanzler entscheidet über die vorläufig« Zulassung der Kaliwerkbesttzer. Das Stimmen« Verhältnis der Mitglieder wird ihrer Beteilig­ung entsprechend bemessen. Der Reichskanzler, hat das Auffichtsrecht, zu dessen Ausübung er einen Kommissar ernennt Die Vertriebsgemein- schäft ist verpflichtet, beim Absatz der Kalisalze in erster Linie den inländischen Bedarf zu be­friedigen. Eie setzt die Verkaufspreise fest, deren erste Festsetzung und jede Erhöhung für das Inland der Genehmigung des Bundesrates be­dürfe«. Die Verkaufspreise für das Ausland dürfen nicht itfebriger sei« als die der höchsten für die entsprechenden Sorten im Jnnlande. Di« Festsetzung des Anteilverhältnisses der Mitglie­der der Verttiebsgemeinschast am Absatz vom Kalisalzen erfolgt durch die Bertriebsgemein« schäft. Die festzusetzenden Beteiligungsziffer»

Auch sonst Musik, Tiskant und Baß, Hat unsre Stadt berauscht.

Der Grün und auch die Wettergah', Die haben oft gelauscht,

Wen« EauhirtMai" die Morgenstill' Mit Hörnettön' belebt.

And dann ein Grunze« und Gebrüll Sich durch di« Stadt erhebt.

Es war auch sonst noch allerhand I« unsrer Stadt zu seh,«. Am Rathaus stand ein Gegenstand,') De, war besonders schön.

Es war ei« Pfahl und an de« hing Ein eifern Halsgeschmeid, Als Zeichen der Erinnerung : _

An eine früh'« Zeit. J

Ein Halsband watis mtt ehthn Scharnier. And wer den Schmuck genoß Bekam von vorn en her als Zier Ei« mächtig Vorhangschloß.

Es war mit Perle« eingefaßt Dem Kappeler zulieb, Itnb hat a» jede« Hals gepafft, Dem Fälscher wie dem Dieb.

) Am Eingai bis 1845 am

neben der Brofichirne st«M tue «in Echandpf ahl.

, (Schluß folgt)